DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 04 - Historisches Forum 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Testforum aufsuchen!
Bilder, Dokumente, Berichte und Fragen zur Vergangenheit der Eisenbahn und des öffentlichen Nahverkehrs - Bilder vom aktuellen Betriebsgeschehen bitte nur im Zusammenhang mit historischen Entwicklungen veröffentlichen. Das Einstellen von Fotos ist jederzeit willkommen. Die Qualität der Bilder sollte jedoch in einem vernünftigen Verhältnis zur gezeigten Situation stehen.
Dies ist KEIN Museumsbahnforum! Bilder, Meldungen und Fragen zu aktuellen Sonderfahrten bitte in die entsprechenden Foren stellen.
Seiten: 1 2 All Angemeldet: -

Nachterstedt-Hoym, Ende Juli 1980 (m1B)

geschrieben von: BwNeuß

Datum: 12.11.16 22:06

Es ist gaaanz schlechtes Licht. Der Zug wollte nicht kommen und die Lok ist mir nicht bekannt. Verschiedentlich kamen neugierige Passanten. Die Trapo war nicht weit. Man kennt das ja. Also einmal draufhalten und wieder einsteigen und weiterfahren.

https://abload.de/img/bfnachterstedtknpozd.jpg

Über die schreckliche Entwicklung dieses Bahnhofs mag ich nicht nachdenken.

viele Grüße

Dieter

http://img233.imageshack.us/img233/5438/dsc00247a2na.jpg

Meine Bilder sind in der Regel nachbearbeitet [N], in den meisten Fällen in Kontrast, Tonwert und Farbe [F], es kann jedoch auch der Ausschnitt verändert sein [A]. Wenn mir stürzende Linien (o.Ä.) nicht gefallen haben, sind sie perspektivisch entzerrt [V] oder ich habe Dinge weggestempelt, bzw. entfernt [E] oder unter Umständen gar hinzugefügt [H]. Kurz und gut: sie können zu 100% manipuliert [M] sein.




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:11:12:22:08:39.

Re: Nachterstedt-Hoym, Ende Juli 1980 (m1B)

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 12.11.16 22:55

BwNeuß schrieb:
Über die schreckliche Entwicklung dieses Bahnhofs mag ich nicht nachdenken.

viele Grüße

Dieter

Nun ja, Nachterstedt-Hoym ist in Neufünfland überall - von Leipzig Hbf bis "nicht mehr da"...
Im Westen war das oft ähnlich, aber nicht in diesem Zeitraffer...
Ich guck mir die Bahnhöfe meiner Jugend gar nicht mehr an.

MfG

"Gibt es zwei- bzw. dreiachsigen Reko-Wagen der DR (Bage, Baage, Dage oder Bagtre), die die gleiche Breite aufweisen, wie die vierachsigen Reko Wagen z. b. der zuvor genannten Hersteller? Also schmaler sind, als die Wagen von Piko und Roco!
Viele mögen die 1-1,5 mm breitenuntershcied nicht stören und mich wiederum ist es egal, welche breite nun die Maßstabsgereue ist - mir wäre nur wichtig, dass die Personenzugwagons der DR in meiner Zugkombi ziemlich gleichbreit sind..."
Quelle: Stummiforum..
[www.stummiforum.de]

Wann wurde Bf Nachterstedt elektrifiziert ??

geschrieben von: CSD bahner

Datum: 13.11.16 09:11

Wann wurde der Bahnhof Nachterstedt elektrifiziert. Nach dem Foto von 1980 gab es ja da noch keinen Fahrdraht im Bahnhof. Hat man wegen der Energiekrise in den 1980er Jahren elektrifiziert?

Re: Wann wurde Bf Nachterstedt elektrifiziert ??

geschrieben von: Michael89

Datum: 13.11.16 12:10

Hallo CSD-Bahner,

die Elektrifizierung im Bahnhof erfolgte laur den mir vorliegenden Bildern irgendwann zwischen Juli 1983 und September 1984 (vermutlich also im Frühjahr 1984). Laut den Erzählungen meiner Großeltern ging der Fahrdraht vorher zumindest bis an die Bahnhofseinfahrt, im Staatsbahnhof selber wurden die Wagen vor der Elektrifizierung mit einer Kaluga-Werklok des BKW bewegt.

@all
Ich möchte mich noch mal für die vielen Bilder aus meinem Heimatort bedanken.

Gruß Michael

Re: Wann wurde Bf Nachterstedt elektrifiziert ??

geschrieben von: CSD bahner

Datum: 13.11.16 21:18

Danke für deine Antwort.

Meine Verwandten wohnen in Hoym und in den Ferien bin ich immer von Halle aus mit dem Zug nach Nachterstedt gefahren und dann den knappen Kilometer nach Hoym gelaufen.

Re: Wann wurde Bf Nachterstedt elektrifiziert ??

geschrieben von: Cargoknipser

Datum: 13.11.16 21:25

Dann kennst Du ja auch die Deutung des Doppelnamens. Ursprünglich wollten die Hoymer ja einen Eisenbahnanschluss. Den bekamen sie aber nicht. Stattdessen wurde das aus ihrer Sicht unbedeutende Nachterstedt an die weite Welt angeschlossen. Trotzdem gingen die Hoymer erhobenen Hauptes. Sie deuteten den Namen einfach in "Nach der Stadt Hoym" um. Somit wären sie wieder im Rennen...

VG Günter

Re: Wann wurde Bf Nachterstedt elektrifiziert ??

geschrieben von: Michael89

Datum: 13.11.16 21:54

Hallo Günther,

ich hatte bisher immer gedacht dass der Doppelname aufgrund der Nähe der beiden Orte zueinander zustande kam. Immerhin muss man ja bedenken dass es sich bei dem gezeigten Bahnhof immerhin um die Zweitauflage des Bahnhofs Nachterstedt handelt, da der Bahnhof im Zuge des Braunkohlenabbaus verlegt worden ist und sich somit zum Zeitpunkt seiner Errichtung genau zwischen dem alten Nachterstedt und Hoym befand. Die ursprüngliche Strecke ging wohl von Frose kommend an der Linkskurve hinter dem Froser See (d.h. auf Höhe des ehemaligen Werkes der IG Farben) geradeaus weiter.

Gruß Michael

Re: Wann wurde Bf Nachterstedt elektrifiziert ??

geschrieben von: Cargoknipser

Datum: 13.11.16 23:44

Hallo Michael,

das war eine schmunzelhafte Anekdote, die man dort immer wieder erzählt hat. Natürlich war es so, wie von Dir geschildert.

VG Günter

Re: Nachterstedt-Hoym, 30. November 1992 (m1B)

geschrieben von: bahamas

Datum: 14.11.16 00:15

Warum sind denn die Loklaternen so "abgedunkelt"?

Re: Wann wurde Bf Nachterstedt elektrifiziert ??

geschrieben von: CSD bahner

Datum: 14.11.16 15:04

meine Verwandten sind erst anfang der 80er Jahre von Halle-Neustadt nach Hoym gezogen, so keine eingefleischten Hoymer. Die Geschichte kannte ich nicht aber eine lustige kleine Annektode die genau zu den Hoymern passt :)

Re: Nachterstedt-Hoym, 30. November 1992 (m1B)

geschrieben von: 11811

Datum: 16.11.16 09:47

Komisch dass noch niemand Fotos aus der elektrifizierten Zeit gezeigt hat. Na ja, hier sind meine, alle vom 29.08.1991 aus meiner fotografischen Anfangszeit. Kleinigkeiten wie abgeschnittene Stromabnehmer etc. sind leider nicht mehr zu ändern...
Ich besuchte diesen Bahnhof auf einer Durchreise per Bahn, nachdem ich Tage vorher über die Fahrleitung in diesem Bahnhof gestolpert war.

http://abload.de/img/1991-08-29__0048_280-r8sgj.jpg
Bild 1: Dieser Zug vom Tagebau kommend überraschte mich total. Standort ist direkt neben dem Empfangsgebäude.

http://abload.de/img/1991-08-29__0049_280-9nsmj.jpg
Bild 2: Nachschuss auf den einfahrenden Zug.

http://abload.de/img/1991-08-29__0050_280-n3sbt.jpg
Bild 3: Die beiden Loks der Braunkohle haben den Wagen abgesetzt und setzen um.

http://abload.de/img/1991-08-29__0052_280-qhsw3.jpg
Bild 4: Warum wird eigentlich die Diesellok mitgeschleppt? Keine Ahnung...

http://abload.de/img/1991-08-29__0053_280-h7swa.jpg
Bild 5: Der Wagen mit den Betonschwellen im Nahgüterzug.

Grüße aus Braunschweig,

Fred

Nachterstedt am 16.11.2016

geschrieben von: vodeho

Datum: 16.11.16 16:11

Hallo Zusammen,

ich habe eben eine Regenpause genutzt um die folgenden Bilder zu machen


vom neuen Haltepunkt aus

IMG_1669.JPG
IMG_1668.JPG

von der Bahnbrücke aus

IMG_1666.JPG

Aus dem ehemaligen Bahnhof ist ja nun leider nur noch ein Haltepunkt geworden.

Grüße aus Nachterstedt
Volker

Re: Braunkohlebahn

geschrieben von: Michael89

Datum: 16.11.16 19:57

Hallo,

ich wollte eigentlich noch den Original-Gleisplan des Bahnhofs hier zeigen, leider hat der sich gerade derart in meinen Unterlagen versteckt dass er nicht auffindbar ist.
Die genannte Braunkohlebahn führte vom Bahnhofskopf aus in einem Einschnitt bis an die Längsseite der Halde und mündete dort in einen Übergabebahnhof, von hier wurden die Züge vor der Elektrifizierung des Staatsbahnhofs mittels der von 11811 gezeigten Kaluga-Diesellok in den DR-Bahnhof rangiert. Die Gleisanlage der Braunkohlenbahn folgte dann der Tagebaukante weiter Richtung Norden und endete schließlich in einem größeren Betriebsgelände welches heute noch durch die in der Straße vorhandene Brücke zu erahnen ist. Der gesamte Verkehr am und im Tagebau Nachterstedt erfolgte auf 900mm-Spur, die gezeigte Normalspuranschlussbahn diente daher rein der Zuführung leerer und Abfuhr beladener Braunkohlezüge von den Verladeanlagen.

Unklar ist mir persönlich noch ob bzw. wenn ja inwieweit die Anschlussbahn vor dem genannten Zeitpunkt der Elektrifizierung des DR-Bahnhofs elektrifiziert war, da man so für die recht kurze Strecke bis hinunter an die Verladeanlage extra auf Elektrotraktion umspannen musste. Man muss allerdings auch sagen, dass die Strecke entlang des Tagesbaus durchaus eine gewissen Neigung aufwies.

Gruß Michael





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:11:16:19:58:10.

Re: ? zur Braunkohlebahn

geschrieben von: Streckenrangierbezirk

Datum: 16.11.16 20:46

Hallo allesamt,

es ist wieder erstaunlich was ein einzelnes Foto für einen Rattenschwanz an Informationen zu Tage befördert. Allen Mitwirkenden an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön.

Micha, Du scheinst Dich gut auszukennen. Viele Braunkohlentagebaue waren mir im Laufe der Jahre bekanntgeworden. Von dem in Nachterstedt=Hoym hörte ich nie, wenngleich ein Blick in ältere Landkarten und die Meldungen um die damaligen Erdrutsche mich darauf hätten stoßen können. Der Einsatz einer Kaluga als Bindeglied zwischen DR und Übergabebf wundert mich. Bin erstaunt, dass sie diesen Lasten gewachsen war. Die hier im Beitrag gezeigten Fotos sprechen für sich. Mich interessiert nun, in welcher Größenordnung verließen dort täglich Bunkerzüge den Bahnhof Nachterstedt=Hoym? Was waren die Ziele dieser Züge? Durch den Einsatz von Fal-Wagen (ausschließlich?) mußten die Ziele ja spezielle Entladeanlagen besitzen. Gab es mehrere Kalugas oder auch andere Werkdiesellokomotiven?

Für brauchbare Antworten dankt im Voraus
der SRB

Re: ? zur Braunkohlebahn

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 16.11.16 21:49

Da die in dort gewonnene Kohle nicht viel taugte (sog. Salzkohle), wurde sie m.W. nur zum Mischen mit höherwertiger Kohle aus dem Lausitzer Revier verwendet und in den dortigen Kraftwerken verfeuert. Ob aus dem Gemisch auch Briketts gepreßt wurden, weiß ich nicht.

Jedenfalls hatte das Bw Güsten fast täglich einen Leerzug nach Nachterstedt-Hoym zu bringen. Ich kann mich sogar an eine Leistung mit der 41er von Köthen erinnern.
Das waren eigentlich zwei Leerzüge, die man aneinandergehängt hatten und die auf das stolze Zuggewicht von 800 bis zu 1000t kommen konnten. Ein solcher Leerwagenzug war immer eine elende Schinderei, noch dazu bei Westwind...

Später dann fuhren wir mit der Ludmilla nach NaHoy. Wenn man da nicht superfix mit dem Abhängen der Lok war, konnte es schon mal passieren, daß man von den Grubenbahnkollegen umgehend in Richtung Tagebau zurückgezogen wurde. Die haben sich dann öfter gewundert, warum ihr Zug plötzlich ohne ihr Zutun eine Betriebsbremsung bis zum Halt machte. Irgendwann mußten wir ja schließlich abhängen.
Ein Spaßvogel hat sich mal bis mit auf den Übergabebahnhof ziehen lassen. Das gab ein Hallo!...

Re: ? zur Braunkohlebahn

geschrieben von: Matthias Muschke

Datum: 16.11.16 21:57

Hallo,

Das HKW Rothensee hat u.a. auch Kohle von dort verteuert. Meine Mutter war da bis 1990 "Dispatcher"...

MfG

"Gibt es zwei- bzw. dreiachsigen Reko-Wagen der DR (Bage, Baage, Dage oder Bagtre), die die gleiche Breite aufweisen, wie die vierachsigen Reko Wagen z. b. der zuvor genannten Hersteller? Also schmaler sind, als die Wagen von Piko und Roco!
Viele mögen die 1-1,5 mm breitenuntershcied nicht stören und mich wiederum ist es egal, welche breite nun die Maßstabsgereue ist - mir wäre nur wichtig, dass die Personenzugwagons der DR in meiner Zugkombi ziemlich gleichbreit sind..."
Quelle: Stummiforum..
[www.stummiforum.de]
Phantastisch, was da noch so alles kommt!

Vielen Dank,

Jürgen



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:11:17:17:52:39.
Seiten: 1 2 All Angemeldet: -
Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung | Kontakt | Impressum
(c) 2025 - Arbeitsgemeinschaft DREHSCHEIBE e.V.