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 04 - Historische Bahn 

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Letzter Teil zur WEG- „Nebenbahn Amstetten – Laichingen (AmL)“ im Mai 1975.

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Die Schmalspurbahn war 1975 in keiner Form von der Stilllegung bedroht und so kam ich erst 1979 wieder für zwei Tage nach Laichingen, wo dann der ex Härtsfeldbahn-T 30 im Regelbetrieb anzutreffen war. Aber dazu vielleicht später einmal mehr.

Viele Grüße
Dieter

AmL  Dieter Riehemann 7544_24.jpg
T 37 aus Laichingen ist am 08.05.1975 in Amstetten angekommen

AmL  Dieter Riehemann 7546_13.jpg
Der ex MEG-T 35 (II) diente als Reservefahrzeug. Wegen fehlender direkter Kupplungsmöglichkeit mit aufgebockten Regelspurgüterwagen waren die Einsatzmöglichkeiten aber stets beschränkt. 1976 verkaufte man den Triebwagen an die Inselbahn Langeoog (VT 3), die ihn 1995 an die Harzer Schmalspurbahnen (HSB) abgaben. Bei den HSB ist der Wagen, wenn auch inzwischen divers umgebaut, heute noch als VT 187 012 vorhanden. Aufnahme am 09.05.1975 in Laichingen

AmL  Dieter Riehemann 7546_16.jpg
T 33 in Laichingen am 09.05.1975. Der schadhafte und in Laichingen ohnehin „ungeliebte“ Triebwagen trug damals noch die Anschrift „Heimatbahnhof Neresheim“, wurde später auch als Ersatzteilspender genutzt und schließlich 1984 an die Härtsfeld-Museumsbahn verkauft (dort betriebsfähig vorhanden)

AmL  Dieter Riehemann 7547_24.jpg
Blick vom Fußgängersteg in Amstetten (später durch Unterführung ersetzt) auf den abfahrbereiten T 34 als GmP nach Laichingen am 09.05.1975

AmL  Dieter Riehemann 7547_25.jpg
Der T 34 als GmP nach Laichingen hatte am 09.05.1975 soeben Amstetten verlassen

Alle Fotos stammen, wenn nichts anderes angegeben ist, von mir und sind urheberrechtlich geschützt.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2018:06:20:09:17:21.
AmL  Dieter Riehemann 7548_29.jpg
T 34 am 09.05.1975 bei Amstetten. Der Einschnitt im Hintergrund ist später für eine parallel zur Bahn verlaufende neue Straßenführung verbreitert worden

Alle Fotos stammen, wenn nichts anderes angegeben ist, von mir und sind urheberrechtlich geschützt.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2018:06:20:09:14:48.
(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Alle Fotos stammen, wenn nichts anderes angegeben ist, von mir und sind urheberrechtlich geschützt.

1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2018:06:20:09:15:39.
Herzlichen Dank für die vierteilige Serie von WEG AL, klasse Fahrzeug- und Betriebsaufnahmen! Freue mich schon auf die angekündigte Fortsetzung mit WNB T 30 und T 31 (ex AND, Härtsfeldbahn) als WEG VT 30 und VT 31.
Danke für die tolle Beitragsreihe! Sehr schön eingefangen.

Kannst Du etwas zum Fahrkomfort der Triebwagen/Beiwagen sagen? Der T34 wirkt, wenn ich mir den Wagen ansehe (steht ja noch in Amstetten), innen sehr beengt und durch die kleinen Fenster sehr dunkel. Die zweiachsigen Wagen liefen ja auf Regelspur bescheiden, wie mag das im VS 150 gewesen sein?
Wie hatte man die Bahn denn aus damaliger Sicht betrachtet?
Ich kann mir als spät geborener kein richtiges Bild davon machen, aber es würde mich freuen, einen genaueren Eindruck zu bekommen.
Wie kommt es, dass der T 33 so entgleisungsanfällig gewesen sein soll? Dieser hatte doch extra deswegen bereits in Neresheim ein neues Drehgestell mit Megi Federn bekommen?
Weisst du mehr dazu?

Danke und viele Grüße, George

Blick vom Fussgängersteg

geschrieben von: Markus Richta

Datum: 20.06.18 21:10

Hallo Dieter,

danke für die Beiträge mit den Bildern zu dieser interessanten Schmalspurbahn. Besonders toll finde den Blick vom Fussgängersteg mit rangierender Köf 2. Da kann man viele Details entdecken. Im Hintergrund der WEG-Triebwagenanhänger und ein paar bereit stehende Güterwagen der Gerstetter Bahn.
Die beiden modernen Kesselwagen tragen noch das ganz alte VTG-Logo. Diese Kesselwagen waren die Vorbilder der Fleischmann Kesselwagen in HO und N. Ich hätte nie gedacht dass die noch mit diesem Logo unterwegs waren. Die Firma welche die Kesselwagen in Amstetten instand setzte ist inzwischen auch schon etliche Jahre Geschichte.

Grüße
Markus
GeorgeP schrieb:
Kannst Du etwas zum Fahrkomfort der Triebwagen/Beiwagen sagen? Der T34 wirkt, wenn ich mir den Wagen ansehe (steht ja noch in Amstetten), innen sehr beengt und durch die kleinen Fenster sehr dunkel. Die zweiachsigen Wagen liefen ja auf Regelspur bescheiden, wie mag das im VS 150 gewesen sein?
Wie hatte man die Bahn denn aus damaliger Sicht betrachtet?
Ich kann mir als spät geborener kein richtiges Bild davon machen, aber es würde mich freuen, einen genaueren Eindruck zu bekommen.
Wie kommt es, dass der T 33 so entgleisungsanfällig gewesen sein soll? Dieser hatte doch extra deswegen bereits in Neresheim ein neues Drehgestell mit Megi Federn bekommen?
Weisst du mehr dazu?


Hallo Georg,

viele Fragen auf einmal, aber ganz kurz zu den Themen (wobei Du etliche Sachen auch in zugängliche Quellen finden kannst):

Die T 33 und 34 sind vom Ursprung her ja Schwesterfahrzeuge. Sie stammen aus einer Serie von 9 vierachsigen Schmalspurdieseltriebwagen des Typs „Frankfurt“, die in den 1930er Jahren von der Waggonfabrik Wismar gefertigt wurden.
Der T 34 (Baujahr 1934) wurde für die Euskirchener Kreisbahn gebaut, gelangte 1949 an die Kleinbahn Bremen-Tarmstedt und von dort 1956 an die WEG, die ihn 1960 umfassend zum Schlepptriebwagen mit zwei Motoren und neuem Aufbau umbaute. Der T 33 (Baujahr 1937) kam fabrikneu zur Kleinbahn Bremen-Tarmstedt, wurde 1956 an die WNB verkauft und Anfang der 1960er Jahre ebenfalls umgebaut (u.a. mit neuem Auwärther-Aufbau). Die Ursache, warum der T 33 (nach Aussage des Laichinger Personals) danach entgleisungsanfällig gewesen sein soll, ist mir nicht bekannt – vielleicht war er (u.a. mit weiterhin nur einer Motoranlage) als Schlepptriebwagen einfach zu leicht ??

Den T 34 habe ich öfter als Fahrgast benutzt. Der Fahrkomfort war der damaligen Zeit und der relativ geringen Fahrgeschwindigkeit entsprechend ganz ordentlich. Allerdings kein Vergleich zum T 37 – mit dem „schwebte“ man förmlich und hatte „Panoramasicht“. Mit dem VS 150 bin ich nicht selbst gefahren, aber der zweiachsige Wagen mit dem relativ wuchtigen Auwärther-Aufbau dürfte auf der Schmalspur bestimmt recht unruhig gelaufen sein. Ähnlich stelle ich mir das beim zweiachsigen Schmalspur-T 36 vor, den die WEG ja 1973/74 auf Regelspur umbaute und ihn dann noch viele Jahre als Stammfahrzeug auf der WEG-Nebenbahn Gaildorf-Untergröningen einsetzte.

Anfang der 1980er Jahre investierte die WEG nochmals umfassend in die Bahn: Die Fahrzeuge wurden grundüberholt, die Gleisanlagen saniert, die Werkstatt in Laichingen ausgebaut, eine Funkanlage installiert usw. Das Ende der Strecke kam dann recht plötzlich und unerwartet. Insbesondere die weggefallene Gasölbeihilfe ließ den Kostendeckungsgrad des Bahnbetriebs sinken, aber (bis auf Amstetten) war keine Anliegergemeinde bereit, einen Beitrag zur Verlustabdeckung zu leisten. Die forcierten vielmehr die Umstellung des Personenverkehrs (bei dem sich ganz überwiegend um Schülerverkehr auf dem Abschnitt Nellingen – Laichingen handelte) auf Busbetrieb. So endete der Bahnbetrieb dann 1985.

Gruß
Dieter

Alle Fotos stammen, wenn nichts anderes angegeben ist, von mir und sind urheberrechtlich geschützt.
Hallo Dieter

Vielen Dank für die Bilder von der AL(b).
Da kommen die Erinnerungen an die vielen Kilometer auf Schienen/Füßen auf/neben der Strecke.
Ein Jammer, dass das dann 1985 so endete.

Ich habe meinen Beitrag wiederbelebt [www.drehscheibe-online.de]

Grüße aus Frankfurt
Wolfgang

Re: Blick vom Fussgängersteg

geschrieben von: Bullok

Datum: 24.06.18 11:22

Hallo Markus,

diese Aufnahme auf die abgestellten.Kesselwagen finde ich auch sehr interessant.

Dieser Kesselwagentyp wurde ab 1969 von LHB für die VTG gebaut, sowohl als 77- wie auch als 88-Kubikmeter-Version.

Beide Typen hatten anfangs einen kürzeren Abstand zwischen den Drehgestellen, die ab 1971 gebauten dann einen größeren.

Fleischmann hat bekanntlich die 77-Kubikmeter-Variante umgesetzt, in Spur N mit dem kurzen, in H0 mit dem größeren Drehgestellabstand.

Röwa, später von Roco übernommen, hat den 88-Kubikmeterkesselwagen mit dem kurzen Abstand in H0 produziert.

Märklin hat Anfang der 90er dann in einer Sonderpackung die 88-Kubikmeter-Variante mit dem langen Drehgestellabstand hergestellt.

Das neue VTG-Logo mit dem integrierten Preussag-Logo wurde auf den Kesselwagen ab 1972 angebracht.


Schöne Grüße

Bullok



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2018:06:24:12:08:35.
Hallo Bullok,

danke für die Info mit den vierachsigen LHB-Kesselwagen. Damals wurden alleine von den 77m³-Kesselwagen m.W. 400 Stück gebaut. Die hatten dann wohl alle, ab Werk, noch das alte VTG-Logo und wurden dann ab 1972 mit dem neuen VTG-Logo umgezeichnet.

Bisher dachte ich immer die Wagen mit 77m³ wurden später gebaut und gleich mit dem neuen Logo ausgeliefert worden. Einige Spur N-Bahner haben ihre 77m³-Modelle mit einem zusätzlichen Kesselschuss verlängert und so sich selbst eine 88m³ Version geschaffen. Fleischmann war dazu in der Spur N leider nie in der Lage.

Grüße
Markus