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 04 - Historisches Forum 

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Hauptverantwortliche Moderatoren: Klaus Habermann - JensMerte - Rönshausener - Th.D.

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Guten Tag zusammen,

gleich zu Beginn muss ich sagen, dass einige der hier gezeigten Bilder höheren Qualitätsansprüchen nicht genügen. Ich zeige sie trotzdem, weil es nur wenige bekannte Bilddokumente von der Krefelder Eisenbahn in den 1960er Jahren gibt und weil sich zurzeit wegen des drohenden Endes des "Schluff"-Betriebs der Blick stärker auf diese Bahn richtet.

Geb_sw_EKlass_KEG_FdE_Kind_Nord_Topo__064_01_DSO65.jpg
Bild 1
Eines meiner ersten Eisenbahnfotos (1965).
Das Hebelstellwerk in der Wellblechbude wurde kurz darauf durch ein in einem modernen Gebäude untergebrachtes Drucktastenstellwerk ersetzt. "KNS" steht für "Krefeld-Nord Süd", da sich das Stellwerk am Südende des Nordbahnhofs befand. Im Hintergrund der Kaiser-Wilhelm-Park mit der Radrennbahn.

BE_KRE_KEG_FdE_Kind_Nord_Topo_152_01_DSO65.jpg
Bild 2
Mein leider einziges Foto (1965) der letzten Dampflok der Krefelder Eisenbahn (Krupp, Bj. 1949). Die Lok wurde im selben Jahr ausgemustert. Die Lok war im Einfahrgleis des Nordbahnhofs zum Stehen gekommen (was ungewöhnlich war) und schien darauf zu warten, dass ich dies von einem Fenster der elterlichen Wohnung aus bemerkte und eilig die Straße überquerte, um dann durch ein Loch im Maschendrahtzaun zu schlüpfen und hastig dieses Foto mit abgeschnittenem Schornstein zu machen.


KEG_FdE_3201_01_DSO65.jpg
Bild 3
Fahrkarte von einer Dampflokfahrt der "Freunde der Eisenbahn Krefeld". Die Fahrkarte konnte ich in einer Philatelie- und Fahrkartenausstellung im Krefelder Rathaus fotografieren (um 2008). Die Rheinische Post berichtete im April 1965, dass ein US-Amerikaner an der Fahrt teilgenommen und es "wonderful" gefunden habe.

KEG_FdE_008_01_DSO65.jpg
Bild 4
Lok 4 (Deutz 1956) verlässt den Nordbahnhof in Richtung Westbahnhof (1965). Links das Ausziehgleis, an dessen Ende sich ein Schüttprellbock befand, der 1966 durch einen stählernen Prellbock üblicher moderner Bauart ersetzt wurde. Auf dem alten, oben von allerlei Grünzeug bewachsenen Schüttprellbock konnte "man" stehen und Fotos machen.

EG_KEG_FdE_154_01_DSO65.jpg
Bild 5
Ebenfalls von dem beschriebenen Prellbock aus machte ich dieses Foto von der aus Richtung Westbahnhof im Nordbahnhof eintreffenden Jung-Diesellok. (Auf die einzelnen Lokomotiven gehe ich im Teil 2 dieses Beitrags näher ein.)
Links im Hintergrund ein DÜWAG-Triebwagen. Erst seit 1964 konnten solche Straßenbahnen auf dieser Strecke (Linie 2) fahren, nachdem an der Endhaltestelle "Eisstadion" eine Wendeschleife angelegt worden war. Allerdings wurde 1968 die Straßenbahnlinie stillgelegt (ich lasse mich da gern berichtigen) und Anderthalbdecker (Busse von Mercedes-Benz mit Ludewig-Heck) übernahmen den Dienst.

KEG_151_01_DSO65.jpg
Bild 6
Mein erstes Führerstandsfoto, aufgenommen 1965 in der zweiachsigen MaK-Lok von 1958, die ich ebenfalls im 2. Teil vorstellen werde.

KEG_070_01_DSO65.jpg
Bild 7
Zwei Jung-Lokomotiven im Nordbahnhof. Solche Treffen waren damals alltäglich. Vorn die schon im Bild 5 gezeigte Lok, daneben auf dem schon erwähnten Ausziehgleis eine erst 1966 zur Krefelder Eisenbahn gekommene Lok des Typs R 60 D.

Geb_KEG_FdE_Kind_Topo_058_02_DSO65.jpg
Bild 8
Bild über die Gleisanlagen am nördlichen Ende des Bahnhofs (1965). Links geht es in Richtung Hüls, rechts die verzweigten Ladegleise, alle mit handbedienten Weichen. Meines Wissens waren alle Weichen am Nordkopf des Bahnhofs handbedient, während die Weichen (darunter drei Kreuzungsweichen) am Südkopf von dem auf Bild 1 gezeigten Stellwerk aus gesteuert wurden.

KRE_KEG_Topo_809_01_DSO65 .jpg
Bild 9
Es gibt nichts, was man als Zwölfjähriger nicht sammeln kann. Bei diesem Spaziergang über den Nordbahnhof waren es die Anschriften auf Güterwagen, die ich auf mehreren Bildern festhielt. Es machte mir Spaß, Waggons verschiedener Bahnverwaltungen anzutreffen (ÖBB, SNCF, FS, SNCB ...).
Über den im Bereich der Ladegleise gelagerten Schrott kann ich keine Auskunft geben. Links im Bild ist ein Stück der leider vor einigen Jahren abgerissenen Kleinewefers-Hallen am Neuen Weg zu sehen.

Geb_Kind_KEG_810_01_DSO65.jpg
Bild 10
Auch dieser alte KEG-Wagen war mir ein Foto wert.
Erwähnen möchte ich noch, dass mir damals als Kind mit Fotoapparat gestattet wurde, auf dem Rangierbahnhof und im Bereich der Ladegleise herumzuspazieren (vielleicht eine gute halbe Stunde lang), wobei allerdings gesagt werden muss, dass in dieser Zeit keine Rangiertätigkeit stattfand.

Aus Gladbeck grüßt
Joachim



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.08.26 21:09.
Hallo Joachim,
auch ich habe meine frühe Jugend nahe am Nordbahnhof der KEG (an der Weberstraße) verbracht. Aber fotografiert habe ich mangels Kamera nicht. Um so mehr freue ich mich über Deine Bilder mit sehr interessanten Perspektiven - zum Beispiel die mit der Straßenbahn zum Eisstadion am Gericht hinter der Jung-Diesellok. Toll..
Die Krevag-Linie 2 Eisstadion - Friedrichsplatz wurde am 26. Mai 1968 eingestellt. So steht es im Standardwerk "Gut, daß wir sie haben" - 100 Jahre elektrische Straßenbahn in Krefeld.
Als Dankeschön füge ich ein Foto von einem Dampf-Güterzug im Nordbahnhof bei. Es entstand am 18. 11.1980. Zur Personalschulung auf der neuen "KEG 1" ersetzte die "Graf Bismarck" den planmäßigen Diesel an einigen Tagen.

q19880-11-18 Krefeld Nord Kopie_bearbeitet-1.jpg

Bin gespannt auf die Fortsetzung Deines Beitrags.
Viele Grüße
55er
(Klaus Peter)
Vielen Dank für deine Rückmeldung und das Foto!

Von den Personalschulungsfahrten habe ich auch einige wenige Fotos machen können, die ich demnächst zeigen will. Interessant sind die Waggons auf deinem Foto. Haus-zu-Haus-Behälter habe ich nur ganz selten gesehen; für welchen Kunden mögen sie bestimmt gewesen sein? Fast am Zugschluss erkennt man außerdem eine schräggestellte (ich weiß nicht, wie der Fachausdruck für die Art der Platzierung der Ladung heißt) große Metallplatte. Es mag sich um ein Produkt der im Stadtteil Inrath ansässigen Gießereien handeln. Andererseits ist der abgebildete Zug nicht von dort, sondern aus Richtung Westbahnhof hereingekommen. Oder hat man etwa für den Fotografen die Lok ans andere Zugende gesetzt, um die Lokfront schön ins Bild zu setzen?

Nun noch etwas zur Straßenbahnlinie 2: Ich kann mir kaum vorstellen, dass der Linienweg Friedrichsplatz - Eisstadion war. Das wäre ja eine Strecke mit drei, maximal vier Unterwegshalten gewesen. Das Fahrgastaufkommen ab Friedrichsplatz hätte kaum einen Straßenbahnverkehr mit modernen Vierachsern gerechtfertigt. War es nicht eher so, dass die Linie 2 bis zur alten DEW-Hauptverwaltung ging? Oder vielleicht auch bis "Friedhöfe"? Jedenfalls bin ich 1963/64 manchmal mit sehr alten Zweiachsern von "Ostwall/Rheinstraße" über "Friedrichsplatz" bis "Amtsgericht" gefahren. Diese Wagen verschwanden dann mit dem Bau der Wendeschleife.

Das angehängte Foto zeige ich, weil es am Eisstadion entstand. Bis dorthin bzw. bis zum benachbarten Kühlhaus führte einst ein in Inrath von der KEG-Strecke abzweigendes Gleis. Mein Vater fotografierte damals bei einem Familienspaziergang seinen dreijährigen Sohn bei dem Versuch, einen Weichenhebel umzulegen :-)

Aus Gladbeck grüßt
Joachim

Geb_Kind_KEG_566_01.jpg
Hallo Joachim,
die schräg gestellte Platte auf dem vorletzten Waggon war vielleicht eine Reklamation? :-) Das wird kaum noch zu klären sein.
Jedenfalls habe ich keinerlei Einfluss auf die Reihung der Wagen oder Stellung der Lok genommen. Der Zug stand Richtung Hüls.
In Richtung Hüls waren die Gleisanschlüsse, bei denen größere Frachten bewegt wurden. Am 3.11.1980 hatte KEG 1 bei Koerver & Lersch allerdings nicht allzu viel zu bewegen:

1.5_bearbeitet-2.jpg

Deine Anmerkungen zur Straßenbahnlinie 2 sind völlig berechtigt. Die Linie 2 verkehrte zwischen den Endpunkten Eisstadion und DEW-Betriebsverwaltung bzw. Friedhöfe. Im Mai 1968 wurde der Abschnitt Friedrichsplatz - Eisstadion auf Busbetrieb umgestellt. Die "restliche" Strecke ist zum großen Teil noch heute in Betrieb.
Grüße aus Krefeld
55er



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.08.26 18:47.
Was für ein stimmungsvolles Bild von der Anschlussbedienung! Vielen Dank dafür. Da wäre ich gern dabei gewesen.
Bei Koerver & Lersch habe ich in den frühen 1980er Jahren auch mal fotografiert - und dann vor ein paar Jahren den "Schluff" bei der Vorbeifahrt am Inrather Industriegebiet (s. angehängtes Foto) bei von mir bevorzugten Licht-/Wolkenstimmung ...

Übrigens habe ich vor ein paar Jahren mal versucht, Plandampf auf der Krefelder Hafenbahn (also Bedienung der dortigen Anschlüsse mit der "Graf Bismarck") zu organisieren. Man ist damals sehr freundlich auf mein Anliegen eingegangen, hat aber keine Möglichkeit gesehen, die Idee zu verwirklichen. Trotzdem liegt mir die Sache noch noch am Herzen. Man soll ja nicht zu schnell aufgeben.

Joachim


DSO5_Geb_LR_Ind_2118_02_DSO80 Kopie.jpg

Ladung Fertigteile?

geschrieben von: Gleis MA 11-12

Datum: 02.08.26 20:07

Nordbahnhof53 schrieb:
Vielen Dank für deine Rückmeldung und das Foto!

... Fast am Zugschluss erkennt man außerdem eine schräggestellte (ich weiß nicht, wie der Fachausdruck für die Art der Platzierung der Ladung heißt) große Metallplatte. Es mag sich um ein Produkt der im Stadtteil Inrath ansässigen Gießereien handeln. ...

Aus Gladbeck grüßt
Joachim

[attachment]
Moin Joachim,

erstmal vielen Dank für Deine tollen Bilder einer mir bis heute unbekannten Bahn. Ob der Weichenwärter auf dem väterlichen Bild den Kraftakt geschafft hat? ;-)

Zum Bild von Klaus Peter habe ich eine Vermutung. In der Vergrößerung sieht es wie zwei Teile aus. Es könnten sich eventuell auch um Betonfertigteile handeln (vermutlich Deckenteile). Heute werden solche Teile mit Sattelschleppern direkt auf die Baustelle geliefert. War bei einem Anschließer eine neue Halle oder etwas ähnliches in Bau?

Soweit mein Gedankengang.

Gruß aus Mannheim
Rolf

Technologieoffenheit bei der Bahn! https://up.picr.de/50359771fz.jpg https://up.picr.de/50471926ry.jpg

Zum Schrott auf Bild 9:

geschrieben von: Essenberger

Datum: 02.08.26 21:00

Moin,
der Schrotthaufen sind die Reste eines Landdampfkessels,
genauer: eines Flammrohrkessel mit Wellrohr, evtl ein Teil der Fa. Kleinewefers (?)

[www.albert-gieseler.de]

[de.wikipedia.org]

Glück Auf,

Rüdiger



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.08.26 21:03.
Moin moin,

erstmal danke für diese seltenen Bilder von der KE!

Ich interpretiere Klaus-Peters Bild von 1980 mit Hilfe von Wolff, Band 5 wie folgt:

Die Behältertragwagen könnten Formsand für die Giesserei bei Siempelkamp beinhalten.

Die Schwerlastwagen dahinter vielleicht Rohmaterial für die Maschinenfabrik Koerver & Lersch?

Der Französische Autotransportwagen verwirrt mich, das Peugeot-Lager lag doch Richtung St. Tönis?

Der Tafelwagen wahrscheinlich ein Blech mit Überbreite für die Kesselfabrik Dornbusch, sofern die noch 1980 auf der Schiene bedient wurde.

Den Kesselwagen am Schluß kann ich so überhaupt nicht erklären, in Hüls habe ich eine Papierfabrik Laufenburg gesehen, könnte die der Empfänger gewesen sein?

Spannend finde ich auch Tds-Wagen im Hintergrund. Auf Dieter Riehemanns Bildern aus St. Tönis sind sie auch an der Ladestraße zu sehen. Kunstdünger für den Landhandel?

Gruß
Alex

Re: Ladung Fertigteile?

geschrieben von: Nordbahnhof53

Datum: 03.08.26 08:56

Danke, Rolf, für deine Überlegungen! Ob damals irgendwo etwas im Bau war, wo solche Teile benötigt wurden, kann ich leider nicht sagen.

Wie auch immer - im 2. Teil des Beitrags werde ich wieder einige Waggons zeigen, bei denen man sich fragen kann, was da wohl geladen ist :-)

Aus Gladbeck grüßt
Joachim

Re: Zum Schrott auf Bild 9:

geschrieben von: Nordbahnhof53

Datum: 03.08.26 09:12

Danke, Rüdiger, für die fachkundige "Bestimmung" der Schrottteile! Sehr interessant.

Gegen deine Vermutung, dass die Teile von der Fa. Kleinewefers stammen könnten, spricht vielleicht, dass - im Bild nicht sichtbar - zwischen der Fabrikhalle und der Stelle, wo die Schrottteile abgelegt sind, die Gleise nach Hüls und einige Rangiergleise mit Weichenstraße liegen. Man hätte mit einem LKW den Schrott vom Fabrikgelände über den BÜ am Neuen Weg und dann ein kleines Stück über die Geldernsche Straße zu den Ladegleisen der KEG fahren müssen. So kann es natürlich gewesen sein.

Übrigens ist auf einem alten Gleisplan, der mir leider im Moment nicht vorliegt, zu sehen, dass die Fa. Kleinewefers ein eigenes kurzes Anschlussgleis besaß. Ob dies 1965 noch der Fall war, weiß ich nicht. Falls ja, hätte man dieses Gleis zur Schrottverladung genutzt und hätte nicht den Schrott bei den Ladegleisen gelagert.

Aus Gladbeck grüßt
Joachim
Hallo, Alex, vielen Dank für deine komplexen Überlegungen, die ich mit großem Interesse gelesen habe!
Inwieweit deine Vermutungen bzw. Interpretationen zutreffen, kann ich leider nicht beurteilen.

Zum Autotransportwagen: Ja, das Autolager liegt an der Strecke Richtung St. Tönis. Ein Zug, der von der DB kommt, kann dies über das Gleisdreieck ansteuern, ohne den Nordbahnhof zu berühren. Aber Krefeld Nord war eben der Rangierbahnhof, der in der Regel zunächst angefahren wurde - und dann wurden dort die Züge in die verschiedenen Richtungen gebildet.
Übrigens wurden (und werden?) Gleise am Nordbahnhof zur Abstellung von Autotransportwagen genutzt, wie auf dem angehängten Foto, das ich vor vielleicht zehn Jahren gemacht habe, zu sehen ist. Das Bild habe ich aus einem "Schluff"-Waggon heraus aufgenommen; im Hintergrund die im Zusammenhang mit Bild 9 erwähnte Kleinewefers-Halle, die leider abgerissen wurde.

Joachim

KEG_FdE_ind_4038_01_DSO2000.jpg
Hallo zusammen,
im Hifo lernt man immer was dazu. Es gibt ein Verzeichnis der Gleis-Anschlüsse, der Informationen über die Anschließer bzw. deren Frachtgut enthält? So interpretiere ich die Recherche-Ergebnisse von Alex. Was genau ist "Wolf 5"?
Zur Ergänzung füge ich ein weiteres Nordbahnhof-Foto bei, auf dem u.a. ein weiterer Behältertragwagen zu sehen ist. Vielleicht lässt sich die Geschichte weiter entwickeln...
55er
(Klaus Peter)
linke Seite - Kopie.jpg
Gemeint das Werk von G. Wolff, in dem sich auch die angehängte Bahnhofskizze mit Quellengabe befindet.

Joachim


20260803_101709.jpg

Die "Hannibal"

geschrieben von: Joachim Leitsch

Datum: 03.08.26 19:52

war ja die Lok 1 in Fünft (!!!) Besetzung. Schön, daß Dir noch ein Betriebsbild in Krefeld gelungen ist, sehr schön :)

Die Maschine wurde nach Abstellung in KR noch nach Neukirchen-Vluyn zur Zeche Niederberg verkauft:

NBAG II"
Ct n2
Kr 2404 au 1949
Typ "Hannibal"
1966 i.E.; + 03.03.1969
1965 ex Krefelder Eisenbahn "1V"


RUHRKOHLE - Sichere Energie

seit dem 24.II.2022 bittere Wahrheit in Europa




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.08.26 20:46.

Re: Die "Hannibal"

geschrieben von: Nordbahnhof53

Datum: 03.08.26 20:13

Hallo Joachim,

da muss ich dich auf einen kleinen Irrtum hinweisen :-)

Es handelt sich um Lok 2, einen D-Kuppler (Typ "Rheinhausen"), ebenfalls 1949 von Krupp gebaut. Während die Lok 1 (Typ "Hannibal") an die Zeche "Niederberg" verkauft wurde und 1968 für ein paar Jubiläumstage zur KEG zurückkehrte, wurde die Lok 1 leider ausgemustert (1965) und verschrottet (1966?).

Noch einen schönen Abend wünscht
dein Namensvetter azs Gladbeck

Oopsi

geschrieben von: Joachim Leitsch

Datum: 03.08.26 20:46

ich bin durch das spießwinklige Foto auf Glatteis gekommen, Joachim :/

Über die 2 (in 4-Beestzung) weiß "man" zurzeit nur dies:

Krupp D 2819 aus 1950
Type Rheinhausen
Dn2t
1435mm
08.12.1950 Krefelder Eisenbahn-Gesellschaft AG "2IV" (1965 a)

Sonderlich alt sind fast alle Rheinhausen nicht geworden - leider.

Grüße vom Rheinstrande
J.

RUHRKOHLE - Sichere Energie

seit dem 24.II.2022 bittere Wahrheit in Europa
Hallo zusammen,

m.E. ist die Skizze nicht ganz zutreffend: dort, wo GSch (wohl Güterschuppen) steht,
gab es m.W. zu keiner Zeit einen Güterschuppen, allenfalls in der Zeit bis 1907, als
noch das Bahnbetriebswerk der KEG/CEG am Nordbahnhof gewesen ist.
Aber diesen zeitlich bezogenen Zustand stellt die Skizze nicht dar.
Die Güterabfertigung ist in der Skizze oben dargestellt, die
Gleisharfe mit fünf Gleisen, das linke schließt die Güterabfertigung an.

Dort, wo GSch geschrieben steht, war früher das Esso-Tanklager, siehe auch Teil 2 der
Serie von Herrn Stübben hier, zwischen Tanklager und Stw, freilich nicht eingezeichnet,
befand sich das Gebäude der Bahnmeisterei.

Herzliche Grüße, Talfeld
Hallo zusammen,

ich meine mich zu erinnern, dass es ein Foto gibt, dass
solche Silo-Haus-zu-Haus-Behälter in Bahnhof Hüls der KEG zeigt.
Wie bereits in dem Beitrag von Herrn Riehemann gezeigt,
gab es im Bahnhof Hüls aus Richtung Krefeld Nord
zwei Ladegleise, die leicht schräg nach rechts verlegt
waren. Diese waren wohl Freiladegleise, auf denen
solche Haus-zu-Haus Behälter verladen werden konnten.
Zu dem genannten Bild als Hüls fehlen mir die Rechte.
Das diese Behältertragwagen in Hüls nur abgestellt
gewesen sein könnten, erscheint von der Gleislage und
dem Betriebsablauf eher unwahrscheinlich. Welcher
Betrieb freilich in Hüls Bedarf nach entsprechenden Transportgütern
gehabt ist, ist mir nicht bekannt.
Bei den auf dem Foto auf dem rechten Gleis stehenden Behältern
handelt es sich erkennbar um offene Behälter. Von diesem Gleis begann die
Bedienung der Gleisanschlüsse KR-West, St. Tönis sowie bis 1978
Vorst und Süchteln.
KR-West war mal ein bedeutender Kohleumschlagplatz. Das könnte noch
ggf. in Betracht kommen. Süchteln erhielt bis zum Schluss in 1978
Kohlelieferungen, aber immer in Fc-Wagen. Außerdem stammt das
Bild ja aus der Zeit, als Süchteln schon nicht mehr bedient wurde.

Herzliche Grüße, Talfeld
Moin Joachim, moin Klaus Peter,

mein Gott, was ihr für interessante Aufnahmen der Krefelder Eisenbahn gemacht habt - da können sich meine Bilder der Loks ja geradezu verstecken...

Meine (vorerst?) letzte Schlufffahrt geschah mit meinen Brüdern am Sonntag, 19.7.2026. Gleich der erste Zug wurde genaommen und wir fuhren von St.Tönis nach Hüls zum Hülser Berg und zurück. Die zweite Fuhre habe ich dann noch am BÜ Oberbenrader Straße aufgenommen, auf der die Lok dann später schadhaft wurde (Strahlpumpe?) - der Dampflok letzte Fahrt?

Die Bilder sind aber noch nicht fertig bearbeitet.

Danke euch beiden fürs Zeigen,

Martin
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