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 04 - Historische Bahn 

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Die braune Brut war scheinbar zu allem fähig.
Traurig und tragisch, dass sie durch Unbelehrbare heute wieder aus dem Orkus der Geschichte nach oben gespült wird.
Und wieder hat keiner etwas davon gewußt.
rf

rf schrieb:

Die braune Brut war scheinbar zu allem fähig.
Traurig und tragisch, dass sie durch Unbelehrbare heute wieder aus dem Orkus der Geschichte nach oben gespült wird.
Und wieder hat keiner etwas davon gewußt.
rf

Wer nicht gerade blind durch dieses Land läuft, wird leider feststellen müssen, dass die derzeitige Geschichte sehr viel dazu beiträgt, dass es viele gibt, die wieder so denken - aber wir schaffen das!

Wissen tut das jeder, nur dafür interessieren tut sich da oben keiner, da dort oben in einer anderen Welt gelebt wird.
Für den großen Querschnitt gibt es samstags Brot und Spiele und unter der Woche Ausbeutung.

Die Leidtragenden sind diejenigen, welche mit der Hoffnung in dieses Land gekommen sind, ein neues, friedliches Leben zu beginnen und diejenigen, die dafür finanziell bluten müssen.

Das sowas über kurz oder lang zu Spannungen führt, wird billigend in Kauf genommen.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.04.17 19:15.
Triebfahrzeugbewegungstechniker schrieb:

rf schrieb:

Die braune Brut war scheinbar zu allem fähig.
Traurig und tragisch, dass sie durch Unbelehrbare heute wieder aus dem Orkus der Geschichte nach oben gespült wird.
Und wieder hat keiner etwas davon gewußt.
rf

Wer nicht gerade blind durch dieses Land läuft, wird leider feststellen müssen, dass die derzeitige Geschichte sehr viel dazu beiträgt, dass es viele gibt, die wieder so denken - aber wir schaffen das!

Wissen tut das jeder, nur dafür interessieren tut sich da oben keiner, da dort oben in einer anderen Welt gelebt wird.
Für den großen Querschnitt gibt es samstags Brot und Spiele und unter der Woche Ausbeutung.

Die Leidtragenden sind diejenigen, welche mit der Hoffnung in dieses Land gekommen sind, ein neues, friedliches Leben zu beginnen und diejenigen, die dafür finanziell bluten müssen.

Das sowas über kurz oder lang zu Spannungen führt, wird billigend in Kauf genommen.

Jo, wissen tut das jeder oder will mal sagen viele, nur das Wissen alleine bringt auch nichts, aus diesem Grunde machen sie ja auch was sie wollen, oder soll ich lieber sagen machen was aus Übersee gewünscht wird.

Aber zurück zum Thema. Danke für den Link, das war hier auch schon einmal ein Thema, dabei wurde auch erwähnt das für den Rbf Mainz-Bischofsheim wohl irgendeine Rheininsel verwendet wurde, nur kann ich mich nicht mehr erinnern wo genau die Insel war.

Gruß Andreas
Hallo an Alle,

so, und jetzt vom Politischen mal wieder zum Historischen....

die Anlage von Scheinflughäfen, Scheinbahnhöfen und Ähnlichem war im letzten Weltkrieg Gang und Gäbe. In der ersten Kriegszeit (ungefähr bis 1942) war das auch manchmal erfolgreich, danach wegen weiter entwickelter Radartechnik aber komplett unwirksam. Übrigens haben auch die Alliierten versucht, die Invasionsarmee zu verschleiern mit der Anlage getarnter Häfen oder aufblasbaren Panzern an Land. War aber ebenso größtenteils unwirksam.

Und jetzt noch kurz was Politisches: hoffen wir, dass es nie wieder soweit kommt! Von ein paar ewig Gestrigen sollten wir uns nicht bange machen lassen.

Gruß

Der Wagner
Peter Brinke

"Everything will be ok in the end. If it's not ok, it's not the end."
Hallöle,

das war hier nicht nur einmal ein Thema:
[www.drehscheibe-online.de]
[www.drehscheibe-online.de]
[www.drehscheibe-online.de]

Interessante Geschichte...

Viele Grüsse,
Hubert.

Edit meinte, ich solle Tippfehler beseitigen...

http://666kb.com/i/d3suyhxde7atexkr4.jpg 07/01/2015 JE SUIS CHARLIE - 13/11/2015 NOUS SOMMES PARIS - 14/07/2016 NOUS SOMMES NICE




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 19.04.17 21:45.
Hallo "Der Wagner",

ich hänge meinen mal an Deinen Beitrag an, da er da am besten paßt..

Scheinanlagen gab es auch schon im ersten Weltkrieg, auf "beiden Seiten".

Herr Keller hat sich in seinen sich über die Jahre erstreckenden Nachforschungen viel Mühe gegeben, einerseits die Berichte von Heute der damaligen Zeitzeugen zu sammeln und zu bewerten, andererseits auch die Primärquellen aus der damaligen Zeit -sofern sie noch vorhanden sind- auszuwerten. Die Kunst besteht nun darin, die daraus gewonnenen Erkenntnisse treffend zu bewerten. Dies gelingt nur, wenn man die militärischen und politischen Verhältnisse der damaligen Zeit mit einbindet.
Ich kenne die Erkenntnisse für "Brasilien" bisher nur in Auszügen, das fertige Buch habe ich noch nicht vorliegen, nehme jedoch an, das sich Herr Keller in seinen Schlußfolgerungen "nicht aufs Glatteis hat führen lassen". Die im Zeitungsbeitrag des Redakteurs enthaltene Passage mit dem Hinweis, von dem auf Nürnberg als Ziel gestarteten Verband hätten 15 Bomber ihre Abwurfmunition versehentlich auf Schwabach fallen lassen, könnte dabei schon nicht unkommentiert bleiben - denn wie hier Nürnberg war in den Listen meist nur das Hauptziel der Formationen vermerkt, das Ausscheren von Teil-Verbänden und ansteuern eines weiteren Zieles oder auch der vorgesehenen "Ausweich-Ziele" war durchaus üblich. Beim Zeitungsbericht wird das aber sichlich an der verkürzten Darstellung im Beitrag und der fehlenden Detailkenntnis des Redakteurs liegen.

Schön, das sich mit Herrn Keller jemand des Themas "Brasilien" angenommen hat.

Mit freundlichen Grüßen

vom Schwellenleger
( der zur benachbarten, viel kleineren Scheinanlage "Costa Rica" recherchiert hat )



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 20.04.17 07:45.

Umzug nach Weilimdorf

geschrieben von: Markus Richta

Datum: 20.04.17 23:30

Hallo,

die Scheinanlage Lauffen zog sogar 1943 noch um nach Stuttgart-Weilimdorf:

[fgut.wordpress.com]

Grüße
Markus
Hallo,

am wirkungsvollsten war es, wenn es deutschen Nachtjägern gelang, die Zielmarkierer rechtzeitig abzuschießen.
So war das 1944, als das Nachtflieger-Ass Schnaufer bei einem RAF-Bombenangriff auf Stuttgart besagtes Flugzeug
abgeschossen hat und dessen gesamte Zielmarkierung in die Luft flog.
Als Folge wurden die meisten Bomben über freiem Feld abgeworfen bevor andere britische Pfadfindermaschinen
den "Irrtum" bemerkten.
Immerhin kam so die Stuttgarter Zivilbevölkerung um wenigstens einen schlimmen Bombenangriff herum.
Verwandte von mir im Stuttgarter Westen hat es trotzdem erwischt.
Ja, es war eine schlimme Zeit.

Herzliche Grüße

Karl Heinz
Hallo Karl-Heinz,

Danke für Deine interessanten Hinweise.

Es gab neben den Versuchen, die pathfinder rechtzeitig abzuschießen, auch noch die Versuche der dt. Flugabwehr, durch in den gleichen Farben abgeschossene Signalraketen ein irreführendes Zielgebiet zu markieren. Hat oftmals bei der ersten Welle funktioniert, wenn die RAF noch die gleichen Farbkombinationen wie von der dt. Luftabwehr zuletzt aufgeklärt verwendet hatte..

Zum Glück ist diese verrückte Zeit -zumindest bei uns im Land- vorbei...

Mit freundlichen Grüßen

Schwellenleger
Der Wagner schrieb:
die Anlage von Scheinflughäfen, Scheinbahnhöfen und Ähnlichem war im letzten Weltkrieg Gang und Gäbe. In der ersten Kriegszeit (ungefähr bis 1942) war das auch manchmal erfolgreich, danach wegen weiter entwickelter Radartechnik aber komplett unwirksam.

Moin Wagner,

bereits vor der Entwicklung der Radartechnik wurden Bomberverbände nachts mittels Funknavigation in des Zielgebiet geführt, das deutsche, schon 1940 eingesetzte System hieß "Knickebein" (wie die Liköreier), die Briten verwendten ab 1942 "Oboe". Beide Systeme beruhen - vereinfacht gesagt - auf der Kreuzung zweier Peilstrahlen, welche in den Flugzeugen empfangen werden konnten. War man am Kreuzungspunkt angelangt, war man im Zielgebiet. Nachteilig dabei war, dass die Sender immer nur ein begrenzte Reichweite hatten. Auch waren derartige System immer anfällig für Störungen durch die andere Seite.

Die Briten verwendeten daneben ebenfalls ab 1942 (in großem Umfang ab 1943) das Zielradar "H2S". Damit wurde man von der begrenzten Reichweite der Funkpeilnavigation unabhängig.

Eine Scheinanlage wird im übrigen dann unwirksam, wenn sich das Ziel in einer markanten geografischen Gegend befindet, es sei denn, der Pilot bevorzugt die "Brötchentüten-Navigation"...

Zitat:
Übrigens haben auch die Alliierten versucht, die Invasionsarmee zu verschleiern mit der Anlage getarnter Häfen oder aufblasbaren Panzern an Land. War aber ebenso größtenteils unwirksam.

Ganz stimmt das nicht - ein derart große Armee kann man kaum verschleiern. Erfolgreich verschleiert wurden allerdings das Ziel (absichtlich) und der Zeitpunkt (aufgrund der Wetterlage eher zufällig, siehe auch [de.wikipedia.org]) der Invasion, wozu die Alliierten die sog. "Operation Fortitude" durchführten (als Einstieg hierzu: [de.wikipedia.org]). Zudem kamen nur wenige Tage für eine Landung in Betracht, weil man extremes Niedrigwasser bei Sonnenaufgang benötigte. Das wussten beide Seiten - allerdings hatten die Briten die bessere Wettervorhersage...

Die deutsche Seite fiel teilweise auf die Täuschungsmanöver herein (man erwartete tagelang die Hauptlandung oder zumindest eine weitere großen Landung im Raum Calais), weshalb Reserven dort gebunden blieben (aus deutscher Sicht logisch - der kürzeste Weg nach Deutschland wäre der über Calais gewesen, man hätte schon nördlich der Seine gestanden und alle zur Verstärkung nach Süden gesandten Kräfte wären abgeschnitten worden). Dass die Alliierten kräftemäßig gar nicht in der Lage waren, zwei Landungen innerhalb kürzester Zeit durchzuführen (weniger wegen der Truppenstärke, als wegen der Transportkapazität - immer eine Achillesferse der Alliierten), ahnten die Deutschen zum Glück nicht.

Due aufblasbaren Panzer etc. dienten nicht der Tarnung der eigentlichen Invasionsarmee, sondern der Darstellung weiterer fiktiver Kräfte (First US Army Group, britische 4. Armee).

Ähnliches hatte man auch in Hamburg veranstaltet, indem man die Binnenalster mit Holz zugebaut und auf der Außenalster mit einer Scheinbrücke die Binnenalster imitiert hat. Mit der Folge, dass das strategisch unbedeutende Hohenfelde größtenteils zerbombt wurde ...

Den Hauptbahnhof – den man schützen wollte – hatte es trotzdem erwischt.