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Frage(n) zu V36 106 u. 116/VGH V36 001

geschrieben von: Trainworld

Datum: 27.02.08 02:42

Moin zusammen im HiFo,

mich beschäftigen ein paar Vorbildfragen zu den beiden o.a. V36, der 106 und der 116, spätere VGH V36 001. Zur Erklärung muss ich ein bisschen ausholen: Nachdem ich mittlerweile vernünftige Radsätze für mein Projekt in H0, eine der fränkischen V 36, Epoche 3, gekriegt habe, nimmt alles nun konkrete Formen an. Die beiden Maschinen sind deshalb von Interesse, weil sie beide zeitweise in Bamberg stationiert waren, erstere, die "106" wäre mir sogar am liebsten, da, wenn auch nur für sieben Monate, in Neuenmarkt stationiert. Da sie mit kurzer Unterbrechung anschliessend noch einmal zwei Jahre in Bamberg stationiert war, kann man davon ausgehen, dass sie, wie die V20 060 wohl ebenfalls auf unterschiedlichen Bahnhöfen dort eingesetzt wurde im Raum Oberfranken. Ebenso, wie die "116", die sogar für acht Jahre, 54 bis 62 in Bamberg stationiert war. Soviel zur Erläuterung für mein spezielles Interesse.

Und nach Studium meiner eigenen, eigentlich recht umfangreichen Unterlagen, sowie des Inernets und natürlich hier im Hifo bleiben doch einige Fragen offen: Zuerst die "106", hier [drehscheibe-online.ist-im-web.de] war in anderem Zusammenhang, rote Donnerbüchsen von einer Abbildung bei bei Brüning die Rede, die die "106" mit Dachkanzel zeigen würde. Aber: das Bild bei [www.rangierdiesel.de] zeigt sie als 236 in Nürnberg 1970 ohne(!) Kanzel. Hat sich die Bahn damals echt die "Mühe" gemacht, Dachkanzeln wieder rückzubauen? Ich kann mir das bei den "Uralthobeln" eigentlich schlecht vorstellen. Weiss jemand mehr dazu? Denn ich wollte eigentlich schon eine Maschine Bauzustand Ende 50er, Anfang 60er Jahre ohne den hässlichen Knubbel auf dem Dach *g*...

In diesem Zusammenhang, ich habe nirgendwo von der "106" eine "Rückansicht" gefunden, die der "116", Dank an die HiFo-Poster, zeigen jedoch alle zumindest bei der VGH eine "glatte" Rückfront, soll heissen Rückbau der Übergangstüre. Wurde das bereits, und wenn ja, wann, zu DB-Zeiten gemacht? Zumindest die älteren Fotos der VGH-Maschine legen den "Verdacht" nahe, dass die Lok schon so von der DB übernommen wurde. Und, bei der "106" war es da ebenso? Die Rückfront umzubauen, sollte nicht das grosse Problem im Modell sein, nur sollte es eben stimmig sein, für die mir vorschwebende Zeit...

Bei den Recherchen auf "rangierdiesel.de" ist mir auch aufgefallen, dass offensichtlich eine andere V36 der O&K-Lieferserie 101-106, die "102" offensichtlich ihre Übergangsbühnen bis zur Ausmusterung behalten hat, auch die "103", aber die "zählt ja nicht", da nicht in DB-Besitz gewesen.

Vielen Dank schon mal im Voraus für den einen oder anderen Tip, Hinweis hier unter den Mitlesenden und


liebe Grüsse
Roland

Re: viele Fotos siehe hier

geschrieben von: Trainworld

Datum: 27.02.08 15:09

Hallo Ludger,

ludger K schrieb:
-------------------------------------------------------
> [drehscheibe-online.ist-im-web.de]

Als treuer HiFo-Leser kenne ich natürlich deine Beiträge;-), trotzdem natürlich vielen Dank für den Hinweis. Deine Fotos habe ich mir natürlich schon lange erlaubt, für mich zu sichern. Zumindest lässt es stark vermuten, dass auch die "116", spätere VGH V36 001, keine Kanzel hatte während ihrer DB-Zeit. Aber auf den Fotos ist auch gut die Rückseite ohne Türe und Übergangseinrichtungen zu sehen, die sicher schon so von der DB übernommen wurde. Was für mich für eine Umsetzung im Modell eben wichtig wäre, wann die DB die "116" und ob die "106" ihrer Übergangseinrichtung "beraubt" wurde. Es bleibt schwierig;-), wenn man sich bestimmte Loks einer Baureihe "ausgeguckt" hat, aber die beiden waren eben die einzigen, die nach Rolf Wiso [de.geocities.com] längere Zeit in Oberfranken eingesetzt worden waren...

Dank und viele Grüsse
Roland

Gar kein Problem - Hier die Lösung:

geschrieben von: rolf koestner

Datum: 27.02.08 15:21

V 36 106 Kanzel von 20.12.56 (Umbau auf Einmannbedienung Bauart Nürnberg) bis 09.12.64 (Umbau auf Einmannbedienung Bauart Opladen)

V 36 116 Kanzel von 28.09.55 (Umbau auf Einmannbedienung Bauart Nürnberg) bis 22.12.62 (Umbau auf Einmannbedienung Bauart Opladen)

Bauart Nürnberg war mit Kanzel, Bauart Opladen war ohne Kanzel.

Als Beispiele seien auch 236 102 und 109 genannt, die zunächst nachweislich Kanzel hatten, diese nach dem Umbau auf Opladen wieder verloren und so noch 1979 im Einsatz standen


Quelle: Lauscher "Die Diesellokomotiven der Wehrmacht" EK-Verlag; Tabelle Seite 214




Bis neulich

Rolf Köstner

"Erst wenn ich nicht mehr mein Eisenbahnerspanisch, mein Deutsch oder Englisch benutze, wenn ich da allein stehe mit meinem Tschechisch, weil alle Weltreisenden weg sind, dann weiß ich, es ist vorbei mit Europa.“

Pavel Peterka (Speisewagenkellner)

Re: Gar kein Problem - Hier die Lösung:

geschrieben von: Trainworld

Datum: 27.02.08 17:55

Hallo Rolf,

rolf koestner schrieb:
-------------------------------------------------------
> V 36 106 Kanzel von 20.12.56 (Umbau auf
> Einmannbedienung Bauart Nürnberg) bis 09.12.64
> (Umbau auf Einmannbedienung Bauart Opladen)
>
> V 36 116 Kanzel von 28.09.55 (Umbau auf
> Einmannbedienung Bauart Nürnberg) bis 22.12.62
> (Umbau auf Einmannbedienung Bauart Opladen)
>
> Bauart Nürnberg war mit Kanzel, Bauart Opladen war
> ohne Kanzel.

Das ist übel;-), schränkt es doch den Einsatzzeitraum im bevorzugten Gebiet ohne Kanzel noch weiter ein... - hat mir aber auch weitergeholfen. Nun weiss ich also schon mal, dass sie in ihrer siebenmonatigen "Neuenmarkt"-Zeit, September '55 bis April '56, noch ohne Kanzel war. Allerdings waren dann beide Loks in dem von mir eigentlich "angepeilten" Zeitraum Bamberg, Ende der 50er, Anfang der 60er, bereits mit Kanzel unterwegs.

> ...
> Quelle: Lauscher "Die Diesellokomotiven der
> Wehrmacht" EK-Verlag; Tabelle Seite 214

Was sich mir jetzt noch verschliesst, sind die "Hinterteile" der entsprechenden Loks; gibt es da auch Hinweise dazu im o.a. Buch, ob bzw. wann da Übergänge ab-/umgebaut wurden?

fragt dankend und grüssend
Roland
Das wird sich nur anhand von Fotos des jeweiligen Zeitraums klären lassen.


Bis neulich

Rolf Köstner

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