DREHSCHEIBE-Online 

Anzeige

HIER KLICKEN!

 04 - Historisches Forum 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Testforum aufsuchen!
Bilder, Dokumente, Berichte und Fragen zur Vergangenheit der Eisenbahn und des öffentlichen Nahverkehrs - Bilder vom aktuellen Betriebsgeschehen bitte nur im Zusammenhang mit historischen Entwicklungen veröffentlichen. Das Einstellen von Fotos ist jederzeit willkommen. Die Qualität der Bilder sollte jedoch in einem vernünftigen Verhältnis zur gezeigten Situation stehen.
Dies ist KEIN Museumsbahnforum! Bilder, Meldungen und Fragen zu aktuellen Sonderfahrten bitte in die entsprechenden Foren stellen.

[NDH] Die Straßenbahn in Nordhausen 1987/88 (30B)

geschrieben von: 0nkel_wom

Datum: 30.12.14 16:51

Hallo zusammen

Heute möchte ich ein paar Bilder aus Nordhausen zeigen. Das Südharz-Städtchen hatte damals einen ziemlich unspektakulären Straßenbahnbetrieb. Szenen mit
Fachwerkhäusern wie in Halberstadt suchte man hier vergebens. Lediglich in der Stolberger Straße gab es so etwas wie typische Architektur.

Werfen wir zunächst mal einen Blick auf den Streckenplan:


http://www.onkel-wom.de/bilder/straba_nordhausen/plan_ndh.jpeg

Später wurde noch die Strecke nach Nordhausen Ost eröffnet. Auf dem Netz sind heute zwei Linien mit Combinos unterwegs.



http://www.onkel-wom.de/bilder/straba_nordhausen/straba_ndh_01-101.jpeg

(Bild 1) Tw 44 wartet im Juli 1987 am Bahnhof, hinter dem Wagen das Empfangsgebäude der Schmalspurbahn.



http://www.onkel-wom.de/bilder/straba_nordhausen/straba_ndh_01-102.jpeg

(Bild 2) Die Fahrt endet bereits nach zwei Haltestellen am Kornmarkt, die weitere Strecke zum Krankenhaus war gesperrt. Im Hintergrund wird an einer stadtbildverträglich(er)en Form
von Plattenbauten gearbeitet.



http://www.onkel-wom.de/bilder/straba_nordhausen/straba_ndh_01-103.jpeg

(Bild 3) Tw 44 am Kornmarkt mit dem Kino „Neue Zeit“.



http://www.onkel-wom.de/bilder/straba_nordhausen/straba_ndh_01-104.jpeg

(Bild 4) Tw 43 zwischen Nordbrand und Kornmarkt.



http://www.onkel-wom.de/bilder/straba_nordhausen/straba_ndh_01-104a.jpeg

(Bild 4a) Kunst am Bau



http://www.onkel-wom.de/bilder/straba_nordhausen/straba_ndh_01-105.jpeg

(Bild 5) Tw 43 hat den Kornmarkt verlassen und geistert auf dem linken Gleis Richtung Nordbrand.



http://www.onkel-wom.de/bilder/straba_nordhausen/straba_ndh_01-106.jpeg

(Bild 6) Tw 44 bei Nordbrand am beginn der Steigung zum Kornmarkt.



http://www.onkel-wom.de/bilder/straba_nordhausen/straba_ndh_01-107.jpeg

(Bild 7) Tw 40 am Gleisdreieck Arnoldstraße, dahinter der Pendelwagen zum Bahnhof.



http://www.onkel-wom.de/bilder/straba_nordhausen/straba_ndh_01-108.jpeg

(Bild 8) Tw 40 in der Schleife Parkallee.



http://www.onkel-wom.de/bilder/straba_nordhausen/straba_ndh_01-109.jpeg

(Bild 9) Tw 46 an der Haltestelle Beringstraße. Ab hier wurde eine kurze Neubaustrecke durch die Hinterhöfe gebaut.



http://www.onkel-wom.de/bilder/straba_nordhausen/straba_ndh_01-110.jpeg

(Bild 10) Tw 40 am Betriebshof Grimmelallee.



http://www.onkel-wom.de/bilder/straba_nordhausen/straba_ndh_01-111.jpeg


http://www.onkel-wom.de/bilder/straba_nordhausen/straba_ndh_01-112.jpeg

(Bilder 11 und 12) Tw 46 an der Kreuzung Arnoldstraße/Grimmelallee.



http://www.onkel-wom.de/bilder/straba_nordhausen/straba_ndh_01-113.jpeg

(Bild 13) Tw 45 in der Arnoldstraße kurz vor dem Gleisdreieck.



http://www.onkel-wom.de/bilder/straba_nordhausen/straba_ndh_01-114.jpeg

(Bild 14) Tw 44 in der Bahnhofstraße am Gleisdreieck Arnoldstraße, ganz im Hintergrund das Bahnhofsgebäude der Regelspurstrecken.



http://www.onkel-wom.de/bilder/straba_nordhausen/straba_ndh_01-115.jpeg

(Bild 15) Tw 43 und 44 auf der Zorge-Brücke.



http://www.onkel-wom.de/bilder/straba_nordhausen/straba_ndh_01-116.jpeg

(Bild 16) Zwischen Bahnhof und Zorge-Brücke ist die Bahnhofstraße Fußgängerzone mit Straßenbahn.



http://www.onkel-wom.de/bilder/straba_nordhausen/straba_ndh_01-117.jpeg

(Bild 17) Tw 43 und 44 auf der Zorge-Brücke, Blickrichtung Oberstadt



http://www.onkel-wom.de/bilder/straba_nordhausen/straba_ndh_01-118.jpeg

(Bild 18) Tw 43 in der Bahnhofschleife.



http://www.onkel-wom.de/bilder/straba_nordhausen/straba_ndh_01-119.jpeg

(Bild 19) Am 08.01.1988 war die Strecke zum Krankenhaus wieder in Betrieb. So konnte die Linie 1 wieder vollständig betrieben werden und die Gotha-Gelenkwagen hatten wieder ein
Betätigungsfeld. Tw 53 wartet am Bahnhof darauf, dass der Strom wieder kommt. Auch zum Krankenhaus wurde mit „Oberstadt“ beschildert.


http://www.onkel-wom.de/bilder/straba_nordhausen/straba_ndh_01-120.jpeg

(Bild 20) Endschleife am Krankenhaus.



http://www.onkel-wom.de/bilder/straba_nordhausen/straba_ndh_01-121.jpeg

(Bild 21) Tw 53 auf Stolberger Straße. Im Frontbereich der Gelenkwagen wurde der Zierrat entfernt.



http://www.onkel-wom.de/bilder/straba_nordhausen/straba_ndh_01-122.jpeg

(Bild 22) Tw 59 auf der Stolberger Straße Richtung Krankenhaus.



http://www.onkel-wom.de/bilder/straba_nordhausen/straba_ndh_01-123.jpeg

(Bild 23) Tw 55 auf der Linie 1 Richtung Bahnhof. Ihm sitzt die Linie 3 im Nacken.



http://www.onkel-wom.de/bilder/straba_nordhausen/straba_ndh_01-124.jpeg

(Bild 24) Tw 45 auf der Linie 3, die im 30-Minuten-Takt zwischen Krankenhaus und Parkallee unterwegs war.



http://www.onkel-wom.de/bilder/straba_nordhausen/straba_ndh_01-125.jpeg

(Bild 25) Tw 59 auf der Linie 1 Richtung Bahnhof.



http://www.onkel-wom.de/bilder/straba_nordhausen/straba_ndh_01-126.jpeg

(Bild 26) Tw 43 auf der Linie 3 zum Krankenhaus am unteren Ende der Stolberger Straße.



http://www.onkel-wom.de/bilder/straba_nordhausen/straba_ndh_01-127.jpeg

(Bild 27) In der Gegenrichtung hält Gotha-G4 Nr. 53



http://www.onkel-wom.de/bilder/straba_nordhausen/straba_ndh_01-128.jpeg

(Bild 28) Tw 55 an den drei Plattenbauten an der Töpferstraße. Links vom Triebwagen befand sich eine Bockwurstbude, die direkt nach dem Bild aufgesucht wurde.



http://www.onkel-wom.de/bilder/straba_nordhausen/straba_ndh_01-129.jpeg

(Bild 29) Nach dem Verzehr der Bockwurst konnte der 55 nochmal in der Gefällstrecke zwischen Kornmarkt und Nordbrand aufgenommen werden.



http://www.onkel-wom.de/bilder/straba_nordhausen/straba_ndh_01-130.jpeg

(Bild 30) Ein letztes Bild an der Haltestelle Nordbrand.

Hier geht es in der „Nach-Wende-Zeit“ weiter : [www.drehscheibe-online.de]
(Die zeitliche Kollision mit Electroliners Beitrag war nicht geplant, hat sich aber so ergeben.)

Das war mit 99,9%iger Sicherheit mein letzter Beitrag in diesem Jahr. An dieser Stelle bedanke ich mich für das Interesse und die netten Worte im dahin scheidenden Jahr und
wünsche einen guten Rutsch ins nächste.

Onkel Wom!





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2019:06:15:02:51:50.

Re: [NDH] Die Straßenbahn in Nordhausen 1987/88 (30B)

geschrieben von: Jörn

Datum: 30.12.14 17:06

Viel Nordhausen zum Jahresende, trotzdem kein bisschen langweilig. Und (für mich als "Wessi") immer wieder sehenswert diese Bilder aus dem Alltag der noch existierenden DDR.

Vielen Dank und alles gute für 2015!
Klasse!

Mein Favorit diesmal:Bild 13 mit dem Dumper auf der Überholspur! ;-)
Darauf ein "Nordhäuser Doppelkorn".

Gruß
Carsten

Ich habe 2020 deinstalliert, ich glaube, es enthielt einen Virus...

http://www.brandenburgische-staedtebahn.de
Die Eisenbahnfreunde "Hoher Fläming" Bad Belzig auf FB:[www.facebook.com]
[www.fotocommunity.de]
Hallo!

Beim Bild 28 ist noch ein Leckerbissen: der Heckmotor-Ikarus aus den 1960er Jahren. Zu jener Zeit bereits eine echte Rarität, weil nicht mehr so viele vorhanden waren.

Nordhausen hat deshalb sehr viel Substanz verloren, weil ca. 4 Wochen vor Kriegsende ein schwerer Luftangriff ca. 70 Prozent der Stadt vernichtete.

Guten Rutsch!

Kai-Uwe, der "Cottbuser"

Mit freundlichen Grüßen

Der Cottbuser

Re: [NDH] Die Straßenbahn in Nordhausen 1987/88

geschrieben von: Stefan Motz

Datum: 30.12.14 20:10

Hallo,
auch hier hast Du die Atmosphäre wunderbar eingefangen!
Sehenswert finde ich auch die Schaukästen im 1. Bild und das Postauto auf der 6. Aufnahme.
Viele Grüße und auch Dir alles Gute für 2015!
Stefan

https://abload.de/img/db-251902-4003812-titu8k49.jpg

Re: [NDH] Die Straßenbahn in Nordhausen 1987/88 (30B)

geschrieben von: Amzfriend

Datum: 30.12.14 20:33

Hallo,

vielen Dank für den äußerst stimmungsvollen Bilderbogen!

Was mich aber wundert, da es mir weder in meiner Kindheit, noch bisher bildlich untergekommen ist: Am Bahnhof und in der Zorgestraße wurde "Westpflaster" auf den Gehwegen verbaut, so wie man es auch heute noch kennt. War das eine Ausnahme oder gab es auch andere Orte in der DDR, wo dies passiert ist? Oder gab es gar einen VEB, der solche Steine anfertigte?

Fragen über Fragen...

Viele Grüße,
Amzfriend

Re: [NDH] Die Straßenbahn in Nordhausen 1987/88 (30B)

geschrieben von: BTTB

Datum: 30.12.14 21:39

Danke. Der Dacia 1310 TX war auch was seltenes, den 1300 sah man öfters. Dumper ist immer gut, irgendwo werden sogar Rennen mit den Teilen gefahren, Wahnsinn.

Stefan

Re: [NDH] Die Straßenbahn in Nordhausen 1987/88 (30B)

geschrieben von: ytracks

Datum: 30.12.14 22:36

Ich finde Bild6 bemerkenswert, dort ist eine (Aldi?)Plastiktüte an der Hand einer Passantin zu sehen. Auf alten Bildern ist viel zu entdecken.

Ytracks
Amzfriend schrieb:
-------------------------------------------------------
> Was mich aber wundert, da es mir weder in meiner Kindheit, noch bisher bildlich untergekommen ist:
> Am Bahnhof und in der Zorgestraße wurde "Westpflaster" auf den Gehwegen verbaut, so wie man es auch heute noch kennt. War das eine
> Ausnahme oder gab es auch andere Orte in der DDR, wo dies passiert ist? Oder gab es gar einen VEB, der solche Steine anfertigte?
> Fragen über Fragen...
> Viele Grüße, Amzfriend
Solche Steine kamen damals zumeist und kommen heute noch oftmals aus einem noch immer aktiven Steinbruch in der Nähe von Kamenz an einer nicht gerade unbekannten Nebenbahn. Damals wurden diese Steine per Bahn selten über Dresden, zumeist über Hosena abgefahren, weiter über Ruhland oder Senftenberg. Mehr als 95% gingen für einen West-Pfennig pro Pflasterstein in der Westexport. Auch unzählige Grundstücksbesitzer im Westen profitierten von diesen winzigen Preisen. Wegen den geringen Kosten konnten damit vor der Wende viele Kommunen im Westen ihre Orte hübsch machen. Die mit der Wende erfolgte marktübliche Anpassung der Preise für diese Steine hat dann ab Mitte 1990 die Verschönerungs- und Sanierungsplanungen vieler Kommunen im Westen sehr oft über den Haufen geworfen und viele Projekte deutlich verteuert oder beendet. Ich durfte mir im Herbst 1992 in Detmold und Unna die Klagen der dortigen obersten Verwaltungspitzen über die explodierten Preise für gute Pflastersteine anhören. Bei Abnahmen in großen Mengen hatten die Importeure aus der BRD vor der Wende 1 Pfenning West für so gute Pflastersteine gezahlt ... .
Die Anschlussbahn des Steinbruchs war übrigens schon mehr als einmal Thema hier oft DSO. Es gibt auch Video eines bekannten Verlages, wo die für den Transport dieser Steine benutzten Güterzüge zu sehen sind. Ohne diesen weiterhin arbeitenden Steinbruch wäre die lokale Eisenbahnstrecke vermutlich schon stillgelegt.
Carsten Friese schrieb:
-------------------------------------------------------
> Klasse! > Mein Favorit diesmal:Bild 13 mit dem Dumper auf der Überholspur! ;-) Darauf ein "Nordhäuser Doppelkorn".
> Gruß Carsten
Das ist kein Dumper, sondern ein "Dreikant". So etwas haben wir schon als Schüler der 12. Klasse beim Praktikum selbst fahren dürfen.
Solche Dreikant, Dreirad oder auch "Dreikantfeilen" waren 1987/1988 bereits zumeist im Privatbesitz, bei Handwerkern oder bei PGH.
Die Dumper sahen anders aus. Richtige Dumper waren 2 achsig, sehr kurz und hatten den typischen Robour-Motor zwischen Fahrer und Beifahrersitz. Aber die typischen kurzen Dumper waren schon 1975 extrem selten, die Aufgaben hatte längst der W50/L60 übernommen
Und da es eine Einbahnstraße ist, ist der Dreikant auch nicht auf der Überholspur, sondern er hat sich bereits für die Fahrtrichtung vor der Kreuzung eingeordnet.

1. edel sei der Mensch, hilfreich und gut
2. ein Freund, ein guter Freund - das ist das Beste was es gibt auf der Welt
3. wahr sind auch die Erinnerungen, die wir mit uns tragen; die Träume, die wir spinnen, und die Sehnsüchte, die uns treiben.

Die Spur der Steine

geschrieben von: Amzfriend

Datum: 31.12.14 14:27

Hallo,

vielen Dank für den interessanten Einblick. Hätte ich nicht gedacht, dass solche Pflastersteine (auch) aus der DDR kamen. Damit hätte man manche DDR-Innenstädte ja etwas aufpeppen können, aber die Devisen waren wohl so unheimlich dringlich, dass man die Steine zum Spottpreis verkauft hat.

Wieder etwas gelernt!

Dankende Grüße von
Amzfriend
Hallo Dieter,

auch "Dreikantfeilen" sind Dumper,siehe [de.wikipedia.org] [commons.wikimedia.org]. [de.wikipedia.org]
Und klar auch,daß die "Dreikantfeile" nicht überholt,sondern zum im Hintergrund zu sehenden Kieshaufen unterwegs ist.

[commons.wikimedia.org]

Es werden sogar Deutsche Meisterschaften ausgetragen: [www.ddm-dumper.de]

Guten Rutsch
und Gesundheit 2015
wünscht
Carsten

Ich habe 2020 deinstalliert, ich glaube, es enthielt einen Virus...

http://www.brandenburgische-staedtebahn.de
Die Eisenbahnfreunde "Hoher Fläming" Bad Belzig auf FB:[www.facebook.com]
[www.fotocommunity.de]
Hallo!

Die Plastiktüten aus dem "Westen" waren in der DDR eine Art "Statussymbol". Wer mal in den Westen fahren konnte bzw. Besuch von dort kam, hatte in vielen Fällen solche Tüten zu sehen bekommen und auch oft erhalten.

Guten Rutsch!

Kai-Uwe, der Cottbuser

P. S.: ich hatte zu DDR-Zeiten auch eine Blechdose von "Jacobs-Kaffee", Design Anfang der 1980er Jahre. Hatte über die Jahre gute Dienste geleistet. Manchmal hatte ich auch ein paar Cola- und Brause-Dosen gesammelt. Sie existieren heute allerdings nicht mehr.

Mit freundlichen Grüßen

Der Cottbuser




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:12:31:17:59:25.
Vielen Dank für diesen schönen und interessanten Beitrag. Ganz großes HiFo!

Gruß
Detlev

Re: Die Spur der Steine

geschrieben von: Knut Ochdorf

Datum: 01.01.15 22:40

Amzfriend schrieb:
-------------------------------------------------------

> vielen Dank für den interessanten Einblick. Hätte ich nicht gedacht, dass solche Pflastersteine (auch) aus der DDR kamen. Damit hätte man manche
> DDR-Innenstädte ja etwas aufpeppen können, aber die Devisen waren wohl so unheimlich dringlich, dass man die Steine zum Spottpreis verkauft hat.
>
> Wieder etwas gelernt!

Man hätte auch die gern im Inland verbaut, aber dafür hatte man keine Arbeitskrädte frei. Da war es einfacher mit Betonplatten oder Asphalt zu arbeiten.

Knut

Anmerkung zu Bild 21-25 Stolberger Straße

geschrieben von: friedjaff

Datum: 02.01.15 19:25

Ein toller Bilderbogen aus meiner Kindheit in Nordhausen.

Zu Bild 21 bis 25: Die Gleise in der Stolberger Straße sind recht neu und auch die Fahrleitungsmasten sind gerade erst erneuert. Interessant auf den Bildern ist, dass die alten Stahlmasten noch stehen.

Re: [NDH] Die Straßenbahn in Nordhausen 1987/88 (30B)

geschrieben von: friedjaff

Datum: 02.01.15 19:31

Dieter Buddrus schrieb:
-------------------------------------------------------
> Amzfriend schrieb:
> --------------------------------------------------
> -----
> > Was mich aber wundert, da es mir weder in meiner
> Kindheit, noch bisher bildlich untergekommen ist:
> > Am Bahnhof und in der Zorgestraße wurde
> "Westpflaster" auf den Gehwegen verbaut, so wie
> man es auch heute noch kennt. War das eine
> > Ausnahme oder gab es auch andere Orte in der
> DDR, wo dies passiert ist? Oder gab es gar einen
> VEB, der solche Steine anfertigte?
> > Fragen über Fragen...
> > Viele Grüße, Amzfriend
> Solche Steine kamen damals zumeist und kommen
> heute noch oftmals aus einem noch immer aktiven
> Steinbruch in der Nähe von Kamenz an einer nicht
> gerade unbekannten Nebenbahn. ....

Hallo Dieter,

deine Ausführungen sind zwar in der Sache richtig, allerdings denke ich, dass Amzfriend die Verbundsteinpflasterung auf den Bilder der Bahnhofstraße meint. Hierzu sei gesagt, dass es in der DDR auch Verbundsteinpflaster gab. Oft die Knochenform, aber auch mit gewelltem Muster.

Die "Zorgestraße" heißt übrigens Uferstraße.

Ruhe für das werbegestresste Auge...

geschrieben von: Axel Tomforde

Datum: 04.01.15 02:15

Moin!

Vielen Dank, Onkel Wom, für diese schönen Bilder, die Alltagsszenen aus der DDR mit so schönen Kleinigkeiten am Rande zeigen.

Für mich als bundesrepublikanisch geprägten Deutschen ist hier eines besonders auffällig: Das Fehlen jeglicher bunter und schriller Werbung erzeugt bei mir unterschiedliche Empfindungen. Einerseits wirkt es auf das werbegestresste Auge beruhigend, andererseits verleiht es, wenn so gar keine Werbung vorhanden ist, den Ansichten auch eine gewisse Sterilität.

Anhand dieses Beitrags ist mir das zum ersten Mal so richtig bewusst geworden - darüber wundere ich mich selbst ein wenig. Ich werde künftig Bilder aus der DDR bewusst auch unter diesem Aspekt betrachten.

Besten Gruß aus Hamburg-Wandsbek

Axel

http://www.eisenbahnerinnerungen.de/index-logo-winz.jpg

Re: [NDH] Die Straßenbahn in Nordhausen 1987/88 (30B)

geschrieben von: 01 1066

Datum: 07.01.15 11:35

Moin Onkel_wom,

"weihnachtsurlaubsgeschädigt" (es gab dort keine Internetverbindung und ein Smartphone besitze ich noch nicht) hänge ich etwas zurück und sehe Deinen Beitrag erst heute. Nordhausen kenne ich von einem Besuch aus dem Jahre 2003 (und war nicht wirklich begeistert - vielleicht ist es ja dort inzwischen etwas ansehnlicher geworden), wobei mir die Straßenbahngleise damals als Orientierungshilfe diente, um meine Pension zu finden, welche in der Harzstraße lag...

Interessant ist - neben den schon von anderen genannten Details - dass auf etlichen Bildern "Massen" von Fußgängern zu sehen sind, auf anderen hingegen ist es fast "gespenstisch" leer. Die relativ einheitliche Farbgebung der Gebäude scheint für die damalige Zeit normal gewesen zu sein (gab es in der DDR keine andere Farbe als dieses "Braungrau" - oder war das auch eine Folge der allfälligen Brikettfeuerung?)