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Guten Abend!

Kaltennordheim war ja ein betroffener Bahnhof. Hatten die Kollegen z.B. auf Usedom ein besonderes
Verzeichnis aller Bahnhöfe im Sperrgebiet?

http://up.picr.de/32082455xh.jpg


Schöne Abendgrüße!

Olaf Ott
Olaf Ott schrieb:
Guten Abend!

Kaltennordheim war ja ein betroffener Bahnhof. Hatten die Kollegen z.B. auf Usedom ein besonderes
Verzeichnis aller Bahnhöfe im Sperrgebiet?

Dieses Verzeichnis wurde in der im Fernschreiben genannten Verkehrsdienstlichen Mitteilung (VM) bekanntgegeben. Die VM bekamen alle Fka der DR. Die VM wurde später außer Kraft gesetzt und durch eine neue VM ersetzt.

In dem VM sind auch die Beschränkungen bestimter Bahnhöfe auf Usedom genannt.

Knut
Olaf Ott schrieb:
Kaltennordheim war ja ein betroffener Bahnhof.
Hallo Olaf,
ob es ein solches Verzeichnis gab, weiß ich nicht. Zumindest in den 80er Jahren dürfte Kaltennordheim kein Sperrgebiet gewesen sein. Wir haben dort mehrmals Familienurlaub in Privatquartier (ohne FDGB etc.) gemacht und gehörten in der DDR nicht zu irgendeiner bevorzugten Klientel. An spezielle Passierscheine o.ä. kann ich mich jedenfalls nicht erinnern.
Viele Grüße,
Volkmar

Re: Sperrgebiet zur Staatsgrenze West

geschrieben von: Mikado-Freund

Datum: 13.03.18 21:53

vg schrieb:
Zumindest in den 80er Jahren dürfte Kaltennordheim kein Sperrgebiet gewesen sein.
M.W. wurde die 5 km-Sperrzone [www.beim-alten-bgs.de] „ab 1972“ (wann genau?) auf eine 3—5 km-Zone reduziert, wonach Kaltennordheim irgendwann durchaus aus der Sperrzonenregelung herausgefallen sein kann: ▼

Kaltennordheim.jpg




Gruß

Walter
Moin Olaf,Moin zusammen,

Tarifbahnhöfe, die nur mit einem Passierschein bereist werden durften, sind immer besonders kenntlich gemacht worden.
Zum einen in der Entfernungstafel,aus der die Angaben beim Verkauf von Blankofahrausweisen entnommen wurden.
Die Zielschilder der Druckwalzen für EZ Kleindrucker z.B. wurden rot gekennzeichnet,wenn das Ziel "Herrnburg" oder auch "Arenshausen" war.
Welche Orte das betraf, wurde durch Verkehrsdienstliche Mitteilungen oder Bahnfernschreiben bekanntgegeben und wurden durch den
Leiter der Fka in die Unterlagen und Druckvorlagen eingearbeitet.Ob Kaltennordheim dabei war, kann ich heute gar nicht mehr sagen.
Aber auch der Fahrkartenverkäufer in Koserow auf Usedom konnte so beim Blick auf seine ihm zur Verfügung stehenden Verkaufsmittel sofort erkennen,
ob ein Passierschein oder z.B. Personalausweis mit Wohnort Herrnburg vonnöten ist.
Die Passierschein-oder Personalausweisnummer des Reisenden wurde durch Fka auf der Fahrkarte vermerkt.
Das Vorhandensein der Sperrvermerke in den Fka wurde zudem durch regelmäßiges Prüfen durch Verkehrskontrolleure vom Reichsbahnamt
sichergestellt.Nun könnte aber doch ein fluchthelfender Verkäufer einfach so den Pappdeckel nach Herrnburg verkaufen,die Reise hätte jedoch die systematische
Bestreifung der Züge ab 50 km vor Grenze durch die Genossen der Transportpolizei verhindert.
Oft genug haben mir die Organe Bürger aus dem sozialistischen Hinterland in Bobitz,50 km vor dem Zaun, auf den Bahnsteig gestellt. Die hatten sehr wohl eine gültige Fahrkarte, aber keinen Passierschein oder Reisepass.

Schöne Grüße
Nils



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 16.03.18 11:11.