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 04 - Historisches Forum 

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Rastatt war in der Eisenbahnszene - und nicht nur da - in diesem Sommer in aller Munde. Wer hätte je gedacht, dass die badische Kleinstadt einmal End- und Anfangspunkt für ICE-Linien sein würde.

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Nun denn, mittlerweile ist auch das Geschichte und die Eisenbahn rollt ja wieder im Oberrheingraben und irgendwann wird auch der Rastatter Tunnel fertig werden.
Da Rastatt für mich, der im Murgtal aufgewachsen ist, das Tor zur Welt war und ich seit den 1970er-Jahren viel Zeit auf dem Rastatter Bahnhof verbringen durfte (zum Fotografieren) und musste (zum Umsteigen), habe ich in meinen Bildern gekrustelt, wie sah es denn eigentlich damals in Rastatt aus.
Im Sommer 1972 gab es in Rastatt noch einen Wasserturm und die alten Stellwerksgebäude standen noch, wenngleich die Lichtsignale verraten, dass das Dr-Stellwerk schon in Betrieb gegangen war. Der 601 war als IC 103 „Markgraf“ von Frankfurt nach Basel unterwegs, einer der Highlights jener Tage auf der Oberrheinstrecke. Im Hintergrund ist noch die Streckenverzweigung im nördlichen Bahnhofsteil zu erkennen, beide Strecken führen nach Karlsruhe, nach links geht es über Durmersheim, nach rechts über Ettlingen-West.

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Gleis 3 ist in Rastatt das Durchfahrtsgleis Richtung Süden, dass hier von der Dortmunder 110 438 am 28. Februar 1975 mit einem Schnellzug durchfahren wird. Auf Gleis 2 steht ein weiterer Schnellzug planmäßig in der Überholung, damals hielten noch Schnellzüge in Rastatt.

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Auch damals spielte der Güterverkehr in Rastatt eine große Rolle, wenngleich die Güterzüge der 1970er Jahre etwas anders aussahen als heutzutage. 139 316, zum Zeitpunkt der Aufnahme (28. Februar 1975) noch beim Bw Bebra beheimatet, mit einem typischen Epoche-4-Güterzug auf dem Weg Richtung Offenburg. Den angeschnittenen Zug mag man mir verzeihen, da habe ich in der Zwischenzeit dazugelernt.

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Noch ein Güterzug Richtung Süden, diesmal bespannt mit der Deutzerfelder 140 590.

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Da ich es immer noch nicht geschafft habe, nach dem Ausfall des Arcor-Servers einen neuen Host für meine Bilder zu finden, muß ich hier nun einen kleinen Break machen, es geht weiter in einem zweiten Thread. Also Fortsetzung folgt.
Nahverkehrszüge hielten und halten in Rastatt gerne am Hausbahnsteig Gleis 1, so auch dieser am 06. Juni 1975 mit 140 006 bespannte Zug mit Mitteleinstiegswagen von Karlsruhe nach Offenburg. Dass 42 Jahre später hier ICE halten sollten, hätte ich mir nicht träumen lassen.

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Im ersten Teil hatten wir schon den Buffetwagen des Schnellzugs, der von 110 438 überholt wurde, gesehen. Die Zeit reichte auf den Bahnsteig 2 zu wechseln und seine Zuglok 110 106, die damals noch in Offenburg beheimatet war, abzulichten.

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Im Jahre 1975 gab es noch die Fußgängerbrücke im Süden des Rastatter Bahnhofs. Sie wurde später (wann eigentlich?) durch die Verlängerung der Bahnsteigunterführung Richtung Osten ersetzt und abgebrochen. Am 30. April 1975 konnte man von ihr aus noch schön runter fotografieren. 141 053, die den größten Teil ihres Lokomotivlebens beim Bw Offenburg (nämlich 22 Jahre) verbracht hat, legt mit einem Eilzug Richtung Offenburg einen kurzen Halt in Rastatt ein.

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In Rastatt zweigt die Murgtalbahn nach Freudenstadt ab. Über 30 Jahre waren die 218 des Bw Karlsruhe hier im Einsatz. Von einer Elektrifizierung der Murgtalbahn und einem S-Bahn Betrieb haben 1974 sicherlich nur wenige geträumt. Umso schöner, dass auch Träume mal wahr werden können, aber das ist schon wieder eine andere Geschichte…
Am 20. Juni 1974 bespannte 218 162 einen Nahverkehrszug von Karlsruhe nach Freudenstadt. Die Züge ins Murgtal fuhren damals wie auch heute von den Gleisen 5 und 6 ab.

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Mal zwischendurch einen Blick auf den „Kleinkram“. Selbstverständlich hatte Rastatt über Jahrzehnte auch eine Bahnhofs-Köf. Am 27. Juni 1973 war 323 803 zugange. Heute braucht man dazu eine 294… .

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Fortsetzung folgt.
Guten Abend K.Matthias Maier,

anbei ein kleiner Tipp: damit Deine Reihe nicht durch Antwortbeiträge auseinanderdriftet, hänge doch diesen - und den noch in Arbeit befindlichen Teil III als Antwort an den Teil I an — entweder nach Art einer Leiter: ▼

https://www.drehscheibe-online.de/foren/mods/treeview/images/m.gif Erstposting
DSO Abzweig.gifhttps://www.drehscheibe-online.de/foren/mods/treeview/images/c.gif erste Antwort
DSO Abzweig.gifhttps://www.drehscheibe-online.de/foren/mods/treeview/images/c.gif zweite Antwort
DSO Fadenende.gifhttps://www.drehscheibe-online.de/foren/mods/treeview/images/c.gif dritte Antwort (etc.)



… oder als „Treppe“: ▼

https://www.drehscheibe-online.de/foren/mods/treeview/images/m.gif Erstposting
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trans.giftrans.gifDSO Fadenende.gifhttps://www.drehscheibe-online.de/foren/mods/treeview/images/c.gif dritte Antwort (etc.)


Über den Button „Diesen Beitrag melden” kannst Du einen Moderator nachträglich noch um die Zusammenführung der Teile I und II bitten.


Danke im voraus

Walter





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:10:23:20:35:06.

2 Schnellzüge Richtung Süden

geschrieben von: Mw

Datum: 23.10.17 20:36

Es könnte sich um den D 571 Hannover-Konstanz und den (leicht verspäteten) D 505 Dortmund-Basel gehandelt haben. Uhrzeit gegen 13:15-13:20 Uhr

Gruß
Mw

Bei der Fülle des zu verarbeitenden Materials sind einzelne Fehler oder Unrichtigkeiten nicht gänzlich zu vermeiden (Kursbuch Deutsche Bundesbahn)
Hatte ich bislang nur Aufnahmen von Zügen Richtung Süden gezeigt, möchte ich im dritten Teil einige Aufnahmen von Zügen Richtung Norden, Karlsruhe, zeigen. Bleiben wir noch auf der heute nicht mehr existierenden Fußgängerbrücke und beobachten die Vorbeifahrt eines Schnellzugs bespannt mit der Dortmunder 110 224 (20. Juni 1974). Im Hintergrund zu erahnen, die Rastatter (Kastenträger-) Murgbrücke, die 2011 durch eine Bogenbrücke aus Stahl ersetzt wurde.

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Durchfahrtsgleis Richtung Norden ist in Rastatt das Gleis 4. Der relativ enge Gleisbogen läßt damals wie heute nur eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h (oder sind es 110 km/h?) zu, was ja schließlich im Rahmen des Ausbaus der Oberrheinstrecke zur Rastatter Tunnellösung führte. Züge von Süd nach Nord sind in Rastatt überwiegend im Gegenlicht, also unter etwas schwierigen Lichtbedingungen, zu fotografieren.
Lassen wir also einige für die 1970er Jahre typische Lokomotiv-Baureihen an uns vorbeiziehen:
Im Herbst 1973 hat die Offenburger 141 031 (auch so ein badisches Urgestein) mit einem Personenzug Rastatt erreicht. Bis die Ladung des Gepäckkarrens im Gepäckabteil des Mitteleinstiegwagens Platz gefunden hat, wird noch etwas Zeit vergehen.

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Ohne Halt durchfährt der „Mozart“ Rastatt. Im Februar 1975 noch mit einer 110 des Bw Offenburg bespannt…

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… ist ein Jahr später (31. Januar 1976) schon eine 181.2 am Zug, die den „Mozart“ bereits in Straßburg übernommen hat.

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Was wäre ein Beitrag über Rastatt ohne ein Bild der Baureihe 103, die gut 30 Jahre für die Beförderung der hochwertigen Reisezüge im Rheintal zuständig war. Zu guter Letzt also 103 147 am 28. Februar 1975 bei der Durchfahrt durch Rastatt, Gleis 4.
Die niedrigen Bahnsteige gibt es übrigens heute, 42 Jahre nach dieser Aufnahme immer noch.

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Danke für’s Anschauen.

Vor allem mal danke für's Zeigen!

geschrieben von: Karabük

Datum: 23.10.17 22:02

Als seit ca. 20 Jahren in der Region Ansässigen (Ettlingen West) bin ich natürlich begeistert ob der Qualität und Abwechseln des Gezeigten. Ich hoffe auf mehr, z.B. auch aus Ettlingen.
Und für das Anschauen musst du dich nicht bedanken. Das mache ich ausgesprochen gerne!
Danke von meiner Seite für das Zeigen.

Bastian C. Karabük

Durchfahrt Rastatt 100km/h (2 Bfpl.-Scan)

geschrieben von: Olaf Ott

Datum: 23.10.17 22:22

Schönen guten Abend!

Vielen Dank für diese Aufnahmen aus unbekanntem Gebiet.

Die Frage nach der Durchfahrtgeschwindigkeit kann für 1971 mit 100 km/h beantwortet werden.




http://fs5.directupload.net/images/171023/oxcede3r.jpg

http://fs5.directupload.net/images/171023/ty6bk9to.jpg



1980 findet sich im Buchfahrplan 110 km/h.

Schöne Grüße!

Olaf Ott
Danke fürs Zeigen und gerne mehr davon!
Dass der 601 der IC 103 „Markgraf“ von Frankfurt nach Basel war, kann ich nun wohl ergänzen:
[www.hobby-eisenbahnfotografie.de]

Grüße aus dem Filstal
von Peter


...der Klick zur Homepage:
http://www.hobby-eisenbahnfotografie.de/texte/banner_hobby_eisenbahnfotografie_1.jpg

Moin Matthias,

auch ich sage "danke fürs Zeigen", denn da bin ich doch gerne mitgekommen. Solch eine Menge an alten Einheitselloks - da hat sich auch unser Datenfriedhof gefreut!
;-))

"Mein" Zuckerl heute ist die Dortmunder E10 mit ihrem vorderen Lokschild mit den spitzen Dortmunder Ziffern - klasse!

Danke fürs Mitnehmen,

Martin,
der meint, Du solltest Dir doch mal eigenen Webspace leisten ;-))

Re: Es war einmal – Rastatt vor 40+ Jahren (Teil 3/3)

geschrieben von: Crushy

Datum: 29.10.17 18:02

Als gebürtiger Ettlinger und seit rund 17 Jahren "Wahl-Rastatter" bin auch ich gerade total begeistert von den tollen Bildern; ganz herzlichen Dank, Matthias.

Das Bild mit der Köf: das ist doch der Bahnübergang, den es heute noch gibt und wo die Gleise zur BWR Waggonfabrik führen, oder? Da frage ich mich schon seit Jahren, ob diese Gleise die Zufahrt zum ehemaligen Rastatter Bahnhof außerhalb der Festung darstellen. 

Gruß
Crushy
Interessante Bilder, danke!

Auffällig ist die Bezeichnung des Vorsignalwiederholers als Wvs4II, das zugehörige Hauptsignal muss also S4 heißen, was auf ein Zwischensignal hindeutet. Heute heißt dieses Signal P4 und ist ein Ausfahrsignal. Kann jemand sagen, ob hier im Laufe der Jahre nur die Bezeichnung geändert wurde, oder ob es hier tatsächlich früher noch ein Ausfahrsignal weiter Richtung Muggensturm bzw. Ötigheim gab?

Danke!

Gruß
Yannick

Re: Es war einmal – Rastatt vor 40+ Jahren (Teil 3/3)

geschrieben von: 01 1066

Datum: 02.11.17 13:50

Moin Matthias,

gerade von einem einwöchigen Urlaub im Murgtal zurück - da "falle" ich über Deinen Beitrag. Zufälle gibt's...

Der Bahnhof Rastatt sieht eigentlich heute nicht wesentlich anders aus, wenn man von den eingesetzten Fahrzeugen absieht. Leider war es nicht möglich, dort mal auszusteigen und sozusagen "Vergleichsfotos" zu machen - die S 8 hat selten mehr als zwei Minuten Aufenthalt (und da meine Frau die Konuskarte hatte, musste ich brav in der Bahn sitzenbleiben)...

Die Bemerkung von Freund 01 1066 brachte mich auf die Idee, noch ein paar Bilder aus der heutigen Zeit dranzuhängen.

An den baulichen Anlagen hat sich in der Tat in den letzten 40 Jahren in Rastatt nicht viel geändert: Das Empfangsgebäude ist äußerlich unverändert, die Bahnsteigkanten so niedrig wie zuvor, und auch die Bahnsteigüberdachung ist unverändert. Abgerissen wurde der Fußgängersteg (wann eigentlich?). Geändert haben sich ein paar Signalstandorte und -bezeichnungen und es sind einige Accessoires, einschließlich Kleinbiotopen, auf den Bahnsteigen dazugekommen. Interessant, dass heute an den Zwischensignalen keinerlei Bezeichnungen mehr vorhanden sind.

Auch nicht mehr vorhanden ist der Wasserturm und das Stellwerksgebäude im nordwestlichen Teil des Bahnhofs, der hier am 13. Oktober 2012 von einem ICE 1 (401 070) durchfahren wird.

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Gewaltig geändert hat sich jedoch das Rollmaterial. Die einzige Baureihe, die auch nach 40 Jahren noch regelmäßig durch Rastatt fährt, dürfte die 151 sein, wenngleich äußerlich etwas mutiert. 151 012 und eine Schwestermaschine ist am 12. Juli 2009 Richtung Süden unterwegs.

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Heute dominieren Fahrzeuge mit Drehstrom-Antriebstechnik. Auch das Erscheinungsbild der Güterzüge hat sich gewandelt: Großraumgüterwagen, Ganzzüge und insbesondere Containerzüge bestimmen heute das Bild: 185 594 von Crossrail mit einem Zug der letztgenannten Sorte am 14. Mai 2015, im Vordergrund ein Biotop, oder ist das schon eine ökologische Ausgleichsfläche?

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Die heutige Eisenbahnwelt ist farbiger geworden, auch Dank der Liberalisierung des Bahnverkehrs vor nun bald 25 Jahren. Rote, blaue, grüne und auch schwarze Lokomotiven, hier die MRCE 189 983 in Diensten von SBB Cargo International, bestimmen das Bild. 
 

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Hochgeschwindigkeitsstrecken und die dazugehörigen Züge gab es in den 1970er-Jahren nur in Japan, in Europa fing man gerade das Nachdenken darüber an. 40 Jahre später wird der größte Teil der Fernverkehrsleistungen in Deutschland von Hochgeschwindigkeitszügen erbracht. Seine zugelassene Höchstgeschwindigkeit von 330 km/h kann die „Krone der Schöpfung“, hier 403 001, im Rastatter Bogen nur zu einem Drittel ausfahren.

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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:11:05:15:22:06.
Mit ihr gelang der Durchbruch der Drehstrom-Antriebstechnik vor 30 Jahren in Deutschland. Wenngleich sie mittlerweile und mittelfristig auch von der Ausmusterung bedroht sind, sind die Loks der Baureihe 120 für DB Fernverkehr heute noch unverzichtbar. 120 132 legt mit ihrem IC nach Basel am 13. Juni 2014 einen Zwischenstop in Rastatt ein, noch hält der ein und andere InterCity in Rastatt.

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Im Nahverkehr haben die Zweisystem-Stadtbahnwagen der AVG die 141, 140 und 218 mit B4y, Mitteleinstiegswagen und Silberlingen abgelöst. Die neueste Generation Stadtbahnwagen ist am 14. Mai 2015 als S 4 nach Achern unterwegs.

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Die Eilzüge, heute Regionalexpress genannt, sind fest in den Händen von DB Regio, die hier auf den Strecken nach Konstanz und nach Basel ausschliesslich Doppelstockwagen mit Loks der Baureihe 146 einsetzt. Vorbei sind jedoch die Zeiten, als dort noch 3-Wagen-Züge eingesetzt waren. 146 239 am 14. Mai 2015 mit RE nach Konstanz.

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Welch‘ Kontrast: Ein ICE 1 überholt eine Strassenbahn! (9. August 2014)
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Mit der durchgehenden Elektrifizierung der Murgtalbahn im Jahre 2004 wurden die mit Diesellokomotiven der Baureihe 218 bespannten Züge durch die AVG-Stadtbahnwagen GT 8/100 (NVR-Baureihe 450) ersetzt. AVG 918, ein Zug der zweiten Bauserie, ist auf dem Weg nach Freudenstadt und hat soeben einen Richtung Karlsruhe fahrenden TGV ausgebremst, da er, von Durmersheim kommend, dessen Fahrweg kreuzen musste, um auf das Gleis 5 zu kommen. Nur von den Gleisen 5 (und 6) kann ins Murgtal abgebogen warden.

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Ich wünsche Euch noch einen schönen Sonntag.
Hallo Matthias!

Vielen Dank für die tollen Bilder. Da kommen bei mir Kindheitserinnerungen hoch...
Denn das Foto mit der 103 zeigt mit ziemlicher Sicherheit den D 376 "Hispania-Express" Cerbère-Hamburg=Altona. Der fuhr zu dieser Zeit immer etwa fünf Minuten hinter dem "Mozart" her und überholte ihn in Karlsruhe. Er war planmäßig mit einer 103er bespannt, die Wagenreihung mit dem BDm an der Spitze passt, der Führerstand ist doppelt besetzt denn der Hispania fuhr planmäßig 160 km/h. Ich habe zwar nur die Kursbücher von Sommer '72 und '77 hier liegen, aber in beiden Fällen fuhr er kurz nach 13 Uhr in Baden-Oos (so hieß das damals noch) ab. 
Wir sind in den 70ern zweimal im Jahr (das erste Mal Weihnachten '74) zu den Großeltern nach Schleswig-Holstein gefahren. Radolfzell-Offenburg mit dem D 508, und ab Offenburg dann mit dem Hispania. Die Begegnung mit der 103 war für mich immer das Eisenbahn-Highlight des Jahres, ich musste unbedingt ein Modell für meine Märklin-Anlage haben. :-)

Gruß,
Gunther.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:11:06:10:21:01.