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Serie: E69 und Murnau - Oberammergau im Juli

geschrieben von: Bernd Mühlstraßer

Datum: 05.07.10 10:23

Serie : Die Baureihe 169 und die Linie Murnau - Oberammergau im Juli



Willkommen zu meiner 4. Folge der Reise ins Ammertal. Ganz herzlichen Dank für die jeweils doch sehr lobenden Anmerkungen zu den bisherigen Kapiteln. Mal sehen, ob mir das auch für die Juli-Ausgabe gelingen wird. Denn, der Juli, ja der Juli, der war eigentlich immer total ereignislos. Der Betrieb tröpfelte so ganz nach Plan dahin, kaum Sonderzüge, Normalität…. Mal sehen, was wir da so herausfiltern können.


http://foto.arcor-online.net/palb/alben/95/1034295/3061343738396236.jpg

Der Juli ist Hauptmonat jeder Passions-Spielzeit. 1930 hatte die LAG eine Mammutaufgabe zu bewältigen. Unser Blick auf den Bahnhof Oberammergau zeigt eindrucksvoll, warum Oberammergau bis in unser Jahrhundert noch so ausgedehnte Gleisanlagen hatte. Immerhin überdauerten fast alle hier sichtbaren Anlagen die Jahrtausendwende! Was man auf dem Bild lustigerweise nicht findet, ist eine der späteren E69…. Am unteren rechten Bildrand ist übrigens der Lokschuppen zu erkennen. Foto: Sammlung Bernd Mühlstraßer


Was mir bei der Beschäftigung mit den Monatsberichten und dem Wunsch einer entsprechenden Bebilderung auch aufgefallen ist, das ist meine eigene, rückwirkend betrachtet, doch sehr merkwürdige Fotostrategie. Wie so alles in meinem Leben, sehr emotional gesteuert….. Ich habe dutzende Fotos von 169 003 am Bahnsteig in Oberammergau. „Meine“ Lok brauchte da wohl bloß zu stehen, schon wurde ein Foto gemacht. Dagegen strafte ich die von mir überhaupt nicht geschätzte 169 004 mit fast absoluter Foto-Blockade. Ähnlich erging es der Baureihe 144. Ich habe nicht ein einziges Foto, das die 144 in der klassischen Fotopose vor dem Oberammergauer Bahnhof zeigt. Komisch, aber ein dokumentatorisches Fotoverhalten habe ich damals in jedem Fall nicht an den Tag gelegt….

Nun aber rein in die Zeitreise.

1975

Der Monat startete mit den Grünen im Plandienst. Während 169 003 am 1.7 von den Fristarbeiten aus Garmisch zurückkehrte, fuhren 169 002 und 004 die Planzüge. Die 169 005 befand sich im AW Freimann, erhielt dort gerade eine neue Hauptuntersuchung U2, die sie noch für längere Zeit vom Geschehen im Ammertal fernhielt. Am 2.7 löste die Dreier ihre ältere Schwester 002 im Dienst ab, die ihrerseits nun zu den Fristarbeiten ins Heimat-Bw einrückte. Am 5. Juli quittierte erneut 169 004 ihren Dienst, nachdem sie ja schon im Mai/Juni länger ausgefallen war. So musste 144 001 einspringen, die auch gleich ihre Sonntags-Ruhe in Oberammergau genießen konnte. Doch am Montag wurde sie bei den Abendzügen von 169 003 „überholt“. Eigentlich hätte die E44-Omi um 19.03 Uhr in Oberammergau eintreffen müssen, doch es kam kein Zug. Pünktlich und voll, also offensichtlich auch mit den Fahrgästen des ausgefallen Zuges, kam um 20.04 Uhr die 169 003 mit ihrem 6625 daher. Eine halbe Stunde später dann taucht der vermisste 6623 auf. Vor der defekten 144 001 wurde 144 006 gespannt, die am Folgetag ihre havarierte Schwester nach Murnau mitnimmt und in den Plandienst einsteigt. Es ist in meinen Berichten ja immer wieder von Lokausfällen die Rede. Die Beanspruchung der Loks auf der Oberammergauer Bahn ist eine ganz besonders hohe. Die stetigen Gefälle-/Steigungsänderungen und kurzen Halteabstände forderten alle Maschinen in besonderem Maße. Betrachtet man die Tatsache, dass die 169 ja in den 70er Jahren noch etwa 80 Prozent der Zugleistungen bewältigten, muss man konstatieren, das sie die zuverlässigste Baureihe auf der Strecke war. Liegengebliebene Züge mit E69 gab es durchschnittlich nur 1x jährlich! Ich bin zum Beispiel bei etwas 1200 Mitfahrten kein einziges Mal mit der E69 „auf der Strecke geblieben“ – dagegen aber sowohl mit der 144 als auch mehrfach mit 141! Insofern war der Ausfall von 144 001 also nichts „besonderes“. Zwei Tage später war auch 169 002 wieder gefristet und den restlichen Monat zusammen mit der 003 im Einsatz. Nur am 22./23.7 ließ man die genesene 169 004 für einige Züge ran.


Einsatztabelle 7.75

169 002-3 23 Einsatztage 4100 Laufkilometer
169 003-1 26 Einsatztage 5100 Laufkilometer
169 004-9 8 Einsatztage 1125 Laufkilometer
169 005-6 0 Einsatztage 0 Laufkilometer



http://foto.arcor-online.net/palb/alben/95/1034295/3639356363303938.jpg

169 002 hat den höchsten Punkt der Bahn erreicht und "stürzt" sich nun ins Ammertal herunter, nächster Halt auf dem Weg nach Oberammergau ist Altenau.


Auch der Juli 1976 bot weitgehend „Dienst nach Vorschrift“ – einzig 169 005 sorgte für ein interessantes und ein negatives Glanzlicht. Wie schon im Vorjahr startete der Monat mit 169 002 und 169 004 im Plan, ebenso wie genau vor einem Jahr war 169 003 für Fristarbeiten in Garmisch, kehrte am 2.7 als Lz – und befreit von der im Vormonat falsch gedrehten Fahrtrichtung – wieder nach Murnau zurück, wo man sie jedoch fürs erste vor die Freigleise vor dem Lokschuppen dirigierte. Einen besonderen Einsatz verzeichnet 169 005 am 3. Juli: Ein Sonderzug mit 9 schweren Vorkriegswagen und einem Speisewagen hat mit 141 011 Murnau erreicht und überschreitet damit natürlich deutlich die zulässige Last für die Ammergauer Bahn. So wird 169 005 als Schublok an den Zug gekuppelt und drückt ihn nach Oberammergau und am Nachmittag auch wieder zurück. In der Folgewoche übernimmt sie montags die Übergabe und löst am Mittwoch die 002 ab, bei der die Fristarbeiten fällig sind. Diese sind im Übrigen immer nach 4000 Laufkilometern auszuführen, was in etwa einem Einsatz von 24 Tagen und damit einem knappen Monatsdienst entspricht. Am 9. Juli kommt es bei der 005 jedoch bei der Rückleistung der Übergabe zu einem leichten Motordefekt, so dass die Lok von der eben aus Garmisch zurückgekehrten 169 002 abgelöst wird. Als am Folgetag 169 004 ihre Fristgrenze erreicht und zusammen mit der defekten 169 005 ins Bw einrückt, darf endlich 169 003 wieder auf die Strecke, wobei sie, endlich losgelassen, bis Monatsende auch im Zugdienst verbleibt! Bei 169 005 wird unterdessen der angesprochene Motorschaden im Bw diagnostiziert und die Lok ins AW Freimann eingewiesen. 169 004 darf nach ihrer Rückkehr von der Frist einige Tage 169 002 vertreten, doch das letzte Monatsdrittel gehört exklusiv den unzertrennlich Schwestern, 002 und 003.

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/95/1034295/6534653031616634.jpg

In diesem Juli war 169 005 nicht häufig vor den Nahverkehrszügen zu sehen. Hier erwischen wir die Lok kurz nach Altenau auf dem Weg nach Oberammergau.

Einsatztabelle 7.76

169 002-3 23 Einsatztage 4000 Laufkilometer
169 003-1 20 Einsatztage 3325 Laufkilometer
169 004-9 15 Einsatztage 2425 Laufkilometer
169 005-6 5 Einsatztage 550 Laufkilometer



http://foto.arcor-online.net/palb/alben/95/1034295/3635393434306666.jpg

Die Einsatztabelle für den Juli 1976 dokumentiert eine ausgeglichene Einsatzlage und -außer bei 169 005 - ein tadelloses Führungszeugnis der gesamten Familie…..

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/95/1034295/3237303366393938.jpg

Nicht immer bestand der Güterzug nur aus einer Wagenladung. Hier hat 169 003 kurz vor Unterammergau schon einen recht stattlichen Zug am Haken. Es muss allerdings „gestanden“ werden, das die Wagen leer sind, schließlich hat Oberammergau keine Ölquelle und kein Bergwerk....


Ein Jahr später, im Juli 1977 konnte 169 004 nicht mehr beobachtet werden, sie stand schon 2 Monate auf dem Lokfriedhof in Freimann, z-gestellt und als Ersatzteilspender degradiert. Die drei verbliebenen 169 zeigten sich auch in diesem Juli von der entspannten Seite. Mit einer Ausnahme spulen die Loks Tag für Tag ihren regulären Dienstplan ab. Nach Abgang der 169 004 ist die Rollenverteilung sowieso relativ klar geregelt: Bei Verfügbarkeit aller drei Loks
fahren meist 169 002 und 003, die Fünfer überbrückt die Fristtage der zwei Hübschen und übernimmt die Übergaben, wenn größere Lasten anfallen. An dieses Szenario halten sich die drei Loks in diesem Monat ganz brav. Ausfälle gibt es keine, Sonderleistungen nur am 15. Juli – und über die mochte ich nicht reden….. Nicht, weil ich was verschweigen möchte, sondern weil sich das im August 77 nochmals, aber etwas interessanter, wiederholen wird. Somit kläre ich den 15.7 ausnahmsweise erst im nächsten Monat auf….! Zumindest führte er an diesem Tag zum Einsatz von allen drei Loks gleichzeitig!


Einsatzliste 7.77

169 002-3 25 Einsatztage 4800 Laufkilometer
169 003-1 23 Einsatztage 3350 Laufkilometer
169 004-9 0 Einsatztage z
169 005-6 15 Einsatztage 1925 Laufkilometer



Hatten wir jetzt von drei „harmonisch-langweiligen“ Julis zu berichten, wird es im Juli 1978 etwas abwechslungsreicher. „Erfreuliches auf niedrigem Niveau“ könnte man das überschreiben. Niedriges Niveau deshalb, weil ja im Sommer 78 nur noch eine Lok planmäßig benötigt wurde. Und das war, von 1. bis 31. Juli quasi nur 169 003, die den ganzen Monat durchfuhr, nur am 21.7 fristtechnisch passierte. 169 005 übernahm ihre Leistungen am Nachmittag des 20.7, komplett am 21. und bis 22.7 mittags. Dennoch kam sie nicht nur auf diese 3 Einsatztage, sondern durfte noch an weiteren 8 Tagen Ersatz für die Plan-141 fahren, was natürlich immer ganz besonders erfreulich war. Somit herrschte, ganz unplanmäßig, an 10 Tagen wieder 169-Gesamtverkehr statt Mischbetrieb 141 / 169. Schön! Ganz nett auch der „Dienstgüterzug“, den 169 005 am 28. Juli zwischen Murnau und Oberammergau und zurück zu fahren hatte. Jetzt fehlt halt noch eine – 169 002. Die stand mit dem im letzten Monat erwähnten Motorschaden ungewöhnlicherweise im Bw Garmisch. Offensichtlich traute man sich nicht recht, die Lok ins AW zu schicken. Sommer 78, das war nicht gerade die Zeit der großen Wertschätzung von Altbau-Loks bei den übergeordneten Stellen. So forderte man wohl auf dem „kleinen Dienstweg“ einen Austausch-Motor an, der kam dann aus…. Ach, gehen wir doch mal ein Stück zurück, in die Zeit kurz vor der größten Herausforderung für die Oberammergauer Bahn nach dem 2. Weltkrieg. Die „Friedens-Passionsspiele“ im Jahr 1950 dienten der jungen Bundesrepublik dazu, mit diesem christlichen Ereignis weltweit ein positives Licht auf Deutschland zu werfen. Die DB hatte zunächst mal versucht, das oberbayerischen E69-Localbahnflair mit dem Ersatz durch den Hamburger S-Bahn-Triebwagen ET 99 zu beenden, was für den Waterkant-Besuch sehr peinlich und mit qualmenden Motoren endete. Nun sollten doch eher die kampferprobten E69 fit gemacht werden. Als erste kam E69 03 an die Reihe und erhielt dabei – für Murnau sehr ungewöhnlich – einen Tauschmotor aus E69 02. Eigentlich ließ die Murnauer Werkstätte sonst „alles zusammen“. Anschließend bastelte man aus der Wackelkandidatin E69 04 eine ganz passable

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Zum Abschluss der eben beschriebenen Hauptuntersuchung an E69 03 im Bw Murnau erhielt die Lok noch einen handgepinselten Neuanstrich im fröhlichen „Murnau-Grün“ mit dekorativen Zierstreifen. Stolz präsentiert sich die Lok am 01.07.1950 im Gleisvorfeld des Lokalbahnhofes. Rechts, vor dem Lokschuppen, ist E69 04 mit dem Verschub der bevorrateten Schadwagen ins „Entnazifizierungsgleis“ beschäftigt. Was das ist? Vom Lokschuppen nach vorne rechts führt ein Gleis in die früher LAG-eigene Kiesgrube zum Schotterbettabbau. Nach dem Krieg waren auf dem ehemals zweiten Streckengleis zwischen Murnau und Huglfing an der Garmischer Hauptbahn lange Kolonnen von kriegsbeschädigten Güterwagen abgestellt. Diese wurden über Jahre dem Bw Murnau zugeführt, i.d. Regel von E69 01 übernommen und auf dieses Gleis rangiert. Dort waren ehemalige Reichsbahn-Mitarbeiter beschäftigt, die aufgrund ihrer Treue zum verbrecherischen Naziregime nicht mehr im Fahr- und gehobeneren Dienst verwendet wurden. Im Kiesgrubengleis mussten sie nun irreparabel beschädigte Güterwagen zerlegen. Die Güterwagenausbesserung im Bw Murnau überdauerte bis in die 80er Jahre, auch die Bereitstellung der Wagen durch E69. Nur die Auswahl der Arbeiter hat sich schnell verändert!


Alternative zu den Hauptloks 2 und 3, in dem man die schadanfälligen Motoren der Sonderbauart durch jene Bauart ersetzte, die schon in E69 02 und 03 liefen. Außerdem wurde der schwächliche Trafo nun bis zum „Anschlag“ ausgereizt, so dass sogar Kühlflügel angebaut wurden. Kaum war der Umbau an 04 im Herbst 1949 abgeschlossen, fuhr nun E69 02 in die hochqualifizierten Hallen des „AW“ Murnau. Hierbei nahm nun ein „Phänomen“ seinen Anfang, das zukünftig die E69 02 zur –nach der 05 –leistungsfähigsten Lok werden ließ, obwohl sie doch auf dem Papier eine Zwillingsschwester von E69 03 sein sollte. Im Bw Murnau lagerten viele Motoren kriegsbeschädigter Triebwagen der Reihe ET 31. Mit einer Leistung von 275 kW lag dieses Modell „EDTM 494/V“ deutlich über denen der sonst verwendeten EDTM 4 mit 176 kW. Und diese starken Motore baute man nun in die E69 02 ein, wobei die volle Leistungsstärke von faktisch 550 kW durch die nicht erhöhte Trafoleistung nicht erreicht werden konnte. So bescheinigte das Leistungsblatt der Lok nach wie vor eine Leistung von 352 kW, doch zeigten sich in der Praxis diese Motoren deutlich anzugsstärker und leistungsbereiter als die bei E69 03 und 04 verwendeten. Welche Leistung die Lok effektiv hatte, das bleibt ein Geheimnis, es wurde nie vermessen! Über Jahrzehnte blieb nun dieser Motorsatz in der Lok, während zwischen E69 03 und 04 fröhlich getauscht wurde. Nun, um wieder in den Juli 1978 zu kommen, nun war nach knapp 30 Jahren einer der Motoren offensichtlich so kapital beschädigt, das ein Austauschmotor benötigt wurde. Und dies wollte man eben nicht dem AW Freimann überlassen, sondern zog die Fäden vom Bw Garmisch aus. So orderte man im AW Stuttgart – Bad Cannstadt einen neuen Motor. Leider stand aber kein verstärktes Modell der bisherigen Bauart zur Verfügung, sondern es kam auf einem Niederbordwagen sowohl Ständer- wie Läufer der Reihe EDTM 494/IV, zuvor im Nürnberger 432 202 eingesetzt. Doch im Juli wurde es nichts mehr, die Lok stand an allen Tagen auf Ersatzteile wartend auf dem Freigleis des Bw Garmisch.


Einsatztabelle 7.78

169 002-3 0 Einsatztage 0 Laufkilometer
169 003-1 26 Einsatztage 4000 Laufkilometer
169 005-6 12 Einsatztage 1675 Laufkilometer


http://foto.arcor-online.net/palb/alben/95/1034295/3136663465333330.jpg

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Aus dem Betriebsbuch von 169 002 ersichtlich ist die Karriere des Motors 38605.

Wieder mal Duplizität der Ereignisse. Genau ein Jahr später, im Juli 1979 steht hinter den Betriebstagen von 169 002 wieder „0“. Wieder hatte die Lok ja im Vormonat einen Motorschaden erlitten. Diesmal allerdings vertraute man dem AW Freimann wieder, die Lok erhielt dort in den noch erhaltenen, stärkeren Motor einen neuen Läufer eingebaut. Gebraucht wurde die Maschine vor Ort ja sowieso nicht besonders. Wie wir hier im letzten Monat schon lesen mussten, der Sommerfahrplan 79 war ja ein Tiefpunkt. Nur das Übergabepaar und die Mittagsleistung 6615/6616 waren von Montag bis Donnerstag für die 169 vorgesehen, lediglich Freitag und Samstag verblieb eine Lok komplett im Umlauf. Und komischerweise bestritt diesen Mini-Umlauf im Juli 79 fast nur 169 005, sehr ungewöhnlich. Die 169 003 durfte nur am 9., 20. und 21. Juli in den 169-Umlauf, die Fünfer wollte wohl auch mal die Nummer 1 sein. Allerdings durfte 169 003 außerdem am 4., 5. und am 13. Juli der Plan-141 einige Leistungen abnehmen.


Einsatztabelle 7.79

169 002-3 0 Einsatztage 0 Laufkilometer
169 003-1 6 Einsatztage 600 Laufkilometer
169 005-6 23 Einsatztage 3050 Laufkilometer


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Auch wenn diese Aufnahme aus dem Juli 1983 stammt, auch im Juli 79 war die Baureihe 141 ungern-gesehener, regelmäßiger Gast auf der Strecke. Allerdings waren es damals noch Münchner Maschinen, während der Sonderling 141 378 mit dem türkisen Dach, hier am Scheitelpunkt der Strecke nahe Saulgrub, eine Nürnberger Maschine ist.
Juli 1980
Sie hatte nun aber etwas nachzuholen! Nach zwei einsatzlosen Juli´s in Folge hatte sich 169 002 in diesem Jahr etwas vorgenommen. Nun, allzu viel zu stemmen gab es in diesem Passionsfahrplan, der nur die Übergabeleistung nach Oberammergau vorsah, naturgemäß nicht. Aber zumindest diese Leistung war fast komplett der Zweier vorbehalten. Drei Tage durfte 169 003 mal ran, mal war 169 005 im Plandienst, ansonsten rummpelte nur 169 002 vor der Übergabe. Damit´s den anderen nicht zu langweilig wurde, fuhr 169 003 Anfang des Monats zumindest mal zur Frist nach Garmisch und 169 005 machte sich von 14. bis 18. Juli vor einem Bauzug nützlich, der sowohl auf der Oberammergauer Strecke unterwegs war, aber die Lok auch auf die Hauptbahn rund um Murnau (z.B. nach Oberau und Hechendorf) führte. Kleine Zusatzleistungen gab es im übrigen sowieso immer mit dem Schadwagenverschub zum Murnauer Lokschuppen (dort wurden Güterwagen ausgebessert) und bevor der Güterzug nach Oberammergau abfuhr, durfte die 169 noch den aus Oberammergau kommenden Kurswagen nach Dortmund vom Oberammergauer- an den Münchner Zug umrangieren.


Einsatztabelle 7.80

169 002-3 17 Einsatztage 780 Laufkilometer
169 003-1 5 Einsatztage 200 Laufkilometer
169 005-6 6 Einsatztage 245 Laufkilometer



Im Juli 1981 befanden wir uns ja schon in der ersten Fahrplanperiode „nach der E69“ im Reisezugverkehr nach Oberammergau. Verblieben waren erneut nur die Übergabeleistung ins Ammertal und der im letzten Monat vorgestellte Gmp auf der Außerfernbahn zwischen Garmisch-Partenkirchen und Griesen. Für die Leistungen auf der ehemaligen Stammlinie standen in Murnau 169 003 und 005 bereit, für den „Auslandseinsatz“ nach Griesen war 169 002 im Bw Garmisch untergekommen. Sie war auch an allen vorgesehenen Tagen im Einsatz. In Murnau hatte 169 003 allen Grund, frustriert zu sein. Nur am 10. und am 13. Juli kam sie zum Einsatz, weil ihre Schwester 005 mal die Zweier in Garmisch besuchte, um sich ihre Frist abzuholen. Anschließen fuhr 169 005 auch noch nach München auf die Unterflurbank in Pasing, doch die Chance für 003 dadurch zum Einsatz zu kommen, fiel dem fehlenden Frachtaufkommen nach Oberammergau zum Opfer. Als am 20. Juli wieder Güter nach Oberammergau zu bringen waren, war die Fünfer schon wieder zur Stelle, und fuhr daher auch die restlichen Leistungen des Monats.


Einsatztabelle 7.81

169 002-3 26 Einsatztage 676 Laufkilometer
169 003-1 2 Einsatztage 100 Laufkilometer
169 005-6 17 Einsatztage 950 Laufkilometer



http://foto.arcor-online.net/palb/alben/95/1034295/3962393831373363.jpg

Am 4. Juli 81 wartet 169 002 in ihrem neuen, täglichen Zielbahnhof Griesen auf die Rückfahrt als Übergabe 67677 – heute ein Gmp ohne „G“.




Juli 1982

169 002-3 +29.07.82
169 003-1 +29.07.82




Juli 1984
Zwei Jahre nach ihrer Ausmusterung hatten 169 002 und 003 ihr Heimat-Bw Garmisch verlassen. Eine große Bayern-Rundfahrt – natürlich nicht mehr/noch nicht mit eigener Kraft stand auf dem Programm. 169 003 ließ es sich nicht nehmen, bei der Verabschiedung ihrer edlen Stiefschwestern der Baureihen 118 und 144 in Würzburg dabei zu sein. Und 169 002 präsentierte sich auf einer Ausstellung in Ansbach.


http://foto.arcor-online.net/palb/alben/95/1034295/3463343562336363.jpg

Unter lauter runden Fronten fällt das kantige Gesicht der 169 003 in der Parade an der Würzburger Drehscheibe aus dem Rahmen. Foto: Stefan Mühlstraßer


Juli 2002

21 Jahre war es nun her, das die 169 sich vom Plandienst ihrer alten Stammstrecke nach Oberammergau verabschiedeten. Eine ganze Generation! Stippvisiten im Rahmen der Zeit als DB-Museumsloks gab es ab 1985 mit Sonderzügen und wie wir schon berichteten, rettete 169 003 im Mai 2000 sogar den regulären Zugverkehr auf der Strecke, als wieder mal eine 141 ausgefallen war. Dennoch gab es im Juli 2002 den Höhepunkt seit Plandienstende! Seit zwei Jahren durften wir uns ja schon wieder an der betriebsbereiten 169 003 erfreuen, die in und für Nördlingen gelegentlich zum Einsatz kam. Noch immer keimten Hoffnungen auf, das auch 169 002, technisch bis heute in bestem Zustand und faktisch sofort fahrbereit, mal wieder in Fahrt kommen könnte. Als am 26. Juli 2002 in Murnau mehrstimmige E69-Fahrgeräusche zu vernehmen waren, gab es allerdings einen ganz unerwarteten Gast…

Zwanzig Jahre staubte die vom Bayerischen Localbahnverein erworbene 169 005 in Bayerisch Eisenstein, weitab von der alten Heimat, dahin. Doch im Winter 2002 sollte unerwartet Leben in die Lok kommen. Mutige Vereinsmitglieder wollten und konnten die Lok wieder in Betrieb nehmen. „Just in Time“ fand Ende Juli ein DB-Streckenfest zur Einführung des neuen Triebwagen 426 im Ammertal statt. Dem neuesten Triebfahrzeug die Ursprungsfahrzeuge entgegen zu stellen, das wär´s doch. Damals waren nämlich bei DB Regio Bayern genau die richtigen Leute an den richtigen Stellen….

Im Wettlauf mit der Zeit gelang des den Leuten um die 169 005, am 21. Juli 2002 mit der Abnahmefahrt von Landshut nach Wörth a.d.Donau eine provisorische Abnahme zu erreichen. Drei Tage später ging es nach München. In Laim traf man auf die aus Nördlingen herbeigeeilte 169 003 und gemeinsam ging es weiter nach Murnau. Dort war aus Garmisch im Verbund mit den dort untergestellten DB-Museumsloks auch E69 02 eingetroffen und vor dem Bahnhof fristet bekanntlich 169 004 ihr Denkmalsdahsein. Somit waren erstmals seit 26 Jahren vier 169 in Murnau! 169 003 machte sich gleich als Rangierlok in Murnau nützlich und kurz vor der absoluten Dunkelheit kam es noch zur Parade von 3 x 169. Ein Altbautreffen, wie es in Murnau früher alltäglich war. Am Folgetag fuhren 169 003 und 005 fünf Planzug-Paare nach Oberammergau, so als wäre es das normalste der Welt….

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/95/1034295/3161323138333234.jpg

Nur noch im Restlicht des 24. Juli 2002 konnte die Lokparade von E69 02, 169 005 und E69 03 in Murnau dokumentiert werden. Mit dabei auch E63 05 und 116 009 aus der Garmischer Loksammlung.



Juli 2004
Zwei Jahre später war 169 005 wieder Gast im Ammertal. Erneut durfte sie vor Planzügen ran, wobei sie tatkräftig von TAG 7 unterstützt wurde. Damit gelangte nach etwa 40 Jahren wieder eine Dampflok auf die Strecke.


http://foto.arcor-online.net/palb/alben/95/1034295/3730653139373161.jpg

Dampf und Nostalgie-Strom als Planloks der Regionalbahnen im Ammertal. Im Juli 2004 erfährt der langweilige Alltagsbetrieb in der immer noch herrlichen Umgebung einen fantastischen „Break“. Unsere Nostalgie-Regionalbahn ist hier im Naturschutzgebiet Pulvermoos zwischen Ober- und Unterammergau unterwegs, eingerahmt vom Labermassiv.




An dieser Stelle wieder mein herzlicher Dank an Stefan Motz für die „Internet-Befähigung“ der eingestellten Fotos und auch mal an meinen Sohn Florian, der sie eingescannt hat, wenn der „Alte“ schon zu oldfashioned für so was ist…..

In der nächsten Ausgabe für den August, da rührt sich wieder mehr. So ist von zum Leben erwachten „Theoriezügen“, von den Phantasien einer alten Dame und vielen weiteren kleinen Geschichten zu berichten.

Bernd Mühlstraßer

Ein paar VIDEOS der BAUREIHE E69 - z.B.hier:
[www.youtube.com]

oder wie wär´s mit der E69-Facebook-Seite unter dem Suchbegriff: Die Baureihe E69




3-mal bearbeitet. Zuletzt am 2010:07:05:18:09:45.

Re: Serie: E69 und Murnau - Oberammergau im Juli

geschrieben von: martin welzel

Datum: 05.07.10 11:13

Moin Bernd,

ich fass es nicht - Oberammergau mit Dampf und voll ausgelastet. Sieht ja fast aus wie München Hbf!
;-))

Klasse auch Deine akribische Zusammenstellung, Bernd! Ich finde es bemerkenswert, dass die E69er praktisch nie ausfielen, während die E44 und E41 schon mal Probleme hatten!

Schön das Bild 4 (hinter der Tabelle) - die E69 hat ja einen mächtigen Güterzug am Haken!
Aus dem Rahmen fällt tatsächlich das Bild der Nürnberger 141 378, hier in ihrem Heimatbahnhof am 22.7.78:

http://www.eisenbahnhobby.de/muenchen/97-10_141378_NuernbH_22-7-78_S.jpg


Leztes Bild - trotz leichter Unschärfe - gefällt mir auch ausnehmend gut! Die E63 reiht sich klaglos in die Schwestern mit ein - sehr schön!

Danke für diese akribische Zusammenstellung und wiederum schöne Erinnerungen an die Ammergauer Bahn,

Martin

Re: Serie: E69 und Murnau - Oberammergau im Juli

geschrieben von: Bäderbahn

Datum: 05.07.10 11:17

Schick, schick, wie immer. Bist Du Dir beim ersten Bild mit 1930 sicher? Ich sehe da keine Oberleitung. Oder liegt das an der Brille? Vom Mast am linken Bildrand nach rechts sind 2 Drähte zu erahnen, aber die würde ich nicht als Quertragwerk einstufen.

Bäderbahn

Wo ist der Draht.....?

geschrieben von: Bernd Mühlstraßer

Datum: 05.07.10 11:45

Hallo,

interessant immer wieder, auf welche Details geachtet wird. Ist lustig, ich könnte auf dem Bild auch keine eindeutigen Spuren von Oberleitung sehen, abgesehen von einzelnen Trägermasten jeweils am Rand. Nur - die Strecke war von Anfang an elektrifiziert, wenn auch nicht 1900 nicht betriebsbereit. Und das es sich nicht um ein FOto von 1900 handeln kann, wird anhand des eingesetzten Wagenmaterials und noch vielmehr, durch den Bus und den LKW auf der linken Seite klar.

Tatsächlich war die Konstruktion der Bahnhofsoberleitung im Vorfeld der 30er Passion überarbeitet worden. Zuvor standen teilweise auch auf den Bahnsteigen Masten. Dies wurde soweit geändert, das hinter dem Prellbock jeden Gleises mittig ein Masten war, an dem die Gleisüberspannung hing und endete. Einzelne Querverbindungen, wie auf dem Bild ja z.B. am Güterschuppen links zu erkennen, stabilisierten das Gehänge.

Aber ich bedanke mich für den Hinweis, so betrachtete ich die Aufnahme noch nie und bin nun selbst erstaunt, über das wohl eher fragile Gebilde.

Bernd

Bernd Mühlstraßer

Ein paar VIDEOS der BAUREIHE E69 - z.B.hier:
[www.youtube.com]

oder wie wär´s mit der E69-Facebook-Seite unter dem Suchbegriff: Die Baureihe E69




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2010:07:05:11:47:52.

Re: Serie: E69 und Murnau - Oberammergau im Juli

geschrieben von: stefan p.

Datum: 05.07.10 12:50

Hallo Bernd,

Klasse, Deine Berichtsreihe zu diesem Thema, gefällt mir außerordentlich gut!

Eine Anmerkung bzw. Frage sei mir aber gestattet:

Bernd Mühlstraßer schrieb:
-------------------------------------------------------
> Nicht immer bestand der Güterzug nur aus einer
> Wagenladung. Hier hat 169 003 kurz vor
> Unterammergau schon einen recht stattlichen Zug am
> Haken. Es muss allerdings „gestanden“ werden, das
> die Wagen leer sind, schließlich hat Oberammergau
> keine Ölquelle und kein Bergwerk....

Diese Anmerkung und das zugehörige Bild lassen mich bezüglich der Kesselwagen zu einer anderen Einschätzung kommen. Wenn ich mir die Federn an den Drehgestellen ansehe und feststelle, wie stark diese vom Radlager nach oben gedrückt werden, dann möchte ich Dir widersprechen und behaupten, dass diese beiden Kesselwagen eben nicht leer waren!!! Vielleicht sollte der Inhalt ja an einem Freiladegleis in einen Tank-Lkw umgeladen werden?

Fragender Gruß,
Stefan P.

P.S.: Es ist schon interessant, wie das gesamte Kettenwerk der Oberleitung eines Bahnhofs auf einem Foto verschwinden kann! Einzelne Drähte sowie die Fahrdrähte kann ich aber gerade noch erkennen...!

Danke und Entschuldigung!

geschrieben von: Stefan Motz

Datum: 05.07.10 13:22

Hallo Bernd,

entschuldige bitte das Versehen mit den Bildlinks, die richtigen müßten inzwischen bei Dir eingetroffen sein.
Danke für Deine hervorragende Präsentation der E 69 und Deiner Heimatstrecke!

Die Fahrdrähte auf dem ersten Bild sind auch vor der Bildbearbeitung nicht besser zu erkennen gewesen. Sind diese möglicherweise schon beim Original wegretuschiert worden?

Zum Juli kann ich ein Bild von der „besseren Hälfte“ der LAG 4 beisteuern, die ich am 25.7.1979 in Berlin-Gartenfeld fotografierte:

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/58/781958/3131356464376431.jpg

Durch Anklicken des Bildes kommt Ihr zu einem älteren Beitrag von mir zur Siemens-Güterbahn.

Viele Grüße
Stefan

https://abload.de/img/db-251902-4003812-titu8k49.jpg

Re: Serie: E69 und Murnau - Oberammergau im Juli

geschrieben von: Lokjäger

Datum: 05.07.10 15:03

Hallo Herr Mühlstraßer,
erstmals vielen Dank für die tollen Fotos und die ausführliche Einsatzbeschreibung.
Im ersten Foto sieht man aber 2 Isolatoren (Bild unten-mittig,
beim Wagen zwischen den 2 Zugschlußscheiben).
Auch ist über den Wagen links ganz schwach eine Strippe zu erkennen.

Ich freue mich schon auf den August!

Servus

Lokjäger

Gegen Rassisten, Extremisten und Menschenverachter!

Wagen voll, Wagen leer??

geschrieben von: Bernd Mühlstraßer

Datum: 05.07.10 15:39

Hallo,

es freut mich ja außerordentlich, dass hier mit so wachen Augen ein Beitrag verfolgt wird. Auch, das man dem Mühlstraßer,nicht einfach alles so abnimmt, was er da schreibt....*g

Es ist nun durchaus so, dass Güterwagen von Unterwegsbahnhöfen bis Oberammergau gefahren wurden, und zur Zustellung in Unterammmergau und Altenau wieder in der Rückleistung ab Oberammergau mitgenommen wurden. Aber - in diesem Falle kann das fast nicht sein, weil ich auch nach Altenau ein Foto von diesem Zug gemacht habe, da hingen alle Wagen noch dran. Außerdem wurden in Ua und Au eigentlich keine Kesselwagen entladen. So wird das wohl ein Rätsel bleiben, und somit auch ein Lob an die Zugkraft der 3er....


Freue mich weiterhin auf so aufmerksame Rückmeldungen!

Muehli

Bernd Mühlstraßer

Ein paar VIDEOS der BAUREIHE E69 - z.B.hier:
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Lieber Bernd Mühlstraßer!
Vielen Dank für die E 69 Artikel!
Ja, ganz offensichtlich wurde die Oberleitung in Oberammergau wegretuschiert.
Die E 69 war schon eine sehr knuffige Baureihe, von der immerhin die 03 und die 05 noch betriebsfähig sind...der Rest museal erhalten!
Es immer wieder schön, von Dir, Bilder der Strecke Murnau-Ogau zu sehen!
Herzliche Grüße von
thomas.splittgerber, berlin, der auch einge Male da war

Re: Serie: E69 und Murnau - Oberammergau im Juli

geschrieben von: Nebenbahnfreund

Datum: 05.07.10 23:13

Hallo Bernd,
eine richtig schöne und umfassende Zusammenstellung mit jeder Menge Hintergrund-Info.
Tolle Leistung!

Freudige Grüße
von der Nebenbahn

Re: Serie: E69 und Murnau - Oberammergau im Juli

geschrieben von: Solwac

Datum: 06.07.10 21:24

Wie üblich ganz großes Kino! :)

Eine Frage zur Nachschubleistung der 05er: Welche Lastgrenzen galten bzw. gelten für die verschiedenen Loktypen auf der Strecke?

Matthias
Hallo Matthias,

uff, das ist mal eine Frage, die mich in Verlegenheit bringt. Ich glaube mich erinnern zu können, das mein Bruder mal ein Lastheft für die Strecke hatte, aber das ist "irgendwo".... Und so richtig Gedanken habe ich mir damals nicht darüber gemacht. So aus der Sichtung von Sonderzugleistungen würde ich, nicht in Tonnen, sondern in "Wagen" ausgedrückt, nachfolgende Lasten bestätigen:

Sonderzüge mit 141 und 144 verkehrt ohne Schub mit bis zu 7 Silberlingen, bzw. 6 Vorkriegsbauarten
Sonderzüge mit 211/212 verkehrten bis zu fünf Silberlinge allein
die in den 80ern dann neu auf die Strecke gelangenden 111 und 218 waren mit bis zu 9 Silberlingen allein unterwegs

Soweit diese eher undifferenzierten Erläuterungen....

Bernd

Bernd Mühlstraßer

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Aktuelles Foto der 169 005

geschrieben von: tegernseebahn

Datum: 07.07.10 21:47

http://img175.imageshack.us/img175/534/imgk3643.jpg

Nach einer Lackaufbereitung präsentiert sich die 169 005 Ende Juni 2010 vor dem Lokschupppen in Landshut. Die nächste Fahrt in München findet am 12. September statt.

Mfg tegernseebahn

Re: Serie: E69 und Murnau - Oberammergau im Juli

geschrieben von: Solwac

Datum: 10.07.10 09:02

Und der Nachschub durch eine E69 brachte dann so um die zwei Wagen zusätzlich?

Aber das eine 218 mehr schleppt als eine E44 oder E41...

Matthias

Re: Serie: E69 und Murnau - Oberammergau im Juli

geschrieben von: stefan p.

Datum: 10.07.10 12:07

Hallo Matthias,

Solwac schrieb:
-------------------------------------------------------
> Aber das eine 218 mehr schleppt als eine E44 oder
> E41...

Das muss nicht mit der Antriebskraft und dem Vermögen einer Lok-Baureihe, Wagen die Steigung hoch zu ziehen, zusammenhängen! Das kann auch mit dem Leistungsvermögen der Bremse bei der Talfahrt zusammenhängen. Da die 111 und die 218 mit dynamischen Bremsen ausgerüstet sind, kann es durchaus sein, dass das der Grund für die erhöhte zulässige Anhängelast ist!

Meint freundlich grüßend
Stefan P.