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 04 - Historische Bahn 

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Hallo alle
Laut einem Buch über die Echaztalbahn soll es einen Haltepunkt Pfullingen Süd gegeben haben.Wo soll der gewesen sein?
Google Maps Link: Hier eventuell? Haltepunkt Pfullingen Süd?

Danke und viele Grüße vom Axel




3-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.11.17 01:17.
Der Haltepunkt befand sich nach der Strassenüberquerung. Ich bin in mener Jugend oft mit dem Schienenbus von Kleinengstingen nach Pfullingen Süd ins Freibad gefahren! Von der Haltestelle aus waren es nur einige Schritte zum Bad. Soweit ich mich erinnere, war der Bahnsteig auf der linken Seite, gesehen in Richtung Reutlingen.
Schönen Sonntag!Werner Stooss

Jugenderinnerungen

geschrieben von: Privatbahnfreund

Datum: 12.11.17 08:11

Der Haltepunkt befand sich nach der Strassenüberquerung. Ich bin in mener Jugend oft mit dem Schienenbus von Kleinengstingen nach Pfullingen Süd ins Freibad gefahren! Von der Haltestelle aus waren es nur einige Schritte zum Bad. Soweit ich mich erinnere, war der Bahnsteig auf der linken Seite, gesehen in Richtung Reutlingen.
Schönen Sonntag!Werner Stooss
Hallo Axel...

... der Haltepunkt Pfullingen Süd befand sich einst etwa 100 m südlich des unteren Bildrandes bei Kilometer 6+190.
Das kleine Bahnhofsgebäude - ein württembergisches Bahnwärterhäusle - steht (immer noch) auf der einst rechten Gleisseite (der Kilometrierung entsprechend). Das kleine Aborthaus wurde leider unverständlicherweise vor einigen Jahren abgebrochen.
Das Bahnwärterhäusle wird heute liebevoll erhalten.

Von Pfullingen Süd aus wurden einst drei Werksanschlüsse bedient.
Interessant waren hier die Weichensteuerung / Verschlüsse mittels Stangen. Diese wurden erst beim Abbau der Strecke im Februar / März 1984 beseitigt.
Auf der linken Seite abzweigend, der Strecke nach Unterhausen (Württ.) folgend, der Anschluß der Fa. BSU (Baumwollspinerei Unterhausen). Interessant war hier die symmetrische Dreiwegweiche, welche sich in der Einfahrt zum Werksgelände befand.
Die Fa. BSU erhielt Brenn- und Rohstoffe.

Auf der rechten Seite wurden in nördlicher Richtung die Firmen Gebr. Burkhardt und das Sägewerk + Kistenfabrik Gebr. Volk bedient.

Die Fa. Gebrüder Burkhardt erhielt Brennstoffe (Kohle) und Chemikalien in Topfwagen, später auch in Tankwagen. Der Anschluß wurde in meiner Kindheit täglich außer sonntags bedient. Die Kohle wurde im werkseigenen Dampfkraftwerk mittels drei Dampfturbinen "verstomt". Die Chemikalien (Säuren, Laugen, Bleichmittel, Schwerchemikalien) wurden für die Veredlung von Textilien gebraucht.

Die Fa. Volk erhielt teilweise Holz und expedierte große (Verpackungs-) Kisten per Bahn.
Das Locomobile der Fa. Volk war bis in die 1980er Jahre betriebsfähig und steht heute "als (verkommenes Industrie-) Denkmal" an der Sandwiesenstraße.
  
Grüßle aus HONAU. Klaus



5-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.11.17 09:56.
Danke Eberhard.
Die Industriegleisanschlüsse gingen nach Norden und nach Süden.
Bei dem Gleisanschluss nach Süden ist heute eine Baumreihe zu sehen. Ob sich da noch Gleisreste befinden?
[rv-bildertanz.blogspot.de]

im Bildertanz (siehe link) steht, dass sich auf der Bahntrasse ein Fuß/Radweg befindet.

gruss eberhard
Hallo Axel...


... noch'ne Anmerkung am Rande: Die Bahnlinie von Reutlingen nach Münsingen wurde von 1891 - 1893 in zwei Bauabschnitten als Echazbahn erbaut.

Der Begriff "Thal" war damals nicht gebräuchlich, siehe auch...

• Obere Neckarbahn (Plochingen - Reutlingen - Tübingen - Horb - Tuttlingen)

• Remsbahn (Waiblingen - Aalen)

• Brenzbahn (Aalen - Heidenheim - Ulm)

• und andere Bahnen in Württemberg

Anmerkung zu den Bezeichnungen:

Der Haltepunkt Pfullingen Süd hieß einst Pfullingen Papierfabriken.

Dementsprechend wurden in nördlicher Richtung die Papierfabrik Gebr. Laiblin und in südlicher Richtung die Papierfabrik J. Krauß Erben bedient. Die Papierfabrik Gebr. Laiblin hörte anfangs der 1920er Jahre auf zu existieren und wurde im Jahre 1927 von Gebr. Burkhardt (Spinnerei, Mechan. Weberei und Textilveredlung) übernommen. Die Papierfabrik J. Krauß Erben wurde von der Baumwollspinnerei Unterhausen (BSU) übernommen und ebenfalls als Textilbetrieb weitergeführt.

Zum 15. Mai 1928 wurde der Hp. Pfullingen Papierfabriken in Pfullingen Süd umbenannt. 

Da Du nach Hp. Pfullingen Süd gefragt hast, habe ich Dir die Beschreibungen zu diesem Zeitraum gegeben.

Grüßle aus HONAU.
Klaus 



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.11.17 08:59.

Hp. Pfullingen Papierfabriken

geschrieben von: Axel.Beku

Datum: 14.11.17 01:38

@Echazbahn
Danke.
"Hp. Pfullingen Papierfabriken" habe ich nicht gewusst. Interessant.:) Beschreibungen dazu wären auch interessant. War da was, ausser der Name, anders? 



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.11.17 01:42.