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 04 - Historisches Forum 

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Hallo Leude,


woran es wohl liegen mag, dass ein seit 1963 von (west)deutschen Gleisen verschwundenes, immer im Schatten anderer Loks stehendes Arbeitstier zu meinen absoluten Favoriten gehört, ich weiß es selber auch nicht so recht. Es ist aber so, die knuffige 56.20, ein 1'D Zwilling hat mir vom ersten Anblick an -natürlich nur auf Fotos- richtig gut gefallen. Ungewöhnlich? Nun, ich mag ja auch die V60 gut leiden!

Ab 1917 beschafften einige Länderbahnen etwas mehr als 1150 Maschinen der Type G 12, einen 1'E Drilling, der sich bei der DR bis in die späten 1970er Jahre halten konnte. Dieser erfolgreichen Baureihe wurde ein kleine Schwester zur Seite gestellt, die pr. G 8³. Man ließ eine Kuppelachse sowie einen Kesselschuss wegfallen, behielt aber erst einmal das Dreizylinder-Triebwerk bei. Ein gewisser Herr R.P. Wagner (zu der Zeit Bauartdezernent der KED/ED Breslau) stand schon damals Dreizylinder-Triebwerken skeptisch gegenüber und regte einen aus der G 8³ abgeleiteten Zwilling an. So entstand die pr. G 8², die spätere Baureihe 56.20. Der Zwilling erwies sich dem komplizierter aufgebauten Drilling gegenüber in Sachen Dampfverbrauch, Zugkraft und Leistung leicht im Vorteil, so dass man vom Zwilling insgesamt 846 Einheiten [www.dampflokomotivarchiv.de] für die Reichsbahn baute, dazu kamen noch fünf Maschinen für Oldenburg (mit Lentz-Ventilsteuerung) sowie 104 Direktlieferungen für Rumänien. Weitere, leicht veränderte und somit optisch deutlich unharmonischere Exemplare gingen an die Lübeck-Büchener Eisenbahn sowie an die Türkei.

Erhalten geblieben ist leider nur eine pr. G 8², die als 56 2795 ausgelieferte LHL 2616/1923 [www.dampflokomotivarchiv.de], welche als Tr 6-39 im Eisenbahnmuseum Warschau besichtigt werden kann.


Im Archiv des Verkehrsmuseum Nürnberg sind etwa 270 Betriebsbücher der Baureihe 56.20 in den unterschiedlichsten Umfängen und Erhaltungszuständen gelagert. Komplette Betriebsbücher inklusive Teilen des Preußenbuches, Erstschriften von Lokomotiven, die nach 1945 nicht im Westen verblieben sind oder auch nur Betriebsbuchteile, bestehend aus Zusatzheft und Werkkarten, alles ist dabei und beherrscht zur Zeit meine "ToDo" Liste. Im Betriebsbuch der 56 2149 fiel mir folgender kleiner Zettel auf


http://www.michael-vau60.de/2026/202608/20260801/001.jpg
Dunkel konnte ich mich daran erinnern, dass man bei diversen 56.20ern die Gegengewichte der Kuppelachsen durchbohrt hatte, um beim Einsatz vor Personenzügen die Höchstgeschwindigkeit von 65 auf atemberaubende 75 km/h anzuheben. Bei dieser Lok war das aber noch nicht alles, das zuständige RAW wies die Heimatdienststelle an, vorher noch den gekuppelten Tender gegen ein Exemplar mit G/P-Wechsel zu tauschen.


http://www.michael-vau60.de/2026/202608/20260801/002.jpg

Seltsamerweise wurde (falls ich die handschriftlichen Eintragungen richtig entziffere) sowohl oben bei den Bauartänderungen als auch unten bei den Ausbesserungen nur die Anhebung der HG notiert, nicht aber, welche Maßnahmen man dafür getroffen hat.

http://www.michael-vau60.de/2026/202608/20260801/003.jpg



http://www.michael-vau60.de/2026/202608/20260801/004.jpg
Erst im Betriebsbuch der 56 2155 werden die ausgeführten Arbeiten erwähnt: Gegengewicht der Kuppelachsen zur Erhöhung der Höchstgeschwindigkeit durchbohrt, meine ich dort lesen zu können.



Soweit für Heute. Beste Grüße aus Essen und ein schönes Wochenende, Michael


Das DSO Inhaltsverzeichnis von Vau60, klicke >>hier<< für Beiträge aus Nordrhein Westfalen, und >>hier << für den Rest der Welt

http://www.michael-vau60.de/signatur/dla.jpg
[www.dampflokomotivarchiv.de]




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 02.08.26 08:42.
Ach kuck - das war eine Sonderarbeit...

Großer: die G8.2 (und auch G8.3) ist auch mein Favorit - es muß nicht immer "Bergbau" sein ;)

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seit dem 24.II.2022 bittere Wahrheit in Europa
Hallo Michael,

besten Dank! Spätestens seitdem ich das Marotz-Foto der 56 2477 [eisenbahnstiftung.de] (Text: 56 2477 unterwegs mit einem Schotterzug zwischen Emmerich und Wesel. (04.1959) Foto: Willi Marotz) in einem Maedel-Buch (?) gesehen hatte, war die G 8.2 auch eine meiner Lieblingsbaureihen. Leider habe ich in Deutschland keine aktive G 8.2 mehr erlebt, sondern nur die abgestellte 56 2637 im Bw Duisburg Hbf und anschließend in Hohenbudberg. Auf meinem Foto (Hbud 10.07.1966) sind die durchgebohrten Gegengewichte gut zu erkennen:

https://live.staticflickr.com/65535/55435787114_1d542c1b28_b.jpg


Glücklicherweise konnte ich die (leicht verunstalteten) TCDD-Nachfahren Jahre später noch unter Volllast erleben.

Bis die Tage, Helmut



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 01.08.26 19:54.
Moin Michael,

das ist ein Lesevergnügen - danke für Deine Fleißarbeit!
Diese unermüdlichen Preußen sind zu früh abgetreten und werden m.E. zu selten gewürdigt. Na, es gab halt genügend Einheitslok und dann den Strukturwandel. Selbst viele "Helden des Hifo" konnten da nur noch in Hohenbudberg fündig werden, wenn überhaupt.
Beste Grüße

Wolfgang

Mich interessiert vieles - und alles rund um das Bw Bestwig!

Lieber Michael,

immer wieder spannend, solche Ausgrabungsarbeiten! Vielen Dank.

Ich weiß nicht warum, aber die 56.20 hat auch mir gut gefallen. Natürlich habe ich nie eine gesehen, nur von früher Jugend an bedauert, dass die letzte DB-Lok 56 2637 nicht erhalten wurde. Im Röhr-Verzeichnis von 1964 war das eine der magischen Loknummern ("56 2637 Dui H Z"), an denen meine Augen immer wieder hängengeblieben sind.

Schöne Grüße
Steffen
Hallo Michael,
danke für Deinen Beitrag!Für die Dienste der 50ziger auf Hauptbahnen wäre eine schwere 1D eigentlich die richtige Lösung gewesen - so wie es vor der 50ziger und auch in vielen anderen Ländern war.Ich denke da an die 29 in Belgien und auch an die vielen 1D der SNCF.

Gruß

Christian
Hallo,

Danke für den Beitrag. Eine Lokbaureihe, die ich natürlich nicht mehr bei der DB gesehen habe. Ich meine, dass ich einen Nachbau mal in der Türkei fotografiert habe:


https://www.eisenbahnfotograf.de/datei/Oktober%201983/930202%20TCDD%2045020%20Sivas%20AW%2013.10.1983.jpg


Gruß

Axel

Erinnerungsfetzen von 1960/61

geschrieben von: Lothar Behlau

Datum: 02.08.26 12:42

Salute Michael,

Vau60 schrieb:
woran es wohl liegen mag, dass ein seit 1963 von (west)deutschen Gleisen verschwundenes, immer im Schatten anderer Loks stehendes Arbeitstier zu meinen absoluten Favoriten gehört, ich weiß es selber auch nicht so recht. Es ist aber so, die knuffige 56.20, ein 1'D Zwilling hat mir vom ersten Anblick an -natürlich nur auf Fotos- richtig gut gefallen.
da geht es mir ähnlich, allerdings habe ich, im Gegensatz zu Dir und diversen Kommentatoren, die 5620-29 bei der DB noch im Einsatz erlebt! Mein Notizbuch aus Kindertagen, das immer noch existent ist, bezeugt u. a. die Loknummern 56 2097, 2717, 2863 sowie eine ominöse "55 2452", die sich (nach einigen Zahlendreherberichtigungsversuchen) schließlich als 56 2452 herausgestellt hat; allesamt vom Bw Rheydt, was ich aber auch erst wesentlich später herausgefunden habe. Besonders aufgefallen sind sie mir damals nicht, vor allem konnten wir sie bei der Vorbeifahrt noch gar nicht unterscheiden von den ebenfalls bei uns verkehrenden Umbau-G81. Erst nach einer Weile haben wir dann bemerkt, daß heimlich, still und leise gar keine 56 mehr vorbeikam.

Zum Altpapier kann ich leider gar nichts sagen, da in dieser Hinsicht die G82 bisher bei mir nur am Rande mitgelaufen ist. Aber das soll sich ändern.

Lothar Behlau, der auch eine "56 2117" im Notizbuch stehen hat, ein früher Beleg für Sichtungsirrtümer


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http://www.wagonslits.de/phpbb2/album_mod/upload/cache/sncf_cc-40108_+_sncb_1803_243_parisnord_101294LotharBehlau.jpg http://www.wagonslits.de/phpbb2/album_mod/upload/cache/wl_yft_4669_hendaye_280889LotharBehlau.jpg http://www.wagonslits.de/phpbb2/album_mod/upload/cache/wl_ab33_33306_271_600_monza_010683LotharBehlau.jpg http://www.wagonslits.de/phpbb2/album_mod/upload/cache/sncf_cc-72080_sdz31593_vsoe_parisest_290588LotharBehlau.jpg http://www.wagonslits.de/phpbb2/album_mod/upload/cache/wl_mu_4825_271_670_firenzesmn_070492LotharBehlau.jpg http://www.wagonslits.de/phpbb2/album_mod/upload/cache/wr_2973_281_innsbruck-bolzanobozen_310386_3LotharBehlau.jpg http://www.wagonslits.de/phpbb2/album_mod/upload/cache/wl_ub_3824_397_127_koebenhavnh_040482LotharBehlau.jpg http://www.wagonslits.de/phpbb2/album_mod/upload/cache/wr_4004_410_athinai-thessaloniki_180289LotharBehlau.jpg http://www.wagonslits.de/phpbb2/album_mod/upload/cache/wl_ab30_4528_en225_145_wienwestbf_101000LotharBehlau.jpg
Hallo Michael,

wie Dir bekannt ist, habe ich nicht nur die Baureihen 42 und 25NC im Kopf. Altersbedingt habe ich die G8.2 lediglich abgestellt in Glatz und in der Türkei gesehen. Neben den noch erlebten T16.1 und T20 zählt die G8.2 zu meinen Lieblingen, weshalb mich Dein Altpapier sehr interessiert hat.

Viele Grüße
Martin
Hallo Michael,

danke auch von mir für die interessanten Unterlagen zur BR 56.20 und deren Umbauten.

Diese Baureihe konnte ich bei der DR ab 1965 bei etlichen Zugfahrten noch im Betrieb erleben. In meinen Notizen stehen:

56 2222 und 56 2284 (Sangerhausen)
56 2818 (Weimar)
56 2822 und 56 2843 (Weißenfels).

Fotos gibt es keine, da war man noch nicht soweit. Aber die Erinnerung an eine interessante, wuchtige und kraftvolle Maschine ist geblieben.


Schöne Sonntagsgrüße von

Matthias
Moin mein Lieber,

ist ja irre, was man aus den alten Maschinen noch herausgeholt hat! 75 km/h statt 65 - eine Steigerung von mehr als 15%! Dennoch aus heutiger Sicht lächerlich, aber so war das damals.

Das einzige, was ich von 56.20 zu bieten habe, sind zwei Dias aus meiner Sammlung, die ich vor Urzeiten mal von mir ausgeliehenen Farbnegativen habe anfertigen lassen.

Beide Bilder sollen aus Oberhausen-West stammen und sind von 1959; einmal 56 2902 und einmal 56 2784:

https://www.eisenbahnhobby.de/Oberhausen/8-22_562902_Oberhausen-West_x-1959_S.jpg

https://www.eisenbahnhobby.de/Oberhausen/8-23_562784_Oberhausen-West_x-1959_S.jpg


Link zum Beitrag: [www.drehscheibe-online.de]

Allerdings sieht es nicht so aus, als habe man bei diesen Maschinen die Gegengewichte durchbohrt; mithin hätten sie also ihre Vmax von 65 km/h behalten.

Danke fürs Zeigen dieses interessanten Schriftstückes,

Martin
Hallo Michael !

Dank für Deinen Griff ins alte Papier, manches schon selbst gesehen bzw. ausgewertet. Aber an sowas wie auf
dem ersten Papier hab ich keine Erinnerung mehr. Mehrheitlich war wohl der Vermerk mit 75 km/h die Regel.
Allerdings hab ich auch ein paar Einträge gemäß dem Stendaler BaÄ-Eintrag gesehen.
Interessant ist, der Mann aus dem Nachbarort schreibt Kirchweyhe mit i statt y . Wahrscheinlich geschrieben
wie gesprochen ?
Auch der genaue Wortlaut der HV-Vfg. wäre ja wohl noch interessant. Warum wollten sie die Lokgattung schneller
fahrend umbauen ?

Habe die ersten derartigen Umbauten ab Jan. 35 notiert, der Löwenanteil am Beginn dieser Veränderung (1935)
wurde vom RAW Seb. getätigt, schätzungsweise an die 85 Prozent. Aber auch die RAW Hl, Ling, Sr, Rh und Oels
waren beteiligt.
Interessant ist weiterhin, die ersten Bw die diese Loks bekamen bzw. nach Umbau zurück erhielten, waren wohl
alles "Fernfahrer". Kurz erwähnt seien dazu die Bw Harburg, Wittenberge, Bremen V, Kirchweyhe. Der Umbau im
RAW Hl war für Bw Roßlau usw., auch diesem Thema müßte man mal näher nachgehen.
Beispiele für Umbaulok, 56 2001 Umbau April 35 in Rostock für Bw Wite, 56 2002-2005 zwischen Jan.-Okt. 36
alle in Nied für Bw Kassel /_\ [ ich hoffe Ihr wisst was ich mit dem Dreieck meine ..-) ]

Jaja Lothar, meine alten Notizhefte hätte ich gerne auch noch mal gesehen für den einen oder anderen Blick auf
diese Zeit zurück.

Und Matthias, Danke für Deine genannten Loknummern, die Rbd Erfurt hatte Ende 1966 noch über 40 Loks im
Bestand, aber da ging es schon los mit den Abstellungen. Von den Bw Erfurt G, Saalfeld u. Weimar kannte ich die
Nummern, aber Vacha, Sangerhausen u. Weißenfels war damals noch "Niemandsland" für den Radfahrer ohne
Knipskasten.
Damit es nicht ganz so trocken wird hab ich noch eine schöne Rückansicht von den guten Stücken aus dem Bw Sfd.
Lieber zwei von hinten als keine von vorn, das wars von mir dazu. Gruß kalte Reserve


56.2284  abg. Bw Saalfeld     .09.69  F lew  dso.jpg

56 2284 u. 2606 im Nov. 69 abg. im Bw Sfd, nur die vordere Lok ging nochmal kurz ins Rennen danach. Schade um die schönen
Schildchen von der 56 2284, aber das traute man sich noch nicht so richtig .....
Moin moin!

Steffen Lüdecke schrieb:
Ich weiß nicht warum, aber die 56.20 hat auch mir gut gefallen. Natürlich habe ich nie eine gesehen, ...
Als Kind habe ich die 56er mit Sicherheit oft gesehen und gehört, ich bin nicht nur direkt an der Güterumgehungsbahn Hannover (GUB) geboren und aufgewachsen, auch der Spielplatz* war nur ca. 150m Meter von der auf dem Bahndamm geführten Strecke entfernt. Nur konnte ich die verschiedenen Baureihen nicht auseinander halten. Als Weihnachten 1963 eine Agfa Isoly Junior unterm Tannenbaum lag waren die bis zu siebzehn 56er des Bw Hannover-Linden gerade ausgemustert worden. Von deren Existenz erfuhr ich im Bw Hannover-Linden von Eisenbahnern.** Irgendwann berichtete die Miba über die 56er und stellte diese ebenso kurze wie bullige Lok als ideales Vorbild für ein H0-Modell von Märklin, Trix oder andere Hersteller dar. Über zwei, drei Jahre wurde sie von der Miba wie man heute schreiben würde, regelrecht "gehypt". Ohne Erfolg...
By the way: Es gab vier- und zweidomige 56er. Im Bw Hannover-Linden waren den wenigen Fotos nach zu urteilen überwiegend oder nur(?) dreidomige Lokomotiven im Einsatz. Ich vermute, daß die vierdomige Variante die ursprüngliche war(?). Bei der DR sieht man sieht man in der Galerie der Eisenbahnstiftung überwiegend oder nur(?) vierdomige 56er. Deshalb wählte der Sonneberger Hersteller Piko vermutlich auch diese Variante (mit durchbohrten Gegengewichten) als Vorbild für seine H0-56er...
Gruß aus Münster,
HeinzH.

**Für Ortskundige: Der Spielplatz befindet sich zwischen der Badenstedter- und der Nauheimer Straße.
**Der Literatur nach waren die 56er des Bw Hannover-Linden im Güterzugdienst vom Gbf Hannover-Linden aus nach Altenbeken und über die GUB zum Rangierbahnhof Seelze eingesetzt. Dies umfasste sicherlich auch die Abfuhr der Deisterkohle über die Deisterbahn.



7-mal bearbeitet. Zuletzt am 03.08.26 15:34.
HeinzH._MS schrieb:
Moin moin!

... Deshalb wählte der Sonneberger Hersteller Piko vermutlich auch diese Variante (mit durchbohrten Gegengewichten) als Vorbild für seine H0-56er...
Gruß aus Münster,
HeinzH.
...
Auf dem sechsten Foto des verlinkten Beitrags ist übrigens der Waschzettel mit Namen und Anschrift des tatsächlichen Herstellers abgebildet.
PIKO fungierte hier nur als (Außenhandels-)Vertriebspartner.

Gruß
Wolfram
Hallo Michael,

danke für das "Ausgraben" dieser Schriftstücke und die interessanten Infos! Obwohl diese Loks lange vor meiner Zeit verschwunden sind (erste Sichtung: Weihnachten 1969 in Karl Ernst Maedels "Geliebte Dampflok" ;-)), gehöre ich auch zur anscheinend gar nicht so kleinen Gruppe der stillen Verehrer dieser Loks. Woran mag das wohl liegen? Legt man klassische Maßstäbe zugrunde, ist ja eigentlich die G12 (58.10), aus der die G8.2 abgeleitet ist, die optisch harmonischer Maschine. Aber trotzdem - irgendwie gefällt mir die 56.20 besser.

Viele Grüße,
Stefan
Hallo Michael,

auch ich habe die Dokumente zu den Aufgeborten G 8.2ern mit Interesse betrachtet, denn in der Zwischenkriegszeit war diese Bauart auf den Rheinstrecken ja die dominierende Güterzuglok. Auf den Luftbildern dieser Zeit habe ich auf beiden Rheinstrecken meistens G 8.2 als Zuglok gesehen. Um etwaige Bohrungen in Gegengewichten zu erkennen, reicht die Auflösung dieser Bilder aber nirgends [commons.wikimedia.org]

Einmal hat eine 5620 auch einen kurzen Personenzug bei Niederheimbach am Haken. Das hatte ich schon mal gezeigt, aber der Ausschnitt war mit abload erloschen.

Joseph_Knippenberg,_Rheinisches_Bildarchiv,_rba_225532_kni_detail.jpg

Foto: J. Knippenberg [commons.wikimedia.org] CC BY SA 3.0

Heute erloschene Bw wie etwa Bonn, Troisdorf, Linz, Andernach usw. waren ja auch Heimat dieser kompakten Maschinen.

Gruß aus Köln

Heiner
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