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 04 - Historisches Forum 

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Bilder, Dokumente, Berichte und Fragen zur Vergangenheit der Eisenbahn und des öffentlichen Nahverkehrs - Bilder vom aktuellen Betriebsgeschehen bitte nur im Zusammenhang mit historischen Entwicklungen veröffentlichen. Das Einstellen von Fotos ist jederzeit willkommen. Die Qualität der Bilder sollte jedoch in einem vernünftigen Verhältnis zur gezeigten Situation stehen.
Dies ist KEIN Museumsbahnforum! Bilder, Meldungen und Fragen zu aktuellen Sonderfahrten bitte in die entsprechenden Foren stellen.
Ich habe bereits drei Bahnhöfe vorgestellt, wie sie sich im Wandel der Zeit verändert haben:

Aus dem Norden meinen Heimatbahnhof Eutin [www.drehscheibe-foren.de]
aus dem Süden den Hauptbahnhof in Berchtesgaden [www.drehscheibe-foren.de]
aus dem Osten den Bahnhof Frankfurt (Oder) [www.drehscheibe-foren.de]

Da muss doch jetzt etwas aus dem Westen kommen!

Deswegen möchte ich Euch heute den Bahnhof in Weener etwas näher bringen.

Weener – wo liegt das denn?
Weener ist mit 15.000 Einwohnern die größte Stadt des Rheiderlandes. Das Rheiderland liegt dort, wo die Grenze zwischen Deutschland und den Niederlanden an die Küste trifft – an der Emsmündung.

Norddeutschen Interrailreisenden ist der Bahnhof Weener sicherlich als der nördlichste Grenzübergangsbahnhof nach Südeuropa ein Begriff, Weener liegt an der am 26.11.1876 eröffneten Bahnstrecke von Ihrhove nach Nieuweschans in den Niederlanden, die Teil der Strecke Leer – Groningen ist. Vielen anderen ist vielleicht die nahegelegene Emsbrücke bei Hilkenborg ein Begriff, die jedes Mal abgebaut wird, wenn die Meyer-Werft in Papenburg ein Kreuzfahrtschiff über die Ems in die Nordsee schickt. Weener ist dann immer für ein paar Tage vom deutschen Eisenbahnnetz abgeklemmt.

Als ich 1997 das erste Mal dort war, galt die Strecke als akut stillegungsgefährdet. Drei Zugpaare in jede Richtung waren auch keine guten Bedingungen, um diese Bahnstrecke attraktiv erscheinen zu lassen.

Bei meinem zweiten Besuch 2002, nur 5 Jahre später, hatte sich die Situation geändert: Die Strecke war mit EU-Fördermitteln grundlegend renoviert worden und es waren durchgehende Züge von Leer nach Groningen im Zwei-Stunden-Takt geplant – dass man dafür trotzdem mehrere Jahre in Nieuweschans hat umstiegen müssen, war zum Zeitpunkt meines zweiten Besuches noch nicht bekannt.

Die nachfolgenden Kursbuchtabellen werden darüber informieren.

Starten wir mit Bildern von der Straßenseite:

http://www.drehscheibe-foren.de/foren/file.php?99,file=93346

1997


http://www.drehscheibe-foren.de/foren/file.php?99,file=93347

2002 – für das Empfangsgebäude waren offenbar keine Fördermittel vorgesehen.


Blick aus Richtung Ihrhove / Leer

http://www.drehscheibe-foren.de/foren/file.php?99,file=93339

1997 – etwas vernachlässigt sehen die Bahnanlagen schon aus, passend zu den Stillegungsgerüchten.


http://www.drehscheibe-foren.de/foren/file.php?99,file=93340

2002 – ein neuer Bahnsteig, ein neues Gleis – hier wurde in die Zukunft investiert


Blick aus Richtung Nieuweschans

http://www.drehscheibe-foren.de/foren/file.php?99,file=93341

1997 – Nach rechts zweigt noch ein Anschlussgleis ab


http://www.drehscheibe-foren.de/foren/file.php?99,file=93343

2002 – Die Modernisierung fordert ihren Tribut: das Anschlussgleis ist weg, aber der neue Bahnsteig verhindert, dass die Reisenden bei Regen im Matsch versinken.


Blick in Richtung Nieuweschans

http://www.drehscheibe-foren.de/foren/file.php?99,file=93359

1997 – westlich des Bahnhofes befinden sich noch ausgedehnte Gütergleisanlagen


http://www.drehscheibe-foren.de/foren/file.php?99,file=93360

2002 – vielleicht das Beste an diesem Vergleich: Trotz des neuen Gleises hat man den Gütertarifpunkt Weener erhalten – auch noch im Jahre 2014?


Blick in Richtung Ihrhove / Leer

http://www.drehscheibe-foren.de/foren/file.php?99,file=93344

1997 – die Natur hat sich schon einen Großteil des Bahnhofes zurückgeholt


http://www.drehscheibe-foren.de/foren/file.php?99,file=93345

2002 – neues Gleis und neuer Bahnsteig – doch auch der neue Bahnsteig wird bereits von der Natur erobert. Die brennendste Frage ist für mich jedoch – wie hat man den Güterwagen auf das Ladegleis bekommen, um ihn dort der Ewigkeit zu überlassen? Bereits 1997, als der Wagen noch nicht da war, war dieser Anteil des Ladegleises durch einen Prellbock abgeklemmt (siehe Blick aus Richtung Nieuweschans).

Weener besitzt sicherlich keinen Bahnhof, der einem als besonders schön in Erinnerung bleibt.
Ist das Fazit der heutigen Serie also: Niedersächsische Kleinstadt hat 2002 den Bahnsteig gepflastert bekommen?

Nein, im Wandel der Zeit steht nicht nur die Hardware (die Bahnanlagen), sondern auch die Software (der Fahrplan). Und mit dem neuen Bahnsteig in Weener und der kompletten Erneuerung des Oberbaus zwischen Ihrhove und Nieuweschans ist auch eine radikale Angebotsverbesserung gekommen: Weg von den 3 einzelnen Zugpaaren hin zu einem 2-Stunden-Takt-Fahrplan zwischen Leer und Groningen. Dass diese Entwicklung jedoch eine schwere Geburt war, sollen die nachfolgenden Kursbuchauszüge belegen:

http://www.drehscheibe-foren.de/foren/file.php?99,file=93349

Winter 1996 / 1997 – viele Busse, aber nur drei Zugpaare, die dafür bis nach Groningen durchgebunden sind. Bemerkenswert, dass hier der deutsche Name Neuschanz verwendet wird, in allen folgenden Kursbuchauszügen benutzt man den niederländischen Namen Nieuweschans.




http://www.drehscheibe-foren.de/foren/file.php?99,file=93348

Sommer 2002 –zum Zeitpunkt meines zweiten Besuches (nach der Modernisierung) ist der Fahrplan sogar noch schlechter, denn die drei deutschen Zugpaare verkehren jetzt nur noch bis Nieuweschans, in diesem kleinen niderländischen Grenzkaff muss man nun auf Züge der niederländischen Bahn umsteigen, aber…




http://www.drehscheibe-foren.de/foren/file.php?99,file=93350

Winter 2002 / 2003 – hier ist er, der neue Fahrplan, für den die Strecke ertüchtigt wurde: Durchgehende Züge zwischen Leer und Groningen im 2-Stunden-Takt. Nur entsprach diese Herrlichkeit nicht der Wirklichkeit: Aufgrund fehlender Zulassung der Züge von deutscher und niederländischer Bahn im jeweiligen Nachbarland mussten die Zugverbindungen auch weiterhin in Nieuweschans gebrochen werden.




http://www.drehscheibe-foren.de/foren/file.php?99,file=93351

Jahresfahrplan 2003 / 2004 – die Realität hat das Kursbuch wieder eingeholt – die Verbindungen sind allesamt in Nieuweschans gebrochen. Aber der 2-Stunden-Takt besteht fort.




http://www.drehscheibe-foren.de/foren/file.php?99,file=93352

Jahresfahrplan 2006 / 2007 – Arriva hat die Strecke im Rahmen der ersten internationalen Ausschreibung übernommen und bietet jetzt endlich den durchgehenden Zugverkehr zwischen Leer und Groningen im 2-Stunden-Takt an.



Und das ist für mich das Besondere an dem heutigen Porträt „Im Wandel der Zeit“: Die Bahnstrecke Ihrhove – Nieuweschans hat sich in den 5 Jahren zwischen 1997 und 2002 vom Scheintoten zum Hoffnungsträger für die Europaregion Ems-Dollart entwickelt. Der Bahnsteig in Weener ist nur ein sichtbares Zeichen dessen. Möge der Strecke eine gute Zukunft beschert sein!

Christoph





3-mal bearbeitet. Zuletzt am 2014:09:12:23:37:36.

Re: Im Wandel der Zeit (6): Weener 1997 und 2002

geschrieben von: Stefan Motz

Datum: 17.02.14 07:22

Moin Christoph,
den Wandel des Bahnhofes Weener habe ich auch beobachtet.
Nicht verstanden habe ich, warum der neue Bahnsteig so angelegt wurde, daß man um das Empfangsgebäude hinten herum gehen muß, um ihn zu erreichen. Am Bahnübergang bei der ehemaligen Puddingfabrik wäre er wohl sinnvoller gewesen.

Der alte Fahrplan (vor der Modernisierung) sah drei Zugpaare nach Groningen vor, die endeten nicht in Nieuweschans. Das kann man auch in dem von Dir gezeigten Fahrplan erkennen.

Im Dezember 2002 sah ich mir den modernisierten Bahnhof an. Zunächst suchte ich den Zugang zum Bahnsteig (s. o.) Schließlich fand ich ihn. Hier befand sich ein Gedenkstein mit Tafel, woher die Fördermittel zur Modernisierung gekommen waren. Einen Aushangfahrplan suchte ich allerdings vergeblich, obwohl der Zugverkehr wieder aufgenommen worden war. Warum man das neue Angebot so gut versteckte, kann ich nicht nachvollziehen.

Viele Grüße
Stefan

https://abload.de/img/db-251902-4003812-titu8k49.jpg

Danke!

geschrieben von: Sören Heise

Datum: 17.02.14 07:56

Moin Christoph,

vielen Dank für die Aufnahmen. Ich bin da bislang nur einmal vorbeigekommen in Weener.

Eine kleine Kuriosität liefert der niederländische Fahrplan. Die Strecke von Groningen bis Nieuweschans ist in der Inlandtabelle, für die internationalen Züge gibt es eine Extratabelle, die in den Niederlanden nicht alle Halte aufführt. Ein wenig seltsam, das ganze.


Viele Grüße
Sören

so soll es vielleicht werden

geschrieben von: 012 055-0

Datum: 17.02.14 15:55

Moin!

Ich muss meine wenigen "Weener" Bilder mal herauskramen, als dort noch Formsignale und noch viel mehr Gleise waren.
Aktuell herrscht Stundentakt (!) mit den Arriva Triebwagen.
Die Zeitung berichtete vor einigen Tagen, dass man vorhat, aus der Strecke von Groningen nach Bremen eine 2-gleisige, elektrifizierte Hauptstrecke zu machen, soll heißen: Zuidbroek-Ihrhove und Leer-Oldenburg 2-gleisig ausbauen und Fahrdraht spannen von Groningen nach Ihrhove.

...es grüßt im 3/4 Takt
https://abload.de/img/012055-0fyug0.jpg
.
Fototaschenbilder bitte an diesen Beitrag anhängen:[www.drehscheibe-foren.de]


Vielen Dank und eine Frage

geschrieben von: ccar

Datum: 17.02.14 20:42

Vielen Dank für Eure Kommentare und Ergänzungen - dass die Strecke sogar Verkehrsbedarf für einen Stundentakt hergibt, hätte ich nicht vermutet. Aber ein Angebot zieht ja oft auch die Nachfrage nach sich. Spätestens wenn die Strecke tatsächlich zweigleisig und elektrifiziert ist, werde ich wohl wieder nach Weener reisen und mir das Ganze mal anschauen.

Alte Bilder mit noch mehr Gleisen und mit Signalen in Weener wären natürlich grandios, so richtig kann ich mir nämlich nicht vorstellen, wie der Bahnhof einmal als "richtiger" Bahnhof ausgesehen hat!

Meinen Fehler mit dem Kursbuch 1996/97 korrigiere ich, wer Kursbücher lesen kann ist doch klar im Vorteil! Aber es würde mich dann doch interessieren, was man bei der Modernisierung mit der Strecke gemacht hat, dass man plötzlich nicht mehr mit DB-Triebzügen nach Groningen oder mit niederländischen Triebzügen nach Leer hat fahren können, wenn es vorher doch geklappt hat. Vielleicht kann mich jemand hier im Forum schlau machen!

Viele Grüsse
Christoph

Re: so soll es vielleicht werden

geschrieben von: matze1609

Datum: 17.02.14 22:41

Moin,

Ich kenne den Bahnhof noch wo es die ganzen Gütergleise gab und richtig Betrieb gemacht wurde. Seit meiner Kindheit bin ich ein Eisenbahnfan und möchte jetzt versuchen den Bahnhof Weener für mich im Modell nachzubauen. Leider habe ich auch dieser Zeit keine Bilder, die heute beim Bau weiterhelfen können.

Jetzt richte ich meine Frage an euch! Hat noch einer von Euch Bilder für mich vom Bahnhof Weener? Am besten, währen Bilder von der alten Container verladung und den Formsignalen richtung Niederlande. Ideal währe, dass man sehen kann, wo die Formsignale gestanden haben.

Gruß und Danke

P.S.: Vielleicht kann 012 055-0 ja noch mal nach Bilder für mich auchen ;-)

Re: so soll es vielleicht werden

geschrieben von: matze1609

Datum: 21.02.14 18:26

Schade, keiner hat Bilder oder antwortet :-(

Re: so soll es vielleicht werden

geschrieben von: oliverw

Datum: 21.02.14 22:17

Moin,

naja. Bilder hab ich schon... Sind nur halt schon älter, leider habe ich die Ansichtskarten derzeit nicht zur Hand, kann daher keine Jahreszahlen dazu liefern.

Eine Beschreibung der Strecke Ihrhove Neuschanz von 1915 gibts hier: [www.laenderbahn.info]

Und die kompletten AKs hier: Bahnhof Weener

Doch nun zu den Bildern:

Bild 1 - von einer alten Litho:

https://www.laenderbahn.info/hifo/20140221/weener_1.jpg

An rechten Bildrand steht übrigens der Waggon vom letzen Bild von Christoph *g*


Bild 2 - So sieht ein Bahnhof aus, zumindest an einer oldenburgischen Strecke zu Großherzogs Zeiten...:

https://www.laenderbahn.info/hifo/20140221/weener_2.jpg


Bild 3 - Nochmal von früher:

https://www.laenderbahn.info/hifo/20140221/weener_3.jpg


Bild 4 - irgendwann in den 1950ern (?):

https://www.laenderbahn.info/hifo/20140221/weener_4.jpg


Bild 5: Und die Gleise bei der erwähnten Pudding-Fabrik:

https://www.laenderbahn.info/hifo/20140221/weener_5.jpg


Als Bonus gibts noch einige Bilder der Emsbrücke:

Bild 6 - Als sie noch schön war, natürlich mit Zug:

https://www.laenderbahn.info/hifo/20140221/emsbruecke_1.jpg


Bild 7 - Und mit Gegenzug (naja, fast):

https://www.laenderbahn.info/hifo/20140221/emsbruecke_2.jpg


Bild 8 - Und die neue Brücke, die nach den zerstörungen im 2. Weltkrieg erbaut wurde:

https://www.laenderbahn.info/hifo/20140221/emsbruecke_3.jpg


Viele Grüße aus Oldenburg
Oliver

Während das Eisenbahnnetz über ganz Deutschland von Jahr zu Jahr sich vervollständigt, und alle Nachbarländer der Segnungen einer ausgedehnten Eisenbahnverbindung immer mehr theilhaftig werden, entbehrt bis jetzt unser Land dieses gewaltigen Hebels aller Industrie und des Handels.
Aus: Denkschrift über die Anlage einer Eisenbahn zwischen Bremen, Oldenburg und Brake (1862)

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4-mal bearbeitet. Zuletzt am 2018:08:22:15:42:08.

Re: so soll es vielleicht werden

geschrieben von: matze1609

Datum: 21.02.14 23:34

Moin,

danke Oliver für Deine Bilder / Postkarten! Zwei Bilder konnte ich für mich nutzen. Einge Bilder mit Blick von Polak auf den Bahnhof habe ich schon. Jetzt suche ich noch Bilder aus der anderen Richtung. Z.b. wo die Formsignale gestanden haben, wie sah die Conatinerverladung aus usw. Vielleicht hat ja noch einer Bilder aus dieser Richtung für mich. Allerdings sind auch weitere Fotos aus Richtung Polak wilkommen.

Gruß an alle
Matthias

Damals war Weener ja wirklich ein oldenburgischer Bahnhof!

geschrieben von: ccar

Datum: 23.02.14 10:01

Hallo Oliver,

vielen Dank für die Ergänzung mit den alten Ansichten des Bahnhofes Weener.
Schon bei meinem ersten Besuch vermisste ich die typisch oldenburgischen Stilelemente am Bahnhof. Ich fragte mich damals, ob das mit der besonderen Bedeutung als Grenzbahnhof zu tun hatte - aber andererseits gab es früher ja noch Bunde als Grenzstation.
Auf Deinen Bildern sehe ich jetzt aber, dass der Bahnhof ursprünglich doch das typische Aussehen eines oldenburgischen Bahnhofes hatte oder wie du es formuliert hast:
"So sieht ein Bahnhof aus, zumindest an einer oldenburgischen Strecke zu Großherzogs Zeiten."

Weisst Du (oder irgend jemand anderes hier im Forum), wann das Empfangsgebäude in Weener seinen oldenburgischen Charme verlor und wann die Bahnanlagen zurückgebaut wurden?

Neugierig fragt

Christoph
Hallo Christoph

Ich komme aus dieser Gegend und kann so einiges beitragen......

Anfang der 70er fuhren noch Eilzüge in Richtung Holland. In dieser Zeit gab es noch ein Teil der Überdachung. Auch der alten Bahnsteig Richtung Containerverladung war noch in Funktion. Mitte der 70er Anfang der 80er hat man dann das Durchgangsgleis mit dem Abstellgleis an der Rampe verbunden und einen Prellbock gesetzt.

Wenn ich mich richtig erinnere, hat man Anfang / Mitte der 80er die restlichen Gleise zurück gebaut. Der Grund für den Rückbau war der stark zurück gehende Güterverker. Die Bahn wollte damals einfach keine Güterverladung mehr in Weener. Ein Gleis ist noch bis in die 90er über geblieben. Es zweigte vom Bahnsteig zur Kopframpe ab. Dort hat das Bundeswehr Depot LKW's verladen.

Hoffe, konnte Dir etwas helfen!

Gruß
Matthias

Weener im Novembernebel.... (2 Links)

geschrieben von: rolf koestner

Datum: 23.02.14 18:55

Weener hatten wir hier vor einigen Jahren schon mal:

Bf Weener (m3B)

Bf Weener im Novembernebel (m1B)


Bis neulich

Rolf Köstner

In eigener Sache:

Ich komme derzeit nicht dazu alle PN zeitnah zu beantworten. Immer wieder bekomme ich Anfragen, ob ich nicht alte Beiträge neu bebildern kann. Wenn es in mein Konzept passt gerne. Aber inzwischen habe ich mich dazu entschlossen, alte Beiträge nur noch in Verbindung mit neuen Beiträgen zu reaktivieren, sofern ein Zusammenhang besteht. Leider ist ein anderes Vorgehen aus Zeitgründen nicht mehr möglich. Hin und wieder Ausnahmen bestätigen eher die Regel.
ccar schrieb:
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... vermisste ich die typisch oldenburgischen Stilelemente am Bahnhof. ...

Kleiner historischer Einwand: Weener gehörte von 1866 bis 1946 zur preußischen Provinz Hannover, anschließend zum Land Hannover bzw. Niedersachsen, aber nicht zum Großherzogtum/Freistaat Oldenburg! Typisch oldenburgische Stilelemente dürften da eher Mangelware sein ...

Gruß
Ahrtaler
Moin,

das stimmt, Weener lag in der preußischen Provinz Hannover. Die Bahnstrecke Ihrhove-Neuschanz indes wurde von der GOE gebaut und betrieben. Somit entsprach das Stationsgebäude den verbreiteten im Großherzogtum.

Viele Grüße aus Oldenburg
Oliver

Während das Eisenbahnnetz über ganz Deutschland von Jahr zu Jahr sich vervollständigt, und alle Nachbarländer der Segnungen einer ausgedehnten Eisenbahnverbindung immer mehr theilhaftig werden, entbehrt bis jetzt unser Land dieses gewaltigen Hebels aller Industrie und des Handels.
Aus: Denkschrift über die Anlage einer Eisenbahn zwischen Bremen, Oldenburg und Brake (1862)

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oliverw schrieb:
-------------------------------------------------------
... Somit entsprach das Stationsgebäude den verbreiteten im Großherzogtum. ...

Moin,

das habe ich nicht berücksichtigt. Wieder etwas gelernt. Danke!

Grüße
vom
„Beute“-Ahrtaler (ehemals aus dem oldenburgischen Ostfriesland = Butjadingen/Nordenham)