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 04 - Historische Bahn 

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Hallo liebe HiFo-Gemeinde,

vor 20 Jahren war ich in Mannheim und Ludwigshafen unterwegs.
Neben einigen neuen Niederflurwagen waren noch jede Menge klassische DUEWAG-Fahrzeuge unterwegs.

Das meterspurige elektrische Straßenbahnnetz entstand ab 1900 (Mannheim) bzw. 1902 (Ludwigshafen) und wurde zunächst gemeinsam für beide Städte betrieben.
1963 wurde der Betriebsvertrag von der Stadt Ludwigshafen gekündigt.
Seit dem 01.01.1965 gibt es zwei getrennte Verkehrsbetriebe und der Fahrzeugpark wurde aufgeteilt (per Los!), dass gemeinsame Liniennetz blieb aber erhalten.
Die Mannheimer Fahrzeuge waren an den schwarzen, die Ludwigshafener Wagen an den roten Zierlinien zu erkennen.
Zusätzlich verkehrt in der Region die 1913 eröffnete Rhein-Haardtbahn (RHB) nach Bad Dürkheim und die ab 1914 fertiggestellte Oberrheinische Eisenbahn-Gesellschaft AG (OEG).

Anfang der 70er-Jahre entstanden einige kurze Tunnelstrecken, die Einführung einer U-Bahn verschwand aber wieder in der Schublade.
2008 wurde sogar der längste Straßenbahntunnel mit drei Haltestellen in Ludwigshafen aus Kostengründen wieder stillgelegt.

Unter dem Dach der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV) sind seit 2003 alle Verkehrsunternehmen in der Region zusammengeschlossen.


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Bild 1: Wir starten am 10.04.1998 mit dem Tw 113 (DUEWAG, Bj. 1988) der OEG in Mannheim-Käfertal



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Bild 2: Als Nächstes kommt der Mannheimer Tw 636 (DUEWAG, Bj. 1995)



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Bild 3: In Käfertal befindet sich auch der Betriebshof der OEG, schauen wir uns doch einmal kurz um.
Auf dem Flachwagen Abw 370 befindet sich das grundierte Skelett eines Pufferwagens, dahinter befindet sich der Schotterwagen Abw 391 (Fuchs, Bj. 1925)



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Bild 4: Der Atw 357 (Rastatt, Bj. 1963) dient als Fahrleitungsüberwachungswagen, er wurde 1989 aus dem Tw 76 umgebaut



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Bild 5: Der Schleifwagen Atw 354 (Rastatt, Bj. 1958), entsteht gerade aus dem Tw 73



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Bild 6: Parade der OEG mit dem Tw 87 (DUEWAG, Bj. 1966) = verschrottet 2009, Tw 97 (DUEWAG, Bj. 1969) = verschrottet 2008 und dem Tw 117 (Adtranz, Bj. 1996) im Btf. Käfertal



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Bild 7: An der großzügigen Haltestelle Käfertal ist der Tw 88 (DUEWAG, Bj. 1966) unterwegs, er wurde 2004 verschrottet



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Bild 8: Für Tw 105 (DUEWAG, Bj. 1974) endet die Fahrt hier, er wurde 2013 nach einem Unfall verschrottet



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Bild 9: Nun ist der Ludwigshafener Tw 213 (DUEWAG, Bj. 1995) an der Reihe



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Bild 10: Unschwer als Mannheimer Fahrzeug ist am 11.04.1998 der Tw 449 (DUEWAG, Bj. 1967) am Paradeplatz zu erkennen



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Bild 11: Am Marktplatz in Mannheim sehen wir jetzt den Tw 202 (DUEWAG, Bj. 1994)



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Bild 12: Der Tw 94 (DUEWAG, Bj. 1969) passiert gerade den Bahnhof Kurpfalzbrücke der OEG, das Fahrzeug wurde nach einem Unfall 2002 verschrottet



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Bild 13: Mehr Mannheim geht nicht: Vor dem MVV-Hochhaus präsentiert sich der Tw 464 (DUEWAG, Bj. 1971) Typ „Mannheim“ an der Kurpfalzbrücke, der Wagen wurde 2004 verschrottet



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Bild 14: Lamborghini oder DUEWAG?
Am Wasserturm haben wir mit dem Tw 112 (DUEWAG, Bj. 1988) die Qual der Wahl, er (der Triebwagen, nicht das Auto) wurde 2012 verschrottet



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Bild 15: Hier biegt gerade der Ludwigshafener Tw 153 (DUEWAG, Bj. 1971) vor dem Hotel Maritim ab.
Der Wagen wirbt für Parkbräu „ein Bier mit dem man Freundschaft schließt“.



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Bild 16: Am Wasserturm treffen wir den Tw 449 von Bild 10 wieder



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Bild 17: Auch der Tw 464 von Bild 13 taucht hier wieder auf



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Bild 18: Einige 6-achsige Gelenkwagen wurden in Mannheim mit einem Niederflurmittelteil nachgerüstet.
Am Ludwigsplatz in Ludwigshafen ist der Tw 510 (DUEWAG, Bj. 1962) Umbau 1992 unterwegs, er wurde 2009 nach Helsinki verkauft und dient dort als „Kulturtram“



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Bild 19: Einen Frühlingsgruß sendet der Tw 1043 (DUEWAG, Bj. 1995) der RHB



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Bild 20: Etwas ungepflegt wirkt der Tw 118 (DUEWAG, Bj. 1962), er befährt in Ludwigshafen die Ludwigstrasse.
Trotz des schlechten Eindrucks wurde das Fahrzeug erst 2007 verschrottet.

Mein HiFo-Beitragsverzeichnis: [www.drehscheibe-online.de]

Gruß,

Thomas



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.04.18 11:59.
Das "Skelett" ist mitnichten eine Lok, sondern von einem Pufferwagen für die Rollbockzüge.
Es wurde damals tatsächlich noch vage an einen Güterverkehr gedacht, es blieb aber beim Gedanken.
Das Skelett wurde wenig später verschrottet, nachdem eines der Achslager für einen Schotterwagen benötigt wurde.
Der 112 wurde übrigens erst 2012 verschrottet, nach Unfall.

http://s1.directupload.net/images/140414/ukfaan2k.jpg

Wat ei wrait ßer ebav is friee from ße liver away.
Hallo 1Bügler,

vielen Dank für die Hinweise, ich habe den Beitrag geändert.

Gruß,

Thomas
Hallo,

erstmal vielen Dank für die schönen Bilder aus der einstigen Düwag-Hochburg!
Eine kleine Korrektur zu Bild 14: Triebwagen 112 stammt nicht von 1960, sondern aus der letzten Serie von 1988/89, am schnellsten erkennbar an dem mittigen Stromabnehmer ("Einbügler"), den hohen Türfenstern, den Klimaaufbauten auf dem Dach und den getönten Scheiben mit nur wenigen Fensterklappen.

Gruß,
Gregor

Re: [MA/LU] Kleine Korrektur zu Bild 6

geschrieben von: Gleis MA 11-12

Datum: 16.04.18 11:40

Moin Thomas,

der OEG-Tw 117 ist mitnichten von Düwag, sondern von Adtranz. (Bestellt wurde er ursprünglich bei ABB Henschel).

Gruß aus Mannheim
Rolf

Re: [MA/LU] Kleine Korrektur zu Bild 6

geschrieben von: Electroliner

Datum: 16.04.18 12:00

Hallo,

vielen Dank nochmal für eure Ergänzungen.
Beim Verfassen des Beitrags war ich wohl etwas "von der Rolle"...

Gruß,

Thomas

Re: [MA/LU] Kleine Korrektur zu Bild 6

geschrieben von: Führerbremsventil

Datum: 16.04.18 18:56

Dann hätte ich auch noch was ;-)

Die OEG war nicht 1914 "fertiggestelllt", sondern wurde bereits 1911 gegründet.
Das Streckennetz bestand aus den Strecken Mannheim - Weinheim gebaut 1887, Heidelberg - Weinheim (1890) und Mannheim - Neckarhausen - Edingen - Heidelberg (1891). Bauherr war Herrmann Bachstein.
1895 in die neu gegründete Südeutsche Eisenbahn- Gesellschaft übergangen.
Bau der Strecke Käfertal - Heddesheim 1909.
Gründung der OEG 1911.

Das war auch 1998

geschrieben von: Baertram

Datum: 16.04.18 18:59

https://abload.de/img/1998.09.2602twda9864usgsxr.jpg
Am Samstag, den 26. September 1998 war der ST-13-Triebwagen 9864 aus Darmstadt zu Gast in der Metropolregion. Er rangiert gerade im OEG-Bahnhof Käfertal. Rechts Triebwagen 84 der OEG auf der Linie 5 nach Heidelberg über Weinheim. Leider wurde die LHB (heute Teil der Alstom) bei der darauffolgenden Bestellung nicht berücksichtigt. Es kam der Nachfolger der Variobahn (OEG 117 - 122).

Edit fand die Erwähnung des Aufnahemortes noch wichtig.

RMV senkt die Preise? - Eher fährt unser Tw 37 aus eigener Kraft von Wixhausen nach Leimen.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.04.18 19:02.
Gab es früher (also vor dem RBL) klare Regelungen für den Zeitpunkt der Umstellung der Zielfilmbeschilderung der Linie 5, wenn aus einer Rundfahrt eine in Käfertal, Edingen oder anderswo endende Fahrt wurde? Oder hat das der Triebfahrzeugführer eher nach Gefühl gemacht ?
Die betreffende Zielbandstellung war auf dem Dienstblatt vermerkt. Es wurde aber (meist) nur vorne umgekurbelt. Die Seitenbänder bei den Gt8k hatten eh nur Sonderfahrt und Fahrschule.

Da DSO mein mobiles Endgerät nicht mag, bin ich nicht als "der 1bügler", sondern grammatikalisch korrekter als "Der Einbügler" zu lesen.
Züge nach Edingen oder Schriesheim wurden in Käfertal von "Rundfahrt" aufs endgültige Ziel umgestellt, Züge nach Käfertal, Viernheim oder Weinheim in Edingen. Bei Ablösung hatte der ablösende Tf nach hinten zu gehen und im rückwärtigen Führerstand das Band umzukurbeln. Wenn's schnell gehen musste wurde gelegentlich (zum Missfallen der Vorgesetzten) auch mal auf das umstellen im hinteren Führerstand verzichtet. Aber, wie auch in den Bildern hier gut erkennbar ist, wurde in der Regel auch hinten umgestellt.

Pendler, die nicht aus der Rundfahrt kamen (beispielsweise in Weinheim ihren Ursprung hatten) wurden natürlich gleich mit dem endgültigen Ziel (im genannten Beispiel "Edingen über Hbf MA") ausgeschildert.

Im Gegensatz zu heute gab es auch nur zwei "Rundfahrt"-Beschilderungen, nämlich im Uhrzeigersinn "Weinheim - Heidelberg - Mannheim" und im Gegenuhrzeigersinn "Heidelberg - Weinheim - Mannheim"

Mit freundlichen Grüßen
Ralph Dißinger

"Wenn das 'gesunde Volksempfinden' an die Macht kommt, endet das oft im Weltkrieg.
Geist addiert sich nicht. Dummheit schon." Dieter Nuhr