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 04 - Historische Bahn 

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Nach der Auslieferung ihres Erfolsmodells "Achtachsiger Gelenktriebwagen" Mitte der 1950er Jahre [www.drehscheibe-online.de] brachte die Waggonbaufirma DÜWAG auch kurz darauf eine Zweirichtungsversion auf den Markt. Die Verkaufszahlen konnten bei Weitem nicht mit der Auslieferung der Einrichtungsversion mithalten; meist wurden Kleinserien ausgeliefert, lediglich der Betrieb in Dortmund und die Oberrheinische Eisenbahn-Gesellschafft orderten größere Mengen an Fahrzeugen.

Die Betriebe in Deutschland in alphabetischer Reihenfolge:

https://abload.de/img/bn415-stadthaus-93-psk3r7r.jpg
Bild 1: Die Straßenbahn "Bonn - Bad Godesberg - Mehlem" erhielt im Jahr 1965 einen Achtachser und gab ihm die Betriebsnummer 301. Nach der Ver-
einigung aller Bonner Straßenbahnbetriebe erhielt er die Nummer 415. Hier sehen wir dieses Fahrzeug an der Haltestelle "Stadthaus" (1993).


https://abload.de/img/bn405-knigswinter-85-8cpxp.jpg
Bild 2: Die "Elektrischen Bahnen der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises" (SSB) erhielten in den Jahren 1960, 61, 65 und 69 vierzehn achtachsige
Gelenkwagen und gab diesen die Betriebsnummern 401 - 414. 1985 begegnet uns Tw 405 in Königswinter auf seiner Fahrt nach Bad Honnef.


https://abload.de/img/do16-schleifebrackel-o0oyr.jpg
Bild 3: Der Verkehrsbetrieb erhielt in den Jahren 1959-74 insgesamt 91 Gelenkwagen, wobei die Triebwagen Nr. 41 - 60 von der Fa. Hansa gebaut
wurden. In Dortmund liefen die Achtachser unter den Betriebsnummern 1 - 91. 1980 begegnet uns Tw 16 in der Schleife in Brackel.


https://abload.de/img/d2267-janwellemplatz-enrx4.jpg
Bild 4: Die Rheinbahn in Düsseldorf bestellte lediglich fünf Zweirichtungswagen, die 1966 geliefert wurden und die Betriebsnummern 1265 - 69 (später
2265 - 69) erhielten. 1983 begegnet uns Tw 2267 auf dem Jan-Wellem-Platz.


https://abload.de/img/d2263-kr-ritterstr-84vcq0b.jpg
Bild 5: Kein klassischer DÜWAG-Achtachsiger ist dieses Fahrzeug, sondern ein aus zwei Zweirichtungsgroßraumwagen und einem schwebenden Mittelteil
zusammengebauter Gelenkwagen (Serie 1261-64, später 2261-64) für die Linie K nach Krefeld. 1984 begegnet uns Tw 2263 auf einer Sonderfahrt in
Krefeld/Ritterstraße.


https://abload.de/img/e1759-ge-buersdhorstelhp9k.jpg
Bild 6: In Essen erhielten die Zweirichtungs-Sechsachser Tw 1721 - 30 (Baujahre 1962/63) ein Mittelteil und wurden zu Achtachsern mit der neuen
Betriebsnummern 1751 -1760. 1993 wurde Tw 1759 auf der Horster Straße in GE-Buer/Süd angetroffen.


https://abload.de/img/f901-opernplatz-74-psyqu1e.jpg
Bild 7: Der Verkehrsbetrieb in Frankfurt/M. erhielt 1969 acht Zweirichtungs-Gelenkwagen, Betriebsnummern 901 - 908. 1977 konnte Tw 901 auf der
verkürzten Linie 13 in der Nähe des Opernplatzes abgelichtet werden.


https://abload.de/img/hd203-handschuhsheimnyeu01.jpg
Bild 8: Die Straßenbahn in Heidelberg erhielt 1975 vier achtachsige Gelenkwagen, Betriebsnummern 201 - 204. 1976 begegnet uns Tw 203 in Handschuhs-
heim/Nord.


https://abload.de/img/ka216-btfwest3-81-ps-92u0z.jpg
Bild 9: Der Verkehrsbetrieb in Karlsruhe übernahm 1981 aus Dortmund die Tw 71, 74, 72, 70, 58, 68, 48 55, 49 und 59 und gab diesen in ihrer neuen
Heimatstadt die Betriebsnummern 216 - 225. Im Übernahmejahr 1981 konnte Tw 216 im Betriebshof West angetroffen werden, er trägt noch seine
ursprüngliche Dortmunder Lackierung.


https://abload.de/img/oeg104-weinheim-80-psu2u5v.jpg
Bild 10: Die Oberrheinische Eisenbahn-Gesellschaft beschaffte in den Jahren 1966, 69, 73, 74 und 1988 (ergänzt !) insgesamt 35 Gelenkwagen,
Betriebsnummern 82 - 116. Ein Teil dieser Fahrzeuge steht auch heute noch im täglichen Dienst. 1980 begegnet uns Tw 104 in Weinheim.


https://abload.de/img/w3828-loherbrcke-84-p1hpvo.jpg
Bild 11: Die Wuppertaler Stadtwerke übernahmen 1983 aus Dortmund die Tw 60, 42, 75, 47, 43, 44, 46 und 45. Sie erhielten in Wuppertal die neuen
Betriebsnummern 3823 - 3830. 1984 begegnet uns Tw 3828 unter einer kreuzenden Schwebebahn an der Loher Brücke.


Demnächst wird der "Typ Mannheim" der Fa. DÜWAG vorgestellt.


Bis zum nächsten Mal
Bernd


Mein Inhaltsverzeichnis: [www.drehscheibe-online.de]



5-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.05.18 15:31.
Bei den OEG-Düwags bitte noch Baujahr 88 für die Serie 111-116 einfügen.. ;-)
Edith meint: "Hach war es damals an der Hst. Gaswerk (heute "Händelstraße") so ruhig und friedfertig..."

http://s1.directupload.net/images/140414/ukfaan2k.jpg

Wat ei wrait ßer ebav is friee from ße liver away.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.05.18 19:28.
Hallo Bernd!
Wieder einmal ein Genuss! Wie alle Deine Beiträge!
Tolle Motive, super Qualität – herausragend!
Viele Grüße
Gisbert

Für mehr Respekt bei Drehscheibe online:
Niveau ist keine Hautcreme. Insofern: Facebook und RTL 2 sind woanders.
Ich bin Eisenbahnfreund und Straßenbahnliebhaber. Und das mit viel Freude seit über 40 Jahren.
Klasse Serie. Danke für's Zeigen. Freue mich auf den nächsten Teil.

MfG
Tram5
bernd.duetsch schrieb:
Bild 11: Die Wuppertaler Stadtwerke übernahmen 1983 aus Dortmund die Tw 60, 42, 75, 47, 43, 44, 46 und 45. Sie erhielten in Wuppertal die neuen
Betriebsnummern 3823 - 3830.
Hallo Bernd,

wieder ein sehr schöner Beitrag. Die Fahrzeugtypen kenne ich alle vom eigenen mitfahren. Besonders toll waren die gemütlichen Bonner Wagen, mit denen man schön am Rhein entlang auf der Linie H fahren konnte.

Zu Wuppertal habe ich eine Ergänzung.
Die Wagen wurden als Zweirichter dringend gebraucht, aber leider hatten die WSW etwas Pech mit der Serie. Zuerst musste Tw 3829 bereits nach wenigen Einsatzwochen nach einem Zusammenstoß mit einem Lkw ausgemustert werden. Im Januar 1985 brannte Tw 3827 an der Haltestelle Saurenhaus im Einsatz auf der Linie 601 vollständig aus. Zum Glück schickte der Fahrer alle Fahrgäste hinaus, als er den Brand bemerkte, so dass niemand zu Schaden kam. Das ausgebrannte Wrack wurde dann in einer etwas bizarren Schleppformation aus Feuerwehrkran, beigefarbenem 2-achs Tw 3239 und schließlich dem ausgebrannten orange-blauen Tw 3827 quer durch die winterliche Stadt bis zur Wagenhalle Heckinghausen gebracht. Der Kran wurde allerdings nur auf Steigungen vorgespannt.

Nun standen nur noch sechs Zweirichter zur Verfügung für den Betrieb auf Linie 602 (ich glaube, es waren noch drei Kurse) sowie den allabendlichen und Sonntagmorgen Pendelwagen der 611 Bf. Elberfeld - Gabelpunkt. Bin mir nicht sicher, ob auch abends einzelne Kurse der 608 am Bf. Oberbarmen über den Gleiswechsel umsetzten. Vielleicht war auch schon eine bestimmte Anzahl an Einrichtungsfahrzeugen der Grazer GVB für die Zeit nach Stilllegung der Strecken nach Oberbarmen, Langerfeld und zum Klinikum Barmen versprochen. Jedenfalls war gut zwei Jahre vor der Gesamtstillegung Bedarf an einem Fahrzeug vorhanden.

Die WSW erwarben daher einen weiteren ex-Dortmunder, und zwar aus zweiter Hand von der VBK Karlsruhe. So kam Mitte Februar 1985 der Karlsruher Tw 222, ex Dortmund 48, nach Wuppertal. Er erhielt eine Neulackierung in orange-blau und kam dann als 3831 zum Einsatz bis zum Ende der Wuppertaler Straßenbahn am 30. Mai 1987.

Viele Grüße
Joachim
Hallo,
erstmal besten Dank nicht nur für diesen großartigen Beitrag, sondern für die gesamte Serie!
Eine Anmerkung sei mir gestattet:
Zitat:
Bild 4: Die Rheinbahn in Düsseldorf bestellte lediglich fünf Zweirichtungswagen, die 1966 geliefert wurden und die Betriebsnummern 1265 - 69 (später 2265 - 69) erhielten. 1983 begegnet uns Tw 2267 auf dem Jan-Wellem-Platz.
Zitat:
Bild 5: Kein klassischer DÜWAG-Achtachsiger ist dieses Fahrzeug, sondern ein aus zwei Zweirichtungsgroßraumwagen und einem schwebenden Mittelteil zusammengebauter Gelenkwagen (Serie 1261-65, später 2261-65) für die Linie K nach Krefeld. 1984 begegnet uns Tw 2263 auf einer Sonderfahrt in Krefeld/Ritterstraße.
Demnach wäre die Nummer 1265/2265 doppelt vergeben gewesen, was natürlich Quatsch ist. Tatsächlich gab es von den Wagen des Typs K53U nur 4 Exemplare (1261 - 64 / 2261 - 64), welche 1963 aus urprünglich 8 Vierachsern 1251 - 58 umgebaut wurden. Bei den Wagen des Typs K66 (1265 - 69 / 2265 - 69) stimmen die Angaben.
MfG 1418
Wieder einmal danke für den sehr schönen Beitrag! Vielleicht sollte noch daran erinnert werden, daß die ZR-Achtachser, so selten sie in Deutschland waren, später noch in etlichen weiteren Ländern gute Dienste geleistet haben. So kamen Bonner Wagen nach Sofia, Essener nach Arad, Dortmunder nach Reşiţa und Frankfurter nach Posen. Nicht zu vergessen die in Innsbruck für die Stubaitalbahn mit Bielefelder Mittelteilen verlängerten ex-Hagener (plus 1 Bochumer), die es später teils noch nach Lodsch verschlagen hat.

Übrigens hätte vielleicht gar nicht mehr viel gefehlt, und Düwag-ZR-Achtachser wären auch in Deutschlands Osten aufgetaucht. Anfang der 90er Jahre hatte man in Strausberg ein Auge auf die großformatigen Bonner SSB-Wagen geworfen, entschied sich dann aber doch lieber für die noch nahezu fabrikneuen KT8D5 aus Košice.

Gruß
Klv
1418 schrieb:
.
Zitat:
Bild 5: Kein klassischer DÜWAG-Achtachsiger ist dieses Fahrzeug, sondern ein aus zwei Zweirichtungsgroßraumwagen und einem schwebenden Mittelteil zusammengebauter Gelenkwagen (Serie 1261-65, später 2261-65) für die Linie K nach Krefeld. 1984 begegnet uns Tw 2263 auf einer Sonderfahrt in Krefeld/Ritterstraße.
Demnach wäre die Nummer 1265/2265 doppelt vergeben gewesen, was natürlich Quatsch ist. Tatsächlich gab es von den Wagen des Typs K53U nur 4 Exemplare (1261 - 64 / 2261 - 64), welche 1963 aus urprünglich 8 Vierachsern 1251 - 58 umgebaut wurden. Bei den Wagen des Typs K66 (1265 - 69 / 2265 - 69) stimmen die Angaben.
MfG 1418
Hallo, auch von mir vielen Dank für diesen Bilderbogen und zu o.g. nur eine kleine Ergänzung: einen "2261" gab es nie, da das Fahrzeug recht schnell (ich meine 1966) nach einem Unfall ausgemustert wurde. 2264 existierte nur sehr kurz, da ihn nach der Umnummerung ziemlich bald das gleiche Schicksal ereilte.

Liebe Grüße, Uli aus Bottrop

UF
2661 DÜWAG GT8 der Rheinbahn
2661 schrieb:
1418 schrieb:
.
Zitat:
Bild 5: Kein klassischer DÜWAG-Achtachsiger ist dieses Fahrzeug, sondern ein aus zwei Zweirichtungsgroßraumwagen und einem schwebenden Mittelteil zusammengebauter Gelenkwagen (Serie 1261-65, später 2261-65) für die Linie K nach Krefeld. 1984 begegnet uns Tw 2263 auf einer Sonderfahrt in Krefeld/Ritterstraße.
Demnach wäre die Nummer 1265/2265 doppelt vergeben gewesen, was natürlich Quatsch ist. Tatsächlich gab es von den Wagen des Typs K53U nur 4 Exemplare (1261 - 64 / 2261 - 64), welche 1963 aus urprünglich 8 Vierachsern 1251 - 58 umgebaut wurden. Bei den Wagen des Typs K66 (1265 - 69 / 2265 - 69) stimmen die Angaben.
MfG 1418
Hallo, auch von mir vielen Dank für diesen Bilderbogen und zu o.g. nur eine kleine Ergänzung: einen "2261" gab es nie, da das Fahrzeug recht schnell (ich meine 1966) nach einem Unfall ausgemustert wurde. 2264 existierte nur sehr kurz, da ihn nach der Umnummerung ziemlich bald das gleiche Schicksal ereilte.

Liebe Grüße, Uli aus Bottrop
Genau, 1966 wurde 1261 ausgemustert. 2264 übrigens am 03.07.1975 und die genannten Umnummerierungen fanden 1974 statt.

EKAI




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.05.18 12:13.
bernd.duetsch schrieb:
Bild 7: Der Verkehrsbetrieb in Frankfurt/M. erhielt 1969 acht Zweirichtungs-Gelenkwagen, Betriebsnummern 901 - 908. 1974 konnte Tw 901 auf der
verkürzten Linie 13 in der Nähe des Opernplatzes abgelichtet werden.

Hallo Bernd,

wie immer ein schöner Beitrag. Gerne mehr davon.

Bild 7 kann aber nur zwischen Frühjahr 1977 und 25.02.78 entstanden sein. Nur in dieser Zeit fuhr die Linie 13 auf der verkürzten Reststrecke zwischen
Opernplatz und Berkersheim. 901 erhielt auch erst bei seiner HU am 22.12.75 die orange/hellelfenbein/graubraune Lackierung.

Jens