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 04 - Historische Bahn 

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Die künftige elektrifizierte SWEG-Kaiserstuhlbahn (KB) wird als Bestandteil des Breisgauer S-Bahn-Netzes kaum noch mit dem Nebenbahnbetrieb vergleichbar sein, den die SWEG bzw. die Vorgängerbetriebe „Süddeutsche Eisenbahn-Gesellschaft (SEG)“ und „Mittelbadische Eisenbahn-Gesellschaft (MEG)“ auf den Strecken Breisach – Endingen – Riegel-Ort – Riegel sowie Gottenheim – Riegel-Ort betrieben.
Die aktuelle Entwicklung war vor gut 40 Jahren in keiner Form absehbar. Zwar bestand auf der Schiene noch ein ganz passables Angebot, aber in den Folgejahren musste man angesichts etlicher durch Busse ersetzte Fahrten mindestens um den Fortbestand der Breisacher Strecke fürchten. Auf jeden Fall präsentierte sich die Kaiserstuhlbahn bei meinem ersten Besuch im Jahr 1975 noch sehr verträumt. Man erhielt für weniger gefragte Verbindungen nicht nur noch Edmondsonsche Fahrkarten mit MEG-Aufdruck, sondern sogar solche aus der SEG-Zeit mit (bei Ausgabe korrigierter) Preisangabe in Reichsmark. Dass der letzte abendliche Triebwagen verspätet in Endingen ankam, weil das Zugpersonal unterwegs (nach Ausstieg fast aller Fahrgäste) erst einmal eine Bahnhofsgaststätte aufsuchte, gehörte zu den offensichtlich nicht störenden Gepflogenheiten im Tagesablauf.

Obwohl überwiegend Triebwagen (auch mit VB/VS oder Personenwagen) eingesetzt waren, gab es stets auch einige lokbespannte Reisezüge, insbesondere zwischen Riegel und Breisach. Während dafür bis etwa Mitte der 1970er Jahre auch noch Personenwagen Verwendung fanden, bestanden diese Züge später stets aus einem „Sammelsurium“ unterschiedlichster Triebwagenbeiwagen, gezogen von einer der jeweils verfügbaren KB-Dieselloks. Von diesen Zügen habe ich einig Fotos ausgewählt.

Link zum Teil 2: [www.drehscheibe-online.de]

Viele Grüße
Dieter

1 Dieter Riehemann 79035_36.jpg
Die V 34-04 mit VS 235 am 18.07.1979 als Personenzug Endingen – Riegel, aufgenommen vor Riegel-Ort

2 Dieter Riehemann 8338_18A.jpg
V 34-04 mit VS 236 (ex VT 111) auf der Fahrt nach Endingen am 20.05.1983 im Bahnhof Riegel-Ort. Die rechts zu sehenden Personenwagen gehörten zum Fuhrpark des beliebten MECF-"Rebenbummlers"

3 KB  Dieter Riehemann 8505_15.jpg
Personenzug Breisach – Endingen, bestehend aus V 70-01 und den VB 238, 234 und 233, am 18.03.1985 zwischen Burkheim-Bischoffingen und Jechtingen

4 Dieter Riehemann 8505_25.jpg
Personenzug mit V 102, VS 142, VB 225 und VT 26, am 18.03.1985 im Bahnhof Endingen

5 KB  Dieter Riehemann 8733_14.jpg
V 34-04 mit VB 112 und 242 als Personenzug nach Riegel im Bahnhof Königschaffhausen, 25.05.1987

Alle Fotos stammen, wenn nichts anderes angegeben ist, von mir und sind urheberrechtlich geschützt.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2018:05:04:07:52:51.
Hallo Dieter,
das sind ja sensationelle Bilder! Schnee am Kaiserstuhl habe ich erst einmal erlebt.
Jetzt würden mich natürlich Scans von den Fahrkarten interessieren.
Viele Grüße
Stefan

https://abload.de/img/db-251902-4003812-titu8k49.jpg

Stefan Motz schrieb:
Jetzt würden mich natürlich Scans von den Fahrkarten interessieren.

Hallo Stefan,

Fahrkarten habe ich stets aufgehoben und seinerzeit (vermutlich beim Personal in Endingen) auch noch welche von den damals oft noch durch den Schaffner eingesammelten "abgefahrenen" Karten erhalten. Gescannt ist meine Fahrkartensammlung natürlich nicht, aber hier mal zwei Seiten vom Kaiserstuhl mit einer Reihe MEG-Karten und auch einer SEG-Karte.

Viele Grüße
Dieter
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Alle Fotos stammen, wenn nichts anderes angegeben ist, von mir und sind urheberrechtlich geschützt.
Schöne Fotos einer Bahn, die ich leider zu selten besucht habe.

Angesichts einiger Winterbilder die Frage, wie die VB/VM beheizt wurden? Die eigentlich für den Güterverkehr beschafften Loks dürften wohl keine entsprechenden Einrichtungen haben...

Danke und Gruß
Jörn.
Hallo,

die Beiwagen hatten damals wie heute Ölbrenner-Heizungen (Webasto oder Eberspächer)

Grüße, George
Hallo,

das Fahrkartensortiment ist ja wirklich irre, Reichsmark-Fahrkarten im Jahr 1975...

Wie wurde sowas überhaupt abgerechnet? Ich habe bisher angenommen, dass bei Edmonsonschen Fahrkarten irgendwann ein Revisor kommt, durchzählt, wie viele Fahrkarten ausgegeben wurden bzw. noch vorrätig sind, und daraus schließt, wieviel Geld in der Kasse sein muss. Wenn aber auf fast jeder Fahrkarte der Betrag geändert wird, kann das ja nicht mehr funktionieren.

Gruß
X73900
X73900 schrieb:
Wie wurde sowas überhaupt abgerechnet?
Das hat relativ einfach und sicher funktioniert.
Bei der Bundesbahn wurden bei Preisänderungen zwar alle noch vorhanden fertig gedruckten Fahrkarten handschriftlich geändert, aber wenn dann nochmals eine Preisänderung kam, musste ein Neudruck erfolgen. Aber passieren konnte abrechnungstechnisch so oder so grundsätzlich nichts, denn die Fahrkartenbestände hatten stets einen aktuellen Buchwert (= aktueller Fahrpreis). Vor diesem Hintergrund waren manche NE-Bahnen etwas sparsamer: Die Fahrkartenbestände wurden aufgebraucht und um nicht mehrfach den Preis korrigieren zu müssen (da waren mangels Platz ja ohnehin Grenzen gesetzt), wurde der erst bei Ausgabe durch den Schaltermann geändert.

Aber die im Jahr 1975 noch vorhandenen Fahrkarten aus RM-Zeiten waren schon eine bemerkenswerte Sache. Bedenken muss man aber, dass es sich dabei um ganz selten verlangte Verbindungen handelte.

Beste Grüße
Dieter

Alle Fotos stammen, wenn nichts anderes angegeben ist, von mir und sind urheberrechtlich geschützt.