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Dies ist KEIN Museumsbahnforum! Bilder, Meldungen und Fragen zu aktuellen Sonderfahrten bitte in die entsprechenden Foren stellen.

Mengen – Radolfzell (Teil 1 – 29 B)

geschrieben von: Stefan Motz

Datum: 26.11.11 07:00

Heute möchte ich Euch eine unscheinbare Bahnstrecke im Süden Baden-Württembergs vorstellen. Nach Abschluß internationaler Staatsverträge zwischen Baden, Preußen und Württemberg (das Deutsche Reich wurde erst 1871 gegründet) erbaute die Großherzoglich Badische Staatsbahn ab 1865 die Strecke von Radolfzell über Schwackenreute und Krauchenwies nach Sigmaringen und Mengen, wo sie 1873 Anschluß an die Königlich Württembergischen Staatseisenbahnen bekam. Daß ich mich so umständlich ausdrücke, hat seinen Grund in der politischen Zersplitterung jener dünn besiedelten Gegend, worauf ich gleich noch näher eingehen werde.

1960 wurde der Streckenast von Krauchenwies nach Mengen stillgelegt und abgebaut. Bis 1969 bestand zwischen Radolfzell und Sigmaringen Personenverkehr:

https://abload.de/img/kbs305a-305b-wi1963-6ais9e.jpg
(Winterfahrplan 1963/64)


1969 erfolgte die Einstellung des Personenverkehrs zwischen Meßkirch und Sigmaringen. Danach wurde der Abschnitt Krauchenwies – Sigmaringen abgebaut. Seither erfolgte die Bedienung im Güterverkehr nur noch von Radolfzell aus.

Was kaum jemand für möglich hielt, geschah 1986/87, die Strecke von Krauchenwies nach Mengen wurde wieder aufgebaut! Im Gegenzug sollte der Südteil stillgelegt werden, doch zunächst gab es wieder eine durchgehende Schienenverbindung von Radolfzell nach Mengen.

Eine detaillierte Darstellung aller Daten findet Ihr auf der Internetseite von Dietrich Welz:
[home.arcor.de]

Hier im Forum gab es auch schon Diskussionsketten zu Lokeinsätzen und –durchläufen:
[www.drehscheibe-foren.de] und
[www.drehscheibe-foren.de]



Zur besseren Orientierung zeige ich Euch hier einen Ausschnitt aus der Kursbuchkarte von 1950:

https://abload.de/img/karte-radolfzell-mengr5sww.jpg


In dieser Karte sind die politischen Grenzen nur andeutungsweise erkennbar. Deshalb füge ich noch eine Karte aus einem Atlas von 1940 hinzu:

https://abload.de/img/karte-radolfzell-mengr9sy5.jpg


Hier sind die Gebiete Württembergs (grün), Preußens (violett) und Badens (hellrot) interessant: Mengen lag in Württemberg, Krauchenwies gehörte zu Hohenzollern, also Preußen. In Göggingen erreichte die Bahn erstmals badisches Gebiet, bevor es hinter Menningen durch die hohenzollerische Exklave Igelswies ging, um dann kurz vor Meßkirch endlich auf badischem Gebiet zu bleiben. In Schwackenreute zweigte eine Strecke ins württembergische Altshausen ab, die aber 1989 schon bis Pfullendorf ohne Verkehr war. In Stahringen mündet die Bahn in die Bodenseegürtelbahn von Friedrichshafen. Betrieblicher Endpunkt ist Radolfzell.

1989 verantaltete die Vereinigung IBSE zwei Sonderfahrten über diese Strecke, bei denen ich am 30.4.1989 mit- und am 1.5.1989 mit einem Bekannten nebenherfuhr. Entsprechend der damaligen Fahrtrichtung von Mengen nach Süden möchte ich Euch die Strecke vorstellen. Die IBSE-Fahrten fanden am 30.4.1989 mit 628 278 + 928 278 und am 1.5.1989 mit 628 286 + 928 286 statt. (Bei den einzelnen Bildtexten verzichte ich darauf, die Fahrzeugnummern zu erwähnen).

Vom württembergischen Bahnhof Mengen hatte ich kürzlich in diesem Beitrag ein paar Bilder gezeigt. Hier steht der abfahrbereite Sonderzug am Bahnsteig (30.4.1989):

https://abload.de/img/db-628278-003681091s7w.jpg




Vor dem 28. Mai 1989 wurde der Abschnitt Mengen – Krauchenwies als Rangiergleis des Bahnhofes Mengen betrieben, ab diesem Tag wurde die Strecke wieder zur Nebenbahn heraufgestuft. Dafür wurde auf Gemarkung Ennetach ein neues Einfahr-Formsignal für den Bahnhof Mengen errichtet:

https://abload.de/img/db-928286-00370074ksip.jpg

(1.5.1989)



https://abload.de/img/esig-mengen-0036811eqsj5.jpg

(30.4.1989)



Bei Zielfingen hatte die DB ein Bahnwärterhäuschen mitsamt der alten Bahntrasse an Privat verkauft. Beim Wiederaufbau mußte die Strecke deshalb um das Gärtle herum verschwenkt werden:

https://abload.de/img/db-628286-0037008ahssh.jpg



https://abload.de/img/db-928286-0037009nysyr.jpg

(1.5.1989)



Krauchenwies lag auf hohenzollerischem und damit preußischem Gebiet:

https://abload.de/img/db-628278-0036813wusc4.jpg

(30.4.1989)



Bei Göggingen durchfuhr der Zug badisches Territorium:

https://abload.de/img/db-628286-00370105es02.jpg



https://abload.de/img/db-628286-0037011fusfo.jpg



https://abload.de/img/db-928286-0037012erswf.jpg

(1.5.1989)



bei Menningen:

https://abload.de/img/db-628286-0037013fms21.jpg

(1.5.1989)



Igelswies war preußische Enklave in Baden:

https://abload.de/img/db-628286-0037014tbsx9.jpg




Meßkirch, einziges größeres Städtchen außer der ehemaligen Kreisstadt Stockach an dieser Strecke, wurde bis 1972 von Süden im Personenverkehr bedient:

https://abload.de/img/db-928278-0036814u6spj.jpg



https://abload.de/img/db-928278-0036815rysyw.jpg



https://abload.de/img/db-928278-0036816gusww.jpg

(30.4.1989)



Am nächsten Tag paßten wir den Zug südlich von Meßkirch ab:

https://abload.de/img/db-628286-00370152bsti.jpg



https://abload.de/img/db-928286-0037016czsmi.jpg




Schwackenreute - ein großer Bahnhof mitten im Nichts.
Roland Keller hatte uns vor längerer Zeit schon einmal Bilder von hier gezeigt: [www.drehscheibe-foren.de]
Bedeutend war hier die Kiesverladung:

https://abload.de/img/db-628286-0037017n3s8m.jpg



https://abload.de/img/db-928286-003701899sp8.jpg

(1.5.1989)



https://abload.de/img/db-928278-0036817uysgo.jpg



https://abload.de/img/db-628278-00368202cs0n.jpg



https://abload.de/img/db-628278-00368218hstq.jpg

(30.4.1989)




Das Dörfchen Hoppetenzell bot eine ansprechende Fotokulisse:

https://abload.de/img/db-628286-0037019hes44.jpg




Beim Nachschuß geriet uns nicht etwa ein tollkühner Autofahrer, sondern unser (fototechnisch) etwas ungeschickt geparktes Fahrzeug ins Bild:

https://abload.de/img/db-928286-003702086sp1.jpg

(1.5.1989)



Die ehemalige Kreisstadt Stockach verlor 1982 den Personenverkehr. Die Wiedereröffnung im Herbst 1996 gehörte 1989 noch in den Bereich der Träume:

https://abload.de/img/db-928278-0036823wpsd8.jpg



https://abload.de/img/db-628278-00368250nsqi.jpg

(30.4.1989)




In Stahringen mündet die Bodensee-Gürtelbahn nach Überlingen – Friedrichshafen in die Strecke. Diese wurde erst 1899 eröffnet (danke, „Fritzle“, für diese Korrektur!):

https://abload.de/img/db-928278-0036826wesvu.jpg




Hier endet mein heutiger erster Teil dieser kleinen Serie, die ich unserem hochgeschätzten Hobbykollegen widmen möchte, der sich in aller Bescheidenheit „Fritzle“ nennt. Auf seine Anregung habe ich mich dieser Strecke angenommen.

Im zweiten Teil zeige ich Euch Bilder von einer weiteren Sonderfahrt über diese Strecke, und dann gibt es ja auf dem südlichen Abschnitt seit 1996 wieder planmäßigen Personenverkehr, wovon ich auch noch HiFo-taugliches Material besitze.

Viele Grüße
Stefan

https://abload.de/img/db-251902-4003812-titu8k49.jpg





3-mal bearbeitet. Zuletzt am 2017:12:09:21:35:27.

Re: Mengen – Radolfzell (Teil 1 – 29 B)

geschrieben von: Rainer Güttler

Datum: 26.11.11 10:06

Hallo Stefan,

herrliche Aufnahmen einer Nebenbahn,
die ich leider nie besucht habe.

Gruß aus dem Harzvorland
Rainer


>>>>>Meine bisher veröffentlichten DSO-HIFO- + Sichtungsbildbeiträge<<<<<

Preußische Enklave in Baden

geschrieben von: S&B

Datum: 26.11.11 10:52

Wer hatte damals die Betriebsführung der Bahn in der Enklave, einschl. Technik, Signalisation und Betriebsvorschriften?
Grüße
Ulrich

Re: Mengen – Radolfzell (Teil 1 – 29 B)

geschrieben von: martin welzel

Datum: 26.11.11 11:11

Moin Stefan,

auch da war ich noch nie. Wer hätte damals gedacht, dass man heutzutage neue 628er in Mint wohlwollend auf Deinen schönen Landschaftsaufnahmen betrachtet!

Danke fürs Zeigen,

Martin

Re: Mengen –Göggingen

geschrieben von: Kohle

Datum: 26.11.11 11:52

Hey Stefan,
besten dank für diesen Bericht aus meiner näheren Umgebung.
Wenn ich immer Richtung Freiburg unterwegs bin, komme ich immer durch Krauchenwies und habe jedesmal einen Blick vom Auto aus auf diese Strecke zwischen Krauchenwies und Göggingen.
Jetzt weis ich wenigstens wie die Strecke mit Triebfahrzeug aussieht ,dank deiner Reportage.

Frohes Wochenende wünscht
Kohle

Mengen – Radolfzell (Teil 1 – 29 B)

geschrieben von: Detlef Schikorr

Datum: 26.11.11 12:07

Moin Stefan,

toll, daß Du eine Fahrt auf dieser doch sehr unbekannten, aber dennoch historisch hoch interessanten Bahnstrecke dokumentiert hast. Ich habe sie erst im April 2000 kennengelernt, als ich von Tübingen über Mengen nach Kreuzlingen (CH) gefahren bin. An den Bahnhof im Nirgendwo Schwackenreute kann ich mich noch erinnern, eines Fotos gewürdigt habe ich ihn aber nicht. Wohl aber das EG von Mühlingen-Zoznegg.

Du hast ja das Glück gehabt, auf dieser Strecke mit einem Zug fahren zu können. Dann ist ja die Strecke doppelt interessant.

Vielen Dank, daß Du uns auf diese Fahrt mitgenommen hast!

Gruß
Detlef

Re: Mengen – Radolfzell (Teil 1 – 29 B)

geschrieben von: Ulrich Geiger

Datum: 26.11.11 16:02

Hallo Herr Stefan Motz,
danke für diesen tollen Bild- und Textbeitrag. Das waren Stationen meines "früheren Lebens", die Sie mit diesem Beitrag wieder erweckten. In Mengen kam ich zur Schule, drückte dort die Nase an den Bahnsteigsperren platt. Später wohnte ich in Pfullendorf und war gymnasialer Fahrschüler auf der von Ihnen gezeigten Strecke 305 b von Pfullendorf nach Schwackenreute mit Umsteigen in einen Donnerbüchsenzug nach Radolfzell (Strecke305 a). Bespannt war dieser Zug von Sigmaringen her kommend meist mit der legendären badischen 75 1118 (Bw Radolfzell), die heute den UEF gehört und historische Züge von Amstetten nach Gerstetten fährt. In Stockach war ich später als junger Bundesbahninspektor Chef des Bahnhofs, wobei damals schon die ganze Strecke mit allen Dienststellen von Stahringen bis Krauchenwies von Stockach aus geleitet wurde. Der Ast Krauchenwies - Sigmaringen war bereits rückgebaut, der Ast Krauchenwies - Mengen nur stillgelegt und teilrückgebaut.
Danke für Ihren Beitrag.
Schöne Grüße
Ulrich Geiger



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:11:26:16:03:33.

Re: Mengen – Radolfzell (Teil 1 – 29 B)

geschrieben von: Jürgen Stadelmann

Datum: 26.11.11 17:43

Grüß Gott Stefan,
sehr interessante Bilder von einer "im Abseits" für uns Eisenbahninteressierte liegenden Strecke - ich habe diese auch nur mehr oder weniger "brachliegend" gesehen, beispielhaft dafür immer die auf dem Sigmaringer Ast abgestellten Kesselwagen in den 1970er-Jahren auf dem langen Bahndamm hinter Sigmaringen zur Donaubrücke hin = "hier geht's nicht mehr weiter"!

Ja, der "eisenbahnmäßige Dornröschenschlaf" im "badischen Hinterland" währt schon lange, obgleich diese Gegend auch "badischer Geniewinkel" genannt wird, was wohl in erster Linie auf Martin Heidegger zurückzuführen ist, der in Meßkirch geboren wurde und dort lebte.
Heute habe ich mehrmals in der Woche Gelegenheit, in Meßkirch einen Bahnübergang zu überqueren, was angesichts der heutigen Eisenbahnverhältnisse nur noch ein "sehr bescheidenes Vergnügen" angesichts der damaligen Infrastruktur und einer ehemals dort verkehrenden bad VIc oder einer 64er ist.

Zur ehemaligen Diskussion "Lokdurchlauf Tübingen - Sigmaringen - Stockach" möchte ich, da ich die Situation nicht selbst gesehen habe, aufgrund meiner Kenntnisse nur vermutend beitragen, daß ich nicht glaube, daß dieser stattfand - hinter Sigmaringen war die Direktionsgrenze "Stuttgart/Karlsruhe", da wurde bestimmt gebrochen, von Tübingen bis Sigmaringen bespannte das Bw Tübingen, ab Sigmaringen dann das Karlsruher Betriebswerk Radolfzell, das m.W. für diese Strecke zuständig war.

Danke und Grüße
Jürgen
Lieber Stefan,

als Dank für diesen schönen Beitrag (ich musste vorher ein Gläschen Härtstropfen zu mir nehmen...) ein Foto meiner einzigen Fahrt Mengen – Stahringen. Ist auch schon ein paar Tage her...

Am 20. Mai 1984 nahmen meine Frau und ich an einer Sonderfahrt teil, die einen wahrhaft kuriosen Fahrweg hatte und aus einen nicht minder kuriosen Triebwagenzug bestand. Der Zug kam, wenn ichs richtig in Erinnerung habe, von Augsburg; wir stiegen in Ulm zu. Ab hier gings über Mengen, Stockach, Radolfzell (Kopf machen), Konstanz (Mittagsaufenthalt; Zugshinterstellung in Kreuzlingen), zurück wieder über Radolfzell, Singen, ohne Halt (!!) durch den Kanton Schaffhausen bis Lauchringen, dort Kopf machen und weiter die Sauschwänzlesbahn über Weizen, Blumberg, Immendingen nach Tuttlingen, Sigmaringen, Mengen und zurück nach Ulm (bzw. Augsburg). Der Zug bestand aus zwei Doppelgarnituren 628.0 und einem 627.0 in der Mitte (alle Bw Kempten), bestand also aus fünf Motorwagen. Gefahren wurde in Mehrfachtraktion. Leider finde ich die übrigen Fahrzeugnummern nicht mehr.

Mein gescanntes Dia zeigt den Sonderzug von hinten, mit 628 001 als Schlusswagen, im Bahnhof Stockach.

http://666kb.com/i/bz0661v2fy2z4e5wz.jpg

Ich freue mich auf weitere Deiner inhaltsreichen Fotogeschichten!

Viele Grüsse,
Hubert.

Edit: Stefan hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass die Strecke Mengen-Krauchenwies 1984 noch nicht wieder aufgebaut war. Leider finde ich meine damaligen Aufschreibungen nicht mehr, denke aber, wie Stefan, dass wir im Hinweg ab Ulm über Aulendorf – Altshausen – Pfullendorf – Schwackenreute nach Stockach gefahren sind. Danke, Stefan!



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:11:26:20:19:28.

Re: Mengen – Radolfzell (Teil 1 – 29 B)

geschrieben von: Bahnfink

Datum: 26.11.11 21:22

Heimatkunde pur ! Sehr verdienstvoll von Dir, diese idyllischen Maschen eines verblaßten Schienennetzes nachzuhäkeln. Bin gespannt auf die Fortsetzung !
Vielen Dank an Dich UND an die Mitleser für ihre Ergänzungen !
Hartmut

Re: Mengen – Radolfzell (Teil 1 – 29 B)

geschrieben von: m38902687-1

Datum: 26.11.11 21:38

Werter Stefan! Mit großer Freude und Überraschung meiner Würdigung nehme ich diesen interessanten Beitrag über eine Strecke, die ich sehr gut kenne, zur Kenntnis, wobei ich mir unbescheidener Weise noch eine kleine Ergänzung erlaube: Die gezeigte Bahn zweigte nicht in Stahringen von der Gürtelbahn ab, sondern umgekehrt, das erst 1899 nach Überlingen gebaute Stück der Gürtelbahn zweigte von der Radolfzell-Mengener Bahn in Stahringen ab. Das ist heute noch an der Kilometrierung, welche für die Gürtelbahn in Stahringen mit Km 0 beginnt, beginnt, sichtbar. Die Kilometrierung geht von R.-zell bis Mengen. Bis zum Umbau des Bf Stahringen mußten die Eilzüge aus Richtung Fr.-hafen sogar auf Hp 2 (40) aus Stahringen ausfahren. Gleis 1 war das durchhende Hauptgleis von Stockach. Nach Sigmaringen begann die Kilometrierung in Kr.-wies bei Km 0. Am Bahndamm der Strecke Kr.-wies - Sigmaringen stehen noch im Bereich Sig.-dorf die Telegrafenmasten mit Leitungen. Das war auch nach dem Gleisabbau noch jahrelang eine wichtige Basaverbindung zwischen den BD Kar. und Stgt. Die Fensterstürze des EG Kr.-wies stellen in ihrer ursprünglichen Schwarz-weißabstufung die Hinleitung zum hohenz. Wappen dar, da im EG ein Wartesaal für hohe und höchste Personeneingerichtet war. Darauf deutet der in unmittelbarer Nähe gelegene Park des ehem fürstl. Jagdschlosses und der Gedenkstein zum Besuche SM Kaiser Wilhelm vor dem Bf-Eingang auch heute noch hin. Soviel zu diesem ergiebigen Thema und Bericht auf dessen spannende Fortsetzung ich freudig warte. Gruß Fritzle.

Re: Mengen – Radolfzell (Teil 1 – 29 B)

geschrieben von: Helmut Philipp

Datum: 26.11.11 21:43

Moin Stefan!

Ohne Deine Kartenausschnitte und detaillierten Erläuterungen wäre für mich Dein Beitrag nicht einmal halb so informativ, wie er es dank Deiner Infos geworden ist. Auch ich zähle nämlich zu dem Teil der HiFo-Gemeinde, die diese Strecke überhaupt nicht kennt.

Durch die Schilderung und insbesondere durch den "dreistaatlichen" Kartenausschnitt bekommen Deine Aufnahmen einen besonderen Stellenwert, nämlich im geografischen Sinne. Das gefällt mir ausgezeichnet!

Herzlichen Dank an die Ostsee, verbunden mit besten Grüßen
Helmut

Re: Preußische Enklave in Baden

geschrieben von: m38902687-1

Datum: 26.11.11 21:55

Werter Ulrich! Die Betriebsführung der gesamten Strecke lag bis zum Esig Sigmaringen bei der bad. Staatsbahn, später Direktion Karlsruhe. Allerdings gab es auch in Sigmaringen noch einen sog. bad. Bahnhof. Es waren zuletzt die Stumpfgleise 10-12, wo sich der jetzige Busbahnhof befindet. Die bad. Bauten an der östlichen Ausfahrt, ein einständiger Tenderlokschuppen und eines der abseits gebauten Beamtenwohnhäuser mit Nebengebäuden stehen noch, während die östl. handbetriebene Drehscheibe seit vielen Jahren entfernt ist. Gruß Fritzle

Re: Mengen – Radolfzell (Teil 1 – 29 B)

geschrieben von: dampfgerd

Datum: 27.11.11 09:55

Sehr interessanter Bericht mit wunderbaren Bildern, Stefan. Diesen weißen Fleck auf meiner Landkarte habe ich gerne mit dir besucht. Vielen Dank und schöne Grüße vom
dampfgerd

Re: Mengen — Radolfzell, Teil 1

geschrieben von: Mikado-Freund

Datum: 27.11.11 12:41

Helmut Philipp schrieb:
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> Ohne Deine Kartenausschnitte und detaillierten Erläuterungen wäre für mich Dein Beitrag nicht einmal halb so informativ,…
> Durch … den "dreistaatlichen" Kartenausschnitt bekommen Deine Aufnahmen einen besonderen Stellenwert … im geografischen Sinne.



Hallo Stefan,

dem möchte ich mich unbedingt anschließen, denn das gefällt auch mir ausgezeichnet!


mfG

Walter

Streckenkunde mit 2 Scan

geschrieben von: Olaf Ott

Datum: 27.11.11 13:13

Hallo Stefan!

Leider erst jetzt etwas "historisches" Altpapier vom Sommer 69.

http://img560.imageshack.us/img560/4035/9284.jpg

http://img824.imageshack.us/img824/4120/9286.jpg

Danke für diesen Bericht aus dem Dunstkreis meiner jetzigen Wahlheimat.

Beste Grüße aus dem spätherbstlich sonnigen Oberroth in den sturmumtosten (?) Norden.

Olaf Ott