DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 04 - Historische Bahn 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Test-Forum aufsuchen!
Bilder, Dokumente, Berichte und Fragen zur Vergangenheit der Eisenbahn und des öffentlichen Nahverkehrs - Bilder vom aktuellen Betriebsgeschehen bitte nur im Zusammenhang mit historischen Entwicklungen veröffentlichen. Das Einstellen von Fotos ist jederzeit willkommen. Die Qualität der Bilder sollte jedoch in einem vernünftigen Verhältnis zur gezeigten Situation stehen.
Dies ist KEIN Museumsbahnforum! Bilder, Meldungen und Fragen zu aktuellen Sonderfahrten bitte in die entsprechenden Foren stellen.

Hohenbudberg – bis zum bitteren Ende (23 B)

geschrieben von: ulrich budde

Datum: 08.05.17 18:00


Bevor ich mit meinem Rückblick auf den Dampfbetrieb in Hohenbudberg fortfahre, zunächst kurz die Links auf die beiden vorangegangenen Teilbeiträge:
- Wie wär’s denn mal wieder mit Hohenbudberg und
- Hohenbudberg zum Zweiten

Der Besuch am 03.09.69 war ja nun recht erfolgreich gewesen (s. Teil 2), aber natürlich blieb Hohenbudberg auch weiterhin auf der Liste der anzusteuernden Ziele. Trotzdem dauerte es über ein Jahr, bis mich der Weg am 02.10.70 wieder dorthin führte.

Beim Eintreffen in Hobu kam in der Einfahrgruppe unterhalb des Abzweigs Mühlenberg gerade ein mit BR 50 bespannter Güterzug an. Nun gut, nichts Besonderes, aber trotzdem: schnell quer durchs Bw, durch den Tunnel zur Wagenhalle, am Stellwerk R4 über den Nordberg und an den Schrottloks vorbei hin zum Geschehen.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b47-050_981.jpg
Bild 47
Aber nicht schnell genug, denn 050 981 (Hbu) war bereits abgekuppelt und zog nun vor zum Restaurieren im Bw.

Allerdings erwies es sich als Glücksfall, dass ich mich nun ganz im Norden des Rbfs befand, denn auf den Streckengleisen kam über die Eckverbindung von Trompet her ein Schotterzug angedampft, dem doch tatsächlich eine 55er vorgespannt war.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b48-055_440.jpg
Bild 48
Ein ausgedehnter Halt vor dem geschlossenen Signal ermöglichte mir (mit Zustimmung des Stellwerkers von Mühlenberg) zunächst zahlreiche Standbilder aus verschiedenen Positionen und mit unterschiedlichen Brennweiten. Die Teleaufnahme zeigt 055 440 (ex 55 3440) am Abzweig Mühlenberg am 02.10.70.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b49-055_440.jpg
Bild 49
Für die Weiterfahrt hatte ich mich hinter die Signale postiert, aber dabei leider nicht bedacht, dass der – fotografisch ja höchst erwünschte - Dampf die Signale mehr oder weniger vernebelte. Das zeigte sich natürlich erst hinterher, als die Filme entwickelt waren. Aber was soll’s, damit kam ich immerhin zu einer meiner wenigen echten Streckenaufnahmen dieser Baureihe.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b50-Stw_R4.jpg
Bild 50
Der Rückweg zum Bw führte mich am Nordberg vorbei, wo sich 051 864 unter dem Stellwerk R4 eine kurze Pause gönnte. Mehr zufällig entstand so eine Aufnahme des Reiterstellwerks, welches mir sonst wohl kein Foto wert gewesen wäre.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b51-094_001.jpg
Bild 51
Im Bw kam als erstes die 094 001 auf den Film. Ein 001 als Betriebsnummer reizte mich immer, auch wenn es sich in diesem Fall um eine "unechte 001" handelt, da wir es ja mit der ex 94 1001 zu tun haben.
Wirklich selten bei einer Lok der BR 094 war dagegen der genietete Steuerungsträger, der in der Seitenansicht gut zur Geltung kommt.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b52-050_826.jpg
Bild 52
Danach wurde es wieder ganz profan mit der 050 826 auf der Drehscheibe ihres Heimat-Bws.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b53-044_577.jpg
Bild 53
Bei der Bismarcker 044 577 (ex 44 577) bitte ich darum, weniger auf den Mastschatten auf der Rauchkammer als auf die Turbo-Speisepumpe zu achten.

Natürlich entstanden am 02.10.70 weitere Aufnahmen von anderen Loks an bekannten Motiven im Bw Hohenbudberg, aber die unterschlage ich jetzt, um den Beitrag nicht zu überfrachten.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b54-055_693.jpg
Bild 54
Die Tour vom 02.10.70 war damit aber noch nicht abgeschlossen, denn auf der Heimfahrt wurde in Moers noch die 055 693 (ex 55 4693) mitgenommen, auch wenn die Lichtverhältnisse hier etwas schwierig waren.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b55-055_647.jpg
Bild 55
Nächster Besuch in Hobu: 23.04.71. Vor der Lokleitung dieses Mal 055 647 (ex 55 4647), Ein schöner Rücken kann auch entzücken …
Diese ex Stolberger Maschine war ein Neuzugang in Hohenbudberg, hier beheimatet ab 08.11.70, also nach meinem letzten Besuch vom 03.09.70.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b56-055_703.jpg
Bild 56
Aus dem mittleren Bereich des Rbfs kommt 055 703 (ex 55 4703) herangedampft, um dem Bw einen kurzen Besuch abzustatten.
Zur Neige gehende Kohlevorräte können allerdings nicht der Grund dafür gewesen sein.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b57-055_703.jpg
Bild 57
Jedenfalls stand 055 703 kurze Zeit später im Bw auf dem Kanal, vor 052 590.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b58-055_703.jpg
Bild 58
Der Platz auf dem Kanal, vor dem großen Bekohlungskran und dem Stellwerk R5 im Hintergrund, war immer gut für eine schöne Porträtaufnahme der hier behandelten Lokomotiven. Beachtlich auch der große Löscheberg im Vordergrund, der davon zeugt, dass hier ein ständiges Kommen und Gehen herrschte.
Letzte Aufnahme vom 23.04.71.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b59-051_338.jpg
Bild 59
Mein letzter Besuch in Hohenbudberg zur Dampfzeit erfolgte am 28.10.71 und startete wieder am Kanal, wo gerade 051 338 vorrückt.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b60-055_647.jpg
Bild 60
Mit der nachfolgenden 055 647 (ex 55 4647) hatte jetzt auch die inzwischen letzte aktive Hohenbudberger G8.1 ihren Auftritt.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b61-Stw_R5.jpg
Bild 61
Und wieder ein Zufallsbild von einem der zahlreichen Stellwerke in diesem riesigen Rangierbahnhof; in diesem Fall das Reiterstellwerk R5.
Der Grund, auf den Auslöser zu drücken, war hier die 290 mit der lustigen Nummer 2 V 055-3, in Wirklichkeit natürlich 290 055-3.
Wir sehen hier ein Beispiel für die anfängliche Vorgehensweise bei der Umzeichnung, bei der man die neue Nummer stückweise aus kleinen Aufklebefolien (für jede einzelne Ziffer einzeln) zusammensetzte. Diese vermeintlich kostensparende Lösung bewährte sich allerdings nicht, da sich einzelne Ziffernfolien schon nach kurzer Zeit ablösten und "fahnenflüchtig" wurden.

Die Aufnahme zeigt zugleich, dass mit der Verfügbarkeit von 290 des Bw Krefeld die Zeit der alten Preußen an den Ablaufbergen in Hobu kurz vor ihrem Abschluss stand.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b62-055_647,215_026.jpg
Bild 62
Noch steht die Diesellok etwas im Schatten, aber das hat in diesem Fall keinerlei symbolische Bedeutung, denn längst haben die Krefelder 215 die Streckenleistungen von den Dampfern übernommen. Die Aufnahme der Budberger 055 647 neben der Krefelder 215 026 entstand in den Zufahrtsgleisen zur Bekohlungsanlage hinter dem großen Rechteckschuppen.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b63-044_465.jpg
Bild 63
Es folgte die Bismarcker 044 465, die rein gar nichts Besonderes aufzuweisen hat, außer dass sie schön im Licht stand.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b64-044_465.jpg
Bild 64
Und noch einmal die 044 465 auf der Drehscheibe. Hier kommt mit dem Stellwerk R7 ein weiteres Hohenbudberger Stellwerk ins Bild.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b65-050_343.jpg
Bild 65
Allerwelts-Lok Baureihe 50: An der Westseite des großen Rechteckschuppens stand die H‘budberger 050 343 schön im Licht und war mir auf jeden Fall eine Aufnahme wert.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b66-050_529.jpg
Bild 66
Im Westkopf des Rangierbahnhofs wurde anschließend mit der Neusser 050 529 eine weitere H’budberger 50er auf den Film gebannt, die nach einer Sägefahrt einen Zug in die Ausfahrgleise zurückdrückt.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b67-055_647.jpg
Bild 67
Das letzte Bild einer Hohenbudberger 55 und überhaupt die letzte Dampflokaufnahme dort machte ich am Nachmittag dieses 28.10.71 in Höhe des Personenbahnhofs Hohenbudberg Bayerwerk, wo 055 647 soeben ein paar Wagen nach Krefeld-Uerdingen überstellt.

Gut drei Monate später endete der Dampfbetrieb in Hohenbudberg und die meisten Dampfer wurden abgestellt. Aber, oh Wunder, 055 647 überlebte und konnte sich noch für drei Monate Dienst in Gremberg nützlich machen.

Für mich war das Thema Hohenbudberg damit durch. Stilllegung und Abriss des Bahnbetriebswerks sowie des gesamten Rangierbahnhofs sorgten dann endgültig dafür, diesen einst magischen Ort für lange Zeit nicht wieder aufzusuchen.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b68-Hobu_Wueste.jpg
Bild 68
Nach einer dienstlichen Besprechung in Krefeld-Uerdingen kam ich am 05.02.91 eher zufällig wieder an Hohenbudberg vorbei. Bei tiefstehender Wintersonne geht der Blick von Nordwesten her in Höhe des Abzweigs Mühlenberg über das weitläufige Brachgelände des einstigen Rangierbahnhofs. Von den Anlagen und Gebäuden ist nur noch die ehemalige Wagenhalle übrig geblieben, sowie ganz hinten, nicht mehr im sichtbaren Bereich, das Stellwerk HOF. Auch die Gleise sind weitestgehend abgebaut und die Natur ist dabei, sich das Gelände zurück zu erobern.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b69-MEG_804.jpg
Bild 69
Für mich wieder interessant wurde Hohenbudberg erst 35 Jahre später, als sich mein Arbeitsplatz nunmehr in Krefeld Uerdingen befand und der Abzweig Mühlenberg ein brauchbares Motiv in "Mittagspausen-Nähe" bildete.
Als Beispiel dafür steht die MEG 804 (ex DBAG 156 004), die hier mit dem Containerzug DGS42406 nach Neuss aufgenommen wurde. Eine DR 252 am Niederrhein war seinerzeit ein Highlight, für das auch einmal die Mittagspause ausgedehnt werden musste (ganz regulär mit Gleitzeit-Guthaben). Leider verkehrte dieser Zug nur sehr selten.
Das Stellwerk am Abzweig war am 28.03.07 längst stillgelegt, machte aber noch einen ganz passablen Eindruck. Heute ist das zuletzt stark verfallene Gebäude abgerissen und die Stelle durch Nachnutzung des Rbf-Geländes nicht mehr zugänglich.

Soweit mein Beitrag zum Thema Hohenbudberg. Ich bedanke mich für die vielen zustimmenden und ergänzenden Kommentaren und freue mich, dass so viele bis hierhin durchgehalten haben.

Einen schönen Tag noch,
Ulrich B.






3-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.05.17 14:44.

Re: Hohenbudberg – bis zum bitteren Ende (23 B)

geschrieben von: 03 1008

Datum: 08.05.17 19:00

Hallo Ulrich,

nochmals besten Dank für diese Serie, die mir - insbesondere wegen der G 81-Fotos - sehr gefallen hat.

Ein Anmerkung zur 050 529: Nach meinen Unterlagen war die 50er nie in Hohenbudberg stationiert, zum Aufnahmezeitpunkt gehörte sie noch zum Bw Neuss, bevor es am 15.04.1975 noch nach Stolberg ging.

Bis die Tage, Helmut

Re: Hohenbudberg – bis zum bitteren Ende (23 B)

geschrieben von: martin welzel

Datum: 08.05.17 19:58

Moin Ulrich,

ja, so war eben Hohenbudberg, mit all seinen G8.1, 94 oder 50er, und die 44er hatte man immer als Dreingabe. Wie schön, dass Du auch auf die Stellwerke gehalten hast, die habe ich leider vernachlässigt.

Als Dankeschön auch heute ein Bild einer G8.1: Am 6.5.1970 erwischte ich die Hohenbudberger 055 703 beim Rangierdienst im Hp Hohenbudberg-Bayerwerk - im Hintergrund noch die Kirche von Hohenbudberg, die es auch heute noch gibt:

http://www.eisenbahnhobby.de/hobu/SW7-39_055703_Hohenbudberg-Bayerwerk_6-5-70_S.JPG


Vielen Dank für die wunderschönen Erinnerungen und bis Mittwoch,

Martin

Re: Hohenbudberg – bis zum bitteren Ende (23 B)

geschrieben von: Bruno Georg

Datum: 08.05.17 21:34

[quote=ulrich budde schrieb:]
Soweit mein Beitrag zum Thema Hohenbudberg. Ich bedanke mich für die vielen zustimmenden und ergänzenden Kommentaren und freue mich, dass so viele bis hierhin durchgehalten haben.



Hallo Ulrich,

bei dieser Serie gab es kein "Durchhalten". Ich würde noch gerne viele Serien dieser Art sehen. Für mich eine Präsentation des Dampflokalltags vom Allerfeinsten.

Danke und Gruß bis demnächst in Hobu
Bruno

Re: Hohenbudberg – bis zum bitteren Ende

geschrieben von: Stefan Motz

Datum: 08.05.17 21:53

Hallo Ulrich,
auch ich sage danke für die herrlichen Dampflok-Aufnahmen!
Viele Grüße bis demnächst
Stefan

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/58/781958/6638303363633862.jpg http://foto.arcor-online.net/palb/alben/58/781958/3338386331616233.jpg

Re: Hohenbudberg – bis zum bitteren Ende (23 B)

geschrieben von: Klaus Heckemanns

Datum: 08.05.17 23:31

Hallo Ulrich,

…und dann kommt das Ende wie es kommen muß. Da brauch ich nicht mehr so lange wie bei Folge 2 zum Sackenlassen.

Zunächst gefallen mir die Bilder 48 und 50 als außergewöhnliche Perspektive sehr gut. Bild 61 hätte mir mit 55er besser gefallen; so eine V 90 vermittelte halt immer eine ungeliebte Botschaft.

Und siehe da – auch Du hast Dich später mal in die „Wüste“ begeben. Hab ich auch gemacht, aber die Bilder lagern noch sehr weit vom Scanner entfernt.

Viele Grüße

Klaus

Re: Hohenbudberg – bis zum bitteren Ende (23 B)

geschrieben von: Klaus Groß

Datum: 09.05.17 00:45

Moin Ulrich,

ich muss mich wiederholen: ein tolles Preußen-Festival mit sehenswertem Einheitslok-Beifang. Und auch diesmal betrachte ich die vielen Aufnahmen von 55ern nicht ganz ohne Neid! Hervorzuheben ist die hervorragende Qualität der Fotos, wobei ich die Bildbearbeitung einschließen möchte!

Eine Aussage bist Du allerdings schuldig geblieben: wie ist 050 826 auf Bild 52 auf die Drehscheibe gekommen - ohne Pleuel-, Kuppelstange und Treibradsatz?

Zwei weitere Punkte finde ich erwähnenswert: zu 044 465 schreibst Du, es sei an ihr "gar nichts Besonderes". Mir scheint aber, dass der Kessel in neuem Lack glänzt und auch das Fahrwerk sieht nach frischem Anstrich aus! Insofern hebt sie sich von dem Gros der fotografierten Loks ab. Außerdem haben alle 50er Deines heutigen Beitrags ein tief aufgehängtes Schild an der Rauchkammertür. War das eine Vorzugs-Ausführung bestimmter Betriebs- oder Ausbesserungswerke im Westen, oder der Direktionen Essen, Köln und ??? Bei meinen eigenen Aufnahmen von 50ern ist diese Variante eine kleine Minderheit.

Gruß
Klaus

Die teilamputierte 050 826 von Bild 52

geschrieben von: ulrich budde

Datum: 09.05.17 09:56


Da hat Klaus G. aber genau hingeguckt und entdeckt, dass die 050 826 auf der Drehscheibe (Bild 52) ohne Stangen und Treibradsatz daher kommt. Das war mir bei der Beitragserstellung gar nicht mehr in Erinnerung, da die fertig aufbereiteten Bilder schon seit Ewigkeiten auf meiner Festplatte schmoren.

Die Frage, wie die Lok auf die Drehscheibe gekommen ist, erklärt sich durch die Bildfolge: In Bild 52 sieht man hinter 050 826 noch eine weitere 50er von hinten. Und zwar 050 692, die die teilamputierte 050 826 aus dem Schuppen auf die Scheibe gezogen hat. Nach kurzem Schwenk auf das Ausfahrgleis übernimmt dann 044 577 die antriebslose 050 826, um sie am Schuppen vorbei irgendwohin zu bringen. Vielleicht schon auf die Schrottgleise? Z-gestellt wurde die Maschine jedenfalls erst drei Monate später am 14.01.71.

Einen schönen Tag noch,
Ulrich B.


Re: Hohenbudberg – bis zum bitteren Ende (23 B)

geschrieben von: 01 1066

Datum: 09.05.17 12:07

Moin Ulrich,

hättest Du nicht die beiden "Horrorfotos" angehängt, könnte man jetzt noch vier Wochen träumen - aber so holt einen die Realität leider schnell wieder ein...

Dennoch: es muss schön gewesen sein, damals in Hohenbudberg. Schade, dass ich mich nie dorthin bemüht habe.

Wir sehen uns!

Re: Hohenbudberg – bis zum bitteren Ende (23 B)

geschrieben von: Helmut Philipp

Datum: 09.05.17 12:14

Moin Ulrich!

Besten Dank für die dank der guten Fotos aussagekräftigen Rückschau auf die früher sehr flächenintensiven Bahnanlagen in Hohenbudberg. Der Blick in die "Neuzeit" ist allerdings nicht gerade gleichwertig, aber dennoch nicht zu verachten.

ps: Wir mußten die Mittagspause nur ausstempeln, wenn wir das Betriebsgelände verlassen wollten...


Aus dem Norden grüßt Dich herzlich
Helmut

Re: Hohenbudberg – bis zum bitteren Ende (23 B)

geschrieben von: stefan p.

Datum: 09.05.17 12:38

Hallo Ulrich,

danke für diesen tollen Dreiteiler! Für eine zu spät geborenen, der die Dampflokzeit nicht mehr erlebt hat, sind das besondere Einblicke in meinen ehemaligen Ausbildungsbahnhof. Hast Du damals zufällig auch Draisinen oder Kleinwagen fotografiert?

Besonders hat mir das Bild aus Moers Gbf gefallen!

Anmerkung zum letzten Bild: Der Anblick von Abzw Mühlenberg ist mittlerweile auch schon historisch, da das Stellwerk letztes Jahr am 07.05.16 zusammengebrochen ist (war baufällig) und zu einer Sperrung der Gleise bis Montag früh geführt hat - in der Sperrzeit wurde der Rest komplett abgerissen und die Trümmer beseitigt.

Mit freundlichem Gruß vom Niederrhein
Stefan

Spur 0 - was sonst?

Meine Beiträge im HiFo: [www.drehscheibe-foren.de]

Re: Hohenbudberg – bis zum bitteren Ende (23 B)

geschrieben von: Würzburger

Datum: 09.05.17 14:16

Grüß Gott Ulrich,

Du zeigst eine äußerst bemerkenswerte Fortsetzung Deiner Expeditionen, diesmal besonders erscheinen die Photosd besonders scharf!

Gruß, Thomas

Hohenbudberg – bis zum bitteren Ende

geschrieben von: Hans Ettengruber

Datum: 09.05.17 17:34

Hallo Ulrich,
auch der dritte Beitrag gefaellt sehr. 55er satt, dazu noch die ueblichen bekannten Baureihen. Wieder sehr schoen aufbereitete Bilder und es draengt sich wieder die Frage nach der Kameratechnik auf.
Gruesse aus DXB

Re: Hohenbudberg – bis zum bitteren Ende (23 B)

geschrieben von: dampfgerd

Datum: 09.05.17 19:46

Vom Allerfeinsten, wie man es von dir eigentlich nicht anders gewohnt ist.
Ich war leider viel zu spät in Hohenbudberg. 55er und 94er gab es da nur
noch am Schlüsselbrett (und auf dem Schrottplatz). Herzlichen Dank für
den großartigen Beitrag und schöne Grüße vom
dampfgerd

Re: Hohenbudberg – bis zum bitteren Ende (23 B)

geschrieben von: Horst Kurrer

Datum: 09.05.17 22:49

Ach ja, Hohenbudberg. Aufgrund später Geburt hatte ich kaum eine Möglichkeit, den Dampfbetrieb dort kennenzulernen. Als ich dann in den 80er Jahren zum Studium nach Aachen ging, bin ich dort regelmäßig vorbei gekommen. Eigentlich war dort immer etwas los und es gab immer etwas zum Gucken. Auf der Durchreise entstand am 4. April 1985 das folgende Bild aus dem fahrenden Zug:

1985-04-04-15-00125_Web_neu.jpg

Ich habe es in diesem älteren Beitrag schon einmal gezeigt: [www.drehscheibe-online.de]

Nach der Stillegung 1986 war die Fahrleitung dann ganz schnell weg, und eine Weile konnte man noch abgestellte Z-Wagen sehen. Danke für diese schöne Reise in eine lang vergangene Zeit.

Horst

Meine Hifo-Beiträge

Linkliste zu Inhaltsverzeichnissen weiterer HiFo-Autoren

Im Forum aktiv mitwirken. - Aber wie geht das?


Bitte gebt mir per PM Bescheid, falls in diesem Beitrag enthaltene Bilder von mir nicht mehr sichtbar sein sollten. Danke!

Re: Hohenbudberg – bis zum bitteren Ende (23 B)

geschrieben von: Rolf Schulze

Datum: 09.05.17 23:34

Lieber Ulrich,

vielen Dank für diese Serie, die schon fast eine Dokumentation des ausklingenden Dampfbetriebs in Hohenbudberg geworden ist. Wieder einmal kann ich nach über 40 Jahren "nacherleben", was mir seinerzeit nicht möglich war. Chapeau!

Viele Grüße
Rolf





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 09.05.17 23:34.

Re: Hohenbudberg – bis zum bitteren Ende (23 B)

geschrieben von: Stefan Hinder

Datum: 11.05.17 22:36

Hallo Ulrich,

für mich sehr interessante Bilder, denn die 055 bei der DB habe ich knapp verpasst. Und Hohenbudberg gehörte zu den Bw, die ich lange Zeit überhaupt nicht verorten konnte. Die Lichtverhältnisse auf Bild 54 gefallen mir übrigens sehr gut, aber über Geschmack lässt sich bekanntlich gut streiten.

Viele Grüße,
Stefan

Zur teilamputierten 050 826 von Bild 52

geschrieben von: Lothar Behlau

Datum: 13.05.17 17:13

Hallo Ulrich,

Zitat:
Nach kurzem Schwenk auf das Ausfahrgleis übernimmt dann 044 577 die antriebslose 050 826, um sie am Schuppen vorbei irgendwohin zu bringen. Vielleicht schon auf die Schrottgleise? Z-gestellt wurde die Maschine jedenfalls erst drei Monate später am 14.01.71.
natürlich bin ich von dieser Folge genau so angetan wie von den bisherigen Teilen! Neben den allesamt wohlbekannten 55ern ist es diesmal die 50 826, die mir besonders aufgefallen ist, steht sie doch als eine der frühen Aufzeichnungen in meinem allerersten Notizbuch von 1960, und zweitens ist mein einziges Loknummernschild (nur Siebdruck....) von eben dieser Lok - vielleicht ist es jenes von der Front? Ich weiß schon gar nicht mehr, wie es seinerzeit in meinen Besitz gelangt ist, bin ich doch eigentlich kein Schildersammler.

Die große Z-Stellungsaktion vom Januar 1971 beinhaltete hauptsächlich Maschinen, die als Aufarbeitungsreserve schon eine ganze Weile (zum Teil jahrelang!) auf w standen, und daher könnte die 050 826 tatsächlich am Aufnahmetag schon definitiv abgestellt worden sein. Die in der Literatur herumgeisternde Versetzung der Lok nach Stolberg kann man vermutlich vergessen - oder haben die da womöglich einen Ersatzteilspender gebraucht?

Wenn ich das richtig sehe, sind die seinerzeitigen Schrottlokgleise auf dem Plan von 1975 als erste in Brachland verwandelt worden.

Lothar Behlau, dem die 50 826 leider nur mal sehr "im Schatten" vor die Linse gekommen ist

****************************************************************************************************
Da das alltägliche Radiogedudel zunehmend unerträglich wird, hier ein kleiner Hinweis, was es auf der Welt sonst noch
zu hören gab oder gibt:
Matmatah: Lambé An Dro (am Ende leider gekappt)
Und hier die volle bretonische Dröhnung ohne plötzliches Ende: Matmatah live in Paris 1998
Kann man ja beim HiFo- oder EMails-Lesen nebenher laufen lassen....
****************************************************************************************************