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 04 - Historische Bahn 

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Ich möchte Euch heute etwas ganz besonderes bieten, nämlich Bilder der 05 in Hannover sowie in Essen und Hamm - möglich ist dies, weil E. Schüler und Ulrich Budde in dankenswerter Weise Bilder zur Verfügung gestellt haben, die weitgehend bisher noch nirgends gezeigt worden sind.


Die drei 05 des Bw Hamm kamen in den fünfziger Jahren zwar regelmäßig nach Hannover, gleichwohl war es ein besonderes Ereignis.

Am Sonntag, 18.09.1955 steht 05 002 vom Bw Hamm nach Ankunft in Hannover aus Richtung Hamm. Die Lok ist mit D 121 Köln-Bad Harzburg um 09.59 Uhr angekommen, diesen Zug führte die Lok bis Hannover. Ich meine, der Zug steht auf Gleis 2 - typisch für Ausfahrten Richtung Hildesheim; eine hannoversche 01 sollte ihn weiter befördern.

Bild 1

https://abload.de/img/es_00136-ps-neu2ak8x.jpg


Nach einer Übersicht der OBL West waren im Sommer 1955 die 05er des Bw Hamm in einem dreitägigen Laufplan eingesetzt (neben 10 Loks der BR 01 mit 605 km/Tag). Er kann hier gezeigt werden, ist aber nicht unbedingt authentisch. Denn er ergibt eine durchschnittliche Laufleistung von 721 km/Tag, während die OBL West eine solche von 743 km/Tag ausweist.

https://abload.de/img/05-hamm-so55h6koj.jpg


Im Sommer 1954 leisteten drei 05 des Bw Hamm nach einer Übersicht der OBL-West planmäßig durchschnittlich 737 km/Tag.

Im Sommer 1956 schließlich -in diesen Zeitraum fallen die folgenden Bilder- leisteten die 3 Loks durchschnittlich 727 km je Tag.
Die relativ geringfügigen Leistungsveränderungen kann ich mir nicht recht erklären. In dieser Fahrplanperiode waren daneben 9 Loks der Baureihe 01 mit durchschnittlich 602 km je Tag eingesetzt.

Eine Leistungsstatistik der OBL West für die drei 05 für den Monat Juli 1956 ist erhalten geblieben. Daraus wird eine in meinen Augen recht hohe Verfügbarkeit der Loks deutlich.

Bei einem 100%igen Einsatz der Loks hätten diese im Juli 1956 als Soll 20.517 km erbringen müssen, erbracht wurden tatsächlich 18.803 km und damit 90,9%. Alle drei Loks hätten 93 Betriebstage haben können, tatsächlich waren es 88 Loktage und damit zu 94,6% im Einsatz. Es ergaben sich ein Tag auf „kalt“ und vier Tage auf „Schaden“. Die Chance, eine 05 vor den Planzügen auch wirklich zu sehen, war hoch.

Der direkte Vergleich mit den neun 01 des Bw Hamm:
Bei einem 100%igen Einsatz der Loks hätten diese im Juli 1956 als Soll 17.391 km erbringen müssen, erbracht wurden tatsächlich 15.803 km und damit 91,6%. Alle drei Loks hätten 266 Betriebstage haben können, tatsächlich waren es 246 Loktage und damit zu 92,9% im Einsatz. Es ergaben sich ein Tag auf „kalt“ und 19 Tage auf „Schaden“. Also geringfügiger ungünstiger als die 05.

Zum weiteren Vergleich ein anderes Bw:

Im Juli 1954 waren beim Bw Hannover im Plan 61.04 fünf Loks der BR 03 eingesetzt, das ergibt (5x31=) 155 Loktage. Tatsächlich erbracht wurden von den in diesem Plan eingesetzten 03 056, 089, 106, 129 und 166 insgesamt 136 Loktage, macht eine Verfügbarkeit von 87,74%.
Im Juli 1954 waren beim Bw Hannover im Plan 61.02 sechs Loks der BR 01 eingesetzt, das ergibt (6x31=) 186 Loktage. Tatsächlich erbracht wurden von den in diesem Plan eingesetzten 01 010, 012, 047, 088, 098 und 241 insgesamt 167 Loktage, macht eine Verfügbarkeit von 89,78%.
In allen weiteren 01- und 03-Plänen sah es nicht signifikant anders aus. Die 05 schneidet damit günstig ab - ein Problemfall kann sie also nicht gewesen sein.


Nun genug der (erstmals veröffentlichten? - ich finde aber interessanten) Statistik, weiter mit Bildern.

05 002 war am 04.08.1956 erneut in Hannover zu sehen, ich denke vor dem F 16 Sachsenroß nach Köln, der um 14.36 Uhr abfuhr. Links auf Gleis 8 dürfte -man bemerke, wie gut besetzt!- der D 85 von Basel SBB nach Hamburg stehen, der um 14.31 Uhr abfuhr.

Bild 2

https://abload.de/img/es_00250-psg6j07.jpg


Eine Woche später am 11.08.1956 war 05 001 an der Reihe, den F 16 Sachsenroß nach und bis Köln zu befördern. Was mich etwas verwundert, sind die unterschiedlichen Gleise, auf denen der Zug abfuhr.

Bild 3

https://abload.de/img/es_00252-psjvslj.jpg

05 001 in Hannover. Das Bild ist mit „vermutlich“ 11.08.1956 bezeichnet, was mich ein wenig irritiert. Die Lok fährt auf Gleis 11 aus Richtung Wunstorf ein; wozu und mit welchem Zug? An diesem Tag war sie auch vor F 16 im Einsatz!

Bild 4

https://abload.de/img/es_00252b-psjts4h.jpg


Am 26.08.1956 war 05 002 in Hannover, vermutlich wiederum vor F 16 Sachsenroß nach Köln.

Bild 5

https://abload.de/img/es_00253-ps08sbx.jpg

Die wenigsten werden ein Kursbuch aus Sommer 1956 besitzen, um sich ein Bild über die Fahrzeiten machen zu können.
Hier das entsprechende Blatt:

https://abload.de/img/dokument10002hjkdn.jpg

(Hannover 0,0 km, Minden 64,4 km, Löhne 85,3 km, Herford 95,6 km, Bielefeld 109,5 km, Hamm 176,6 km).

Reisegeschwindigkeit Hannover - Bielefeld war damit 98,06 km/h, Bielefeld - Hamm war 100,65 km/h. Der Zug war zwar relativ leicht, aber immerhin sehr respektabel.
Zu den beworbenen Sonntags-Ausflugszügen gibt es in Kürze noch einen kleinen Beitrag …

Der Abstieg der 05 war allerdings unaufhaltsam. Gezielt suchte E. Schüler am 06.10.1957 den Hbf in Hannover auf, um die 05 002 vor einem Kindersonderzug (ja, richtig gelesen!) abzulichten. Er meint, dass dies wohl eine der allerletzten Leistungen der 05 002 gewesen ist; nach dampflokarchiv.de wurde die Lok immerhin am 10.10.1957 (betriebsfähig) abgestellt.

05 002 wurde am 18.11.1957 z-gestellt, es war -so E. Schüler- sicherlich die letzte Leistung ihres Lebens nach Hannover. Vom Lokführer erfuhr E. Schüler, dass alle drei 05 noch nicht abgestellt waren und mit Sonderzugeinsätzen beschäftigt wurden, der unverhältnismäßig hohe Kohleverbrauch habe zur Abstellung beigetragen.

Der Sonderzug E 4868 bestand im Wesentlichen aus B3yg-Wagen mit einer Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h, er fuhr nach Oestrich-Winkel, das liegt zwischen Rüdesheim und Wiesbaden nahe Rüdesheim am Rhein. Zu vermuten ist, dass ohne Lokwechsel durchgefahren wurde. Vorausgesetzt der Zug fuhr über Hagen - Wuppertal, war es ein Durchlauf von ca. 460 km - für die 05 kein Problem.

Bild 6

https://abload.de/img/es_00478-psf2s5e.jpg


Bild 7

https://abload.de/img/es_00479-ps9lsjk.jpg


Interessant ist, dass man im September 1957 vor F-Zügen nach Hannover die 05 noch hätte einsetzen können. Man tat es nicht.
Fest eingeplant waren zwar V 200, die aber wegen des Streiks bei MAK in Kiel noch nicht zur Verfügung standen. Eingesetzt wurden als Ersatz 03.10 des Bw Dortmund - darüber habe ich bereits ausführlich berichtet:
1957-59 - F-Züge mit 03.10 (Altkessel), V 200 … in Hannover [www.drehscheibe-online.de]

Die 05 wurden jedenfalls z-gestellt am
03.04.1958 (05 001)
18.11.1957 (05 002)
24.10.1957 (05 003).


Aus den Glanzzeiten kann ich ein schönes Bild von Herbert Schambach (Sammlung U. Budde) vom 31.05.1957 beifügen, welches in Essen Hbf aufgenommen worden ist.
Es zeigt die 05 001 vor dem D 126 Braunschweig - Köln, der in Essen um 16.15 Uhr abfuhr. Nach Mitteilung von Ulrich wurde die Zugnummer unter Mitwirkung von Spezialisten unter Berücksichtigung der Bildfolge auf den Negativen ermittelt, dürfte also verlässlich sein.

Der Aufnahmezeitpunkt gehörte noch zum Winterfahrplan 1956/57; ich bin mir nicht völlig sicher, ob die BR 05 in jener Periode noch planmäßig eingesetzt war oder ob es sich um einen außerplanmäßigen Einsatz handelte. Hinweise (auch zum Loklauf) sind willkommen. Zumindest im Juni 1957 war mit Beginn des Sommerfahrplanes mit planmäßigen Einsätzen Schluss.

Bild 8

https://abload.de/img/h-schambach_05001_d12i8sn8.jpg


Der Abstieg war unaufhaltsam.
Die 05 wurden jedenfalls z-gestellt am
03.04.1958 (05 001)
18.11.1957 (05 002)
24.10.1957 (05 003).
Ausgemustert wurden alle drei Maschinen mit Verfügung vom 16.06.1958.


Herbert Schambach konnte am 23.12.1957 in Hamm (anscheinend noch am/im Bw Hamm P?) die abgestellte 05 002 antreffen, und zwar in einem offensichtlich noch vollständigen Zustand. Auf diesen Aufnahmen kommen die eindrucksvollen Treibradsätze der Maschine besonders gut zur Geltung.

Bild 9

https://abload.de/img/h-schambach_05002ls_bd7so1.jpg

Bild 10

https://abload.de/img/h-schambach_05002lsv_k7sgj.jpg


Am 08.08.1959 war Herbert Schambach erneut in Hamm, mittlerweile ist die 05 002 auf einem anderen Abstellplatz und auch sonst nicht mehr ganz vollständig (z.B. Schilder, Schürzenklappe, Führerhausfenster eingeschlagen).

Bild 11

https://abload.de/img/h-schambach_05002_hamggsxi.jpg

Am 08.08.1959 konnte auch die abgestellte 05 003 angetroffen werden. Bei näherem Hinsehen fällt auf, dass die Radreifen des hinteren Lauf-Drehgestelles ausgesprochen weit abgefahren sind.

Bild 12

https://abload.de/img/h-schambach_05003_hampcsz8.jpg


05 002 und 05 003 wurden schließlich 1960 in Essen zerlegt.

05 001 ist bekanntlich als Exponat im VM Nürnberg erhalten geblieben.

Bild 13

https://abload.de/img/05_001rrkvp.jpg


Nochmals: Großer Dank an E. Schüler und U. Budde für die Erlaubnis, die Bilder hier einzustellen.

Das wärs für heute; viel Spaß wie immer wünscht

Uwe (uk-old)


Hier geht es zu meinem Inhaltsverzeichnis:
[www.drehscheibe-online.de]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.17 10:17.
Sensationell, besten Dank! ;-)))


Gruß...Wolfgang
Wahnsinnsaufnahmen! Schon verwunderlich, dass diese Exoten überhaupt so lange im Betriebspark geblieben sind.
Potthässlich sind ja die Stirnlampen...

Viele Grüße, xBurt.



Meine HiFo-Beiträge: [www.drehscheibe-foren.de]
Hallo Uwe,

großer Beitrag über eine große Lokbaureihe. Die Zahlen können sich sehen lassen. Natürlich war die Lok für solche leichten Züge viel zu groß, daher wohl auch der als erhöht angesehenene Verbrauch.

Das Elend der Einheitsloks kann man schön an Bild 1, 8 und 9 deutlich machen: Außer den hohen Lampen eine ganz normale blecherne Schürzenfront, das gab es von 01 bis 50 so oder so ähnlich. In den Seitenansichten wird dann die grotesk lange Rauchkammer deutlich, bei 2,3 m Treibraddurchmesser und Scherenbremsen mit großem Achsabstand wurde die Kessellänge nur noch durch ein nutzloses Riesenrohr mit Vakuum gefüllt. Ein Hochleistungskessel sieht anders aus, man denke nur an die US-Super-Power-Loks, die auch das zweiachsige Schleppgestell ganz anders zu nutzen wussten. Und ob der weite Schornstein genug Luft durch die 7-m-Rohre ziehen konnte ...

Das frühe Ende dieser imposantenLkos war dann nur folgerichtig, schade!

Grüße - Helmut (ICE)





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.17 08:20.

Dank und Frage zur 05 003 in Arnhem [NL]

geschrieben von: 03 1008

Datum: 11.08.17 09:02

Hallo,

zunächst ganz herzlichen Dank an alle Beteiligten für diesen hochinteressanten Beitrag!

In diesem Zusammenhang eine Frage zu einem Foto der 05 003 bei der Eisenbahnstiftung, das die Lok in Arnhem [NL] zeigt:

[www.eisenbahnstiftung.de]

Der Text dort lautet: "Der Fotograf vermerkte bei diesem Bild der 05 003 im niederländischen Bahnhof Arnhem (Arnheim) den D 13, der aber eigentlich eine Kölner 01-Leistung war. Möglicherweise handelt es sich hier tatsächlich um die Ankunft des britischen Urlauberzuges Dm 80662. (16.05.1952) Foto: B. Willemsen"

Diese Angaben wurden im Wesentlichen auch im neuen EK-Special 126 "Züge der Alliierten" auf Seite 82 wiedergegeben. Eine weitere Aufnahme des Dm 80662 gibt es aus Elten:

[www.eisenbahnstiftung.de]

Der Text bei der Eisenbahnstiftung: "05 001 (Bw Hamm) durchfährt mit dem britischen Urlauberzug Dm 80662 in Richtung Arnheim den Bahnhof Elten (bei Emmerich), der damals noch auf niederländischem Hoheitsgebiet lag. (18.08.1951) Foto: B. Willemsen"

Hat vielleicht jemand nähere Angaben zu diesen Leistungen?

Besten Dank im Voraus und viele Grüße, Helmut
Hab ganz großen Dank für diesen Beitrag!!

Und ich hätte dann gerne mal das Gattungsschild von Bild 5 ;-).

Bernhard



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.17 12:20.
Moin Uwe,

Angesichts Deines phänomenalen Beitrags muss ich von meiner Praxis abweichen, aus dem Urlaub wegen unterentwickelter Hardware nur Kurzkommentare abzugeben! Absolut phantastisch, was Du da zusammengetragen hast, angefangen bei den Fotos, dem Kursbuchauszug und der Statistik! Deine Ausführungen zur Verfügbarkeit der 05er finde ich sehr interessant; leider hat die hohe Verfügbarkeit die Lebensdauer der Maschinen nicht verlängert!

Sind schon Betriebsaufnahmen von den 05ern eine Seltenheit, so sind Fotos aus der Schlussphase, wie die vor dem Schülersonderzug, für mich eine absolute Sensation! Dank an beide Bildautoren und an Ulrich Budde!

Gruß
Klaus
Hallo Uwe,

leider streikte mein Scanner und jetzt muss ich die Eisenbahn retten... Daher ohne viele Worte, aber da kommt noch was dazu.

http://fs5.directupload.net/images/170811/gfzhwesi.jpg

Edit meint, ich sollte die Daten ergänzen... 05 003, D 121 in Gütersloh am 30.07.55

MfG - jetzt von 486 501...

MMM


"Die gebremste Ausführung hatte eine Handbremse, ob die Bremsklötze infolge Betätigung der Handbremse an den Rädern anlegt, kann wohl heute nicht so eindeutig geklärt werden. Der ungebremste Wagen verfügt auch über keine Bremsklötze."

Aus: [www.kleinbahnsammler.at]

(Muss man zweimal lesen, ist aber irgendwie genial... ;-))




4-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.17 13:29.
Moin Uwe,

schon längst fällig: Meinen großen Dank für die stets außergewöhnlichen, qualitativ hochstehenden, fundierten Bildberichte.

05 vor Umbau-Dreiachsern - einfach unglaublich! . . . "Das wird doch keine Fotomontage sein, hi,hi" . . .

Beste Grüße

Ronald
Moin Freunde,

zunächst Dank für die ersten freundlichen Kommentare.
Ganz kurz:
Ich habe im eigentlichen Beitrag die statistischen Daten noch etwas ergänzt (Vergleichszahlen für die 01 des Bw Hamm).

zu Helmut: Zu Einsätzen der 05 vor Militärzügen kann ich leider gar nichts sagen. Allenfalls, dass sie mE nicht planmäßig waren (?).

zu Matthias: besten Dank, dass Du das zuvor schon avisierte und mit Spannung erwartete Bild noch einstellen konntest. Ich tippe sehr stark auf ca. 1955-1957, es dürfte sich wohl um den D 121 handeln. Aber vielleicht kann jemand (Ronald?) ja noch etwas mit der Wagenreihung anfangen, ZPs aus fünfziger Jahren habe ich leider nicht ...

zu Ronald: Natürlich ist das keine Fotomontage, dann hätte ich wahrscheinlich auch noch 1-2 Preußen eingereiht ... dass Du zum Scherzen aufgelegt bist - habt Ihr in Lauda etwa besseres Wetter als in OL, wo es beständig Strippen regnet?

Bin sehr gespannt, was noch alles so kommt - E. Schüler wird sich in einigen Tagen mitfreuen, er lässt vorab schon ganz herzlich grüßen!

Beste Grüße
Uwe
Hallo Uwe,

Ja es ist der D 121. Zu Reihung, Umlauf und dem einmaligen ersten Wagen hätte ich nach Feierabend noch ein paar Sachen...

MfG

MMM


"Die gebremste Ausführung hatte eine Handbremse, ob die Bremsklötze infolge Betätigung der Handbremse an den Rädern anlegt, kann wohl heute nicht so eindeutig geklärt werden. Der ungebremste Wagen verfügt auch über keine Bremsklötze."

Aus: [www.kleinbahnsammler.at]

(Muss man zweimal lesen, ist aber irgendwie genial... ;-))

Re: Dank und Frage zur 05 003 in Arnhem [NL]

geschrieben von: OZL-Lokd.

Datum: 11.08.17 11:26

Helmut - einer Aufstellung der ED Essen vom Sept. 1951 waren 05 001 und 002 im Plan 2 mit 01 002,034,141,232 eingesetzt z.B. August 51 05 001 30 Betriebstage 16713 km und 002 28 Betriebstage 17003 km. Gruß Klaus
Bei Interesse kannst Du gerne ne Ablichtung haben.
Wunderbar, Uwe, diese seltene Zusammenstellung von Bildern aller 05 - toll, dass soviele Bilder zusammengekommen sind. Hier danke ich auch meinen Freunden Herbert Schambach und Ulrich Budde für die Zurverfügungstellung.

Danke fürs Einstellen,

Martin
Hallo Uwe und alle Bildautoren,
danke fürs Zeigen dieser seltenen Aufnahmen!
Erst heute sehe ich, daß das hintere Laufdrehgestell der 05 001 und 05 002 einen Außenrahmen, das der 05 003 aber einen Innenrahmen hatte.
Viele Grüße
Stefan

Hier noch ein Wagen, der hier im Forum schon vor einiger Zeit aufgetaucht ist, aber nun mal zu den Mitteleinstiegswagen ohne Mitteleinstieg gehört, und daher hier noch einmal gezeigt werden soll:

Bild 19: Es handelt sich um den einzigen reinen Gepäckwagen dieser Serie, den Dyl 961, 50 80 92-43 505-8, hier am 17. Februar 1981 im Bf Lichtenfels:
https://abload.de/img/dyl961505lichtenfelsbrksfi.jpg


Bis neulich - antürlich im HiFo

Rolf Köstner






2-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.17 12:59.

Ach, ist das herrlich!

geschrieben von: rolf koestner

Datum: 11.08.17 13:02

Leider habe ich zumindest die 05 001 nur um wenige Monate verpasst... :-(


Ganz großes HiFo und großer Dank an alle Beteiligten!



Bis neulich

Rolf Köstner

Ich bin doch immer wieder überrascht, welch grandiose Raritäten
noch existieren. Ich hätte es nicht einmal für möglich gehalten, dass
solche Bilder (und noch dazu in dieser Qualität) überhaupt jemals
gemacht wurden (oder besser: gemacht werden konnten, es gab ja
noch ein Fotoverbot, auch wenn es locker gesehen wurde).

Ganz grossartig, sensationell ist der richtige Begriff!
Bilder, die mich vom Stuhl hauen.

S 37.19

geschrieben von: VictorPM

Datum: 11.08.17 14:16

So eine Lok und dann nur 19 t Achslast?

Vielen Dank Uwe für diese außerordentlichen Bilder!

Gruß, Victor

NL

Re: S 37.19

geschrieben von: QJ 7002

Datum: 11.08.17 14:21

Das Gewicht lag immerhin auf sieben Achsen, da klappte das mit den gut 19 Tonnen.

Gruß

Martin
Hallo Uwe,

nachdem ich Deinen fulminaten Beitrag letzte Nacht schon einmal gelesen hatte, hat es mir schlicht und einfach die Sprache verschlagen. Ich hatte nicht gedacht, daß es noch so viele Bilder von den 05 gibt, die Du da in Deinem Beitrag präsentierst. Und daß die 05 planmäßig nach Hannover gekommen sind, wußte ich auch nicht. Bemerkenswert ist auch Deine Statistik über die Laufleistungen und die Verfügbarkeit der 3 05er.

Die Bilder der 05 002 vor dem aus Umbau-Dreiachser bestehenden Kindersonderzug zeugen schon für den Niedergang der stolzen Renner. Sie schmerzen genau so wie die Bilder der Stuttgarter P 10 vor Bauzügen.

Ich habe Deinen Beitrag sehr genossen!

Vielen Dank auch an die anderen Bildautoren für die seltenen Bilder!

Gruß
Detlef

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/58/781958/6331313862616564.jpg

Re: S 37.19

geschrieben von: VictorPM

Datum: 11.08.17 14:30

Klar, aber man hätte das auch etwas anders verteilen können für etwas mehr Reibungsgewicht.

Oder auch nicht. Gerade nochmal das Taschenbuch von Obermayer herbeigeholt, hatte irgendwie in Erinnerung daß da 20 t erwähnt wurde, aber das war bei der 06.
Die Lok war natürlich auch für leichte, sehr schnelle Züge gedacht :-)

Gruß, Victor

NL




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.17 14:36.
xBurt schrieb:


Potthässlich sind ja die Stirnlampen...

Viele Grüße, xBurt.

Dem kann ich nur zustimmen :-(

Gruß
Horst

Mittlere Achslast in Mp

geschrieben von: Sachsenstolz

Datum: 11.08.17 14:55

@ Martin,

bei der Berechnung der mittleren Achslast spielen die nichtgekuppelten Achsen aber keine Rolle!

Die Reibungslast der 05 001 und 002 lagen bei 57,6 Mp, geteilt durch die Anzahl der gekuppelten Achsen 3 ergibt eine mittlere Achslast von 19,2 Mp. Dieser Wert liegt zwischen 18,91 und 19,95 Mp und somit hat gem. DV 939Tr die Ziffer 19 auf dem Gattungszeichen zu stehen. Das klappt selbst noch für die 05 003 (in der KSt-Ausführung), denn da lag die Reibungslast bei 59,0 Mp und damit die mittlere Achslast bei 19,67 Mp.

Uwe
Stimmt völlig!

Auch wenn es sicher viele User als "Fake News" sehen.
Nach dem unter absoluter Geheimhaltung gelaufenem Verkauf an die DR und der dort 1959/60 im Raw Zwickau genauso geheimen Rekonstruktion sah die 05 003 dann so aus:

http://up.picr.de/30052290qr.jpg

http://up.picr.de/30052291wv.jpg

Uwe, der sich gern an den Modellumbau und den damit verbundenen Bericht vom 01.04.2014 hier erinnert ;-))
Hallo Uwe,

vielen Dank für diesen besonderen Beitrag, der spektakuläre Bilder mit gut aufbereiteten und interessanten Informationen und Dokumenten zuammenführt. Bestes HiFo - Print-Qualität!

Schöne Grüße, auch an die Bildautoren

Stefan

Re: S 37.19

geschrieben von: ytracks

Datum: 11.08.17 17:34

Höhere Reibungslast bei schnellfahrenden Maschinen ruiniert den Oberbau ziemlich schnell, zumal bei Dampfloks. Die Gegengewichte auf der Treibachse gleichen das Gewicht der Kolben und der Treibstange nicht vollständig aus um das 'hämmern' (be- und entlasten des Rades im Takt der Umdrehung) in Grenzen zu Halten.

Die BR05 dürfte bei 140km/h (ganz zu schweigen von den Vorkriegs 175km/h) den Oberbau ziemlich malträtiert haben.
Wenn man mal in die E-Fraktion guckt hat es schon Sinn gemacht die legendäre E-03 auf Leichtbau zu trimmen. Ihre 114t sind schon etwas entspannter für den Oberbau als die 126t der E50. Und wer die Bilder der Gleise nach der französischen Rekordfahrt der CC7107 kennt hat plastisches Anschauungsmaterial.
siehe hier [bpcv.free.fr] runterscrollen zum letzten Bild.

Ytracks



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.17 19:49.
guten Tag,

sehr schöner Beitrag, der die Bände des EK und die Bände von A. Gottwaldt bestens ergänzt. Vielen Dank.

Was mir wiederholt auffällt, ist der DB Keks an der 05002 (bewußt ohne Abstand in der Nr.) auf einer Betriebsaufnahme. Zudem der Tender 2`3 T 38 von der 45er zum Aufnahmezeitpunkt,(statt des regulären 2`3 T 37).

Von der 05003 kenne ich kein Foto mit dem DB-Emblem im Betriebszustand - lediglich abgestellt.

mit freundlichen Grüßen, dr. wolf

Re: S 37.19

geschrieben von: McSauerkraut

Datum: 11.08.17 19:45

Moin zusammen,

erst mal ganz herzlichen Dank an Uk-Old für die Bilder einer der - trotz aller technischen Mängel und Macken - schönsten deutschen Dampfloks. Nur schade, dass die 05 003 damals nicht in Hannover abgelichtet wurde ...

Es war schon auch mit der 05 ein gutes Stück Arbeit, die leichten F-Züge in doch recht angespannten Fahrplänen - die durften damals nur Vmax = 120 km/h fahren! - mit einem Schnitt von 100 km/h über die Route zu bringen, ob der Kohleverbrauch wikrlich so viel höher als bei 03.10 war, ist fraglich - da müsste ich mal in meine Quellen gehen.

Nun zu Ytracks:
Du hast geschrieben:
Zitat:

Höhere Reibungslast bei schnellfahrenden Maschinen ruiniert den Oberbau ziemlich schnell, zumal bei Dampfloks. Die Gegengewichte auf der Treibachse gleichen das Gewicht der Kolben und der Treibstange nicht vollständig aus um das 'hämmern' (be- und entlasten des Rades im Takt der Umdrehung) in Grenzen zu Halten.

Die BR05 dürfte bei 140km/h (ganz zu schweigen von den Vorkriegs 175km/h) den Oberbau ziemlich malträtiert haben.
Wenn man mal in die E-Fraktion guckt hat es schon Sinn gemacht die legendäre E-03 auf Leichtbau zu trimmen. Ihre 114t sind schon etwas entspannter für den Oberbau als die 126t der E50. Und wer die Bilder der Gleise nach der französischen Rekordfahrt der CC7107 kennt hat plastisches Anschauungsmaterial.


Zunächst: Die 175 km/h waren zwar als Hg zugelassen, doch auch vor 1939 durften die 05er im Plandienst maximal 145 km/h fahren, die Fahrpläne der F23/F24 waren m.W. sogar "nur" auf 135 km/h ausgelegt.

Bei den großen Treibrädern war die Drehzahl - die beeinflusst, denke ich, auch den Schienen-/Radverschleiß - noch moderat (bei 135 km/h etwa 312 1/min, eine 01/01.10/03/03.10 bei gleicher V: etwa 358 1/min). Das Dreizylindertriebwerk sorgte auch für einen wesentlich ruhigeren Lauf als ein Zweizylindertriebwerk, so dass dieser Einfluss bei der 05 eher geringer als bei gleichschnell laufenden 01 oder 03 Maschinen gewesen ist (und ein Tatzlagerantrieb einer DE- oder Elok haut bei gleicher Geschwindigkeit noch etwas stärker aufs Gleis). Der Nachteil des Drillings ist aber: höherer Dampf- und Kohlkeverbrauch bei gleicher Leistung ...

Ansonsten gilt tatsächlich, dass Loks, die sehr schnell fahren sollen, eher leicht zu halten sind. Deshalb ist der TGV auch so ein Gewichtssparzug geworden, beim ICE 1 legte man Wert auf großen Komfort, der aber Masse bedingt und dementsprechend ist auch der Einfluss auf die Gleise - als Fahrgast ziehe ich die deutschen ICE 1/2 den TGV aber vor ...

Soweit

Stefan (McS.)
Ich schliesse mich den Vorgängern an, sensationelle Bilder.
Ob das Bild 8 von Herbert Schambach die 05 001 in Essen aber in ihrer Glanzzeit zeigt wage ich zu bezweifeln. Es ist schon interessant das die Abdeckung des Speisedoms während einer Zugfahrt geöffnet ist, ganz so wie auf den späteren Schambach Bildern bei der 05 002 auf dem Schrottplatz.

Ytracks
Hallo!

Dank an Euch, der Beitrag ist super!
Den lege ich zum EK 05 Buch minimal für Din A4 angepasst.

Zur 05 mit By3ge:
Auf dem Bild 29 von Dr. Heimbach ist 05 001 mit pr. Abteilwagen bei/in Pattburg (Padborg(DK) vmtl. nach dem 1.9.1939 zu sehen...

Ein wenig schade, das die DB kein Interesse an der 05 hatten, so das die Hu bei KM nur noch repräsentative Wirkung hatte. Der gelungene 01.10 Kessel hätte der 05 mit gewissen Anpassungen sicherlich gut getan und die Loks sicherlich bis zu Beginn der 70 er mit attaktiven Zugleistungen glänzen lassen.

Gruß
thomas.splittgerber, berlin



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.17 20:10.

Re: S 37.19

geschrieben von: Mw

Datum: 11.08.17 20:33

Die CC7107 malträtierte den Oberbau, nachdem sie nach Erreichen der Höchstgeschwindigkeit und Zerschmelzens des Stromabnehmers ohne "Kraft" ausrollen musste (wie abgebremst?) und dabei mächtig ins Schlingern kam, nicht während ihrer Fahrt unter Last an sich.

Gruß
Mw

Bei der Fülle des zu verarbeitenden Materials sind einzelne Fehler oder Unrichtigkeiten nicht gänzlich zu vermeiden (Kursbuch Deutsche Bundesbahn)

Re: Überführung 05 001 nach Nürnberg (mL)

geschrieben von: Mikado-Freund

Datum: 11.08.17 21:38

uk-old schrieb:
Bild 13: 05 001 ist bekanntlich als Exponat im VM Nürnberg erhalten geblieben [abload.de].
Guten Abend Uwe,

vielen Dank an alle, die zu diesem schönen Artikel beigetragen haben!

Zu dem Bild 13 passt mein Eintrag vom 17.09.2006 »[„Aus meiner Ausschneidephase“:]
„Wie sich die Bilder gleichen!“
«, dessen drei Scans ich soeben reanimiert habe.




Viele Grüße

Walter

___________________
Edit: Orthographie. Vielen Dank für den Hinweis! ;-)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.08.17 14:27.
Hallo,

nach "anstrengendem" Ortsdienst (von Basel nach Basel), hier der "Nachschlag"...

Reihungsplan des D 121 nach dem Zp AR vom 22.05.55

http://fs5.directupload.net/images/170811/2ker4vxg.jpg

Und so ging es als D 122 zurück:

http://fs5.directupload.net/images/170811/4y2n98s4.jpg

Hier die entsprechenden Umlaufpläne der BD Köln und Wuppertal:

Umlauf 2736 des Kölner Bbf stellt den Haupteil der Wagen, darunter auch das Packwagenunikat, dass wirklich planmäßig im Zug war. Ein weiteres Bild von ihm hinter einer 01.10 gibt es von C.B., leider habe ich das nicht.

http://fs5.directupload.net/images/170811/txslzrp8.jpg

Umlauf 2803 für den CRm

http://fs5.directupload.net/images/170811/clkovhew.jpg

Und der "allerletzte" Umlauf der DB (ist im Zp U wirklich so) 5788, Wuppertal-Steinbeck

http://fs5.directupload.net/images/170811/7g8fnu84.jpg

Und wenn eine 05 schwächelte, sah das auch mal so aus:

http://fs5.directupload.net/images/170811/5nf4mwzk.jpg

56 2140 mit D 121 am 02.11.54 in Gütersloh

MfG

MMM


"Die gebremste Ausführung hatte eine Handbremse, ob die Bremsklötze infolge Betätigung der Handbremse an den Rädern anlegt, kann wohl heute nicht so eindeutig geklärt werden. Der ungebremste Wagen verfügt auch über keine Bremsklötze."

Aus: [www.kleinbahnsammler.at]

(Muss man zweimal lesen, ist aber irgendwie genial... ;-))
Hallo Uwe,

das war's immer, was mir vorschwebte, wenn mal wieder der Leitsatz des HiFo bemüht wurde: "Die Qualität der Bilder sollte jedoch in einem vernünftigen Verhältnis zur gezeigten Situation stehen." Hier ist das Verhältnis ja so was von vernünftig, daß man es kaum steigern kann.

Komisch finde ich hingegen, daß man mal wieder über die Baugrundsätze des Kessels lamentiert, ausgerechnet bei einer Weltrekordlokomotive. Daß die Zielstellungen der Entwicklung bei der DR etwas anders waren als in Nordamerika, sollte man einfach akzeptieren. Auch gibt es Stimmen, die lange Rauchkammern nicht so gruselig finden, sondern darauf hinweisen, daß diese für eine gleichmäßigere Verteilung des Saugzuges über die gesamte Rohrwandfläche sorgen - siehe auch die nachträgliche Verlängerung bei 18 316. Natürlich ist das alles relativ und aus der reinen Beobachterwarte auch spekulativ. Das kann man ernsthaft nur anhand von Meßwerten der Versuchsanstalten diskutieren. Dafür haben die sich die Mühe ja gemacht.

Aber es gibt einen ganz anderen Aspekt, der die - sagen wir mal - Distanzierung der DB von der BR 05 viel eher erklärt. Die DB betrieb sie nämlich mit einem reduzierten Kesseldruck, von 20 auf 16 bar. Dafür waren dann plötzlich die Zylinder für das ursprüngliche Leistungsspektrum nicht mehr geeignet, weil im Durchmesser zu klein. Die Folge war ein schlechtes Beschleunigungsvermögen und ein Fahren mit größerer Füllung für eine bestimmte Leistungsentnahme, womit bekanntlich ein größerer Verbrauch an Wasser und Kohle einhergeht. Ich habe auch noch einen Zeitzeugen der 05-Einsätze kennenlernen können, der als junger Ingenieur bei der Versuchsanstalt Minden nahe genug dran war, und genau dieses Verhalten beklagt hat.

Die zeitige Abstellung der BR 05 bei gleichzeitig guter Zuverlässigkeit - wie wir hier lernen konnten - könnte ich mir jedenfalls so erklären.

Viele Grüße

Klaus

Re: Kesseldruck

geschrieben von: VictorPM

Datum: 11.08.17 22:49

Die Herabsetzung des Kesseldrucks hat Obermayer auch schon in sein Taschenbuch erwähnt. Und die kleinen Zylinder fielen mir hier schon beim ersten Bild auf :)

Gruß, Victor

NL
Genau dies war der Grund für die Ausmusterung der Maschinen.

Dies erzählte mir mein Vater ,der von 1949-1974 Lokführer im BW Hannover Ost war

und auch diese Maschinen wenn auch selten aber gefahren hat.
Hallo,

an dieser Stelle möchte ich nun,wie viele andere User auch,meine Begeisterung über die bisher unbekannten und hervorragenden Bilder der Baureihe 05 zum Ausdruck bringen!

Für mich persönlich der Oberhammer ist das Bild der 05 003 mit dem D121 in meiner Heimatstadt Gütersloh!Ich hätte nie geglaubt,daß ein solches Foto existieren würde.Echt Wahnsinn!
Genauso sensationell für mich das Bild aus Gütersloh mit der G8.2 als "Ersatzlok".Die G8.2 war über lange Jahre in Gütersloh beheimatet.Interessant zu wissen,aber wohl nicht mehr zu klären wäre die Frage,ob die 05 am Tag der Aufnahme in Gütersloh vom Zug gegangen und durch die G8.2 ersetzt wurde...
Bei nochmaligem Betrachten des Bildes lässt sich die Frage mit einiger Wahrscheinlichkeit doch noch klären:Es ist ganz schwach zu erkennen,daß da gerade jemand zwischen Tender und erstem Wagen hervorkommt,evtl.der Heizer von 56 2140,der gerade die Lok an den Zug gekuppelt hat.Der Herr mit schwarzer Mütze und im schwarzen Mantel auf dem Bahnsteig an Gleis 2,sicher ein Bahnmitarbeiter,sieht genau in die Richtung und scheint sich mit dem Kuppler zu unterhalten.Wenn am Tag der Aufnahme dann wirklich eine 05 den D121 befördert hat,ist es somit gut möglich,daß ins Bw Gütersloh (das meines Wissens 1955 schon geschlossen wurde) tatsächlich eine 05 wegen Lagerschaden o.Ä. zur Reparatur eingerückt ist....

Ganz großen Dank für alle hier gezeigten Bilder und viele Grüße

Klaus



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.08.17 10:53.
Daß die 05 ursprünglich mit 20 bar Kesseldruck betrieben wurde habe ich nicht gewußt.
Grüße
Ulrich

Re: 1955-1957 - Die 05 in Hannover - D 121 Sommer 1955...

geschrieben von: ICE

Datum: 12.08.17 11:39

Hallo,

für den Lokwechsel in Gütersloh spricht auch die (noch) auf rückwärts gelegte Steuerung. Offensichtlich ist die Lok gerade an den Zug gefahren. Angesichts der Zuglast war es jedenfalls unnötig, den Zug anzudrücken...

Grüße - Helmut (ICE)

Re: 1955-1957 - Die 05 in Hannover, Kursbuchseite D 121

geschrieben von: uk-old

Datum: 12.08.17 11:43

Liebe Freunde,

es besteht Anlass, ganz besonders Matthias Muschke zu danken, dass er die beiden Bilder vom D 121 nebst ergänzenden Materialien eingestellt hat. Das ist eine enorme Bereicherung des Beitrages.

Abrunden ließe sich das mit der Fahrplanseite Sommer 1956 (Sommer 1955 habe ich leider nicht), auf welcher der D 121 ersichtlich ist.

https://abload.de/img/kursbuch-som56-d1219uuky.jpg

Auch hier die km-Leiste: Hamm 0,0 km, Gütersloh 49,7 km, Bielefeld 67,1 km. Herford 81,0 km, Minden 112,2 km, Hannover 176,6 km.

Vielleicht taucht ja auch noch ein Buchfahrplan mit F 17 / D 121 auf ??? Wäre toll …

Mein Dank geht auch an Rolf Koestner wg. des Bildes des Gepäckwagen-Unikates, welches mir nie begegnet ist.

Und natürlich Dank auch an die übrigen Kommentatoren, E. Schüler wird es sehr erfreuen, Ulrich liest sicherlich selbst mit …
(habe soeben ausführlicher mit E. Schüler gesprochen und ihm berichtet - die Freude über all die Reaktionen ist sehr groß und er lässt auf diesem Wege seinen Dank ausrichten).

Schönen Tag wünscht
Uwe (uk-old)


P.S. Matthias (Dein PN ist voll): Schön wäre es, wenn Du mir von Deinen beiden Bildern die Original-Scandateien schicken könntest, ich würde das dann aufhübschen, da wird noch einiges möglich sein ... die Bilder hätten es verdient. Meine eMail findst Du an üblicher Stelle im Hifo.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.08.17 12:38.

Kessel

geschrieben von: ICE

Datum: 12.08.17 12:08

Hallo Klaus,

ich frage mich da schon, was das für "Zielstellungen" bei der Entwicklung gewesen sein sollen? Bei etwa 130 t Gesamtgewicht in etwa dieselbe Leistung wie eine 01.10 (Neubaukessel), die, auch mit 5-achsigem Tender, 20 t leichter ist? Und bei der 06 führten dann dieselben "Zielstellungen" völlig in die Irre. Die 05 sollte ja eigentlich eine reine Versuchslok zur Erprobung schneller Reisezugwagen für 140 - 160 km/h sein, der Rekord war auch nur noch mit Inanspruchnahme der Kesselreserve möglich.

Die Druckabsenkung hat die 05 mit der 41 gemeinsam, bei letzterer war das aber im Betrieb kaum eine Einschränkung, wie die lange Lebensdauer der 41 bei DB und DR zeigt. Andererseits trennt man sich leichter von drei Exoten als von einigen Hundert Betriebsloks. Der gezeigte 05-Umlauf wäre natürlich mit einer 03.10 oder sogar einer 03 allemal wirtschaftlicher zu fahren gewesen, und davon gab es mehr als genug. Leistungsmäßig hätte dafür auch eine 17.0 oder 17.10 ausgereicht. Und die V200 stand auch schon in den Startlöchern.

Auch ich finde, dass die 05 entstromt eine schöne und eindrucksvolle Lokomotive ist (allerdings nicht gerade in der Ansicht von vorn ...), und ich bin von diesen Betriebsfotos restlos begeistert.

Grüße - Helmut (ICE)





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.08.17 12:11.

Kursbuchseite zum Foto der 56 2140 vor D 121 (m 1 Scan)

geschrieben von: 03 1008

Datum: 12.08.17 14:52

Hallo.

zum Foto der 56 2140 kann ich noch diese Seite aus dem Winterkursbuch 1954/55 beisteuern:

https://farm5.staticflickr.com/4352/35684794124_0259704d6b_o.jpg


Besten Dank für das Einstellen dieser fotografischen Rarität und viele Grüße, Helmut
Hallo!

Das Foto mit der 56.20-56 2140 ist schon geil!
War die Lok 56 2140 beim Bw Goslar oder auch Bw Börßum beheimatet?
Dann könnte man realistisch davon ausgehen, das nie eine 05 die berühmte Singalbrücke von Bad Harzburg life erlebt hatte!?

Gruß
thomas.splittgerber, berlin

Re: „Zielstellungen“

geschrieben von: Mikado-Freund

Datum: 12.08.17 21:41

ICE schrieb:
ich frage mich da schon, was das für "Zielstellungen" bei der Entwicklung gewesen sein sollen? Bei etwa 130 t Gesamtgewicht in etwa dieselbe Leistung wie eine 01.10 (Neubaukessel), die, auch mit 5-achsigem Tender, 20 t leichter ist? Und bei der 06 führten dann dieselben "Zielstellungen" völlig in die Irre. Die 05 sollte ja eigentlich eine reine Versuchslok zur Erprobung schneller Reisezugwagen für 140 - 160 km/h sein, …
Das, was wohl aus dem Weisbrod · Müller · Petznick stammt, waren nach meiner Kenntnis nicht die Zielvorstellungen der DRG (die Verfasser haben hier möglicher Weise Bezug auf viel späteren VES-Lok 18 201 und 18 314 genommen und die Autoren schreiben ja zudem auch noch fälschlicher Weise, dass die 05er-Kessel von der St47-Problematik betroffen gewesen wären).

Im „Obermayer“ findet man zu den 05ern folgendes (Zitat mit geringfügigen Anpassungen an die heutige Rechtschreibung; die alten Dimensionen habe ich belassen):
Zu Beginn der, dreißiger Jahre war den Dampflokomotiven durch neuzeitliche Elektroloks und dieselelektrische Triebwagen eine große Konkurrenz entstanden. Dies war Anlass genug, auch die Dampflokomotiven schneller zu machen. Nach erfolgreichen Vorversuchen mit einer verkleideten Lok der Reihe 03, schuf Borsig im Jahre 1935 die beiden Stromlinienmaschinen 05 001 und 002. Am 11. Mai 1936 stellte die Maschine 05 002 bei Versuchsfahrten mit 200,4 km/h einen Geschwindigkeits-Weltrekord für Dampflokomotiven auf, dabei wurde eine Zylinderleistung von 3.400 PSi registriert.
Damit war ein Höhepunkt im deutschen Lokomotivbau erreicht worden.

Die Stromlinienverkleidung umschloss den Kessel mit sämtlichen Armaturen und Aufbauten und reichte an den Seiten bis dicht über die Schienenoberkante herunter. Das Triebwerk war durch Rollläden zugänglich. An der Frontseite und im oberen Teil der Verkleidung befanden sich Klappen.

Nach den erfolgreichen Messfahrten mit den Maschinen 05 001 und 002 forderte die Reichsbahn ein neues Studienobjekt mit einem vorne liegenden Führerstand. Man wollte damit dem Lokpersonal einen besseren Oberblick auf die Strecke ermöglichen. Im Jahre 1937 lieferte Borsig mit der 05 003 eine solche Lokomotive mit Stirnführerstand und mit einem vorn liegenden Stehkessel. Durch diese Anordnung war eine Feuerung für Stückkohle unmöglich geworden.
Über eine Rohrleitung mit einer Länge von 14 m wurde Kohlenstaub aus dem Tender gefördert und in die Feuerbüchse eingeblasen. Nach verschiedenen Schwierigkeiten mit der Verbrennung wurde die Maschine im Jahre 1944 gewendet und auf Stückkohlefeuerung umgebaut. Gleichzeitig wurde auch die Verkleidung entfernt.

Umbau DB

Nach dem Zusammenbruch des Deutschen Reiches vergingen fast drei Jahre, bis die Deutsche Bundesbahn daranging, ihren Lokomotivbestand zu sichten und zu ordnen. Es war beschlossen worden, Einzelstücke und Splittergattungen auszumustern. Fast wären auch die Maschinen der Baureihe 05 dieser Maßnahme zum Opfer gefallen. In letzter Minute wurde ihre Erhaltung beschlossen und die Überführung zu Krauss-Maffei angeordnet. Aufgrund ihres relativ guten Zustandes, sie war erst 1944 entkleidet und in die Normalausführung umgebaut worden, wurde zuerst die 05 003 überholt und 1950 an die DB abgeliefert. Danach entfernte man die Verkleidungen der beiden anderen Maschinen, reparierte sie und übergab sie im Jahre 1951 wie die 05 003 an das Bw Hamm. Bereits 1958 wurden aber alle drei Lokomotiven ausgemustert. Durch die 1950 erfolgte Reduzierung des Kesselüberdrucks auf 16 kp/cm² war die Leistungsfähigkeit nachteilig beeinflusst worden.

Im Sommer 1963 trat die 05 001 ihre letzte Fahrt in das Verkehrsmuseum nach Nürnberg an, nachdem sie zuvor teilweise wieder in den Originalzustand mit der Verkleidung gebracht worden war.

Zitat:
Die Druckabsenkung hat die 05 mit der 41 gemeinsam, bei letzterer war das aber im Betrieb kaum eine Einschränkung, wie die lange Lebensdauer der 41 bei DB und DR zeigt. Andererseits trennt man sich leichter von drei Exoten, als von einigen Hundert Betriebsloks. Der gezeigte 05-Umlauf wäre natürlich mit einer 03.10 oder sogar einer 03 allemal wirtschaftlicher zu fahren gewesen, und davon gab es mehr als genug. Leistungsmäßig hätte dafür auch eine 17.0 oder 17.10 ausgereicht. Und die V 200 stand auch schon in den Startlöchern.
Die 41er dürfte u.a. auch ihr größerer Kolbenhub (720 mm gegenüber den üblichen 660 mm) gerettet haben — bei gleicher Füllung => mehr Entspannung. Mehr Entspannung = wirtschaftlicheres Fahren!

Ob nach der Druckabsenkung vielleicht ein auf die 01.10-Abmessungen (3 x 500 mm statt der 3 x 450 mm) geänderter Zylinderblock hätte Besserung schaffen können?

Leider weiß ich jetzt nicht, ob sich die 05er-Schlepplasttabellenwerte im 53er Merkbuch auf pK = 20 bar oder bereits auf den auf pK = 16 bar abgesenkten Kesseldruck beziehen; jedenfalls ganz so schlecht, wie es hier manchmal rüberkommt, können die Lok eigentlich nicht gewesen sein:

Schlepplastvergleich.jpg



Gruß

Walter

Re: „Zielstellungen“

geschrieben von: McSauerkraut

Datum: 13.08.17 13:18

Moin zusammen,

mal wieder ein interessanter Thread zu sehr schönen, aber im Grunde völig überflüssigen Lok. Das harte Urteil kann man fällen, wenn man die Entwicklung sieht.
Mit der 05 wollten die Dampflokbauer halt zeigen, dass sie in Sachen Tempo mit dem Diesel mithalten konnten - es klappte auch in Deutschland mehr schlecht als recht, und wer den Zustand der 05 002 nach ihrer Rekordfahrt (die nächste Tour führte m.W. direkt ins RAW Braunschweig) kennt, der kann schon die Frage stellen, ob die gewählte Bauform für das Tempo angemessen war. Legt man die Schlepptafel von 150 t in der Ebene bei 175 km/h zu Grunde, bedeutet das noch knapp 500 PSe Zughakenleistung - bei 3000 PS aus den Zylindern zeigt das, wie viel die Lok für ihre Eigenbewegung trotz Stromschale brauchte. Für kurze, schnell fahrende FD-Züge hätte die DR - ähnlich den Belgiern - besser eine Hochleistungs-Atlantic gebaut, eine analog der SNCB 12 mit 2,3 m Treibraddurchmesser versehene Lok (mit besserer Stromschale natürlich), wäre da der 05 nicht viel unterlegen gewesen ...
Aber die Nazis mussten ja immer alles in XXL haben ...

Walter, deine Schlepplasttafeln sind etwas fragwürdig - nicht, dass ich diese Angaben als solche in Frage stelle. Doch ob die 01.10 als Stromlinienlok bei 100 km/h wikrlich 1065 t schleppen konnte? Das bedeutet eine Zughakenleistung von knapp 2000 PSe (alte Einheit), was die Lok im Urzustand nachweislich nie gebracht hat, als DB Reko/Öl schon. Hier war wohl der Wunsch bei der DRB Vater des Gedanken, denn ihren ursprünglichen Zweck, als Stromlinienverkleidete 3-Zylindervariante der 01 (3 Zylinder aus Laufeigenschaftsgründen, bedingen aber Minderleistung und Mehrverbrauch), leichtere D-Züge mit höheren Grundgeschwindigkeiten zu fahren, hat die Lok nicht erfüllen müssen. Die 01.10 wurden im Krierg heruntergefahren wie alles andere auch und waren bis zur Wiederherstellung 1948/9 eher Schrott als sonst was. Du hättest besser die Altbaukessel 01 dagegen gehalten ...

Allerdings hätte man die 05 durchaus besser mit Langhubzylindern ausstatten sollen, 720 mm wie bei der 41 wären für die Leistungsabgabe nützlicher gewesen ...

Bei der DB ließ man die Loks halt weiterfahren - sie waren eben prestigeträchtig und hatten wohl oben in der Hierarchie ihre Fans. Dadurch konnten so schöne Fotos gemacht werden, wie im Originalbeitrag ...

So weit

Stefan (McS.)

Re: „Zielstellungen“

geschrieben von: ICE

Datum: 13.08.17 15:00

Hallo,

dazu noch ein paar Anmerkungen:

Die Planungen zur 05 begannen schon 1932 und früher, also noch vor der Nazizeit. Lesenswert dazu auch die Artikelreihe in der "Eisenbahn-Geschichte", Hefte 29-31 und 42-44 (2008-2011).

In Belgien waren höhere Radsatzlasten möglich, also wäre eine ausreichende Kesselleistung auf einer Atlantic in Deutschland wohl kaum machbar gewesen.

Zum Kolbenhub: Üblich waren etwa 11 m/s Kolbengeschwindigkeit als Auslegungswert, s. Tabelle:

Kolbengeschwindigkeiten S-Lok.JPG

Ausnahme: 18.3 mit 140 km/h, aber ursprünglich 110 km/h.

Die 05 ist mit 12 m/s bei 150 km/h schon darüber, bei der Weltrekordfahrt lag man schon bei 16 m/s. Bei 720 mm wäre man bei 17,4 m/s.
Mit 01.10 und 03.10 ging man bei 150 km/h schon ziemlich weit, zumal auch die Kühlung der Gleitbahnen bei der Stromlinienverkleidung problematisch war.

Grüße - Helmut (ICE)





3-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.08.17 15:02.
Geschwindigkeitsschilder erhalten. Die mußten umgehend abgeändert, werden als das Versehen bemerkt wurde..............

Re: 01.10 und 150 km/h

geschrieben von: Mikado-Freund

Datum: 13.08.17 17:57

OZL-Lokd. schrieb:
01.10 […] waren gar nicht für 150 km/h zugelassen. Die haben nur durch ein Versehen des RZA solche Geschwindigkeitsschilder erhalten. Die mußten umgehend abgeändert, werden als das Versehen bemerkt wurde …
Nun droht sich hier ja ein nicht in meinem Interesse liegendes „Threadhijacking“ an, aber trotzdem interessiert mich dann ja mal die Frage, woher denn bitte die von Herrn Konzelmann in seinem Buch abgedruckte Leistungstafel mit den Werten bis 150 km/h - und woher seine Information über die erst im Zusammenhang mit der Sonderarbeit Nr. 754 am 8.3.1941(!) vom RZA verfügte Reduzierung der zul. Höchstgeschwindigkeit auf 140 km/h stammen sollen?

Leistungstafel-DRG-01.10.jpg

Bauartänderungn-01.10.jpg




Gruß

Walter

______________
PS (SCNR): ich habe es mal ausprobiert: es hätte doch tatsächlich sogar auch Deine gesamte Wortmeldung in die Betreffzeile hineingepasst! :-/

PPS: Ich habe noch nie ein Buch gesehen, dessen Text bereits außen auf dem Buchdeckel begann und ich habe auch noch nie einen Brief erhalten, dessen Absender bereits auf dem Briefumschlag begonnen hat, mir zu schreiben.
Ist es denn wirklich so schwer, seinen Text im Textfeld - und nicht schon im Betreff zu beginnen?




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.08.17 17:59.

Re: 01.10 und 03.10 waren gar nicht für 150 km/h zugelassen

geschrieben von: ICE

Datum: 13.08.17 18:10

Hallo,

bei J.U. Ebel, Die Baureihe 01.10: "Anfangs führte man mit ihr (der 01 1052, Anm. ICE) die Bremsversuche durch, die dann am 8. März 1941 zu der Verfügung führten, für alle 01.10 und 03.10 die zulässige Geschwindigkeit auf 140 km/h zu senken."

Das zeichnete sich schon beim Betrieb der 05 ab, die auch nur im Plan mit 140 km/h laufen durfte, da die Vorsignalabstände auf Berlin-Hamburg mit 1200 m sonst nicht sicher einzuhalten waren. Dazu kam noch, dass die Ersatzlok 03 193 maximal 140 km/h fahren durfte.

Ebenso findet sich bei Ebel (Seite 17) auch eine recht ernüchternde Bewertung der 05. Insofern ist es schon ein kleines Wunder, dass die drei Maschinen überhaupt nach dem Krieg nochmal ans Laufen kamen, und wir zu den schönen Bildern.

Grüße - Helmut (ICE)

Zur 03.10 habe ich nun auch etwas gefunden:

Abnahmeurkunde-03-1010.jpg




@ Uwe: Sorry fürs Abschweifen!

Re: 5 km/h mehr für die 05

geschrieben von: F-Zug.de

Datum: 13.08.17 18:45

Hallo,

die planmäßige Höchstgeschwindigkeit der 05 mit den FD Berlin-Hamburg-Berlin betrug 145 km/h.

Gruß

Ronald Krug
Moin Walter,
Entschuldigung nicht nötig, ich finde die technische Diskussion recht interessant, kann aber selbst nichts beitragen. Mit meinen statistischen Daten habe ich das ja auch herausgefordert, wobei es mir um einen Leistungs- und Zuverlässigkeitsvergleich ging, wo die 05 gut abschneidet.

Gruß von Uwe



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.08.17 19:46.

Absenkung auf 140 km/h

geschrieben von: ICE

Datum: 13.08.17 21:46

Hallo

interessantes Detail: im Scan ist ein früheres Datum für die 03 1010 genannt. Im "Konzelmann" von 1973 für 01 1079 steht Verfügung und Datum aus dem "Ebel".

Grüße - Helmut (ICE)





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 13.08.17 21:47.
ICE schrieb (sic):
im Scan ist ein früheres Datum für die 03 1010 genannt. Im "Konzelmann" von 1973 für 01 1079 steht Verfügung und Datum aus dem "Ebel".
Wohl eher umgekehrt ;-)

Ich halte ja diese Urkunde für inzwischen gemeinfrei, deswegen getraue ich mich auch, das hier mal in Form eines Ausschnittes zu zeigen: ▼

Abnahmeurkunde-01-1079.jpg


Gruß

Walter
Hallo Uwe,
wieder ein toller Beitrag ueber eine Baureihe, die ich, wie die meisten im Forum nicht mehr live erlebt haben. Interessante Fakten wurden zusammengetragen und an der Diskussion sieht man, dass der Beitrag ins Schwarze getroffen hat. Vielen Dank dafuer.
Gruesse aus LGU
Hallo Walter,

wieso umgekehrt?

01 1079: 8.3.41, wie im "Ebel" geschrieben
03 1010: 25.1.41, also früher als im "Ebel", wie ich geschrieben habe.

Grüße - Helmut (ICE)

Edit: Hat etwas gedauert, bis der Groschen gefallen ist: Das Buch von Konzelmann ist natürlich früher erschienen als J.U. Ebels Buch ... ;-)





2-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.08.17 22:48.

Absenkung der zul. Höchstgeschwindigkeit auf 140 km/h

geschrieben von: Willi Ess

Datum: 14.08.17 19:32

Hallo zusammen

So langsam habe ich echt Probleme mit den div Verfügungsdaten.

Bei 03 1010 steht: 25.02.1941
Bei Ebel 01 1079 steht: 08.03.1941
Bei Mikado (welche Lok?) steht:17.03.1941

Ich gehe davon aus, das die einzelnen Lokomotiven bzw Baureihen nacheinander
mit unterschiedlichen Anordnungen/Verfügungen auf 140 km/h runtergestuft
wurden. Die Frage ist, wie wurde das durchgesetzt? Evtl erst mit einem RAW-
Aufenthalt oder mit Weisung an die jeweiligen Bw´s zur sofortigen Umsetzung
dieser Anordnungen mit händisch angefertigeten Geschwindigkeitsschilder d.h.
Schild umdrehen und auf der Rückseite mit Pinsel und Farbe die 140 km/h
anschreiben - bis angefertigte Gussschilder geliefert wurden?
Aber solche Dinge lassen sich halt nur durch Betriebsbuchauswertungen festmachen.

Was mir auch gefallen würde, wenn jemand die handschriftlichen Notizen
in "Klarschrift" mit angeben würde - :-)))

Und was mich noch interessiert - auf basiert der folgende Satz:
die planmäßige Höchstgeschwindigkeit der 05 mit den FD Berlin-Hamburg-Berlin betrug 145 km/h.

Bringt doch bitte belegte/belegbare Fakten - sonst ist das alles wie blindes stochern im Nebel.

Trotzdem vielen Dank auch für die gezeigten wunderbaren alten Fotos.

Viele Grüße vom Willi

Edit: Nr 01 1097 in richtige Nr 01 1079 geändert ( Danke Walter ;-D )

Willi Ess - Der Lemgoer




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.08.17 21:20.
Willi schreibt:

Bringt doch bitte belegte/belegbare Fakten - sonst ist das alles wie blindes stochern im Nebel.

Recht hat er. Wenn ich für meine Berichte Fakten zusammentrage, haben die Fundstellen, aus der die Quelle ersichtlich ist (entweder verbal benannt oder abgebildet), immer einen größeren Grad an Glaubwürdigkeit.
Dank an Willi, dass er bei aller Diskussion um technische Angelegenheiten die Bilder nicht vergessen hat - E. Schüler erfreut es in großem Maß!

So, und nun bastele ich den nächsten Bericht weiter - schließlich soll der E 504 nach Duisburg im Jahre 1958 pünktlich abfahren, damals fuhr er auf Sekundensprung - nachweislich. Das wird eine schöne Mitfahrt ...

Uwe



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 14.08.17 20:20.
Willi Ess schrieb:
So langsam habe ich echt Probleme mit den div Verfügungsdaten.
Bei 03 1010 steht: 25.02.1941
Bei Ebel 01 1097 steht: 08.03.1941
Bei Mikado (welche Lok?) steht: 17.03.1941
Ist eigentlich ganz einfach, nämlich streng hierarchisch-chronologisch sortiert: Zuerst kam das RVM am 25.02.1941, es folgte das RZA per 08.03.1941 und schließlich die Direktion am 17.03.1941 - Letzteres dürfte, je nach Direktion, an unterschiedlichen Tagen erfolgt sein. Halbwegs anschaulich kann man das hier erkennen:


--2017-08-14--20-34-56.jpg


Leider fehlt auf dieser Seite die Angabe der Direktionsverfügung. Im obengenannten dritten Fall dürfte erneut die 01 1079 gemeint gewesen sein. Und bevor die Frage kommt: Die geänderten Gewichtsangaben beziehen sich auf die Gegebenheiten nach Abbau der Verkleidung ab 1950.

Wie das nun mit der Geschwindigkeitsänderung in der Praxis vonstatten gegangen ist, kann ich nicht sagen. Bei der 03 1054 beginnen die Bauartänderungen erst 1950 mit dem Abbau der Stromlinienverkleidung, vermutlich fehlt hier eine ganze Seite im Buch.

Lothar Behlau, der aber weiterzusuchen gedenkt

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http://www.wagonslits.de/phpbb2/album_mod/upload/cache/wr_2764_ausstellungszug_genovapp_091187_3LotharBehlau.jpg http://www.wagonslits.de/phpbb2/album_mod/upload/cache/wsp_4029_abgest_atelieroostende_caxx67LotharBehlau.jpg http://www.wagonslits.de/phpbb2/album_mod/upload/cache/wl_uh_4597_aus9103_256_genovabrignole_290782LotharBehlau.jpg http://www.wagonslits.de/phpbb2/album_mod/upload/cache/wr_2764_280_bolzano-bozen_070882LotharBehlau.jpg http://www.wagonslits.de/phpbb2/album_mod/upload/cache/wl_mu_4810_aus205_281_genovapp_0704871.jpg http://www.wagonslits.de/phpbb2/album_mod/upload/cache/wr_4265_485_parisnord_300387LotharBehlau.jpg http://www.wagonslits.de/phpbb2/album_mod/upload/cache/wl_mu_4828_aus205_281_genovapp_121087LotharBehlau.jpg http://www.wagonslits.de/phpbb2/album_mod/upload/cache/wr_2858_234_romatermini_020581LotharBehlau.jpg
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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.08.17 01:13.

Verfügungsdaten

geschrieben von: Willi Ess

Datum: 14.08.17 21:24

Hallo Lothar

Ja - mit diesen Infos wird die Sache schon klarer. Die hierarchischen
"Anordnungsverfügung" hatte ich bezüglich der mir nicht so sehr
geläufigen Handschrift nicht berücksichtigt. So eine Handschrift,
die ja auch noch von Person zu Person ihre Eigentümlichkeiten im
Laufe der Jahre erfährt, kann ich persönlich nur sehr schwer - und
dann auch nur im logischen Satzzusammenhang 2entziffern!

Vielen Dank für Deine profunde Hilfe.

Und tschüüüüüsssss ruft

Willi

Willi Ess - Der Lemgoer
Willi Ess schrieb:
Bei Ebel 01 1097 steht: 08.03.1941 Bei Mikado (welche Lok?) steht: 17.03.1941
Auf dem von mir eingestellten Urkundenausschnitt für 01 1079 findest Du beide Datumsangaben …!



Zitat:
Bringt doch bitte belegte/ - belegbare Fakten — sonst ist das alles wie blindes stochern im Nebel
Ich glaube nicht, dass es sich bei den gezeigten (zugegebenermaßen aus der Sekundärliteratur stammenden) Dokumentkopien um „unglaubwürdiges“ Material handelt. Ich halte sie daher als genügend geeignet dafür, als Beleg zu dienen …!



Gruß

Walter
Stehe ganz auf Deiner Seite Lothar ....

Hier mal kurz ein weiterer Nachweis dazu.

Ich hoffe man darf das in dem Fall hier abbilden zu Informationszwecken zu diesem Thema,
Erstschrift befindet sich im Museum Nürnberg.


Aufzeichnen.JPG

Abendgruß kalte Reserve


Bei alldem nicht zu vergessen, Dank an Herrn Schüler für das festhalten damals
und Uwe natürlich für die Aufbereitung .

Re: Absenkung der zul. Höchstgeschwindigkeit auf 140 km/h

geschrieben von: Mw

Datum: 14.08.17 21:58

Durfte denn 1941 überhaupt noch mit planmäßigen Zügen so schnell gefahren werden? Man vergleiche doch mal im "Deutschen Kursbuch" die Fahrzeiten zwischen 1939 und 1941.
Von daher wäre die Diskussion über 175, 150, 145 oder 140 km/h sehr akademisch ...

Gruß
Mw

Bei der Fülle des zu verarbeitenden Materials sind einzelne Fehler oder Unrichtigkeiten nicht gänzlich zu vermeiden (Kursbuch Deutsche Bundesbahn)
Hallo Walter und alle anderen

Bei meinem Satz :" Bringt doch bitte belegte/ - belegbare Fakten — sonst ist das alles wie blindes stochern im Nebel"
wollte ich nur andeuten, daß genau nur mit diesen hier gezeigten Betriebsbuch Scans jeder selbst erkennen kann, daß
verschiedene Verfügungsdaten - und scheinbar von Lok zu Lok oder Standort /Bw zu Standort /Bw unterschiedliche
Datumsangaben und Verfügungsbezüge angewendet wurden!

Von der kalten Reserve wurde ja dankenswerter Weise ein Scan von der 03 1046 mit dem hier nun NEUEN Datum 10.04.1941 gezeigt.

Die allgemein zugängliche Sekundärliteratur halte ich wohl sehr gut recherchiert und glaubwürdig.
- Jedoch die Angabe über die 145 km/h für von der 05 geführten FD´s ohne Bezugsangabe - eher nicht.


So werden auch Fehler wie das falsche Datum 25.01.1941 aufgedeckt und nicht weitergetragen.
Wir sind alles nur Menschen und können mal einen Fehler machen - so wie ich natürlich auch ;-)
Dank an Walter, der mich auf meinen Zahlendreher der 01 1097 <-> 01 1079 aufmerksam gemacht hat.

Trotzdem Dank an alle und einen schönen Tag

Willi Ess - Der Lemgoer

akademisch – oder vielleicht lebensrettend?

geschrieben von: Detlev Hagemann

Datum: 15.08.17 08:46

Viele Behörden-Bahner legten während des Krieges hohe Betriebsamkeit bei behördlichen Dingen an den Tag. Denn jeder Einsatz hier könnte den Einsatz an der Front verhindern …

Gruß Detlev Hagemann

Politiker werden nach ihrer Standfestigkeit beurteilt; leider beharren sie deshalb auf ihren Irrtümern Oscar Wilde

Das 1958-Projekt | Beiträge zur Eisen­bahn­geschichte von H. Kiderlen
Moin,

als Schlusspunkt möchte ich zu den beiden Themen zur Klarstellung dieses beitragen:

Die 145 km/h durften nur zwischen Wittenberge und Hamburg gefahren werden, weil dort der Vorsignalabstand auf 1200 m vergrößert worden war.
Alfred Gottwald hatte damals genau recherchiert und in seinen beiden 05-Büchern (Frankh-Verlag S.71 und EK-Verlag S.121) dies beschrieben.
Ebenso in meinem Buch: Die schnellsten Dampfzüge S.39 (ich hatte das bei der Recherche irgendwo im Archiv des VM Nürnberg gelesen. Das Gottwald-Buch bekam ich erst später).
Im Übrigen fuhren ab 1939 bis Mai 1940 auch die SNCB Atlantics diese "krumme" Höchstgeschwindigkeit zwischen Brüssel und Ostende.

Zur Reduzierung der Vmax der 01.10: Da gibt es 2 Anordnungen: Die erste vom 24.11.1940 mit der Einschränkung, dass in Ausnahmen 150 km/h gefahren werden könnten (was während des Krieges aber nie genutzt wurde). Und die Verfügung vom 24.12.1950 mit der endgültigen Reduzierung auf 140 km/h, Das die Kesselschilder teilweise erst 1941 gewechselt wurden ist klar, aber nicht relevant.

Hier die Scans (mit einem Dankeschön an den unermüdlichen "Aktenentdecker" Klaus Hopf):

https://abload.de/img/01.10150auf140kmhvfg.sdk8e.jpg

https://abload.de/img/fkl_868-201.10m.140kmubkvi.jpg

https://abload.de/img/01.10150auf140kmhvfgv75j43.jpg

https://abload.de/img/fkl_868-501.10m.140km74k8z.jpg



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.08.17 10:38.

1941 war der Krieg doch schon so gut wie gewonnen...

geschrieben von: OttoBahn

Datum: 15.08.17 12:08

...glaubte zumindest das militärische Genie das den deutschen Staat lenkte. Es konnte sich nur noch um Wochen handeln, bis die Briten in die Knie gehen würden und ab September stand dann der Sieg über die Russen vor der Tür. Die militärische Auseinandersetzung war doch nur eine Episode an dessen Ende der "Triumph des Willens" stehen würde und bis dahin hatte man ja auch scheinbar Recht gehabt. Also konnte man auch weiter für die gloriosen Zeiten danach treffen und die Planer des RVMs waren bei den Planungen eh nur nachrangige Beamte.

Otto Bahn

Ein gänzlich neues Bild

geschrieben von: Willi Ess

Datum: 15.08.17 16:00

Hallo zusammen

Jetzt bin ich aber platt!!!
Was da schon viel früher, ab 1936, an Gedanken bezüglich
der Höchstgeschwindigkeit ins Spiel gebracht wurden!!!

Und ich habe es so interpretiert, daß im Zuge der Zurückschneidung die HG
abgesenkt wurde: Gleichzeitig mit der Sonderarbeit 754 wurde durch Verfügung
des RZA vom 08.03.1941.....

Und darum ist es um so dankenswerter, die als Basis dienenden Originale zu
zeigen. So wird ein Schuh daraus!

Aber bezüglich des Geschwindigkeitsschildes auf dem Führerstand.... Ich möchte
den Kontrolleur einmal sehen, wenn nach Herabstufung auf 140km/h immer noch
150 km/h angeschrieben stand - und evtl auch noch gefahren wurde....
aber egal - Schnee von vorm Krieg.

Nur was mich noch wundert, daß diese Verfügung zur Herabsetzung auf 140km/h
mit so vielen unterschiedlichen "Institutionen" genannt bzw vermerkt wurden.

Vielen Dank an alle und Gruß vom Willi[color=crimson][/color]

Willi Ess - Der Lemgoer
Hallo!

Davon ist klar auszugehen, dass die Züge nicht schneller als 120 km/h fuhren. Die Höchstgeschwindigkeiten wurden von Jahr zu Jahr immer weiter herabgesetzt. 1944 soll noch maximal mit 100 km/h gefahren worden sein. Ausnahmen u. U. noch möglich, da u. a. ein Eiltriebwagen Breslau - Hirschberg (Riesengebirge) bis Königszelt eine Reisegeschwindigkeit von etwas mehr als 90 km/h erreichte.

Kai-Uwe, der "Cottbuser"

Mit freundlichen Grüßen

Der Cottbuser
Für mich die schönste S-Lok, die das RZA jemals zustande gebracht hat. Gerade die 05 003 mit den Wagnerblechen. Gut, die hoch angebrachten Lampen wirkten wie bestellt und nicht abgeholt, eine offene Front wie bei der 01.10 und 03.10 hätte den Lok besser gestanden.
Merkwürdig auch, daß die 05 001 erhalten wurde und nicht die Rekordlok 05 002. Von der existiert ja noch der Treibradsatz bei Krupp, die die Lok ja wohl auch zerlegt haben...
Schade, die wäre vor der DB Hauptverwaltung wohl besser aufgehoben gewesen...
Danke für die viele Info!

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