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ein Bild der Berliner S-Bahn von Ende 1964

geschrieben von: Dieter Weißbach

Datum: 02.08.26 13:48

Hallo in die Runde,

bei der Eisenbahnstiftung werden gerade einige neue Bilder von Jürgen Hagemann
zum Hochladen vorbereitet.

Das folgende Bild zeigt eine eher selten fotographierte Perspektive:

JH 1204 ET165 bSpa 1264 .jpg

Wir sehen einen Halbzug ET 165 vor einer charakteristischen Brückenfolge.


JH 1204 ET165 bSpa 1264-Ausschnitt .jpg

Eine Vergrößerung der Tw-Front lässt das Ziel Gesundbrunnen erahnen.
Eher ungewöhnlich für diesen Streckenabschnitt, aber durchaus fahrbar.

Waren Halbzüge ET 165 Ende 1964 dort üblich, oder sehen wir eine besondere Betriebssituation ?

Viele Grüße aus Berlin, Dieter

Historische Modellbahnausstellung Berlin 2026
vsl. Samstag 17.10. und Sonntag 18.10.2026
Saal der Kirchengemeinde Mater Dolorosa in Berlin Lankwitz

Re: ein Bild der Berliner S-Bahn von Ende 1964

geschrieben von: Alex74

Datum: 02.08.26 14:45

Dieter Weißbach schrieb:
Hallo in die Runde,

bei der Eisenbahnstiftung werden gerade einige neue Bilder von Jürgen Hagemann
zum Hochladen vorbereitet.

Das folgende Bild zeigt eine eher selten fotographierte Perspektive:

[attachment]

Wir sehen einen Halbzug ET 165 vor einer charakteristischen Brückenfolge.


[attachment]

Eine Vergrößerung der Tw-Front lässt das Ziel Gesundbrunnen erahnen.
Eher ungewöhnlich für diesen Streckenabschnitt, aber durchaus fahrbar.

Waren Halbzüge ET 165 Ende 1964 dort üblich, oder sehen wir eine besondere Betriebssituation ?
Lässt du uns teilhaben an deinem Wissen um den Ort?

ich bin etwas ratlos und vermute, dass es sich um die Strecke Spandau-Jungerfernheide handelt, der Fotograf stand dann auf der Wiesendammbrücke, Blickrichtung Spandau.

Re: ein Bild der Berliner S-Bahn von Ende 1964

geschrieben von: Stefan aus Berlin

Datum: 02.08.26 14:55

Ich denke auch, dass es sich um die genannte Brücke handelt.
Im Hintergrund der Turm vom Rathaus Spandau.

Re: ein Bild der Berliner S-Bahn von Ende 1964

geschrieben von: Dieter Weißbach

Datum: 02.08.26 15:10

... gerne. Die Verortung ist nach unserer Einschätzung schon mal richtig.

Viele Grüße aus Berlin, Dieter

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Saal der Kirchengemeinde Mater Dolorosa in Berlin Lankwitz

Re: ein Bild der Berliner S-Bahn von Ende 1964

geschrieben von: Nietenreko

Datum: 02.08.26 15:58

Der Zuglauf Spandau-West - Gesundbrunnen ist nicht ungewöhnlich, sondern war damals normal, bis die Linie nach Beusselstraße zurückgenommen wurde. Auch die Halbzüge waren ab 1961 infolge des S-Bahn-Boykotts im Westnetz normal, auf dieser Linie kamen allerdings sehr bald dann nur noch Viertelzüge aus Peenemündern (?) zum Einsatz.

Der S-Bahnzug fährt auf dem verbliebenen Streckengleis Hamburg - Berlin der Hamburger Bahn Richtung Siemensstadt-Fürstenbrunn. Das linke Gleis - ursprünglich geradeaus weiterführend - ist das stadteinwärts führende Streckengleis der Lehrter Bahn, seit der Neuordnung der Gleisanlagen Berlins um 1900 (?) nur noch im Güterverkehr befahren. Die Brücke im Vordergrund gehört zum sog. Hamburger Stadtbahnanschluss, der Verbindung Charlottenburg - Spandau Hbf., und ist seit der Verlegung auch des Hamburger Fernverkehrs auf die Wetzlarer Bahn nach der Flucht des Lokführers Harry Deterling am 5.12.61 ohne Verkehr. Die im Hintergrund schwach erkennbare längere Brücke gehört zur Anschlussbahn vom Rbf. Ruhleben zum Kraftwerk Reuter resp. Gbf. Nonnendammallee.

Hinweis: Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.

Re: ein Bild der Berliner S-Bahn von Ende 1964

geschrieben von: Osb

Datum: 02.08.26 16:13

Hallo,

ja genau, Zuggruppe N, Staaken - Gesundbrunnen. Auf dem ehemaligen S-Bahngleis fuhren dann ab 1982 die Güterzüge HuL/Moabit - Wustermark, um das Kopfmachen in Charlottenburg Gbf zu umgehen.
Tolles Bild!

Gruß,
Lenni

Re: ein Bild der Berliner S-Bahn von Ende 1964

geschrieben von: Nietenreko

Datum: 02.08.26 17:34

Ich weiß nicht, ob das verblieben Gütergleis Jungfernheide - Ruhleben der Lehrter Bahn befahrbar war bzw. in der Zeit zwischen 1961 und 1980 tatsächlich befahren wurde, großer Bedarf dürfte nicht bestanden haben. Es gab zwar Güterverkehr über Staaken, m.W. ging der aber hauptsächlich nach Ruhleben bzw. alles darüber hinaus nach Grunewald oder Tempelhof. Fakt ist, daß das S-Bahngleis in wesentlich besserem Zustand war, und da die DR ohnehin vorhatte, den S-Bahnverkehr auf diesem Streckenabschnitt einzustellen, welchem Vorhaben ja durch den Streik erheblicher Vorschub geleistet wurde, lag es nahe, dieses Gleis für den Containerverkehr zu ertüchtigen.

Hinweis: Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.





2-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.08.26 17:49.

Re: ein Bild der Berliner S-Bahn von Ende 1964

geschrieben von: Eurocity341

Datum: 02.08.26 17:50

Hallo!

Der Bau der Mauer - in wenigen Tagen ist es der 65. Jahrestag - hat die Fahrgastzahlen bei der S-Bahn im Westteil Berlins regelrecht einbrechen lassen. Da wurden die Züge geschwächt. An den Fahrplänen sah man das im weiteren Verlauf auch: Betriebszeiten wurden gekürzt und später dann Strecken eingestellt.

Zumindest der Bereich um die Station Friedrichstraße sah zumindest ab November 1964 wieder "etwas" besser aus, da DDR-Rentner für bis zu 30 Tage in den Westen reisen konnten. Da war zumindest auf der Stadtbahn das Fahrgastaufkommen etwas besser geworden. Die Rekorde aus der Zeit bis 1945 bzw. bis 1961 wurden allerdings nicht wieder erreicht. Zumindest nach Übernahme der S-Bahn durch die BVG - allerdings auf einem geschrumpften Netz - werden die Fahrgastzahlen von Jahr zu Jahr wieder besser. Der 9.11.1989 - abends - brachte dann die endgültige Wende bei den Fahrgastzahlen. Da war doch was...

Einen letzten größeren Fahrgastansturm gab es an den Spieltagen der Fußball-WM 1974. An jenen Tagen wurden Sonderzüge zum Olympiastadion gefahren.

Obwohl so nah, war der Westteil der Stadt für die meisten DDR-Bürger ganz weit weg. Dennoch konnte der Kursbuchnutzer (Binnenverkehr) bis einschließlich 1983/84 den S-Bahn-Fahrplan ablesen und träumen. Danach wurden nur noch die An- und Abfahrtszeiten in Friedrichstraße bei der Stadtbahn mitgeteilt. Das Kursbuch 1989/90 vermeldete auch das nicht mehr. Doch 1990 waren die Fahrpläne der Linien S 1 bis S 3 im Kursbuch vertreten.

Kai-Uwe, der "Cottbuser"

Mit freundlichen Grüßen

Der Cottbuser

Re: ein Bild der Berliner S-Bahn von Ende 1964

geschrieben von: Nietenreko

Datum: 02.08.26 19:18

Die Fahrgastzahlen brachen weniger wegen des Mauerbaus ein als vielmehr wegen des Boykottaufrufs durch Gewerkschaften und Politik ("Kein Geld für Ulbrichts Stacheldraht!"). Auch der ansonsten von mir sehr geschätzte Reg. Bgm. Willy Brandt beteiligte sich daran, und es tröstet nur wenig, daß er Jahre später eingestand, daß das nicht richtig war. Der Verkehrsbedarf jedenfalls bestand auch nach der Teilung weiter, nur konnte die BVG die Massen, die vorher mit der S-Bahn gefahren waren, so plötzlich nicht oder nur ganz unzureichend befördern. In aller Eile wurden im ganzen Bundesgebiet Busunternehmen zusammengetrommelt, die Fahrzeuge mit Fahrern nach Berlin entsenden konnten, um das Verkehrschaos halbwegs abzumildern. Ich entsinne mich noch gut, daß ich in meinen ersten beiden Schuljahren anno 62 und 63 oft mit Reisebussen zur Schule gefahren bin, bspw. mit bayrischem Fahrer und Berliner Schaffner.

Stillgelegt wurde in West-Berlin bis 1980 nichts, die DR hatte ja Betriebspflicht, allenfalls wurden Tarifpunkte aufgegeben (bspw. Schlachtensee, Heiligensee, Lichtenrade, Hermsdorf), und auf den Streckenteilen über die Stadtgrenze hinweg "ruhte der Betrieb aus technischen Gründen", so die offizielle Sprachregelung. Auf den in der DDR gelegenen Streckenenden wurde in den Folgemonaten der Betrieb umgestellt auf Dampf- bzw. Dieseltraktion, lediglich Hennigsdorf - Velten blieb wegen der Twh Velten weiterhin elektrisch, und Hohenneuendorf - Oranienburg wurde umgehend über den Außenring an das Ost-Berliner Netz angebunden.
Kurios war die Situation der Strecke Wannsee - Potsdam, die - obwohl ebenfalls bei Kohlhasenbrück unterbrochen - weiterhin befahrbar gehalten werden musste, wohl auf alliierte Anweisung hin. Ich selber habe dort Anfang der Siebziger eine 106 mit geschobenem Pwg auf dem ehem. BÜ Königsweg als Bereisungszug stehen sehen, kurz vor den traurigen Resten des E-Sig Griebnitzsee, und umwimmelt von Uniformen und Zivilisten. Allzulange dürfte dieser Zustand aber wohl nicht mehr Bestand gehabt haben, denn ein paar Jahre später, bei meinem letzten Besuch dort, lagen Birken quer über das Gleis.

Hinweis: Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.

Re: ein Bild der Berliner S-Bahn von Ende 1964

geschrieben von: Dieter Weißbach

Datum: 02.08.26 21:20

Guten Abend,

ich komme erst jetzt zum Schreiben. Vielen Dank für die vielen Antworten.

Dann war der Zuglauf Spandau-West - Jungfernheide - Gesundbrunnen mit Halbzügen
auf der Zuggruppe N also um 1964 der Regelfahrplan. Über Fürstenbrunn war mit Fußweg
die Siemensstadt erreichbar, das könnte für die Spandauer durchaus eine Alternative
gewesen sein, falls die Straßenbahn zu den Schichtwechselzeiten zu voll wurde.

Viele Grüße aus Berlin, Dieter

Historische Modellbahnausstellung Berlin 2026
vsl. Samstag 17.10. und Sonntag 18.10.2026
Saal der Kirchengemeinde Mater Dolorosa in Berlin Lankwitz




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.08.26 21:20.

Siemensstadt

geschrieben von: TransLog

Datum: 02.08.26 21:49

Dieter Weißbach schrieb:
Über Fürstenbrunn war mit Fußweg die Siemensstadt erreichbar, das könnte für die Spandauer durchaus eine Alternative
gewesen sein, falls die Straßenbahn zu den Schichtwechselzeiten zu voll wurde.
Siemensstadt war aber auch über Jungfernheide - Gartenfeld erreichbar. Wer hätte da laufen wollen?

Gruß, Ulrich

Re: Siemensstadt

geschrieben von: Dieter Weißbach

Datum: 02.08.26 22:16

Hallo Ulrich,

sicher, Fürstenbrunn lag schon sehr abseits.

Auf Wikipedia wird eine Fahrgastzahl von durchschnittlich 67 Personen pro Tag (im Jahr 1976)
erwähnt, das entspricht rd. 35 Personen morgens hin und 35 Personen nachmittags zurück.
Ab 1976 wurde hier auch ein 30 min-Takt eingeführt.

Viele Grüße aus Berlin, Dieter

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Re: ein Bild der Berliner S-Bahn von Ende 1964

geschrieben von: EDK 1000

Datum: 03.08.26 11:12

Nietenreko schrieb:
Ich weiß nicht, ob das verblieben Gütergleis Jungfernheide - Ruhleben der Lehrter Bahn befahrbar war bzw. in der Zeit zwischen 1961 und 1980 tatsächlich befahren wurde, großer Bedarf dürfte nicht bestanden haben ..
Dieses Gleis war bis auf die Trasse freigeräumt. In dem genannten Zeitraum gab es nur die beiden eingleisigen Streckengleise Jungfernheide - Abzw/Bk Ruo bis 1974 - Bln-Spandau (S-Bahn) sowie Bln-Charlottenburg Gbf - Bln-Ruhleben Gbf (Güterverkehr). Wann Füb auf der S-Bahnstrecke als Bahnhof aufgelassen wurde, habe ich gerade nicht parat.

_____
Gruß aus der nördlichsten Hauptstadt Europas





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.08.26 11:15.
Liebe Freunde historischer Berlin-Bilder der Eisenbahn!

Ich kann vieles bestätigen, was als Fragen aufgeworfen worden ist; ich mache das mal ohne die vielen @nickname .


Ja, der Bildausschnitt und der Fotostandort Wiesendammbrücke können bestätigt werden (Fotografen-Standort und Blickwinkel markiert):

4.1964.45.7225-.jpg


Auch fuhr damals die S-Bahn noch, wie die auf nachstehenden Luftbildern des Streckenbandes,
das bis zur Spreebrücke kurz vor der Einfahrt Bf. Jungfernheide reicht, zu erkennen ist.
Auch der Bf. Fürstenbrunn ist noch im Betrieb (m.W. im Herbst 1980 nach dem S-Bahnstreik aufgegeben).
Gut zu erkennen die Durchgängigkeit der Fernbahngleise, der Abzweig Charlottenburg zum Ring runter,
sowie die Trennung vom S-Bf. Jungfernheide nach Westen hin gleich hinter der Spreebrücke zum westlichen
Innenring bzw. zur Siemensbahn. Auch Teile des Gbf. Charlottenburg sind erkennbar.
Das Gleisdreieck des Abzweiges habe ich im Vollformat der Aufnahme aufbereitet, um die Trassenführung
der Siemensbahn zu sehen.

4.1964.47.7143-.jpg

In Höhe des S-Bahnzuges das alte Stellwerk Abzweig Wiesendamm
4.1964.47.7140-.jpg

In Bildmitte ist noch der in den Nuller Jahren aufgegebene BÜ Ruhwaldweg (handbediente Schranke) zu erkennen
4.1964.47.7137-.jpg

Auf der Fläche des damaligen Bahnhofsvorplatzes Fürstenbrunn ist heute das Vereinshaus des Charlottenburger Kleingarten-Bezirksverbandes vorhanden.
4.1964.47.7133-.jpg

4.1964.47.7130-.jpg

Anzumerken ist, dass im Zuge der Ringbahn-Reaktivierung (S-Bahn) die Überführung der nach Westen und Süden führenden
S-Bahn-Trasse der Ringbahn heute höher gelegt wurde, um bei der Überführung über die Hamburger und Lehrter Bahn genug
Platz für die Oberleitung zu haben.
Die Brücke über die (zweigleisige!) Trasse der Siemensbahn im Zuge der Rampe wurde abgerissen und durch einen Bahndamm ersetzt.
Die Folge: Es wird eine ab westlich Bf. Jungfernheide bis zur Auframpung, die kurz vor der Rudolf-Wissell-Brücke beginnt,
eine völlig andere Trassenführung und Gradiente für die Siemensbahn geben müssen...
4.1964.46.7065-.jpg

... denn auch die Spreebrücke für die damalige Ringbahn- und Siemensbahntrassierung ist abgerissen (gibt heute nur noch die Pfeiler),
und in die alte Trasse beim Bf. Jungfernheide ist ein S-Bahn-Unterwerk eingebaut worden, das nun an anderer Stelle erneuert werden
muss (...es sollte ja niemals wieder die Siemensbahn auferstehen...). Geniale Planung.
1964_SW_04_080_7750-.jpg


Ich hoffe, Fragen zu "damals" und auch zu "heute" beantwortet haben zu können.

Viel Spaß beim Gucken und vergleichen.

Beste Grüße
VB995
"Auch der Bf. Fürstenbrunn ist noch im Betrieb (m.W. im Herbst 1980 nach dem S-Bahnstreik aufgegeben).
[...]
In Höhe des S-Bahnzuges das alte Stellwerk Abzweig Wiesendamm ..."

Anmerkung: Die Betriebsstelle Siemensstadt-Fürstenbrunn war 1980 definitiv kein Bahnhof mehr sondern seit vielen Jahren nur noch Haltepunkt (definitiv bereits 1972, möglicherweise tatsächlich seit Ende der sechziger Jahre). Die beiden Weichen hatten in den 70er Jahren auch keine Zungenvorrichtungen und Herzstücke mehr, nur das alte Kreuzungsgleis lag noch da.
Und das Stw 'Abzweig Wiesendamm' war die Blockstelle Spree (Die heute als Gebäude übrigens immer noch erhalten ist).

P.S. Interessant in Siemensstadt-Fürstenbrunn ist übrigens die offenbar noch 1964 neu eingebaute Weiche der Weichenverbindung von der S-Bahn zum Gütergleis nach Chag.

_____
Gruß aus der nördlichsten Hauptstadt Europas





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.08.26 23:25.

Re: ein Bild der Berliner S-Bahn von Ende 1964

geschrieben von: Nord_süd_bahn

Datum: 04.08.26 07:37

P
Nietenreko schrieb:
Fakt ist, daß das S-Bahngleis in wesentlich besserem Zustand war, und da die DR ohnehin vorhatte, den S-Bahnverkehr auf diesem Streckenabschnitt einzustellen, welchem Vorhaben ja durch den Streik erheblicher Vorschub geleistet wurde, lag es nahe, dieses Gleis für den Containerverkehr zu ertüchtigen.
Richtig, mit Betonschwellen. Dazwischen Holzschwellen für die Stromschienenhalter und sogar ein paar längere Betonschwellen mit Schraublöchern für die Halter. Im Westen was besonderes.
Leider kam ich zu spät um noch S-Bahnen dort zu sehen.

MfG die Nordsüd S-Bahn

Re: ein Bild der Berliner S-Bahn von Ende 1964

geschrieben von: EDK 1000

Datum: 04.08.26 10:50

Nord_süd_bahn schrieb:
... Richtig, mit Betonschwellen. Dazwischen Holzschwellen für die Stromschienenhalter und sogar ein paar längere Betonschwellen mit Schraublöchern für die Halter. Im Westen was besonderes ...
Das Streckengleis Jungfernheide - Bln-Spandau wies
tatsächlich in den 70er Jahren durchgehend diese speziellen Betonschwellen mit den Befestigungslöchern für die Stromschienenböcke auf. Lediglich im Bereich der SÜ Klärwerkstraße wurden 1976 bei der Neutrassierung wegen der Wiederinbetriebnahme der Fernbahn auf ca. 500 m für jede 7. Schwelle eine längere Holzschwelle für die Stromschienenböcke eingebaut.

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Gruß aus der nördlichsten Hauptstadt Europas





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 04.08.26 11:07.

Re: ein Bild der Berliner S-Bahn von Ende 1964

geschrieben von: Nietenreko

Datum: 04.08.26 10:58

Ich habe mich etwas mißverständlich ausgedrückt, ich meinte natürlich nur den Abschnitt zwischen Jungfernheide und Fürstenbrunn. Daß das Gleis danach Richtung Ruhleben noch befahren wurde, ist klar. M. E. ist aber auf den Bildern von VB995 eindeutig zu erkennen, daß auch zwischen Jungfernheide und Fürstenbrunn noch ein Gleis auf der Lehrter Bahn liegt, und auch der Gleisplan von 1967 bei spoorenplanOnline [www.sporenplan.nl] zeigt diese Gleis als noch vorhanden. Frage nur, bis wann da was gefahren ist, denn allzugroß kann der Bedarf nicht gewesen sein.

Hinweis: Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten.

Re: ein Bild der Berliner S-Bahn von Ende 1964

geschrieben von: Nord_süd_bahn

Datum: 04.08.26 11:58

EDK 1000 schrieb:
Nord_süd_bahn schrieb:
... Richtig, mit Betonschwellen. Dazwischen Holzschwellen für die Stromschienenhalter und sogar ein paar längere Betonschwellen mit Schraublöchern für die Halter. Im Westen was besonderes ...
Das Streckengleis Jungfernheide - Bln-Spandau wies
tatsächlich in den 70er Jahren durchgehend diese speziellen Betonschwellen mit den Befestigungslöchern für die Stromschienenböcke auf. Lediglich im Bereich der SÜ Klärwerkstraße wurden 1976 bei der Neutrassierung wegen der Wiederinbetriebnahme der Fernbahn auf ca. 500 m für jede 7. Schwelle eine längere Holzschwelle für die Stromschienenböcke eingebaut.
Danke, noch präziser.

MfG die Nordsüd S-Bahn

Re: Siemensstadt

geschrieben von: Schienenknecht

Datum: 04.08.26 13:22

Wenn man aus Richtung Spandau kam, war es eine Alternative.

Die U7 gab es nicht und die Menschen sind früher mehr gelaufen.



Grüße aus Berlin
Schienenknecht


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