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 04 - Historische Bahn 

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Re: Scherfede - Holzminden z.B.

geschrieben von: Türen schließen selbsttätig

Datum: 13.06.18 12:00

Welche "Fallkörpersperre" meinst Du? Wo soll die gewesen sein? Hast Du ein Bild und kannst Du die Funktionsweise beschreiben?

Gruß Tss

Re: Scherfede - Holzminden z.B.

geschrieben von: Helmut Philipp

Datum: 13.06.18 12:09

Moin "Käfermicha"!

Du erwähnst eine Fallkörpersperre an der Schiefen Ebene. Ich bin diesen Streckenabschnitt mehrere Male im Laufe der Jahre (1968-1980) zu Fuß abgeschritten, aber eine Fallkörpersperre, weder mit vertikaler Funktion, noch eine mit Schräggefälle, habe ich an diesem Streckenabschnitt gesehen. Da ich meine Dienstzeit bei der Bundeswehr bei den Pionieren verbracht habe, weiß ich sehr wohl aus eigenem Erleben, was eine Fallkörpersperre ist. Wo in etwa soll sich denn diese Sperre befunden haben bzw befinden?

Um Aufklärung bittet mit freundlichen Grüßen
Helmut

Meine bisher erschienenen Beiträge findet ihr durch Anklicken des Bildes hier:
http://s14.directupload.net/images/user/140226/jikgddpg.jpg
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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2018:06:13:12:59:39.

Re: Fallkörpersperre Schiefe Ebene

geschrieben von: Frankenland

Datum: 13.06.18 12:20

Die Fallkörpersperre auf der Schiefen Ebene befindet sich in km 79,70. Immer noch. Auch in Zukunft, da sie schon vor einiger Zeit in die Denkmalsliste aufgenommen wurde.

Diese Sperre wurde an einer extrem unzugänglichen Stelle angebracht, um im Ernstfall hier die Strecke für einige Zeit unbefahrbar zu machen. Im Fall des Falles hätte die Beräumung wohl einige Zeit in Anspruch genommen und den Feind entsprechend aufgehalten.
Eine Kursänderung ab Hof Richtung Süden hätte auch nichts gebracht, hier wäre im Ernstfall die Thölauer Brücke kurz vor Marktredwitz ein entsprechendes Hindernis geworden.

Grüße
Karlheinz



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2018:06:13:12:26:00.

Re: Scherfede - Holzminden z.B.

geschrieben von: m38902687-1

Datum: 13.06.18 12:26

Noch eine kleine Bemerkung dazu: Eine Fallkörpersperre soll ja einer Bahnstrecke nicht für militär. Zwecke nützen, sondern sie, im Gegenteil, für sämtliche Züge unbefahrbar machen. Dafür sind auch die in Brücken und Tunneln noch zahlreich vorhandenen, wenn auch zu gemauerten, Sprengkammern vorhanden. Mal einfach gesagt. Gruß Fritzle.

Re: Fallkörpersperre Schiefe Ebene

geschrieben von: Helmut Philipp

Datum: 13.06.18 12:45

Moin Karl-Heinz!

Besten Dank für Deine Erläuterung zum Standort der Fallkörpersperre - diese muß ja wohl sehr gut getarnt (gewesen) sein!

Es grüßt Dich aus dem Norden
Helmut

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Re: Fallkörpersperre Schiefe Ebene

geschrieben von: Frankenland

Datum: 13.06.18 12:51

Helmut Philipp schrieb:
Moin Karl-Heinz!

Besten Dank für Deine Erläuterung zum Standort der Fallkörpersperre - diese muß ja wohl sehr gut getarnt (gewesen) sein!

Es grüßt Dich aus dem Norden
Helmut
Nein, sie ist überhaupt nicht getarnt, nur eben recht schwer zugänglich.
Google mal etwas unter dem Begriff "Fallkörpersperre Schiefe Ebene", da kommt eine Fülle von Informationen zusammen.

Grüße
Karlheinz

Re: Fallkörpersperre Schiefe Ebene

geschrieben von: bigboy4015

Datum: 13.06.18 12:52

Wobei die Fallkörpersperre erst 1983 errichtet wurde, also so unauffällig kann sie da nicht gewesen sein.

Bigboy4015

Re: Fallkörpersperre Schiefe Ebene

geschrieben von: 01 111

Datum: 13.06.18 13:28

Hallo !

Hier mal ein Einzelbild aus einem Video von einer Rampenfahrt 1995
Die Blöcke stehen beidseitig der Strecke und sollten wohl gegnerische Panzer auf der Rampe bei der Talfahrt aufhalten.

SE_1995.jpg


Gruß : Werner S.
Hallo Andi, Hallo Forum,

Ich beziehe mich auf dein Stichwort " Bevorratung ". Einzig unter diesem Aspekt macht - für mich ! - eine Einlagerung von komplizierter Spurplantechnik einen Sinn. Eben für " die Zeit danach ".
Wobei man sich garnicht ausmalen möchte wie diese Zeit und vor allem Europa oder gar die gesammte Welt nach Beendigung der Kampfhandlungen wohl Ausgesehen hätte. Dieses ist uns allen Gott sei Dank erspart geblieben.

Es erscheint mir recht unwahrscheinlich das die Bahn in dieser Katastrophensituation in der Lage gewesen wäre die Spurplantechnik wieder zu ersetzen. Wir alle kennen die schrecklichen Dokumentationen wie Bahnanlagen und das gesammte Land nach einem Angriff damals ausgesehen haben. So vermute ich eher das man für " den Fall der Fälle " auf einfacherere Stellwerkstechnik zurück gegriffen hätte.

Doch zum Glück kam die eingelagerte Technik, wie du schreibst, später noch zu friedlichen Ehren. Ehren deshalb weil mir kein einziger Fall bekannt ist in dem der Ausfall EINES Stellwerkes dafür sorgen konnte das gleich in gesammten Regionen Stunden- oder Tageweise der Bahnbetrieb völlig zum erliegen kam. Als Beispiel sei hier an Friedberg / Hessen erinnert.

Dank für deine weiteren Ausführungen zum Thema.

Mfg, Achszähler (Karl)
Hallo zusammen,

danke für die Hinweise! In der Tat, im Netz gibt es eine ganze Reihe von sehr guten Bildern dieser Sperre. Dass diese erst 1983 aufgestellt wurde erklärt auch die Skepsis meiner Nachfrage. Gleich Helmut bin ich damals, als alles noch gut war...:), einige Male entlang der Gleise -soweit möglich- von oben nach unten gewallfahrt. Da war ebenso wenig etwas zu sehen wie beim Blick aus dem Zug. Aber seit es sich da ausgedampft hatte war ich nicht mehr dort und bin auch mit dem Zug da nicht mehr langgefahren....

Gruß Tss

Rastatt - Wintersdorf z.B.

geschrieben von: Dampffrosch

Datum: 14.06.18 06:26

Und dann weiter Richtung Obermodern.

Re: Scherfede - Holzminden z.B.

geschrieben von: GCler

Datum: 14.06.18 07:23

sorry, bittde löschen



5-mal bearbeitet. Zuletzt am 2018:06:14:07:31:58.

Re: Scherfede - Holzminden z.B.

geschrieben von: Käfermicha

Datum: 14.06.18 09:28

Hier ist sie bei 7.12 bis 7.22min gut zu sehen. Soweit ich das gehört habe, steht sie sogar unter Denkmalschutz.

[www.youtube.com]
Hallo,

> Es erscheint mir recht unwahrscheinlich das die Bahn in dieser Katastrophensituation in der Lage gewesen wäre die
> Spurplantechnik wieder zu ersetzen. Wir alle kennen die schrecklichen Dokumentationen wie Bahnanlagen und das gesammte
> Land nach einem Angriff damals ausgesehen haben. So vermute ich eher das man für " den Fall der Fälle " auf einfacherere
> Stellwerkstechnik zurück gegriffen hätte.

die VEBEG hat die Lkw-Auflieger doch erst vor einigen Jahren verkauft. Das war in jeden Fall Gleisbildtechnik. Fotos gab es bei DSO zu sehen.

Armin

[www.muehlenroda.de] (Muehl privat)
[www.museumsstellwerk.de] (Museumsstellwerk Rheine e.V.)
Hallo,

> Es gab eine ganze Reihe solcher "strategischer Bahnen", die verkehrlich praktisch ohne Bedeutung für die DB waren, aber
> -aus Mitteln des Bundesministeriums für Verteidigung finanziert- betriebsfähig unterhalten wurden. Eines von vielen
> Beispielen: Nördlingen - Gunzenhausen. Dieser Vorbehalt fiel dann in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre weg.

fuer Rheine - Quakenbrueck stand diese Vorhaltung auch im Bahnhofsbuch des Bf Rheine aus der ersten Haelfte der 90er Jahre noch drin.

Armin

[www.muehlenroda.de] (Muehl privat)
[www.museumsstellwerk.de] (Museumsstellwerk Rheine e.V.)

Zwei Bilder von den "Fallkörpern"

geschrieben von: Djosh

Datum: 14.06.18 21:31

Hallo zusammen,

hier zwei Bilder von vor Ort. Die Stelle ist heute ohne weiteres begehbar, dort führt direkt der Lehrpfad Schiefe Ebene dran vorbei.

Viele Grüße,
Georg

https://doku-des-alltags.de/StreckenundBahnhoefe/Franken/100626%20Schiefe%20Ebene/8801.jpg

https://doku-des-alltags.de/StreckenundBahnhoefe/Franken/100626%20Schiefe%20Ebene/8793%20612%20082.jpg

http://www.doku-des-alltags.de/banner/DSObanner01.jpg

Re: OT: ! "Strategische Reserve" in GBR

geschrieben von: 1018003

Datum: 17.06.18 09:59

Habe ich doch eine Abzweigung gesehen, als ich dort durch fuhr ;-)

lg
Chris

Re: OT. Zum Box Tunnel

geschrieben von: 1018003

Datum: 17.06.18 10:03

aus Wiki:

Ein einträglicher Nebeneffekt des Tunnelbaus war die Erschließung großer Vorkommen gelben oolithischen Kalksteins (Bath Stone) aus dem Jura, der für das Bauwesen hoch geeignet war. Riesige unterirdische Steinbrüche wurden zwischen Box Hill und Corsham, vom Tunnel abzweigend, unterirdisch angelegt. Von dort wurden die Steine mit Karren aus den Steinbrüchen zum Tunnel und mit einer Schmalspureisenbahn entlang der Bahnlinie im Tunnel weitertransportiert. Am Ende des Tunnels bei Corsham gab und gibt es einen separaten Ausgang für diese Bahn. Mit der Möglichkeit, die Steine per Eisenbahn weiter zu transportieren, konnte eine Vielzahl von Städten und damit ein großer Markt erreicht werden.[3] So wurden beispielsweise einige Colleges der Universität Oxford mit Steinen aus Box errichtet. Ihren Höhepunkt erreichte die Steinbruchindustrie zwischen 1880 und 1909, als Millionen Tonnen Kalkstein verkauft wurden. Die Steinbrüche blieben bis 1969 geöffnet.


Militärische NutzungBearbeiten
Die durch den Steinabbau entstandenen Höhlen wurden im Zweiten Weltkrieg genutzt, um Munition zu lagern und eine Fabrik für Flugzeugmotoren unterzubringen. Alleine die unterhalb des Hartham Park liegenden unterirdischen Steinbrüche umfassen eine Fläche von 8 Quadratmeilen (ca. 20,72 km²), in dem die Royal Navy stationiert war; ein Teil davon wird seit dem Mai 2010 wieder von einer britischen Tochter der HeidelbergCement AG als Steinbruch genutzt.[4][5] Ein Nachrichtenzentrum wurde hier ebenfalls eingerichtet, das durch Schächte mit einem darüber liegenden Luftwaffenstützpunkt verbunden war. Um diese Einrichtungen zu bedienen, wurde ein unterirdischer Bahnhof mit zwei Bahnsteigen angelegt. Im Kalten Krieg wurde die Anlage atombombensicher ausgebaut. Sie war von London aus leicht erreichbar und als Kommandozentrum und Schutzraum für die Regierung und die königliche Familie im Falle eines Nuklearkriegesvorgesehen[6] (Central Government War Headquarters). In dem Höhlensystem befinden sich – wenn auch im Umfang reduziert – weiterhin Einrichtungen des Militärs.

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