Hallo Ulrich, Martin und Jürgen, liebe Forumsleser,
ich versuche mal der erste zu sein, der auf diesen Beitrag mit dem unvergleichlichem Bild antwortet.
Spontan fällt mir eine kleine Anekdote ein, die uns der Werkmeister erzählt hatte, als ich ihn um ein Loknummernschild bat (habe ich auch bekommen).
Die Lokleitung hat frühmorgens einem Lokführer seine Maschine mit Angabe der Loknummer zugewiesen . Er ging in den Schuppen, um die Lok zu untersuchen und mit ihr den Dienst anzutreten. Wenig später war er zurück in der Lokleitung und fragte den Leiter, auf welchem Stand die Maschine denn zu finden sei, keine der Loks würde mehr ein Nummernschild tragen.
Über Nacht hatten Schilderfetischisten SÄMTLICHE Schilder der im Schuppen untergebrachten Lokomotiven ihren Sammlungen hinzugefügt. (Ich war´s nicht. Aus heutiger Sicht - leider)
Die Bw-Mannschaft mußte anhand der Fabrikschilder alle Loks neu benummern. Ich vermute stark: auf deinem Bild sind die Nachwehen dieser Ereignisse zu sehen. Die Beschriftung sieht sehr "improvisiert" aus.
Ohne jetzt wieder einen eigenen Beitrag aufmachen zu wollen, möchte ich ein paar weitere Bilder aus dem Bw Neuss zeigen, die ich auf die Schnelle von 9x13-Abzügen reproduziert habe, hier aber wunderbar passen, auch wenn sie nicht so gut sind. (So stehen sie wenigstens nicht gerade in der ersten Reihe)
Hier erstmal noch ein Bild in Farbe, das ich schon in S/W gezeigt hatte - schöne Rücken können auch entz...:
Dann ein unbekannter Fotograf aus Wuppertal, vielleicht erkennt sich jemand wieder:
er steht an genau der Stelle, an der das obige Foto entstanden ist. Es war der 21.3.1975
Ein nicht weniger interessantes Bild, diesmal jedoch ohne Lokomotive zeigt den Schlackenbockkran in Aktion, der hier vom Drehscheibenwärter bedient wird. Nach dem Ablöschen wurde die Schlacke in bereitgestellte E-Wagen gekippt. die Schlackehunte waren so konstruiert, wie man es auch von den kleinen Bekohlungskranen kennt: beladen kippen sie, wenn nam einen Ring am Tragegeschirr löst; leer pendeln sie in die Ausgangslage zurück. Aufnahme vom 8.4.1975
Die Loklampen über dem Drehscheibenwärter zeigtem dem Lokfürher in der Dunkelheit an, ob er an den Schlackenkanal vorrücken durfte, oder bei rotem Licht, noch warten mußte.
Hier sehen wir 050 853, wie sie die Drehscheibe in Richtung Indusi-Testmagnet verläßt. Dieser Test wurde bei jeder Ausfahrt einer Lok aus dem Bw durchgeführt.
Links von der Rauchkammer kann man noch die Kesselschmiede und die zweifarbig gestrichene Lokleitung erkennen, die als einziges Gebäude bis heute überlebt hat.
Als letztes ein Bild für den "Bopparder" mit dem Beweis, daß 051 494 einen Kabinentender hatte:
Wir sehen sie hier am Stellwerk Abzweig Nordkanal, in dessen Sichtweite ich gewohnt habe, auf der täglichen Fahrt Richtung Dormagen zur Anschlußbedienung.
Weil jemand auf Martin Welzels Beitrag mit der 55 auf dem Ablauberg das Stellwerk Nmf und seine Glaskanzel für den Ablaufbetrieb erwähnt hat, bereite ich gerade einige Bilder auf, die dieses Stellwerk, das jetzt Ngf (früher m für Mitte, jetzt g für GüterBf) heißt, zeigen. In Kürze in diesem Theater.
Vielen Dank an alle für die dollsten Bilder aus allen Regionen, in die wir anderen nie gekommen sind.
Grüße
Dieter
vom
Meine Bilder sind in der Regel nachbearbeitet [N], in den meisten Fällen in Kontrast, Tonwert und Farbe [F], es kann jedoch auch der Ausschnitt verändert sein [A]. Wenn mir stürzende Linien (o.Ä.) nicht gefallen haben, sind sie perspektivisch entzerrt [V] oder ich habe Dinge weggestempelt, bzw. entfernt [E] oder unter Umständen gar hinzugefügt [H]. Kurz und gut: sie können zu 100% manipuliert [M] sein.
2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2007:02:04:14:58:37.