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? zu Bad Harzburg: Wie schnell gedreht?

geschrieben von: Detlev Hagemann

Datum: 05.03.11 15:13

Moin,

bei unseren Recherchen zum Eilzug Goslar—Flensburg tauchte die Frage auf, wie lange es in Bad Harzburg minimal dauerte, wenn eine Lok vom Zug ging, gedreht wurde, sich ans andere Ende setzte und wieder losfahren konnte.

Die kürzeste bis jetzt bekannte ausgewiesene Zeit waren 10 Minuten von BR 03 im Winter 1961. Wäre dieser Vorgang auch in 8 Minuten zu schaffen?

http://www.db58.de/wp-content/uploads/2011/03/drehen-in-Bad-Harzburg.png

Re: ? zu Bad Harzburg: Wie schnell gedreht?

geschrieben von: Frankenbahn

Datum: 05.03.11 15:19

Und das wurde auch in 10 min. geschafft? Wenn man bedenkt, Zug kommt an, Lok abhängen, zur Drehscheibe fahren, Lok drehen, zum Zug fahren, anhängen und noch bremsprobe. Hoj...in 8 min. für mich fast gar nicht vorstellbar ausser es spielen gleich alle mit und man hat Fahrt frei zur Drehscheibe.

Gruß Frankenbahn

Re: ? zu Bad Harzburg: Wie schnell gedreht?

geschrieben von: Mw

Datum: 05.03.11 17:34

Stellt sich die Frage, ob sowas heute noch zu schaffen wäre ...

Schönen Abend
Mw

Bei der Fülle des zu verarbeitenden Materials sind einzelne Fehler oder Unrichtigkeiten nicht gänzlich zu vermeiden (Kursbuch Deutsche Bundesbahn)

Re: ? zu Bad Harzburg: Wie schnell gedreht?

geschrieben von: timmsiegel

Datum: 05.03.11 19:12

Mir stellt sich da eine ganz andere Frage - soweit ich weis, ist Bad Harzburg Kopfbahnhof. Also nix mit abkuppeln und zur Scheibe fahren, da ist der Zug dummerweise im Weg, der müsste also erst abgezogen werden. und dann sind die 10 min reine Makulatur. Selbst wenn man vom Zug absetzt, zur Ds fährt, dreht, wieder an Zug, Kuppeln und Bremsprobe - das wird in 10 min. nix

Re: ? zu Bad Harzburg: Wie schnell gedreht?

geschrieben von: Detlev Hagemann

Datum: 05.03.11 19:35

Moin,

1.
ja, Bad Harzburg ist Kopfbahnhof

2.
Der Umlaufplan im Startthread zeigt zeigt einmal 13 und einmal 10 Minuten für diesen Vorgang. BR 03 werden kaum vor einem Eilzug lange Strecken rückwärts fahren.
Für 1958 steht im Raum, dass mit P 8 (evtl. ohne Drehen) 8 Minuten ausgereicht haben.
Der Gleisplan ist hier zu sehen: [www.eisenbahn-harzvorland.de]

Lt. Gleisplan Bad Harzburg (Stand 9.1971) …

geschrieben von: Mikado-Freund

Datum: 05.03.11 19:48

Lt. Gleisplan Bad Harzburg (Stand 9.1971) war ein Zug umfahrbar:

Gleisplan-Bad-Harzburg.jpg

(Quelle: BD Hannover, Strecke 88: Heudeber-Danstedt — Oker, BA Goslar, Bm Bad Harzburg und Goslar, Stand 9.1971)



mfG

Walter

Zitat aus dem EK-Buch BR 03 - Seite 284

geschrieben von: OZL-Lokd.

Datum: 05.03.11 20:07

Der Zug kam von Vienenburg die Steigung 1:48 nach BH. und fuhr in eines der westlichen Gleise ein.Die Lok wurde abgehöngt und fuhr bis zum Querbahnsteing. Nach Umstellen einer Weiche konnte die Lok am Zug vorbei auf ein Stumpfgleis am nördlichen Bahnhofsende fahren und von dort zu Schehdreibe........ Zitat Ende



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:03:05:21:04:20.

Re: ? zu Bad Harzburg: Wie schnell gedreht?

geschrieben von: QJ 7002

Datum: 05.03.11 20:55

Das hat funktioniert: Zug kommt zum Stehen, abkuppeln, Lok zieht vor, fährt rückwärts am Zug vorbei zur Drehscheibe, drehen....

Grüße

Martin

Re: ? zu Bad Harzburg: Wie schnell gedreht?

geschrieben von: Ladehilfe

Datum: 06.03.11 00:56

Frankenbahn schrieb:
-------------------------------------------------------
> Und das wurde auch in 10 min. geschafft? Wenn man
> bedenkt, Zug kommt an, Lok abhängen, zur
> Drehscheibe fahren, Lok drehen, zum Zug fahren,
> anhängen und noch bremsprobe. Hoj...in 8 min. für
> mich fast gar nicht vorstellbar ausser es spielen
> gleich alle mit und man hat Fahrt frei zur
> Drehscheibe.
>
> Gruß Frankenbahn

Zum Jubiläum der Fichtelbergbahn 1997 gab es eine Zug mit 2 IVk der 13.32 in Cranzahl ankam, seine Vorräte ergänzte und 13.38 nach Oberwiesenthal abfuhr.

Der Vorteil einer Paprika gegenüber dem Menschen ist dass man ihre Hohlheit mit Hack füllen kann.

Re: ? zu Bad Harzburg: Wie schnell gedreht?

geschrieben von: Otwf (K)

Datum: 06.03.11 22:35

Was mich an der Darstellung stutzig macht, ist die Darstellung der Leistung zum Eilzug Goslar—Flensburg
Demnach wäre der Laufweg ja wohl Flensburg – Kreiensen und umgekehrt.

Mal mit durchgehendem Balken, was ich als Zugleistung (von - bis Braunschweig) kenne und dann punktiert, was ich eigentlich als Leerfahrt interpretieren würde, was aber eigentlich unsinnig wäre. Was hat die punktierte Zug- bzw. Lokleistung bis Kreiensen zu bedeuten? Weiß das jemand? Beide Leistungen sind der Zugnummer E 564/E563 nach identisch.

Wenn der Zug, Lok voraus in Kreiensen ankommt muß doch auch dort die Lok umgesetzt und gegebenenfalls gedreht werden. Das wird im Dienstplan nicht erwähnt.

Die punktierde Leistungsart müßte in der Fußnote des grafischen Plans aufgeführt sein.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:03:06:22:50:24.

Re: ? zu Bad Harzburg: Wie schnell gedreht?

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 06.03.11 23:46

Antwort zurückgezogen. War mir zu unschlüssig.


http://img4.fotos-hochladen.net/uploads/avatarreinerkov5lsiazqw.jpg
Gruß vom ngird.






1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:03:06:23:52:01.

Was ist mit Braunschweig?

geschrieben von: Mikado-Freund

Datum: 07.03.11 00:11

Braunschweig war 1958 noch Kopfbahnhof (vgl. die Aufenthaltszeiten). Ich nehme daher - und wegen der
identischen Kennzeichnung …

http://www.db58.de/wp-content/uploads/2011/03/drehen-in-Bad-Harzburg.png

… eher an, daß der Balken für ein anderes Personal auf der Relation Braunschweig - Bad Harzburg - Kreien-
sen - Bad Harzburg - Braunschweig steht.

Man müßte mal die Legende sehen können.

Re: Was ist mit Braunschweig?

geschrieben von: Detlev Hagemann

Datum: 07.03.11 08:05

Moin,

der Ausschnitt aus dem Umlaufplan ist, wie im Anfangs-Thread geschrieben, von 1961, und Braunschweig ist somit kein Kopfbahnhof mehr.

Die Abbildung dieses Plans soll nur dokumentieren, dass die kürzeste uns bekannte Zeit zum Drehen in Bad Harzburg 10 Minuten beträgt. Und wir somit vor dem Rätsel stehen, ob diese Rangieraufgabe 1958 auch in 8 Minuten erledigt wurde/werden konnte.

Die schwarzen Balken stehen für Altonaer Personal, die andere Darstellung steht für planfremdes Braunschweiger Personal.

Uups - der Plan ist von 1961! Der Satz „… und wir … vor dem Rätsel stehen, ob diese Rangieraufgabe 1958 auch in 8 Minuten erledigt … werden konnte” und Dein Name verbindet eben unwillkürlich immer alles mit 1958.

;-)




beste Grüße

Walter


P.S.: Danke noch für die Erläuterung der Legende.

Re: Was ist mit Braunschweig?

geschrieben von: Otwf (K)

Datum: 07.03.11 13:31

Danke für die Antwort.
Demnach dürfte das anbringende Personal eine sogenannte Tagesübernachtung (ab 5:00 Stunden)gehabt haben.

Punktierte Unterwegsaufenthalte im Umlaufplan

geschrieben von: Mw

Datum: 08.03.11 21:37

sind eigentlich gestrichelte, und bedeuten: "Unterwegsaufenthalte bzw Wendungen mit gleichem Personal".
Wurde aber nicht in allen Umlaufplänen gleichmäßig angewendet.
Die Variationen in den Laufplänen wären früher sehr vielfältig.

Wenn Du aber die Darstellung "Schrägstriche mit Punkten" meinst, das handelte sich um eine Personalleistung eines Fremd-Bws,
hier womöglich Kreiensen. Die Leistungen der Personale des Heimat-Bws sind immer schwarz gefüllt dargestellt. Häufig wird sogar der Wendebahnhof, falls er mit dem Heimat-Bw zusammenfällt, gar nicht besonders dargestellt, sondern "vorauzsgesetzt".

Schönen Abend
Mw

Bei der Fülle des zu verarbeitenden Materials sind einzelne Fehler oder Unrichtigkeiten nicht gänzlich zu vermeiden (Kursbuch Deutsche Bundesbahn)




2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:03:08:21:44:20.