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 04 - Historische Bahn 

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Hallo zusammen,

der nächste Teil handelt vom Haltepunkt München-Englschalking (km 6,1/29,6) und dem Bahnhof München-Johanneskirchen (km 7,3/28,4).
Der vorangegangene Teil über Daglfing ist hier zu finden: [www.drehscheibe-online.de]


http://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Muenchen%20Nordring/PM%20Nordring%20Ost/1972-07-24_32%20885631u485022_Dstp2899%20Johanneskirchen.jpg

1.) Bis zum Ende des Sommerfahrplans 1971 wurde die Strecke München Ost – Ismaning von ET 85 (Bw München Ost) bedient. In der folgenden Fahrplanperiode übernahmen 515 den Betrieb, anschließend Straßenbusse. Der planmäßige (!) S-Bahnverkehr nach Ismaning wurde erst zum Winterfahrplan 1973/74 aufgenommen, da sich die Umbaumaßnahmen in die Länge zogen.

Hier schreiben wir bereits das Jahr 1972, als die ET 85 noch im Werksverkehr zum AW Freimann eingesetzt wurden. 485 022 mit 885 631 steht am 24.7.1972 am noch blitzblanken, blumenkübelgeschmückten, neuen S-Bahnsteig des Bahnhofs Johanneskirchen. Die runtergeklappten Zugschlussscheiben am ES irritieren hinsichtlich der Fahrtrichtung. Das Gespann ist als Dstp 2899 mit Steuerwagen voraus von Milbertshofen nach München Ost unterwegs. Wie schon im ersten Teil auffällt, war es offensichtlich eine Marotte vom Personal des Bw München Ost, beim führenden Fahrzeug die Schlussscheiben der Einfachheit halber einfach draufzulassen.



http://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Muenchen%20Nordring/PM%20Nordring%20Ost/Umlaeufe%20Werkszuege%20ET85%20SoFpl73.jpg

2.) Der Umlaufplan für den Werksverkehr für drei Garnituren für den Sommerfahrplan 1973.




http://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Muenchen%20Nordring/891000%20Ismaning/19%20Mue-Johanneskirchen.jpg

3.) Das hölzernen Betriebsgebäude im Herbst 1989, es stammt wie das von Daglfing aus dem Eröffnungsjahr 1909 und wurde Ende 1990 abgerissen. Der Stellwerksanbau ist schon auf Bild 1 zu sehen. Der Bahnhof Johanneskirchen bekam 1960 ein Dr S2-Stellwerk und damit Lichtsignale der älteren Bauform. Hier ist auch der Rest des früheren Hausbahnsteigs zu sehen. Bevor der S-Bahnsteig gebaut wurde, hatte der Bahnhof den Hausbahnsteig und einen Zwischenbahnsteig an Gleis 2 mit niveaugleichen Übergängen.




http://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Muenchen%20Nordring/891000%20Ismaning/20%20Mue-Johanneskirchen.jpg

4.) Heute ist es kaum mehr vorstellbar, aber in Johanneskirchen gab es seit 1977 einen Containerbahnhof zur Entlastung des Betriebs an der Arnulfstraße/Donnersbergerbrücke. Anfang der 90er Jahre wurde dann der neue Umschlagbahnhof in Riem in Betrieb genommen.




http://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Muenchen%20Nordring/PM%20Nordring%20Ost/1972-09-15_5%20885615-885x-485009_Dstp2899%20Mue-Johanneskirchen1.jpg

5.) In einer Mischung aus Ländlichkeit und Trabentenstadt zeigt sich Johanneskirchen zu Beginn der 70er Jahre. Anstelle des langezogenen Gebäudes links steht heute auch ein moderner Wohnblock.




http://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Muenchen%20Nordring/PM%20Nordring%20Ost/1972-09-15_6%20885615-885x-485009_Dstp2899%20Mue-Johanneskirchen2.jpg

6.) Ziemlich rasant verlässt diese Garnitur, bestehend aus 885 615, einem unbekannten 885-Dreiachser und 485 009, als Dstp 2899 den Bahnhof Johanneskirchen Richtung München Ost. Die Anekdote dazu vom Isartalbahner:

Am Führerstand ein so richtig Alterfahrener, den betrieblich nix konnte! Ich bin den ganzen Umlauf mitgefahren und in Johanneskirchen ausgestiegen, weil ich die Ausfahrt aufnehmen wollte. Es dem Lokführer gesagt, der wiederum: "na roas hoid viera und zoag ma des Kemma-Zeichn, na fahr i los. De Zeit kriag i scho wieda rei, i hob ja de Rennsau" (dann renn halt vor und zeig mir das Kommen-Zeichen, dann fahr ich los. Die Zeit krieg ich schon wieder rein, ich hab ja die Rennsau).

Was ist das "Kemma-Zeichn"? Rangierzeichen > kommen > mit dem Arm seitlich wachteln. Die Rennsau war der ET 85 09, einer der beiden (+ ET 85 05) mit Getriebeänderung und Vmax 100 km/h. Franz Eigl hat mal spitzbübisch gemeint, dass die beiden locker 110 laufen - er hat´s ausprobiert. Fragt nicht, wie der aus Johanneskirchen rausgeschossen ist!





http://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Muenchen%20Nordring/PM%20Nordring%20Ost/1972-09-15_8%20885615-885x-485009_Dstp2899%20Mue-Johanneskirchen4.jpg

7.) Der Nachschuss auf den Triebwagen zeigt den weiteren Verlauf der Strecke nach Süden. Direkt rechts befinden sich heute Tennisplätze. Unter anderem fallen hier die aus Eisenrohren zusammengeschweissten Turmmasten auf, die bis heute an diesem Streckenabschnitt, aber auch in Milbertshofen zu finden sind. Vor dem Steuerwagen ist das Geländer der Brücke über die Stegmühlstraße zu sehen. Hinter dem Geländer eine Vorsignalbake vom Evsig Daglfing. Zwischen Vor- und Hauptsignal liegt der Hp Englschalking. Zwischen dem Gestänge vom Turmmasten durchgeblickt erkennt man das Einfahrsignal vom Bahnhof Johanneskirchen.




http://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Muenchen%20Nordring/891000%20Ismaning/21%20420%20508%20in%20Mue-Johanneskirchen.jpg

8.) Genau dort befinden wir uns jetzt im Herbst 1989: am Einfahrsignal von Johanneskirchen und am Einfahrvorsignal von Daglfing. Im Hintergrund ist der Stadtteil Englschalking zu sehen, dessen Haltepunkt kurz vor dem Einfahrsignal von Daglfing liegt.

420 508 kommt aus Maisach, wo er um 15:05 abgefahren ist. Johanneskirchen ist Endstation. Die weitere Strecke nach Ismaning wurde zu verkehrsschwachen Zeiten nur im 40-Minuten-Takt bedient. Am westlichen Ast der S3 war es noch heftiger, der Abschnitt Maisach – Nannhofen (heute Mammendorf) war zeitweise 1-2 Stunden ohne S-Bahn, dafür hielten in Nannhofen noch einige Nahverkehrszüge.

Wenn man genau hinschaut, sieht man, dass beim Zugzielanzeiger bereits das Ziel der Rückfahrt angeschlagen ist: Nannhofen.




http://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Muenchen%20Nordring/891000%20Ismaning/22%20Mue-Johanneskirchen.jpg

9.) Ansicht des Bahnhofs Johanneskirchen von Süd nach Nord, sozusagen eine vis-à-vis-Ansicht zu Bild 7. Hinten ist der soeben angekommene 420 zu sehen, hier mit 420 008 im Bild. Schon um 15:55 geht es zurück, diesmal bis Nannhofen, wo die Ankunft um 16:51 sein wird.




http://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Muenchen%20Nordring/891000%20Ismaning/23%20150%20183%20in%20Mue-Johanneskirchen.jpg

10.) Zurück am Bahnsteig rumpelt ein Güterzug mit 150 183 durch die herbstliche Schattenlage.




http://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Muenchen%20Nordring/180407%20Ismaning/1441%202016%20058%20in%20Mue-Johanneskirchen.jpg

11.) Ein aktuelles Vergleichsbild: die ÖBB-Hercules hat einen leeren Autotransporter-Zug aus Milbertshofen gebracht und drückt ihn gleich zurück in ein Abstellgleis nördlich des Bahnhofs. Das hölzerne Betriebsgebäude ist Vergangenheit, das schiefe Geländer daneben steht noch heute.



http://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Muenchen%20Nordring/180407%20Ismaning/1446%20Johanneskirchen.jpg

12.) Es gibt noch das Überholgleis, nur vom Güterteil ist nicht mehr viel übrig. Nur ein "eingesperrter" ›Oppeln‹ harrt hier schon seit mehr als 20 Jahren aus.




http://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Muenchen%20Nordring/PM%20Nordring%20Ost/720910-18%20140771_S25%20Englschalking-1.jpg

13.) Der Haltepunkt Englschalking am 10. September 1972. Hier ist ein Mega-Wurm der Olympia-Sonderlinie S 25 in seiner vollen Länge zu bewundern. Am Gegengleis das Einfahrtsignal von Daglfing.




http://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Muenchen%20Nordring/PM%20Nordring%20Ost/720910-19%20140771_S25%20Englschalking-2.jpg

14.) In der Mitte des Tatzelwurms die 140 771 (Bw Oberhausen-Osterfeld Süd). Ihre Abnahme war am 26.2.70.




http://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Muenchen%20Nordring/PM%20Nordring%20Ost/720910-20%20140771_S25%20Englschalking-3.jpg

15.) Ohne Halt geht es durch Englschalking weiter bis zum Olympiabahnhof.




http://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Muenchen%20Nordring/891000%20Ismaning/24%20420%20085%20in%20Mue-Englschalking.jpg

16.) 17 Jahre später passiert 420 085 den südlich des Hp gelegenen Bahnübergang der Brodersenstraße. Mit Hp 1 gehts nach Daglfing hinein.




http://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Muenchen%20Nordring/891000%20Ismaning/24A%20140%20in%20Mue-Englschalking.jpg

17.) Die 140 mit Rollender Landstraße bekommt Hp 2, sie wechselt bei der Einfahrt in Daglfing auf das Verbindungsgleis nach Trudering.




http://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Muenchen%20Nordring/180407%20Ismaning/1474%201116.055%20in%20Mue-Englschalking.jpg

18.) Was aktuelles zuletzt. Vom Bahnsteigende in Daglfing nach Englschalking geblickt. Ein Taurus kurvt mit einem Autotransportzug heran. Die Weichen im Vordergrund weisen schon den Weg nach Trudering.




http://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Muenchen%20Nordring/180407%20Ismaning/1485%201116.055%20in%20Mue-Daglfing.jpg

19.) Alle Güterzüge vom Nordring schlagen heute diesen Weg ein. Geht auch nicht mehr anders, eine direkte Zufahrt zum verbliebenen Teil des Rangierbahnhofs Ost gibt es heute nicht mehr. Geplant ist allerdings eine direkte Verbindung von Daglfing zur Mühldorfer Strecke.




http://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Muenchen%20Ost/900300%20Rbf/Film%202/01%20Mue%20Ost%20Rbf.jpg

20.) Dies war die frühere Zufahrt vom Nordring in die nördliche Ein- und Ausfahrgruppe vom Rbf Ost.



http://www.doku-des-alltags.de/BDMuenchen/Muenchen%20Ost/900300%20Rbf/Film%202/01%20Mue%20Ost%20Rbf%202013.jpg

21.) So sah das 2013 aus. Inzwischen ist die ganze Fläche freigeräumt und planiert.


Fortsetzung folgt.

Viele Grüße,

Georg und Paul

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.04.18 21:41.
Hallo Georg, hallo Paul,
ich muß einfach zwischendurch mal einen Kommentar zu eurer fabelhaften Beitragsserie loswerden.
Ich bin ganz begeistert von dem Bundesbahnflair, zumal ich - trotz der kurzen Entfernung - keinen
der Bahnhöfe am Ostring jemals gesehen habe (Schande über mich!) und das, obwohl der Sohn
eines ehemaligen Arbeitskollegen in einem der Bahnhöfe Fahrdienstleiter war. Ich weiß aber nicht
mehr, in welchem. Wie viele Wagen hatten denn die Super-S-Bahnen zu den Olympischen Spielen?
Ich zähle etwa 7 Wagen vor und 7 Wagen hinter der Lok. Kann das sein? Auch um die Aufnahmen
des 485 beneide ich Paul ein wenig. Ich hatte keine Chance mehr, die in München zu erleben.
Mit Spannung erwarte ich den nächsten Teil. Einstweilen sage ich schon mal herzlichen Dank für
die Fleißarbeit und die großartigen Bilder. Schöne Grüße vom
dampfgerd
Hallo Gerd,

danke für Deinen Kommentar.
Ja, 7 + 7 Wagen ist in dem Fall richtig. Insgesamt waren vier Garnituren im Einsatz. Jeweils zwei mit 14 und 16 Wagen.

Viele Grüße,
Georg

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Hallo Djosh,

auch von mir ein herzliches Dankeschön für diesen und den vorangegangenen Bildbericht.

Mit was für einem Umschlaggerät sind denn damals die Container in Johanneskirchen verladen worden ?

Solch einen Blödsinn wie den eingeschlossenen "Oppeln" kann, glaube ich, auch nur die schöne Bahn der Gegenwart kreieren !
Naja, soll vielleicht ein Kunstwerk darstellen.

Nun noch eine Frage zu einem Foto, das ich im Januar 1994 etwas weiter nördlich des Bahnhofes Johanneskirchen gemacht habe.

Ich stand auf dem Bahnweg östlich des Streckengleises Richtung Unterföhring und vor mir verlief entlang des Zufahrtsweges im Bogen ein Ausziehgleis.

Bahnweg M.-Johanneskirchen Jan 1994.jpg

Das Anschlußgleis verlief in der Gegenrichtung zu dem Ausziehgleis entlang des Streckengleises noch zu einem Betrieb. Welcher könnte das gewesen sein ?

Und gleich noch eine Frage : Hatte die Wiede-Fabrik (ehem. Acetylenwerk), die sich hinter der Ladestraße am Bf Johanneskirchen befand, eigentlich seinerzeit ein Anschlußgleis ?

Wäre schön, wenn sich etwas von meinen Fragen klären lassen könnte !


Schöne Grüße

Bullok

Edit: Änderung des Textes bzgl Ausziehgleis.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.04.18 01:02.
Hallo Bullok,

Deine Fragen kann ich nur rudimentär beantworten. Mir ist bekannt, dass es nördlich des Bahnhofs ursprünglich Ziegeleianschlüsse östlich und westlich der Strecke gab. Einer davon wurde später von der Firma Moll übernommen. Der von Dir fotografierte ist ja heute noch existent und hat noch eine Anbindung an die Strecke. So wie es aussieht, werden dort heute noch Container zwischengelagert. Ich vermute, dass das ursprünglich auch Ziegeleigelände war.

Direkt im Bahnhof Johanneskirchen selbst gab es wohl keinen weiteren Anschluss. Das ging alles nach Norden raus. Übrigens auch die Zufahrt zum Heizkraftwerk Nord, erfolgte ursprünglich vom Bahnhof Johanneskirchen. Der Rest der Zufahrt besteht heute noch als das auf Bild 11 erwähnte Abstellgleis.

Viele Grüße,
Georg

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.04.18 10:38.
Hallo Djosh ,

das von Dir erwähnte Abstellgleis liegt ja westlich der Strecke.
Das von mir fotografierte Ausziehgleis dagegen diesem gegenüber östlich der Bahnlinie.
Der Anschluss lag direkt parallel zum Streckengleis in Richtung Bf Johanneskirchen.
Ich meine mich an ein langgestrecktes Betriebsgebäude mit einem kleinen Kran über dem Anschluss zu erinnern.
Blöd, dass ich damals mit den Fotos so gespart habe.
Ich meine bei google maps gesehen zu haben, dass dieses Gleis nicht mehr existiert.


Grüsse

Bullok



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.04.18 12:19.
Ok, da war ich jetzt glatt seitenverkehrt unterwegs. Dieses Gleis ist weg, das stimmt. Mal sehen, vielleicht lässt sich noch was erörtern.

Viele Grüße,
Georg

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Servus Georg,

wieder tolle Infos und Spitzenbilder von euch beiden. Vielen Dank! - Über den 'Rennsau-Umlauf' könnte man einen lustigen Vortrag machen;)

Auch klasse - Das Geländer in Johanniskirchen....Das Dingens gehört unter Denkmalschutz gestellt...

Freu mich schon auf den nächsten Teil

weiterhin eine schöne Woche
Pit



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.04.18 17:52.
Hallo nocheinmal,

ich habe nun nocheinmal in meinem Bilderarchiv nachgesehen und dabei entdeckt, daß ich bei meiner letzten Fahrt mit der S-Bahn vom Flughafen nach München-Ostbahnhof im Januar 2005 das besagte Anschlußgleis in Johanneskirchen aus dem fahrenden Zug festgehalten habe.

Auf dem ersten Bild die Stelle, an der ich 1994 schon fotografiert habe :
Johanneskirchen Jan 05,4,17,RB.jpg

Nun ein paar Meter weiter Richtung Bf Johanneskirchen :
Johanneskirchen Jan 05,4,18,RB.jpg

Das Gleis liegt direkt neben dem Fahrleitungsmasten und ist vor lauter Bewuchs kaum auszumachen.

Nun noch etwas weiter, hier lag eine Weiche :
Johanneskirchen Jan 05,4,19,RB.jpg

Auf der nächsten Aufnahme war evt der Bereich, wo das Anschlußgleis in das Streckengleis mündete :
Johanneskirchen Jan 05,4,20,RB.jpg

Im Gestrüpp dahinter ist das Gleis, das wohl zu dem Gebäude im Hintergrund führte, nur zu erahnen.

Übrigens gehörte die ominöse Kamera rechts im Bild meinem Bekannten, mit dem ich damals die Fahrt machte.

Ich habe den gesamten Anschluß auf dieser Senkrechtaufnahme einmal skizziert :
Agl Johanneskirchen Skizze.jpg

Dabei fällt die enorme Länge des Ausziehgleises auf.
Bei google maps wird der Betrieb, zu dem das Gleis führte, als Schreinerei bezeichnet.
Vermutlich war dort früher etwas anderes angesiedelt, was einen Gleisanschluß eher rechtfertigen würde.

Vielleicht löst sich ja auch dieses Rätsel.


Schöne Grüße

Bullok
Hi!
Auf dem Gelände des Ausziehgleises steht seit 8-10 Jahren eine Berufsschule. Die Schreinerei gibt es noch, die Halle ist jedoch mMn untypisch für Holzverarbeitende Betriebe.

Das Anschlzssgleis im Bogen liegt z.T. noch, ist aber im Gestrüpp kaum mehr zu sehen. Die große Halle im Hintergrund beherbergt eine Buswerkstatt mit grossem Abstellplatz und ein paar kleinere Betriebe.
Vorher soll es wohl ein Betonfertigteilwerk gewesen sein. In der Halle befindet sich mindestens ein 10t Deckenkran.

Wer es noch dokumentieren möchte: das ganze Gelände soll gerüchteweise in nächster Zeit einer anderen Nutzung zugeführt werden.

VG Matthias