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Streckenblock Form A (m.Scans) und ???nach Fotos

geschrieben von: Rally01

Datum: 29.12.10 21:24

Hallo Zusammen,

nun habe ich ein wenig Theorie über den Streckenblock der Form A herausbekommen.
Besonderen Dank gilt Martin Reuter.Er hat mir aus seiner Sammlung Unterlagen zur Verfügung gestellt.Ich finde es ganz besonders schön, denn wir haben uns hier beim Hifo geschrieben und machen nun zusammen einen Beitrag.
Danke Martin.

Und nun die Frage: Kann hier jemand Bilder vom Streckenblock Form A zeigen? Ich hatte die Blockform nur einmal in Gehlberg gesehen,konnte sie dort aber nicht ablichten.


http://www.landeseisenbahn-lippe.de/rally/Block011.jpg
Hier das Schalbild vom Block Form A aus meiner Blockvorschrift....


http://www.landeseisenbahn-lippe.de/rally/Sig%20VB%201959%20Seite%201.jpg
....und hier in der Sig VB von 1959 von Martin.


http://www.landeseisenbahn-lippe.de/rally/Sig%20VB%201959%20Seite%202.jpg
Die Bedienungsanleitung wird gleich mitgeliefert.


http://www.landeseisenbahn-lippe.de/rally/Streckenblock%20Form%20A.jpg


http://www.landeseisenbahn-lippe.de/rally/Streckenblock%20Form%20A.2.jpg


http://www.landeseisenbahn-lippe.de/rally/Streckenblock%20Form%20A.3.jpg
Das waren Aufzeichnungen von einem FDL,da hat er bestimmt im Unterricht abgeschrieben,so als Spickzettel...
Ein sehr schönes Zeitdokument.

Und Stellwerke .de zeigt es auch:
[www.stellwerke.de]


Und nun 2 Bonusbilder passend zum Wetter:


http://www.landeseisenbahn-lippe.de/rally/Lemgo%20Lw%20%20W%206%20fegen.jpg
In den meisten Bahnhöfen fehlt genau so ein Personal heutzutage.Früher sogar auf kleinen Bahnhöfen Standart.


http://www.landeseisenbahn-lippe.de/rally/25122010%20%284%29.jpg
Weihnachten 2010 kam "Thorsten" in die neue Schleuse in Münster durch das Eis gefahren.

Martin und Ralf wünschen einen schönen Abend.

Viele Grüße von Ralf aus

https://abload.de/img/lemgo.2dikuq.jpg
Hallo,

mit "Rückgabeunterbrecher" beschilderte Blockfelder fanden noch vor einigen Jahren beim zeitweise eingleisigen Betrieb Anwendung. Das System ähnelte allerdings wohl aber eher der Form B, da man unmittelbar vor der Zugfahrt den Erlaubniswechsel mit einer Blockung selbst technisch verhindern mußte und dann auch eine Zugfahrt aus dieser Richtung stattfinden mußte (sonst Störung, bis aus der "freigeblockten" Richtung ein Zug kommt, der diese Störung "rausfährt").

Die Blockkorrespondenz fand dabei auch nicht direkt, sondern mit dem Umweg über ein weiteres Feld statt. Der Rückblock z.B. kam im Rückgabeunterbrecher des für die Bauzustände aufgestellten Zusatzblocks an (2 Felder: Erl. u. Rückgabeunterbrecher). M.E. mußte in diesem Fall vor dem Auffahrtstellen des Ausfahrsignals das Anfangsfeld geblockt werden (so widersinnig das klingt). Vllt. kann ja jemand meine Erinnerungslücken dazu füllen :-)

Vielen Dank für Eure interessanten und qualitativ bestens aufbereiteten Beiträge.


Einen schönen Abend und guten Rutsch wünscht Euch

Reichsbahner1981



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2010:12:30:22:44:23.

Die Streckenblockformen mal im Vergleich

geschrieben von: eifelindianer

Datum: 10.01.11 19:25

http://img718.imageshack.us/img718/7237/strka.jpg

Wenn man in Bücher etwas sucht, findet man nicht immer auf Anhieb das was man sucht. Erst recht nicht wenn man mehr wie ein Buch dazu hat.

Hier die Streckenblockformen aus den 1960-ern mal einfach, kurz und bündig im Vergleich, damit auch der Laie sich erlesen wovon hier geredet wird.

MfG



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:01:10:19:27:28.

Re: Streckenblock Form A (m.Scans) und ???nach Fotos

geschrieben von: falk

Datum: 11.01.11 10:05

Die Zusatzblockwerke mit Rückgabeunterbrecher und Erlaubnisfeld wurden dann verwendet, wenn aus Platzgründen kein reguläres Erlaubnisfeld einbaubar war oder wenn man sich den Aufwand dafür sparen wollte. Der Preis dafür war eine nicht fehlbedienungssichere Anlage und eine komplizierte Schaltung. Schon der Aufwand, der außerdem auf beiden Endstellwerken zu betreiben war, um die Stecker für den Zusatzblock einzubauen, war erheblich.

Musste man nicht vielmehr das Anfangsfeld blocken, um die Erlaubnis abgeben zu können (damit die Anfangssperre an Stelle der K-Sperre den Verschluss der Ausfahrrsignale übernimmt) und musste nicht deshalb die mechanische Tastensperre unter dem Anfangsfeld beseitigt werden? Einfeldriger Relaisblock war die bessere Alternative, wenn auch die Steckerzustände ein-/zweigleisig in freier Schaltung realisiert werden mussten. Derartige Änderungen, die man nicht jeden Tag macht, haben den Hirnkasten ganz schön in Fahrt gebracht. Viel mehr als »Betriebsartenstecker auf der Gruppenrückseite einbauen« bekam man vom Projektant nicht. Nun sieh zu, wie Du den Rest der Gruppenrückseite zugänglich hältst...

Falk
falk schrieb:
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> Musste man nicht vielmehr das Anfangsfeld blocken,
> um die Erlaubnis abgeben zu können (damit die
> Anfangssperre an Stelle der K-Sperre den
> Verschluss der Ausfahrrsignale übernimmt) und
> musste nicht deshalb die mechanische Tastensperre
> unter dem Anfangsfeld beseitigt werden?

Da das Stellwerk elektromechanisch (Fdlstw) war, gab es keine mechanischen Blocksperren. Die andere Blockendstelle war aber ein mech. Wärterstellwerk.

> Einfeldriger Relaisblock war die bessere
> Alternative, wenn auch die Steckerzustände
> ein-/zweigleisig in freier Schaltung realisiert
> werden mussten.

Meinst Du mit 'freier Schaltung' fehlende Plandokumentation ?


Reichsbahner1981

Re: Streckenblock Form A (m.Scans) und ???nach Fotos

geschrieben von: falk

Datum: 13.01.11 21:57

Um Himmels Willen, nein. Der Bing hätte mich gefressen. Freie Schaltung bedeutet, dass der Hersteller diesen Schaltfall entweder nicht angenommen hatte oder das es keine spezielle Relaisgruppe dafür gibt. Anschaltrelais für die Fahrstraßensignalstellung sind so ein Fall. Bei GS II in ursprünglicher Bauart musste man die Start-Ziel-Bedienung unter Umständen zweimal ausführen oder nach dem Eintritt der Festlegung die Signalfahrtstellung mit der Sf-Taste und der Starttaste bewirken. Die Anschaltrelais erlauben einerseits, eine Fahrstraße zu einer bestehenden dazuzuspeichern (sie läuft unverzüglich ein, wenn die vorhergehende aufgelöst hat), andererseits wird die Start-Ziel-Bedienung ihrerseits gespeichert, während die Weichen durch den Selbstlauf in die richtige Lage kommen. Ist das passiert, erfolgt die Signalfahrtstellung selbsttätig. Solche Zusatzschaltungen sind nicht soweit zu normen, dass dafür eine spezielle Gruppe lohnt. Für derartige, von der Örtlichkeit abhängige Schaltfälle gibt es Gruppen für freie Schaltung. Die Spulenanschlüsse und Kontakte sind systematisch auf die Tannenbaumpunkte geführt, mit dem berühmten grünen Draht lassen sich individuell nötige Schaltungen erstellen, ohne im Gruppeninneren herumschalten zu müssen.
Zeitweise eingleisigen Betrieb hatte man beim Hersteller offenbar nicht als sinnvoll vorhergesehen. Man müsste jedesmal erhebliche Mengen Rangierverdrahtung ändern, und jedesmal in derselben Art. Deshalb haben kluge Köpfe für diese Änderungen Steckerzustände erfunden, Im Fall vom Stellwerk F in Paunsdorf waren das zwei nebeneinandergebaute zwanzigpolige Stecker, die für eingleisigen Betrieb um 180° gedreht wurden. Die Stecker mussten klappbar eingebaut werden, damit die Gruppenrückseiten zugänglich blieben. Wie das dann am Ende aussah, musste ich mir selber einfallen lassen.

Falk