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TransLog schrieb:
Sonderkorrespondent schrieb:
Türen schließen selbsttätig schrieb:
gemäß Festlegung im 1972 geschlossenen Verkehrsvertrag zwischen Bundesrepublik und DDR, wo als Übergabestelle zwischen DR und DB bzw. umgekehrt jeweils der der Grenze nächstgelegene und nicht mehr der eisenbahnbetrieblich sinnvollste der beiden Grenzbahnhöfe festgelegt wurde.
Das wären dann aber auch Herrnburg und Gutenfürst gewesen. Ganz so einfach war die Sache also nicht.

Bei zwei Zügen im Bf. wären Lokwechsel kaum noch möglich gewesen. Eine gewisse Eisenbahninfrastruktur war dann schon erforderlich.

Gruß, Ulrich
Genau so. Die Machbarkeit war im Einzelfall schon das stärkere Argument....:) Wenn es denn, und für diese Annahme spricht ja Einiges, die Ostseite war, die diesen Wunsch eingebracht hatte, dann hätte diese die DR in den genannten Fällen halt dabei unterstützen müssen, die Grenzbahnhöfe Herrnburg und Gutenfürst so auszubauen, dass keine DR-Tfz- und Personalfahrten in den Westen mehr notwendig gewesen wären.Vielleicht war es ja "perspektivisch" auch so vorgesehen.....

Gruß Tss

So auch nicht richtig!

geschrieben von: rolf koestner

Datum: 13.06.18 14:31

Die Pop-Wagen wurden beileibe nicht für die DC-Züge lackiert. Es war ja ein Versuch, mit dem man die düsteren Farben (vor allem chromoxydgrün) durch frischere ersetzen wollte. Man dachte da vor allem an D-Züge, wozu ja letztendlich die DC auch gehört hätten. Zunächst wurden aber 1971/72 drei D-Zugpaare entsprechend mit Popwagen ausgestattet (D 512/513, D 576/577 uns D 610/611). Die dafür nicht benötigten Wagen waren aber nicht immer festen Umläufen zugeordnet, sondern wurden gerne als Reservewagen (so z.B. der einzige Pop-WRmh 132), Kurswagen (hier bevorzugt ABüm 223/225) oder als Verstärker auf Teilstrecken (z.B. Basel - Frankfurt/m.) eingesetzt. So ist zum Beispiel ein Bild bekannt, das einen Pop-Büm 234 im Bf Hamburg-Tiefstack hinter einer DR 01.5 auf dem Weg nach Berlin zeigt. Und auch auf dem obigen Foto wird der Büm wohl einen Bn vertreten.

Als dann amtlich war, dass es keine weiteren Pop-Wagen geben würde, hat man diese dann bevorzugt zu einigen DC-Garnituren zusammengestellt. Das betraf aber fast ausschließlich die Büm und Aüm bzw. ABüm.


Aber mega-interessantes Bild!


Bis neulich - natürlich im HiFo

Rolf Köstner

RAL 9017
RAL 3020
RAL 1028




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.06.18 14:34.
Türen schließen selbsttätig schrieb:
dass keine DR-Tfz- und Personalfahrten in den Westen mehr notwendig gewesen wären.Vielleicht war es ja "perspektivisch" auch so vorgesehen.....
Dürfte einigermaßen unwahrscheinlich sein, denn dann hätte man der Bundesbahn ihre Traktionsleistungen bezahlen müssen. Mit richtigem Geld, versteht sich.

Mit den Bespannungen bis Hamburg und Bebra hatte die DR erheblich mehr Zugförderung auf DB-Strecke erbracht als umgekehrt. Dafür wollte man, wie es aussieht, kein gutes Geld in die DDR überweisen (und das Dritten nicht ganz so deutlich sagen). Also durfte eben die Bundesbahn mit Kleckerleistungen nach Büchen und Gerstungen anfangen, damit die Bilanz ausgeglichen war.

Das Thema war keine Spezialität, die Frage stand so auch im Verkehr nach Volkspolen. Wenn ich recht informiert bin, gab es mal durchgehende Bespannungen mit PKP SU45 bis Berlin, mit denen dann eines Tages eben Feierabend war. (Die zeitweisen regelrechten Zusammenbrüche des Verkehrs in Horka, weil die – wenige Jahre später von hiesigen Fans als „Krabbenkutter“ verehrten – ST43 nur noch in der Werkstatt standen, sind dann wieder eine andere Facette.)

Re: So auch nicht richtig!

geschrieben von: Eurocity341

Datum: 13.06.18 23:00

Hallo!

Danke für deine Zusammenfassung!

Kai-Uwe, der "Cottbuser"

Mit freundlichen Grüßen

Der Cottbuser
Sonderkorrespondent schrieb:
Türen schließen selbsttätig schrieb:
dass keine DR-Tfz- und Personalfahrten in den Westen mehr notwendig gewesen wären.Vielleicht war es ja "perspektivisch" auch so vorgesehen.....
Dürfte einigermaßen unwahrscheinlich sein, denn dann hätte man der Bundesbahn ihre Traktionsleistungen bezahlen müssen. Mit richtigem Geld, versteht sich.

Mit den Bespannungen bis Hamburg und Bebra hatte die DR erheblich mehr Zugförderung auf DB-Strecke erbracht als umgekehrt. Dafür wollte man, wie es aussieht, kein gutes Geld in die DDR überweisen (und das Dritten nicht ganz so deutlich sagen). Also durfte eben die Bundesbahn mit Kleckerleistungen nach Büchen und Gerstungen anfangen, damit die Bilanz ausgeglichen war.

...
Das halte ich für abenteuerlich und unwahrscheinlich. Die Zeiten hatten sich ja Gott sei Dank mit Willy Brandt verändert. Fakt ist, mit Einstellung des Dampfschellzugverkehrs nach Westerland hätte die DB im Bw Hamburg-Altona die Behandlungsanlagen allein für DR-Dampflokomotiven weiter unterhalten müssen. Ebenso verhielt es sich in Bebra. Hier ließen sich keine 44Öl vom Bw Kassel mehr blicken. Hier kam noch hinzu, dass ein Lokwechsel im Grenzbahnhof Gerstungen keine Fahrzeitverlängerung mit sich brachte.

Gruß

Rübezahl



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.06.18 23:05.

[i
Rübezahl schrieb:[/i]]
Das halte ich für abenteuerlich und unwahrscheinlich. Die Zeiten hatten sich ja Gott sei Dank mit Willy Brandt verändert. Fakt ist, mit Einstellung des Dampfschellzugverkehrs nach Westerland hätte die DB im Bw Hamburg-Altona die Behandlungsanlagen allein für DR-Dampflokomotiven weiter unterhalten müssen. Ebenso verhielt es sich in Bebra. Hier ließen sich keine 44Öl vom Bw Kassel mehr blicken. Hier kam noch hinzu, dass ein Lokwechsel im Grenzbahnhof Gerstungen keine Fahrzeitverlängerung mit sich brachte.

Gruß
Rübezahl

Interessante Gedanken, aber wer sagt denn, dass die DR 1972/73 unbedingt Dampflokomotiven hätte einsetzen müssen?

Nach Hamburg hätte man mit der BR 118 fahren können, die zwischen Berlin und Büchen ohnehin das schwerste Transitzugpaar D 338/339 beförderte.
Nach Bebra hätte die oben behandelte BR 131 (später 132) fahren können, die übrigens von der DR 1973 auch nach Hof eingesetzt wurde.

Gruß, Ulrich

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