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 04 - Historische Bahn 

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Hohenbudberg – dazu gab es hier im HiFo ja schon mehrere Beiträge, u.a. diese:
- Karl-Friedrich Seitz: DB 1966-05-19 Lokfriedhof Hohenbudberg
- Martin Welzel: Dampf in Hohenbudberg, März 1972 - Teil 1
- Rolf Schulze: Ich war nie in Hohenbudberg!

Der letztgenannte Beitrag von Rolf Schulze hat sogar dazu geführt, dass sich demnächst einige HiFo-Aktivisten im Stellwerk HOF (= Hohenbudberg Ost Fahrdienstleiter, heute ein Restaurant) zu einem zwanglosen Plauderstündchen zusammenfinden wollen. Vor diesem Hintergrund möchte ich heute noch ein paar Bilder zum Thema Hohenbudberg zeigen – ist das doch einer der "magischen Orte" auf meiner persönlichen Eisenbahn-Landkarte.

Hohenbudberg – dorthin führte mich im Frühjahr 1966 eine meiner ersten Fototouren. Das Hauptinteresse galt damals dem zentralen Schrottlok-Sammelplatz der BD Köln, wo nach Angabe der einschlägigen Fan-Presse noch etliche Exoten zu finden waren. Und so kam ich zu meiner ersten (fotografischen) Begegnung mit den Baureihen 24, 56.2, 74, 91.3 und 93.5 – alles Baureihen, die ich im regulären Einsatz so gerade eben knapp verpasst hatte. Der erste Anlauf erfolgte in den Pfingst-Ferien am 31.05.66.

Nach Anmeldung in der Lokleitung brachte uns ein Lokführer aus der Bereitschaft zu den Schrottlok-Gleisen hinter dem Bw, mitten im Rangierbahnhof in Höhe des Abzweigs Mühlenberg gelegen.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b01-74_1212.jpg
Bild 1
Gleich am Anfang der langen Reihe von Schrott-Loks stand die Dürener 74 1212, die vorletzte T12 der BD Köln, Z 29.04.65, ausgem. 01.09.65. Daneben die 78 275, die beim Besuch von Karl-Friedrich Seitz am 19.05. (also nur 12 Tage zuvor) noch ein Lokschild auf der Rauchkammertür aufwies.
Diese Aufnahme ist übrigens - wie alle folgenden schwarz/weiß Bilder dieses Tages -, im Original ein Farbdia, das allerdings infolge einfachster Kamera und miesen Wetters so schlecht geraten ist, dass ich eine Umwandlung in s/w vorgenommen habe, um das Bild überhaupt zeigen zu können.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b02-24_067.jpg
Bild 2
Das eigentliche "Objekt der Begierde" war natürlich 24 067 ex Bw Rheydt, die letzte 24er der DB, und als Baureihe bestens bekannt aus dem Märklin Katalog.
Nach Abstellung am 02.05.66 erfolgte die offizielle z-Stellung mit Datum vom 22.05.66 und die Ausmusterung am 19.08.66. Zum Zeitpunkt der Aufnahme am 31.05.66 stand die die Maschine formal also gerade einmal neun Tage auf Z und war noch nicht ausgemustert – wie eine Schrottlok sah sie allerdings trotzdem aus.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b03-24_067.jpg
Bild 3
Von der anderen Seite waren die Lichtverhältnisse ein wenig besser, so dass sogar die Farbversion vorzeigbar ist.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b04-93_763.jpg
Bild 4
Vor der 24er stand mit 93 763 vom Bw Düren eine weitere Lok, die formal nur z-gestellt war (z: 09.03.66, †: 19.08.66).


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b05-74_1070.jpg
Bild 5
74 1070 vom Bw Düren war die letzte Lok ihrer Baureihe bei der DB (z: 18.01.66, †: 11.05.66).


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b06-91_1595.jpg
Bild 6
Wie 24 067 und 74 1070 war auch 91 1595 das letzte Exemplar der jeweiligen Baureihe bei der DB. Letztes Heimat-Bw der preußischen T9.3 war Köln-Deutzerfeld, z: 11.04.64, †: 01.07.64. Erstaunlich, dass dieses Maschinchen auch mehr als zwei Jahre nach seiner Abstellung bisher seiner Verschrottung entgangen war.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b07-91_1595.jpg
Bild 7
Wo kein Licht ist, ist auch kein Schatten – also müsste auch eine Aufnahme von der anderen Seite möglich sein, wo die offen stehende Kesseltür nicht so stört. Aber diese anfängerhafte Überlegung erwies sich als falsch, wie das völlig "abgesoffene" Ergebnis hinterher zeigte. Aber eine s/w-Umwandlung macht denn doch noch ein vorzeigbares Bild daraus. 91 1595 von der linken Seite und von vorn.

Die hinter der 91 erkennbare 56 219 wurde als Schrottlok verschmäht, da wir davon ausgingen, eine der beiden noch aktiven 56.2 im Bw zu erwischen. Aber auch das war leider ein Trugschluss, denn 56 241 war an diesem Tag in Moers im Einsatz (und damit für uns unerreichbar), während 56 799 schadhaft im Schuppen stand.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b08-01_021.jpg
Bild 8
Ganz hinten in der Reihe und wahrscheinlich als letzte hinzugekommen: 01 021 vom Bw Deutzerfeld, die mir als Serien-01 mit ziemlich niedriger Betriebsnummer eine weitere Aufnahme wert war.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b09-55_4135.jpg
Bild 9
Zurück im Bw, gab es am 31.05.66 nur eine einzige Aufnahme einer Betriebslok. Und zwar von 55 4135, die vor dem Schuppen vor sich hin schmauchte. Angesichts der unerfreulichen Lichtverhältnisse erschien uns die Verschwendung von kostbarem Diafilm für Allerweltsloks der Baureihen 44, 50 und 94 wohl nicht sinnvoll.

Der Fehlschlag bezüglich der 56.2 ließ mich nur zwei Tage später, am 02.06.66, erneut nach Hohenbudberg fahren.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b10-56_799.jpg
Bild 10
Und tatsächlich, jetzt stand mit 56 799 eine der beiden Umbau-G8.1 vor dem Schuppen. Nur war die Lok leider völlig "eingekeilt", so dass wieder nur eine Beweisaufnahme dabei herauskam. Da hatten andere einfach mehr Glück, wie etwa K-F-S zwei Wochen vorher.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b11-50_2996.jpg
Bild 11
Zu den Schrott-Loks ging’s am 02.06.66 nicht mehr. Dafür fiel auf dem Rückweg – zu Fuß nach Rheinhausen Ost – im Ostkopf des Rangierbahnhofs noch ein Foto der H‘budberger 50 2996 ab, die soeben mit einem Güterzug aus Richtung Moers den Rbf erreicht.

Es sollten fast zwei Jahre ins Land gehen, bis es mich wieder nach Hohenbudberg verschlug. Inzwischen hatte ich eine brauchbare Kamera, mit der in größerem Umfang schwarz/weiß Filme verbraten wurden, während die alte, einfache Kamera nur noch gelegentlich für Schönwetter-Fotos in Farbe verwendet wurde.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b12-93_635.jpg
Bild 12
Auch am 08.04.68 führte der Weg zunächst zu den Schrottloks, wo mir 93 635 sogar ein Dia wert war. Die am 08.08.67 beim Bw Stolberg z-gestellte Maschine hatte auf dem Papier sogar noch die EDV-Nummer 093 635-1 erhalten, die sie aber natürlich nie wirklich trug. Die Ausmusterung erfolgte am 12.03.68.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b13-55_4544.jpg
Bild 13
Neben der 93 stand 55 4544, ex Bw Gremberg, die nun wahrlich keine Besonderheit darstellte und deshalb nur in s/w dokumentiert wurde.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b14-56_241.jpg
Bild 14
Und auch 56 241, die letzte 56.2 der DB, stand inzwischen in der Reihe der Schrottloks; aber leider äußerst ungünstig hinter einem großen Fahrleitungsmast, so dass ebenfalls nur ein s/w-Beweisfoto gemacht wurde.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b15-41_001.jpg
Bild 15
Mit der Eifeltorer 41 001 beende ich das traurige Kapitel der Schrottloks in Hohenbudberg.
In der Ansicht von hinten kommt sehr gut der Niet-Tender 2‘2’T32 alte Bauart zur Geltung, zu diesem Zeitpunkt sicher einer der letzten im Bereich der DB.
Die Ansicht von vorn ist in der Galerie Die schöne Mikado auf meiner Seite zu sehen.

Nach so vielen Schrottlok-Aufnahmen wird es nun Zeit, sich den Betriebsloks zu widmen. Am 12.03.68 wurden hierzu erste brauchbare Ergebnisse erzielt.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b16-94_1597.jpg
Bild 16
Den Anfang macht 94 1597, die auf dem Rückweg von den Schrottlok-Gleisen zum Bw im Rbf abgelichtet werden konnte. Ungewohnt, aus Wuppertaler Sicht, der "Blumenkasten" statt Kohlenkasten-Aufbau – eine Bauartvariante, die allerdings in der BD Essen und Köln, speziell beim Bw Hohenbudberg, häufig anzutreffen war (siehe hierzu auch Bauartunterschiede bei der Baureihe 94.5, Punkt 18, in der Bundesbahnzeit).


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b17-50_620.jpg
Bild 17
Für die relativ saubere 50 620 vom Bw Neuß (bis 21.11.68 mit "ß") kam auch wieder die Dia-Kamera zum Einsatz.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b18-55_4755.jpg
Bild 18
Gar nicht sauber, sondern im Gegenteil ziemlich herunterkommen, präsentierte sich 55 4755 den Fotografen.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b19-94_1642.jpg
Bild 19
Auch 94 1642 war eine "Blumenkasten-Lok", die hier gerade einen Zug über den Ablaufberg drückte.
Zusammen mit den 55.25 wickelten die 94.5 des Bw Hohenbudberg den umfangreichen Rangierbetrieb im Rbf ab, für den stets mehrere Loks im Einsatz waren.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b20-55_3567.jpg
Bild 20
Mit 55 3567 fuhr uns ein weiterer Kandidat für den Wettbewerb um die ungepflegteste Lok der BD ins Bild.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b21-55_3567.jpg
Bild 21
Nach kurzer Sägefahrt kam 55 3567 wieder zurück, wurde jetzt aber nur noch in s/w aufs Korn genommen. Der schlechte Zustand wird aber auch dadurch nicht kaschiert. Im Hintergrund warten E40 192 und E40 651 auf neue Aufgaben.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b22-50_620.jpg
Bild 22
Und noch einmal 50 620, die jetzt ins Bw einrückt.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b23-44_701.jpg
Bild 23
Auf dem Kanal des Bw gab uns sodann der Bismarcker Schürzen-Jumbo 44 701 die Ehre.


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b24-55_4755.jpg
Bild 24
Für 55 4755 war die Schicht jetzt beendet und nun stand sie erst einmal hinter dem Schuppen bis zum nächsten Einsatz..


http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b25-94_1360.jpg
Bild 25
Für 94 1360 und ihr Personal ging es dagegen gerade erst los. Vom Abstellplatz hinter dem Schuppen fährt die Maschine auf die Drehscheibe, um kurz darauf irgendwo im Rbf tätig zu werden.


Nach diesen Bildern wird sich der eine oder andere sicher fragen, warum ausgerechnet Hohenbudberg für mich zu den magischen Orten zählt. Okay, unter den Schrottloks waren viele für die damalige Zeit seltene Exemplare. Aber wer nur ein Jahr früher als ich mit dem Fotografieren angefangen hat, hätte alle diese Maschinen bzw. Baureihen noch im Betrieb erleben können; insofern waren sie vielleicht nur für mich seltene Exemplare.

Ich habe hier allerdings schon des Öfteren zur Kenntnis gegeben, dass mir an Schrottlok-Aufnahmen ohnehin nicht viel liegt. Deshalb lag bei späteren Besuchen der alleinige Schwerpunkt auf Betriebsaufnahmen. Und da hatte Hobu wirklich eine Menge zu bieten, wie ich in den Folgebeiträgen zeigen werde. Hier wuselten an allen Ecken des riesigen Rangierbahnhofs die 55 und 94 durch die Gleise und ein Großteil der Güterzüge war noch mit Dampfern der BRn 44 und 50 bespannt. Dampf pur. Auch wenn ich diese Zeit nur in schwarz/weiß dokumentiert habe – ich denke, an einer Fortsetzung besteht Interesse?!

Einen schönen Tag noch und bis dahin,
Ulrich B.



Re: Hohenbudberg

geschrieben von: Stefan Motz

Datum: 24.04.17 18:35

Hallo Ulrich,
danke fürs Zeigen Deiner Frühwerke!
Immerhin hast Du noch eine ganze Menge Baureihen zumindest als Schrottlok dokumentieren können.
Natürlich freue ich mich auf die Fortsetzung ebenso wie auf ein Wiedersehen in HOF.
Viele Grüße
Stefan

Neben herrlichen Bildern eine herrliche...

geschrieben von: Karabük

Datum: 24.04.17 19:08

Art Alliteration der betonten Silben: Bud(d)e in Hohenbudberg.
Ich freue mich auf die Fortsetzungen zu dem für mich besonders geheimnisvollen Ort (weil ich den in meiner Jugend auf keiner Landkarte fand.

Dank und Grüße
Bastian C. Karabük
Hallo Ulrich,

eine gute Idee. Vielen Dank für diesen interessanten Bilderbogen.

Viele Grüße

Martin
Moin Ulrich,

mal wieder so eine rhetorische Frage "besteht Interesse?" *breitgrins*

Ansonsten bist Du drei Jahre vor meiner Zeit dort schon aufgeschlagen, was man an den erlegten Loks erkennt. Meine ersten Bilder entstanden am 2.4.1969 - hier mit 38 3541, 55 3555 und 93 1125:

http://www.eisenbahnhobby.de/altebilder/SW2b-4_931125_553555_Hohenbudberg_2-4-69_S.jpg


An diesem Tag war auch 094 360 aktiv:

http://www.eisenbahnhobby.de/altebilder/SW2b-1_094360_Hohenbudberg_2-4-69_S.jpg


Die diversen noch "lebenden" Dampfer sind mir fast alle auch noch bekannt. Und ich freue mich schon auf unser avisiertes Hohenbudberg-Treffen!

Danke für die Bilder,

Martin

Re: Wie wär’s denn mal wieder mit Hohenbudberg (25 B)

geschrieben von: las1

Datum: 24.04.17 19:37

Hallo Ulrich,
danke für den wahrlich bunten Bilderbogen.
Das waren ja exotische Baureihen für mich.

Gruß aus Franken von Jürgen
Hallo Ulrich,

unglaublich, was Du alles in Hobu fotgrafiert hast. Natürlich bin ich an der Fortsetzung interessiert. Ich selbst war niemals in Hobu, dass wird sich dank Wolf-Dietmar in ca. 6 Wochen unter anderen Vorzeichen aber ändern.

Danke und Gruß aus (vorübergehnd) Ostfriesland
Bruno



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.04.17 16:21.

Re: Wie wär’s denn mal wieder mit Hohenbudberg (25 B)

geschrieben von: QJ 7002

Datum: 24.04.17 20:52

Hallo Ulrich,

danke für den interessanten Bilderbogen. Und Schrottloks, warum eigentlich nicht? Sind wir, die in den 60ern oder den frühen 70ern mit dem Fotografieren angefangen haben, nicht alle mit Schrottloks aufgewachsen? Die meisten unserer besuchten Bws hatten doch ihr eigenes, kleines "Hohenbudberg", wo man oft Raritäten entdeckte, die man unter Dampf nicht mehr erlebt hatte: So waren es bei mir "meine erste S 3/6" in Form der Mindener 18 610 oder "meine einzige T 14.1" 93 526 als Dauer-Rostversuch in Lehrte.

Ich freue mich auf die Fortsetzung!

Grüße

Martin
Lieber Ulrich,

danke für diesen umfangreichen Bilderbogen aus Hohenbudberg! Und auch wenn Dir an Schrottlok-Aufnahmen nicht viel liegt, so hast Du doch umfangreich dokumentiert, was für Raritäten sich in Hohenbudberg gesammelt hatten und - zum Glück, kann man nur sagen - von dort nur zögerlich der Verwertung zugeführt wurden. In dieser Menge und den verschiedenen Stadien des jahrelangen Verfalls war es eben nicht nur einfach ein Schrottplatz, sondern ein ganz besonderer Lokfriedhof. Einzigartig ist das passende Wort.

Und einen "Cliffhanger" hast Du auch noch parat, wir müssen nur diese banale Frage mit "ja" beantworten:

Zitat:
ich denke, an einer Fortsetzung besteht Interesse?!
Ähm - *grübel* - JA! ;-)

Viele Grüße
Rolf

Moin Ulrich,

mit Deinem heutigen Beitrag überraschst Du mich ein weiteres Mal! Deine Abneigung gegenüber Schrottloks war mir nämlich bekannt - und dann diese Ansammlung von Schrott-"Schätzen"! Klar, über den Begriff "Schätze" kann man streiten; Kollegen, die nur ein paar Jahre älter sind als wir, mögen die Baureihen 56, 74, 91 und besonders 93 noch als "Landplagen" erlebt haben. Als unsere Generation anfing zu fotografieren, waren von denen mehr oder weniger nur noch Schrottloks übrig. Und dann empfinde ich eine 24er, eingerahmt von einer 93 und 55 als kleine Sensation! Und gerade angesichts Deiner heutigen Fotos kann ich Deine Abneigung gegenüber Schrottloks nicht so richtig verstehen; ich kann mich dem morbiden Charme dieser Ansammlung vergangener Technik kaum entziehen!

Ich will mich mit der Kommentierung aber nicht auf die Schrottloks beschränken: Glückwunsch, dass es Dir im 2. Anlauf noch gelungen ist, eine 56 unter Dampf zu erwischen - von den vielen 55ern ganz zu schweigen! Natürlich hast Du mit diesen gewohnt tollen Aufnahmen den Appetit auf mehr Betriebsfotos angeregt!

Gruß
Klaus
Besten Dank für die spannenden Rundgänge in Hohenbudberg!

Gruß

Rübezahl
Hallo zusammen,

ich war auch nie dort, obwohl ich nur knapp 6 km Luftlinie von dort aufgewachsen bin - allerdings mit Rhein dazwischen ...

Sehr interessante Bilder auf jeden Fall. Eine Frage zu Bild 8: Hat die 01 021 1000er-Vorlaufräder? Oder gab es auch 850er mit 9 Speichen? Ich meine, das hätte ich mal irgendwo gehört oder gelesen, aber ich bin mir nicht sicher ... ?!?

Na ja, bei einem Artikel, den der Bauartunterschieds-Spezialist selbst einstellt, wird die Antwort sicher nicht lange auf sich warten lassen ... ;-)

Gruß

Frank



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 25.04.17 09:11.

Die Vorläufer der 01 021

geschrieben von: ulrich budde

Datum: 25.04.17 11:10


Zur Frage von Frank alias 110 483-5:

Die 01 021 hat eindeutig die kleinen Vorlaufradsätze mit einem Raddurchmesser von 850 mm. Umbauten auf Vorläufer mit 1000 mm Raddurchmesser hat es m.W. bei der DB nicht gegeben, wohl aber bei der DR. Und ja, der vordere Radsatz hat Räder mit 9 Speichen.

Ein schnelle Durchsicht meiner auf der Festplatte gespeicherten Bilder ergab, dass Rader mit 9 Speichen wohl die Regel, die mit 7 Speichen dagegen eher die Ausnahme waren. Oft waren auch beide Bauarten gemischt in einem Vorlauf-Drehgestell verbaut – Beispiel siehe hier (Ausschnitt):

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Hohenbudberg/b99-001_008.jpg
Bild 1
001 008 am 09.08.72 in Hof.

Alle Klarheiten beseitigt?

Einen schönen Tag noch,
Ulrich B.


HOF/Hof

geschrieben von: EKAI

Datum: 25.04.17 12:38

Warum wird das Stellwerk eigentlich in Großbuchstaben abgekürzt, das ist doch völlig unüblich?

EKAI

Hohenbudberg oder vielleicht HohenBuddeBerg?

geschrieben von: ICE

Datum: 25.04.17 19:27

War schon richtig, das Fragezeichen im Betreff wegzulassen!

Superbeitrag.

Grüße - Helmut (ICE)

Re: HOF/Hof

geschrieben von: stefan p.

Datum: 25.04.17 19:31

EKAI schrieb:

Warum wird das Stellwerk eigentlich in Großbuchstaben abgekürzt, das ist doch völlig unüblich?

Weil die Stellwerksbezeichnung damals in Großbuchstaben am Stellwerk angeschrieben war.

Gruß (auch wenn Du nicht gegrüßt hast)
Stefan P.

"Hohenbudberg - mon amour!"

geschrieben von: Lothar Behlau

Datum: 25.04.17 20:08

Zugegeben, der Spruch ist geklaut und außerdem schon mehr als einmal verwendet worden, aber er trifft nun mal bei mir ins Schwarze.

Von den im Schrottzustand abgestellten Lokbaureihen habe ich immerhin noch ein paar vereinzelte Exemplare der Gattungen 24, 56.2-8 und 93 im Einsatz erlebt, aber leider war das kurz vor Auftauchen meiner ersten "Knipskiste"; 74er und 91er hingegen habe ich nicht einmal mehr in Hohenbudberg gesehen. Umso mehr freue ich mich daher über Deine Porträts, habe ich doch so viel eher eine Beziehung zu diesen Maschinen als bei alten Betriebsaufnahmen in fremden Regionen.

Den dicken Fahrleitungsmast neben der 56 241 kenne ich auch zur Genüge....

Bei der 50 620 möchte ich darauf aufmerksam machen, daß es sich hierbei um eine der "kastrierten" 50er der BD Köln handelt, die eigentlich nur Rangierdienst verrichteten und fast nie auf der Strecke zu sehen waren. Neuß hatte damals drei Stück im Bestand, 50 620, 766 und 2201, von denen ich die letzteren beiden jeweils nur ein einziges Mal bei einem "Ausflug" beobachtet habe, die 620 nie.

Und die 55 3567 ist eigentlich die 55 3567", aus polnischem Bestand stammend und in den Fünfzigern auf wundersame Weise der "Fremdlok"-Einstufung entgangen.

Habe ich da richtig von "Folgebeiträgen" gelesen? Ich bin begeistert!

Lothar Behlau, der gerne noch mal per ET30 und VT95 nach Hohenbudberg Siedlung reisen würde - stattdessen muß ich wohl das Auto nehmen....

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http://www.wagonslits.de/phpbb2/album_mod/upload/cache/wr_2764_ausstellungszug_genovapp_091187_3LotharBehlau.jpg http://www.wagonslits.de/phpbb2/album_mod/upload/cache/wsp_4029_abgest_atelieroostende_caxx67LotharBehlau.jpg http://www.wagonslits.de/phpbb2/album_mod/upload/cache/wl_uh_4597_aus9103_256_genovabrignole_290782LotharBehlau.jpg http://www.wagonslits.de/phpbb2/album_mod/upload/cache/wr_2764_280_bolzano-bozen_070882LotharBehlau.jpg http://www.wagonslits.de/phpbb2/album_mod/upload/cache/wl_mu_4810_aus205_281_genovapp_0704871.jpg http://www.wagonslits.de/phpbb2/album_mod/upload/cache/wr_4265_485_parisnord_300387LotharBehlau.jpg http://www.wagonslits.de/phpbb2/album_mod/upload/cache/wl_mu_4828_aus205_281_genovapp_121087LotharBehlau.jpg http://www.wagonslits.de/phpbb2/album_mod/upload/cache/wr_2858_234_romatermini_020581LotharBehlau.jpg
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Lieber Ulrich!

Wirklich ein tolles Sammelsurium von Schrottloks!

Großen Dank!

Gruß
splitti
thomas.splittgerber, berlin
Mein lieber Freund!

Für die Mitnahme an diesen magischen Ort möchte ich Dir danken.

Beste Grüße!

Olaf Ott

Re: HOF/Hof

geschrieben von: EKAI

Datum: 26.04.17 07:23

stefan p. schrieb:

EKAI schrieb:

Warum wird das Stellwerk eigentlich in Großbuchstaben abgekürzt, das ist doch völlig unüblich?

Weil die Stellwerksbezeichnung damals in Großbuchstaben am Stellwerk angeschrieben war.
Ja, lieber Stefan P., das hatte ich schon vermutet. Die Frage war, warum das damals in Großbuchstaben am Stellwerk angeschrieben war, wo doch üblicherweise sonst nur der erste Buchstabe groß geschrieben wurde. Dass die gesamte Bezeichnung groß geschrieben wird kenne ich sonst meist nur aus dem Bereich der DR-Ost.

Waren die anderen Stellwerke in Hohenbudberg auch mit Großbuchstaben bezeichnet?

EKAI




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 26.04.17 07:23.

Seiten: 1 2 All

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