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 04 - Historische Bahn 

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Augsburger Abendzeitung
Sonnabend, 13. Oktober 1888
Nr. 287
Die Probefahrt auf der Lokalbahnlinie Reichenhall = Berchtesgaden.
// München, 12. Okt. Heute fanden sich, wie bereits kurz mitgetheilt, der Generaldirektor Schnorr v. Carolsfeld mit dem Oberinspektor Dr. Wehrmann und Generaldirektions=Assessor Wohlmuth in Reichenhall ein, um die erste Probefahrt auf dieser Alpenbahn vorzunehmen. Als die genannten Herren Morgens mit dem ersten Zuge in Reichenhall ankamen - sie hatten in Freilassing übernachtet - , begrüßten sie am Bahnhofe die bereits vorausgeeilten, und wegen Lösung von maschinentechnischen Aufgaben schon anwesenden Generaldirektonsräthe Mahla und Ebermeyer, sowie Obermaschinenmeister Gießen und Generaldirektions=Sekretär Abt, der Referent für das Lokalbahnwesen. Außer diesen Herren waren noch anwesend der Maschinendirektor Klien der k. sächsischen Eisenbahnen, den die brillant durchgeführten Versuche mit der Westinghouse=Bremse auf dieser Hochgebirgs=Adhäsionsbahn amtlicherseits dorthin geführt hatten, dann der Direktor Meyer der Westinghouse=Brems=Gesellschaft, Betriebsmaschinenmeister Rauch von Rosenheim, sowie zahlreiche Interessenten aus Reichenhall, an ihrer Spitze der dortige Bürgerrmeister Broßinger.

Der Bauleitende Sektions=Ingenieur Endres stellte die Anwesenden dem Hrn. Generaldirektor vor. Hierauf wurde der für die Probefahrt eigens zusammengestellte Lokalbahnzug bestiegen. Derselbe bestand aus einer jener drei von der Firma Krauß u. Co. in München eigens für diese Hochgebirgsbahn konstruirten und hergestellten Tendermaschinen, welche drei gekuppelte Achsen und eine Laufachse hat, deren letztere mit dem hinteren Kuppelrade zu einem Drehgestell vereinigt ist. Es wird wohl Aufgabe eines Fachmannes sein, auf die Vorzüge dieser interessanten Maschinen näher einzugehen; hier sei nur erwähnt, daß dieselben mit allen denkbaren Vorrichtungen ausgestattet sind, um die Fahrten so betriebssicheer als nur immer möglich zu machen. Diese Tendermaschine mit Namen "Kirchberg" - die zweite heißt "Hallthurm" und die dritte demnächst als 2000. aus dem berühmten Krauß'schen Etablissement hervorgehende Maschine erhält den Namen "St. Zeno" - war heute mit Guirlanden und mit Fähnchen in den bayerischen, deutschen und Reichenhaller Farben geschmückt.

Hinter der Maschine war der Aussichtswagen der Generaldirektion mit dem Petri'schen Geschwindigkeitsmesser, dann folgten vier neue aus der Rathgeber'schen Waggonfabrik hervorgegangene Personenwagen II. und III. Klasse. Den Schluß bildete ein von vorgenannter Fabrik hergestellter Aussichtswagen I. Klassee - auf bayerischen Bahnen der erste in diesem Genre. Ohngefähr so viel Waggon, wie dieser heutige Zug hatte, sollen in der Regel, zumal für den Sommerverkehr, abgelassen werden. Dabei ist nicht ausgeschlossen, daß bei größerem Andrang auch noch Wagen der Hauptlinien, mit Westinghouse=Bremsen versehen, eingestellt werden können. Bei größerer Wagenzahl und wenn auch noch die nichtausbleibenden Güterwagen dabei sein werden, wird dem Zuge eine Lokomotive am Schlusse beigegeben, die mit über die hohe Steigung schieben helfen muß.

Gegen 9 Uhr wurde vom Bahnhofe Reichenhall abgefahren. Die neue Lokalbahnlinie nimmt den Weg direkt von Norden nach Süden (Kirchberg) hinter den am westlichen Ende der Stadt liegenden Villen und Häusern. Wie schon am Bahnhofe, so hatten sich auf der Strecke bis nach Kirchberg rechts und links viel Neugierige eingefunden. Sehr zahlreich war die Bevölkerung Reichenhalls zur ersten 1,67 Klm. entfernten Haltestelle Reichenhall=Kirchberg gekommen. Der dortige, beinahe fertig gestellte Bahnhof war reich geschmückt; der Probezug fuhr unter Böllerschüssen in denselben ein. Es wurde ein Aufenthalt von wenigen Minuten gemacht und wurden während dessen die Bahnhofsanlage besichtigt. War bis Kirchberg die Linie nur ganz wenig, 1 : 200 und 1 : 400 gestiegen, so beginnt gleich außerhalb des Bahnhofes eine Steigung, wie sie bisher auf einer bayerischen Bahn, die zugleich Ädhösionsbahn ist, noch nicht vorgekommen ist. Von Kirchberg bis zum 1,67 Kilomtr. entfernten Halteplatz Gmain beträgt die Steigung 1 : 25. Dann kommt auf 73 Mtr. eine Horizontale und von Gemain bis zur 4,09 Kilomtr. entfernten Haltestelle Hallthurm beträgt die Steigung wieder 1 : 25. Mit einer Geschwindigkeit von zirka 15 - 18 Kilmtr. in der Stunde, die sich etwas höher auf zirka 14 - 16 reduzierte und bis zum Hallthurm konstant blieb, wurde nun letztgenannte Haltestelle erreicht. Die Aussicht nach links ist geradezu entzückend.

Außerhalb Kirchberg dreht sich die Linie scharf nach Nordost ab und behält diese Richtung bis vor Gmain; dieses wird dann in einem Bogen nach Süd=Südost erreicht, worauf alsbald die Linie wieder nach Nordost abbiegt, um nach kurvenreicher Fahrt nach dem südöstlich gelegenen Hallthurm anzusteigen. Fast in der Mitte der Strecke Gmain = Hallthurm überschreitet die Bahn auf hochgewölbter Brücke die hochinteressante Weißbachschlucht, in deren tiefgelegenem Bett sich der Weißbach zu Thal wälzt. Hier auf der schiefen Brücke wurde vom letzten Waggon aus plötzlich die Westinghouse=Bremse gezogen und nach wenigen Sekunden blieb der Zug stehen - zur Freude der Mitfahrenden, welche sich an der prächtigen Aussicht in die schauerliche Weißbachschlucht ergötzten. Nachdem die Bremsvorrichtungen wieder gelöst waren, setzte der Zug auch alsbald seine aufwärts strebende Fahrt fort. Alle diese Manipulationen sind ein großer Triumph für die Maschinen, welche hier zur Verwendung kommen.

Je höher man nun kommt, dest mehr verschwindet links wie rechts die Fernsicht und die Massive des Unterbergs (links) und des Dreisessels (rechts) treten immer näher an die Bahn heran. Bald ist auch der allen Touristen und Vernügungsfahrern bekannte Hallthurm erreicht und damit die höchste Stelle der Lokalbahn. Reichenhall liegt nämlich 466 Meter über dem Meeresspiegel, Kirchberg 476, Gmain schon 538 und Hallthurm 692 Meter. Diese Haltestelle wird nur von 14 bayerischen Stationen überholt. Da ist als höchstgelegene Günzach mit 802 Meter, dann Oberstaufen, Schliersee, Harbatshofen, Schaftlach, Aitrang, Sonthofen, Immenstadt, Oberdorf, Murnau, Eisenstein, Röthenbach, Biesenhofen und Kempten (695). Der alte Hallthurm ist intakt geblieben, aber von ihm gegen den Untersberg zu haben Sprengungen nicht allein für die Fahrbahn, sondern auch für die Haltestelle mit dem mächtigen Gestein aufgeräumt. Ehe man sich dem altehrwürdigen Hallthurme näherte, war ein hochgewölbter Triumphbogen zu passiren. Auf der Haltestelle ist für Unterkunftsräume für Personal noch gar nichts vorhanden. Der Aufenthalt daselbst dauerte 20 Minuten; da es vom technischen und Betriebsstandpunkt noch manches zu ordnen gibt, fanden eingehende Augenscheinsvornahmen statt. Vom Hallthurm fällt die Linie bis Hallthurm Moos von 50 : 1, um alsbald noch einmal auf eine Strecke von 1000 m von 1 : 250 zu steigen. Dann aber geht es unaufhörlich bis zur über 9 km entfernten Endstation Berchtesgaden. Die Entfernung von Hallthurm bis zur Haltestelle Bischofswies beträgt 6,19, von das bis zum Halteplatz Gmundbrücke 4,18 und von da bis Berchtesgaden 1,15 Kilometer.

War bis Hallthurm überaus lohnend die Aussicht nach links, so ändert sich dieses von Hallthurm nach Berchtesgaden; die Aussicht wird nunmehr entzückend auf der rechten Seite, je mehr man sich der Endstation nähert. Bald kommt der Watzmann mit seinen beiden unregelmäßigen Spitzen hervor und weiter links von diesen der todte Mann. Heute war die Aussicht um so lohender, als sonniges Wetter die tief herunter mit Schnee bedeckten Bergriesen vom ähterblauen Himmel abhob. In der Nähe des Weilers "Eisenrichter" hatten die Leute über den Bahnkörper einen Triumphbogen errichtet, doch so niedrig, daß die Lokomotive manches wegriß von dem Schmuck; sie selbst aber von dem ihrigen verlor. Auf der Strecke mehr abwärts juchzten hie und da Bewohner der umliegenden Weiler dem vorbeifahrenden Probezug zu. Heller Jubel war auf der 526 Meter hochgelegenen Haltestelle Bischofswies. Dort war der allseits bekannte Bürgermeister Bascht, gen. der Brennerbascht, mit der Gemeindevertretung und Lehrer Stummer mit der gesammten Schuljugend erschienen. Die Mädchen trugen Kränze und eine von ihnen einen mächtigen Asternstrauß, den die Kleine dem Generaldirektor Schnorr von Carolsfeld überreichte. Zum Dank hiefür wurden je ein halb Dutzend Mädchen und Knaben nach Berchtesgaden mitgenommen, welche Auswahl jedoch auf Widerstand stieß, weil nicht jeder, zumal jede zur Fahrt zu bestimmen war. Sehr hübsch sind schon Stationsgebäude und Ladehallen aus dem Gröbsten herausgearbeitet, wenngleich man allgemein mit dem daselbst zur Verwendung gekommenen Bau=Stil nicht einverstanden sein wird: Der Gebirgsstil hätte sich dort viel besser ausgenommen.

Nach der Besichtigung der Anlage ging's mit den neuen Passagieren weiter, immer tiefer hinunter, bis auf wenige Meter zur Sohle der Bischofswieser Ache. Diesem reißenden Gebirgsflüßchen wurde der Schienenweg von seinem Bett abgetrozt. Die dieserhalb ausgeführten Arbeiten, meist Sprenungen, sind äußerst mühevoll gewesen und haben seit Frühjahr gedauert. Die Schlucht, welche der Zug durchfährt, heißt die Tristramschlucht und bietet, zumal nach rechts, hochinteressante Schluchtpartien, in welche die Bergriesen, wie der Watzmann, hereinschauen. Plötzlich pfeift es auf dem Gefäll 50 : 1, es ist das Signal, daß ein Tunnel kommt, der nach wenigen Sekunden durchfahren ist. Dann aber ist nicht weit davon der (links) Halteplatz Gmundbrücke 549 Meter über dem Meere. Eine Tafel mit Namen ist alles, was dort vorhanden; rechts und links von ihr aber sind die prächtigsten Sennereien. In wenigen Minuten ist die Endstation Berchtesgaden erreicht. Gleich außerhalb dem Halteplatze Gmundbrücke hört man schon das unaufhörliche Schießen mit Böller und Gewehren, unter deren vielfachem Echo der Probezug in die Station einfuhr. Daselbst war fast die ganze Bevölkerung Berchtesgadens versammelt. Lebhafte Hochs ließ dieselbe ertönen, als der Zug einfuhr. Der Letzte, der aus dem Zuge kam, war Bürgermeister Brossinger von Reichenhall. Noch auf dem Waggontritte stehend, begrüßte derselbe in überaus herzlichen Worten die Vertreter und die Bevölkerung der benachbarten Gemeinde, zu der man heute zum erstenmale auf dem Schienenweg herübergekommen sei. Ebenso herzlich dankte dafür Namens Berchtesgadens der kgl. Bezirks=Amtmann, Graf v. Armannsberg. Sein Hoch galt den Vetretern der Generaldirektion, speziell dem Generaldirektor Schnorr von Carolsfeld. Letzterer dankte verbindlichst für die ihm erwiesene Ehre, welche er auf den bauleitenden Sektions=Ingenieur Endres und dessen Organe abwälzte und hierauf aufforderte, nächst den Letztgenannten das Unternehmen selbst und Alle leben zu lassen, welche dazu beigetragen haben, daß das Werk so und so rasch entstehen konnte, wie es sich heute bereits mustergiltig präsentirte.

Die gekommenen Festgäste besichtigten nun eine gegenüber dem der Vollendung entgegensehenden Betriebshauptgebäude errichtete Ehrenpforte der kgl. Salinenverwaltung, vor welcher 5 in Gals - weiß mit blau ausgeputzt - stehende Bergleute Posto gefaßt hatten. Auf dem mit bayerischen und Berchtesgadener (blau=roht) Farben geschmückten Triumpfbogen stand mit weithin sichtbarer Schrift: Freudig begrüßt den Zug auf eiserner Bahn die Saline. Weil er befördert das Salz billig und rasch durch das Land. Nicht weit vom Bahnhofist nämlich (nördlich) das Salinengebäude, welches mit einem Schienenstrang verbunden ist. Damit möchte ich überhaupt für Alle, welche Berchtesgaden kennen, die Lage des Bahnhofes angedeutet wissen. Hoch oben, über dem Salinengebäude, nach Norden zu breitet sich Berchtesgaden aus. Man kann vom Bahnhof nur wenige an der Reichenhaller Straße gelegene Pensionen und Villen, dann den über einer hohen Mauer liegenden Bezirksamtsgarten mit einem Theil des Bezirksamtes sehen, darüber ragt der Thurm von "Unserer Lieben Frau am Anger." Obwohl also der Bahnhof so weit und so tief herab vom Markt gesetzt werden mußte, so hat er doch eine so herrliche Lage, die wohl eine der schönsten ist, welche gefunden werden konnte. Der Aufenthalt daselbst mußte leider ein sehr kurzer sein, da die Zeit drängte und man zum Herüberfahren - gewöhnlich 1 1/2 Stunden (im Sommer sollen auch beschleunigte Personenzüge eingelegt werden) - diesmal etwas länger gebraucht hatte.

Um 11 Uhr mußte deshalb schon wieder von dem prächtigen Platze geschieden werden. Die Vertretung, auch einige Vertreterinnen Berchtesgadens, an der Spitze der Bezirksamtmann Graf Armannsperg und Bürgermeister Kirchmayer, wurden mitgenommen. Unter lebhaften Hochrufen der Bevölkerung ging alsdann die Fahrt wieder zurück nach Reichenhall bezw. Kirchberg: diesmal nur mit einem kurzen Aufenthalt in Bischofswies, wohin die Kinder zurückgebracht wurden. Auf der Fahrt nach Reichenhall benutzte man aber den hintersten (Aussichts=) Waggon. Das Herz lacht einem förmlich im Leibe, wenn man einen prächtigeren Ausblick als den anderen erhält. Beim Rückfahren vom letzten Waggon aus kann man förmlich in pittoresken Aussichten schwelgen. Nur allzu rasch geht es aufwärts zum Hallthurm, dann hinab auf die schiefe Ebene, die sicher befahren wird. In einer guten Stunde war die bis Kirchberg über 17 Kilometer betragenden Strecke - die ganze Strecke ist 18,90 lang - zurückgelegt. In der Haltestelle war wieder viel Publikum versammelt. Während nun der Zug zum Hauptbahnhof fuhr, begaben sich die Gäste, numehr zirka 100 zählend, zu Fuß in den "Russischen Hof". Der Saal daselbst war mit Epheu hübsch geschmückt. Den Ehrenplatz hatte Generaldirektor Schnorr von Carolsfeld, rechts von ihm Bezirksamtmann Graf v. Armannsperg, links Salineninspektor Gronen von Berchtesgaden; gegenüber hatte den Ehrenplatz der sächsische Maschinendirektor Klien, an der Seite die Generaldirektionsräthe Mahla und Ebermayer, bezw. Bürgermeister Brotzinger (Reichenhall) und Kirchmayer (Berchtesgaden). Den ersten Toast brachte Graf v. Armannsperg, nachdem er eine kleine Entstehungsgeschichte der Lokalbahn gegeben, Sr. Kgl. Hoheit dem Prinz=Regenten Luitpold von Bayern; dann derselbe Redner alsbald dem Generaldirektor Schnorr von Carolsfeld; dieser dankt verbindlichst, mißt aber den bauleitenden Organen das Verdienst zu. Neben diesen sollen die opferwilligen Distriktsgemeinden hochleben. Graf v. Asmannsperg verliest hierauf ein soeben von dem Abgeordneten Rektor Dr. Rittler eingegangenes Telegramm, das besagt, daß der Schreiber leider nicht anwesend sein könne; er empfiehlt sich einem Jeden, da er mit ihnen im Geiste bei der Sache sei. Er bringe ein Hoch, das vom Staufen bis zum Watzmann wiederhalle. Hierauf kommt Bürgermeister Brotzinger mit einem gleichfalls dreifachen Hoch auf die von München gekommene Kommission. Diese aber mußte leider während dr Tafel aufbrechen, denn der Anschlußzug, d. h. der Schnellzug, nach München muß in Freilassing erreicht werden, mit welchem Zug auch Ihr Berichterstatter zurückkehrte, der nichts mehr zu berichen weiß, wie und wann das Ende der Tafel gekommen. Da, wo sie die Münchener verlassen, waren die Zurückgebliebenen bereits in äußerst animirter Stimmung. Sie hatten Recht, denn ihnen ist heute großes Heil wiederfahren: es ist ihnen das Zustandekommen einer herrlichen Alpenbahn geglückt, um die sie die Welt beneiden wird. Wie ich vernehme ist der Eröffnungstermin für 25. Oktober in Aussicht genommen, vorausgesetzt, daß die allerhöchste Genehmigung erlangt wird. So weit die dazu Berufenen eine Einsicht gewinnen konnten, ist die Bahn betriebsfähig und betriebssicher. Wünschne wir ihr nicht allein eine gute Rente, sondern den betheiligten Orten reiche Einkehr, damit in Erfüllung gehe, worauf sie Alle ihr Hoffen gesetzt haben.

Walter