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 04 - Historische Bahn 

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Liebe HiFo-Freunde,

da mir der Stichtag 23.5. bis 2 Tage vor dem Termin nicht im Gedächtnis war, kommt dieser Beitrag nicht ganz punktgenau im Abstand von 25 Jahren. Gemeint ist der 23.5.1993, der erste Tag des Sommerfahrplans 1993, an dem die Dürener Kreisbahn den Betrieb auf den Strecken Düren – Heimbach und Düren – Jülich von der DB übernommen hat. Im Jahr zuvor war die Vertragsunterzeichnung gewesen und die von PRO BAHN Köln/Bonn und ein paar weiteren Initiativen herausgegebene und von mir mit redigierte Zeitschrift „nachrichtenblatt – Informationen zur Verkehrspolitik im Rheinland“ (damals noch erkennbar „handgemacht“) hat aus dem Anlass den folgenden Beitrag gebracht:


http://www.offenstall-kaltenborn.de/bilderhosting/klaus.gross/nb_1_92_Duerener_Kreisbahn_erhaelt_DB_Strecken


Die vorbildhaft gelungene Kommunalisierung und spätere Privatisierung war und ist eine absolute Erfolgsgeschichte. In meinem Beitrag beschränke ich mich auf die südlich gelegene Strecke Düren – Heimbach, einfach, weil ich da wegen der ungleich attraktiveren Landschaft der Rureifel häufiger unterwegs war.

Bevor ich mit ein paar Fotos aus der Bundesbahnzeit beginne, ein kurzer Blick in die Geschichte: die Strecke ist im wesentlichen in 2 Abschnitten fertig geworden: Eröffnung Düren – Kreuzau 1892, Kreuzau – Heimbach erst 1903 [de.wikipedia.org]. Ende der Fünfzigerjahre wurden die Dampfloks im Reisezugverkehr durch Schienenbusse (VT 95) abgelöst, denen zu DB-Zeiten noch Akkutriebwagen BR 515 und 212-bespannte Silberling-Wendezüge folgten.

Aus letzterer Zeit stammt mein erstes Bild von der Strecke, aufgenommen im September 1982 im Bf. Nideggen (heute Nideggen-Brück). Es zeigt die Kreuzung einer nach Heimbach fahrenden, 3teiligen 515/815-Garnitur mit einem 212-Wendezug nach Düren.


http://www.offenstall-kaltenborn.de/bilderhosting/klaus.gross/Bf_Nideggen_Zugkreuzung_1982_207_1A

Bild 1.1


In den Wintern der Achtzigerjahre kam es durchaus vor, dass in der Rureifel ab ca. 150 m Seehöhe Schnee lag, und das auch über mehrere Tage! An einem solche Tag im Dezember 1984 war ich mit meinem Sohn zum Rodeln nach Obermaubach gefahren. Während mein Sohn sich wohl irgendwie mit der Schlittenleine verheddert hat, habe ich schnell auf den Auslöser gedrückt und so auch den nach Heimbach abfahrende 515 612 erwischt. Zum Aufnahmezeitpunkt war der Triebwagen im Bestand des Bw Aachen, kam 1986 nach Mönchengladbach, wo er am 25.11.87 z-gestellt und ein gutes Jahr später ausgemustert werden sollte [www.revisionsdaten.de].


http://www.offenstall-kaltenborn.de/bilderhosting/klaus.gross/515_612_Obermaubach_1984_233_13

Bild 1.2



Im Anschluss an die Rodeltour habe ich etwa an derselben Stelle noch eine Gegenlichtaufnahme von der Strecke am Rurstaubecken Obermaubach gemacht:


http://www.offenstall-kaltenborn.de/bilderhosting/klaus.gross/Haltepunkt_Obermaubach_1984_233_19

Bild 1.3


Schnitt, Ortsveränderung und ein paar Jahre weiter: im April 1987 herrschte herrliches Wanderwetter, und Familie Groß war an einem Wochenend-Tag nach Heimbach gefahren. Die folgenden 4 Aufnahmen sind alle am selben Tag beim Warten auf die Rückfahrt im Bf. Heimbach gemacht. Was hier wie Hochbetrieb aussieht, ist in Wirklichkeit das Ende einer mehrstündigen Pause: 2 Zuggarnituren, bespannt mit den Nummernnachbarn 212 287 und 288 warten auf die Zeit für die Rückfahrt, die allerdings nur für die 287 bald gekommen sein würde.


http://www.offenstall-kaltenborn.de/bilderhosting/klaus.gross/212_287_u_288_Heimbach_1987_261_13

Bild 1.4


212 287 befand sich zum Aufnahmezeitpunkt beim Bw Wuppertal, kam danach noch über Köln-Dutzerfeld nach Gießen, wo sie am 1.3.2001 z-gestellt und am 18.12.01 ausgemustert werden sollte [www.revisionsdaten.de].


http://www.offenstall-kaltenborn.de/bilderhosting/klaus.gross/212_287_Heimbach_1987_261_15

Bild 1.5


Ein bisschen Frühling musste auch mit aufs Bild, s. Bild 1.6. Die 2. im Bunde, 212 288, weist ähnliche Stationen wie die 287 auf: zum Aufnahmezeitpunkt Wuppertal, dann Deutzerfeld, dann aber Hagen-Eckesey. Sie existiert heute noch als BBL 20 bei der BBL Logistik, Hannover [www.revisionsdaten.de].


http://www.offenstall-kaltenborn.de/bilderhosting/klaus.gross/212_287_u_288_Heimbach_1987_261_16

Bild 1.6


Das letzte Bild dieses Tages zeigt das Zuglaufschild unseres Zuges: Heimbach – Düsseldorf! 1987 gab es noch mehrere dieser durchgebundenen Züge; auch der nächste, mit 212 288 sollte nach Düsseldorf fahren, s. Kursbuchtabelle unten (allerdings vom Sommer 87). Damit ist auch einigermaßen plausibel, dass Wuppertaler Loks vor den Zügen sind.


http://www.offenstall-kaltenborn.de/bilderhosting/klaus.gross/Zuglaufschild_Heimbach_Duesseldorf_1987_261_17

Bild 1.7


http://www.offenstall-kaltenborn.de/bilderhosting/klaus.gross/Kursbuchtabelle_444_Sommer_1987


Es folgen ein paar Fotos aus dem Jahr 1988, zunächst eines von einer Zugkreuzung im Bf. Untermaubach: das führende Fahrzeug des entgegenkommenden 515/815-Gespanns ist 515 535, zum Aufnahmezeitpunkt seit einem Jahr in Mönchengladbach beheimatet, wo der Triebwagen am 12.1.89 z-gestellt und am 20.4. desselben Jahres ausgemustert werden sollte [www.revisionsdaten.de]. Er dürfte seinen roten Lack bis zum Schluss behalten haben.


http://www.offenstall-kaltenborn.de/bilderhosting/klaus.gross/515_535_Zugkreuzung_Untermaubach_1988_274_2

Bild 1.9


Das nächste Bild ist ein paar Monate später an derselben Stelle aufgenommen worden, diesmal ohne Zugkreuzung.


http://www.offenstall-kaltenborn.de/bilderhosting/klaus.gross/Bahnhof_Untermaubach_1988_280_19

Bild 1.10


Bei der Anfahrt auf Nideggen bot sich der Blick von Bild 1.11. Oben auf dem Berg rechts die Burg und ein Stück links davon die Stadt Nideggen. Damit ist wohl klar, weshalb die DKB den Bahnhof später in Nideggen-Brück umbenannt hat: in Nideggen selbst hält der Zug wirklich nicht!


http://www.offenstall-kaltenborn.de/bilderhosting/klaus.gross/Anfahrt_auf_Nideggen_1988_280_20

Bild 1.11


Diesmal fand im Bf. Nideggen die Zugkreuzung statt, s. Bild 1.12:


http://www.offenstall-kaltenborn.de/bilderhosting/klaus.gross/212_071_Zugkreuzung_Nideggen_1988_280_21

Bild 1.12


Mit Bild 1.13 ist auch dokumentiert, welche Lok den kreuzenden Zug schob: 212 071. Zum Aufnahmezeitpunkt war die Lok in Köln-Nippes beheimatet; von da ging es über mehrere Stationen in Süddeutschland final nach Mühldorf, wo die Maschine am 22.1.03 z-gestellt und erst am 30.6.06 ausgemustert werden sollte [www.revisionsdaten.de].


http://www.offenstall-kaltenborn.de/bilderhosting/klaus.gross/212_071_Zugkreuzung_Nideggen_1988_280_22

Bild 1.13


Bei der Rückfahrt konnte ich nicht umhin, die Vorbeifahrt am Staubecken Obermaubach in der Dämmerung festzuhalten:


http://www.offenstall-kaltenborn.de/bilderhosting/klaus.gross/Rurstaubecken_Obermaubach_281_7

Bild 1.14


So, das war mein letztes Rurtalbahn-Bild aus DB-Zeiten. Die DB hatte die Strecke heruntergewirtschaftet; auf einer der Rurbrücken gab es über Monate eine Langsamfahrstelle von 10 km/h. Wider Erwarten wurde die Brücke letztlich doch noch saniert. Anders als die offizielle DB war das Zugpersonal vor Ort durchaus um Fahrgäste bemüht. Ich habe mehrfach beobachtet, wie Schaffner beim Fahrkartenverkauf im Zug auf die Möglichkeit eines Gruppenfahrausweises hinwiesen!

Wie oben erwähnt, hat die Dürener Kreisbahn am 23.5.93 den Betrieb übernommen, und zwar mit einer Reihe VT/VS 98, die sie von der DB übernommen hatte. 11 Triebwagen, 6 Steuerwagen sowie je ein Ersatzteilspender waren in den Bestand der DKB gelangt [www.guidorademacher.de].

Bild 1.15 zeigt den TW 202, den vormaligen 798 576, aufgenommen im Bf Düren; das Fahrzeug existiert noch, als TW 56 der Hochwaldbahn. Ich vermute, das Bild (und die folgenden) stammt von einer Sonderfahrt für Aktive aus der „Unterstützerszene“ (IG Rurtalbahn, Arbeitskreis Schienenverkehr im Rheinland, PRO BAHN); viel weiter als bis Kreuzau dürfte die aber nicht gegangen sein.


http://www.offenstall-kaltenborn.de/bilderhosting/klaus.gross/DKB_VT_98_TW_202_Dueren_1993_353_17

Bild 1.15

Das folgende Foto von demselben Triebwagen verorte ich in den Bf. Lendersdorf, bin aber nicht sicher. Ist auch falsch: gemäß Kommentar von Herbert "HFy" stammt das Bild aus Jülich. Damit verlief der erste Teil der Sonderfahrt von Düren nach Jülich u. zurück.


http://www.offenstall-kaltenborn.de/bilderhosting/klaus.gross/DKB_VT_98_TW_202_Lendersdorf_1993_353_19

Bild 1.16



Das für heute letzte Bild ist wieder im Bf Düren aufgenommen und zeigt ein Doppel aus den Triebwagen 201 und 203 - falsch: Malte "MWD" hat in dem linken Wagen richtigerweise einen Steuerwagen erkannt; es ist der 251 ex 998 633. Bei letzterem handelt es sich um den vormaligen 798 514; das Fahrzeug wechselte 2001 zur Museumsbahn Hümmlinger Kreisbahn.


http://www.offenstall-kaltenborn.de/bilderhosting/klaus.gross/DKB_VT_98_TW201_203_Dueren_1993_353_20

Bild 1.17


Damit will ich es für heute bewenden lassen; in Teil 2 folgt dann der Zeitraum von 1993 bis heute, so denn die Moderatoren ein paar Fotos zulassen, die die 10-Jahres-Regel verletzen.

Bis dahin
Klaus


Meine HiFo-Beiträge: [www.drehscheibe-online.de]


Edit: Korrektur und Ergänzung eingearbeitet



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 30.05.18 15:07.
Hallo,

Bild 1.16 ist in Jülich aufgenommen, damals noch am provisorischen Bahnsteig.

Herbert
Sehr schöne Doku, Klaus! Leider habe ich es nie geschafft, mal eine
Dienstfahrt nach Aachen in Düren zu unterbrechen, um der Strecke einen
Besuch abzustatten. Mein Traum war immer, dort mit dem Doppelstock-
Schienenbus zu fahren, alles längst Vergangenheit, eine der vielen
verpassten Gelegenheiten. Vielen Dank und schöne Grüße vom
dampfgerd
Moin Klaus,

vielen Dank für diese schönen Eindrücke aus der Voreifel (ich war als Jugendlicher mal auf der Burg Nideggen).
Und es ist ja wirklich bemerkenswert, daß diese Strecke so einen Wandel vollzogen hat, nicht zuletzt Dank dem großen Engagement der privaten Initiativen!!
Wirklich eine Erfolgsgeschichte. Und nun freue ich mir auf Teil zwo.

Beste Grüße

Wolfgang

Mich interessiert vieles - immer aber alles aus Bestwig!
Es war längere Zeit nicht klar, ob es überhaupt klappen würde; sowohl die GdED als auch die SPD waren dagegen, und wenn sie sich durchgesetzt hätten, wäre da heute ein Radweg.

Herbert
Hallo Herbert,

vielen Dank für die Korrektur! Damit ist das Bild in diesem Beitrag zwar fehl am Platz, aber, ich weiß jetzt, wie der Verlauf der erwähnten Sonderfahrt war: Düren - Jülich H + R, Düren - Zerkall H + R; gewendet wurde auf der Rurbrücke in Zerkall; Bilder in Teil 2.

Gruß
Klaus
Hallo Klaus,

ich möchte mich ebenfalls bei Dir für diesen schönen und ausführlichen Epoche-IV-Bericht von der Rurtalbahn mit 212-Wendezügen und den hochgeschätzten Akkumulatorentriebwagen des Bw Düren bedanken.

Ich selbst bin in den 1980er Jahren mal nach einer Wanderung in einem 515er von Heimbach in Richtung Düren gereist, woran ich mich noch relativ gut erinnern kann.

Mein Onkel fand die Burg Nideggen immer so toll, dass er diese oft als Ausgangpunkt seiner ausgiebigen Wanderrouten auserkor. Wahrscheinlich faszinierte ihn an dieser Anlage besonders der gewaltige „Jenseitsturm“ mit seinen gefürchteten Kerkern. In einem dieser saß nach einer verlorenen Schlacht auch mal einer der Kölner Erzbischöfe ein, der erst nach Zahlung eines hohen Lösegeldes nach neun Monaten frei kam. So steht es zumindest im Buch „Die Eifel – Geschichte und Kultur des alten Vulkanlandes zwischen Aachen und Trier“.

Zwischen den Bahnhöfen Heimbach und Düren befanden sich irgendwo auch eine Papierrecycle-Fabrik und ein größerer Campingplatz, an die ich mich heute noch von den Wanderungen her erinnere.

Viele Grüße,
Marc
EP 5 schrieb:
Zwischen den Bahnhöfen Heimbach und Düren befanden sich irgendwo auch eine Papierrecycle-Fabrik
Viele Grüße,
Marc
Das ist die Papierfabrik Lendersdorf. Die heizen heute noch mit heimischen Braunkohlebriketts- und verbrauchen- ja, wieviel davon? Mehrere Waggonladungen am Tag sind es wohl...
Grüße
Ulrich
Werter Herr F.,

bei der weltweit tätigen bald 2.000 Jahre alten Firma, bei der nicht ich gegen Entgelt tätig bin, gibt es ein achtes Gebot: "Du sollst nicht falsch aussagen wider Deinen Nächsten". ...

Ja, es gab die SPD, der Unterbezirksvorsitzender, Bürgermeister von Düren und MdB so lange für die Übernahme der Rurtalbahn durch die DKB, wie der Bundeskanzler Helmut Schmidt hieß.
Unter Kohl führte er aus: "Wir bezahlen doch nicht dieser Bundesregierung die Stilllegung (damals noch mit zwei ll geschrieben) ihrer Bahnstrecken."

Neben dem Jupp gab es aber auch den Helmut Müller, MdL, einen glühenden Befürworter des Erhalts und der Moderniesierung der Rurtalbahn.
Und der Vorsitzende der örtlichen Fahrgastinitiative war Sozialdemokrat.

Die GdED hatte eine Arbeitskreis mit der Bundesbahndirektion Köln initiert, dessen Ergebnis war, dass durch Umsetzung der Vorschläge der GdED die Kostendeckungsgrad der Strecke Düren - Jülich von 8 auf 25 % und der der Strecken nach Heimbach von 11 auf über 40 % gesteigert werden konnte - 25 % waren seinerzeit der Schnitt der alten Bundesbahn.
Eben jene GdED hat die örtliche Fahrgastinitiative mit aufgebaut. Eben diese, der Bund Umwelt- und Naturschutz, Eifelverein und Bürgerverein zur Förderung des Schienenverkehrs fanden hier zusammen.

Und die CDU? Die im Kreis war fast dafür, der Landrat Kaptain hat das Regionalisierungsmodell mit ausgearbeitet.
Aber der CDU-Stadtverband Düren bekämpfte es, wo er nur konnte.

Während anderenorts Modellversuche wie die CityBahn zwischen Köln und Gummersbach auf die Schiene gebracht wurden (Förderer der CDU-MdM und Staatssekretär Waffenschmidt als Waldbröl), bekam der Kreis Düren beim Bund keinen Fuß in die Tür.

Der dortige MdB, Staatssekretär beim Bundesarbeitsminister Blüm, Wolfgang Vogt, aus der Stadt Düren, wollte sich zum Verrecken nicht für seinen Parteifreund Kaptain einsetzen.
Beide hatten in der Christlichen Arbeitnehmerbewegung ihre Fundamente, aber der eine gönnte dem anderen nix.

Vogt log sich immer raus, bis dass auf Grund des schlechten Oberbaues eine Langsamfahrstelle drohte, die langlaufend vorab angekündigt wurde.

Vogt, aus Schiergiswalde stammend, konnte immer den freiheitssuchenden Flüchtling aus einem Unrechtssytem spielen. Mit dem zeitgleich stattfinden Untergang der DDR texte die schwarze Dürener Volkszeitung "Mit Staatssekretär Vogt auf das Geschwindigkeitsniveau der DDR-Reichsbahn!" und bezog sich damit auf Vogts jahrelange unehrliche Untätigkeit.

Vogt echauffierte sich "Nicht einmal der Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland kann die Bundesbahn zwingen, ihre Gleise zu reparieren." Klar, so ganz ohne Bimbes ....

Zu diesem Zeitpunkt lag der Fahrgastinitiative bereits ein Schreiben des Bundesministers für Verkehr vor: "Ich habe den Vorstand der Deutschen Bundesbahn angewiesen, die Gleisanlagen in einen Zustand zu versetzen, der die Beibehaltung des heutigen Fahrplans sicherstellt." Blamage, Vogt war danach am ... reimt sich, schreib' ich aber nicht.
Eben die laufende Nummer acht von zehn ...

Irmgard Adam Schwaetzer von der FDP wohnte auch in Düren, war Staatsministerin im Auswärtigen Amt und auch der Meinung, nichts Tun zu müssen.
Heute ist sie den Adam im Stammbuch und Namen los, setzt sich bei einer nicht ganz so alten, eher blau gefärbten Firma, ebenfalls ein und findet heute auch Worte wie "Achtung vor der Schöpfung". Altersweise ...

Ach so - in dem Ursprungsbeitrag find ich auch mich ...

Bild 1.17

geschrieben von: MWD

Datum: 30.05.18 14:14

Nur ein bisschen Korinthenkackerei: Auf dem letzten Bild ist der Wagen ohne Werbung eindeutig ein Steuerwagen und kann daher nicht Wagen 201 sein.

Schöner Beitrag!

Viele Grüße
Malte

Re: Bild 1.17

geschrieben von: Klaus Groß

Datum: 30.05.18 15:03

Hallo Malte,

eine Korrektur ist doch keine Korinthenkackerei! Wo Du Recht hast, hast Du Recht: es ist Steuerwagen 251, der vormalige 998 633. Danke für den Hinweis auf einen Steuerwagen; die hatte ich nicht auf dem Schirm!

Gruß
Klaus
Hallo Herr S.,

danke für das Aufdröseln der politischen Ränkespiele, die ich in den Einzelheiten nicht mehr auf dem Schirm hatte. Schon weiland Anton Kuh war ja aufgefallen, dass es in der Politik genauso zugeht, wie der kleine Moritz sich das vorstellt.
Ich erinnere mich aber noch gut, dass in Düren die GdED mit dem Vorschlag hausieren ging, die Bundesbahn solle die Strecke modernisieren, und die Dürener SPD auf den Zug aufsprang. Ein völlig illusorischer Plan, der aber die Gefahr mit sich brachte, dass die Übernahme durch den Kreis scheitert. Ich denke nicht, dass man den Beteiligten zu nahe tritt, so weit sie noch leben, wenn man ihre nicht so ganz hilfreichen Aktivitäten beleuchtet. Nun reichte aber die Schöppe vom Jupp nicht bis Düsseldorf. Ende gut, alles gut.

Herbert
Hallo Klaus,

vielen Dank für den sehr informativen Beitrag über eine Bahnstrecke, die ich leider zu Bundesbahnzeiten nicht besucht habe.
Besonders haben mich die Aufnahmen aus Heimbach interessiert.

Es grüßt Dich
Günter
Moin Klaus,

gleich Dein erstes Bild erinnert mich daran, dass ich diese Strecke 1982 auch besuchte - und zwar im Spetember! Sollten wir uns da unwisssentlich über den Weg gelaufen sein?

Falls Dir ein orangefarbener Audi mit Bielefelder Kennzeichen und reichlich verbotener Fahrweise begegnet ist - das war ich...; ich sollte vielleicht meine Fotos von dieser Tour mal scannen und zeigen.

01 1066 schrieb:
; ich sollte vielleicht meine Fotos von dieser Tour mal scannen und zeigen.

Würde mich freuen.
Grüße
Ulrich
Moin Klaus,

Düren - Heimbach noch zu DB-zeiten - damals hatte es mich weiß Gott nicht dorthin verschlagen. Die Strecke habe ich erst anlässlich unseres allerersten Eifelurlaubes im Sommer 2017 in Heimbach-Hasenfeld besucht, und so sind die alten Bilder für mich besonders interessant.

Danke fürs Einstellen,

Martin,
der sich schon auf Teil 2 freut



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.06.18 16:47.