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 04 - Historische Bahn 

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Ein Lokführer, der bis 1975 Dampfloks gefahren ist, hat mir gesagt dass in den 70ern in Gelsenkirchen Bismarck noch Dampfloks für Kriegszwecke/Verteidigungsfall als Reserve vorgehalten wurden. Nicht dass mich das zu Zeiten des kalten Krieges gewundert hätte, so etwas gab es ja auch bei der Sovietunion sowie z.B. in Schweden. Bei der DB habe ich das aber noch nie gehört, da kenne ich eigentlich nur, dass gewisse Strecken durch Gelder der Nato erhalten wurden, aber von Loks war mir nichts bekannt.

Meine Frage dazu:

a) Gab es so eine Bundesbahnreserve?
b) Gab es dafür auch solche speziellen "Nato-Lokführer"
c) wenn ja, was ist daraus geworden?
Zu dem Thema kursierten unter Eisenbahnfreunden in den 70ern die wildesten Gerüchte.
Da war von 39ern die Rede, die in irgendwelchen Stollen auf ihren Einsatz warten sollten, oder gar die 96er... .

Tatsächlich hätte man wohl auf Dieselloks des aktuellen Betriebsbestandes zurückgegriffen.
Erwähnt werden sollten dazu noch die Silberlinge der Bauform 724, die als Lazarettwagen umgerüstet werden konnten.
Ja, die Silberlinge sind mir bekannt. Klar ist auch, dass im V-Fall der Bund durch das Bundesleistungsgesetz ohnehin auf alle zivilen LKW etc hätte zugreifen können.

Aber mir ging es hier explizit um eine Lokreserve. Der gute Mann war jedenfalls im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte.
Nabend
Von strategischen Loks hab ich noch nichts gehört.

Was ich aber sicher weiß ist, daß komplette Stellwerke, sowie sämtliche Komponenten der Signaltechnik, eingelagert und aus strategischen Gründen vorgehalten worden sind.

Gruß Andi
Hallo,

ich habe in meiner Dienstzeit bei der Bundesbahn nichts von "Kriegsreserve" und "Nato-Lokführern" gehört. Der Begriff "Kriegsreserve" passte ohnehin nicht zum Ton der damaligen Bundesrepublik.
Was spricht gegen die Vorhaltung alter Dampflokreserven ? Bei der Bundesbahn wurde nach Einstellung des Dampfbetriebs recht schnell die für Dampflokomotiven notwendige Infrastruktur (Wassertürme, Lokwasserkräne, Bekohlungsanlagen) zurückgebaut. In den 1970er Jahren gab es nur noch regionale "Inseln" mit Dampfbetrieb (z.B. Ruhrgebiet, Emsland, um Hannover und Ottbergen). Bei Sonderzügen mit Dampflokomotiven außerhalb der "Inseln" musste schon in den 1970er Jahren mühselig wie heute bei Dampfsonderzügen das Lokwasser aus Hydranten oder Feuerwehr bezogen werden, was die Reisezeit sehr verlängerte. In Bad Berleburg beobachtete ich damals, das das Dampflokpersonal der 050 bei einem Dampfsonderzug das Wasser mit einem Gartenschlauch entnahm.

Für den Dampflokbetrieb musste nicht nur die Infrastruktur vorhanden sein, sondern auch dafür noch geschulte Lokpersonale und Handwerker.
Außerdem beobachteten schon damals die Eisenbahnfreunde und Fachzeitschriften den Einsatz, z- Stellung und Ausmusterung der Dampflokomotiven, so dass solche speziellen Reserven aufgefallen wären.

Eher denke ich mir, dass der Lokführer an Lokomotiven für Bereitschaft und Sonderzüge gedacht hat, die im Umkreis von Gelsenkirchen- Bismarck zum Einsatz kamen. Damals konnten relativ schnell eine Ersatzlok gestellt werden, wenn eine Zuglok mit einem Reisezug "liegenblieb".

Was soll einen "NATO Lokführer" von einem anderen "normalen" Lokführer unterscheiden ? Ich erinnere daran, dass Beamter nur werden konnte, wenn er sich "durch sein gesamtes Verhalten zu der freiheitlichen demokratischen Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes bekennt und für deren Erhaltung eintritt". Lokführer der Bundesbahn waren damals Beamte im mittleren Dienst.

Ich bin gespannt, ob trotz meiner Bedenken ein Leser anderes zu berichten weiß.

Gruß alte Bahn
In Österreich wurden bis in die 80er Jahre Dampfloks als "strategische Reserve" vorgehalten.
Diese waren aber nicht dafür gedacht, Militärzüge zu ziehen und auch nicht mehr betriebsfähig; sie wurden nur rollfähig erhalten. Vielmehr sollten sie an strategisch wichtige Punkte gebracht werden, dort wären ihnen die Achslager weggesprengt worden und sie hätten Tunnels oder Brücken blockiert.
Im Bahnhof Klagenfurt-Ost standen lange drei 52er, das war meines Wissens so eine "strategische Reserve".

Aber, zurück zur Ausgangsfrage, wenn man überlegt, dass gerade in den 70er Jahren doch jeder Winkel jedes Bahnbetriebswerks von Fotofuzzis unsicher gemacht wurde und eine Reihe von Leuten auch hartnäckig solchen Gerüchten wie der bekannten "96er-Legende" (diese allerdings nicht als vermuteter Bestandteil irgendeiner strategischen Reserve, sondern als -erhofftes- Museumsstück) nachging und dabei die Nase noch in die abenteuerlichsten Ecken in allen Ecken des Landes steckte: wo hätten sich diese Reserven denn verstecken sollen? Natürlich gab es Dampflok-Friedhöfe, die waren aber doch alle bekannt - und sollte es sich z.B. bei den Ansammlungen in Hohenbudberg um "strategisch wertvolle Objekte" gehandelt haben? Na der Krieg, der sich auf so etwas hätte verlassen müssen wäre ab Minute 1 verloren gewesen...:)

Es gab auch keine irgendwo sagenumwoben in Wäldern verschwindenden Gleise, die irgendwann hinter unüberwindlichen Zäunen oder dergleichen verschwunden wären, wo man dann unterirdische Aufstellflächen gefunden hätte, wäre man hineingekommen.... Vielleicht in der Phantasie von Hardcore-Pufferküssern, aber nirgendwo sonst.

Ein alter Lokführer in Eibenstock, mit dem ich mal ins Gespräch kam, informierte mich darüber, dass bei der Bundesbahn viele Dampfloks nur zur Tarnung ausgemustert worden seien, seitdem dann aber für den Tag des geplanten Überfalls auf die friedliebenden Staaten im Osten bestens präpariert und unterhalten vorgehalten würden. Das wisse er ganz genau, denn diese Aktionen wären den wachsamen Augen der kommunistischen Untergrundzellen bei der DB natürlich nicht entgangen und die hätten das, ihrer Verantwortung für den Weltfrieden und seine Bewahrung allezeit bewusst, den Genossen in der DDR mitgeteilt. Was widerum bei Versammlungen in den Dienststellen den Betriebseisenbahnern mitgeteilt worden sei. Aber es war ein netter Kerl, wir durften unsere Bilder machen (die 94.20 und ihre Einsatzstrecke ordnete er wohl auch nicht als potenziell kriegsentscheidend ein....) und liessen die erwähnte Ansage einfach so stehen. Bei der anschließenden Lobpreisung der landschaftlichen Schönheiten des Erzgebirges waren wir dann wieder einer Meinung....:)

Beste Grüße, Tss
Guten Abend! Also in der Sovietunion gab es garantiert keine Eisenbahn, aber in der Sowjetunion lieber Käfermicha, das könnte möglich gewesen sein. Gruß Klaus

Nu sei mal nicht so pingelig.

geschrieben von: HLeo

Datum: 11.06.18 22:13

Nu sei mal nicht so pingelig.

Er wollte doch nur mal ein ganz klein wenig wichtig erscheinen. Gönn ihm doch sein Privatvergnügen.

Vielleicht wollte er auch einfach etwas spaßig sein. Also, Leute, putzt endlich mal wieder Eure Detektoren - sch..., wo ist bloß mein Putztuch?


Oh, beinahe vergessen: ;-)

Re: Nu sei mal nicht so pingelig.

geschrieben von: ingo st.

Datum: 11.06.18 23:02

Die V160 war eine in der Masse strategische Entscheidung. Gegen 614 und 624 so wie heute ein leichter Triebwgen, statt Dieselloks für Panzerzüge. Doe Nichtelektrifizierungen ist auch eine NATO- Strategie.
gruß
Ingo

Stilleben: Strategische Reserve in Italien

geschrieben von: Wizard of Oz

Datum: 12.06.18 01:29

Wir schreiben hier den August 1980 zur späteren Tageszeit. In Europa herrschten noch klare Verhältnisse: das Feindbild war bekannt, der Dampfbetrieb in Westeuropa gehörte der Vergangenheit an und in Norditalien hatte sich die Aufhebung des Fotografierverbotes inzwischen endgültig herumgesprochen. In Novara stand ein Teil der stragischen Reserve Italiens, hier 640 143 neben drei anderen Lokomotiven der Gruppo 640. Wie der überaus freundliche Capo Deposito versicherte, würden sie die Lokomotiven in einer Stunde betriebsfähig haben, die Stangen seien gut konserviert gelagert. Sowieso seien die Maschinen überaus wichtig, da das Stromnetz Norditaliens im Krisenfall leicht lahmzulegen ist und auch die Dieselreserven nicht lange reichen.

Möglich war das Ganze durch die uns Deutschen fernliegenden Untersuchungsvorschriften für Dampfloks in Italien. Auf die Fristen wurden nur die tatsächlichen Einsatztage angerechnet...

https://img.fotocommunity.com/stillleben-mit-strategischer-reserve-1c5ade6c-ffe1-4fbc-b36a-a69b6bcb8563.jpg?width=1000


Viele Grüße
Wizard
Hallo,

Da stellt sich mir doch sofort die Frage welche Stellwerkstechnik da eingelagert wurde. Spurplantechnik dürfte da wohl kaum in Frage kommen. Falls du als evtl. " Geheimnissträger " nicht an weiteren Ausführungen hier gehindert bist würde mich näheres zu diesem Thema schon interessieren.

Mfg, Achszähler
Hallo zusammen,

anderer Ansatz: Vielleicht bezog sich diese Aussage auf die Lokführer in den Depots oder "Die" Kölner Frauneunzig?

Mir fällt dazu eine Geschichte (wohl aus dem Sauerland?) mit einer "Schienenente" und NATO Streckenbereisung ein...

...das schöne am Geheimen ist, das es geheim ist, es bleibt spannend, schöne Grüsse, Thomas

Re: ? zu Bundesbahn "Kriegsreserve" und "Nato-Lokführern"

geschrieben von: S&B

Datum: 12.06.18 09:45

Achszähler schrieb:
Hallo,

Da stellt sich mir doch sofort die Frage welche Stellwerkstechnik da eingelagert wurde. Spurplantechnik dürfte da wohl kaum in Frage kommen. Falls du als evtl. " Geheimnissträger " nicht an weiteren Ausführungen hier gehindert bist würde mich näheres zu diesem Thema schon interessieren.

Mfg, Achszähler
Es gab/gibt? kleinere, elektromechanische Stellwerkseinrichtungen, die wohl hauptsächlich an Baustellen eingesetzt wurden.
Vielleicht meint es diese.
Grüße
Ulrich

Re: OT: ! "Strategische Reserve" in GBR

geschrieben von: kentishman

Datum: 12.06.18 15:23

Es ist hierzulande von allen richtig glaubenden Bahnfans bekannt, dass die Britische Regierung seit 1968 eine Dampfreserve in einem geheimen Tunnel bzw Stollen gelagert hat. Der Abzweig liegt mitten in Brunels berühmten Box Tunnel.

Grüsse aus Yorkshire!



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.06.18 15:24.
Eine kleine Bemerkung dazu: M.E die einzige Strecke, auf welcher die Nato die Hände drauf hatte, war nach der Betriebseinstellung durch die DB die sog. strategische Bahn Zollhaus-Bl. - Weizen. Diese wurde so in Bereitschschaft gehalten, dass innerhalb 24 h der volle Betrieb wieder aufgenommen werden konnte, da ja bekannterweise deutsche (Nato-)Militärzüge nicht über kantonales Hoheitsgebiet fahren dürfen. Jährlich wurden Schaufahrten mit einer Nato-Kommission in einem Schom durchgeführt, bis zu dem Zeitpunkt, ab welchem die Bahnen von gesetzeswegen nicht mehr als strategisch wichtig und notwendig erachtet wurden. Vielleicht weiß ein anderer dieses Datum noch. Besonderes Personal sowie Fahrzeuge wurden jedoch keineswegs vorgehalten. Mal einfach gesagt. Fritzle.
Hallo

Ich bin kein Geheimnisträger. Lediglich ein altgedienter Eisenbahner.

Selbst gesehen habe ich diese Bevorratung nicht. Es wurde mir aber von Kollegen darüber berichtet.
Spurplanstellwerke, mit allen Komponenten der Innen- und Außenanlage waren natürlich auch dabei. Außerdem natürlich Teile von Dr, E43 u. Mech.

Von der Größenordnung dieser Bevorratung, weiß ich nichts zu berichten. Hab auch keine, auch nur ungefähre, Vorstellung.

Als die Lager zur Auflösung kamen, hat man hin und wieder gehört, daß mit diesem Fundus irgendwelche Materialengpässe bei Baumaßnahmen überbrückt/kompensiert wurden.

Gruß
Andi
Es gab eine ganze Reihe solcher "strategischer Bahnen", die verkehrlich praktisch ohne Bedeutung für die DB waren, aber -aus Mitteln des Bundesministeriums für Verteidigung finanziert- betriebsfähig unterhalten wurden. Eines von vielen Beispielen: Nördlingen - Gunzenhausen. Dieser Vorbehalt fiel dann in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre weg.

Gruß Tss

Scherfede - Holzminden z.B. (o.w.T)

geschrieben von: JensH

Datum: 12.06.18 19:43

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Meine (Reise-)Berichte DSO:[www.drehscheibe-online.de]


Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Art.1(1) Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland

Re: Scherfede - Holzminden z.B.

geschrieben von: Käfermicha

Datum: 12.06.18 21:54

Die Fallkörpersperre auf der schiefen Ebene sei auch noch erwähnt.

Re: Scherfede - Holzminden z.B.

geschrieben von: Türen schließen selbsttätig

Datum: 13.06.18 12:00

Welche "Fallkörpersperre" meinst Du? Wo soll die gewesen sein? Hast Du ein Bild und kannst Du die Funktionsweise beschreiben?

Gruß Tss

Re: Scherfede - Holzminden z.B.

geschrieben von: Helmut Philipp

Datum: 13.06.18 12:09

Moin "Käfermicha"!

Du erwähnst eine Fallkörpersperre an der Schiefen Ebene. Ich bin diesen Streckenabschnitt mehrere Male im Laufe der Jahre (1968-1980) zu Fuß abgeschritten, aber eine Fallkörpersperre, weder mit vertikaler Funktion, noch eine mit Schräggefälle, habe ich an diesem Streckenabschnitt gesehen. Da ich meine Dienstzeit bei der Bundeswehr bei den Pionieren verbracht habe, weiß ich sehr wohl aus eigenem Erleben, was eine Fallkörpersperre ist. Wo in etwa soll sich denn diese Sperre befunden haben bzw befinden?

Um Aufklärung bittet mit freundlichen Grüßen
Helmut

Meine bisher erschienenen Beiträge findet ihr durch Anklicken des Bildes hier:
http://s14.directupload.net/images/user/140226/jikgddpg.jpg
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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.06.18 12:59.

Re: Fallkörpersperre Schiefe Ebene

geschrieben von: Frankenland

Datum: 13.06.18 12:20

Die Fallkörpersperre auf der Schiefen Ebene befindet sich in km 79,70. Immer noch. Auch in Zukunft, da sie schon vor einiger Zeit in die Denkmalsliste aufgenommen wurde.

Diese Sperre wurde an einer extrem unzugänglichen Stelle angebracht, um im Ernstfall hier die Strecke für einige Zeit unbefahrbar zu machen. Im Fall des Falles hätte die Beräumung wohl einige Zeit in Anspruch genommen und den Feind entsprechend aufgehalten.
Eine Kursänderung ab Hof Richtung Süden hätte auch nichts gebracht, hier wäre im Ernstfall die Thölauer Brücke kurz vor Marktredwitz ein entsprechendes Hindernis geworden.

Grüße
Karlheinz



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.06.18 12:26.

Re: Scherfede - Holzminden z.B.

geschrieben von: m38902687-1

Datum: 13.06.18 12:26

Noch eine kleine Bemerkung dazu: Eine Fallkörpersperre soll ja einer Bahnstrecke nicht für militär. Zwecke nützen, sondern sie, im Gegenteil, für sämtliche Züge unbefahrbar machen. Dafür sind auch die in Brücken und Tunneln noch zahlreich vorhandenen, wenn auch zu gemauerten, Sprengkammern vorhanden. Mal einfach gesagt. Gruß Fritzle.

Re: Fallkörpersperre Schiefe Ebene

geschrieben von: Helmut Philipp

Datum: 13.06.18 12:45

Moin Karl-Heinz!

Besten Dank für Deine Erläuterung zum Standort der Fallkörpersperre - diese muß ja wohl sehr gut getarnt (gewesen) sein!

Es grüßt Dich aus dem Norden
Helmut

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Re: Fallkörpersperre Schiefe Ebene

geschrieben von: Frankenland

Datum: 13.06.18 12:51

Helmut Philipp schrieb:
Moin Karl-Heinz!

Besten Dank für Deine Erläuterung zum Standort der Fallkörpersperre - diese muß ja wohl sehr gut getarnt (gewesen) sein!

Es grüßt Dich aus dem Norden
Helmut
Nein, sie ist überhaupt nicht getarnt, nur eben recht schwer zugänglich.
Google mal etwas unter dem Begriff "Fallkörpersperre Schiefe Ebene", da kommt eine Fülle von Informationen zusammen.

Grüße
Karlheinz

Re: Fallkörpersperre Schiefe Ebene

geschrieben von: bigboy4015

Datum: 13.06.18 12:52

Wobei die Fallkörpersperre erst 1983 errichtet wurde, also so unauffällig kann sie da nicht gewesen sein.

Bigboy4015

Re: Fallkörpersperre Schiefe Ebene

geschrieben von: 01 111

Datum: 13.06.18 13:28

Hallo !

Hier mal ein Einzelbild aus einem Video von einer Rampenfahrt 1995
Die Blöcke stehen beidseitig der Strecke und sollten wohl gegnerische Panzer auf der Rampe bei der Talfahrt aufhalten.

SE_1995.jpg


Gruß : Werner S.
Hallo Andi, Hallo Forum,

Ich beziehe mich auf dein Stichwort " Bevorratung ". Einzig unter diesem Aspekt macht - für mich ! - eine Einlagerung von komplizierter Spurplantechnik einen Sinn. Eben für " die Zeit danach ".
Wobei man sich garnicht ausmalen möchte wie diese Zeit und vor allem Europa oder gar die gesammte Welt nach Beendigung der Kampfhandlungen wohl Ausgesehen hätte. Dieses ist uns allen Gott sei Dank erspart geblieben.

Es erscheint mir recht unwahrscheinlich das die Bahn in dieser Katastrophensituation in der Lage gewesen wäre die Spurplantechnik wieder zu ersetzen. Wir alle kennen die schrecklichen Dokumentationen wie Bahnanlagen und das gesammte Land nach einem Angriff damals ausgesehen haben. So vermute ich eher das man für " den Fall der Fälle " auf einfacherere Stellwerkstechnik zurück gegriffen hätte.

Doch zum Glück kam die eingelagerte Technik, wie du schreibst, später noch zu friedlichen Ehren. Ehren deshalb weil mir kein einziger Fall bekannt ist in dem der Ausfall EINES Stellwerkes dafür sorgen konnte das gleich in gesammten Regionen Stunden- oder Tageweise der Bahnbetrieb völlig zum erliegen kam. Als Beispiel sei hier an Friedberg / Hessen erinnert.

Dank für deine weiteren Ausführungen zum Thema.

Mfg, Achszähler (Karl)
Hallo zusammen,

danke für die Hinweise! In der Tat, im Netz gibt es eine ganze Reihe von sehr guten Bildern dieser Sperre. Dass diese erst 1983 aufgestellt wurde erklärt auch die Skepsis meiner Nachfrage. Gleich Helmut bin ich damals, als alles noch gut war...:), einige Male entlang der Gleise -soweit möglich- von oben nach unten gewallfahrt. Da war ebenso wenig etwas zu sehen wie beim Blick aus dem Zug. Aber seit es sich da ausgedampft hatte war ich nicht mehr dort und bin auch mit dem Zug da nicht mehr langgefahren....

Gruß Tss

Rastatt - Wintersdorf z.B.

geschrieben von: Dampffrosch

Datum: 14.06.18 06:26

Und dann weiter Richtung Obermodern.

Re: Scherfede - Holzminden z.B.

geschrieben von: GCler

Datum: 14.06.18 07:23

sorry, bittde löschen



5-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.06.18 07:31.

Re: Scherfede - Holzminden z.B.

geschrieben von: Käfermicha

Datum: 14.06.18 09:28

Hier ist sie bei 7.12 bis 7.22min gut zu sehen. Soweit ich das gehört habe, steht sie sogar unter Denkmalschutz.

[www.youtube.com]
Hallo,

> Es erscheint mir recht unwahrscheinlich das die Bahn in dieser Katastrophensituation in der Lage gewesen wäre die
> Spurplantechnik wieder zu ersetzen. Wir alle kennen die schrecklichen Dokumentationen wie Bahnanlagen und das gesammte
> Land nach einem Angriff damals ausgesehen haben. So vermute ich eher das man für " den Fall der Fälle " auf einfacherere
> Stellwerkstechnik zurück gegriffen hätte.

die VEBEG hat die Lkw-Auflieger doch erst vor einigen Jahren verkauft. Das war in jeden Fall Gleisbildtechnik. Fotos gab es bei DSO zu sehen.

Armin

[www.muehlenroda.de] (Muehl privat)
[www.museumsstellwerk.de] (Museumsstellwerk Rheine e.V.)
Hallo,

> Es gab eine ganze Reihe solcher "strategischer Bahnen", die verkehrlich praktisch ohne Bedeutung für die DB waren, aber
> -aus Mitteln des Bundesministeriums für Verteidigung finanziert- betriebsfähig unterhalten wurden. Eines von vielen
> Beispielen: Nördlingen - Gunzenhausen. Dieser Vorbehalt fiel dann in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre weg.

fuer Rheine - Quakenbrueck stand diese Vorhaltung auch im Bahnhofsbuch des Bf Rheine aus der ersten Haelfte der 90er Jahre noch drin.

Armin

[www.muehlenroda.de] (Muehl privat)
[www.museumsstellwerk.de] (Museumsstellwerk Rheine e.V.)

Zwei Bilder von den "Fallkörpern"

geschrieben von: Djosh

Datum: 14.06.18 21:31

Hallo zusammen,

hier zwei Bilder von vor Ort. Die Stelle ist heute ohne weiteres begehbar, dort führt direkt der Lehrpfad Schiefe Ebene dran vorbei.

Viele Grüße,
Georg

https://doku-des-alltags.de/StreckenundBahnhoefe/Franken/100626%20Schiefe%20Ebene/8801.jpg

https://doku-des-alltags.de/StreckenundBahnhoefe/Franken/100626%20Schiefe%20Ebene/8793%20612%20082.jpg

http://www.doku-des-alltags.de/banner/DSObanner01.jpg

Re: OT: ! "Strategische Reserve" in GBR

geschrieben von: 1018003

Datum: 17.06.18 09:59

Habe ich doch eine Abzweigung gesehen, als ich dort durch fuhr ;-)

lg
Chris

Re: OT. Zum Box Tunnel

geschrieben von: 1018003

Datum: 17.06.18 10:03

aus Wiki:

Ein einträglicher Nebeneffekt des Tunnelbaus war die Erschließung großer Vorkommen gelben oolithischen Kalksteins (Bath Stone) aus dem Jura, der für das Bauwesen hoch geeignet war. Riesige unterirdische Steinbrüche wurden zwischen Box Hill und Corsham, vom Tunnel abzweigend, unterirdisch angelegt. Von dort wurden die Steine mit Karren aus den Steinbrüchen zum Tunnel und mit einer Schmalspureisenbahn entlang der Bahnlinie im Tunnel weitertransportiert. Am Ende des Tunnels bei Corsham gab und gibt es einen separaten Ausgang für diese Bahn. Mit der Möglichkeit, die Steine per Eisenbahn weiter zu transportieren, konnte eine Vielzahl von Städten und damit ein großer Markt erreicht werden.[3] So wurden beispielsweise einige Colleges der Universität Oxford mit Steinen aus Box errichtet. Ihren Höhepunkt erreichte die Steinbruchindustrie zwischen 1880 und 1909, als Millionen Tonnen Kalkstein verkauft wurden. Die Steinbrüche blieben bis 1969 geöffnet.


Militärische NutzungBearbeiten
Die durch den Steinabbau entstandenen Höhlen wurden im Zweiten Weltkrieg genutzt, um Munition zu lagern und eine Fabrik für Flugzeugmotoren unterzubringen. Alleine die unterhalb des Hartham Park liegenden unterirdischen Steinbrüche umfassen eine Fläche von 8 Quadratmeilen (ca. 20,72 km²), in dem die Royal Navy stationiert war; ein Teil davon wird seit dem Mai 2010 wieder von einer britischen Tochter der HeidelbergCement AG als Steinbruch genutzt.[4][5] Ein Nachrichtenzentrum wurde hier ebenfalls eingerichtet, das durch Schächte mit einem darüber liegenden Luftwaffenstützpunkt verbunden war. Um diese Einrichtungen zu bedienen, wurde ein unterirdischer Bahnhof mit zwei Bahnsteigen angelegt. Im Kalten Krieg wurde die Anlage atombombensicher ausgebaut. Sie war von London aus leicht erreichbar und als Kommandozentrum und Schutzraum für die Regierung und die königliche Familie im Falle eines Nuklearkriegesvorgesehen[6] (Central Government War Headquarters). In dem Höhlensystem befinden sich – wenn auch im Umfang reduziert – weiterhin Einrichtungen des Militärs.