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Verbindungskurve RO-RKL um 1938?

geschrieben von: ortenau-s-bahner

Datum: 16.05.05 14:35

Hi,

ich habe auf einer Karte von 1938 eine Bahnstrecke entdeckt, die etwa 2 km nördlich des Offenburger Bahnhofs die Rheintalbahn nach Nordwesten verlässt und dann über Griesheim entlang der Kinzig verläuft, bis sie ungefähr bei Willstätt die Strecke Appenweier-Kehl erreicht.

Gab es da tatsächlich mal eine Verbindungskurve um Appenweier zu umgehen, oder waren das nur Planungen. Habe nämlich sonst noch nie was von so einer Strecke gehört.

TIA

ortenau-s-bahner

Re: Verbindungskurve RO-RKL um 1938?

geschrieben von: riprode

Datum: 17.05.05 00:25

Oft lassen sich alte Trassierungen noch gut den aktuellen TOP25-Karten entnehmen. In diesem Fall habe ich aber einige Schwierigkeiten mit der Karte. Einen möglichen Verlauf kann ich allenfalls zwischen Bohlsbach und Windschläg erahnen, und zwar anhand einiger parallelstehender Gebäude. Die Flucht setzt sich dann optisch auf nunmehr als Feldweg ausgewiesenen Verbindungen einschließlich einer Brücke über den Kammbach fort. Nördlich von Griesheim lässt sich nun gar nichts mehr den Karten entlocken.
Da war ich allerdings nie...

Viel Erfolg bei der weiteren Suche. Mehr gerne per E-mail.

Re: Verbindungskurve RO-RKL um 1938?

geschrieben von: JNR D51

Datum: 17.05.05 11:30

Hallo

Bis vor ein paar Jahren konnte man in Offenburg am nördlichen Ende des Rangierbahnhofs noch ein einsames Brückenlager(das Rechte Richtung Norden betrachtet) ohne jegliche Funktion sehen.Es befand sich in etwa zwischen Rheintalbahn,Ausfahrt vom Rangierbahnhof (Richtung Windschläg),dessen Einmündung in die Rheintalbahn und dem Unterführungsbauwerk mit dessen Hilfe Nord-Süd Güterverkehr kreuzungsfrei in den Rangierbahnhof geführt wird.
Das Ganze verschwand als die NBS gebaut wurde.Wobei die aber nicht unmittelbar dieses Bauwerk berührte.
Nach Aussage älterer Kollegen,die heute mittlerweile alle im Ruhestand sind,sollte es früher mal direkt eine Bahnlinie vom Rangierbahnhof in Richtung Kehl/Strassburg geben.
Warum und vor allem unter dem Aspekt,daß die Verbindungskurve Muhrhaag ja nun wirklich nicht weit entfernt ist,entzieht sich leider meiner Kenntniss.
Wie man das Ganze dann noch mit dem Rangierbahnhof,der früher mal ein Zweiseitiger war und erst irgendwann um '60 rum in einen Einseitigen umgebaut wurde,verknüpft hätte,wäre sicher interessant.
Vielleicht war's ja damals die "Verkehrslawine" auf der Schiene,von der wir heute nur träumen können,für die man gewappnet sein wollte.

Der nächste grosse Hieb für Offenburg soll übrigens zum nächsten internen Fahrplanwechsel im Juni kommen.Der grösste Teil der Zugbildung soll dann in Mannheim erfolgen.
Inoffiziell wird davon gesprochen,daß dann die E-Gruppe stillgelegt (Entschuldigung von der Firma "Reihliohn" abbestellt) wird.Desweiteren sollen ein Gleisbündel (8 Gleise)stillgelegt werden,weil die 3'er-Gleisbremse schon über ihrer Zeit ist(nur noch Einzelabläufe möglich).
Tja und der Rest wird mit Sicherheit auch irgendwann folgen.
Ob Wagen auf ihrer Reise dann 300 oder gar 400km Umweg machen(so in etwa von XSBR nach RMR und dann zurück nach RNBG,RFG oder ROG),spielt da dann natürlich keine Rolle mehr.
Von umweltfreundlicher Schiene kann ebenfalls keine Rede mehr sein.

Gruss

JNR D51

bisher stiller Mitleser/Mitbetrachter toller Bilder

Literaturtipp

geschrieben von: Volker Blees

Datum: 17.05.05 12:22

Hallo,

als maßgebende Literatur zur Streckennetzentwicklug in Baden kann ich Dir empfehlen:

Albert Kuntzemüller, Die Badischen Eisenbahnen, Zweite
umgearbeitete und bis auf die Gegenwart fortgeführte Auflage,
Karlsruhe 1953

Scheint allerdings in OG nicht im Bestand der Stadtbibliothek zu sein :-(

Gruß
Volker

Re: Verbindungskurve RO-RKL um 1938?

geschrieben von: ortenau-s-bahner

Datum: 17.05.05 17:27

Hallo,

JNR D51 hat geschrieben:
> Bis vor ein paar Jahren konnte man in Offenburg am nördlichen
> Ende des Rangierbahnhofs noch ein einsames Brückenlager(das
> Rechte Richtung Norden betrachtet) ohne jegliche Funktion
> sehen.

Bist du sicher, dass das nicht auch ein Rest der ehemaligen Straßenbrücke in Höhe Bohlsbach war. Neben der vor 7-10 Jahren gebauten Straße östlich der Bahn sieht man von der noch Reste. Und auch in Bohlsbach selber führen einige Straßen auf genau dieser Höhe Richtung Bahn und enden jetzt etwas abrupt.

Danke auch an die anderen, den Kuntzemüller werd ich mir mal (wieder) anschauen, ist in der hiesigen (nicht OG) Unibibliothek vorhanden.

ortenau-s-bahner

Re: Verbindungskurve RO-RKL um 1938?

geschrieben von: JNR D51

Datum: 18.05.05 01:10

Hallo,

ja bin ich mir sicher,weil dieser Rest nicht rechtwinklig zur Schienentrasse,wie bei Strassenüberführungen allgemein üblich,stand,sondern im typischen Winkel,wenn ein parallel verlaufendes Gleis überführt wird.Ausserdem stand es ja quasi inmitten von Gleisen.


JNR D51

Re: Literaturtipp

geschrieben von: JNR D51

Datum: 18.05.05 09:58

Hallo,

wäre es möglich kurz darüber was zu sagen? Habe leider keinen Zugriff darauf.
Steht auch etwas über OG's Rbf drin?

Im Voraus vielen Dank

JNR D51

MEG?

geschrieben von: Binser

Datum: 19.05.05 08:42

Handelt es sich dabei um eine Strecke der Mittelbadischen Eisenbahnen (MEG)?

Siehe diese Karte von 1944.

Ein Klick auf die Kursbuchnummern führt zum jeweiligen Fahrplan.

Gruß Binser

Re: Verbindungskurve RO-RKL um 1938?

geschrieben von: modebom

Datum: 10.08.05 23:17

Hallo !!

Ich bin in Offenburg bei Railion zur Ausbildung gewesen, und habe wegen diesen Pfeilers auch mal gefragt, sder ist definitiv von der alten Strassenbrücke.

Greets, Tim

Re: Verbindungskurve RO-RKL um 1938?

geschrieben von: achertalbahn

Datum: 13.10.05 21:25

..habe leider den Beitrag heute erst gelesen: was den Pfeiler anbelangt, so ist dieser ein Fragment einer alten mehrbogigen Strassenbrücke von Bohlsbach nach Ebersweier, die etwa 1984 abgerissen wurde wegen Baufälligkeit. Übrigens gab es bis mitte der 90er Jahre in Höhe der Nord-Einfahrt des AW, östlich der Bahnanlagen noch eine große Ruine eines Brückenkopfes, der einer ebenfalls großen mehrbogigen Brücke entstammt, die hier ebenfalls die Offenburger Bahnanlagen überspannte und 1944 beim großen Bombenangriff zerstört wurde. Dieses Wiederlager verschwand beim Bau der neuen Ausfallstraße ( Verlängereung der Moltkestrasse ).
Was die Bahntrasse nach Kehl betrifft, so gab es tatsächlich eine auf weite Strecken schon trassierte Verbindung nach Straßburg, jedoch noch ohne Gleise, deren Weiterbau jedoch im Verlaufe des 1. Weltkrieges eingestellt wurde. Bis zum Bau der NBS war die mächtige Rampe und ein Brückenlager noch eindrucksvoll sichtbar. Spuren der Trasse kann man sogar heute noch in den Wäldern bei Griesheim sehen.