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 04 - Historische Bahn 

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Re: S 37.19

geschrieben von: QJ 7002

Datum: 11.08.17 14:21

Das Gewicht lag immerhin auf sieben Achsen, da klappte das mit den gut 19 Tonnen.

Gruß

Martin
Hallo Uwe,

nachdem ich Deinen fulminaten Beitrag letzte Nacht schon einmal gelesen hatte, hat es mir schlicht und einfach die Sprache verschlagen. Ich hatte nicht gedacht, daß es noch so viele Bilder von den 05 gibt, die Du da in Deinem Beitrag präsentierst. Und daß die 05 planmäßig nach Hannover gekommen sind, wußte ich auch nicht. Bemerkenswert ist auch Deine Statistik über die Laufleistungen und die Verfügbarkeit der 3 05er.

Die Bilder der 05 002 vor dem aus Umbau-Dreiachser bestehenden Kindersonderzug zeugen schon für den Niedergang der stolzen Renner. Sie schmerzen genau so wie die Bilder der Stuttgarter P 10 vor Bauzügen.

Ich habe Deinen Beitrag sehr genossen!

Vielen Dank auch an die anderen Bildautoren für die seltenen Bilder!

Gruß
Detlef

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/58/781958/6331313862616564.jpg

Re: S 37.19

geschrieben von: VictorPM

Datum: 11.08.17 14:30

Klar, aber man hätte das auch etwas anders verteilen können für etwas mehr Reibungsgewicht.

Oder auch nicht. Gerade nochmal das Taschenbuch von Obermayer herbeigeholt, hatte irgendwie in Erinnerung daß da 20 t erwähnt wurde, aber das war bei der 06.
Die Lok war natürlich auch für leichte, sehr schnelle Züge gedacht :-)

Gruß, Victor

NL




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.17 14:36.
xBurt schrieb:


Potthässlich sind ja die Stirnlampen...

Viele Grüße, xBurt.

Dem kann ich nur zustimmen :-(

Gruß
Horst

Mittlere Achslast in Mp

geschrieben von: Sachsenstolz

Datum: 11.08.17 14:55

@ Martin,

bei der Berechnung der mittleren Achslast spielen die nichtgekuppelten Achsen aber keine Rolle!

Die Reibungslast der 05 001 und 002 lagen bei 57,6 Mp, geteilt durch die Anzahl der gekuppelten Achsen 3 ergibt eine mittlere Achslast von 19,2 Mp. Dieser Wert liegt zwischen 18,91 und 19,95 Mp und somit hat gem. DV 939Tr die Ziffer 19 auf dem Gattungszeichen zu stehen. Das klappt selbst noch für die 05 003 (in der KSt-Ausführung), denn da lag die Reibungslast bei 59,0 Mp und damit die mittlere Achslast bei 19,67 Mp.

Uwe
Stimmt völlig!

Auch wenn es sicher viele User als "Fake News" sehen.
Nach dem unter absoluter Geheimhaltung gelaufenem Verkauf an die DR und der dort 1959/60 im Raw Zwickau genauso geheimen Rekonstruktion sah die 05 003 dann so aus:

http://up.picr.de/30052290qr.jpg

http://up.picr.de/30052291wv.jpg

Uwe, der sich gern an den Modellumbau und den damit verbundenen Bericht vom 01.04.2014 hier erinnert ;-))
Hallo Uwe,

vielen Dank für diesen besonderen Beitrag, der spektakuläre Bilder mit gut aufbereiteten und interessanten Informationen und Dokumenten zuammenführt. Bestes HiFo - Print-Qualität!

Schöne Grüße, auch an die Bildautoren

Stefan

Re: S 37.19

geschrieben von: ytracks

Datum: 11.08.17 17:34

Höhere Reibungslast bei schnellfahrenden Maschinen ruiniert den Oberbau ziemlich schnell, zumal bei Dampfloks. Die Gegengewichte auf der Treibachse gleichen das Gewicht der Kolben und der Treibstange nicht vollständig aus um das 'hämmern' (be- und entlasten des Rades im Takt der Umdrehung) in Grenzen zu Halten.

Die BR05 dürfte bei 140km/h (ganz zu schweigen von den Vorkriegs 175km/h) den Oberbau ziemlich malträtiert haben.
Wenn man mal in die E-Fraktion guckt hat es schon Sinn gemacht die legendäre E-03 auf Leichtbau zu trimmen. Ihre 114t sind schon etwas entspannter für den Oberbau als die 126t der E50. Und wer die Bilder der Gleise nach der französischen Rekordfahrt der CC7107 kennt hat plastisches Anschauungsmaterial.
siehe hier [bpcv.free.fr] runterscrollen zum letzten Bild.

Ytracks



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.17 19:49.
guten Tag,

sehr schöner Beitrag, der die Bände des EK und die Bände von A. Gottwaldt bestens ergänzt. Vielen Dank.

Was mir wiederholt auffällt, ist der DB Keks an der 05002 (bewußt ohne Abstand in der Nr.) auf einer Betriebsaufnahme. Zudem der Tender 2`3 T 38 von der 45er zum Aufnahmezeitpunkt,(statt des regulären 2`3 T 37).

Von der 05003 kenne ich kein Foto mit dem DB-Emblem im Betriebszustand - lediglich abgestellt.

mit freundlichen Grüßen, dr. wolf

Re: S 37.19

geschrieben von: McSauerkraut

Datum: 11.08.17 19:45

Moin zusammen,

erst mal ganz herzlichen Dank an Uk-Old für die Bilder einer der - trotz aller technischen Mängel und Macken - schönsten deutschen Dampfloks. Nur schade, dass die 05 003 damals nicht in Hannover abgelichtet wurde ...

Es war schon auch mit der 05 ein gutes Stück Arbeit, die leichten F-Züge in doch recht angespannten Fahrplänen - die durften damals nur Vmax = 120 km/h fahren! - mit einem Schnitt von 100 km/h über die Route zu bringen, ob der Kohleverbrauch wikrlich so viel höher als bei 03.10 war, ist fraglich - da müsste ich mal in meine Quellen gehen.

Nun zu Ytracks:
Du hast geschrieben:
Zitat:

Höhere Reibungslast bei schnellfahrenden Maschinen ruiniert den Oberbau ziemlich schnell, zumal bei Dampfloks. Die Gegengewichte auf der Treibachse gleichen das Gewicht der Kolben und der Treibstange nicht vollständig aus um das 'hämmern' (be- und entlasten des Rades im Takt der Umdrehung) in Grenzen zu Halten.

Die BR05 dürfte bei 140km/h (ganz zu schweigen von den Vorkriegs 175km/h) den Oberbau ziemlich malträtiert haben.
Wenn man mal in die E-Fraktion guckt hat es schon Sinn gemacht die legendäre E-03 auf Leichtbau zu trimmen. Ihre 114t sind schon etwas entspannter für den Oberbau als die 126t der E50. Und wer die Bilder der Gleise nach der französischen Rekordfahrt der CC7107 kennt hat plastisches Anschauungsmaterial.


Zunächst: Die 175 km/h waren zwar als Hg zugelassen, doch auch vor 1939 durften die 05er im Plandienst maximal 145 km/h fahren, die Fahrpläne der F23/F24 waren m.W. sogar "nur" auf 135 km/h ausgelegt.

Bei den großen Treibrädern war die Drehzahl - die beeinflusst, denke ich, auch den Schienen-/Radverschleiß - noch moderat (bei 135 km/h etwa 312 1/min, eine 01/01.10/03/03.10 bei gleicher V: etwa 358 1/min). Das Dreizylindertriebwerk sorgte auch für einen wesentlich ruhigeren Lauf als ein Zweizylindertriebwerk, so dass dieser Einfluss bei der 05 eher geringer als bei gleichschnell laufenden 01 oder 03 Maschinen gewesen ist (und ein Tatzlagerantrieb einer DE- oder Elok haut bei gleicher Geschwindigkeit noch etwas stärker aufs Gleis). Der Nachteil des Drillings ist aber: höherer Dampf- und Kohlkeverbrauch bei gleicher Leistung ...

Ansonsten gilt tatsächlich, dass Loks, die sehr schnell fahren sollen, eher leicht zu halten sind. Deshalb ist der TGV auch so ein Gewichtssparzug geworden, beim ICE 1 legte man Wert auf großen Komfort, der aber Masse bedingt und dementsprechend ist auch der Einfluss auf die Gleise - als Fahrgast ziehe ich die deutschen ICE 1/2 den TGV aber vor ...

Soweit

Stefan (McS.)
Ich schliesse mich den Vorgängern an, sensationelle Bilder.
Ob das Bild 8 von Herbert Schambach die 05 001 in Essen aber in ihrer Glanzzeit zeigt wage ich zu bezweifeln. Es ist schon interessant das die Abdeckung des Speisedoms während einer Zugfahrt geöffnet ist, ganz so wie auf den späteren Schambach Bildern bei der 05 002 auf dem Schrottplatz.

Ytracks
Hallo!

Dank an Euch, der Beitrag ist super!
Den lege ich zum EK 05 Buch minimal für Din A4 angepasst.

Zur 05 mit By3ge:
Auf dem Bild 29 von Dr. Heimbach ist 05 001 mit pr. Abteilwagen bei/in Pattburg (Padborg(DK) vmtl. nach dem 1.9.1939 zu sehen...

Ein wenig schade, das die DB kein Interesse an der 05 hatten, so das die Hu bei KM nur noch repräsentative Wirkung hatte. Der gelungene 01.10 Kessel hätte der 05 mit gewissen Anpassungen sicherlich gut getan und die Loks sicherlich bis zu Beginn der 70 er mit attaktiven Zugleistungen glänzen lassen.

Gruß
thomas.splittgerber, berlin



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.17 20:10.

Re: S 37.19

geschrieben von: Mw

Datum: 11.08.17 20:33

Die CC7107 malträtierte den Oberbau, nachdem sie nach Erreichen der Höchstgeschwindigkeit und Zerschmelzens des Stromabnehmers ohne "Kraft" ausrollen musste (wie abgebremst?) und dabei mächtig ins Schlingern kam, nicht während ihrer Fahrt unter Last an sich.

Gruß
Mw

Bei der Fülle des zu verarbeitenden Materials sind einzelne Fehler oder Unrichtigkeiten nicht gänzlich zu vermeiden (Kursbuch Deutsche Bundesbahn)

Re: Überführung 05 001 nach Nürnberg (mL)

geschrieben von: Mikado-Freund

Datum: 11.08.17 21:38

uk-old schrieb:
Bild 13: 05 001 ist bekanntlich als Exponat im VM Nürnberg erhalten geblieben [abload.de].
Guten Abend Uwe,

vielen Dank an alle, die zu diesem schönen Artikel beigetragen haben!

Zu dem Bild 13 passt mein Eintrag vom 17.09.2006 »[„Aus meiner Ausschneidephase“:]
„Wie sich die Bilder gleichen!“
«, dessen drei Scans ich soeben reanimiert habe.




Viele Grüße

Walter

___________________
Edit: Orthographie. Vielen Dank für den Hinweis! ;-)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.08.17 14:27.
Hallo,

nach "anstrengendem" Ortsdienst (von Basel nach Basel), hier der "Nachschlag"...

Reihungsplan des D 121 nach dem Zp AR vom 22.05.55

http://fs5.directupload.net/images/170811/2ker4vxg.jpg

Und so ging es als D 122 zurück:

http://fs5.directupload.net/images/170811/4y2n98s4.jpg

Hier die entsprechenden Umlaufpläne der BD Köln und Wuppertal:

Umlauf 2736 des Kölner Bbf stellt den Haupteil der Wagen, darunter auch das Packwagenunikat, dass wirklich planmäßig im Zug war. Ein weiteres Bild von ihm hinter einer 01.10 gibt es von C.B., leider habe ich das nicht.

http://fs5.directupload.net/images/170811/txslzrp8.jpg

Umlauf 2803 für den CRm

http://fs5.directupload.net/images/170811/clkovhew.jpg

Und der "allerletzte" Umlauf der DB (ist im Zp U wirklich so) 5788, Wuppertal-Steinbeck

http://fs5.directupload.net/images/170811/7g8fnu84.jpg

Und wenn eine 05 schwächelte, sah das auch mal so aus:

http://fs5.directupload.net/images/170811/5nf4mwzk.jpg

56 2140 mit D 121 am 02.11.54 in Gütersloh

MfG

MMM


"Die gebremste Ausführung hatte eine Handbremse, ob die Bremsklötze infolge Betätigung der Handbremse an den Rädern anlegt, kann wohl heute nicht so eindeutig geklärt werden. Der ungebremste Wagen verfügt auch über keine Bremsklötze."

Aus: [www.kleinbahnsammler.at]

(Muss man zweimal lesen, ist aber irgendwie genial... ;-))
Hallo Uwe,

das war's immer, was mir vorschwebte, wenn mal wieder der Leitsatz des HiFo bemüht wurde: "Die Qualität der Bilder sollte jedoch in einem vernünftigen Verhältnis zur gezeigten Situation stehen." Hier ist das Verhältnis ja so was von vernünftig, daß man es kaum steigern kann.

Komisch finde ich hingegen, daß man mal wieder über die Baugrundsätze des Kessels lamentiert, ausgerechnet bei einer Weltrekordlokomotive. Daß die Zielstellungen der Entwicklung bei der DR etwas anders waren als in Nordamerika, sollte man einfach akzeptieren. Auch gibt es Stimmen, die lange Rauchkammern nicht so gruselig finden, sondern darauf hinweisen, daß diese für eine gleichmäßigere Verteilung des Saugzuges über die gesamte Rohrwandfläche sorgen - siehe auch die nachträgliche Verlängerung bei 18 316. Natürlich ist das alles relativ und aus der reinen Beobachterwarte auch spekulativ. Das kann man ernsthaft nur anhand von Meßwerten der Versuchsanstalten diskutieren. Dafür haben die sich die Mühe ja gemacht.

Aber es gibt einen ganz anderen Aspekt, der die - sagen wir mal - Distanzierung der DB von der BR 05 viel eher erklärt. Die DB betrieb sie nämlich mit einem reduzierten Kesseldruck, von 20 auf 16 bar. Dafür waren dann plötzlich die Zylinder für das ursprüngliche Leistungsspektrum nicht mehr geeignet, weil im Durchmesser zu klein. Die Folge war ein schlechtes Beschleunigungsvermögen und ein Fahren mit größerer Füllung für eine bestimmte Leistungsentnahme, womit bekanntlich ein größerer Verbrauch an Wasser und Kohle einhergeht. Ich habe auch noch einen Zeitzeugen der 05-Einsätze kennenlernen können, der als junger Ingenieur bei der Versuchsanstalt Minden nahe genug dran war, und genau dieses Verhalten beklagt hat.

Die zeitige Abstellung der BR 05 bei gleichzeitig guter Zuverlässigkeit - wie wir hier lernen konnten - könnte ich mir jedenfalls so erklären.

Viele Grüße

Klaus

Re: Kesseldruck

geschrieben von: VictorPM

Datum: 11.08.17 22:49

Die Herabsetzung des Kesseldrucks hat Obermayer auch schon in sein Taschenbuch erwähnt. Und die kleinen Zylinder fielen mir hier schon beim ersten Bild auf :)

Gruß, Victor

NL
Genau dies war der Grund für die Ausmusterung der Maschinen.

Dies erzählte mir mein Vater ,der von 1949-1974 Lokführer im BW Hannover Ost war

und auch diese Maschinen wenn auch selten aber gefahren hat.
Hallo,

an dieser Stelle möchte ich nun,wie viele andere User auch,meine Begeisterung über die bisher unbekannten und hervorragenden Bilder der Baureihe 05 zum Ausdruck bringen!

Für mich persönlich der Oberhammer ist das Bild der 05 003 mit dem D121 in meiner Heimatstadt Gütersloh!Ich hätte nie geglaubt,daß ein solches Foto existieren würde.Echt Wahnsinn!
Genauso sensationell für mich das Bild aus Gütersloh mit der G8.2 als "Ersatzlok".Die G8.2 war über lange Jahre in Gütersloh beheimatet.Interessant zu wissen,aber wohl nicht mehr zu klären wäre die Frage,ob die 05 am Tag der Aufnahme in Gütersloh vom Zug gegangen und durch die G8.2 ersetzt wurde...
Bei nochmaligem Betrachten des Bildes lässt sich die Frage mit einiger Wahrscheinlichkeit doch noch klären:Es ist ganz schwach zu erkennen,daß da gerade jemand zwischen Tender und erstem Wagen hervorkommt,evtl.der Heizer von 56 2140,der gerade die Lok an den Zug gekuppelt hat.Der Herr mit schwarzer Mütze und im schwarzen Mantel auf dem Bahnsteig an Gleis 2,sicher ein Bahnmitarbeiter,sieht genau in die Richtung und scheint sich mit dem Kuppler zu unterhalten.Wenn am Tag der Aufnahme dann wirklich eine 05 den D121 befördert hat,ist es somit gut möglich,daß ins Bw Gütersloh (das meines Wissens 1955 schon geschlossen wurde) tatsächlich eine 05 wegen Lagerschaden o.Ä. zur Reparatur eingerückt ist....

Ganz großen Dank für alle hier gezeigten Bilder und viele Grüße

Klaus



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 12.08.17 10:53.
Daß die 05 ursprünglich mit 20 bar Kesseldruck betrieben wurde habe ich nicht gewußt.
Grüße
Ulrich

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