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Dies ist KEIN Museumsbahnforum! Bilder, Meldungen und Fragen zu aktuellen Sonderfahrten bitte in die entsprechenden Foren stellen.
Liebe Forums-Gemeinde,

in diesem Beitrag hatte ich am 13.12.2006 bereits einmal über die Krupp-Lokomotiven für Birma/Burma (heute Myanmar) berichtet.

Im Jahr 1969 fertigte die Firma Krupp unter den Fabriknummern 4964-4969 eine Serie von sechs kleineren Lokomotiven der Reihe M 800 BB, die in Burma als Loks DD 901 – 906 eingereiht wurden. Mit der ersten Lok, DD 901, wurden Probe- und Messfahrten auf der Härtsfeldbahn durchgeführt, um unter Anderem die günstigste Stoßdämpferkombination für die Drehgestelle herauszufinden.

Im Nachgang zu meinem Beitrag erhielt ich von meinem ehemaligen Chef-Chef und Leiter der Technik bei Krupp, Prof. Heinrich Gerdsmeier, nicht nur eine umfangreiche Diasammlung zur Verwendung zu diesem Thema, sondern auch einige Tonmitschnitte, die von Prof. Gerhard Voß (TU Hannover, damals noch in Krupp-Diensten) während der Messfahrten aufgenommen wurden.

Viel Zeit ist nun ins Land gegangen, und ich wollte eigentlich dieses Jahr aufs Härtsfeld fahren, um mich nochmal umzusehen und vielleicht einige der schönen Bilder einordnen zu können. Das hat leider nicht geklappt, und so ziehe ich meinen Publikumsjoker, um ergänzende Angaben zu diversen Aufnahmeorten zu erhalten.


Genug der Vorrede – fangen wir an.

Die ersten Bilder vom 21.6.1969 zeigen, dass "unsere" Burma-Lok DD 901 mit einem DB-Tiefladewagen von Essen zum Aalener Härtsfeld-Güterbahnhof transportiert worden war. Ganz links im ersten Bild erkennen wir noch die Aalener Rangierlok, eine V36 (Bilder 1 und 2):

http://www.eisenbahnhobby.de/haertsfeld69/02-07_DD901_Entladung_2_Aalen_S.jpg

http://www.eisenbahnhobby.de/haertsfeld69/02-08_DD901_Entladung_3_Aalen_S.jpg



Die Vorbereitungen zum Abladen am BÜ Walkstraße sind in den folgenden Bildern 3 bis 6 zu sehen. Zwei Kräne der Firmen Schmidtbauer und Rieger waren erforderlich:

http://www.eisenbahnhobby.de/haertsfeld69/01-27_DD901_Abladen_1_S.jpg

http://www.eisenbahnhobby.de/haertsfeld69/01-28_DD901_Abladen_2_S.jpg

http://www.eisenbahnhobby.de/haertsfeld69/01-29_DD901_Abladen_3_S.jpg

http://www.eisenbahnhobby.de/haertsfeld69/02-06_DD901_Entladung_1_Aalen_S.jpg


Erste Versuchsfahrten zur Dämpfereinstellung (vertikal und quer) erfolgten ohne Zug.

Im Bild 7 sehen wir das geschweißte Drehgestell in Nahaufnahme. Als Achsfederung (Primärfederung) sind zwei Schraubenfedern direkt über dem Achslager vorhanden, die Wagenkastenfederung (Sekundärfederung) ist ebenfalls mit zwei Schraubenfedern ausgeführt. Diese wirken als sogenannte Flexicoilfedern, werden also bei Ausdrehung des Drehgestells auch horizontal ausgelenkt:

http://www.eisenbahnhobby.de/haertsfeld69/02-16_DD901_Drehgestell_S.jpg

Die Sekundärfederung ist mit je einem Quer- und einem Vertikaldämpfer bedämpft; der Vertikaldämpfer ist hier schön zu sehen. Die Achsfederung bedarf wegen der Achslagerführung mit Gleitplatten keiner Bedämpfung. Auch die beiden Bremszylinder und die Verkabelung zu den Messaufnehmern sind gut zu erkennen.


Vor den Versuchsfahrten wurde die Strecke von Aalen nach Neresheim in Augenschein genommen. Stellvertretend für die vielen Streckenaufnahmen zeige ich hier ein Bild vom ehemaligen Bahnhof Waldhausen-Glashütte. Hinten links verschwindet die Strecke im Tunnel (Bild 8):

http://www.eisenbahnhobby.de/haertsfeld69/01-08_Bahnhof1_VW_S.jpg


Es folgen nun einige Lokfotos der DD 901. Bild 9 zeigt die Lokomotive in Zöschlingsweiler (Strecke Neresheim – Dillingen, Blickrichtung Lauingen), einem Bahnhof mit Ausweichgleis; ein Teil der Mannschaft ist mit zu sehen:

http://www.eisenbahnhobby.de/haertsfeld69/01-33_DD901_Versuchsteam_S.jpg


Die Bilder 10 bis 12 sind auf der eingleisigen Strecke bei Zöschlingsweiler Fahrtrichtung Lauingen entstanden:

http://www.eisenbahnhobby.de/haertsfeld69/02-03_DD901_Strecke_S.jpg

http://www.eisenbahnhobby.de/haertsfeld69/02-02_DD901_Strecke_Begutachtung_S.jpg

http://www.eisenbahnhobby.de/haertsfeld69/02-04_DD901_Frontansicht_Strecke_S.jpg


Auch die damalige Denkmalslokomotive, Lok 11 der Härtsfeldbahn (Esslingen 3710/13), wurde in Neresheim aufgenommen (Bilder 13 und 14):

http://www.eisenbahnhobby.de/haertsfeld69/02-10_WN11_Neresheim_S.jpg

http://www.eisenbahnhobby.de/haertsfeld69/01-11_WN11_Neresheim_S.jpg

Wie gut, dass sie lange Jahre Denkmalslok war! So wurde sie wenigstens nicht verschrottet und konnte in den Museumsbestand der Härtsfeld-Museumsbahn eingegliedert werden.


Während der Versuchsfahrten, bei denen Motordrehzahl, Zugkraft, Fahrgeschwindigkeit, Achsfederwege am Drehgestell 2 und drei der vier Stützkräfte an den Drehmomentenstützen aufgezeichnet wurden (der vierte Messwertgeber war defekt), konnte Heinrich Gerdsmeier die Lok an verschiedenen Punkten der Strecke in der Landschaft aufnehmen (Bilder 15 und 16):

http://www.eisenbahnhobby.de/haertsfeld69/01-05_DD901_Feld1_S.jpg

http://www.eisenbahnhobby.de/haertsfeld69/01-06_DD901_Feld2_Kirche_S.jpg

In diesem Bild sehen wir die Burma-Lok vor der Kirche von Ebnat.



Hier fährt DD 901 am Hang oberhalb von Unterkochen entlang (Bild 17):
http://www.eisenbahnhobby.de/haertsfeld69/01-34_DD901_Hang_S.jpg


Im Bild 18 kann man den schönen Blick über Unterkochen genießen. Das langgestreckte Gebäude im Tal gehört zur Firma Wöhr, die in Württemberg viele Bahnsteigdächer hergestellt hat:

http://www.eisenbahnhobby.de/haertsfeld69/02-14_DD901_Himml_Kurve_Blick_Unterkochen_S.jpg


Unterwegs mussten auch die Gegenzüge des fahrplanmäßigen Verkehrs gekreuzt werden. Hier sehen wir DD 901 während der Kreuzung mit Triebwagen T30 oder T31, Beiwagen, Pufferwagen und drei auf Rollböcken beförderten G-Wagen – in Wittislingen (Strecke Neresheim – Dillingen) (Bild 19):

http://www.eisenbahnhobby.de/haertsfeld69/02-05_DD901_kreuzt_PmG_S.jpg


Im Nachschuss auf den Zug erkennen wir noch gut den Rollbock (Bild 20):

http://www.eisenbahnhobby.de/haertsfeld69/02-01_Gw_auf_Rollbock_S.jpg


Am 25.6.69 war eine Lastfahrt angesetzt. Die Lok kam zunächst von Neresheim nach Aalen Härtsfeld Gbf gefahren, um dort den Zug, bestehend aus Triebwagen T31, einem Pufferwagen der Härtsfeldbahn sowie drei auf Rollböcken befindlichen G-Wagen der Bundesbahn mit einer Zuglast von etwa 160t an den Haken zu nehmen.

Das entsprechende Protokoll, von Prof. Voß aufgenommen, hört sich so an (0,8MB)!


Der Messzug kann im Bild 21 bewundert werden, noch im Bahnhof Aalen Härtsfeld Gbf stehend. Die Abfahrt des Messzuges war um 8:35h:

http://www.eisenbahnhobby.de/burma/Burma3_S.jpg


Der schwierigste Streckenteil war die sogenannte "Himmlinger Kurve", eine etwa 190 Grad-Kehre zwischen Unterkochen und Ebnat im Aufstieg auf die schwäbische Alb. Die heute abgebaute Strecke ist ein Wanderweg und kann hier in Google-Maps wunderbar verfolgt werden. Befahren wurde die Strecke im Uhrzeigersinn.

Wir erleben die Messfahrt durch diesen Streckenteil hier in diesem Tonprotokoll (2,9MB). Die Himmlinger Kurve wird durchfahren, anschließend hört man die Lok für den folgenden BÜ hupen. Hinter dem BÜ, der in einer kleinen Linkskurve liegt, folgt eine Rechtskurve, die in eine sehr enge Linkskurve übergeht. Entsprechend verschlissen war der Schienenzustand; später hatte man eine Spurweite im unbelasteten Zustand von 1040mm gemessen.

In dieser Linkskurve muss das nachlaufende Drehgestell wegen der großen Spurerweiterung in Verbindung mit den etwas schmaleren Radreifen der Burmalok und der aufgebrachten Zugkraft zwischen die Schienen gefallen und dort weitergefahren sein. Am Ende des Linksbogens kletterte das Drehgestell wegen der nun wieder engeren Spurweite auf und entgleiste nach der in Fahrtrichtung linken Seite. Die Lok mit ihrem Messzug durchfuhr noch den nachfolgenden Rechtsbogen und kam anschließend mit allen Achsen entgleist am BÜ Himmlinger Weg (Straße Birkhof-Unterkochen) zum Stehen (Bilder 22 und 23):

http://www.eisenbahnhobby.de/burma/Burma4_S.jpg

http://www.eisenbahnhobby.de/burma/Burma6_S.jpg


Zwei Vergleichsbilder vom 17.6.2006 möchte ich noch zeigen (Bilder 24 und 25):

http://www.eisenbahnhobby.de/haertsfeld69/758-6_HimmlKurve_Unterkochen_17.6.06_S.jpg

http://www.eisenbahnhobby.de/haertsfeld69/758-8_HimmlKurve_Unterkochen_17.6.06_S.jpg


Nach der Entgleisung fuhr der T31 mit dem Messzug wieder zurück nach Aalen, während aus Ulm ein Autokran angefordert wurde, der die glücklicherweise am BÜ zum Stehen gekommene Lok wieder eingleiste. Nicht auszudenken, was man hätte machen müssen, wäre die Entgleisung irgendwo zwischen den Feldern passiert...

Die Lok wurde noch vor Ort vermessen und anschließend langsam nach Aalen hinunter gefahren. Nach weiterer Inspektion der Lok fuhr man abends solo wieder nach Neresheim, wobei die Entgleisungskurve besonders langsam durchfahren wurde.


Hier sehen wir die Lok noch einmal am Bahnübergang Himmlinger Weg, offensichtlich jedoch an einen späteren Tag und frühmorgens, erkennbar am Sonnenstand und an der nun eingerichteten Langsamfahrstelle (Bilder 26 und 27):

http://www.eisenbahnhobby.de/haertsfeld69/02-19_DD901_Himml_Kurve_S.jpg

http://www.eisenbahnhobby.de/haertsfeld69/02-09_DD901_Himmlinger_Kurve_S.jpg


Im Entgleisungsbogen wurde noch einmal die Schienengeometrie geprüft. In den Bilder 28 bis 30 sehen wir, wie groß das Spurspiel war und mit wie wenig Überdeckung Rad/Schiene man den Bogen befuhr:

http://www.eisenbahnhobby.de/haertsfeld69/02-22_Treibrad_Spurspiel_1_S.jpg

http://www.eisenbahnhobby.de/haertsfeld69/02-23_Treibrad_Spurspiel_2_S.jpg

http://www.eisenbahnhobby.de/haertsfeld69/02-24_Treibrad_Spurspiel_unter_Lok_S.jpg


Bleibt mir nur noch, den Herren Prof. Gerdsmeier und Prof. Voß für die Überlassung dieser historisch hochinteressanten Foto- und Tondokumente sowie der bereitwillig gegebenen Erlaubnis zur Veröffentlichung auf das Herzlichste zu danken.

Und wenn jemand die Härtsfeldbahn heute besuchen möchte, so kann ich ihm das nur empfehlen. Der rührige Verein "Härtsfeld Museumsbahn" hat bereits einen Teil der Strecke zwischen Neresheim und Sägmühle wieder in Betrieb genommen und ist dabei, die Strecke weiter Richtung Dillingen auszuweiten.

Schönen Tag noch,

Martin W.


Edit: Textüberarbeitung nach dankenswerten Ergänzungen von Stefan Motz (bzw. einem seiner Bekannten), von Werner sowie einigen privaten Mails, die ich erhalten habe. Euch allen ganz herzlichen Dank!

Edit2: Link oben (Krupp-Loks für Burma) wiederhergestellt.



3-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:11:01:08:52:18.

Sensationell!

geschrieben von: lok-datenbank.de

Datum: 10.09.07 09:36

Fantastisch!

Wirklich unglaubliche Dokumente - mehr kann man dazu nicht sagen!

Beste Grüße

PWP

http://malte-werning.de/sign/ldb.jpg mit u. a. http://inselbahn.de/imgs/banner/dk.jpg http://inselbahn.de/imgs/banner/inselbahn.jpg http://inselbahn.de/imgs/banner/lak.jpg http://inselbahn.de/imgs/banner/rangierdiesel.jpg http://malte-werning.de/sign/nfz.jpg http://malte-werning.de/sign/dla.jpg

Mensch, Martin, . . .

geschrieben von: Hartmut Riedemann

Datum: 10.09.07 09:43

. . . das ist ja ein Wahnsinns-Beitrag! Ganz große Klasse und ganz großen Dank!

Beste Grüße
Hartmut

Ich bin Hin und Weg und wieder hin . . .

geschrieben von: vauhundert

Datum: 10.09.07 09:57

denn langsam gehen einem hier die Superlative aus!!!
Spitzenbeitrag und sehr herzlichen Dank an Dich Martin und die Herren Gerdsmeier und Voß!

Mit Grüßen aus dem Bergischen Land sich noch einmal den furztrockenen Kommentar anhörend:

DIE LOK IST ENTGLEIST.....

[www.vauhundert.de]
Preiswerte Dienstleistungen im Bereich spurgebundener Flurfördermittel aller Art und feinster Güte.
"Jetzt sind die guten alten Zeiten, nach denen wir uns in zehn Jahren zurücksehnen werden."(Peter Ustinov)____ P.S.: Ich kann ihm trotzdem nicht glauben;-)




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2007:09:10:09:58:28.

Das sind Aufnahmen, wie man sie...

geschrieben von: Helmut Philipp

Datum: 10.09.07 10:27

...wirklich nicht alle Tage zu sehen bekommt! Vielen Dank dafür!! In Burma selbst habe ich die Krupp-Lok trotz (so weit die Umstände es erlaubten) gezielter Ausschau, nicht zu Gesicht bekommen, aber dafür das Konkurrenz-Modell aus Frankreich
http://img260.imageshack.us/img260/2986/burmaburmrlwydd503bmandkf2.jpg

Daher der aus meiner Sicht besondere Bezug zu Deinen Aufnahmen!

Grüsse aus Norddeutschland sendet Dir

Helmut

geil, geil, geil

geschrieben von: ulrich budde

Datum: 10.09.07 10:43

Mensch Martin,

das ist wirklich ganz großes HiFo-Kino. Und zu besagten Herren habe ich ja auch ein besonders enges Verhältnis, war doch Hr. Gerdsmeier über 20 Jahre mein Chef und Prof. Voss mein Professor an der TU-Hannover. Dort wurde natürlich die Geschichte über die Versuchsfahrten auf dem Härtsfeld auch schon zum Besten gegeben und die Ton-Konserve mit der trocken Bemerkung "Jetzt sind wir entgleist" hat sich fest bei mir eingebrannt.

Klasse, dass Du jetzt von O.H. noch die alten Bilder dazu bekommen hast.

Bis heut' Mittag,

Ulrich

Danke!

geschrieben von: Walsum5

Datum: 10.09.07 10:56

Das ist wirklich ein ganz außerordentlich interessanter Bildbericht!

Freundliche Grüße

Stefan

Luft Luft Luft!!!

geschrieben von: Done

Datum: 10.09.07 10:59

Ich komm grad wieder völlig hyperventiliert von unterm Tisch hoch.
Wahnsinn, was man hier im hifo alles zu sehen und hören bekommt,
Klasse! Danke
Gruß Done
Super interessant, wenn auch nicht ganz mein Lieblingsland in Südost-Asien. Mich würde es nicht wundern, wenn du solche Schätze auch noch zu den Krupp-Loks für Indonesien aus der gleichen Quelle heben würdest. Sensationell wären insbesondere Bilder von Testfahrten der D52-Mikados ca. 1952, falls die überhaupt irgendwo in Deutschland auf ein paar Meter mehr als auf dem Krupp-Gleis gefahren werden konnte. Aber über weitere Bilder und Töne von Testfahrten von BB301/304, D300, BB300 usw. wären auch nicht schlecht. Nur lass dir besser bis nach dem 15 Oktober Zeit, sonst kann ich wegen Urlaub nicht zeitnah reagieren.

Jetzt aber eine Frage zu der Entgleisung: Die Härtsfeldbahn ist ja 1000 Millimeter, Burma scheint auch 1000 mm zu sein. Warum dann dieser große Unterschied in der Spurerweiterung in der Kurve? Hat(te) man in Burma nicht so kleine Radien, oder musste man dort nicht auf besondere Fälle wie Dampfloks mit mehr als soundso vielen gekuppelten Achsen rücksicht nehmen? Aber auf dem Härtsfeld die Damplfoks waren ja auch keine großen Maschinen. Kann mir das mal jemand erklären?

kondensierte Grüße, Stefan

https://www.drehscheibe-online.de/foren/file.php?099,file=190387
Kondenslok.de + Industrial Railways of Indonesia SIG (fc)
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. Wer sich über Signaturen aufregt, hat sonst nix zu sagen.

Wahnsinn!!!

geschrieben von: Entenmörder

Datum: 10.09.07 12:15

Hallo Martin,
der Bericht ist ganz großes Kino, danke fürs einstellen.

An den weiteren Streckenaufnahmen wäre ich auch noch interessiert, gerade für den Modellbau findet man hier viele Anregungen.

Gruß Sven
Hallo Martin,

das ist ja eine ungemein interessante Sache, sagenhaft !

Vielen Dank für diesen Bericht.

Viele Grüße

Michael Fischbach


Moin Martin,

sehr schöner Bericht und noch schönere Fotos. Ob sich solche Abenteuer auch heute noch im deutschen Lokbau erleben lassen? Und ob sie dann auch noch so gut dokumentiert werden???

Viele Grüße
Gunnar

*blonk*

geschrieben von: Joachim Leitsch

Datum: 10.09.07 13:40

http://free.pages.at/dh500ca/blonk.gif


was für seltene Schätze! Und dann noch in solch einer Qualität! Da werden die Härtsfeldmuseumsbahner ja den ganzen Vorrat Härtstropfen selber aufbrauchen (müssen) ;))

edit Buchstamsortierung mal wieder



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2007:09:10:13:43:05.
Atemlose Spannung ... - und dann ist es passiert...
Da bleibt auch mir die Sprache weg! Sensationell, vor allem im Blick auf die detailliert gezeigte Erfassung
des Rad/Schiene-Problems.

Hab' sehr vielen Dank fürs Einstellen dieses instruktiven Berichtes!

MfG Ulli.

Re: *blonk*

geschrieben von: Stefan Motz

Datum: 10.09.07 14:47

Da kann ich mich nur anschließen, mir fehlen die Worte ...
Danke für's Einstellen!
Stefan

Re: Unterschiede bei den Radsätzen ,

geschrieben von: Schwellenleger

Datum: 10.09.07 15:39

Hallo 52 2006,

auf Deine Frage mit der Spurweite und den Rädern:

ganz allgemein - da ich jetzt nicht die Details der Burmesischen Oberbau-Vorschrift kenne ( :=) ) - der Hinweis, das vmtl. die Radreifen-Breite hier differiert.
Unterstelle ich mal, das:
a) für Burma kein so breiter Radreifen vorgeschrieben war, wie in Deutschland ( Allein Deutschland zu Österreich sind 20 mm Differenz );
b) die Schienen beim damaligen "Spar-Oberbau" auf dem Härtsfeld kleine Profile mit schmalem Schienenkopf waren;
c) der dann noch seitliche Abnutzung gehabt haben dürfte und
d) sicherlich auf den Weichholz-Schwellen auch schon keinen richtigen Halt gehabt haben dürfte,
dann wundert mich das Hopalla nicht so sehr.
Wenn dann eine schwere Lok ankommt, bei der dann hinten ein schwerer Zug dran zieht, dann heißt es auch hier, im Falle eines Falles fallen alle Toleranzen ins Minus......, oder wie hies es im Beitrag: " Die Lok ist entgleist".

Wenn man auf den Bildern die schönen alten Weichholzschwellen in unterschiedlichen Stadien des biologischen Zerfalls bewundert und die zierlichen Befestigungsschräubchen bedenkt, die wenig Spann- bzw. Niederhaltekraft auf die in der Regel um die Schrauben am Schienenfuß bereits abgezehrten Schienen ausüben können, dann liegt es nahe, das Newton & Co. ihre Theorien über die Schwerkraft hier vorführen.

Die im Bild sichtbare Tafel neben dem Gleis mit schwarzem " A " auf blutorangenem Grund weißt ja bereits darauf hin, das hier für Pauschal-Touristen eine besondere Attraktion vorbereitet wurde... ( Entschuldigung, hab leider gerade mein Signalbuch nicht zur Hand.. ) .

In so weit
mit freundlichen Grüßen

Euer Schwellenleger



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2007:09:10:15:45:10.

Re: ein paar Daten zu den Messfahrten

geschrieben von: Stefan Motz

Datum: 10.09.07 21:26

Hallo Martin,
von einem Kenner der Härtsfeldbahn erhielt ich folgende Mail, die ich hier gern wiedergeben möchte, da sie einige ergänzende Daten enthält:

Die o. g. Veröffentlichung ist ja der absolute Hammer! Habe mich über die tollen Aufnahmen und die Tondokumente sehr gefreut. Die Lokomotive wurde übrigens am 21.06.1969 in Aalen Gbf entladen und am 30.06.1969 wieder verladen. Die Entgleisung war am 25.06.1969.

Hier ein paar Ortstipps zu den Fotostandorten:

Bild 9: Zöschlingsweiler (Blickrichtung Lauingen AND, Strecke Neresheim-Dillingen). Der Blinklichteinschaltmagnet liegt auf dem Puffer)

Bild 10 +12: Ggf. zwischen Zöschlingsweiler und Lauingen auf der Schnellfahrstrecke (Strecke Neresheim-Dillingen). Der Magnet hängt zwischenzeitlich im Puffer.

Bild 15 + 16: Ggf. zwischen Brünstholz und Elchingen (70 % Wahrscheinlichkeit), alternativ Höllhau und Ebnat (30 % Wahrscheinlichkeit), (Strecke Neresheim-Aalen)

Bild 17: oberhalb Unterkochen (Strecke Neresheim-Aalen)

Bild 19 + 20: Zugkreuzung ist ganz sicher in Wittislingen (Strecke Neresheim-Dillingen), Krupp-Lok steht im Hochrampengleis (Kreuzungsgleis), rechts ist noch das Ladegleis zu sehen (mit aufgebockten Güterwagen). Der T 30, alternativ T 31, fährt von Dillingen nach Neresheim und hat einen VB, einen Pufferwagen und drei aufgebockte Normalspurwagen dabei. Der normalerweise bei diesem Zug mitgeführte Stückgutwagen (Reihung zwischen Triebwagen und Pufferwagen) ist entbehrlich geworden, da seit Fahrplanwechsel 21.05.1969 das Stückgut und das Expressgut mit dem LKW gefahren werden.

Bild 26 + 27: Die Aufnahmen sind nach der Entgleisung der Krupp-Lokomotive gemacht. Das kann man anhand der Erdbewegung an der Wegkante und an dem "A" für die zwischenzeitlich eingerichtete La erkennen.
Auch für den entgleisten Güterzug mit T 31, Pufferwagen + 3 aufgebockte Normalspur-Güterwagen gilt das oben gesagte. Der Stückgutwagen war entbehrlich, da Transport per Lkw.


Beste Grüße vom Autor dieser Mail
übermittelt
Stefan

HiFo in Multimedia!

geschrieben von: Donni

Datum: 10.09.07 21:51

Hallo Martin,
das ist ja eine gelungene Dokumentation. Und inzwischen sind auch die örtlichen Infos dazugekommen. Bin sehr begeistert.
Auch wenn ich mir des Frevels bewußt bin: aber ich habe eben beim Hören der Tondokumente doch erst mal lauthals lachen müssen!
Mich würde natürlich auch interessieren, ob wir aus diesen Quellen noch weiteres Material erwarten dürfen?
Vielen Dank und Gruß
Donni
Hallo,

da geht man nach getaner Arbeit ins Historische Forum und dann sowas. Wie gut, dass ich die Härtstropfen gleich literweise vorrätig habe. Zu den Anmerkungen von Stefan Motz ist zu bestätigen, dass das Bild 9 im Bahnhof Zöschlingsweiler entstanden ist. Die darauffolgenden Aufnahmen sind bei Zöschlingsweiler gemacht worden, im Hintergrund ist noch das Gebäude der Spinnerei Pfersee zu erkennen. Vielen Dank auch von mir für diesen Bericht.

Gruß vom Härtsfeld
Werner

Nie wieder...

geschrieben von: Olaf Ott

Datum: 10.09.07 22:48

...sage ich Abends "Ich schau noch mal schnell ins HiFo!"
Denn "schnell" ins HiFo ist einfach unmöglich. Ich bleibe dann immer viel zu lange hängen.
Solch ein Bild- und Tonbericht in dieser Qualität ist für mich einmalig.

Den Hut ziehend vor den Mühen des Einstellens,sage ich einfach nur "DANKE".

Olaf Ott

Kompliment ...

geschrieben von: Rolf Schulze

Datum: 10.09.07 23:04

... für diesen Beitrag, es ist fast unfassbar, daß diese Bild- und Tondokumente (für die mir leider der richtige "player" fehlt) die Zeit überdauert haben und hier eingestellt sind!

Gruß Rolf





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2007:09:10:23:06:32.

Re: Nie wieder...

geschrieben von: Waldbahner

Datum: 10.09.07 23:22

Hallo!

Das "nie wieder" klappt doch eh nicht, denn man sollte nie "nie" sagen! Spreche da aus eigener
Erfahrung; die "HiFo-Sucht" treibt einen doch meistens wieder hierher! :-)
Heute 5.15 aus dem Haus, 22.30 wieder z. H., morgen um 5.15 geht es wieder los! Wollte auch nur
noch kurz mal schauen und nun klebe ich immer noch an diesem Beitrag!

Nun aber dem Einsteller ein großes "Danke" für diesen außergewöhnlichen und sehr interessanten
Beitrag!!! Das HiFo ist in seiner Vielfalt und Qualität der Beiträge wohl kaum zu toppen!!!

Eine Gute Nacht wünscht der Waldbahner!

Einfach nur top!

geschrieben von: Hannes Ortlieb

Datum: 10.09.07 23:23

Hallo Martin,
für mich als ebenfalls Aktiven bei der Härtsfeld-Museumsbahn natürlich auch noch ein besonderer Leckerbissen, sehr interessante und zahlreiche Bilder, die Tondokumente dazu sind natürlich das i-Tüpfelchen!

Grüße, Hannes

Angaben zur Rad- und Gleisgeometrie, @ Stefan

geschrieben von: martin welzel

Datum: 11.09.07 07:31

Hallo Stefan,

ich habe mal das Radprofil der Burma-Loks angeschaut. Das Rad hat eine Breite von 114,3mm und weist ein Spurmaß von 962mm auf. Im 1000mm-Gleis hat man damit ein Spurspiel von 38mm.
Der verschlissene Gleisbogen mit 1040mm Spurweite bietet dann ein Spurspiel von 78mm, wahrscheinlich gerade genug, um das Rad - unter Zugkrafteinfluss im Bogen werden auch Querkräfte erzeugt - ins Gleis fallen zu lassen; vor Allem, wenn man bedenkt, dass die verbleibende Radbreite (ohne Spurkranz) nur noch etwa 90mm beträgt, von der man eigentlich auch noch eine Fase von etwa sechs mm abziehen müsste.

Eventuell ist die Radbreite bei der Härtsfeldbahn etwas größer als 114,3mm gewesen und das Spurmaß deren Radsätzen auch geringfügig größer als 962mm. Zum Beispiel hatten unserer Indonesienloks eine Radbreite von 140mm.
Hinzu kommen noch andere Faktoren wie vielleicht eine weiche Gleisbettung o.ä., wie der Schwellenleger bereits vermutet hatte.

Schönen Tag noch,

Martin

Ganz große Klasse und hochinteressant ...

geschrieben von: Thomas Englich

Datum: 11.09.07 08:50

... eigentlich verdient es dieser Beitrag in die "Ruhmeshalle" aufgenommen zu werden.
Die Tondokumente sind ja einfach wunderbar und so herrlich lakonisch (im nachhinein) ...
Hier lernt man einfach nie aus bzw. immer wieder dazu !
Danke für diesen Beitrag

Mit freundlichen Grüßen
Thomas (vormals Te)

Meine Webseite mit neuer Adresse:
Das Gefreeser Bockela - Ochsenfurter Gaubahn -
Bahnhöfe und Gleispläne für die Modellbahn

[www.lokalbahn-reminiszenzen.de]

Re: Angaben zur Rad- und Gleisgeometrie, @ Stefan

geschrieben von: 52 2006

Datum: 11.09.07 09:02

Das erklärt es natürlich. Und dass Indonesien eine Radbreite von 140 mm braucht, wundert mich überhaupt nicht... Da liegen auf den Hauptstrecken teilweise Gleise, da fällt einem nichts mehr ein. Ihr habt ja sicher alle das Weicheherzstück von 1875 gesehen, was ich hier mal präsentiert habe, auch wenn es nur auf einem Wartegleis für Loks eingebaut war. Ich habe auch schon gebrochene Kleineisen zwischen oft befahrenen Schienenstößen gesehen, wo dann die Gleisenden rauf und runter wippen, wenn ein Zug drüber fährt, die Enden dieser Schienenstöße sind sind schon ganz rund gefahren... Dass da nicht wesentlich mehr passiert, ist ein großes Wunder! Bald werde ich es wieder erleben, *freu*!

kondensierte Grüße, Stefan

https://www.drehscheibe-online.de/foren/file.php?099,file=190387
Kondenslok.de + Industrial Railways of Indonesia SIG (fc)
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. Wer sich über Signaturen aufregt, hat sonst nix zu sagen.

Das ist ja so etwas von historisch...

geschrieben von: rolf koestner

Datum: 11.09.07 10:01

Das sind ja Dokumente, sowohl die Farbbilder, als auch die Tonaufnahmen.

"Die Lok ist entgleist", was soll er auch anderes sagen!?



Gehört auf jeden Fall in die HiFo Top Ten.


Bis neulich

Rolf Köstner

In eigener Sache:

Ich komme derzeit nicht dazu alle PN zeitnah zu beantworten. Immer wieder bekomme ich Anfragen, ob ich nicht alte Beiträge neu bebildern kann. Wenn es in mein Konzept passt gerne. Aber inzwischen habe ich mich dazu entschlossen, alte Beiträge nur noch in Verbindung mit neuen Beiträgen zu reaktivieren, sofern ein Zusammenhang besteht. Leider ist ein anderes Vorgehen aus Zeitgründen nicht mehr möglich. Hin und wieder Ausnahmen bestätigen eher die Regel.

Gibt es die Loks in Burma noch ?

geschrieben von: JörgS

Datum: 12.09.07 13:02

Gibt es die Loks in Burma noch ?

Re: Angaben zur Rad- und Gleisgeometrie,

geschrieben von: Meterspurgleisbauer

Datum: 14.09.07 22:31

nur so nebenbei, das obere Grenzmaß der Spurweite liegt bei Meterspur bei 1025 mm, d.h. der Bogen war damals 15 mm über Grenzmaß, daß mußte bei dem Blumendrahtoberbau natürlich schief gehen, wenn da so eine Maschine kommt.

Aber der Beitrag ist einfach gigantisch, auch von mir volles Lob.
Hoffentlich ist niemand röchelnd unter den Tisch gefallen und trägt bleibende Schäden davon :-)

Gerald

Noch ein paar Ergänzungen

geschrieben von: trollinger

Datum: 19.09.07 22:13

Hallo zusammen,

GIGANTISCH!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

1) Martin, kann es sein, dass Bild 15 seitenverkehrt ist? Ich bin mir auch nicht so sicher, aber wenn man es herumdreht, dann könnte die weiße Halle zur Firma Traub gehören, das auf dem Berg daneben wäre Hohenberg und die Häuser eher in Mitte würden zu Affalterwang gehören. Dann wäre das Bild südöstlich von Ebnat aufgenommen worden. Aber so ganz sicher bin ich mir ehrlich auch nicht.

2) Aus einer Aktennotiz der Forma Voith vom 27.6.1969:
"Die erste von 6 Lokomotiven war in der Zeit vom 23. bis 27.6.1969 auf der Härtsfeldbahn für lauftechnische Messungen eingesetzt.
In der Hauptsache sollten die Dämpfereinstellungen an den Drehgestellen untersucht werden, da hier verschiedene Einzelheiten neu konstruiert waren. Alle Erprobungen fanden ohne Anhängelast zwischen Dillingen und Dischingen statt. Lediglich am 25.6. wurde eine Lastfahrt von Aalen in Richtung Ebnat durchgeführt, die aber infolge einer Entgleisung der Lok in der Nähe von Himmlingen abgebrochen werden musste.
Nach Druchfahrt einer Linkskurve sprang das vordere Drehgestell nach der Kurve etwa 2m im ersten geraden Gleisstück aus den Schienen und übersprang auf einer Länge von 42 m die Schwellen. Kurz vor dem Stillstand des Zuges entgleiste auch die hintere Achse des nachlaufenden Drehgestells.
Als Ursache wurde zuerst eine Verklemmung des vorderen Drehgestelles angenommen. Nachmessungen der Gleise ergaben aber eine unzulässige Spurabweichung in dem geraden Gleisstück nach der Kurve.
Nenneswerte Beschädigungen sind an der Lok nicht entstanden. Nach Aufgleisung konnte die Rückfahrt nach Neresheim mit eigener Kraft bewerkstelligt werden. Die Leerlokversuche in der Ebene wurden planmäßig zu Ende geführt."

3) Ob es die Loks noch gibt, würde ich auch gerne wissen. Bislang konnte mir auch ausgesprochene Burma-Spezialisten nichts dazu mitteilen. Wenn überhaupt, dann müssten sie sich wohl im Norden Burmas (nördlich Mandalay) verstecken.

4) Die Härtsfeldbahn hatte eigentlich ganz normale Spurkränze. Nur beliebte sie des öfteren auch mal neben den Gleisen zu fahren ... Im Ernst: mal nachrechnen: bei der Härtsfeldbahn wurden jedes Jahr etwa 2 Kilometer Gleis erneuert. Bei 55 km dauert es 27,5 Jahre, bis alles erneuert ist. Das passt ganz gut mit der Haltbarkeit eines Oberbaus zusammen. Oder andersrum: Mindestens 2 Kilometer Gleis sind wohl immer schlecht gewesen. Oder noch schlimmer: wenn wirklich erst 1954 mit der Überarbeitung des Oberbaus begonnen wurde, dann sind bis 1969 bei einer Jahresleistung von 2 km vielleicht 30 Kilometer gut und 25 schlecht gewesen. Die Chronik verzeichnet im Jahr 1969 übrigens noch eine weitere Entgleisung: am 4. Oktober 1969 entgleiste bei Aalen Pufferwagen 110 mit einer Achse.

Viele Grüße

Jürgen



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2007:09:19:22:13:44.

Bild 15, @ Jürgen

geschrieben von: martin welzel

Datum: 27.09.07 07:27

Hallo Jürgen,

komme leider erst jetzt dazu, zu antworten.
Ich habe mir den Originalscan von Bild 15 noch einmal angeschaut; das Bild ist definitiv nicht seitenverkehrt.

Ich glaube, es ist direkt vor Bild 16 entstanden, da auch die Hintergrundkulisse ziemlich ähnlich aussieht.

Viele Grüße,
Martin
Meise schrieb:
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> Ob sich solche Abenteuer auch heute noch im deutschen
> Lokbau erleben lassen? Und ob sie dann auch noch
> so gut dokumentiert werden???

Hmmm, da hast Du wohl recht: die vergleichbaren Testfahrten der griechischen Triebwagen auf dem Öchsle waren heuer wohl nicht so spektakulär.

Und tschüs!
Torsten aus Stuttgart

"Money ain't got no owners - only spenders." (Omar Little, The Wire)