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Hohenbudberg zum Zweiten (21 B)

geschrieben von: ulrich budde

Datum: 02.05.17 10:00


Mit der rhetorischen Frage "Wie wär’s denn mal wieder mit Hohenbudberg" hatte ich den ersten Teil meiner kleinen Beitrags-Serie über diesen (in meinen Augen) magischen Ort überschrieben. Darin hatte ich Bilder aus den Jahren 1966 und 1968 gezeigt, die bei meinen ersten drei Besuchen in Hohenbudberg entstanden, bei denen die dortigen Schrottlok-Raritäten noch im Vordergrund des Interesses standen.

Überhaupt nicht rhetorisch, sondern sehr real, stellte sich mir diese Frage spätestens ab 1969. Inzwischen war die Foto-Leidenschaft voll ausgebrochen und als Führerschein-Inhaber und gelegentlicher Nutzer des mütterlichen "Leih-Wagens" hatte sich die Mobilität deutlich verbessert. Dank verbesserter Informationslage wusste man auch, dass es mit den preußischen G8.1 langsam zu Ende ging. Da lag es nahe, diesen Maschinen noch einmal erhöhte Aufmerksamkeit zu widmen. Was lag da näher als Hohenbudberg?

Am 03.09.69 unternahm ich deshalb zusammen mit einigen meiner Wuppertaler Freunde eine Tour zu den niederrheinischen 55er-Hochburgen, die sich als äußerst ergiebig erweisen sollte. Die Rundreise führte über Wedau, Hobu und Neuss und bereicherte das Archiv um nicht weniger als elf 055 im Betriebseinsatz (von den anderen Dampfern ganz zu schweigen).

Bevor ich mit den Bildern beginne, möchte ich einen Gleisplan zeigen, der die riesigen Ausmaße des Rangierbahnhofs Hohenbudberg deutlich macht. Der Plan stammt aus der Sammlung meines Freundes und Kollegen H. Ruppelt, der einer Veröffentlichung hier im HiFo freundlicherweise zugestimmt hat.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b26-Gleisplan_Hobu-1977_klein.jpg
Bild 26
Auf dem stark verkleinerten Bild sind natürlich keine Detais zu erkennen. Durch Anklicken des folgenden Links gelangt man zu einer Darstellung im Vollformat, die bei Bedarf beliebig vergößert werden kann: Gleisplan Hohenbudberg 1977.

Die Tour begann, wie erwähnt, im Bw Duisburg-Wedau, wo uns die ersten 55er vor die Flinte kamen. Diese Fotos lasse ich jetzt mal weg, da sie nicht zum Thema gehören. Im Bw erhielten wir die Info, dass eine Lok in Hochfeld Süd rangieren würde, und das soll als typisches Einsatzfeld denn doch hier gewürdigt werden.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b27-055_345.jpg
Bild 27
Zwar nicht direkt in Duisburg-Hochfeld Süd, sondern "umme Ecke" in Duisburg Gbf, erwartete uns 055 345 (ex 55 3345) bei einer kurzen Rangierpause auf dem Ablaufberg. Das Licht-Abdrücksignal wächst zwar etwas ungünstig direkt aus dem vorderen Sandkasten, sollte aber als typisches Accessoir für diese Betriebsform unbedingt mit aufs Foto. Hinten links erkennt man den Wasserturm des früheren Bw Duisburg Hbf, der als Industriedenkmal erhalten blieb und heute als Bürohaus und Restaurant genutzt wird.
Edit: Ortsangabe aufgrund der Kommentare von Helmut und Holger korrigiert. Danke dafür.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b28-055_345.jpg
Bild 28
Die Verschnaufpause dauerte nicht lange, dann galt es, den nächsten Zug über den Berg zu schieben. 055 345 in Duisburg-Hochfeld Süd am 03.09.69.

Übrigens blieb auch 55 3345 erhalten und kann im Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen der DGEG besichtigt werden.

Über die Hochfelder Rheinbrücke, die spätere Brücke der Solidarität, ging es dann zügig weiter nach Hohenbudberg, unserem Haupt-Reiseziel.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b29-055_880.jpg
Bild 29
Im Bw Hohenbudberg wurde wir zünftig empfangen: Direkt neben dem Treppenaufgang aus dem Fußgängertunnel, durch den man ins Bw gelangte, räucherte 055 880 (ex 55 3880) vor dem Schuppen vor sich hin. Leider Tender voraus. Aber so kommt der preußische Tender 3T16,5 pr einmal schön zur Geltung.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b30-055_703,055_880.jpg
Bild 30
Daneben, und etwas zurückgesetzt, stand mit 055 703 (ex 55 4703) eine weitere G8.1.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b31-055_755.jpg
Bild 31
Optimal positioniert war die dritte 55 auf dieser Seite des großen Rechteck-Schuppens: 055 755 (ex 55 4755], eine alte Bekannte von früheren Besuchen, die direkt vor der Lokleitung stand.

Die Anmeldung dort war kein Problem und entgegen späteren Gepflogenheiten war auch noch keine Versicherungsgebühr fällig.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b32-044_508.jpg
Bild 32
An der Bekohlungsanlage trafen wir die Bismarcker 044 508 wieder, die uns kurz vorher bereits in Rheinhausen mit einem Fad-Zug vor die Linse gekommen war.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b33-055_703.jpg
Bild 33
Zurück an die Westseite des Schuppens, wo jetzt Bewegung in die Szenerie kam. Von ihrem Platz neben 055 880 kam 055 703 vorgefahren, aber nur, um über die Drehscheibe auf ein anderes Gleis vor den Schuppen zurückzusetzen.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b34-055_703.jpg
Bild 34
Offensichtlich musste sie das Gleis für die 055 513, freimachen, die jetzt aus dem Schuppen kam.

Damit befanden sich momentan vier 55er vor dem Schuppen, die das Gelände einräucherten, was das Zeug hielt. Alles war eingenebelt und die Mischung aus Rauch, Dampf und Öl sorgte für den unvergleichlichen Geruch eines Dampflok-Bws – wahrscheinlich nicht gesund, aber schön. Die Täter von links nach rechts: 055 755, 703, 513 und 880.
Das ziemlich "milchige" Negativ hatte ich erst gar nicht als brauchbar eingestuft und deshalb auch nie vergrößert. Erst die Digitalisierung und elektronische Bildbearbeitung machte daraus ein, wie ich finde, durchaus vorzeigbares Foto. Noch besser wäre in diesem Fall allerdings ein "Geruchs-Bild".


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b35-055_513.jpg
Bild 35
055 513 war mir wegen ihrer niedrigen Betriebsnummer - es handelte sich immerhin um die frühere 55 2513 -, eine weitere Porträtaufnahme wert.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b36-055_513.jpg
Bild 36
Nachdem der "Fotohalt" für die drei jugendlichen Fans absolviert war, brach 055 513 auf zum Dienst im westlichen Teil des großen Rangierbahnhofs. Auf den Gleisen dahinter kommt mit 055 567 die nächste G8.1 ins Bild.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b37-055_567.jpg
Bild 37
Die 55 3567" haben wir schon im ersten Teil meiner Beitrags-Serie als Dreckspatz kennengelernt (Bild 20, 21). inzwischen ist die Lok mit neuer Nummer 055 567 versehen und macht auch sonst einen etwas gepflegteren Eindruck.
Bemerkenswert ist hier die Anordnung des Wartesignals über dem Gleis.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b38-055_755.jpg
Bild 38
Auch 055 755 machte sich nun auf den Weg zu neuen Taten im westlichen Teil des Rangierbahnhofs.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b39-050_880+052_274.jpg
Bild 39
Nach so vielen Preußen wurde es langsam mal wieder Zeit für etwas "Einheitliches".
Im Rbf war soeben eine Doppeltraktion BR 50 (jaaa, Vorspann …) eingelaufen. Bis wir uns durch die Gleise zu dem Zug vorgearbeitet hatten, hatte der Heizer die Vorspannlok 050 880 vom Bw Osterfeld bereits abgekuppelt, die daraufhin schnurstracks ins Bw zum Restaurieren und Wenden entschwand.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b40-052_274.jpg
Bild 40
Zuglok 052 274, ebenfalls vom Bw Osterfeld, blieb dagegen am Zug und fuhr nach einer kurzen Verschnaufpause weiter. Für den kurzen Zug reichte eine Lok allemal.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b41-094_597.jpg
Bild 41
Zurück zur Preußen-Fraktion im Bw Hohenbudberg, das neben den G8.1 auch etliche T16.1 im Bestand hatte. Eine von diesen war 094 597 (ex 94 1597), die (noch mit alter Nummer) bereits im ersten Teil auf Bild 16 zu sehen war.
Und nein, den im Hintergrund sichtbaren Schrottloks haben wir keine Aufmerksamkeit geschenkt.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b42-094_360.jpg
Bild 42
Auch 094 360 (ex 94 1360) tauchte schon im ersten Teil auf (Bild 25). Am 03.09.69 war sie im Abdrückeinsatz am Berg und wurde zunächst von der Seite aufs Korn genommen. In dieser Ansicht wieder schön zu erkennen: Die Hohenbudberg-typische Kohlenkastenvariante mit "Blumenkasten".


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b43-094_360.jpg
Bild 43
Natürlich wurde auch eine Aufnahme mit Zug auf dem Ablaufberg gemacht, bei dem auch das Stellwerk R5 ins Bild kommt. Aber man sieht auch, wie ungünstig die Lichtverhältnisse für eine solche Ansicht waren.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b44-094_001.jpg
Bild 44
Besser im Licht war da schon die "unechte 001" 094 001 (ex 94 1001), die am Berg unter dem Stellwerk HSF im Einsatz war.
Der Umstand, dass die drei 94er erst ganz am Schluss des Beitrags auftauchen, ist rein zufällig und allein der chronologischen Abfolge der Bilder geschuldet.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b45-055_988.jpg
Bild 45
Nur zur Abrundung des Tour-Berichts vom 03.09.69 noch ein Bild aus Neuss (inzwischen mit "ss"), wo sich im Rangierbahnhof die 055 988 (ex 55 2988") schön im tiefstehenden Spät-Nachmittagslicht präsentierte.
Ebenso wie bei 55 3567" handelt es sich auch bei 55 2988" um eine Zweitbesetzung der Betriebsnummer durch eine in Polen beschlagnahmte Beutelok, die hier einst die Nummer Tp4-253 trug (ex KPEV G8.1 Königsberg 5260).


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b46-094_730.jpg
Bild 46
Schon fast wieder zu Hause, guckten wir auf dem Rückweg auch noch einmal schnell im Rbf Wuppertal-Vohwinkel vorbei. Da gab es natürlich nichts Neues zu fotografieren; nur die gefühlt 100ste Aufnahme von 094 730 (ex 94 1730) am Ablaufberg.


Soweit die Tour vom 03.09.69, die schon allein mit den Bildern aus Hohenbudberg für einen ganzen Beitrag ausreichend Material lieferte.

In einem dritten und letzten Teilbeitrag berichte ich dann noch über die weiteren Besuche in den Jahren 1970 und 71, bei denen der Anteil der 55er allerdings kontinuierlich weniger wurde. Die Frage, ob‘s trotzdem interessiert, verkneife ich mir diesmal.


Einen schönen Tag noch,
Ulrich B.







3-mal bearbeitet. Zuletzt am 10.05.17 09:27.

Re: Hohenbudberg zum Zweiten (21 B)

geschrieben von: Südwestbahner

Datum: 02.05.17 11:09

Hallo Ulrich.

Danke für die Dampfbilder aus Hohenbudberg, Baureihe 55 leider nie selbst gesehen, so etwas gab es in Baden-Württemberg nicht zu meiner Zeit.

Da brauchte es bis zur G8 aus Darmstadt-Kranichstein 2002 und das ist noch eine ältere.

Viele Grüße
Horst

Re: Hohenbudberg zum Zweiten (21 B)

geschrieben von: Helmut Philipp

Datum: 02.05.17 11:14

Moin Ulrich!

Für Deine Mitnahme zum Rundgang durch das Bw Hobu herzlichen Dank! Wie bei Dir nicht andrs gewohnt, ist auch dieser Beitrag mit excellenten Aufnahmen illustriert und zeigt auch Motive, die mir vollkommen unbekannt sind, da ich nie dort war ( zB Hochfeld Süd). Eine ganz besondere Freude hat mir der beigefügte Gleisplan von Hobu gemacht, der es mir nun ermöglicht, meine Aufnahmen im geografischen Sinne auf dem Gelände zu präzisieren!

In Hohenbudberg entstand u.a. diese Aufnahme:

http://fs5.directupload.net/images/user/170502/6vspjz5z.jpg



Mit besten Grüßen Richtung Westen

Helmut



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.05.17 17:52.

Re: Hohenbudberg zum Zweiten (21 B)

geschrieben von: Der Niederrheiner

Datum: 02.05.17 14:18

Hallo Ulrich,

sehr schöne Impressionen aus Hohenbudberg. So nah und doch so weit für mich, mit 15 hatte ich damals andere Interessen und am 01.09.1969 meine Ausbildung begonnen.
Ich kann mich aber noch gut an die 55er auf der schon längst stillgelegten Strecke Demag über Duisburg-Hochfeld erinnern. Hast Du auch Fotos von dieser Strecke??

Viele Grüße, Martin

Bahnfahren - Das letzte Abenteuer in Deutschland!

? Frage zu den Fotos der 55 3345

geschrieben von: 03 1008

Datum: 02.05.17 15:11

Hallo Ulrich,

ganz herzlichen Dank für diesen klasse Beitrag! Leider habe ich es immer nur an Samstagen nach Hohenbudberg geschafft. Da war längst nicht so viel los.

Ich habe eine Frage zu den Fotos der 55 3345: Sind die Bilder wirklich in Hochfeld Süd entstanden? Wie Du weißt, ist das Ruhrgebiet für mich ein Buch mit sieben Siegeln. Wenn ich mir die Sache aber auf alten Stadtplänen und auf Google-Earth ansehe, scheinen mir die beiden Fotos einen Ablaufberg am alten Güterbahnhof zu zeigen. Vielleicht kann ein Insider mit einem Gleiplan weiterhelfen?

Viele Grüße, Helmut

Re: Hohenbudberg zum Zweiten (21 B)

geschrieben von: Würzburger

Datum: 02.05.17 15:13

Grüß Gott Ulrich.

auch diese Sequenz gefällt mir ausgezeichnwt, auch wenn ich nie eine 055 live gesehen habe.

Allerdings ist heute ein Lokschild, das meine Wand ziert, mit daran hängender Lok vorbeigefahren.

Gruß, Thomas

Re: ? Frage zu den Fotos der 55 3345

geschrieben von: 236 231-7

Datum: 02.05.17 15:53

Hallo Helmut,

es ist tatsächlich Duisburg Hochfeld. Den Wasserturm im 1. Bild links gibt es noch, seit einigen Jahren mit Anbau und der Aufschrift "AKKURT". Wenn du bei Google entsprechende Begriffe eingibst, findest Du aktuelle Bilder, ich habe leider keine eigenen...
Vom Bahnsteig Hochfeld Süd aus kann man ihn sehen. Müsste auch bei Google Maps eingezeichnet sein.

Gruß Michael
236 231-7

Re: Hohenbudberg zum Zweiten (21 B)

geschrieben von: Bruno Georg

Datum: 02.05.17 16:16

Hallo Ulrich,

Hinweise auf eine mögliche Verortung kann ich nicht geben. Dass ich vom Bericht begeistert bin, will ich nicht verschweigen! Vielen Dank.

Viele Grüße aus dem Siegtal
Bruno

Re: Hohenbudberg zum Zweiten (21 B)

geschrieben von: Klaus Groß

Datum: 02.05.17 17:20

Moin Ulrich,

Preußen, wohin das Auge schaut, gut, mit ein bisschen "Einheits-Beifang", aber alles in gewohnt hervorragender Qualität! Gerade bei den 55ern kommt bei mir etwas Neid auf, denn ich habe es tatsächlich geschafft, nicht ein einziges Betriebsfoto von diesen Loks zustande zu bringen; Ignoranz und wohl auch Faulheit haben da eine Rolle gespielt. Und dann sehe ich bei Dir heute 4 auf einen Streich! Klasse!

Gruß
Klaus

Re: Hohenbudberg zum Zweiten

geschrieben von: Stefan Motz

Datum: 02.05.17 17:48

Hallo Ulrich,
um die 55er zu fotografieren, bin ich zu spät geboren. Umso mehr freue ich mich, daß Du uns hier Deine Bilder zeigst.
Viele Grüße
Stefan

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/58/781958/6638303363633862.jpg http://foto.arcor-online.net/palb/alben/58/781958/3338386331616233.jpg

Re: Hohenbudberg zum Zweiten (21 B)

geschrieben von: 55 4630

Datum: 02.05.17 18:04

Hallo Ulrich

Vielen Dank für die schönen Bilder meiner vielen Artgenossinnen (und der anderen auch)

Viele Grüße

55 4630 (=Wolf-Dietmar)

Re: Hohenbudberg zum Zweiten (21 B)

geschrieben von: martin welzel

Datum: 03.05.17 14:03

Moin Ulrich,

Mannomann, solch eine Menge von 55ern vor dem Hohenbudberger Schuppen - einfach klasse! Und alle kenne ich noch, aber konnte nicht alle noch unter Dampf fotografieren...

Aber auch die T16.1 und die allgegenwärtigen 50er können gefallen!


Ich danke mit zwei Bildern von der ebenfalls gezeigten 055 755, die am 6.5.1970 die defekte 051 745 von der Scheibe zog:

http://www.eisenbahnhobby.de/hobu/SW7-9_055755_Hohenbudberg_6-5-70_S.JPG

http://www.eisenbahnhobby.de/hobu/SW7-11_055755_Hohenbudberg_6-5-70_S.JPG


Martin

Re: Hohenbudberg zum Zweiten (21 B)

geschrieben von: Papst

Datum: 03.05.17 20:54

Hallo Ulrich,

danke für diesen schönen Bericht. In der Tat hat dieser Ort etwas Magisches, selbst für mich als zu spät gekommenem. Als ich Hobu das erste Mal wahr genommen habe, hatte die Dämmerung längst begonnen. Ich erinnere mich noch an die ETAs am kurzen Hausbahnsteig in Rheinhausen und an das mir als 11, 12-Jährigem unendlich scheinende Gleisfeld, das von der Pz-Strecke nach Krefeld aus gut zu sehen war. Als ich ein paar Jahre später dann das erste Mal dort war, betrat ich eine riesuge Schotterwüste mit ein paar wenigen Ruinen. Ein freundlicher Fdl auf Hof schenkte mir eine Stunde suf dem Stellwerk und schwelgte in Erinnerungen an "richtigen" Betrieb. Vermutlich brauche ich nicht mehr zu betonen, dass ich mich auch auf den 3. Teil freue?

"Der Himmel hat den Menschen als Gegengewicht gegen die vielen Mühseligkeiten drei Dinge gegeben: die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen." (Immanuel Kant)
http://www.hippelandexpress.de/files/ability_logo.jpg

Spät kommt sie, doch sie kommt,.... (m1B)

geschrieben von: Lothar Behlau

Datum: 05.05.17 20:50

.... meine Reaktion auf diesen fulminanten (ich wiederhole mich möglicherweise) Bericht - nicht zuletzt, um diesen HALS- und NMS-Quatsch mal ein bißchen aus dem Fokus zu nehmen.

Zu dieser Phalanx an G 8.1 kann ich noch ein bißchen beitragen, nämlich in Gestalt der 55 4647, die allerdings im September 1969 noch gar nicht in Hohenbudberg anzutreffen war, sondern erst ein Jahr später für gut ein Jahr hier tätig wurde. Sie gehörte seinerzeit zu den ersten Sichtungen und Aufschreibungen in meinem Kindesalter, und umso netter fand ich daher, gleich beim Eintritt ins Bw (der Aufgang aus dem Fußgängertunnel befand sich bekanntlich nur ein paar Meter rechts außerhalb des Bildes) so begrüßt zu werden:


55_4647_u_44_1540_BwHohenbudberg_111170.jpg


Bw Hohenbudberg am 11. November 1970, unter entsprechenden Wetter- und Lichtbedingungen, mit 055 647 (55 4647), die gerade erst seit drei Tagen hier beheimatet war, sowie 044 540 (44 1540) vom Bw Gelsenkirchen-Bismarck. Ein wenig Personal ist auch zu sehen, was mir immer ganz lieb war. Das Bild habe ich vermutlich schon mal gezeigt, aber das muß mindestens zehn Jahre her sein, da tut die Wiederholung sicher nicht weh.

Ich nehme mal an, daß die 55 4647 in weiteren Fortsetzungen auch noch auftauchen wird....

Lothar Behlau, der die Nichtlesbarkeit der Pufferbohlenanschriften auch bedauert - und um das Tenderfabrikschild habe ich mich leider auch nicht gekümmert

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Da das alltägliche Radiogedudel zunehmend unerträglich wird, hier ein kleiner Hinweis, was es auf der Welt sonst noch
zu hören gab oder gibt:
Matmatah: Lambé An Dro (am Ende leider gekappt)
Und hier die volle bretonische Dröhnung ohne plötzliches Ende: Matmatah live in Paris 1998
Kann man ja beim HiFo- oder EMails-Lesen nebenher laufen lassen....
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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 05.05.17 20:51.

Hohenbudberg zum Zweiten

geschrieben von: Hans Ettengruber

Datum: 06.05.17 17:05

Hallo Ulrich,
auch der zweite Beitrag gefaellt mir sehr gut. Ein wahrer 55er Reigen. Die Bilder sind wie immer gut aufbereitet, aber wenn der Input nicht gut ist, kann auch die Nachbearbeitung nichts ausrichten. Mit welcher Kamera hast du denn damals schon hantiert?
Gruesse aus DXB

Re: Hohenbudberg zum Zweiten (21 B)

geschrieben von: Klaus Heckemanns

Datum: 08.05.17 23:08

Hallo Ulrich,

den legendären Schrottplatz von Hobu habe ich auch noch kennengelernt, allerdings nur noch mit so „gewöhnlichen“ Loks wie 55ern und 94ern, die zu der Zeit ja durchaus die Schrottplätze zusätzlich zu den 44ern und 50ern recht gut bevölkerten. Die Magie von Hohenbudberg habe ich auch lange gefühlt, zum einen, weil man bis Anfang der 70er Jahre gerade die 55er dort noch in Betrieb erleben konnte, zum anderen, weil meine zwei Aufenthalte dort relativ kurz waren – gerade ausreichend für ein bißchen Erinnerung und ein paar einzelne Bilder und weil ich über die Jahrzehnte auf der Anlage fast das Gras wachsen sehen konnte und den Birkenwald darüber – bis – o Wunder – wieder Gleise das Gelände zurückeroberten. Da muß doch tatsächlich Magie im Spiel sein.

Und es sind die richtigen Bilder, die Du zeigst. Bloß für eine 55er schräg von vorne reichen mir fast die zwei, drei eigenen Aufnahmen. Aber hier gibt es rechts und links der Lokportraits noch einiges von den Anlagen zu entdecken, die wieder in die Erinnerung bringen, wie das da eigentlich so war.

055 345 in Betrieb sieht man auch nicht allzu oft; die Bilder 30 bis 38 kriegen alle den Stempel „Favoriten“; sogar die später berühmte 044 508 begegnet einem bereits, auch hier mit dem nötigen Drumherum.

Der Blick in den Rbf mit sehr typischen Szenen rundet das Bild ab. Alles sehr lecker!

Aber dass ich dafür schon wieder auf Seite 2 umblättern muss...!!??

Viele Grüße

Klaus

Bild 27 und 28

geschrieben von: Holger Vohns

Datum: 09.05.17 21:07

Hallo Ulrich,

die ersten beiden Bilder (also Bild 27 und 28) sind aber nicht im Rbf Duisburg-Hochfeld Süd aufgenommen. Die 055 345-3 steht/drückt am Ausziehgleis/Ablaufberg von Duisburg Gbf.

Alle drei Hohenbudberg Teile sind außerdem sehr vorzüglich. Danke für die tollen Bilder.