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 04 - Historisches Forum 

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Bilder, Dokumente, Berichte und Fragen zur Vergangenheit der Eisenbahn und des öffentlichen Nahverkehrs - Bilder vom aktuellen Betriebsgeschehen bitte nur im Zusammenhang mit historischen Entwicklungen veröffentlichen. Das Einstellen von Fotos ist jederzeit willkommen. Die Qualität der Bilder sollte jedoch in einem vernünftigen Verhältnis zur gezeigten Situation stehen.
Dies ist KEIN Museumsbahnforum! Bilder, Meldungen und Fragen zu aktuellen Sonderfahrten bitte in die entsprechenden Foren stellen.
Hallo zusammen

Am 07.07.1986 stand eine Fahrt nach Würzburg zum örtlichen Straßenbahnbetrieb auf der Tagesordnung, den ich bis dahin nur vom Umsteigen am Hauptbahnhof kannte.
Der Betrieb war damals sehr überschaubar. Es gab zwei Fahrzeugtypen, achtachsige Düwags, die direkt nach Würzburg geliefert wurden und sechsachsige Düwags aus Hagen,
die aufgrund verkehrspolitischer Unfähigkeit in ihrer ersten Heimat gebraucht übernommen wurden. Die Achtachser fuhren auf den Linien 1 und 3, die Sechsachser auf
den Linien 2 und 4. Sie waren fast alle ordentlich gelb-rot lackiert.
Es war eine richtige Straßenbahn, die sich über weite Strecken mit dem Autoverkehr rumärgern musste.
Die Strecke nach Heidingsfeld war so etwas wie eine Überlandlinie, eingleisig neben der Landstraße, eingleisig durch den Ort, da musste ich als erstes hin.



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(Bild 1) Ländliche Idylle vor Josef Körners Bäckerei und Lebensmittelgeschäft an der Ecke Klosterstraße/Ruppertsgasse.



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(Bilder 2 bis 4) Geschäftiges Treiben dagegen in der Klosterstraße im Ortszentrum. Auch wenn es nicht so aussieht, die Strecke wurde erst in den sechziger
Jahren eröffnet, als die Würzburger Straßenbahn mal wieder dem Totengräber von der Schippe gesprungen war. In gewisser Weise wurde sie vom Erfolg der
Heuchelhofstrecke gefressen, die nach einer zweiten Linie verlangte. Seit 2013 ist die Strecke Reuterstraße-Ostbahnhof nicht mehr befahrbar.



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(Bild 5) Dann ging es in die Innenstadt, Tw 241 in der Sanderstraße.



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(Bild 6) Tw 246 in der Augustinerstraße. Die Tw 241-248 wurden erst 1975 gebaut. Im Gegensatz zu manch anderem, was zu dieser Zeit die Düwag-Werkshallen verließ,
waren sie über jeden Stadtbahnverdacht erhaben.



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(Bild 7) Augustinerstraße mit Rathausturm.



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(Bild 8) Domstraße mit Rathausturm.



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(Bild 9) Tw 236 mit sehr dezenter Popwerbung und selbstverständlich unverklebten Scheiben in der Schönbornstraße.



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(Bild 10) Tw 277 an der Juliuspromenade. Dieser Abschnitt wurde für den Autoverkehr stillgelegt und heute befindet sich hier eine Haltestelle.



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(Bild 11) Endstelle Grombühl. Hier soll es in einigen Jahren weiter zur Uni-Klinik gehen.



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(Bild 12) Tw 236 in der Häuserblockschleife Grombühl Richtung Hauptbahnhof. (Matterstockstraße)



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(Bild 13) Tw 233 in der Brücknerstraße, kurz vor der Brücke über den Hauptbahnhof. Man beachte das alte Hoechst-Logo.



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(Bild 14) Zwischen Berliner Platz und Hauptbahnhof.



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(Bild 15) Ein anonymer Achtachser verlässt den Bahnhofsvorplatz Richtung Innenstadt.



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(Bild 16) Nochmal ein Blick auf die heutige Haltestelle Juliuspromenade. Bei einigen Ex-Hagenern wurden auf der linken Seite die Türen und vorne die Bremsleuchten
entfernt.

Weiter gehts im 2. Teil.

Gruß aus Frankfurt
Onkel Wom!





3-mal bearbeitet. Zuletzt am 2019:12:23:15:21:00.
wunderbare Bilder - herzlichen Dank dafür!

RUHRKOHLE - Sichere Energie

das war einmal :(
Guten Abend, "Onkel Wom"

Nicht nur Deine Eisenbahn-Bilder gefallen mir immer wieder, die von Straßenbahnen nicht minder - die sind, wie hier die von Würzburg, einfach nur Klasse. Da sind Autos mit darauf, Geschäfte, Menschen, überhaupt Umfeld; man erkennt, warum es STRASSENbahn heißt, weil man auch eben die Straße sieht. An Deinen Bildern könnte sich mancher ein Beispiel nehmen.

Vielen Dank!

Wolf-Dietmar
Hallo,

jetzt sehe ich erst, was ich verpasst habe. In dieser Zeit war ich in Würzburg auf der Technikerschule, habe aber keine Bilder von der Straßenbahn gemacht. Die Situationen kommen mir alle bekannt vor, aber zum Fotografieren hat es nicht gereicht. Dafür habe ich mit meinen Komilitonen einen Großteil der Biergärten kennengelernt.

Gruß Werner


Moin Onkel Wom,

Würzburg kenne ich überhaupt nicht (außer vom durch- bzw. dran-vorbei-fahren) - die Straßenbahn hatte etwas! Vor allem die eingleisigen Führungen sind ja mittlerweile nicht mehr zeitgemäß...

Ich freue mich auf Teil 2!

Seltsam, dass einige kleinere Straßenbahnbetriebe überlebten, während die größeren ihr Heil nur in der U-/Stadtbahn suchten (was gerade im Ruhrgebiet zu empflindlichen Einbußen am Liniennetz führte) und andere die Straßenbahn schlicht als Störfaktor für den Straßenverkehr empfanden. Hagen ist da nur ein Beispiel von vielen.

Danke für den interessanten Bericht, auch wenn Straßenbahn net so mein Ding ist.
Ich kenne Würzburg als "Einwanderer" ja nur in der Zeit nach 2001.

http://loksounds.eu/banner.jpg
===============>>> DIESELPOWER <<<==============
Hallo,

mir gefallen die Bilder auch. Ausser mal eben vor der Hbf-Tür hab ich auch nix von Würzburg. Auf der 194-Jagd war für sowas keine Zeit und zu weit nördlich.

Gruß

Ingo
Herrliche Fotos von einem damals wunderschönen Betrieb!

Eine Anmerkung zu den Bildern 9 und 12 (Tw 236 mit seiner dezenten Popwerbung): Ganzreklame auf ihren Straßenbahnwagen hatte die WSB seinerzeit gerade erst zugelassen und dafür strenge Richtlinien vorgegeben. Geplant war, mindestens ein Drittel, maximal die Hälfte aller Triebwagen für Vollwerbung freizugeben. Die Farbtrennlinien sollten grundsätzlich den Fahrzeugkonturen folgen (wie es die gezeigte Variante ja auch perfekt umsetzte). Was daraus wurde, ist bekannt: Weder die Stückzahlbegrenzung der Reklamewagen noch die stilistischen Vorgaben wurden eingehalten. Schade, aber Geld war eben am Ende doch wichtiger als ein harmonisches Erscheinungsbild ...

Gruß aus HH
Helmut
Lieber Onkel wom,

endlich mal ein HIForist, der sich vom Hbf wegbewegt hat. Und ordentlich mit den Brennweiten schöne Straßenbahnen in einer schöne Stadt verewigt hat. Das tut der Seele gut. Und dazu das wohltuende Gelb-Rot.

Wem Wü nicht schön genug ist, wird mit nicht unter 2 Jahren Gelsenkirchen, Mönchengladbach oder Hoyerswerda bestraft.

Freue mich auf Teil 2.


Grüße aus Wü

TW 239




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:06:16:15:35:59.
Lieber Wolfgang,

herzlichen Dank für diese tollen Bilder. Ich war von 1983 bis 1987 in Giebelstadt stationiert und wohnte direkt in Grombühl.

Bei diesen Bildern werden viele Erinnerungen an eine schöne Zeit in Würzburg wach.

Beste Grüße aus Köln

Guido

http://www.guidorademacher.de/Banner.jpg
PL schrieb:

> Wem Wü nicht schön genug ist, wird mit nicht unter 2 Jahren Gelsenkirchen, Mönchengladbach oder
> Hoyerswerda bestraft.

Hast Du was gegen diese drei Städte???? Mir fehlt da irgendwie ein Smilie....

RUHRKOHLE - Sichere Energie

das war einmal :(
Grüß Gott,

das sind hochinteressante Photos aus meiner Heimatstadt, es gibt viel INteressantes zu sehen, insbesondere, daß sich manche Gegebenheiten bis heute nicht oder kaum verändert haben. Am Augenfälligsten scheint mir dies in Heidingsfeld gegeben zu sein, wir wohnen an der Grenze zu diesem Stadtteil und kaufen selbstverständlich dort oft ein. Die Parksituation hat sich 28 Jahre später mitnichten verbessert, die meisten Autofahrer meinen, er wäre im GG als Grundrecht vermerkt, daß man seinen Kram dergestalt einkaufen kann, daß man mit dem PKW an die Kasse fährt. Vorhandene Parkplätze in einer Entfernung von wenigen Metern werden hartnäckig mit Verachtung gestraft, nur, heute fährt der Bus, auch gegen die Einbahnstraße, durch die Straßen und nicht mehr die Straba, die Folgen kann man sich blendend ausmalen, ohne es selbst gesehen zu haben.

Gruß, Thomas
Wunderbar. Das ist Balsam auf meine Seele als nativer Würzburger, der Mitte der 90er noch als Azubi, bevor der eigene Pkw kam, vom Frauenland mit dem 6er am Dominikanerplatz in die 4er, oft die GT-H aus Hagen, gestiegen ist, um damit weiter Ri Zellerau zu fahren. Abends dann das Ganze vice versa. Heute haben wir eine eher langweilige Juliuspromenaden-"Zentral"-Umsteigehaltestelle, die Schlüsselstelle Dominikanerplatz hat gar nix mehr und es fahren nur noch als Berufsverkehrverstärker die guten alten GTW-D8-Düwags, der Rest sind seelenlose Plastikbomber, dank Niederflurbauweise wie die GT-N mit wenig Platz für stehende Fahrgäste.

Wie es an der Juliuspromenade früher aussah, verschwimmt schon in meiner Erinnerung. Ebenso kann ich mich nicht mehr an den Autoverkehr in der Domstraße erinnern.

http://www.abload.de/img/dso_sigz5ueo.jpg