Hallo, erstmal herzlichen Dank für den interessanten Beitrag und die Dokumentation des Oberammergauer Umsetz-Manövers. Dieses hat für mich ja besonderes Bedeutung, spielte sich doch genau jene Szene am Schlüsselstellwerk im Sichtfeld meines Kinderzimmers ab. Tausende Mal verfolgt....
Zwei Dinge sind an den Aufnahmen für mich besonders bemerkenswert: Bild 7 zeigt gut, die damalige Gleisstruktur, die ich noch ansatzweise erlebte (wir zogen 1972 in dieses Haus an der Bahn). Die Kreuzungsweiche mit dem mittleren Umfahrungsgleis (etwa 12 Wagenlängen zum Hinterstellen von Passionszügen)und der ehemalige Gleisanschluss links hinter dem Schlüsselstellwerk verschwanden wenige Jahre später.
Was mich bei der Bilddokumentation wirklich wundert: Die Lok setzte von den Wagen in die Gleisverbindung zum Gleis 1 a zurück - gut zu sehen auf Bild 8 (die angefrage Umfahrungsmöglichkeit wurde übrigens in dieser Verbindung i.d. Regel bei den Güterzügen genutzt, die man nicht ablaufen lassen wollte, ganz vereinzelt auch mal, wenn die Handbremse der N-Wagen nicht vernünftig funktionierte). Ich kenne das Manöver eigentlich ausschließlich so, das die Lok hinter die auf dem Foto noch als Kreuzungsweiche, später als normale Weiche ausgeführte Weichenverbindung fuhr, also in die Verzweigung Gleis 2/3.
Insofern würde mich doch brennend interessieren, ob das Anfang der 70er noch üblich war, in Richtung Gütergleise zu fahren, oder ob dies an diesem Tag zufällige Ausnahme war.
Übrigens: Das interessante Manöver war so eingespielt, das es beim auch abgebildeten Abendzugpaar mit kurzer Wendezeit (18.06 an / 18.20 ab, ab 1977 sogar 18.09 - 18.19) i.d. Regel pünktlich geklappt hat. Nicht immer geklappt hat das rechtzeitige Abbremsen der Wagen, wie der Prellbock auf Gleis 1 mit seinen immer wieder ausgerissenen Verschraubungen am Gleis immer wieder mal dokumentierte....
Danke nochmals für diesen Beitrag aus meiner Jugenderinnerung !
Übrigens zur Frage nach dem Aufkleber auf 160 009. Leider ist er nicht so ganz eindeutig zu erkennen, ich vermag mich aber noch leicht daran zu erinnern, das es sich um einen Aufkleber "Güter gehören auf die Bahn" handeln könnte.
Bernd Mühlstraßer
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