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Stellwerke in Bremen, mB (Teil 1)

geschrieben von: ingo118

Datum: 07.09.06 00:32

Da in der letzten Zeit einige Stellwerke in den Bremer Bahnhöfen abgerissen wurden habe ich mal ein paar Bilder zu diesen Thema eingescannt.
Anfangen möchte ich mit den Stellwerken an der Oldenburger Strecke.

http://www.eisenbahnbilderarchiv.de/hifo/7u_212_123_bk_huchting_260799.jpg
Das Stellwerk Bk in Bremen Huchting stammt noch aus der Zeit der Großherzoglichen Oldenburgischen Staatseisenbahnen. Es diente bis September 1999 noch als Blockstelle und war noch für mehrere Bahnübergänge zuständig. Das Stellwerk steht noch und ist bis auf ein paar eingeschlagene Scheiben äußerlich in einen recht guten Zustand.

http://www.eisenbahnbilderarchiv.de/hifo/7u_150_078_stw_bnw_neustadt_11.96.jpg
Das Stellwerk Bnw gehört zum Bahnhof Bremen Neustadt. Es steht sehr ungünstig und ist dadurch schwer mit Zügen zu fotografieren. Außer Betrieb ging es im September 1999. Zur Zeit ist es entkernt und ohne Dach. Der Abrissbagger wird bald kommen.

http://www.eisenbahnbilderarchiv.de/hifo/7u_218_147_stw_bnf_neustadt_110395.jpg
Das zweite Stellwerk in Bremen Neustadt ist das Stellwerk Bnf. Es steht noch und ist leider total mit Grafitti verunstaltet. Gestern wurde das Dach abgetragen und die Fenster rausgerissen.

http://www.eisenbahnbilderarchiv.de/hifo/7u_112_182_stw_bwn_doventor_100697.jpg
Zwischen Bremen Neustadt und Bremen Hauptbahnhof befand sich bis Mai diesen Jahres das sehr markante Stellwerk Bwn. Es war zuständig für die abzweigenden Gleise in die Bremer Häfen und den Abzweig Richtung Bremen Rbf.

http://www.eisenbahnbilderarchiv.de/hifo/7u_140_352_stw_bhl_hbf_181096.jpg
Für einige Weichen, Signale und zur Sicherung eines Bahnübergangs zum Bremer Güterbahnhof war das Stellwerk Bhl zuständig. Durch die Stillegung des Güterbahnhofes wurde ein direkt am Stellwerk gelegener Bahnübergang überflüssig und zurückgebaut. Kurze Zeit später wurde dann auch das Stellwerk abgerissen. Auf den Foto fehlt der Bahnübergang schon.


Demnächst gibt es weitere Bilder von den anderen Stellwerken.

Gruß Ingo118

http://www.eisenbahnbilderarchiv.de/hifo/mein_banner.jpg

owt (o.w.T)

geschrieben von: StellwerkPsf

Datum: 07.09.06 02:35

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2008:10:24:14:17:36.

Re: Eindrucksvolle Fotos

geschrieben von: Rally01

Datum: 07.09.06 06:10

Hallo,
ein altes Stw zu vermarkten ist recht schwierig,nahezu unmöglich,denn:
1. Ist die Wohnfläche auf 2 Etagen verteilt(Spannwerksraum unten und oben)
2. Ist die Wohnfläche recht klein.
3.Fehlen oft die Zuwegungen.
4.Will da kaum einer drin wohnen, weil da dauernd Züge fahren.
An meiner Hausstrecke haben sie ab 1984 auch versucht die Stws in Dörentrup zu verkaufen.
Das ehemalige Do wurde verkauft und man kann es mit maximal 2 Personen bewohnen.
Unten im Spannwerksraum sind Bad und Schlafzimmer,im oberen Stock,wo früher die Hebelbank war,sind Wohnzimmer und Küche. Da das Gebäude ein Flachdach hat,gibts keinen weiteren Wohnraum.
Rally

Re: Eindrucksvolle Fotos

geschrieben von: Gruppentaste

Datum: 07.09.06 11:00

StellwerkPsf schrieb:
-------------------------------------------------------
> Schade, das man bei der Deutschen Bahn immer wiederunfähig und zu unbeholfen ist die Dinger zu vermarkten!

Mal eine Frage. Welcher halbwegs vernünftig denkende Mensch würde sich so eine Bude antun? Abgesehen von der Flächen-/Zuwegungs-/Geräuschproblematik, die Rally schon ansprach, ist da noch der oft zweifelhafte Erhaltungszustand der Butzen. Es ist quasi eine Lebensaufgabe, so ein Gebäude zu restaurieren. Es mag Leute geben, den das gefällt, aber freiwillig würde ich mir das nicht antun.

Schöne Grüße

Gruppentaste

"Vor meiner Black Mamba geht jeder Schaffner in die Knie."
Harald Schmidt in mobil 04/2009 über seine BahnCard100

owt (o.w.T)

geschrieben von: StellwerkPsf

Datum: 07.09.06 13:11

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2008:10:24:14:17:11.

Wohnen im Stellwerk

geschrieben von: Harbergen-Staffhorst

Datum: 07.09.06 13:19

Moin zusammen.
Ich habs leider nicht so mit dem Bilder einstellen.
Zum Thema Stellwerk "bewohnen" klappt vielleicht auch ein verlinktes Bild.
Im Jahr 2005: Ehem. Stellwerk am Bahnhof Hitzacker (Strecke Lüneburg - Dannenberg).
Stellwerksbezeichnung weiß ich leider nicht. Der Fahrdienstleiter sitzt aber im Bahnhof. Vielleicht Hw? Hitzacker West? Weiß jemand Näheres?
[www.projektbericht.de]
[www.projektbericht.de]
Sieht aus dort, wie ein ständiger Wohnort.
Irgendwo habe ich auch noch ein Foto eines brennenden Stellwerks vom Bremer Güterbahnhof. Muss mal suchen.
Gruß HG

owt (o.w.T)

geschrieben von: StellwerkPsf

Datum: 07.09.06 13:25

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2008:10:24:14:16:54.

Re: Stellwerke in Bremen, mB (Teil 1)

geschrieben von: JoVo

Datum: 07.09.06 20:04

Hallo Ingo,
toller Beitrag, freue mich schon auf Teil 2!
Gibt es auch etwas von "unserer" Strecke (nach Osnabrück)?
Jochen

Re: Stellwerke in Bremen, mB (Teil 1)

geschrieben von: Rally01

Datum: 07.09.06 20:23

Hallo,
ich freu mich auch immer über Stellwerksbilder,schließlich gab es mal über 14 000 in Deutschland.
Noch interessanter sind aber Bilder von der Technik im Inneren des Stw.
Nur die hat leider kaum einer, oder zumindest kaum gezeigt hier.
Nochmals zum Verkauf von Stw:
Es ist auch ein Unterschied, ob man ein Stw bewohnt, oder als Gaststätte genutzt wird.
Außerdem ist die Größe entscheident.Viele sind einfach zu Klein.
Und zu den Bahnwärterhäusern:
Das sind ja auch Wohnhäuser von der Planung her. Da sieht es mit Wohnraum ganz anders aus.
Außerdem gibt es sogar Bahnwärterhaus Besitzer, die gegen die Bahn klagen, weil die Züge zu schnell vor ihrem Haus herfahren.
Da mußte die Bahn erstmal eine Langsamfahrstelle einrichten.
Nach Gerichtsentscheid( dauerte etwa 5 Jahre) durfte wieder mit 100 gefahren werden.
Das ist auch ein grund, warum die Bahn nicht unbedingt verkaufen will.
Rally

Re: Haltlose Argumente

geschrieben von: Christoph Zimmermann

Datum: 07.09.06 20:37

StellwerkPsf schrieb:
-------------------------------------------------------

> Eine angeführte Geräuscheproblematilk ist in den
> meisten Fällen absolut hinfällig, was die
> unzähligen bewohnten Bahnwartswohnungen und Häuser
> in der Nähe von Hauptstrecken doch klar beweisen.
> Von daher kann ist dies kein Argument, sondern an
> den Haaren herbeigezogen.

Dir sind die letzten Meldungen aus Bonn bekannt?
So an den Haaren herbeigezogen ist das Lärmargument nämlich nicht!

Grüße

-chriz

--
Rückfragen ersparst du dir oft viel, nennst du sofort dein Reiseziel.

owt (o.w.T)

geschrieben von: StellwerkPsf

Datum: 07.09.06 22:12

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2008:10:24:14:16:28.

owt (o.w.T)

geschrieben von: StellwerkPsf

Datum: 07.09.06 22:13

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2008:10:24:14:16:12.

Re: Haltlose Argumente

geschrieben von: Gruppentaste

Datum: 08.09.06 11:33

StellwerkPsf schrieb:
-------------------------------------------------------
> Die hier vorgebrachten Argumente sind haltlos und tauchen irgendwie immer wieder auf.

Mag sein. Hast Du denn schon mal so ein Projekt durchgezogen, daß Du Dir ein Urteil erlauben kannst?

> Eine angeführte Geräuscheproblematilk ist in den meisten Fällen absolut hinfällig, was die unzähligen bewohnten Bahnwartswohnungen und Häuser in der Nähe von Hauptstrecken doch klar beweisen. Von daher kann ist dies kein Argument, sondern an den Haaren herbeigezogen.

Sicher ist das an den Haaren herbeigezogen. Du kennst aber bestimmt die ganzen Fälle, in denen sich Anwohner von Bahnstrecken ihre Umgebung zurechtklagen wollen?
Übrigens. Um eins klarzustellen, ich habe schon an stark befahrenen Bahnstrecken gewohnt, ich weiß also wie das ist. Mich stört es nicht, aber ich weiß nicht, ob es mich in sagen mwir mal 20 Jahren, wenn die Butze abbezahlt und fertig restauriert ist immer noch nicht stört.

> Ausserdem gibt es genug Stellwerke die als Ferienhaus oder sogar von der Gastronomie genutzt werden, auch wenn davor die ICE Züge vorbeifahren.

Das sind für mich Ausnahmen, die die Regel bestätigen.

> Es braucht eben nur ein paar clevere Ideen, die über das normale und überall verankerte kleinliche Denken hinausgehen.

Ich bin mir sicher, daß DU diese Ideen hast.

> In den meisten Fällen, wo das Stellwerk leer steht trägt nicht das Stellwerk die Schuld, sondern der Eigentümer!

Wie das der Konzern sieht, ist ja erstmal egal. Gehen wir mal von der anderen Seite ran.
Ich habe mich wirklich schon mehrfach ernsthaft mit dem Erwerb eines solchen Objektes (Stellwerk bzw. Bahnwärterhaus) auseinandergesetzt. Da ich in absehbarer Zeit keine Familie gründen möchte, würde eine nutzbare Wohnfläche von 50-60qm für mich allein hinreichen. Die Aufteilung mit Schlafen/Bad/Heizung unten und Wohnen/Küche oben würde ganz gut gehen, der Bedienraum hätte eine tolle Loftatmosphäre. Bahnwärterhäuser werden mit teilweise recht großen Grundstücken ab 35kEUR verrammscht (relativ zur Grundstücksgröße). Das Grundstück wäre für meine Gartenbahn optimal, nur die Größe der Hütte geht meist nicht über eine Gartenlaube hinaus, taugt also allenfalls als Ferienhaus. Hinzu kommt die Lage vollkommen in der Pampa und die meist schlechte Erschließung. Das ist bei Stellwerken (nicht ex Blockstellen) in Orten meist besser, aber ich bin nun mal ein Stadtmensch. Sagen wir mal, das wäre alles bis hier i.O. Dann kann der Erwerb stattfinden. Ist auch alles nicht so tragisch. Aber dann fängt der Spaß erst richtig an.
Solche Objekte sind im Regelfall stark sanierungsbedürftig, sprich außer den Grundmauern kann man alles vergessen. Die Fenster, Isolierung, Heizung, Elektrik, sanitäre Anlagen usw. entspricht meist nicht im geringsten heutigen Ansprüchen/Vorschriften. Verschlechtern will ich mich gegenüber meiner bisherigen Mietswohnung nicht. Nicht selten findet man Plumsklos, Ofenheizung usw. Je nach Objekt sind hier mindestens noch mal der Kaufpreis, meist mehr, als Investition erforderlich. Hinzukommt der Zeitaufwand für die Eigenleistung bzw. "Projektleitung". Da ich mit meiner Freizeit noch andere Dinge vorhabe und ich außerdem gegen jede Form von Wohnungseigentum (da Klotz am Bein) bin, habe ich alle diese Überlegungen zu den Akten gelegt.

Das ist natürlich nicht für alle gültig, aber zu so einem Projekt gehört schon weit mehr als nur eine clevere Idee zu haben. Das "der Konzern" gelegentlich auch solche "Ideen" kritisch betrachtet mag sein.

p.s. Ein Zuständiger, mit dem ich mal über die möglichen Objekte gesprochen und mir auch einige angesehen habe, sagte mir mal: "Tuen sie mir bitte einen Gefallen, kaufen sie auf gar keinen Fall eins der Objekte, sie machen sich keine Freude damit."

Schöne Grüße

Gruppentaste

"Vor meiner Black Mamba geht jeder Schaffner in die Knie."
Harald Schmidt in mobil 04/2009 über seine BahnCard100

owt (o.w.T)

geschrieben von: StellwerkPsf

Datum: 08.09.06 13:47

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2008:10:24:14:14:41.

Re: Stellwerke in Bremen, mB (Teil 1)

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 08.09.06 14:53

StellwerkPsf schrieb:
-------------------------------------------------------
> Ausserdem ist die beste Lösung die Nutzung als
> Ferienhaus oder Museum, wie sie auch üblicherweise
> praktiziert wird. Und hier muss sich der
> Eigentümer eben um eine gute Umnutzung bemühen,
> weil Eigentum bekanntlich verpflichtet, sofern es
> sich um Denkmäler handelt.

Hast Du Dir mal überlegt, was Du hier eigentlich schreibst?

Eigentum verpflichtet, das ist völlig richtig! Aber nur für "Denkmäler"?
Und was bringt ein Stellwerksgebäude in den Status Denkmal? Ist jetzt jedes Haus, das älter als hundert Jahre ist automatisch "Denkmal"? Also Denk mal (darüber nach)!

Eigentum verpflichtet, deshalb sollte der schnelle Abriß der nicht mehr gebrauchten Stellwerke dem nach einigen Jahren automatisch einsetzendem Verfall bzw. Vandalismus zuvor kommen! Und glaube nicht, daß mir dieser Satz leicht fällt, ich habe lange genug auf alten Stellwerken gearbeitet und befaße mich ausführlichst auch mit der musealen Präsentation von Stellwerkstechnik.
Ansonsten kann ich nur den Argumenten von GrT zustimmen. Zuwegung, Bauzustand, Lärmproblematik, Gebäude"größe", Medienanschlüsse (Gas, Wasser, Sch...), alles Faktoren die selbst für den "Fan" unter halbwegs realistischer Betrachtung gegen das Stw als Wohnung sprechen.

owt (o.w.T)

geschrieben von: StellwerkPsf

Datum: 08.09.06 21:27

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2008:10:24:14:14:14.

Re: Stellwerke in Bremen, mB (Teil 1)

geschrieben von: nachtbahner

Datum: 05.11.06 22:36

Hi Ingo!
Toller Beitrag! Den habe ich doch glatt übersehen. Gut, das Ihr Samstag drüber gesprochen habt. Eine Fortsetzung wäre toll.

Gruß
Thorsten