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KBS 451alt, Aachen - Maastricht (NL) mit ETA (m9B)

geschrieben von: rolf koestner

Datum: 27.07.05 12:06

Vor einigen Tagen war in den Beiträgen von "berlinger" und "richard krol" der Name Simpelveld gefallen. In den achtziger Jahren habe ich von einem Aachener Eisenbahnfreund einige Originaldias erworben, die Akkutriebwagen auf der grenzüberschreitenden Strecke von Aachen nach Maastricht zeigen. Da ich selbst (leider) nie an dieser Strecke war, kann ich zu den Örtlichkeiten weiter nichts sagen, außer das sie in den Bahnhöfen Simpelveld und Valkenburg in den Niederlanden entstanden sind. Aber ich denke, dass diese qualitativ hochwertigen Aufnahmen, auch von der Motivwahl her, für sich sprechen und genug Details offenbaren!

Von Aachen aus war Simpelveld in Kilometer 13 der zweite Halt und gleichzeitig erste Bahnhof auf niederländischen Gebiet. Dazwischen lag lediglich Aachen West (Kilometer 3).
Auf dem Weg von Maastricht nach Aachen fährt 515 516 am 08. Januar 1987 in den Bahnhof Simpelveld (NL) ein:
http://www.bilderrolf.de/515516Simpelveld(NL)Bf01-87.jpg

Gleich nach der Abfahrt vorbei an einem alten niederländischen Formsignal:
http://www.bilderrolf.de/515516Simpelveld(NL)BfII01-87.jpg

Am 01. Oktober 1986 steht 515 565 im Bf Simpelfeld (NL) abfahrbereit zur Fahrt nach Aachen:
http://www.bilderrolf.de/515565Simpelveld(NL)Bf10-86.jpg

2 x das Bahnhofsgebäude Simpelveld (NL) mit ETA in der Totale.
515 520 am 14. April 1988...
http://www.bilderrolf.de/515520Simpelveld(NL)Bf04-88.jpg

...und 515 616 am 09. September 1987:
http://www.bilderrolf.de/515616Simpelveld(NL)Bf09-87.jpg

Endlich geht es auch mal in die andere Richtung. 515 623 verläßt Simpelveld am 11. Mai 1988 auf der Fahrt nach Maastricht (NL):
http://www.bilderrolf.de/515623Simpelveld(NL)Bf05-88.jpg

Der mit Topfantennen ausgerüstete 515 655 am 09. September 1986 aus Maastricht (NL) kommend bei der Einfahrt in den Bf Simpelveld (NL):
http://www.bilderrolf.de/515655Simpelveld(NL)BfII09-86.jpg

Nächster Halt war nach 26 Kilometern seit der Abfahrt aus Aachen Hbf der Bf Valkenburg (NL). 515 521 am 03. Juli 1987 auf der Fahrt nach Aachen im Bf Valkenburg:
http://www.bilderrolf.de/515521Valkenburg(NL)Bf07-87.jpg

und am 24. Februar 1986 in der Gegenrichtung ebenfalls in Valkenburg:
http://www.bilderrolf.de/515567Valkenburg(NL)Bf02-86.jpg

Nächster Bahnhof nach 37 Kilometern Fahrt war Maastricht (NL), gleichzeitig Endbahnhof für diese Kursbuchstrecke und auch gleichzeitig für die Akku-Triebwagen der Baureihe 515 der DB. Aus Maastricht habe ich leider keine 515-Aufnahmen, aber vielleicht können hier ja unsere niederländischen Freunde einspringen!?

Ich hoffe, es hat wieder gefallen!

Bis neulich - natürlich im HistFor

Rolf Köstner



Eintrag editiert (27.07.05 23:58)

Allgemeine Frage zu Akkutriebwagen

geschrieben von: 118 640 - 2

Datum: 27.07.05 12:11

Erstmal ein Dankeschön an Rolf Köstner für seinen ETA Beitrag im HiFo!

Und nun wüsste ich gerne, warum man überhaupt auf Akkutriebwagen gesetzt hat?

Waren Dieseltriebwagen nicht günstiger im Unterhalt, (Reichweite) ?

Wann wurden die ETA ausgemustert, (Jahr) ?

Haben museal welche überlebt ?




Danke!

Ausmusterung+Verbleib der 515/815

geschrieben von: Julius

Datum: 27.07.05 12:21

Hallo,

die letzten 515/815 wurden 1995 ausgemustert. Es gibt einige Museumsfahrzeuge, aber wo und welche weiß ich nicht genau. In Bochum/Dahlhausen ist wohl einer (sogar betriebsfähig wenn ich mich nicht irre).

Gruß
Julius

Re: KBS 451alt, Aachen - Maastricht (NL) mit ETA (m9B)

geschrieben von: Julius

Datum: 27.07.05 12:23

Hallo,

schöne Bilder! Der Bahnhof Valkenburg (gebaut 1853) ist auch heute noch erhalten und der ältester noch existente Bahnhof in den Niederlanden.

Gruß
Julius

Wunderschöne Bilder,

geschrieben von: Guido Rademacher

Datum: 27.07.05 12:40

Hallo Rolf,

das sind wirklich qualitativ hochwertige Fotos. Ganz toll. Schade, dass es diese Strecke nicht mehr gibt. Da hatte es die deutsche Bahn seinerzeit unheimlich eilig die Weiche in Richterich auszubauen. Eben eine der typischen Arten Fakten zu schaffen.

Vielen Dank für die Fotos

Beste Grüße

Guido Rademacher



http://www.guidorademacher.de/Banner.jpg

Re: Ausmusterung+Verbleib der 515/815

geschrieben von: Palatino

Datum: 27.07.05 13:01

Hallo Julius,

Du hast nach erhalten gebliebenen Akkutriebwagen gefragt. Laut Jürgen Utecht's Eisenbahnseite sind von den Nachkriegs-ETA folgende erhalten geblieben:

515 011 im Bayerischen Eisenbahnmuseum Nördlingen
515 556 mit Beiwagen in Bochum-Dahlhausen und
517 001 der DB AG im Bw Lichtenfels.

Im Moment ist keines der drei Fahrzeuge betriebsfähig, da der Bochumer ETA inzwischen auch Fristablauf hatte.

Meiner Meinung nach fehlt in der Aufzählung der 515 001. Dieser wurde schon Mitte der 80er Jahre nach seiner Ausmusterung im damaligen AW Limburg in sehr gutem äußeren Zustand aufbewahrt und auf vielen Ausstellungen gezeigt. Was dann allerdings aus ihm geworden ist, weiß ich leider nicht. Vielleicht hat ihn die DB AG auch verschrotten lassen, vielleicht weiß das ein anderer besser. Wenn er zerlegt worden wäre, würde mich das zwar wundern, aber bei der DB AG ist ja bekanntlich nichts unmöglich.

Weiterhin hast Du nach dem Sinn der Entwicklung von Akkutriebwagen gefragt. Der Bau brauchbarer Akkutriebwagen ist mindestens so alt, wie der von Dieseltriebwagen. Bei letzteren bestand ja Jahrzehntelang das Problem der Kraftübertragung, was bei elektrischen Antrieben bekanntlich nicht existiert. So wurden schon zwischen den beiden Kriegen parallel zum Bau der Dieseltriebwagen auch Akkutriebwagen in größerer Stückzahl gebaut (Wittfeld-ETA, Baureihen ETA 177, 178 und 180).

Nach dem 2. Weltkrieg wurde diese Entwicklung im Rahmen des Neubauprogramms der jungen Bundesbahn wieder aufgegriffen, so entstanden die acht ETA 176 und danach die Serie der ETA 150. Ich gebe Dir recht, im Prinzip war das ein Irrweg, denn schon damals waren Dieseltriebwagen insgesamt besser und wirtschaftlicher. Aber ich glaube, dass bei der Entwicklung getestet werden sollte, was damals machbar war. Außerdem dürften wohl auch kommerzielle (und möglicherweise politische) Gründe eine Rolle gespielt haben. So wurde die Entwicklung der Nachkriegs-ETA teilweise und die der Batterien ganz von der VARTA übernommen. Mit der Firma bestand auch bis zum Ende der 515er ein Vertrag über Wartung und ggf. Ersatz der Akkus.

Die Größe und das Gewicht der Akkus war und ist ja immer die Achillesferse der ETAs. Heute gibt es weitaus bessere Akkus als von 50 Jahren, da hätte ein ETA wohl eher eine Chance. Angedacht war das ganze ja auch Ende der 80er Jahre mit der BR 528, also ein 628 mit elektrischem Antrieb und Stromversorgung aus der Fahrleitung oder aus Akkus. Hier gab es doch vor kurzem einen kurzen Thread zu dem Thema! Aber bekanntlich ist aus dem Projekt nichts geworden.

Grüße aus der Pfalz
Hubert
Da ich mich bisher nie mit den ETA beschäftigt hatte und sie leider nie in echt gesehen habe, diese Unkenntnis, die nun in Grundkenntnis umgewandelt wurde, durch eure tollen Infos!

Gab es in Braunschweig mal welche?

Danke ;-)

Abbau der Weiche....

geschrieben von: Train Jaune

Datum: 27.07.05 13:40

Hallo Guido!


Der schnelle Abbau der Weiche hatte aber noch einen anderen Grund als Fakten zu schaffen: Die Wieche war nämlich damals der Grund für eine Langsamfahrstelle und ich kann mich gut erinnern, wie es damals immer gerumpelt hat, wenn man von H'rath kommend in Richtung Aachen fuhr.

Und für eine stillgelegte Strecke die Abzweigweiche zu erneuern, wäre vielleicht doch etwas viel verlangt für ein Wirtschaftsunternehmen, finde ich.

Wenn man den Anschluß eines Tages doch wiederherstellen will, kann man das ja tun, so teuer wird das in Relation zur Herrichtung der Trasse auch nicht...

Gruß
TJ

Re: Geschichte

geschrieben von: Frankfurter

Datum: 27.07.05 14:04

Gude,

Die Wittfeld-ETA, spaetere Baureihen ETA 177, 178 und 180 entstanden bei der KPEV VOR dem Ersten Weltkrieg als wirtschaftliche Alternative zu Lokzuegen.

Triebwagen mit Verbrennungsantrieb (Benzol, Benzin, Diesel erst spaeter) wurden zwar auch schon erprobt, waren aber erst zwischen den Kriegen einsatzreif.

Wie gut sich die Wittfelds und die paar DRG-Nachfolger bewaehrten, sieht man daran, dass sie bis in die Sechziger Jahre fuhren.


Noch en Gude,
Manfred



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ETA in Niedersachsen

geschrieben von: Güterbahnknipser

Datum: 27.07.05 14:43

Moin Olaf,

die Bw Braunschweig und Hildesheim beheimateten bis in die 80er Jahre 515. Sicher noch mehrere, aber von diesen weiß ich es ganz genau. Als ich im Sommer 1989 zum ersten Mal in Braunschweig war, standen noch ausgemusterte 515 am Ende des Bw, in Fahrtrichtung Hannover, wo auch jetzt noch die ausgemusterten Fahrzeuge gesammelt werden (wo z.B. auch die 218.9 standen, bevor sie nach Hannover kamen).

.



Noch erhältlich: Das Buch von 2007 zum Eisenbahnjubiläum in der Pfalz

Fritz Engbarth: Von der Ludwigsbahn zum Rheinland-Pfalz-Takt - 160 Jahre Eisenbahnverkehr in der Pfalz
DIN A 5, 128 Seiten, 162 Abbildungen, davon 153 Fotos. Kostenloser Download (pdf) in 2 Teilen unter [www.der-takt.de]

Re: Danke für eure Antworten

geschrieben von: 118 640 - 2

Datum: 27.07.05 15:27

Wieder was dazu gelernt...

Nun bedaure ich es sogar, nicht mal einen in Natura gesehen zu haben, geschweige denn, ein Foto zu haben...

Aber wie das im Leben so ist, hinterher ist man immer schlauer :-)

Danke!

Gruß nach Hannover... ;-)

ETA in Niedersachsen: Bilder .... (mLz11B)

geschrieben von: Volker Blees

Datum: 27.07.05 16:14

.... aus den letzten Tagen gips unter http://www.schrankenposten.de

</werbung>

Ein kleiner Vorblick:

http://schrankenposten.de/Themen/weser02.jpg

515 105 + 815 800 frühmorgends am EVSig Adelebsen

Gruß
Volker

Nicht nur in Richterich...

geschrieben von: Julius

Datum: 27.07.05 17:10

...sondern auch in Schin op Geul sind die Anschlußweichen entfernt worden (die Simpelvelder Strecke stoßt da auf die Strecke aus Heerlen); angeblich soll in Kürze jedoch eine neue Weiche dort eingebaut worden, so dass die ZLSM mit ihrem Dieselfahrzeuge nach Valkenburg fahren kann.

Gruß
Julius

Re: Geschichte

geschrieben von: Peter Achterberg

Datum: 27.07.05 19:08

Hallo,

die ETA waren im Bereich Komfort und Laufruhe den Schienenbussen bei weitem überlegen.

Es war wunderschön ruhig an Bord und durch die Drehgestelle hatten die ETAs auch sehr gute Fahreigenschaften, auf manchen Strecken hat ich den Eindruck, dass sie sogar mit Fehlern auf der Strecke besser lagen als z.B. lokbespannte Züge mit Silberlingen. Im Sommer klebte man als Kind in kurzen Hosen nur an den blöden Kunstledersitzen (in rot, im Gegensatz zum Schienenbus, der hatte blaue Sitze) fest.
Vor allen Dingen stanken sie nicht, selbst im Winter, wenn die Heizölheizung lief, im Gegensatz zu den "modernen" Triebwagen, vor allen Dingen der Desiro ist ein "Stinktier".

Alles in allem waren die ETAs wirklich sehr nette und freundliche Fahrzeuge. Ich hab sie in sehr guter Erinnerung, auch als Modell (von Hobbytrain-KATO).

Peter Achterberg

Re: Treppenpodest

geschrieben von: dieters

Datum: 27.07.05 23:18

Tach,
wie in einen anderen Beitrag zu Simpelveld mir schon aufgefallen ist. Extra ein Podest für den ETA? Macht irgend wie keinen Sinn. Wofür war der?
Gruß Dieter

Re: KBS 451alt,Fahrtrichtung und antwort

geschrieben von: Cuneo56

Datum: 27.07.05 23:33

Im Bild 8 fährt der Zug nach Aachen und im Bild 9 nach Maastricht.
Den podest in Simpelveld war für die Holländische DE II Triebwagen nach Umbau notwendig , neben die gelbe farbe war der einstieg höher um die stufe zwischen einstieg platform und grossraum los zu werden. Bei nicht erhöhte bahnsteige wie hier in Simpelveld brauchte es dan eben einen "platform".

Gruss aus die Niederlände.

Adriaan



http://imageshack.com/a/img13/1372/u78q.jpg
Grüsse,

Adriaan

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