1 – Budapest – eine fantastische Tram-Stadt! Auf dem Moszkva tér (inzwischen umbenannt in Szell Kalman tér), 30.3.1972
Auf der Hinreise nach Rumänien (siehe [
www.drehscheibe-online.de] ) reisten wir über Budapest. Zurück planten wir über Belgrad – Zagreb zu fahren. Wegen einer Pocken-Epidemie wurden aber Ende März 1972 die Grenzen zu Jugoslawien abrupt geschlossen. So mussten wir unsere Pläne ändern, der Rückweg führte uns nochmals durch Ungarn.
Gute Freunde vom SEAK hatten uns Kontakte zu einem Budapester Kollegen vermittelt – einem sehr renommierten, hoch kompetenten und menschlich überaus angenehmen Herrn in – damals - jüngerem Alter. Sein Name sei hier nicht verraten, denn ich habe – ausser damals – nie persönlich mit ihm sprechen können. Sein Name taucht aber immer wieder in Fachmedien auf, auch heute noch. Ungarn-Kenner werden genau wissen, um wen es sich handelt! Ich freue mich jedes Mal, wenn ich seinen Namen lese und erinnere mich dann mit grossem Vergnügen an die Erlebnisse, die wir ihm verdanken.
Und so wurden wir auf der Hinreise in Budapest von diesem freundlichen Kollegen in Empfang genommen. Am Nachmittag des 30. März 1972 zeigte er uns einige Highlights des BKV-Strassenbahn-Betriebs. Es ging alles sehr schnell. Die vielen Orte, die wir besucht haben, habe ich mir nicht merken können. Ich bitte um Nachsicht! Danke an alle, die zur Lokalisierung der Bilder beigetragen haben! Ich habe Eure Informationen nachträglich bei den Bildern eingepflegt.
Am Morgen des 31. März sind wir dann nach Cop weiter gereist.
Auf der Rückreise trafen wir am 11. April 1972 gegen Abend in Budapest ein und wurden wiederum von unserem netten Kollegen in Empfang genommen. Am 12. April besuchte er mit uns die «grüne» Vorortsbahn Budapesti Helyiérdekű Vasút (BHÉV), das Budapester U-Bahn-System und einen Lokfriedhof. Dann begleitete er uns auf den Bahnhof, wo wir den «Wiener Walzer» bestiegen, der uns über Nacht zurück nach Hause brachte.
2 – Aus dem «Wiener Walzer». Zwischen Hegyeshalom und Budapest. 30.3.72
3 - Moszkva tér (heute Széll Kalman tér)
4 - Vaci ut, im Hintergrund der Marx tér (heute Nyugati tér)
5 - Morics Zsigmond körtér
6 - Moszkva tér (heute Széll Kalman tér)
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8: In der nähe am Határ út.
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3 bis 10 – Einige weitere Strassenbahn-Impressionen. 30./31.3.72 und 12.4.72
9 und 10: In der ehemaligen Endstation der Linie H der HÉV zwischen Csepel und Pesterzsébet, Határ út. Hier war auch der Knotenpunkt für SL 13, 30 und 31.
11 – Vor der Weiterfahrt. Westbahnhof Budapest bzw Nyugati pu, 31.3.72
Die Nohab trägt ein Schild mit der Parole "es lebe der 4. April", im Hinblick auf den bevorstehenden Feiertag (am 4. April 1945 wurde Ungarn durch die Rote Armee befreit).
Anmerkung: Der 1. April 1972 war Karfreitag, der 3. April nach unserem Kalender Ostern.
12 – Aus dem Zug auf der Fahrt von Budapest nach Cop: Eine «Klapperschlange» der MAV. 31.3.72
13 und 14 – MAV 275.046 in Karcag und eine 375, aufgenommen aus dem Zug. 31.3.72
15 – Auf der Rückfahrt, in Békéscsaba. 11.4.72
17 - In der Endhaltestelle "Császárfürdő", betrieben zur Zeit des Tunnelbaus zwischen der Margarethenbrücke und dem Batthyány tér.
19 - In der ehmaligen Endstation der Linie H der HÉV zwischen Csepel und Pesterzsébet, Határ út.
16 bis 21 – Abwechslungsreicher Betrieb auf der BHÉV mit Fahrzeugen aus mehreren Epochen.30.3.72 und 12.4.72
Bild 18: Vagohid (heute Közvagohid)
22 – Diesellok mit elektrischer Heizeinrichtung, gespeist ab Fahrleitung. Deshalb der Stromabnehmer! 12.4.72
23 – Güterverkehr auf der BHÉV. 12.4.72. In Vagohid (heute Közvagohid).
24 – BHÉV-Bahndienstzug. 12.4.72. In der ehmaligen Endstation der Linie H der HÉV zwischen Csepel und Pesterzsébet, Határ út.
25 bis 28 – Depot-Szenen im heute nicht mehr existierenden Depot Vagohid (heute Közvagohid). 12.4.72
29 bis 31 – Budapest erhielt als erste Stadt Kontinentaleuropas eine U-Bahn, die Földalatti. Zur Zeit unseres Besuchs fand beim Rollmateriel der ältesten U-Bahn-Linie gerade ein Generationenwechsel statt. Hier Triebwagen der alten Generation, zusammen mit später gebauten Anhängewagen. 12.4.72
32 und 33 – Ein neuer Triebwagen auf Zustellfahrt über die Strassenbahn-Gleise und auf U-Bahn-Gleisen. 12.4.72
34 – Moderne U-Bahn-Linie 2, gebaut nach Moskauer Vorbild. 12.4.72
Endstation Fehér ut, Blick auf das Betriebsgelände. Der abgebildete Zug verlässt die Station und fährt Richtung Zentrum.
35 bis 37 – Güterverkehr auf der Budapester Strassenbahn! 12.4.72
aufgenommen im 10. Bezirk (Köbanya, in der Bihari utca).
38 – Lokfriedhof im Bahnhof Budapest-Vizafogo, einem Vorortsbahnhof im Norden von Pest, damals bereits ohne Personenverkehr. Von hier wurden die damals noch zahlreichen Industrieanschlüsse in dieser Gegend bedient. Auf dem Schrottgleis wurden ausgemusterte Loks zerlegt, einige aber zwecks musealer Aufbewahrung hinterstellt. Den Bahnhof gibt es heute nicht mehr, inmitten von Wohnblocks und Parkanlagen steht aber immer noch das inzwischen renovierte Empfangsgebäude.
Vorne die 520.065. 12.4.72
39 – 411.005. 12.4.72
40 – 375.1001. 12.4.72
41 – 275.502. 12.4.72
42 – 377.493. 12.4.72
43 – 328.054. 12.4.72
Diese Lok ist bis heute erhalten geblieben.
44 bis 46 – 242.001. Vier solche 2’B2’-Stromlinien-Tenderloks wurden einst für den Schnellverkehr zwischen Wien und Budapest gebaut. Die abgebildete Lok ist später wieder fahrtüchtig aufbereitet worden.
47 – 376.509. 12.4.72
48 – 342.006. 12.4.72
Diese Lok ist bis heute erhalten geblieben.
49 – Zum Schluss ein etwas schöneres Bild: Die 520.008 haben wir unter Dampf angetroffen. Auf den Ausziehgeleisen des Verschiebebahnhofs Rakosrendezö, wo die 520er am Ablaufberg tätig war. 12.4.72
Bernhard Studer
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