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 04 - Historische Bahn 

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Dies ist KEIN Museumsbahnforum! Bilder, Meldungen und Fragen zu aktuellen Sonderfahrten bitte in die entsprechenden Foren stellen.
Nach meiner letzten Scanaktion (Alsdorf Teil 13) habe ich festgestellt, dass kurz vorher mit dem Stolberger Dampfabschied dort der Bundesbahndampf augegangen war. Die nächsten Alsdorf-Bilder werden also ohne ihn auskommen müssen.
Das aber ist die Gelegenheit, die Dampfabschiedstage im Bw Stolberg vom 2. April bis 4. April 1976 in Farbe noch einmal unter die Lupe zu nehmen. Das Thema hatten wir zwar schon mal im HiFo; aber es ist bereits einige Zeit her, siehe hier von Guido Rademacher und hier von Palatino.

Freitag, 2.4.1976, nachmittags, im Bw Stolberg: Die bereits aus anderen Dienststellen hereingekommenen Dampfloks werden auf ihre Schlafstellen platziert. Hier im Bild 1 stehen 044 508 und 24 083 friedlich vereint mit der nur halb sichtbaren 050 164 neben dem Lokschuppen auf den Freiständen:

http://www.eisenbahnhobby.de/stolberg/31-36_044508_24083_Stolberg_2-4-76_S.jpg


Im Lokschuppen rechts daneben sehen wir 044 216, die ehemalige 44 1212, leise vor sich hin räuchernd, in Gesellschaft dreier Schuppenmänner sowie 23 105 und 66 002 (Bild 2):

http://www.eisenbahnhobby.de/stolberg/31-38_044216_23105_66002_Stolberg_2-4-76_S.jpg


Trotz schlechten Wetters hatten sich etliche Eisenbahnfreunde eingefunden. Hier beobachtet man die wieder mit alten Schildern versehene 41 308 beim Umsetzen auf der Drehscheibe (Bilder 3 und 4). Im Schuppen, hinter der Köf, verbirgt sich 55 3345 der DGEG; daneben erkennen wir noch eine 290:

http://www.eisenbahnhobby.de/stolberg/31-39_41308_Stolberg_2-4-76_S.jpg

http://www.eisenbahnhobby.de/stolberg/31-40_41308_Stolberg_2-4-76_S.jpg


Hier wird 01 008 zu ihrem Standort im linken Freigleis gebracht. Nicht beantworten kann ich die aufkeimende Frage nach dem "wie"; 01 008 stand nicht unter Dampf (Bild 5):

http://www.eisenbahnhobby.de/stolberg/31-44_01008_Stolberg_2-4-76_S.jpg


Die alte Rheingold – S-drei-sechstel 18 505 stand hier auf einem Nebengleis; die Ölkanne steht noch auf der Pufferbohle... (Bild 6):

http://www.eisenbahnhobby.de/stolberg/31-45_18505_Stolberg_2-4-76_S.jpg


Lok 89 7159, die "Mollsche" T3, wurde zum Umsetzen der Loks benutzt. Hier zeigt sier sich topp in Schuss auf der Drehscheibe (Bild 7). Im Hintergrund erkennen wir noch die DGEG-eigene T9.1 Cöln 7270:

http://www.eisenbahnhobby.de/stolberg/31-48_897159_Stolberg_2-4-76_S.jpg


Die T3 war nun gedreht worden und ließ auch die (fast) baugleiche Walsum 5 mit auf die Scheibe (Bild 8):

http://www.eisenbahnhobby.de/stolberg/31-49_897159_Walsum5_Stolberg_2-4-76_S.jpg


Hier sehen wir Lok Walsum 5 in ihrer vollen Schönheit (ein Bild extra für "Walsum 5"!) (Bild 9):

http://www.eisenbahnhobby.de/stolberg/32-1_Walsum5_Stolberg_2-4-76_S.jpg


Werfen wir zwischendurch noch einen Blick auf die aufgereihten Lokomotiven: Wir sehen v.l.n.r. den Wannentender der 053 075, den nummernlosen Tender der Carl Alexander 4, die ansonsten ihre alte Nummer 56 3007 wieder zurück erhalten hatte, den Kabinentender der 050 164, dem bereits die obere Laterne fehlte sowie die Maschinen 044 508, 24 083 und 41 308, die bereits ihren Schornstein zur Nachtruhe abgedeckelt bekommen hatte (Bild 10):

http://www.eisenbahnhobby.de/stolberg/31-50_Parade_Stolberg_2-4-76_S.jpg


Hier hatte 89 7159 gerade die Elna BLE 146 auf ihren Standplatz gebracht (Bild 11):

http://www.eisenbahnhobby.de/stolberg/32-5_897159_Stolberg_2-4-76_S.jpg


Nachdem 89 7159 wieder auf die Scheibe verschwunden war, fand sich BLE 146 im Kreise der übrigen Dampfer wieder (Bild 12):

http://www.eisenbahnhobby.de/stolberg/32-6_Parade_Stolberg_2-4-76_S.jpg


45 010, der große Brocken, stand leider etwas unfotogen im Abendlicht vor dem Langschuppen. Von dieser Lok hatte ich bisher keine ordentlichen Aufnahmen machen können, weshalb ich mich zu einem bis heute nicht bereuten Foto entschloss (Bild 13). Dampfabschied im Bw Stolberg – wo sind die Eisenbahnfreunde?

http://www.eisenbahnhobby.de/stolberg/32-7_45010_Stolberg_2-4-76_S.jpg


Hier sehen wir nochmals die schön herausgeputzte 18 505, der man zwischenzeitlich die Ölkanne entfernt hatte (Bild 14):

http://www.eisenbahnhobby.de/stolberg/32-8_18505_Stolberg_2-4-76_S.jpg


Und das ist das letzte Bild vom Freitag abend, dem 2.4.76: Lok 89 7159 bringt 24 083 an ihren Standplatz für den folgenden Tag (Bild 15):

http://www.eisenbahnhobby.de/stolberg/32-9_24083_Stolberg_2-4-76_S.jpg

Soviel für heute. Warten wir ab, was der 3.4.76 bringt.

Schönen Abend noch,

Martin W.

Edit: Links wieder gangbar gemacht
Edit2: Alle Bilder neu gescannt

Meine DSO-Beiträge: [www.drehscheibe-foren.de]



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2016:02:14:18:16:36.
Was für wunderschöne Loks! Die Bilder können diese Atmposphäre sicher garnicht so rüberbringen, wie das war. Die Bilder können davon nur eine Ahnung vermitteln! Danke für diese Ahnung.

kondensierte Grüße, Stefan

https://www.drehscheibe-online.de/foren/file.php?099,file=190387
Kondenslok.de + Industrial Railways of Indonesia SIG (fc)
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. Wer sich über Signaturen aufregt, hat sonst nix zu sagen.

Re: was für ein klasse DB Dampf Beitrag

geschrieben von: Ossi

Datum: 11.12.06 19:12

...ich kann nur staunen!

Grüße aus Ostfriesland
Helmut

Toll !

geschrieben von: 03 1010

Datum: 11.12.06 19:17

Hallo,
wirklich toller Beitrag. Ich wünschte heute würden sich noch mal all diese Loks unter Dampf und in einem BW befinden, dann bräuchte ich aber Beruhigungspillen :-))).

es grüßt
Simon

Mehr Videos? plandampf.simon@gmail.com ...

Mehr als Worte beschreiben können...
http://img292.imageshack.us/img292/3020/img2178gehlbergvr4ek6.jpg
Für ultimativen Flugzeugsound bitte Bild anklicken

Einfach......

geschrieben von: 44 1093

Datum: 11.12.06 19:31

... schön !!

Gruß

Ralf
Mensch Martin,

so was kannst Du doch nicht ohne Vorwarnung bringen. Mein Kreislauf ist auch nicht mehr der jüngste. ;-)

Ach ja, was war das damals schön im Bw Stolberg. Bei diesen Bildern kommen wunderbare Erinnerungen wieder zu Tage. Allerdings habe ich an das Abschiedsfest vor allem Menschenmassen im Gedächtnis. Da warst Du geschickter als ich und schon am Vortag vor Ort. Herrliche Eindrücke, die Du uns hier präsentierst.
Aber trotz der Menschenmassen, die selbst die Organisatoren völlig überrascht hatten, behaupte ich, dass es so eine Athmospäre mit einem solch abwechslungsreichem Programm danach nirgendwo mehr gegeben hat.

Und heute findet man dort nur noch eine Brachfläche. Lediglich das Eingangsschild des Bw Stolberg hat bis heute überdauert. Seufz.

Vielen, vielen Dank für diese herrlichen Bilder

Guido

http://www.guidorademacher.de/Banner.jpg

für Guido...

geschrieben von: martin welzel

Datum: 11.12.06 19:39

... brauchst Du die?

http://www.eisenbahnhobby.de/versch/Haertstropfen1.jpg

Gute Besserung!
;-)

Martin

Danke gerne...

geschrieben von: Guido Rademacher

Datum: 11.12.06 20:19

Habe ich heute Glück und Joachim hat doch noch ein Schlückchen übrig gelassen. ;-)

Immer noch vollkommen begeistert

Guido

http://www.guidorademacher.de/Banner.jpg

Tolle Bilder

geschrieben von: E 69er

Datum: 11.12.06 21:36

Hallo zusammen,

da möchte man, wenn mans nicht war, am liebsten dabei gewesen sein.
Tolle Bilder. Ganz toll.


Grüßle

Walsum 5

geschrieben von: Jo

Datum: 11.12.06 23:10

Hallo,

wenn ich die "Walsum 5" so sehe, kommen einem die Tränen. Was hat die DGEG nur aus der Maschine heute gemacht. Aber erst vorletzten Sonntag sah ich mit gleichem Entsetzen die 89 7513 in der Version der Dampfzugbetriebsgemeinschaft Loburg.

Nun gibts wieder Ärger: Da ja bei vielen Vereinen die Fantasie in Realität umgesetzt wird und die Eisenbahngeschichte nicht so wichtig ist, bin ich auch nur in einem wirklichen Verein der Eisenbahngeschichte Mitglied [www.tmb.at]

Viele Grüße

Jo



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2006:12:11:23:12:29.

Vielen Dank! Wunderschöne Fotos!

geschrieben von: Walsum5

Datum: 11.12.06 23:56

Leider habe ich die "Mollsche" und Walsum5 nie zusammen fotografiert. Bezüglich der Baugleichheit dieser wunderschönen Maschinen sei ein zweiter Blick empfohlen, im Vergleich ist Walsum5 schon ein strammer Junge!

Nochmals vielen Dank und freundliche Grüße von

W5

Baugleich ?

geschrieben von: Flachschieber

Datum: 12.12.06 00:06

Walsum5 schrieb:
-------------------------------------------------------
> Leider habe ich die "Mollsche" und Walsum5 nie
> zusammen fotografiert. Bezüglich der Baugleichheit
> dieser wunderschönen Maschinen sei ein zweiter
> Blick empfohlen, im Vergleich ist Walsum5 schon
> ein strammer Junge!
>
> Nochmals vielen Dank und freundliche Grüße von
>
> W5

Hallo

also baugleich ist da wirklich nicht viel, eigentlich gar nichts.

Wahnsinn...Danke dafür (o.w.T)

geschrieben von: Flachschieber

Datum: 12.12.06 00:08

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)

Das wollte ich damit vorsichtig sagen.

geschrieben von: Walsum5

Datum: 12.12.06 10:21

> Hallo
>
> also baugleich ist da wirklich nicht viel,
> eigentlich gar nichts.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2006:12:12:10:22:26.

Gemeinsamkeiten von Walsum 5 und 89 7159

geschrieben von: martin welzel

Datum: 12.12.06 12:20

Ich wollte eigentlich keine Diskussion führen, inwieweit Walsum 5 und 89 7159 "baugleich" sind. Bei uns heißt es bei einem "schraubengleichen" Nachbau eines Fahrzeugs auch immer: "Jawoll, die Schrauben sind gleich!"
;-)

Damit wollte ich lediglich aufzeigen, wie ähnlich sich die Maschinen sind, die da gemeinsam auf der Drehscheibe stehen.
Natürlich ist die Mollsche T3 eine "echte" T3pr, auch wenn sie aus zwei Loks zusammengebaut wurde. Aber rein optisch hat sie viele Gemeinsamkeiten mit Walsum 5, die zwar als "verstärkte T3" gilt, aber sogar noch älter als "89 7159" ist. Für mich sind die wesentlichen optischen Unterschiede die andere Steuerung so wie die unterschiedliche Kesselhöhe.
Was mich in diesem Zusammenhang aber interessiert: Lok Walsum 5 wurde von Humboldt in Köln-Kalk im Jahr 1904 unter der Fabriknummer 210 hergestellt.
Für 89 7159 habe ich mir vor vielen Jahren einmal "Henschel 10037/10" notiert. Vor einiger Zeit wurde auf der DGEG-Homepage eine andere Fabriknummer mitgeteilt (leider entfallen). Welche Herstellerdaten "gelten" denn nun? Ist "Hen 10037/10" die Nummer des Rahmens?

Ihr seid - mal wieder - mein Publikumsjoker!

Danke und viele Grüße,

Martin

Und was sagt Gerhard Moll dazu:

geschrieben von: Roststab

Datum: 12.12.06 17:00

Zitat: Ein alter T3-Lokführer sagte mir mal: "Das ist keine echte T3. Da fehlt die Aussparung in der Pufferbohle." Auf die Frage, welche Aussparung denn da fehle, hätte der alte Herr nur geantwortet: "Na die, wo die Schnapsflasche reinpaßt!"

Somit ist seine Lok nach eigenen Angaben auch nicht echt!
Schöner Beitrag - zumal ich damals solche Abschiedsveranstaltungen nicht besucht habe, weil ich beim Ende des Dampfbetriebes auf der DB diese Endphasen garnicht mehr sehen wollte.

- D-76 -

Re: Und was sagt Gerhard Moll dazu:

geschrieben von: Flachschieber

Datum: 12.12.06 20:40

Roststab schrieb:
-------------------------------------------------------
> Zitat: Ein alter T3-Lokführer sagte mir mal: "Das
> ist keine echte T3. Da fehlt die Aussparung in der
> Pufferbohle." Auf die Frage, welche Aussparung
> denn da fehle, hätte der alte Herr nur
> geantwortet: "Na die, wo die Schnapsflasche
> reinpaßt!"
>
> Somit ist seine Lok nach eigenen Angaben auch
> nicht echt!

Auch nicht schlecht :-)
Aber die T3 wurde wohl umgebaut und hat jetzt ein Barfach im Führerstand direkt neben der Steuerung. Kommt man während der Fahrt besser hin.

...da hast Du ja wieder ein paar SUPER Schätzchen vorgestellt. Es war damals die Größte Veranstaltung Ihrer Art und es war für lange Zeit ein ungeschlagenes Fest, bis zu den 150 Jahr Veranstaltungen  der DB.

Ich kann mich da noch gut dran erinnern, obwohl Ich grade erst 6 Jahre Alt war hab Ich alles ist noch wie gestern in Erinnerung.
Dazu kommen mir die Bilder bekannt vor, sie haben Ähnlichkeit mit denen meines Vaters. Einige Verbesserungen und Erklärungen möchte Ich trotzdem dazu abgeben.

martin welzel schrieb:
-------------------------------------------------------
> Das aber ist die Gelegenheit, die
> Dampfabschiedstage im Bw Stolberg vom 2. April bis
> 4. April 1976 in Farbe noch einmal unter die Lupe zu nehmen.

An deinem Datum stimmt etwas nicht. Das eigentliche Abschiedsfest fand am 3. und 4.April statt. Die Vorbereitungstage vor dem Abschiedsfest fingen bereits am 27.März 1976 mit dem eintreffen der 89 7159 und der 24 083 an.

> Das Thema hatten wir zwar schon mal im
> HiFo; aber es ist bereits einige Zeit her, siehe
> hier von Guido Rademacher und hier von Palatino.

Also selbst wenn es schon öfters gezeigt wurde, Ich kann mich an solchen Bildern nicht satt sehen. :-) Und anderen wird es bestimmt auch so gehen.

> Freitag, 2.4.1976, nachmittags, im Bw Stolberg:
> Die bereits aus anderen Dienststellen
> hereingekommenen Dampfloks werden auf ihre
> Schlafstellen platziert.

Am 02.April kam der Lokzug aus Bochum mit den Bismarcker Maschinen in Stolberg an.

> Trotz schlechten Wetters hatten sich etliche
> Eisenbahnfreunde eingefunden.

Ich durfte mit meinem Vater auch wieder anwesend sein und es war einfach nur faszinierend.

> Hier beobachtet man die wieder mit alten Schildern versehene 41 308
> beim Umsetzen auf der Drehscheibe (Bilder 3 und
> 4).

Hier ist mein Opa (Hallenmeister des Bw Stolberg) auf der Drehscheibe zu sehen. Er hatte an den "Tagen" die Organisation und Zurechtstellung der Lokomotiven übernommen.

Im Schuppen, hinter der Köf, verbirgt sich 55
> 3345 der DGEG; daneben erkennen wir noch eine
> 290:

Die 290er wurden zum Abschiedsfest alle im Bahnhof geparkt.

> Hier wird 01 008 zu ihrem Standort im linken
> Freigleis gebracht. Nicht beantworten kann ich die
> aufkeimende Frage nach dem "wie"; 01 008 stand
> nicht unter Dampf (Bild 5):

Die Lok wurde mittels Seilwinde der Drehscheibe in das Gleis gezogen.
Wie Du unten schon schreibst, fast alle Rangierarbeiten wurden mit der "Moll" T 3 ausgeführt. Ich kann mich noch gut an das Rangieren der 45 010 auf der Drehscheibe erinnern. Sie sollte eigentlich auch in die Schuppenparade, dort wären aber Ihre Ausmaße nicht richtig zur Geltung gekommen und es gab wohl Probleme beim drehen.

> Die alte Rheingold – S-drei-sechstel 18 505 stand
> hier auf einem Nebengleis; die Ölkanne steht noch
> auf der Pufferbohle... (Bild 6):

Und der Rheingold sollte doch auch noch eintreffen. Sie konnte aber noch nicht auf Ihrem Standplatz gestellt werden, da das Ausziehgleis vom Ablaufberg noch gebraucht wurde.

> Im Hintergrund erkennen wir noch die DGEG-eigene T9.1
> Cöln 7270:

Was würde Ich darum geben, diese Baureihe im Bw Stolberg im Planbetrieb erlebt zu haben....

> Die T3 war nun gedreht worden und ließ auch die
> (fast) baugleiche Walsum 5 mit auf die Scheibe
> (Bild 8):

Diese Situation hatte für mich immer den Eindruck, als wenn die Lokomotiven sich wie 2 Streithähne gegenüber standen.

> Werfen wir zwischendurch noch einen Blick auf die
> aufgereihten Lokomotiven: Wir sehen v.l.n.r. den
> Wannentender der 053 075, den nummernlosen Tender
> der Carl Alexander 4, die ansonsten ihre alte
> Nummer 56 3007 wieder zurück erhalten hatte, den
> Kabinentender der 050 164, dem bereits die obere
> Laterne fehlte sowie die Maschinen 044 508, 24 083
> und 41 308, die bereits ihren Schornstein zur
> Nachtruhe abgedeckelt bekommen hatte (Bild 10):

Welch eine herrliche Ansicht....

> Hier hatte 89 7159 gerade die Elna BLE 146 auf
> ihren Standplatz gebracht (Bild 11):

Dies verstehe Ich nicht so ganz, die Elna war auch unter Dampf und fuhr soviel Ich weiß auch selbst rum.

> 45 010, der große Brocken, stand leider etwas
> unfotogen im Abendlicht vor dem Langschuppen. Von
> dieser Lok hatte ich bisher keine ordentlichen
> Aufnahmen machen können, weshalb ich mich zu einem
> bis heute nicht bereuten Foto entschloss (Bild
> 13).

Sie stand direkt vor dem Büro meines Opas und Ihre Ausmaße waren für mich damals wie heute auch noch überwältigend.

> Dampfabschied im Bw Stolberg – wo sind die
> Eisenbahnfreunde?

Wie schon oben geschrieben, es war noch kein offizieller Dampfabschied im Bw Stolberg. Der kam erst am nächsten Tag.
Aber das Bild hat etwas, man kann schön die Werkstatt-Gebäude sehen. Genau wie auf dem folgenden Bild.

> Und das ist das letzte Bild vom Freitag abend, dem
> 2.4.76: Lok 89 7159 bringt 24 083 an ihren
> Standplatz für den folgenden Tag (Bild 15):

Ein schönes Bild und schöner Bericht...was mich allerdings auch ein bisschen mit Wehmut befällt. All dies ist längst Geschichte. Mein Opa ist zu früh von uns gegangen, bevor er mir all die Nachkriegsgeschichten und Informationen des Bw erzählen konnte.

Aber die Freude auf den nächsten Teil läßt den Wehmut verfliegen.

Ich freue mich jedenfalls jetzt schon auf den nächsten Teil.

Bis dahin

@ Holger

geschrieben von: martin welzel

Datum: 12.12.06 22:40

Hallo Holger,

ich freue mich, dass ich Deinen Nerv (und den vieler anderer HiForisten) getroffen habe!

Besonders freue ich mich, dass ich Dir Fotos Deines Opas zeigen konnte.
Noch eins zur Elna: Ich vermute, sie kam (nur) unter Schmierdampf nach Stolberg, denn zweifelsfrei wurde sie von der "Mollschen" auf ihren Schuppenplatz gebracht. Allerdings kann man sehen, dass sie raucht.
Am nächsten Tag war sie ja denn auch im Einsatz, wie meine nächsten Bilder zeigen werden.

Und dass 01 008 mittels Seilwinde auf ihren Stellplatz gezogen wurde, hatte ich bereits vermutet.

Schönen Abend noch,

Martin
Hallo Martin,

hatte schon versucht, Dir telefonisch zu den netten Bildern zu gratulieren, leider warst Du nicht erreichbar.
Bei der Gelegenheit, hast Du eine Ahnung, wer das nette Kerlchen auf Bild zwei ist (der ganz links auf dem Rangierertritt der 23 105 sitzt)?

Gruß
Susi

Re: Walsum 5

geschrieben von: Palatino

Datum: 18.12.06 13:07

Lieber Jo,

Dein etwas bissiger Kommentar über den Umbau der Walsum 5 zur Schlepptenderlok im Eisenbahnmuseum Neustadt/Weinstraße veranlasst mich, Dir mal aus der Sicht eines 1986 bis 1991 an der Aufarbeitung der Lok beteiligten Museumsbahners eine Stellungnahme abzugeben:

Vom Eisenbahnmuseum Neustadt/Weinstraße der DGEG wurde seit 1984 die Museumsbahn "Kuckucksbähnel" auf der knapp 20 km langen Nebenbahn nach Elmstein betrieben, einzige planmäßige Zuglok war damals die Moll'sche T 3 89 7159. Die Bahn hatte von Anfang an einen so großen Erfolg, dass neben den Planfahrten im 14-Tages-Rythmus zahlreiche Sonderfahrten für Gruppen und Vereine unter der Woche angefordert wurden. Schon 1985 war klar, dass dies mit einer einzigen betriebsfähigen Dampflok auf Dauer nicht machbar gewesen wäre, weshalb der Museumsleiter Ausschau nach einer geeigneten weiteren Dampflok hielt.

So wurde dem Museum von den DGEG-Kollegen die Walsum 5 angeboten, die seit 1977 mit Fristablauf untätig in deren Museum Bochum-Dahlhausen stand. Allerdings war bei der Lok eine komplette Hauptuntersuchung mit Neubekesselung erforderlich. Der Kessel wurde in Pila hergestellt und mit Unterstützung von Leuten des Museums Kranichstein eingebaut. Alle übrigen Arbeiten haben die wenigen Aktiven in Neustadt selbst ausgeführt.

Während der Aufarbeitung wurde klar, dass der Inhalt des Wasserkastens (weniger als die T 3, die schon gelegentlich Wasserprobleme auf der steigungsreichen Strecke hatte) für eine einfache Fahrt Neustadt - Elmstein nicht ausreichen würde, unterwegs gab es keine Möglichkeit, Wasser zu fassen. Daher wurde der Entschluss gefasst, die Lok zu einer Schlepptenderlok umzubauen. Mit den zusätzlichen 15 m³ hat sie nunmehr keine Probleme, auch DB-Strecken im Umland von Neustadt zu befahren.

Natürlich hat der Umbau die zum Teil herbe Kritik von Puristen ausgelöst, wieso eine Lok so umgebaut werden kann. Dazu ist folgendes zu sagen: Schon als die Lok in den 70er Jahren zum MEC Essen und dann zur DGEG kam, war sie nicht mehr original. Denn die RAG hatte der Lok für den Einsatz auf der Zeche Walsum einen - wie ich meine - potthässlichen Kohlekasten an die Rückseite des Führerhauses "angepappt". Außerdem wurde die Lok nur mit einer Dampfbremse abgeliefert, später wurde von der RAG zusätzlich eine Druckluftbremse, die aber nur den Wagenzug abbremste, nachgerüstet. Also, wo fängt die Originalität an? Diese nach der Ablieferung vorgenommenen Veränderungen wurden nie bescholten!

Wie man sieht, hat der jeweilige Eigentümer der Lok sich in der Vergangenheit die Freiheit genommen, die Lok an die Bedürfnisse der jeweiligen Einsatzes anzupassen. Und genau das haben die DGEG-Mitarbeiter in Neustadt getan, indem sie die Lok mit dem Schlepptender für den Einsatz auf ihrer Strecke ertüchtigten. Ohne diesen Umbau wäre ein Einsatz der Lok auf dieser Strecke unmöglich geworden. Ich bezweifele, dass die Lok dann jemals wieder betriebsfähig gemacht worden wäre, denn auch die Kollegen in Bochum-Dahlhausen fahren ja mit ihren Museumszügen inzwischen weiter, als der Wasserkasteninhalt der Lok reichen würde. Und was ist denn erstrebenswerter, eine "Walsum 5", die untätig in einem Schuppen vor sich hin dämmert oder eine "Speyerbach", die jedes Jahr Tausende von Reisenden bei den Fahrten der Museumsbahn erfreut und auch die Vereinskasse nicht ganz so leer aussehen lässt? Und ich finde, sooo schlecht sieht die Lok als Schlepptenderlok doch gar nicht aus. Zum Glück wurde auch davon Abstand genommen, der Lok eine fiktive DR- oder DB-Nummer zu verpassen.

Als letztes noch folgende Anmerkung: Bei dem Umbau wurde darauf Wert geachtet, dass - falls erforderlich - ein Rückbau zur Tenderlok möglich ist. Die hintere Pufferbohle wird noch in Neustadt aufbewahrt, so dass man nur das Führerhaus umbauen und neue seitliche Kohlekästen fertigen müsste, die alten waren, wie das Führerhaus, ohnehin schon stark von Rost angegriffen.

Ich hoffe, dass ich Deine Tränen mit diesen Erläuterungen ein wenig trocknen und etwas Verständnis für den Umbau wecken konnte.

Grüße aus der Pfalz
Hubert

Re: Walsum 5

geschrieben von: ehemaliger Teilnehmer

Datum: 06.06.10 08:54

Jo schrieb:
-------------------------------------------------------

>
> wenn ich die "Walsum 5" so sehe, kommen einem die
> Tränen.

NICHT NUR DIR!!!