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 04 - Historisches Forum 

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Alltag? Immerhin war Krieg. Und Verdunkelung war vorgeschrieben.
Ich bin dort nicht kundig, erlaube mir aber trotzdem das in einer alten BreVo vorgefundene "Altpapier"
hier zu veröffentlichen.
Vielleicht wissen Freunde der KBE es einzuordnen oder überhaupt mehr...

Hier nun die entsprechende Anweisung Nr. 54 vom 10.10.1941:

http://bilder.bw-basdorf.de/VB995/dso.20042012/kbeanw54.1941-_726x1000.jpg



Auch auf alten Dokumenten ist immer viel zu sehen.

Viel Spaß beim Gucken.



Gruß
VB995
Hallo,

Danke fürs Einstellen der alten Vorschrift/Anweisung. Sehr schön.

Der in der genannten Anweisung beschriebene Abschnitt hatte etwa eine Länge von 2000 m wurde von der KBE und der Kölner Straßenbahn gemeinsam benutzt.
Der Abschnitt war zweigleisig, es wurde die BOStrab angewendet. Daher war er signaltechnisch nicht gesichert. Bei der KBE nannte man den Bereich einfach nur "Kölner Stadtstrecke".

Dieser Abschnitt spielte bei der KBE eine Sonderrolle. Bis zuletzt gab es besondere Vorschriften, unter anderem zur Benutzung des Richtungsanzeigers bei den EBO-Triebwagen der KBE. Lange Zeit nach 1945 war das Einstiegen in die KBE-Züge aus Höhe SO nötig, weil die Gleise im Straßenraum lagen. 1965 bis 1968 wurden die Gleise auf eigenen Bahnkörper verlegt.

1. Die Güterzüge der KBE fuhren von Wesseling kommend nach Köln-Marienburg, weiter über Köln-Bayenthal(-gürtel) zum Rheinauhaufen.
2. Die Reisezüge der KBE fuhren von Wesseling kommend nach Köln-Marienburg, weiter über Köln-Bayenthal(-gürtel), Köln-Ubierring weiter geradeaus bis Köln-Hohenzollernbrücke.
3. Die Straßenbahnen der Kölner Straßenbahn fuhren von Rodenkirchen Ortsmitte, Köln-Marienburg, Köln-Bayenthal(-gürtel), Köln-Ubierring links herum abzweigend in die Innenstadt.

Zwischen Köln-Bayenthal(-gürtel) und Köln-Ubierring lag der Abzweig zum Rheinauhafen. Die Weichen waren sehr aufwändig gestaltet, weil sie mit Radreifenprofilen der Straßenbahn und der Eisenbahn befahrbar sein mussten.

Heutiger Zustand: Der Haltepunkt Köln Marienburg wurde vor einigen Jahren umbenannt in "Köln Heinrich-Lübke-Ufer". Der Abzweig Rheinauhafen an die Rheinuferbahn wurde vor 1978 zurückgebaut, die Trasse ist im Bereich der Ausfädelung aber noch zu erkennen. Der Hafenbahnhof Rheinauhafen wurde etwa 1994 stillgelegt (angebunden an den Bahnhof Köln-Bonntor DB). Hier ist absolut nichts mehr zu sehen. Alles wurde unter dem Mammutprojekt "Kölner Rheinauhafen" mit Dienstleistungsgewerbe und VIP-Milieu zugebaut. Es gibt aber noch winzige Spuren im Bereich der Kölner Südbrücke ... dem Eisenbahnfan entgeht nix!

:-)


Gruß
Silberpfeil