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 04 - Historisches Forum 

Bilder, Dokumente, Berichte und Fragen zur Vergangenheit von Bahn und Bus, die mindestens 10 Jahre alt sind. Aktuelle Bilder sind nur im Zusammenhang mit historischen Entwicklungen zu verwenden. Das Einstellen von Fotos ist jederzeit willkommen, die Qualität sollte jedoch in einem vernünftigen Verhältnis zur gezeigten Situation stehen.
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Hauptverantwortliche Moderatoren: Klaus Habermann - JensMerte - Rönshausener - Th.D.

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Zunächst wie üblich die Links zu den vorausgegangenen Teilbeiträgen:
- Teil 1: BR 88.0 (NÖLB), BR 89.0 (pr. T8), BR 89.3 (wü. T3), BR 89.6 (bay. D II), BR 89.8 (bay. R3/3)
- Teil 2: BR 89.70 (pr. T3), BR 89.75 (private T3 und T3-ähnliche), BR 89.78 (pr. T7)
- Teil 3: BR 90.0 (pr. T9.1), BR 91.1 (pr. T9.2), BR 91.2 (ELNA), BR 91.3 (pr. T9.3)
- Teil 4: BR 92.0 (wü. T6), BR 92.2 (bad. Xb), BR 92.4 (pr. T13.1), 92 442 (Werkstyp), BR 92.5 (pr. T13), BR 92.20 (bay. R4/4)
- Teil 5: BR 93.0 (pr. T14), BR 93.5 (pr. T14.1), BR 94.0 (Pfalz. T5), BR 94.1 (wü. Tn), BR 94.5 (pr. T16.1), BR 95.0 (pr. T20)

Bei unserem Streifzug durch die 90er sind wir nun bei der Baureihe 97 ankommen, also der ersten der drei Sonder-Baureihen im Nummernsystem der Deutschen Reichsbahn. In der Baureihe 97 waren alle Zahnradlokomotiven zusammengefasst, unabhängig von Achsfolge und Zeitpunkt der Bestellung. Jede der größeren Länderbahnen hatte hier eigene Typen, und einige davon hat HS sogar noch erwischt.


Baureihe 97.0

Die KPEV beschaffte ab 1902 in mehreren Bauserien insgesamt 35 Zahnradloks der Bauart T26, Achsfolge C1’. Immerhin 30 Stück davon wurden noch in den endgültigen Uz-Plan als 97 001 - 030 aufgenommen. Durch Umstellung der Strecken auf Reibungsbetrieb mit den BRn 94.5 und 95 konnten die 97.0 bis 1926 alle ausgemustert werden. Zwei Maschinen konnten noch an Industriebetriebe verkauft werden, wo sie nach Ausbau des Zahnradtriebwerks als normale Reibungsloks weiterverwendet wurden.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Streifzug_90er/b80-KBAG_2.jpg
Bild 80
Eine davon war die Lok 2’’ (Zweitbesetzung) der Klöckner Bergbau AG, ehemalige 97 023.
Am 22.08.59 konnte HS den seltenen Vogel in der Zechenbahnwerkstatt in Unna-Königsborn ablichten.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Streifzug_90er/b81-KBAG_2.jpg
Bild 81
Und weil man Bilder einer preußischen T26 ja doch eher selten im HiFo sieht, zeigen wir auch noch eine Ansicht von hinten.
KBAG 2’’ in Unna-Königsborn am 22.08.59.


Baureihe 97.1

Im Bereich der Bayerischen Staatsbahn gab es nur eine Zahnradstrecke, und zwar die Strecke (Passau –) Erlau – Wegscheid. Hierfür wurden 1912 drei Zahnradloks der Gattung PtzL3/4 von der Fa. Krauss beschafft, denen mit großem zeitlichem Abstand im Jahr 1923 noch eine vierte folgte. Bei der DRG erhielten sie die Nummern 97 101 - 104.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Streifzug_90er/b82-97_104.jpg
Bild 82
Am 08.09.58 traf HS den Nachzügler 97 104 vor dem Schuppen der kleinen Lokstation in Wegscheid an.

Dieses, wie auch das folgende Bild, hatte ich vor einigen Jahren schon einmal im HiFo unter dem Betreff Mit HS unterwegs – Passauer Schmankerln
präsentiert, aber eine Wiederholung im heutigen Kontext ist sicher zulässig.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Streifzug_90er/b83-97_104.jpg
Bild 83
Die Detailansicht auf das Triebwerk verdeutlicht die besondere Bauart der bay. PtzL 3/4: Die Lok ist im Prinzip eine Vier-Zylinder-Verbundmaschine, von der im reinen Reibungsbetrieb aber nur die beiden Hochdruckzylinder benutzt werden. Im Zahnradbetrieb werden die Niederdruckzylinder zugeschaltet, die über ein separates Gestänge auf die beiden Zahnräder wirken. Bedarfsweise konnte die Lok auch als Vierling betrieben werden.


Baureihe 97.5

Auch in Württemberg beschränkte sich der Einsatz von Zahnradloks auf eine einzige Strecke: Honau – Lichtenstein, im Verlauf der Verbindung von Reutlingen nach Schelklingen (- Ulm). Als die hier anfangs eingesetzten Loks der württembergischen Reihe Fz - DRG 97.3 - altersbedingt abgängig waren, orderte die DRG, Gruppenverwaltung Württemberg, noch einmal vier neue Loks bei der Maschinenfabrik Esslingen, die in den Jahren 1923 und 25 geliefert wurden. Diese, zunächst noch als Reihe Hz, später als 97 501 – 504 bezeichneten E h2(4v)-Maschinen waren die größten und leistungsfähigsten je in Deutschland eingesetzten Zahnradloks. Immerhin drei von ihnen blieben als Museumsloks erhalten, die 501 ist sogar seit kurzem wieder betriebsfähig.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Streifzug_90er/b84-97_501.jpg
Bild 84
An ein zweites Leben als betriebsfähige Museumslok war bei 97 501 noch gar nicht zu denken, als sie am 12.09.59 neben dem Schuppen im Bw Reutlingen aufgenommen wurde.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Streifzug_90er/b85-97_502.jpg
Bild 85
97 502 wurde zunächst wohlgehütete und bestens gepflegte Denkmallok bei ihrer Herstellerfirma, der Maschinenfabrik Esslingen, wo sie HS bei seinem Besuch am 09.05.64 ablichten konnte – die im Hintergrund zu sehende Werklok 2 (ex 89 312) war bereits im 1. Teil dieser Beitragsserie als Bild 07 zu sehen.

Nach Übernahme des Werks durch Daimler gelangte die Maschine im Jahr 1976 zur DGEG nach Bochum-Dahlhausen, wo wir sie noch heute bewundern können.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Streifzug_90er/b86-97_504.jpg
Bild 86
Auf dieser Aufnahme sehen wir 97 504 am 13.09.59 im Bahnhof Lichtenstein. Nachdem sie einer 6-teiligen VT98 Garnitur (nicht VT97 !) Schubunterstützung auf der Steilstrecke gegeben hat, setzt sie nun vom Zug ab, um sich neuen Aufgaben zu widmen.

Mit dieser Betriebsaufnahme einer DB-Zahnradlok beenden wir das Kapitel über die Baureihe 97 und wenden uns der nächsten Sonderbaureihe zu: Die Baureihe 98 umfasste alle Lokalbahnlokomotiven, also besonders leichte Loks für den Nebenbahndienst. Auffällig ist, dass es sich hierbei hauptsächlich um bayerische und einige wenige sächsische Bauarten handelt, während Preußen überhaupt nicht vertreten ist. Dabei wäre z.B. die preußische T3 als klassische Nebenbahnlok mit 10 t Radsatzlast bei den 98ern auch richtig einsortiert gewesen. Aber vielleicht musste man ja den Bayern auch damals schon eine "Extra-Wurscht" braten, um sie bei Laune zu halten – das geht ja schließlich bis heute so.

Baureihe 98.1

Der einzige norddeutsche Vertreter bei den 98ern war die oldenburgische Reihe T2, der im Umzeichnungsplan die Unterbaureihe 98.1 zugewiesen wurde. Die meisten der insgesamt 27 übernommen Maschinen wurden zwar bereits nach wenigen Jahren ausgemustert, aber einige von ihnen erlebten als Bw- und AW-Verschubloks sogar noch die Bundesbahnzeit.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Streifzug_90er/b87-98_112.jpg
Bild 87
Die ehemals oldenburgische T2 169 "WISENT" erhielt bei der DRG die Nummer 98 112 und tat zuletzt Dienst beim AW Köln-Nippes, wo sie laut Hütter am 01.06.53 ausgemustert wurde. Offensichtlich entging sie aber zunächst der Verschrottung, denn HS traf die kleine Maschine noch am 03.08.57 auf dem zentralen Schrottlok-Sammelplatz der BD Köln in Hohenbudberg an.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Streifzug_90er/b88-98_113.jpg
Bild 88
Auch die direkte Schwesterlok 98 113, ex GOE 170 "MARDER", wartete am 03.08.57 in Hohenbudberg auf den Schneidbrenner, um dann, zerlegt in kleine Stücke, wieder dem Rohstoff-Kreislauf zugeführt zu werden. Und das, man kann es nicht oft genug wiederholen, nicht im Hochofen, sondern im Elektro-Lichtbogenofen.



Baureihe 98.3

Über die bayerische PtL2/2, den Glaskasten, brauche ich nicht viele Worte machen, da diese niedliche Kastenlok als Inbegriff bayerischer Lokalbahn-Romantik sicher allen Dampflokfreunden bestens bekannt ist. Deshalb nur kurz ein paar Zahlen zur Statistik: Hersteller für alle Loks war die Firma Krauss & Co in München. Gebaut wurden zwischen 1908 und 1914 insgesamt 42 Maschinen, davon die ersten 29 mit Blindwelle. Von der DRG übernommen: 98 301 – 309 mit Blindwelle, 310 – 322 ohne Blindwelle. Erwähnenswert ist, dass neben drei Loks für die schweizer Sensetalbahn auch drei Loks für die KPEV geliefert wurden. Zur DB gelangten noch 17 Maschinen, von denen als letzte die 98 307 am 09.07.63 ausgemustert wurde.

Genau diese Lok ist wohl der einzige Glaskasten, den die meisten von uns je zu Gesicht bekommen haben – siehe DSo-Beitrag Der Glaskasten im Bw Nürnberg Hbf 1968/69.
Wer aber wie HS schon früh fotografisch unterwegs war, konnte den Glaskasten noch bis 1959 auf der Strecke Georgensgmünd – Spalt erleben.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Streifzug_90er/b89-98_301.jpg
Bild 89
Das ließ er sich natürlich nicht entgehen. Und so begab er sich am 25.05.58 nach Spalt, um an der dortigen Hand-Bekohlungsanlage DAS klassische Glaskasten-Motiv umzusetzen. Die Lok vom Dienst war an diesem Tag 98 301 vom Bw Nürnberg Hbf. Nur schade, dass das Licht in jeder Beziehung von der total falschen Seite kam.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Streifzug_90er/b90-98_301.jpg
Bild 90
Beim Vorziehen konnte er dann auch von der anderen Seite fotografieren, Aber in der Frontansicht war 98 301 natürlich auch weiterhin vorne voll im Schatten.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Streifzug_90er/b91-98_301.jpg
Bild 91
Eine Zugfahrt nach Georgensgmünd ermöglichte eine weitere Aufnahme der 98 301 vor Zug im dortigen Bahnhof – leider auch wieder nur von hinten und aufgrund der beengten Platzverhältnisse hochkant – aber wer von uns wäre nicht froh, eine solche Situation überhaupt nur erlebt, geschweige denn fotografiert zu haben.


Baureihe 98.4

Die nächste Baureihe auf unserem Streifzug ist die bayerische D XI bzw. PtL3/4. Von diesen kräftigen C 1’ Nassdampf-Maschinen wurden ab 1895 insgesamt 150 Loks für die Bayerische Staatsbahn, die Pfalzbahn, und die Localbahn Murnau-Kohlgrub-Oberammergau (später LAG) gebaut. Alle Loks wurden noch in den endgültigen Umzeichnungsplan von 1925 als 98 401 – 568 (mit Lücken) übernommen. Die letzte 98.4 bei der DB war die 98 507, Z: 18.07.60, †: 21.10.60 bei Bw Nürnberg Rbf.



http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Streifzug_90er/b92-98_507.jpg
Bild 92
Als HS am 27.05.60 mit einer Reisegruppe das Bw Nürnberg Rbf besuchte, befand sich 98 507 also formell noch im Einsatzbestand. Offensichtlich war die Lok aber gerade kalt und musste von einer Köf aus dem Schuppen gezogen werden – damals noch ein (fast) selbstverständlicher Service der Eisenbahner vor Ort.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Streifzug_90er/b93-98_507.jpg
Bild 93
Erfreulicherweise wurde die 98 507 nach ihrer Abstellung als Denkmallok deklariert und für diese Zwecke zunächst im AW Weiden hinterstellt. Ein etwas behelfsmäßig wirkender Holzverschlag sorgte dabei für einen gewissen Schutz vor der im Winter oft rauhen oberpfälzischen Witterung. AW Weiden, 04.05.64.


Baureihe 98.6

Wie die jüngere D XI / 98.4 war die bayerische Gattung D VIII (und ihre pfälzischen Verwandten T 4.1 und T 4.3) eine C 1’ Nassdampf-Maschine. Ursprünglich für die Strecke von Freilassing nach Berchtesgaden entwickelt, verbreitete sich die D VIII aufgrund ihrer universellen Verwendbarkeit rasch auch auf andere Lokalbahnen in ganz Bayern. Von 34 gebauten Loks kamen 33 Stück als 98 651 – 688 (m. Lücken) zur DRG, wo sie aber größtenteils vor 1936 ausgemustert wurden.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Streifzug_90er/b94-NH_9.jpg
Bild 94
98 687 überstand den Krieg, wurde aber schon in 11/48 zusammen mit 98 684 an die Birkenfelder Eisenbahn verkauft. Von dort aus gelangte sie als Lok 9 zur Niederrheinischen Hütte nach Duisburg-Hochfeld, wo ihr HS am 18.07.59 kurz vor der endgültigen Abstellung seine Aufwartung machte.


Baureihe 98.7

Als Mallet-Maschine weist die ab 1899 in Dienst gestellte bayerische BB II ein Alleinstellungsmerkmal unter allen anderen 98er (Vorkriegs-) Typen auf. 31 Loks wurden gebaut und sämtlich von der DRG als 98 701 – 731 übernommen. Die Ausmusterung erfolgte im Laufe der 30er Jahre und war bis 11/1942 abgeschlossen. Einige Maschinen konnten jedoch an diverse Industriebetriebe verkauft werden, wo sie noch längere Zeit gute Dienste verrichteten.

Wahrscheinlich würde die BB II bzw. 98.7 zu den weniger bekannten Baureihen zählen, hätte sich nicht 98 727 als Werklok bei der Südzucker AG in Regenburg bis 1972 gehalten, um dann umgehend zu einer vielbeachteten, betriebsfähigen Museumslok zu werden.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Streifzug_90er/b95-SZ_4.jpg
Bild 95
Die erste Begegnung mit der "Zucker-Susi" gab es am 09.07.70 bei einer Sonderfahrt in den Bayerischen Wald, wo die Südzucker 4 ex 98 727 die Haupt-Attraktion einer kleinen Fahrzeugausstellung im Bahnhof Zwiesel war. Leider war das Wetter mal wieder sonderfahrtstypisch, nämlich grottenschlecht.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/HS/Streifzug_90er/b96-98_727.jpg
Bild 96
Beim nächsten Wiedersehen auf dem legendären Dampflokfest in Stolberg am 04.04.76 war aus der Zucker-Susi eine Museumslok in der Obhut der DME geworden, die sich mit ihrer DRG-Nummer 98 727 den Besuchern unter Dampf präsentierte. So richtig toll war das Wetter hier auch nicht, aber doch bedeutend besser als in Zwiesel 1970.


In der nächsten Folge geht’s dann mit den restlichen 98er Unterbaureihen weiter – immerhin weitere sieben, von denen wir Bilder zeigen können.

Bis dahin, einen schönen Tag noch,
Ulrich B.

weiter zum nächsten Teil






2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:11:19:17:34:57.
Moin ihr Beiden,

nun geht es aber Schlag auf Schlag! Kaum habe ich den letzten Beitrag verdaut, ist schon der nächste auf dem Teller - ein toller Service!
;-))

Auch heute habe ich wieder einmal schöne und hochinteressante und bestens aufgearbeitete Fotos garniert mit hochinformativem Text genießen dürfen. So macht HiFo Spaß!

Einige wenige habe ich auch noch von diesen Loks kennengelernt, soweit sie heute noch existieren. Als die 97 502 noch Denkmalslok in Esslingen war, habe ich ihr - nachdem sie einmal versetzt worden war - am 2.5.73 mal meine Aufwartung gemacht:

http://www.eisenbahnhobby.de/Sueddt73/17-20_97502_Esslingen_2-5-73_S.JPG

http://www.eisenbahnhobby.de/Sueddt73/17-21_97502_Esslingen_2-5-73_S.JPG

http://www.eisenbahnhobby.de/Sueddt73/17-22_97502_Esslingen_2-5-73_S.JPG


Den Glaskasten 98 307 erwischte ich erstmalig am 23.7.78 im Bw Nürnberg Hbf im später abgebrannten Rundschuppen:

http://www.eisenbahnhobby.de/muenchen/98-1_98307_BwNuernbH_23-7-78_S.jpg


Und am 3.4.76 schien die Sonne, als die Zuckersusi 98 727 mit ihrem Sonderzug anlässlich ndes Stolberger Dampfabschieds bei Eschweiler-Aue die DB-Hauptstrecke Köln-Aachen unterwanderte:

http://www.eisenbahnhobby.de/stolberg/32-43_98727_Eschweiler-Aue_3-4-76_S.jpg


Vielen Dank euch beiden für die wiederum einmalige Zusammenstellung,

bis Mittwoch,

Martin
auch dies ist (nicht nur wegen der K'born 2" ;)) ein Beitrag ganz nach meinem Gusto. Ganz herzlichen Dank dafür.

Allerdings noch eine kleine Anmerkung: die handlichen Lokstücke können natürlich auch im konventionellen KOnverterstahlwerk wieder dem Rohstoffkreilslauf zugeführt werden - das ist kein alleiniges Privileg eines E-Stahl-Werkes....

RUHRKOHLE - Sichere Energie

seit dem 24.II.2022 bittere Wahrheit in Europa
Moin Ulrich und Herbert,

was für ein Raritätenkabinett, das Ihr heute präsentiert! Ich komme aus dem Staunen nicht heraus! Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich vorher noch kein Foto einer pr. T 26 gesehen. Die 2 Ansichten in Eurem Beitrag räumen das Manko aus. Allein von der Existenz einer old. T 2 habe ich (geboren im vormaligen Land Oldenburg) vorher noch nie etwas gehört. Gleich 2 Loks dieser Baureihe tauchen in Eurem Bericht auf. Und nebenbei: eine hat nur ein paar hundert Meter vor meiner jetzigen Haustür ihren letzten Schnaufer gemacht, allerdings 35 Jahre, bevor ich nach Nippes gezogen bin.

Ich habe momentan einen Beitrag über meine Ruhrgebiets-Tour 1968 in Vorbereitung. Dabei entdecke ich immer wieder, dass mir aufgrund meiner Wissenslücken damals vieles durch die Lappen gegangen ist. Umso erstaunlicher finde ich, wie Herbert schon Jahre vorher all die Raritäten aufspüren konnte! Glückwunsch dazu, und Dir Ulrich: Dank für diesen tollen Beitrag, der bei mir wieder viele Wissenslücken geschlossen hat!

Gruß
Klaus
Hallo Ulrich,
vielen Dank für die schönen Aufnahmen !

Besonders gut hat mir der Glaskasten bei der Bekohlung in Spalt gefallen !

Schöne Grüße

Bullok
Hallo Herbert und Ulrich,
auch für diesen Teil Eurer Serie ein ganz dickes Dankeschön!
Ich staune, was Herbert noch alles unter Dampf fotografieren konnte, hier vor allem die Zahnradloks! Daß old. T 2 so lange überlebt hatten, wußte ich auch nicht.
Übrigens gab es in Württemberg zwei Zahnradstrecken. Die zweite, Freudenstadt - Baiersbronn, wird heute noch im Adhäsionsbetrieb befahren und diente kürzlich sogar im Rastatt-Umleitungsverkehr für einen Autoreisezug als Ausweichroute.
Viele Grüße
Stefan

https://spm-bilder.de/db-251902-4003812-titu8k49.jpg
Hallo Ulrich.

Auch von mir wieder einmal besten Dank für den Beitrag. Einfach nur schön...Meine Lieblinge: Glaskastl.

Viele Grüße

Horst

Mit Herbert Schambach unterwegs – immer ein Erlebnis!

geschrieben von: Walsum5

Datum: 06.11.17 09:43

Hallo Herbert und Uli,

wieder ein herausragender Beitrag, die T26 in Unna-Königsborn gefällt mir besonders gut.

Beste Grüße

Stefan, der hofft, noch viele solche Gemeinschaftsproduktionen von Euch sehen zu können!

Zur old. T 2

geschrieben von: 03 1008

Datum: 06.11.17 15:13

Hallo Herbert, hallo Ulrich,

besten Dank für die neue Folge! Seltsam, dass man bisher so wenig von den old. T 2 in Nippes gesehen hat. Ich habe nur bei Holzborn: Dampflokomotiven - Zahnrad, Lokalbahn, Schmalspur auf Seite 65 einen kurzen Hinweis gefunden. Umso wervoller sind Herberts Aufnahmen! Interessant sind auch die senkrecht stehenden Hauptluftbehälter auf dem Kessel vor dem Führerhaus. Bei Holzborn werden auch die 98 115 und 116 als WL beim AW Osnabrück genannt.

Laut Hütter blieb die 98 111 ebenfalls lange erhalten:

Hersteller: HANOMAG Hannoversche Maschinenbau AG vormals Georg Egestorff
Baujahr: 1906
Fabriknummer: 4581
Bauart: B n2t
Spurweite: 1435 mm
Lebenslauf:
Großherzoglich Oldenburgische Eb. (GOE) 168 ILTIS (T2)
→'23 DRBv 98 131
→'25 DRB 98 111
+vor 45 (?)
→bis 31.7.82 Denkmal bei den Hornitexwerken in Nidda, danach Eisenbahnmuseum Bad Nauheim Süd

Wenn es sich um diese Lok [www.drehscheibe-online.de] handelt, müsste sie wohl irgendwann einen neuen Kessel bekommen haben. (Nach Spielhoff: Hanomag Lokomotiven, S. 153 handelt es sich allerdings um die ex 98 110.)

Übrigens wurden auch die old. T 3 als 98 201 - 215 eingereiht. ;-)

Viele Grüße, Helmut

Re: Zur old. T 2

geschrieben von: Joachim Leitsch

Datum: 06.11.17 19:17

Eine old. T2 hat sogar lange im Zechen/Werkbahnbereich überlebt:

HARPEN XXXVII
Bt n2
Han 6938/13
old. T 2

1935 auf Julia i.E.;
1961 -> WLH "47";
++ 06.08.1964 (WLH)
04/1927 ex DRG "98 135"; ex Oldenburg T2 "243 HYÄNE"

dito drei old. T3, die auch nach HARPEN kamen.

RUHRKOHLE - Sichere Energie

seit dem 24.II.2022 bittere Wahrheit in Europa
Großartige Bilder, besten Dank dafür.
Ja, wer 1958 schon nach Dampfloks suchte, der konnte fast noch aus dem Vollen schöpfen.
Für einige Exemplare musste man aber auch schon eine gute Spürnase haben.
Beste Grüße
Michael
Das stimmt aber nur für den Konverter wo dann aus Roheisen Stahl gemacht wird.
Im Hochofen selbst wird kein Schrott landen.

Gruß André

http://www.krawalowa.de/DSO/sig/5036041sig2.png
Hallo Ulrich,

danke für die Bilder, Eines schöner als das Andere.
97 501 spricht mich natürlich besonders an.

https://s1.imagebanana.com/file/171107/TLFsGxUg.jpg
Herbert Stemmler hat sie drei jahre später an gleicher Stelle abgelichtet, "Ausgemustert". Interessant ist das Rauchkammerlokschild mit den runden DB-Ziffern während die anderen noch mit Spitzziffern sind.


https://s2.imagebanana.com/file/171107/0NIkvJL7.jpg
Über 15 Jahre später (1978) ungefähr an der gleichen Stelle, "gezeichnet" von meinen ersten Restaurierungsversuchen, kurz bevor sie die DB nach Obernzell  verkaufte. Der Lokschuppen ist seit kurzem eingebnet, nur der Kaminsockel links sowie ein Grubengleis und ein Stück Grundmauer waren noch da. Zwischenzeitlich ist das alles weg und dort wird gerade ein Heizwerk gebaut. Bild R. Röder

https://s1.imagebanana.com/file/171107/fzC50opL.JPG
50 Jahre nach der Ausserdienststellung ging sie wieder in Betrieb. Hier hat sie gerade ihre zweite Kessel-HU bravorös bestanden.

Gruß
Michael
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