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 04 - Historisches Forum 

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[CCCP] Lwow 1972

geschrieben von: Bernhard Studer

Datum: 11.07.17 10:40

Auf der Hinreise nach Rumänien (siehe [www.drehscheibe-online.de] ) reisten wir am 31. März 1972 von Cop nach Lwow, wo wir den 1. April verbrachten. Bereits in der Nacht vom 1. auf den 2. April fuhren wir über Ivano Frankowsk weiter ins rumänische Iasi.
Im 20. Jahrhundert war Lemberg zuerst österreichisch, später polnisch, dann deutsch besetzt, schliesslich sowjetisch (Lwow), und nun seit 1991 ukrainisch (Lwiw). Vor 100 Jahren lebte die damals mehrheitlich polnische Lemberger Bevölkerung mit bedeutenden jüdischen, ukrainischen, deutschen und armenischen Minderheiten zusammen. Heute ist die Bevölkerung fast ausschliesslich ukrainisch, daneben finden sich kleine Minderheiten von Russen, Weissrussen und Polen.
Im 20. Jahrhundert hat es die Geschichte mit dieser Stadt nicht sehr gut gemeint!

Hier einige Eindrücke von der meterspurigen Strassenbahn, damals betrieben mit Rollmaterial aus der DDR (VEB Waggonbau Gotha):


http://666kb.com/i/dku5mn4qzl0fterw7.jpg

http://666kb.com/i/dku5abbizvpokqbcw.jpg

http://666kb.com/i/dku5algpj06ksh534.jpg

http://666kb.com/i/dku5awhphh3nc4lxc.jpg

http://666kb.com/i/dku5b881ut97g6io0.jpg

http://666kb.com/i/dku5blp5ge8qzvda8.jpg

http://666kb.com/i/dku5bwj2nt3fw3z0g.jpg

1 bis 7 – Strassenbahn Lwow, 1.4.1972


http://666kb.com/i/dku5cls8rhb14gq2o.jpg

http://666kb.com/i/dku5cw02jkzuwu5mo.jpg

8 und 9 – Vor dem prächtigen Hauptbahnhof von Lwow, 1.4.1972


http://666kb.com/i/dku5drvicexmql24g.jpg

10 – Im Bahnhof Lwow, 1.4.1972


http://666kb.com/i/dku5eerdomb6tjabk.jpg

11 – Bahnhofhalle Lwow, 1.4.1972


http://666kb.com/i/dku5frofjmcg0yeww.jpg

12 – Bereitstehender Vorortszug in Lwow, 1.4.1972


http://666kb.com/i/dku5gd05dyveqbksg.jpg

Güterzug, geführt von der WL 8-963 (WL steht für Wladimir Lenin) in Lwow, 1.4.1972


Bedauerlicherweise stiess unsere Fotografier-Tätigkeit auf dem Bahnhof auf wenig Verständnis. So konnten wir leider nur diese Fotos machen ….

Bernhard Studer



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:07:11:22:37:04.

Re: [CCCP] Lwow 1972

geschrieben von: nogi

Datum: 11.07.17 12:28

Hat mir jemand einen Strick, um die Kinnlage wieder nach oben zu binden?

Nachdem die Rumänienbilder die Vorspeise darstellten ist dies ein Hammerhauptgang.

Danke fürs zeigen
Gruss Lukas

Re: [CCCP] Lwow 1972

geschrieben von: BR 213

Datum: 11.07.17 12:30

Danke für die interessanten Bilder. Eine Frage zu Bild 11. Ist zufälligerweise bekannt, was auf dem Spruchband am Dach der Bahnhofshalle steht?

zügige Grüße

FRANK

Mitglied im Verein Freunde der 212 001-2 e.V.

Re: [CCCP] Lwow 1972

geschrieben von: Bernhard Studer

Datum: 11.07.17 13:27

http://666kb.com/i/dku9wyjaapjyr7lx3.jpg

Was das wohl heissen mag?

Re: [CCCP] Lwow 1972

geschrieben von: DuKabina?!

Datum: 11.07.17 13:49

Moin,

beim ersten Wort bin (auch) ich überfragt, der Rest heißt dann ".... lebe der Marxismus-Leninismus". So, und nun versuchen wir es mit dem Schließen der nicht bekannten ersten Vokabel aus dem Zusammenhnag heraus und könnten den Spruch letztlich wie folgt übersetzen: "Lang lebe der Marxismus - Leninismus". Gut, lang könnte man auch durch "hoch" ersetzen. Solche Sprüche gabs ja westlich der Elbe in diversen Sprachen zu lesen.

Ich warte dann mal ruhig auf andere Angebote einer Übersetzung.

Grüße
Jens

Re: [CCCP] Lwow 1972

geschrieben von: Ol49-107

Datum: 11.07.17 14:14

... kommt hin - es ist eben kein schulrussisch, es ist ukrainisch.
Moin,

wenn der Kollege sich meldet dürfte das Rätsel fix und genau gelöst werden, der Gute hat in der Ukraine studiert
und, kann die Sprache wohl ganz gut...

Danke an den Themeneinsteller, tolle Bilder !

Gruß

Norbert

Re: [CCCP] Lwow 1972

geschrieben von: DuKabina?!

Datum: 11.07.17 14:26

Moin Ol 49 107,

ja auch wenns lange her ist, das Schulrussisch (neun lange beschwerliche Jahre, stets aber mit Note 1) reicht hier einiger Maßen aus, um auch das Ukrainische halbwegs zu entschlüsseln.

Grüße
Jens

Wo bleibt der KGB?

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 11.07.17 14:36

Hallo,

>Nachdem die Rumänienbilder die Vorspeise darstellten ist dies ein Hammerhauptgang.

Danke fürs zeigen<

Kann mich dem nur anschließen. Was ich mich Frage, fotografieren war damals im Ostblock ja nun nicht so unproblematisch, wie es ja heut zu Tage ist, noch dazu in der Sowjetunion Anfang der siebziger Jahre. Da ist es schon mehr als erstaunlich, das kein KGB, Polizei oder sonst was auch immer auf die fotografischen Tätigkeiten aufmerksam wurde und eingeschritten ist. Oder war das eine geführte Tour mit Fotogenehmigung?


MfG Bw Nysa.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:07:11:14:36:58.

Re: Wo bleibt der KGB?

geschrieben von: Bernhard Studer

Datum: 11.07.17 17:02

Es war schon recht kühn, in Lemberg so zu fotografieren, wie wir es getan haben. Auf den Bahnhof hat uns eine Intourist-Stadtführerin begleitet, die davon ausgegangen ist, in ihrem Land sei unser Tun rechtens. Eigentlich hätte sie uns die Stadt zeigen wollen.

Auf dem Bahnhof hat die Obrigkeit dann das Gespräch mit uns gesucht. Wir wurden protokollarisch einvernommen und die Filme wurden beschlagnahmt. Das war es dann im Wesentlichen.

Zum guten Ende geführt hat, dass ich mich an Friedrich Schiller orientiert habe. Dessen Willhelm Tell soll vor dem Apfelschuss zwei Pfeile vorbereitet haben. Den Reserve-Pfeil hatte er, gemäss Schiller, auf seiner Brust versteckt. Und so hatte ich an diesem 1. April 1972, fast wie weiland der Willi, einen Reservefilm in die Brusttasche gesteckt. Diesen konnte ich gegen den belichteten tauschen und anschliessend den unbelichteten der hohen Staatsgewalt aushändigen. Dieser unbelichtete wurde dann gleich an Ort und Stelle belichtet, indem ein Vertreter der Obrigkeit den Film ans Licht rausgezogen hat.

Mein Vorgehen war recht unverfroren, so etwas würde ich nicht mehr wagen. Hätte ich es damals aber nicht getan, ich könnte Euch die Bilder heute nicht zeigen!

Bernhard Studer



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:07:11:22:46:49.

Re: [CCCP] Lwow 1972

geschrieben von: Hubert G. Königer

Datum: 11.07.17 17:37

nogi schrieb: «Hat mir jemand einen Strick, um die Kinnlage wieder nach oben zu binden?»

Hallöle,
ich habe eine Bierflasche genommen... Und an Bernhard einen ganz herzlichen Dank für diese ganz speziellen Bilder! Ein echter Genuss...

Viele Grüsse,
Hubert.

Cine ia telefonul primul, plăteşte nota pentru toţi. Bocură-te de masă, în loc să stai pe telefon.
Wer als erster telefoniert, zahlt die Rechnung für alle. Geniesse Dein Essen, anstatt am Telefon zu spielen.
(Schild auf dem Tisch eines Restaurants in Timişoara)

Was das wohl heissen mag?

geschrieben von: Sachsenstolz

Datum: 11.07.17 17:46

"Хай живе марксизм-ленінізм" ->> "Es lebe der Marxismus-Leninismus" - selbst der Google-Übersetzer kommt dabei zur richtigen Lösung!

Uwe

Re: [CCCP] Lwow 1972

geschrieben von: ICE

Datum: 11.07.17 19:12

Hallo,

hammerhart! Interessant -auf Bild 8/9 steht (ukrainisch) Lwiw am Bahnhof, aber mit lateinischem "i", nicht mit dem kyrillischen.

Grüße - Helmut (ICE)

Re: [CCCP] Lwow 1972

geschrieben von: westring

Datum: 11.07.17 19:41

ICE schrieb:

Hallo,

hammerhart! Interessant -auf Bild 8/9 steht (ukrainisch) Lwiw am Bahnhof, aber mit lateinischem "i", nicht mit dem kyrillischen.

Grüße - Helmut (ICE)

Hallo,

das ist kein lateinisches "i", sondern ein kyrillisches "і". Dieses gibt es bis heute im Weißrussischen und Ukrainischen. Im Russischen wurde es mit der Rechtschreibreform von 1918 abgeschafft. Davor wurde es vor Vokalen und dem "й" genutzt.

Lwiw ist die ukrainische und Lwow die russische Version des Stadtnamens.

Gruß
westring

Re: Was das wohl heissen mag?

geschrieben von: rklein

Datum: 11.07.17 21:40

Hallo,

>> "хай живе марксизм-ленінізм" ->> "Es lebe der Marxismus-Leninismus"

oder auch "Lang lebe der Marxismus-Leninismus" ;-D

MfG R.Klein

Re: [CCCP] Lwow 1972

geschrieben von: iw

Datum: 11.07.17 22:37

Hallo Bernhard,

ich bin schon wieder sprachlos - total beeindruckend, was Du damals so photographiert hast.

Grüße iw
https://s20.directupload.net/images/user/241027/wynemlgu.jpg
Meine Bildbeiträge bei DSO: [www.drehscheibe-online.de], meine Bilder in der DSO-Galerie: [www.drehscheibe-online.de]

Re: Was das wohl heissen mag?

geschrieben von: DuKabina?!

Datum: 12.07.17 14:02

Hallo R.Klein,

hab jetzt auch mal den Googleübersetzer befragt und siehe da, eine meiner oben benannten Vermutungen wurden bestätigt. Der Spruch heißt kurz und knapp:

"Hoch lebe der Marxismus - Leninismus".

Da haben wohl meine Russischlehrer so viel falsch bei mir nicht gemacht.

Grüße
Jens

Re: [CCCP] Lwow 1972

geschrieben von: ICE

Datum: 12.07.17 14:14

Danke ("lateinisch" war natürlich falsch). Man lernt ja glücklicherweise nie aus. Immerhin wurde also auch zu Zeiten der Sowjetunion ganz offiziell Ukrainisch beschildert.

Helmut (ICE)

Re: [CCCP] Lwow 1972

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 12.07.17 14:22

DuKabina?! schrieb:

Moin Ol 49 107,

ja auch wenns lange her ist, das Schulrussisch (neun lange beschwerliche Jahre, stets aber mit Note 1) reicht hier einiger Maßen aus, um auch das Ukrainische halbwegs zu entschlüsseln.

Grüße
Jens

Streber... ;-)) Ich habe mich da immer mit auswendig lernen und schnellem Wörterbuchhandling durchgemogelt... könnte ja keiner ahnen das man die Sprache hier mal braucht...

MfG

"Gibt es zwei- bzw. dreiachsigen Reko-Wagen der DR (Bage, Baage, Dage oder Bagtre), die die gleiche Breite aufweisen, wie die vierachsigen Reko Wagen z. b. der zuvor genannten Hersteller? Also schmaler sind, als die Wagen von Piko und Roco!
Viele mögen die 1-1,5 mm breitenuntershcied nicht stören und mich wiederum ist es egal, welche breite nun die Maßstabsgereue ist - mir wäre nur wichtig, dass die Personenzugwagons der DR in meiner Zugkombi ziemlich gleichbreit sind..."
Quelle: Stummiforum..
[www.stummiforum.de]

Re: [CCCP] Lwow 1972

geschrieben von: DuKabina?!

Datum: 12.07.17 14:35

Hallo Matthias,

bei mir liefen die Fremdsprachen in der Schule (Russisch und Englisch) stets von alleine, da war nicht viel mit Streber. Zu Hause hatte ich allerdings, was das (nicht immer beliebte) Fach Russisch betrifft eine sehr gute Hilfe. Meine Mutter kann bis heute Russisch, wie ein Muttersprachler (war bei der INTERFLUG beschäftigt; unter anderem hat sie den Schriftwechsel zwischen IF und den Iljuschinwerken mitgedolmetscht, nach dem die IL - 62 DM - SEA in KW abgeschmiert war). Das war für mich ein guter Rückhalt, mehr aber nicht. Was hats geholfen? nichts. Was Russisch angeht, ist das meiste weg. Lesen, o.k., würde ich vielleicht noch hinbekommen. Hörverstehen, mit großen Abstrichen. Schreiben und selber brabbeln? Nee, besser nicht. Da bin ich inzwischen mit dem Polnischen wesentlich besser unterwegs.

Während der BMA-Zeit (Berufsausbildung mit Abi) durfte ich in unserer Klasse den Fremdsprachenproblemkollegen immer aus der @#$%& helfen (Dialoge schreiben etc., damit die auch mal eine 2 oder 1 schießen und nicht immer nur Vierer einsacken). Das mit der Hilfe war zwar nervig, am Ende des Tages aber gut, weil man da nochmals selbst mitgeübt hat.

Grüße
Jens

Herzlichen Dank!

geschrieben von: Markus Heesch

Datum: 12.07.17 15:37

Bernhard Studer schrieb:
Und so hatte ich an diesem 1. April 1972, fast wie weiland der Willi, einen Reservefilm in die Brusttasche gesteckt. Diesen konnte ich gegen den belichteten tauschen und anschliessend den unbelichteten der hohen Staatsgewalt aushändigen. Dieser unbelichtete wurde dann gleich an Ort und Stelle belichtet, indem ein Vertreter der Obrigkeit den Film ans Licht rausgezogen hat.
Mein Vorgehen war recht unverfroren, so etwas würde ich nicht mehr wagen. Hätte ich es damals aber nicht getan, ich könnte Euch die Bilder heute nicht zeigen!

Bei dieser Geschichte geht einem richtig das Herz auf, der arme Ordnungshüter würde sich wahrscheinlich im Grabe herumdrehen wenn er das hier lesen könnte. Wahrscheinlich hast Du durch Dein schändliches Treiben sogar zum Untergang der UdSSR beigetragen, quasi als Spion des Hifo!

Re: [CCCP] Lwow 1972

geschrieben von: westring

Datum: 12.07.17 18:58

ICE schrieb:
Danke ("lateinisch" war natürlich falsch).

Hallo,

da aber sowohl das lateinische "i" als auch das kyrillische "і" auf das griechische Iota zurückgehen und somit einen gemeinsamen Ursprung haben, ist das nicht so falsch. Das kyrillisch "и" hingegen geht auf das griechische Eta zurück.

Irgendwie wird hier mehr über Sprache diskutiert, als über die grandiosen Bilder... Schönen Dank an Bernhard Studer fürs Zeigen!

Gruß
westring

Re: [CCCP] Lwow 1972

geschrieben von: ICE

Datum: 12.07.17 19:12

Deshalb: Zu Bild 10: [de.wikipedia.org]

Die Maschine gibt es auch als ČSD-Baureihe T 669.0 (ab 1988: Baureihe 770).

Grüße - Helmut (ICE).

Re: Was das wohl heissen mag? (o.w.T)

geschrieben von: BR 213

Datum: 12.07.17 20:49

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:07:12:20:50:31.

Re: Was das wohl heissen mag?

geschrieben von: BR 213

Datum: 12.07.17 20:49

Sachsenstolz schrieb:

"Хай живе марксизм-ленінізм" ->> "Es lebe der Marxismus-Leninismus" - selbst der Google-Übersetzer kommt dabei zur richtigen Lösung!

Uwe

Danke für die Erklärung. Wie kommst Du denn an den kyrillischen Schriftsatz?

zügige Grüße

FRANK

Mitglied im Verein Freunde der 212 001-2 e.V.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:07:12:20:50:47.

Kommt mir irgendwie bekannt vor. ;-)

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 13.07.17 13:48

Bernhard Studer schrieb:

Es war schon recht kühn, in Lemberg so zu fotografieren, wie wir es getan haben. Auf den Bahnhof hat uns eine Intourist-Stadtführerin begleitet, die davon ausgegangen ist, in ihrem Land sei unser Tun rechtens. Eigentlich hätte sie uns die Stadt zeigen wollen.

Auf dem Bahnhof hat die Obrigkeit dann das Gespräch mit uns gesucht. Wir wurden protokollarisch einvernommen und die Filme wurden beschlagnahmt. Das war es dann im Wesentlichen.

Zum guten Ende geführt hat, dass ich mich an Friedrich Schiller orientiert habe. Dessen Willhelm Tell soll vor dem Apfelschuss zwei Pfeile vorbereitet haben. Den Reserve-Pfeil hatte er, gemäss Schiller, auf seiner Brust versteckt. Und so hatte ich an diesem 1. April 1972, fast wie weiland der Willi, einen Reservefilm in die Brusttasche gesteckt. Diesen konnte ich gegen den belichteten tauschen und anschliessend den unbelichteten der hohen Staatsgewalt aushändigen. Dieser unbelichtete wurde dann gleich an Ort und Stelle belichtet, indem ein Vertreter der Obrigkeit den Film ans Licht rausgezogen hat.

Mein Vorgehen war recht unverfroren, so etwas würde ich nicht mehr wagen. Hätte ich es damals aber nicht getan, ich könnte Euch die Bilder heute nicht zeigen!

Bernhard Studer

Hallo Bernhard,

Kommt mir irgendwie bekannt vor, auf einem meiner ersten Touren nach Polen, auch wenn das schon nach der Wende war, wurde ich auch mal von der Polizei mit zum "Verhör" genommen, den Film wollten die dann auch haben. Warum auch immer, hatte ich morgens noch einen dritten Zusatzfilm eingesteckt, den ich normaler Weise nicht benötigt hätte. Wie es der Zufall will, war es genau jener, den dann der übereifrige Beamte in die Hände bekam. Den belichteten Film hatte ich zwischenzeitlich, noch im eigenem Auto zur Polizeiwache folgend, unbemerkt gewechselt und versteckt. In der Wache selbst, wurde dann der unbelichtete Film aus der Kamera wieder heraus genommen. Leider wird er wohl nie erfahren haben, das er nur einen leeren Film bekommen hat, das Gesicht hinterher, es wäre zu schön gewesen, es sehen zu können....... .


MfG Bw Nysa.

Re: [CCCP] Lwow 1972

geschrieben von: D951

Datum: 13.07.17 15:01

Hallo Bernhard,

ich schließe mich dem Dank an Dich an - und erlaube mir eine kleine Ergänzung:
"Im 20. Jahrhundert hat es die Geschichte mit dieser Stadt nicht sehr gut gemeint! "

Lemberg wurde noch 1939 von der Roten Armee besetzt und der SU einverleibt.

Gruß

Christian

Re: [CCCP] Lwow 1972

geschrieben von: tatra 1206

Datum: 13.07.17 22:13

Hallo zusammen,
das sind ja echt klasse Aufnahmen.
Noch einige Worte zu den Gothawagen.
Besonderheit bei den Gelenkwagen war daß das A-Teil und B-Teil getrennt nummeriert wurden.
Die Nummer des B-Teils lag um 100 höher als die des A-Teils.
50 Fahrzeuge besaß Lwow. Nr. 601/701 bis 650/750.

Der Gothawagen 461 wurde kurz vor der Aufnahme aus Odessa (dort Nr. 1307) übernommen.

LG Tatra 1206

Re: 20. Jahrhundert

geschrieben von: Mikado-Freund

Datum: 13.07.17 23:17

D951 schrieb:
ich … erlaube mir eine kleine Ergänzung:
"Im 20. Jahrhundert hat es die Geschichte mit dieser Stadt nicht sehr gut gemeint!"

Lemberg wurde noch 1939 von der Roten Armee besetzt und der SU einverleibt.

Was soll an der Aussage, dass es das 20. Jahrhundert nicht sehr gut mit der Stadt gemeint hat, falsch sein [de.wikipedia.org]?

Das 20. Jahrhundert begann am 1. Januar 1901 und endete mit dem 31. Dezember 2000 …



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:07:13:23:19:44.

Re: 20. Jahrhundert

geschrieben von: BR 213

Datum: 14.07.17 00:04

Mikado-Freund schrieb:
Das 20. Jahrhundert begann am 1. Januar 1901 und endete mit dem 31. Dezember 2000 …

Endlich mal jemand, der weiß, wann ein Jahrhundert beginnt und endet.
Hallöle,

ich erkläre mal anhand von Word 2010 (wird aber in den meisten Word-Versionen ähnlich sein), wie man einzelne Buchstaben oder Wörter einsetzt:

1) Wenn Du gerade ein Word-Dokument geöffnet hast, setze den Cursor an die Stelle, wo der kyrillische Buchstabe hin soll;
2) dann auf den Reiter «Einfügen» gehen;
3) ganz rechts auf Omega und das Wort «Symbol» klicken;
3) im dann öffnenden Fenster auf «Weitere Symbole» klicken;
5) im dann öffnenden Fenster in der Zeile «Schriftart» die von Dir gewünschte Schriftart anklicken;
6) rechts nach unten scrollen, bis die gewünschten Schriftzeichen kommen;
7) Schriftzeichen markieren und «Einfügen» anklicken.

Geht auch mit vielen landestypischen Sonderzeichen oder mit griechischen Buchstaben. Wie man längeren Text schreibt, habe ich noch nie probiert.

Alle Klarheiten beseitigt?

Viele Grüsse,
Hubert.

Cine ia telefonul primul, plăteşte nota pentru toţi. Bocură-te de masă, în loc să stai pe telefon.
Wer als erster telefoniert, zahlt die Rechnung für alle. Geniesse Dein Essen, anstatt am Telefon zu spielen.
(Schild auf dem Tisch eines Restaurants in Timişoara)

Re: Sonderzeichen einfügen, illustriertes (mL)

geschrieben von: Mikado-Freund

Datum: 14.07.17 18:45

Hubert G. Königer schrieb:
ich erkläre mal anhand von Word 2010 (wird aber in den meisten Word-Versionen ähnlich sein), wie man einzelne Buchstaben oder Wörter einsetzt […]
Bequemer als mit der Maus (wo liegt denn die schon wieder rum?) geht’s m.E. über die Tastatur: [www.drehscheibe-online.de] … ;-)

mit freundlichem Gruß

Walter

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Re: [CCCP] Lwow 1972

geschrieben von: wernerhardmeier

Datum: 15.09.17 12:37

Hallo Zelinski

Der Ursprungsbeitrag von Bernhard mit den alten Farbbildern ist ja schon einzig- und grossartig, ein Zeitfenster in eine vergangene Welt! Aber deine aktuellen Vergleichsbilder, die sind einfach umwerfend. Ich glaub, ich muss mal nach Lemberg!

Danke und Gruss, Werner

Re: [CCCP] Lwow 1972

geschrieben von: Zelinski

Datum: 19.09.17 13:42

wernerhardmeier schrieb:

Hallo Zelinski

Der Ursprungsbeitrag von Bernhard mit den alten Farbbildern ist ja schon einzig- und grossartig, ein Zeitfenster in eine vergangene Welt! Aber deine aktuellen Vergleichsbilder, die sind einfach umwerfend. Ich glaub, ich muss mal nach Lemberg!

Danke und Gruss, Werner

Herzlich willkommen! Ich werde Ihnen gern helfen :)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:09:19:13:42:52.

Re: [CCCP] Lwow 1972

geschrieben von: Xvost

Datum: 28.12.25 09:04

Merry Christmas!

I am the administrator and owner of the Ukrainian railway photo gallery RailGalleryUa (railgallery.pp.ua). We see some interesting historical railway photos taken by you. Is it possible to publish them on our website to preserve the railway heritage of Ukraine? Of course, with attribution, for this your separate author profile will be created. Thank you in advance!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2025:12:28:09:11:36.
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