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? Spannwerke im Keller einer FDL-Ausbau, gibt es Bilder?

geschrieben von: reinout

Datum: 13.04.18 23:17

Spannwerke stehen außen oder innen. Innen: oft im Erdgeschoss eines Stellwerks, mit die Hebelbank dann im ersten Stock. Aber wie dann mit die einfache Bahnhöfe mit "nur" eine Fahrdienstleiterausbau? Ich habe oft gelesen, dann gäbe es nur Außenspannwerke. Ich glaube, das stimmt nicht. Aber.... ich habe noch keine Bilder von so eine Keller mit Spannwerk gesehen. Das einzige das ich auffinden kann ist diese vergriffene Ebay Dia: das sieht meiner Meinung nach aus wie so ein Keller, wenn ich auf die Richtung der Zugdrahte achte.

Meine Frage: gibt es bessere Bilder von Spannwerke im Keller eines Fahrdienstleiterausbaus?

Noch etwas Hintergrund: auf diese Seite über Bahnhof Ondrup ist deutlich von "Spannwerke im Keller" (des Bahnhofsgebäudes) die Rede.
Und hier auf DSO ist auch etwas darüber geschrieben:

timmsiegel schrieb:
Man hatte aber auch gerade an kleineren Unterwegsbahnhöfen durchaus Mechan. Stellwerke mit Spannwerkskeller. Spannwerke stehen dann nicht im Freien und sind der Witterung nicht so ausgesetzt.
Aus Nordhessen bekannt, aber nicht mehr in Betrieb:
Hessisch - Lichtenau, Helsa, Walburg , Fürstenhagen, Liebenau.
Noch in Betrieb ist Guxhagen. In Allen diesen Fällen waren oder sind die Stw im Bahnhofsgebäude.
Nun werden die Spanngewichte ja auch nicht permanent hin und hertransportiert.

Auch vom Hunsrück habe ich es gehört, speziell wurde der Witterung dabei genannt.

Hier noch drei meiner Bilder, wodurch ich auf dieses Problem aufmerksam wurde. Alte, schlechte Bilder aus 1991 vom Bahnhof Uersfeld (Eifelquerbahn). Hier Bahnhof inklusive Fahrdienstleiterausbau:

https://abload.de/img/screenshot2018-04-13awfsak.png

Die Zugleitungen (nur für die zwei Einfahrweichen!) werden an die andere Seite geleitet und dort verzweigt:

https://abload.de/img/screenshot2018-04-13aqvs93.png

Und hier einer der Einfahrweichen:

https://abload.de/img/screenshot2018-04-13attsl5.png

Also.... kein einziges Spannwerk. Also.... da soll doch im Keller etwas sein... :)

Reinout

Reinout van Rees

Meine Modellbahn (auf stummiforum): Eifelburgenbahn, eingleisige Nebenbahn in 1970
Hallo,


Spannwerke im Keller für reguläre mechanische Stellwerke der Baujahre vor dem 2.Wk gibt es nicht.Denn je nach Stellwerksbauart sind Spannwerke für Weichen nicht erforderlich gewesen und Signalspannwerke wurden nur bei den Einfahrsignalen in deren unmittelbarer Nähe verbaut.

Bei mechanischen Stellwerken der Einheitsbaurt wurden auf kleinen Bahnhöfen Außenspannwerke verwendet und zwar meistens gegenüber des EG (Stellwerkes) in "Paradestellung" , d.h. die Spanngewichte sind alle in eine Richtung ausgerichtet.

Dazu:
Zitat
Hessisch - Lichtenau, Helsa, Walburg , Fürstenhagen, Liebenau.
Noch in Betrieb ist Guxhagen. In Allen diesen Fällen waren oder sind die Stw im Bahnhofsgebäude.
Diese Bahnhöfe sind (bzw.waren) nicht mehr im Originalzustand der Stellwerksanlagen.Liebenau und Guxhagen zum B. sind nach dem Kriege erneuerte Anlagen,wo die Antriebe elektrisch funktionieren.



Hier mal ein Blick auf den Beginn der Ausrüstung mit Stellwerken im 19-Jahrhundert:
[www.wehratalbahn.de]

Re: ? Spannwerke im Keller einer FDL-Ausbau, gibt es Bilder?

geschrieben von: S&B

Datum: 14.04.18 18:14

Hoi Rein,

spannwerklose Weichenantriebe mit Doppeldrahtzugleitung habe ich in Deutschland noch nicht gesehen. Spannwerke unterhalb der Erdoberfläche (Keller) auch noch nicht.
Spannwerke dienen nicht nur dem Temperaturausgleich der Stellleitungen, sondern in erster Linie der Sicherheit bei Drahtbruch: Sie bringen die betreffende Weiche in Endlage, halten sie dort fest und bringen den Hebel auf dem Stellwerk zum Ausscheren, sodaß keine entsprechende Fahrstraße mehr eingestellt werden kann.

Den Begriff Schijfenkelder kenne ich aus meiner Zeit bei der ZLSM. Aber ein richtiger Keller war das auch nicht- und Spannwerke gab es nicht. Dort wurden im Frühjahr und im Herbst die Seile mit Spannschlössern an die zu erwartenden Temperaturen angepaßt.
Die Sicherheit wurde durch separate Riegelhebel bei spitz zu befahrenden Weichen gewährleistet (und durch Hub/Rollzungen).

Groeten
Ulrich
Keine Weiche ohne Spannwerk: ich glaube, sogar beim Bundesbahn gibt es auf diese Regel keine Ausnahme :) Also MUSS irgendwo ein Spannwerk sein. Und in Uersfeld sehe ich keine also soll es eigentlich etwas im Keller geben... Wo sonst?
Aber... ich habe auch noch kein eindeutiges Bild gesehen (außer das genannte Ebay-Bild, aber davon vermute ich es nur).

Die von dir genannte Spannschlössern von der ZLSM, du meinst diese? Das war im Erdgeschoss des kleinen Stellwerks in Simpelveld:

https://abload.de/img/screenshot2018-04-14ajxpbu.png

Reinout

Reinout van Rees

Meine Modellbahn (auf stummiforum): Eifelburgenbahn, eingleisige Nebenbahn in 1970

Re: ? Spannwerke im Keller einer FDL-Ausbau, gibt es Bilder?

geschrieben von: S.B

Datum: 14.04.18 20:23

Hallo Reinout,

Innen - und Außenspannwerke gab es bereits zur Länderbahnzeit und ist keine Erfindung mit dem mechanischen Einheitsstellwerk. Der Einbau von Innenspannwerken war auch baulich abhängig vom Stellwerk ob es sich um ein hohes Stellwerk oder niedriges Stellwerk handelte, so konnte zu Beispiel auch an den Baukosten gespart werden wenn nicht Extra ein Spannwerkskeller gebaut werden mußte. Bei der Deutschen Reichsbahn und der Deutschen Bundesbahn wo ehemalige Länderbahnstellwerke oder Neu zu bauende durch mechanische Einheitsstellwerke ersetzt wurden, kamm es auch darauf an wieviel Hebel hatte die Hebelbank, war Platz vorhanden im Stellwerkskeller, teilweise war dies möglich oder es Stand nur die hälfte des Platzes zur Verfügung. Somit ergab sich auch das es Bahnhöfe gibt wo sich Alle Innenspannwerke im Keller befinden, oder gar keine weil es keinen Spannwerkskeller gibt oder es Innen - und Außenspannwerke gibt. Auch gibt es gewisse Richtlinien ob Spannwerke ( Aussen - und Innen )einzubauen sind oder keine Spannwerke erforderlich sind,dies ist auch abhängig von der Länge der Drahtzugleitungen. Auch gab es früher teilweise bei den mechanischen Kurbelstellwerken keine Spannwerke ( Unfallgefahr bei Drahtbruch für den Bediener ),die Drahtzugleitungen wurden Hängegewichte stramm gehalten. Oder die Kurbelwerke hatten gewisse Drahtbruchsperren um die Unfallgefahr für den Bediener zu mindern.

Auf jedenfall ist ein Spannwerk im mechanischen Stellwerk eine Sicherheitseinrichtung, die auch noch Heute gewissenhaft unterhalten werden muß. So das war mal eine sehr GROBE Erklärung, ich hoffe es hat etwas geholfen

Innenspanwerk 1.jpg

Innenspannwerke Bauart Einheit des Bahnhof Löffingen am 13.6.2015. Löffingel liegt an der Strecke Donaueschingen - Freiburg. Ab Mai 2018 ist das mechanische Einheitsstellwerk Geschichte und wird durch ein ESTW ersetzt.

GRuß von S.B aus BA/WÜ

Nabend

Spannwerkskeller gab und gibt es tatsächlich. Zugänglich sind sie entweder über eine Klappe/Luke im Fdl Raum, mit anschließender "Hühnerleiter" oder über eine Außentür und anschließender Treppe.

An in Betrieb befindlichen Stw fallen mir spontan Gliesmarode "Gnf" und Gittelde ein.
Auch im Museumsstw Schönheide Süd ist ein Spannwerkskeller vorhanden und kann, auf Anfrage hin, auch besichtigt werden.

Daß die Spannwerkskeller erst nach dem Kriege aufkamen, glaube ich nicht. Ich halte es für wahrscheinlicher, daß es seit den 30er Jahren soetwas gibt.

reinout: Bilder besitze ich auch. Ich werde Dir mal ein paar per Mail schicken. Wird aber frühestens So Abend passieren.
Wenn Du möchtest, kannst Du sie dann hier einstellen.

Gruß Andi
signal andi schrieb:Zitat:
Daß die Spannwerkskeller erst nach dem Kriege aufkamen, glaube ich nicht. Ich halte es für wahrscheinlicher, daß es seit den 30er Jahren soetwas gibt.
Das Stellwerk Löffingen, von dem Stefan bereits ein Foto gezeigt hat, ist von 1939 (Hersteller: Hein, Lehmann & Co.).

Gruß
Yannick

.
Danke! Endlich habe ich ein Beweis (mittels Bild) das es tatsächlich solche Keller gab.
Ich habe öfters gehört das es solche Keller überhaupt nicht gab. Also bin ich froh das ich es hier endlich mal gefragt habe :)

Ich vermute, es hat auch mit die örtliche Wetterlage zu tun. Ein paar Außenspannwerke ist sicherlich billiger als eine ganze Keller. Bei "meinem" Eifelquerbahn-Modellvorbild habe ich bei einige Bahnhöfe (Ulmen, Uersfeld) keine Spannwerke gesehen und deshalb eine Keller vermutet. In Darscheid gab es aber Außenspannwerke. Jedenfalls Bahnhof Uersfeld ist ziemlich "offen" oben auf einem Hügelrücken gelegen.

Jedenfalls: danke!

Reinout

Reinout van Rees

Meine Modellbahn (auf stummiforum): Eifelburgenbahn, eingleisige Nebenbahn in 1970
Die Keller hat man sicherlich zugleich mit die Fahrdienstleiter-Ausbau errichtet, doch?
Und in Hunsrück und Eifel wurden diese Ausbauten zwischen 1900 und 1940 gebaut. Bau der Hunsrückhöhenstraße war Auslöser der "Upgrade" der Hunsrück(quer)bahn. Im Eifel waren es die militärischen Interessen. (So habe ich es jedenfalls festgehalten).

Reinout

Reinout van Rees

Meine Modellbahn (auf stummiforum): Eifelburgenbahn, eingleisige Nebenbahn in 1970
Noch ein paar Vorbilder wäre toll.
Meine Adresse: reinout@vanrees.org

Reinout

Reinout van Rees

Meine Modellbahn (auf stummiforum): Eifelburgenbahn, eingleisige Nebenbahn in 1970
Hier ein Bild von der Seite des FHWE von Schönheide Süd. Da kannst du gut das Verhältnis Hebelbank / Spannwerk-Keller sehen. [www.fhwe.de]

Re: ? Spannwerke im Keller einer FDL-Ausbau, gibt es Bilder?

geschrieben von: S.B

Datum: 15.04.18 08:57

Hallo Reinout,

anbei noch zwei Auszüge aus der Sammlung Signaltechnischer Verfügungen Ausgabe 1952 der Deutschen Bundesbahn.

Stellwerkshochbau.jpg

Die Verfügung besteht aus mehreren Seiten, es gibt auch einen Absatz über die bauliche Gestatltung des Spannwerk Innenraumes.

Verzicht auf Weichenspannwerke.jpg

In solchen Fällen konnte auf Weichenspannwerke ( Innen - oder Außen )verzichtet werden.

Gruß von S.B aus BA/WÜ

Re: ? Fotos bitte und nicht die vom Museumsstellwerk

geschrieben von: V80max1

Datum: 15.04.18 15:08

Hallo,

und wo bleiben die Fotos ?

Und zwar nicht die vom Museumsstellwerk Schönheide Süd, denn da bezweifle ich erheblich, ob diese Stellwerksanlage tatsächlich ursprünglich so gebaut wurde und das ganze nicht ein DDR-Mangel Bau ist.

Denn die Hebelbank ist Bauart Firma Thomass aus Dresden und führt nur Riegelhebel und Signalhebel.


Und zu (BS) Gliesmarode Gnf schauen wir doch mal hier:

Außenspannwerk

Das Bild in der Mitte "Ausfahrt Gliessmarode " , denn in anderem Bahnhofskopf steht ja ein Turm-Stellwerk

[www.drehscheibe-online.de]

Re: ? Fotos bitte und nicht die vom Museumsstellwerk

geschrieben von: signal andi

Datum: 15.04.18 15:47

Hallo

In Schönheide ist ein Einheitshebelwerk. Firma Thomass, hat, wie viele andere Signalbaufirmen auch, als Zulieferer für Einheitsstellwerksteile fungiert, bzw. auch Einheitsstw gebaut.

In Gliesmarode Gnf sind 2 Außenspannwerke (Riegel W4 u. W7). Die restlichen Spannwerke befinden sich im Keller.

Gruß Andi

Re: ? Fotos bitte und nicht die vom Museumsstellwerk

geschrieben von: V80max1

Datum: 15.04.18 17:08

Hallo,


jetzt frage dich doch einmal selber, welchen Sinn sollte es machen, Außenspannwerke zu installieren, wenn man einen Innenraum hätte ?

Mit einem Wort Blödsinn

Re: ja 1 aber ob Keller past als Name ??

geschrieben von: V80max1

Datum: 15.04.18 17:17

Hallo,

ja es gibt ein Bild :

in
[www.drehscheibe-online.de]

hier im Detail:
http://www.patrick.thwoditsch.de/blog/ondrupabriss6.jpg


Das Bild zeigt den Bahnhof Ondrup in der BD Münster und hier wurde in der Tat 1950 zur Beseitigung des Kriegsschadens das neue Stellwerk Of an das EG angebaut mit einem Kellerraum für die Spannwerke.
Denn wie man unschwer am Größenvergleich zwischen Eisenbahner und Gebäude sieht, ein richtiger Keller ist das nicht.
Dein Vorbild von Schönheide Süd ist sehr deutlich.

Reinout

Reinout van Rees

Meine Modellbahn (auf stummiforum): Eifelburgenbahn, eingleisige Nebenbahn in 1970

Re: ? Fotos bitte und nicht die vom Museumsstellwerk

geschrieben von: reinout

Datum: 15.04.18 17:38

V80max1, was für eine Lösung hast du denn für das "Rätsel" in Uersfeld? Die Distanz zu beide Einfahrweichen würde ich auf 200 und 300 Meter einschätzen, also deutlich mehr als die genannte max 100 Meter für eine Benutzung ohne Spannwerke.
Es gibt aber im Uersfeld keine Außenspannwerke. Auch in Ulmen nicht. Wo sind sie denn?

Reinout

Reinout van Rees

Meine Modellbahn (auf stummiforum): Eifelburgenbahn, eingleisige Nebenbahn in 1970

Re: ? Fotos bitte und nicht die vom Museumsstellwerk

geschrieben von: signal andi

Datum: 15.04.18 19:17

Nabend

Die Verfügung von S.B. stammt von 1952.

Wie mir von Kollegen vor vielen Jahren berichtet wurde, wurden in den 70er Jahren diese Fälle wohl alle umgebaut.
Dazu wurde nicht nur ein Spannwerk nachgerüstet, sondern natürlich auch ein neuer Antrieb mit Drahtbruchsperre eingebaut.
In dem selben Zeitraum fällt auch die Umrüstung aller, in Zugfahrstraßen befindlichen, spitzbefahrenen Weichen auf Zungenprüfer, sofern nicht schon vorhanden oder verriegelt.

Gruß Andi

Re: ? Spannwerke im Keller einer FDL-Ausbau, gibt es Bilder?

geschrieben von: S&B

Datum: 15.04.18 19:37

Zitat:
Hier ein Bild von der Seite des FHWE von Schönheide Süd. Da kannst du gut das Verhältnis Hebelbank / Spannwerk-Keller sehen. [www.fhwe.de]

Ich kann nicht erkennen, ob der Spannwerkraum im Keller oder im Erdgeschoß liegt.
Grüße
Ulrich

Re: ? Spannwerke im Keller einer FDL-Ausbau, gibt es Bilder?

geschrieben von: S&B

Datum: 15.04.18 19:53

Zitat:
Auch vom Hunsrück habe ich es gehört, speziell wurde der Witterung dabei genannt.

Außenspannwerke bedürfen des Witterungsschutzes nicht.

Warum sollte man für ein ebenerdiges Stellwerk einen Keller errichten, wenn Außenspannwerke ganz klar preiswerter sind?
Selbst ein zweigeschossiges Stellwerk (ohne Keller) dürfte billiger zu errichten sein, als ein ebenerdige mit Keller.

Das schließt nicht aus, daß ganz vereinzelt tatsächlich dort ein Spannwerkkeller eingerichtet wurde, wenn in einem vorhandenen, unterkellerten Gebäude ein Stellwerk eingebaut wurde.
Merke: Bei der Bahn gibt es nichts, was es nicht gibt.
Grüße
Ulrich

PS: Dennoch stelle ich hier die Frage: Wie ist das denn in Kreuzberg/Ahr? Weichenaußenspannwerke habe ich da noch nicht gesehen.

[www.google.de]



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.04.18 20:00.
S&B schrieb:
Zitat:
Hier ein Bild von der Seite des FHWE von Schönheide Süd. Da kannst du gut das Verhältnis Hebelbank / Spannwerk-Keller sehen. [www.fhwe.de]

Ich kann nicht erkennen, ob der Spannwerkraum im Keller oder im Erdgeschoß liegt.
Grüße
Ulrich
Ich bin mir da auch nicht sicher. Denn ein paar Stufen geht man immer hoch zum Fdl Raum.
Es ist ja auch zu bedenken, daß sich unter dem Hebelwerk immer Ablenkrollen befinden und die brauchen ja auch ihren Platz und müssen einigermaßen zugänglich sein.
Also wenigstens ein halber Keller ist eigentlich unter jedem Stw zu ebener Erde vorhanden.

Gruß Andi
Hallo!

reinout schrieb:
> Aber.... ich habe noch keine Bilder von so eine Keller mit Spannwerk gesehen. Das einzige
> das ich auffinden kann ist diese vergriffene Ebay Dia: das sieht meiner Meinung nach aus
> wie so ein Keller, wenn ich auf die Richtung der Zugdrahte achte.

Im Keller angeordnete Spannwerke gab es in beiden Stellwerken im Bbf Eichgestell, hier bei
[www.openrailwaymap.org]
Die Stellwerke wurden etwa 1941 mit dem provisorischen Güteraußenring errichtet. Gleiche
Ausführungen waren auch auf den anderen Bahnhöfen dieser Strecke zu finden. Ausführung
der Spannwerke wie die im Ebay-Foto sichtbare, wobei die Leitung über die linke Rolle waage-
recht ins Freie lief. Die Keller waren sehr niedrig, so daß sich als Fußbodenhöhe des Stellwerk-
raums über Gelände nur etwa 1 m ergab. Das nördliche Fdl-Stellwerk wurde mal für eine
Trassenkorrektur abgerissen, das südliche Wärterstellwerk steht noch. Ob da noch etwas drin
ist, weiß ich nicht.

Besten Gruß
S&B schrieb:
Ich kann nicht erkennen, ob der Spannwerkraum im Keller oder im Erdgeschoß liegt.
Da sich das Stellwerk augenscheinlich im Anbau des EG im Erdgeschoss befindet, dürfte der Spannwerksraum auf Kellerniveau liegen :

[www.fhwe.de]

[www.mysnip.de]

Grüße
S&B schrieb:
PS: Dennoch stelle ich hier die Frage: Wie ist das denn in Kreuzberg/Ahr? Weichenaußenspannwerke habe ich da noch nicht gesehen.
Ich habe zufällig dort einige Aufnahmen gemacht beim Fahrradferien in 2015. Fahrdienstleiterausbau:

https://abload.de/img/screenshot2018-04-16avwq8s.png

Das Bahnhofsgebäude ist laut "Die Ahrtalbahnen - Klaus Kemp" Baujahr 1918, nach Plänen aus 1912.

Ein ziemliches Chaos an Zugleitungen. Es sieht komisch aus weil es mehrere Gleisvereinfachungen gegeben hat:

https://abload.de/img/screenshot2018-04-16a64q1i.png

https://abload.de/img/screenshot2018-04-16aezp2u.png

Kein Spannwerk ist sichtbar:

https://abload.de/img/screenshot2018-04-16aj0q8a.png

Ich habe auch noch einige Videos angeguckt: auch keine Außenspannwerke. "Also: Keller"?

Zum Kreuzberg/Ahr werde ich es auf das Mittelrheinforum mal nachfragen, vielleicht kennt einer dort Details. Im genannten Buch "die Ahrtalbahnen" sehe ich übrigens bei mehrere Bahnhöfe Außenspannwerke.

(Ganz unten auf diese holländische Seite gibt es zwei Bilder von Kreuzberger Hebelbank.)

Reinout

Reinout van Rees

Meine Modellbahn (auf stummiforum): Eifelburgenbahn, eingleisige Nebenbahn in 1970




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.04.18 11:18.
Auf Wikipedia gibt es mehr Bilder von Kreuzberg.
Von einer der Bilder habe ich hier eine kleine Ausschnitt gemacht vom Schlüsselbrett:

https://abload.de/img/screenshot2018-04-16aw9qnq.png

Also.... es gibt tatsächlich ein Spannwerkraum, weil es ein Schlüssel dazu gibt :)

Reinout

Reinout van Rees

Meine Modellbahn (auf stummiforum): Eifelburgenbahn, eingleisige Nebenbahn in 1970

Re: ? Du meinst wohl das Loch im Boden

geschrieben von: V80max1

Datum: 16.04.18 15:32

Hallo,


das ist doch kein Keller, sondern ein Loch im Boden.

Und ich frage mich ernsthaft, wie man da unten die jählriche Stellwerksprüfung machen will,wenn der Mann ja jetzt shcon nicht in das Loch ganz reinpasst.

Re: ? Spannwerke im Keller einer FDL-Ausbau, gibt es Bilder?

geschrieben von: S&B

Datum: 16.04.18 15:54

Zitat:
Ich habe auch noch einige Videos angeguckt: auch keine Außenspannwerke. "Also: Keller"?

Die Anlagen sind ja noch in Betrieb. also könnte man hinfahren und bitten, sich das anschauen zu dürfen.
Grüße
Ulrich
Hallo,

Stellwerke auf einem Bahndamm ?? langsam wird es lustig hier lool

Re: ? Fotos bitte und nicht die vom Museumsstellwerk

geschrieben von: V80max1

Datum: 16.04.18 16:21

Hallo Reinout,

sowohl S.B: als auch ich haben darauf hingewiesen, das nicht alle Stellwerksbauarten Spannwerke erfordern.

Du selber hast als Beispiel Ondrup genannt und wenn du einmal weiter unten den Beitrag von mir anschaust, wirst du auf dem Bild sehen, das es kein richtiger Keller ist und das es ein Behelf nach dem 2. Wk war.

Re: ? Fotos bitte und nicht die vom Museumsstellwerk

geschrieben von: reinout

Datum: 16.04.18 21:01

Die Beitrag von S.B. war das es in bestimmte Situationen bis max 100m ab und zo gestattet war. All meine Vorbilder hatten deutlich größere Längen zu bewältigen.
Ich glaube inzwischen das du nicht ganz seriös deine Antworten schreibst.

Ok, Ondrup ist kein gutes Vorbild, da hast du recht.
Aber du hast immer noch nicht erklärt wie es in Uersfeld und Kreuzberg geregelt ist wenn es überhaupt kein Keller geben kann: die Längen sind größer als 100m und es gibt außen keine Spannwerke. Also: bitte sagen sie mir, wie soll das denn funktionieren?

Reinout

Reinout van Rees

Meine Modellbahn (auf stummiforum): Eifelburgenbahn, eingleisige Nebenbahn in 1970

Re: ? Du meinst wohl das Loch im Boden

geschrieben von: reinout

Datum: 16.04.18 21:08

v80max1: dDie Seite an der Gepinselt wird ist offensichtlich nicht die "Eingangsseite". Dort stehen die Spannwerke bis an die Wand. Also ist die Eingang an die andere Seite.
"Loch + Leiter" habe ich irgendwo gelesen, aber auch eine Treppe an die Außenseite.
(Im Fall Kreuzberg deutet eine richtige Schlüssel auf eine richtige Tür, also irgendwo auch eine Treppe.)

Reinout

Reinout van Rees

Meine Modellbahn (auf stummiforum): Eifelburgenbahn, eingleisige Nebenbahn in 1970
Christian,

Christian SG schrieb:

Tolle Bilder auch des Innenlebens der Stellwerksausbau. Deutlich ist wie weit die Hebelbank eigentlich vom Hinterwand entfernt steht. Solche Details habe ich auch auf andere Bilder schon gesehen, aber jedes Bild lenkt die Aufmerksamkeit auf etwas anderes. Danke!

Reinout

Reinout van Rees

Meine Modellbahn (auf stummiforum): Eifelburgenbahn, eingleisige Nebenbahn in 1970
Stimmt, Kreuzberg ist immer noch im Betrieb. Ich wohne selber in die Nähe von Utrecht (NL), also kann ich nicht so einfach hingehen.
Ich habe aber die Frage zu Kreuzberg auch im Eifelbahnforum gestellt, ich hoffe dadurch auch eine Antwort zu bekommen :)

Reinout

Reinout van Rees

Meine Modellbahn (auf stummiforum): Eifelburgenbahn, eingleisige Nebenbahn in 1970

Re: ? Fotos bitte und nicht die vom Museumsstellwerk

geschrieben von: S&B

Datum: 16.04.18 22:01

Zitat:
Es gibt aber im Uersfeld keine Außenspannwerke.

Dein drittes Bild von Uersfeld zeigt einen Weichenantriebskasten für 'gespannte' Doppeldrahtzugleitungen.
Alles andere wäre eine arge Bastellösung, die aus Sicherheitsgründen nicht zulässig wäre. (z.B. keine separate Riegelleitung mit +/- Riegel.)
Grüße
Ulrich

Re: ? Fotos bitte und nicht die vom Museumsstellwerk

geschrieben von: reinout

Datum: 16.04.18 22:40

Völlig einverstanden. Das sind ganz normale Antriebe mit ganz normale "gespannte" Doppeldrahtzugleitungen.

Also: irgendwo gibt es Spannwerke. Nur nicht sichtbar außen. Also (für mich 99.9% sicher) im Keller.
Nur brauche ich ein 100% deutliches Bild von ein normale Stellwerksausbau der eindeutig ein Keller hat.
Das Bild von Schönheide-Süd ist ziemlich deutlich, aber das verlauf der Drahtzugleitungen könnte deutlicher sein.

Reinout

Reinout van Rees

Meine Modellbahn (auf stummiforum): Eifelburgenbahn, eingleisige Nebenbahn in 1970
Spannwerke sind oft vernachlässigte Einrichtungen der Sicherungstechnik. Ihre Aufgabe ist nunmal stur dafür zu sorgen, dass physikalisch bedingte Längenänderungen an den Drahtzugleitungen ausgeglichen werden. Aber auch in den Spannwerksräumen und -kellern verbergen sich Schätze. Es gibt immer noch Stellwerke, die mit den Firmenbauarten ausgestattet sind. Umrahmt vom Einheitspannwerken findet sich das eine oder andere Spannwerk der jeweiligen Eisenbahnsignal-Bauanstalt.

User reinout sucht Spannwerkskeller. Hier sind Aufnahmen von Gliesmarode:
http://www.berliner-stellwerke.de/images/DSO/Stw-Gliesmarode-Gnf.JPG
http://www.berliner-stellwerke.de/images/DSO/Stw-Gliesmarode-Gnf-1.JPGhttp://www.berliner-stellwerke.de/images/DSO/Spannwerkskeller-Gliesmarode-Gnf.JPGhttp://www.berliner-stellwerke.de/images/DSO/Spannwerkskeller-Gliesmarode-Gnf-1.JPG





http://www.berliner-stellwerke.de/images/Logo Berliner Stellwerke_120px.jpg




3-mal bearbeitet. Zuletzt am 17.04.18 01:03.

Re: ? Fotos bitte und nicht die vom Museumsstellwerk

geschrieben von: reinout

Datum: 16.04.18 23:51

Toll toll toll! Das endgültige (erwartete) Beweis das es Spannwerkskeller gab. Das freut mich sehr. Danke!

Welche enge Bedingungen in die Keller! Man hat kein cm weiter gegraben als nötig :)

Es ist so eng, das ich vermute das es auch nur eine Luke gibt, mit Leiter? Und keine richtige Treppe + Tür?
Hast du zufällig auch noch ein Bild der Luke? Ich würde es auf 1x1m oder so etwas einschätzen, aber wenn ich die richtige Maßen habe werde ich auch die richtige Maßen in mein Modell-Fahrdienstleiterausbau andeuten. Keiner der es sieht, aber ich möchte es richtig machen.

Reinout

Reinout van Rees

Meine Modellbahn (auf stummiforum): Eifelburgenbahn, eingleisige Nebenbahn in 1970
Hallo,

> Es ist so eng, das ich vermute das es auch nur eine Luke gibt, mit Leiter? Und keine richtige Treppe + Tür?
> Hast du zufällig auch noch ein Bild der Luke? Ich würde es auf 1x1m oder so etwas einschätzen, aber wenn ich die
> richtige Maßen habe werde ich auch die richtige Maßen in mein Modell-Fahrdienstleiterausbau andeuten. Keiner der es
> sieht, aber ich möchte es richtig machen.

in Metelen-Land ist es zwar kein Spannwerkskeller, aber dort sind die Umlenkungen. Dort ist es eine Luke im Boden, die geschaetzt 80...100cm breit ist und die Oeffnung ist ca. 150cm lang. Es sind einfach lose aufgelegte Bohlen und unten ist eine fest eingebaute Leiter. Das Spannwerk fuer das eine noch angeschlossene Hauptsignal und Vorsignal steht draussen.


Armin

[www.muehlenroda.de] (Muehl privat)
[www.museumsstellwerk.de] (Museumsstellwerk Rheine e.V.)

Re: ? Fotos bitte und nicht die vom Museumsstellwerk

geschrieben von: reinout

Datum: 17.04.18 01:21

Nochmal kommt einer mit ein Vorbild wo ich selber bei eine Fahrradferien gewesen bin :D

https://abload.de/img/screenshot2018-04-17a5asoc.png

Das war in 2009, es gab damals nur die Museumsanlagen vorne auf die Bahnhofsvorplatz. Die eigentliche Bahnhof war nur noch eine Haltestelle. Aber, hurrah für die EU Maßnahmen um das Grenzverkehr zu beleben, mit eine stündliche Verbindung zu Enschede (NL). Es gibt viel auf die EU anzumerken, aber es gibt, meiner Meinung nach, auch viel Positives. Jetzt noch Nijmegen/Nimwegen - Kranenburg - Kleve zum Leben erwecken und die Welt ist wieder in Ordnung :)

Reinout

Reinout van Rees

Meine Modellbahn (auf stummiforum): Eifelburgenbahn, eingleisige Nebenbahn in 1970

Re: ? Spannwerke im Keller einer FDL-Ausbau, gibt es Bilder?

geschrieben von: S.B

Datum: 17.04.18 08:12

Hallo Reinout,

anbei noch zwei Fotos vom Bf Hochdorf (b. Horb) das den Spannwerkskeller zeigt. Mechanisches Einheitsstellwerk Baijahr 1954, 2005 durch ein ESTW ersetzt.

Bf Hochdorf Spannwerkskeller.jpg

Blick in den Spannwerkskeller im Bf Hochdorf (b. Horb ) am 14.12.1994. Der Abstieg in den Keller erfolgte durch die an der Wand zu sehnende Metallleiter. Im Stellwerk oben hinter der Hebelbank gab es eine Einstiegslucke. Im Vordergrund ist ein hohes Betonfundament zu sehen, oberhalb war auch noch die Hebelbank belegt mit Weichen - und Riegelhebeln, die dazugehörigen Spannwerke befanden sich im Freien. In den sechziger Kahren wurde das zugehörige Wärterstellwerk aufgelassen und Alles im neuen FDL Stellwerk eingebaut. Der Stellwerksanbau wurde verlängert und man wollte die Baukosten sparen für eine Erweiterung des Spannwerkskeller. Deshalb wurden die nachgebauten Spannwerke Außen aufgestellt.

Gruß von S.B aus BA/WÜ

Re: ? Fotos bitte und nicht die vom Museumsstellwerk

geschrieben von: S&B

Datum: 17.04.18 09:45

Interessant finde ich auf Bild 3 die Fortführung der Leitungen nach draußen.
Grüße
Ulrich
Etwas ungewöhnliches hat das Stellwerk Wenden-Bechtsbüttel zu bieten. Es gibt hier keinen Spannwerkskeller, dafür nicht gerade wartungsfreundliche Umlenkrollen, zu denen man kriechen muss.
http://www.berliner-stellwerke.de/images/DSO/Ablenkungen_Wenden-Bechtsbuettel.JPG

In Gifhorn Stadt gibt es keinen Spannwerkskeller, sondern Außenspannwerke. Hier steht das Hebelwerk 90 Grad zu den Gleisen versetzt, sodass zusätzliche Umlenkungen erforderlich sind. Daraus ergibt sich eine aufwändige Leitungsführung, wie unten zu sehen ist.

http://www.berliner-stellwerke.de/images/DSO/Gif-01.JPGhttp://www.berliner-stellwerke.de/images/DSO/Gif-02.JPG

@ User reinout: Viele Grüße in die Niederlande. War letzte Woche in Amsterdam. Konnte leider auf der Hinfahrt keine Stellwerke auf den Bahnhöfen entdecken. Wo versteckt die NS die Stellwerke?

Gruß Lars


http://www.berliner-stellwerke.de/images/Logo Berliner Stellwerke_120px.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.04.18 07:55.
Hallo,

> Nochmal kommt einer mit ein Vorbild wo ich selber bei eine Fahrradferien gewesen bin :D
>
> [abload.de]
>
> Das war in 2009, es gab damals nur die Museumsanlagen vorne auf die Bahnhofsvorplatz. Die eigentliche Bahnhof war nur
> noch eine Haltestelle.

seit 1984 ist das nur noch ein Haltepunkt und das alte Gebaeude ein Museum. Die Formsignale draussen sind funktionstuechtig und werden von der Hebelbank im Bahnhofsgebaeude betaetigt. Die Schranke ist ebenfalls funktionsfaehig.
Dort ist die Technik im Stellwerk weitgehend auf dem Stand von 1984 geblieben, als es noch zwei Bahnsteiggleise und ein Ladegleis gab.
2009 waren einige Dinge aber noch nicht soweit wie heute. Dank der Hilfe von dem Kollegen S.B. haben wir die Mutteruhr inzwischen auch am Laufen, wenn auch noch mit ein paar kleinen Problemen, die aber loesbar sein sollten. Demnaechst wird noch ein Uhrenmast mit einer 60cm-Uhr aufgestellt. Die sieht man dann wenigstens :-)
Falls Du nochmal in der Ecke bist, kannst Du gerne vorbei schauen.


> Aber, hurrah für die EU Maßnahmen um das Grenzverkehr zu beleben, mit eine stündliche Verbindung zu Enschede (NL).
> Es gibt viel auf die EU anzumerken, aber es gibt, meiner Meinung nach, auch viel Positives. Jetzt noch
> Nijmegen/Nimwegen - Kranenburg - Kleve zum Leben erwecken und die Welt ist wieder in Ordnung :)

Das waere schoen Ich hatte 2017 das Vergnuegen im Modellbahnhof Kranenburg den Fdl zu machen, der den Zustand der spaeten 60er Jahre darstellt. Da war mal viel Verkehr moeglich...

Armin

[www.muehlenroda.de] (Muehl privat)
[www.museumsstellwerk.de] (Museumsstellwerk Rheine e.V.)
Da hast du ein paar komische Keller gezeigt! Wie man sagt, "es gibt nichts das es nicht gibt" :)

Stellwerke bei NS? Es gibt relativ wenige. Das meiste wird extrem Ferngesteuert. Das größte Teil des Gesamtnetz wird von nur dreizehn Posten gesteuert. Die Liste steht ganz unten auf die holländische Wikipediaseite zu 'Fahrdienstleiter'. Falls du mit die ICE ab Köln nach Amsterdam gefahren bist waren Arnhem, Utrecht und Amsterdam zuständig.
In Utrecht gibt es ein neues Gebäude (link), aber das ist wahrscheinlich nicht sofort als Stellwerk erkennbar :)

Reinout

Reinout van Rees

Meine Modellbahn (auf stummiforum): Eifelburgenbahn, eingleisige Nebenbahn in 1970
Danke für die Informationen. Ich bin über Osnabrück eingereist. Das Gebäude in Utrecht geht eher als unauffälliges Verwaltungsgebäude durch. In Deutschland befinden sich einige ESTW auch in unscheinbaren Gebäuden, denen man von außen her ihre Funktion nicht ansieht.
Bei Gifhorn Stadt ist mir ein kleiner Fehler unterlaufen: Es hat keinen Spannwerkskeller, sondern Außenspannwerke. Aber die Leitungsführung ist trotzdem ungewöhnlich und wahrscheinlich einzigartig.

Gruß Lars


http://www.berliner-stellwerke.de/images/Logo Berliner Stellwerke_120px.jpg

Re: ? Spannwerke im Keller einer FDL-Ausbau, gibt es Bilder?

geschrieben von: S&B

Datum: 18.04.18 09:50

Zitat:
In Utrecht gibt es ein neues Gebäude (link), aber das ist wahrscheinlich nicht sofort als Stellwerk erkennbar :)

Mit einer Gruppe Seinhuiswachter der ZLSM konnte ich mal die Betriebszentrale Utrecht besichtigen.
Für mich war aber Post H viel interessanter. :-)

Grüße
Ulrich
So eine richtige Post mit ein richtige Hebelbank ist auch netter. Deshalb habe ich zu Hause für mein Modellbahn auch so etwas gebastelt. Hier eine Video: [vimeo.com]. Wahrscheinlich noch nicht 100% korrekt, aber 90% sollte wohl stimmen.
(Weil ich solche Sachen nachbauen wolle, entdecke ich immer Details wovon ich nicht genau wisse wie es funktioniert oder wie es aussieht oder wie groß/klein es ist. Selbst mit die Miba-Standardwerke von Carstens :) Deshalb auch ab und zu eine Frage hier im HiFo!)

Reinout

Reinout van Rees

Meine Modellbahn (auf stummiforum): Eifelburgenbahn, eingleisige Nebenbahn in 1970

Re: ? Spannwerke im Keller einer FDL-Ausbau, gibt es Bilder?

geschrieben von: S&B

Datum: 18.04.18 15:13

Zitat:
Deshalb habe ich zu Hause für mein Modellbahn auch so etwas gebastelt. Hier eine Video:

Ja, das ist schön.
Nicht so schön, aber dafür mit Messingrollen und Kupferdraht hatte ich zwei Weichen angeschlossen, in ca. 1 m Entfernung.
Das ist aber mehr als 50 Jahre her.
Rollen gibt es noch, z.B. unter Krick Messingrollen, 3 mm und größer bei ebay. Vielleicht wäre das eine neue Herausforderung für Dich. :-)
Grüße
Ulrich
Hallo!

reinout schrieb:
> Also: irgendwo gibt es Spannwerke. Nur nicht sichtbar außen.
> Also (für mich 99.9% sicher) im Keller.
> Nur brauche ich ein 100% deutliches Bild von ein normale
> Stellwerksausbau der eindeutig ein Keller hat. Das Bild von
> Schönheide-Süd ist ziemlich deutlich, aber das verlauf der
> Drahtzugleitungen könnte deutlicher sein.

Heute war ich mal bei dem Wärterstellwerk Eichgestell, das ich
weiter oben genannt hatte. Unter den Betonteilen rechts vor dem
Gebäude ist die Gruppenablenkung noch vorhanden. Der Keller-
eingang (Bild 2) ist zugemauert, sonst hätte ich noch Fotos der
Spannwerke gemacht, die wahrscheinlich auch noch drin sind.
Das Gebäude steht etwa 30 m von den Gleisen entfernt, weil die
Strecke in den 50ern neu trassiert wurde.

https://www.blocksignal.de/dso/1804181534n51501.jpg

https://www.blocksignal.de/dso/1804181534n51502.jpg


Besten Gruß