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 04 - Historische Bahn 

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? zu Gleissperren (m.B.)

geschrieben von: 1-er

Datum: 29.09.14 10:05

Hallo HiFo,

waren die Gleissperren bereits in Epoche 2 und 3 gelb gestrichen?

Zweite Frage: gab es in dieser Zeit die Signallaternen auch in beleuchteter Ausführung?

Danke und Grüße



http://ig1.de/Foren/GS.JPG



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:10:23:09:55:49.

Re: ? zu Gleissperren (m.B.)

geschrieben von: ytracks

Datum: 29.09.14 11:05

Nein, rot. Beleuchtung in allen bekannten Spielarten. Propan eigentlich erst ab Epo 3



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:09:29:11:07:15.

Re: ? zu Gleissperren (m.B.)

geschrieben von: Kö0128

Datum: 29.09.14 11:26

Thomas Woditsch schrieb hier:
-------------------------------------------------------
> Ich habe mal in meinem Bücherregal nach
> "offiziellen" Quellen gesucht - und gefunden.
> In der "Vorschrift für die Unterhaltung der
> Signalanlagen (SigVU), Teilheft 2 "Einbau und Prüfung der mechanischen
> Stellwerke" vom 01. Mai 1960 wird im 4. Abschnitt, "Gleissperren und
> Gleissperrenantriebe, §10 (10) klar und deutlich angeordnet:
> "Der Entgleisungsschuh ist gelb (RAL1012) zu streichen."
>
>
> Vom Befehlsturm herunter wurde mir dazu
> zugerufen:
>
> "Die DV 892 Th 1, "Vorschriften für die Unterhaltung der Signalanlagen
> (SigVU)", Teilheft 1 "Unterhaltung der mechanischen Stellwerke" vom 01.
> Oktober 1957 ordnen in § 27 (2) an:
>
> Entgleisungsschuh und Ringbolzen sind rot zu streichen."
>
> Also bis 1958 rot, ab 1960 gelb.
>
> mfg
>
> Thomas


Ein frisches Gelb wäre daher wohl auch in Epoche 3 durchaus zulässig.

Gruß,
Markus.

Berlin für Anfänger: Tiergarten ist ein Park, Tierpark ist ein zoologischer Garten, Zoologischer Garten ist kein Park. Alle drei sind Bahnhöfe.
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Re: ? zu Gleissperren (m.B.)

geschrieben von: Karl Heinrich

Datum: 29.09.14 12:56

Moin,
im Bereich der ehemaligen LBE (Strecke Hamburg-Lübeck) waren die Gleissperren weiß bis weit in die 60ziger und
dann (natürlich) irgendwann gelb. Also: keine Regel ohne Ausnahmen._
Grüße Karl

Re: ? zu Gleissperren (m.B.)

geschrieben von: Carsten Friese

Datum: 29.09.14 14:39

Hallo zusammen,

Also 1992 gab es auf der Städtebahnseite in Belzig noch dieses Exemplar in rot:

http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/856/ybyu.jpg
(Ingo Wlodasch)

Gruß
Carsten

[www.brandenburgische-staedtebahn.de]
Die Eisenbahnfreunde "Hoher Fläming" Bad Belzig auf FB:[www.facebook.com]
[www.fotocommunity.de]

Re: ? zu Gleissperren (m.B.)

geschrieben von: Knut Ochdorf

Datum: 29.09.14 16:51

Carsten Friese schrieb:
-------------------------------------------------------

> Also 1992 gab es auf der Städtebahnseite in Belzig noch dieses Exemplar in rot:

Das ist ja auch DR und nicht DB. Die DR strich ihre Gleissperren bis zum Ende in Rot.

Knut

Re: ? zu Gleissperren (m.B.)

geschrieben von: ytracks

Datum: 29.09.14 18:10

Das Bild zeigt mehrere sehr schöne Details,
-die DR Sparausführung des Entgleisungsschuhs,
-die Beleuchtungshutze auf der Laterne, vermutlich Propan da kurze Ausführung
-Das R wie Rangierer am Stellgewicht (es gab vermutlich auch W wie Wärter in Stellbezirken wo es nur diesem erlaubt war)
-die Grundstellung des Umstellgewichtes mit schwarz unten
-das Trageisen der Reichsbahnweichen für Umstellvorrichtung und Laterne in der Ausführung für Holzschwellen
-einen nicht nachbearbeiteten Übergangstoß zur abgefahrenen Schiene des Anschlußgleises (war selbst bei der DR unzulässig)
-Schiene preußisch 6 aber schon auf Kuppelschwellen mit Flachlaschen


Danke fürs zeigen,

Ytracks



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:09:29:18:22:26.
Ja,

und erstaunlich / "bemerkenswert", dass die Belziger Gleissperre offensichtlich zum zu schützenden Gleis hin entgleisen lässt.
Die Schutzwirkung ist dadurch ziemlich eingeschränkt.
Möglicherweise befindet sich links etwas noch schützenswerteres. Nach einem Abhang sieht es ja nicht aus.
Nachdenkliche Grüße
Jochen
Hallo zusammen

und danke für schnelle und hilfreiche Antworten.
Besonderer Dank an Carsten für das interessante Foto von Ingo Wlodasch.


@ Ytracks
Zitat:
-das Trageisen der Reichsbahnweichen für Umstellvorrichtung und Laterne in der Ausführung für Holzschwellen
Ist damit gemeint, dass es auch eine Ausführung für Betonschwellen gab/gibt?

Grüße
Mc Hydro schrieb:
-------------------------------------------------------
> Ja,
>
> und erstaunlich / "bemerkenswert", dass die
> Belziger Gleissperre offensichtlich zum zu
> schützenden Gleis hin entgleisen lässt.
> Die Schutzwirkung ist dadurch ziemlich
> eingeschränkt.
> Möglicherweise befindet sich links etwas noch
> schützenswerteres. Nach einem Abhang sieht es ja
> nicht aus.
> Nachdenkliche Grüße
> Jochen

Hallo Jochen,

links war die Verbindung zur Kanonenbahn/Wetzlarer Bahn und es ist ein Kabelkanal zu sehen.
Rechts ging es über eine Weiche(ehemals Drehscheibe)zum Prellbock.

Hier ,auf dem Gleisplan von 1988 rechts oben zu sehen.

http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/836/btdr.jpg

Oder auch etwas genauer hier: [www.biuub.de]

Gruß
Carsten

[www.brandenburgische-staedtebahn.de]
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[www.fotocommunity.de]





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:09:30:12:03:44.
Hallo Carsten,

vielen Dank! Dann hat das natürlich seinen Sinn!
Jetzt kann ich wieder ruhig schlafen :-) ;-)

Sehr interessanter und schöner Bahnhof. Da wünscht man sich eine Halle als Hobbyraum, dann könnte man ihn nachbauen.

Viele Grüße
Jochen
Hallo Jochen,

hier sieht man die Situation von oben:

http://imagizer.imageshack.us/v2/1024x768q90/836/yscm.jpg
(Bild:Rudi Lautenbach)

(von hier: [www.drehscheibe-online.de]

Ein Tipp,die Städtebahnserie von "Philosoph" [www.drehscheibe-online.de] ,hier mit dem Bahnhof Belzig,auch mit Bildern vom heutigen Zustand: [www.drehscheibe-online.de]


Gruß
Carsten

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[www.fotocommunity.de]

Re: Trageisen

geschrieben von: ytracks

Datum: 30.09.14 19:51

Die Vorkriegsreichsbahn hatte auch Trageisen für Eisenschwellen, an Beton dachte Ende der 20er noch niemand ernsthaft .... Die Trageisen kamen natürlich auch nach dem Krieg noch zum Einsatz, bei der DB die Trageisen 2,3 und 4 (bedeutet, das es auch ein TR1 gegeben haben muß, dazu habe ich aber keine Angaben finden können) Das Tr3 war für Holzschwellen (1309mm lang), die Tr2 und 4 für Stahlschwellen (1429mm lang) Tr2 und 4 unterscheiden sich durch unterschiedliche Lochung auf der Schwellenseite, das Tr4 war ursprünglich für die Kreuzungsweichen 300 1:9 notwendig geworden und Anfangs auch nur damit eingebaut. Der Wegfall dieser Kreuzungsweichen nach dem Kriege ließ diese Trageisen dann auch in den Material Stoffkreislauf wandern.

Gruß,

Ytracks



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:09:30:19:54:39.

Lackierung der Gleissperren

geschrieben von: stenkelfelder

Datum: 04.10.14 11:10

Ich kann mich erinnern, Ende der 60er Jahre im Ruhrpott und Münsterland und Anfang der 70er im Raum München rote und gelbe Entgleisungssperren nebeneinander gesehen zu haben. Der Übergang dürfte sich also über eine längere Zeit hingezogen haben. Grundlage dürfte die ESO von 1959 sein, zu der dann Anfang der 60er Jahre von der HVB neue Ausführungsbestimmungen erlassen wurden- zur gleichen Zeit ging man ja auch bei den Gefahrenanstrichen von weiß und rot- weiß auf das von den Berufsgenossenschaften geforderte Schwarz- Gelb über (Fußballfans könnten sich hier durchaus eine gewisse Gehässigkeit denken...).

Und überhaupt der "Epochen"- Wahnsinn: Das ist die Zeitrechnung des Schpielzeugeisenbahners, die ihm von Herrn Werner Walter Weinstötter auferlegt worden ist, einem Mann, der nicht gerade durch Bildung und Geschmack glänzte, sondern doch eher im Gegenteil.
Da ist nicht Herr W. plötzlich aus der Kulisse herausgetreten und hat das Ende einer "Epoche" verkündet, einen Befehl gebrüllt und alles hat sich beeilt, diesen Befehl zur Durchführung zu bringen und Abweichler zu bestrafen.
Vielmehr dürften die Neuanstriche der Gleissperren bei den üblichen Routineuntersuchungen ausgeführt worden sein, und so was kann sich durchaus über zehn Jahre hinziehen.

Wenn es um seriöse Geschichte geht und nicht um "Kechichte" (O- Ton Oggersheim) für Herrschaften, die sich die Welt so machen, wie es den Oberen eines gewissen Verlagskonzerns so gefällt, dann sollte man doch bei der allgemein verbindlichen Zeitrechnung bleiben und die Epochen- Kechichte des Herrn Weinstötter den Bildungsverweigerern aus den Befhlsbunkern des Verlagskonzerns aus Bayern überlassen.
Und noch was: eine eigene Zeitrechnung ist ein Kennzeichen einer Sekte (die smarten Jungs von Scientology leben heute im "Jahr 101 nach der Geburt von RON") oder eines in sich geschlossenen Wahnsystems ("ICH, St. Alfred, Strahlender Beherrscher der Welt, gebe euch eine neue Zeitrechnung!"). Also ist hier Vorsicht angebracht, sonst werden wir auch vom Rest der welt in diese Ecken gestellt.

Re: Lackierung der Gleissperren

geschrieben von: 1-er

Datum: 20.10.14 12:48

Hallo an alle

und danke für die noch zusätzlichen, interessanten Ausführungen. Einzig, das Grobraster der Epocheneinteilung werde ich dennoch beibehalten, denn bei der schnellen Orientierung hilft es allemal und bisher hatte ich das auch noch nie als störend bezeichnet gefunden.

Grüße


http://www.ig1.de/Foren/GS_Test.JPG



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:10:20:12:52:31.

Re: ? zu Gleissperren (m.B.)

geschrieben von: Rally01

Datum: 20.10.14 21:54

Hallo Zusammen,

mir sind weder bei DR der DDR ,noch bei der DB Propangas Laternen an Weichen oder Gleissperren bekannt.
Die kleinen Hutzen können auch auf elektrische oder Petroleum Beleuchtung hindeuten.
Schönen Abend noch.
Ralf

Re: ? zu Gleissperren (m.B.)

geschrieben von: ytracks

Datum: 21.10.14 19:51

Hallo Rally01,

als Faustregel keine Hutze oder flacher Deckel (als Abdeckung der Öffnung der ehemaligen Hutze), keine oder elektrische Beleuchtung; flache Hutze, Propanbeleuchtung; hohe Hutze Petroleumbeleuchtung. Flach und hoch sind ohne direkten Vergleich schwer zu unterscheiden.

Gruß,

Ytracks

Re: ? zu Gleissperren (m.B.)

geschrieben von: Rally01

Datum: 21.10.14 20:11

....und wo kommt das Gas her?, also wo ist die Flasche dann?
Bei Signallampen klar unten drunter. aber bei Weichenlaternen und Gleisperren?
Fragen über Fragen.
Hast du vielleicht mal ein Bild von einer Gas Laterne?

Ralf