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 04 - Historische Bahn 

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Achristo's Foto-Historama: Historische Beiträge mit Fotos und Texten aus der Welt der Privatbahnen, Werksbahnen, Feldbahnen, städtischen Verkehrsbetrieben und der DB.

Der erste Teil der dreiteiligen Serie über den Abschied vom Zweiachs-Solowagen auf der Straßenbahnlinie 25 mit Bildern von der Hugo-Junkers-Straße ist hier zu finden: [www.drehscheibe-online.de]

Nachdem ich mit dem K-Tw nach Eckenheim mitgefahren bin, geht es heute in Eckenheim weiter.

1331 SL25 29051976.jpg

Tw 486 (mit dem ich mitgefahren war) ist in Eckenheim angekommen und benutzt das Gleisdreieck zum Depot zum Wenden, 29. Mai 1976. Hinten steht bereits der vorherige Kurs zur Abfahrt nach Bornheim (Prüfling) bereit.

1332 SL25 29051976.jpg

Tw 486 wartet nun im Verbindungsgleis auf die Abfahrt des dort stehenden Tw 496, 29. Mai 1976.

1333 SL25 29051976.jpg

Inzwischen hat der Tw 496 die Fahrt nach Bornheim angetreten, 29. Mai 1976.

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Kurz darauf ist Tw 486 ungeplant vom örtlichen Rangierer des Betriebshofs zurück in das Depot Eckenheim beordert worden, 29. Mai 1976.

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Kurze Zeit später wurde dann nochmals über das Gleisdreieck gefahren und die Fahrtrichtung gewechselt, 29. Mai 1976.

https://i62.servimg.com/u/f62/18/79/98/86/1336_s10.jpg

Jetzt war auch der Grund für diese Rangierfahrt klar: Es sollte noch ein Beiwagen nach Bornheim überführt werden.

https://i62.servimg.com/u/f62/18/79/98/86/1337_s10.jpg

Hier verlässt der Zug jetzt in der Zusammenstellung K-ko endgültig die Abfahrtshaltestelle Eckenheim Gummersbergstraße, 29. Mai 1976.

https://i62.servimg.com/u/f62/18/79/98/86/1338_s10.jpg

Hier steht der allerletzte Solo-Kurs der SL 25 nach Bornheim mit Tw 471 zur Abfahrt in Eckenheim bereit, 29. Mai 1976.

Demnächst gibt es in Teil 3 noch einige Fotos aus Bornheim zu sehen.

Alle nicht anders gekennzeichneten Aufnahmen stammen von mir und unterliegen dem Urheberrecht
Andreas Christopher (Achristo) im Internet: [www.achristo.homepage.t-online.de]
Übersicht Achristo's Foto-Historama: [www.achristo.homepage.t-online.de]
Wie die vorigen Teile: Sehenswert und erinnerungsreich.

Danke und Gruß
Jörn.
Liebe Bahnfreunde,

erst mal recht herzlichen Dank für die umfangreichen Dokumentationen der Zweiachserzeit in Frankfurt und die betrieblichen Besonderheiten der Taunusbahnen im Verlauf der Beitragsserie.

Es ist wirklich erstaunlich wie lange sich die Zweiachser in der Mainmetropole haben halten können.

Ich bin dort jetzt nicht gerade Ortskundig - aber was mir auf den Fotos auffällt ist, dass es an der Endhaltestelle Eckenheim, Gummersbergstraße im Bereich der Abfahrtshaltestelle einen einfachen Gleiswechsel gegeben hat über den man - ohne die recht aufwändige Wendefahrt durch das Gleisdreieck zu vollführen - die Rückfahrt hätte antreten können, gut zu erkennen auf dem letzten Bild mit Tw 471 an der Abfahrtshaltestelle.

Wieso ist man also mit den solo Zweiachsern trotzdem durch das Gleisdreieck gefahren? - Wäre fürs Personal einfacher und ääh - die Pause wäre ein paar Minuten länger ;-)

Oder waren die Aufbauwagen eventuell "unechte" Zweirichter mit nicht funktionstüchtigem zweiten Fahrerstand, Türsicherung nur auf einer Seite oder so etas ähnlichem?

Danke im Voraus.

mfg
tramfan239



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:11:30:12:34:14.
tramfan239 schrieb:
Ich bin dort jetzt nicht gerade Ortskundig - aber was mir auf den Fotos auffällt ist, dass es an der Endhaltestelle Eckenheim, Gummersbergstraße im Bereich der Abfahrtshaltestelle einen einfachen Gleiswechsel gegeben hat über den man - ohne die recht aufwändige Wendefahrt durch das Gleisdreieck zu vollführen - die Rückfahrt hätte antreten können, gut zu erkennen auf dem letzten Bild mit Tw 471 an der Abfahrtshaltestelle.

Wieso ist man also mit den solo Zweiachsern trotzdem durch das Gleisdreieck gefahren? - Wäre fürs Personal einfacher und ääh - die Pause wäre ein paar Minuten länger ;-)

Oder waren die Aufbauwagen eventuell "unechte" Zweirichter mit nicht funktionstüchtigem zweiten Fahrerstand, Türsicherung nur auf einer Seite oder so etas ähnlichem?

Die Zweiachser wurden für den schaffnerlosen Betrieb im Triebwagen noch in geringem Umfang umgebaut. Eine Türsicherung war zwar nicht eingebaut, aber über der Tür leuchtete ein Schild "nicht einsteigen", wenn der Zug bereits fertig abgefertigt war. Diese Einrichtung war nur an einer Seite eingebaut.

Gewiß, die Linie 25 fuhr im Solowagenbetrieb mit Schaffner, so dass dies eigentlich keine Rolle gespielt hätte. Man fuhr aber trotzdem nur vom "vorderen" Führerstand. Auch gab es nur dort das Schild, um welchen Kurs der Linie es sich handelte und auch die Fahrzeituhr war nur dort eingebaut.

Alle nicht anders gekennzeichneten Aufnahmen stammen von mir und unterliegen dem Urheberrecht
Andreas Christopher (Achristo) im Internet: [www.achristo.homepage.t-online.de]
Übersicht Achristo's Foto-Historama: [www.achristo.homepage.t-online.de]
Hallo tramfan239,

"Oder waren die Aufbauwagen eventuell "unechte" Zweirichter mit nicht funktionstüchtigem zweiten Fahrerstand, Türsicherung nur auf einer Seite oder so etas ähnlichem?"

So war es. Und weil sie die meiste Zeit mit Beiwagen fuhren, hat man das so gehandhabt. Außerdem hätte man für den einfachen Richtungswechsel die Türen umschließen müssen. Wenn Du Dir die Bilder genau anschaust, erkennst Du auf einer der beiden Wagenstirnwände eine zusätzliche schwarze Mehrfach-Steckdose. Diese diente der elektrischen Übertragung der Schaffnerglocke und der Fahrgastnotbremse der Beiwagen auf den Triebwagen. An dem gegenüber liegenden Fahrerstand gab es ein zusätzliches Pult, an dem die Signale erschienen und quittiert werden konnten. Dies wurde beim Solo-Einsatz natürlich nicht benötigt.

Was mir nicht klar ist, wie die Stromversorgung für diese mit Niederspannung betriebenen Zusatzeinrichtungen aussah, denn bis zu deren Nachrüstung um 1965 war die gesamte E-Ausrüstung auf 600-V-Basis ausgeführt.

Gruß
Johannes

Vielen Dank - das klärt einiges.

geschrieben von: tramfan239

Datum: 30.11.17 15:02

Hallo Achristo und joh,

vielen Dank für die ausführlichen Erläuterungen - da klärt sich einiges.

In diesem Sinne
tramfan239
joh schrieb:


Was mir nicht klar ist, wie die Stromversorgung für diese mit Niederspannung betriebenen Zusatzeinrichtungen aussah, denn bis zu deren Nachrüstung um 1965 war die gesamte E-Ausrüstung auf 600-V-Basis ausgeführt.


Für Frankfurt habe ich keine genaue Kenntnis, aber häufig wurden seinerzeit für diese Aufgabe über Vorwiderstand geladene 24V-Batterien verwendet.

Gruß

Vorwiderstände

geschrieben von: joh

Datum: 02.12.17 13:51

Hallo Fasanenkrug,

das mit den Vorwiderständen für die Batterieladung könnte hinkommen, schließlich wurde auch für die nur zwei Bremsleuchten und die beiden Winkerlampen pro Wagen Vorwiderstände benötigt. Die beiden Richtungsschilderkästen wurden in jener Zeit mit Leuchtstofflampen beleuchtet; für welche Spannung waren die wohl ausgelegt?

Gruß
Johannes

Re: Vorwiderstände

geschrieben von: Fasanenkrug

Datum: 03.12.17 17:42

Hallo Johannes,

zu den Leuchtstofflampen: Ich kann es auch nicht mit Sicherheit sagen, weiß aber nur, dass (zumindestens früher) der Betrieb von Leuchtstofflampen an Gleichstrom mit hohen Spannungen technisch schwierig war. Möglicherweise wurde daher mit Niederspannung gearbeitet?

zu den Blinkern: Die klassischen Fahrtrichtungsanzeiger an den Altfahrzeugen waren rote 110 V-Lampen, die in der klassischen, charakteristischen Fassung (wie hier auf den Bildern) mit integriertem Vorwiderstand steckten. Diese blinkten in aller Regel aber noch nicht. Erst mit der Niederspannungstechnik wurde häufig 24-Volt KfZ-Technik mit damit verbundenen Blinkschaltungen und kleineren Blinkern (ohne Vorwiderstand) verwendet. Aber: meines Wissens gab es auch schon vorher Blinkschaltungen, die auch für 600 Volt ausgelegt waren, ich meine mit Quecksilberrelais. Ggf. war es ja bei diesen Fahrzeugen schon vorher erfolgt, und ein Umbau später daher nicht mehr erforderlich? Dafür spricht die bestehende Ausführung der Blinkerfassungen mit Vorwiderstand und das beschriebene, laute "Klacken" der Blinkerschaltung. (Nachtrag: es gibt von diesen Schaltungen diverse Videos im Netz, falls wer das Klacken vergleichen möchte)

Gruß aus Hannover!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:12:04:17:19:02.