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Stromabnehmer BR 111 (10 B)

geschrieben von: ulrich budde

Datum: 21.05.04 23:25


Achtung: Dieser Beitrag wurde komplett überarbeitet und unter gleicher Überschrift am 17.12.2007 neu eingestellt.
Hier der Direktlink zur überarbeiteten Version


In letzter Zeit gab es bereits 2 Beiträge zu diesem sehr speziellen Thema und die Zuschriften dazu zeigen mir, dass ich offensichtlich nicht der Einzige bin, der sich für so etwas interessiert. Deshalb will ich jetzt einmal versuchen, die Sache "rund" zu machen. Zuerst die normalen Stromabnehmer:

Die 1. Bauserie, 111 001 - 070, wurde komplett mit Einholmstromabnehmern der Bauart SBS 65 (Siemens-Bahn-Stromabnehmer, Entwicklungsjahr 1965) ausgeliefert - fotografisch belegt bis 111 070. Das Bild zeigt die brandneue 111 014 am 16.12.75 im Bw Hannover, wo sie sich zur Lokführerschulung aufhält.
http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Stromabnehmer_111/b01-111_014.jpg

1976, also noch während der Auslieferung der 1 Bauserie, entschloss sich die DB, kurzfristig alle Loks der BR 103 auf den SBS 65 umzurüsten, der für die vermehrt zu fahrenden hohen Geschwindigkeiten besser geeignet ist als der DBS 54a (Dozler-Bahn-Stromabnehmer, Entw.jahr 1954, Variante a). Zur schnellen und kostengünstigen Gewinnung von SBS 65 Stromabnehmern wurden deshalb bereits nach kurzer Zeit bei den meisten 111 der 1.BS die Stromabnehmer mit denen der 103 101 - 215 (ohne 103 106) getauscht. Davon ausgenommen waren aus mir unbekannten Gründen die 111 004, 016, 018, 029, 061, 063 und 064. Die 111 024 besaß als einzige 111 vorne einen DBS 54a und hinten einen SBS 65.

Da die Anzahl der so erhaltenen Stromabnehmer für die 114 Loks der BR 103 natürlich nicht ausreichte, und neue Stromabnehmer nicht beschafft werden konnten oder durften, wurde dieses Tauschverfahren auf die 2. Bauserie 111 071 - 110 ausgedehnt. Jetzt allerdings wurden aufgearbeitete DBS 54a an die Lokfabriken gegeben, die damit die 111 ab Werk ausrüsteten und die dafür die neuen SBS 65 an die DB abzuliefern hatten. Als Beispiel für den Lieferzustand der 2. BS steht 111 094, die hier am 13.07.78 vor D 1281 "Dolomiten-Express" in München Hbf auf Abfahrt wartet.
http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Stromabnehmer_111/b02-111_094.jpg

Aber auch schon damals war bei der Eisenbahn nichts von Dauer. Durch die Einführung der 2-klassigen IC's 1979 und die stetige Ausweitung des IC Systems ergab sich ein Engpass bei schnellfahrenden Lokomotiven und so mussten 111 in Doppeltraktion für die Führung von IC's herangezogen werden. 2 Stromabnehmer in kurzem Abstand am Draht bei 160 km/h erforderte aber zwingend die Verwendung von SBS 65. Demzufolge wurden ab 1979 alle Loks der 2. BS wieder auf (dieses Mal neu beschaffte) SBS 65 umgerüstet.

Auch bei der 3. Bauserie 111 111 - 145 wurde das Tauschverfahren der 2. BS angewendet, allerdings nicht mehr bei allen Loks. Teilweise wurden die Stromabnehmer auch nach kurzer Betriebszeit getauscht. So z.B bei 111 113, die mit dem S-Bahn Ruhr Prototypzug am 30.08.79 bei Mülheim an der Ruhr unterwegs ist. Kurze Zeit später, am 14.05.80, hatte die Lok schon SBS 65.
http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Stromabnehmer_111/b10-111_113.jpg

Betrachtet man den SBS 65 als den Regel-Stromabnehmer der Baureihe 111, so sind abweichend davon zumindest zeitweise und z.T. bis heute folgende Lok der 3. BS mit DBS 54a gefahren: 111 113, 117, 119, 122, 124, 125, 128, 135, 137, 138, 140 und 141.

Die 4. Bauserie, 111 146 - 188, ist bis auf eine Lok komplett mit Einholmstromabnehmern ausgerüstet - nur 111 161 hat einen DBS 54a; warum, und ob ab Werk, ist unbekannt. Ab 111 179 wurde eine weiterentwickelte Version des SBS 65, der sog. SBS 81 verwendet. Dieser besitzt einen im Grundrahmen integrierten Senkantrieb, Schere und Wippe sind identisch mit SBS 65. Da der Senkantrieb beim SBS 65 der 111 anders als bei den Einheits-Elloks zur Mitte hin angeordnet ist, ist diese Variante optisch nur von Insidern zu erkennen.

Der SBS 81 kam dann auch für die 5. und 6. Bauserie zur Anwendung.

Und nun zu den Versuchs- und Sonderstromabnehmern.
In der Regel wurden je Lok immer ein Sonderstromabnehmer und ein Regelstromabnehmer verwendet, wahrscheinlich, um eine Rückfallebene zu haben.

Am 11.07.86 war 111 101 vorne mit einem Stromabnehmer unbekannter Bauart ausgerüstet.
http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Stromabnehmer_111/b16-111_101.jpg

Da man im Gesamtbild nur wenige Details erkennt, hier noch eine Ausschnittvergrößerung. Der Grundrahmen scheint dem SBS 65/81 zu entsprechen, aber die Oberschere und vor allem die Wippe ähneln den heutigen Stromabnehmer Bauarten. Vielleicht handelt es sich um einen SBS 85 - wer weiss Näheres ??? Mit diesem Stromabnehmer war nach meinen Aufzeichnungen auch 111 102 ausgerüstet, aber ich besitze leider kein Bild davon.
http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Stromabnehmer_111/b17-111_101-Auss.jpg

Gleich auf 4 Loks wurde der WBL 79 (Wanisch-XXX, Entw.Jahr 79) erprobt. Das Bild zeigt 111 103 am 11.07.86 in München Hbf. Gut erkennbar ist die stabile Bauart der Unterschere. Das Knie ist, anders als beim SBS 65, nach innen gerichtet.
http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Stromabnehmer_111/b14-111_103.jpg

Mit dem WBL 79 waren ausgerüstet:
111 103 (Foto vom 11.07.86, am 21.07.87 bereits wieder 2x SBS 65)
111 104 (Foto vom 27.04.87)
111 105 (Fotos vom 15.06.85 und 10.07.87)
111 109 (Foto W.Pischek vom 17.05.81)

Beim Fotgrafieren an der Strecke brauchte man natürlich ein wenig Glück, um die Loks mit dem "besonderen" Stromabnehmer am Draht zu erwischen. Dieses hatte ich am 10.07.87, als mir 111 105 mit E 3510 bei München Untersendling begegnete.
http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Stromabnehmer_111/b15-111_105.jpg

Bei der letzten mir bekannten Stromabnehmervariante der BR 111 handelt es sich nicht um die Erprobung neuer, sondern um die Restverwendung alter Bauarten. So trugen 111 196 und 202 zeitweise je 2 Stromabnehmer der Bauart SBS 80AL (Siemens-Bahn-Stromabnehmer, Entw.Jahr 1980, Aluminiumausführung), die ursprünglich mit den Prototyploks BR 120.0 angeliefert wurden. Ich zeige hier 111 202 am 21.07.87 im Bw München Hbf.
http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Stromabnehmer_111/b08-111_202.jpg

Auch hier ist eine Ausschnittsvergrößerung erforderlich, um die Unterschiede zu erkennen. Typisch ist die strahlenförmige, nach oben gebogene Versteifung der Oberschere und die nicht lackierte Schere.
http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Stromabnehmer_111/b08-111_202-Auss.jpg

Zum Abschluß noch ein Bild der 111 109, die einmal einen WBL 79 trug, am 05.05.79 aber noch mit 2x SBS 65 ausgerüstet ist. Bei Neustadt am Rübenberge führt sie TEE 75 "Roland". Am 27.08.81 wurde diese Lok in Wels/Österreich bei einem schweren Frontalzusammenstoß mit 1042.560 völlig zerstört und als erste 111 ausgemustert.
http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Stromabnehmer_111/b08-111_109.jpg

Für weitere Hinweise und Ergänzungen zu diesem Thema wäre ich sehr dankbar. Und wenn's zu speziell war, dann auch bitte ruhig sagen, damit ich mich zukünftig darauf einstellen kann.

Ulrich Budde


Edit: Bildlinks aktualisiert





2-mal bearbeitet. Zuletzt am gestern, 13:34:34.
nix
http://www.merteweb.de/logo.jpg



Viele Grüße aus Franken
Peter

Mein DSO Inhaltsverzeichnis findet Ihr - hier
Die Bilder unterliegen dem Copyright by PM
Ganz toll. Ich muss mal schauen, was ich davon noch habe. Mir sind vor allem die Wanisch-Stromabnehmer im Gedächtnis, die ich seinerzeit auch einzeln fotografiert habe.

Bis neulich

Rolf Köstner



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Auch 111 102 hatte nen Versuchsbügel (2 Bilder)

geschrieben von: Lokleitung

Datum: 22.05.04 08:31

Auch die 111 102 hatte mal den Wanisch-Versuchsbügel. Man entschuldige bitte die schwache Qualität der Aufnahmen, mir ging's damals drum, überhaupt ein Bild von diesem Bügel zu machen. Aus dieser Perspektive ist auch gut zu erkennen, dass der normale SBS 65 einen auf dem Dach angebrachten Senkantrieb hat, während der Wanisch-Bügel diesen wohl im Rahmen eingebaut hat. Auf seiner Dachseite ist der normale Antrieb jedenfalls abmontiert. Quer über'n Bahnsteig fotografiert im Münchener Hbf, am 04.07.1981:

http://home.tiscali.de/minolpirol/111102.jpg


Und der Lokführer der 111 103 war damals so freundlich, für die Vergleichsaufnahme beide Bügel anzuheben.
Der Fuzzy fragt: "Auf der Lok ist doch einseitig ein Versuchsbügel!"
Der Tf antwortet: "Jo, dös hobi noch gar nöt gmörkt, tatsächlich!" und schaut interessiert aus dem Fenster, wie der Fuzzy knipst. Ebenfalls München Hbf, 07.07.1981

http://home.tiscali.de/minolpirol/111103.jpg



Eintrag editiert (22.05.04 08:34)

Mit freundlichen Grüßen
Ralph Dißinger

"Wenn das 'gesunde Volksempfinden' an die Macht kommt, endet das oft im Weltkrieg.
Geist addiert sich nicht. Dummheit schon." Dieter Nuhr

Re: Stromabnehmer BR 111 (10 B)

geschrieben von: Paulchen

Datum: 22.05.04 11:03

Herzlichen Dank für diese tolle Dokumentation!!!
Eine kleine Ergänzung möchte ich noch anfügen:
Die DBS 54a mit Wanisch-Wippe der 103 gingen meinen Beobachtungen zufolge nicht alle direkt auf die 111. Ich habe Ende der siebziger Jahre mehrere 141 mit DBS 54 mit Wanisch-Wippe gesehen, so daß ich vermute, dass es einen Ringtausch gegeben hat: DBS 54a mit Wanisch-Wippe von 103 auf 141, deren Stromabnehmer DBS 54 auf die 111, die ihren SBS an die 103 weitergab.

DBS 54 mit Wanisch-Wippe

geschrieben von: Lokleitung

Datum: 22.05.04 14:37

Die DBS 54 mit der Wanisch-Wippe waren ja offensichtlich bei hohen Geschwindigkeiten gut zum Fahrleitungs-abreißen.

Als ich so Ende der siebziger Jahre angefangen habe zu fotografieren gab es, wie Du schon sagst, auf einigen 141ern und z.B. auch auf 110 124 Stromabnehmer mit Wanisch-Wippe. Die waren von den 103ern wohl sehr schnell entfernt worden, lange bevor der Bügeltausch mit den 111ern stattfand, und wurden dann auf "langsamen" Elloks aufgebraucht. Wir haben als "JuFus" diese Stromabnehmer immer "Bügel 3" genannt, weil es von unten so aussah, als hätte der Bügel drei Schleifleisten.

Auf den 111ern habe ich allerdings nie einen DBS54 mit Wanisch-Wippe gesehen, sondern nur die mit den normalen Wippen.

Hier erstmal ein Bild von 103 175, entstanden so etwa 1977 im Hbf Mannheim (leider ist der hintere Bügel gerade nicht mehr mit drauf.) Aber am eingeklappten Bügel kann man gut erkennen, dass dieser eine normale Wippe trägt, und keine Wanisch-Wippe.

http://home.tiscali.de/minolpirol/103175.jpg

Dann eines von 110 124. Sie trug 1981 zwei DBS 54a mit Wanisch-Wippen. Aufgenommen während voller Fahrt und mit einem wohl schlechten Film, hier stark vergrößert. Man kann so einigermaßen das charakteristische Windleitblech der Wanisch-Wippe erkennen (im Übrigen: die modernen Bügel auf den ICE, 185ern und 152ern usw haben ja wohl wieder sehr ähnliche Wippen wie diese drauf)

http://home.tiscali.de/minolpirol/110124.jpg



Eintrag editiert (22.05.04 14:40)

Mit freundlichen Grüßen
Ralph Dißinger

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Möchte meinen Senf hier auch noch zugeben. Habe zwei Fotos eingestellt, die drei der Loks mit Wanischwippe zeigen.

111 102 am 01. Dezember 1983 vor E 3082. Die Lok hat beide Bügel oben; vorne den SBS 65, hinten den Wanisch-Bügel (wurde damals in einer Zeitschrift als SBS 81 bezeichnet!?):
http://www.as-showtechnik.de/DSO/upload/111102Muenchen.jpg

Rechts 111 103 am 12. Januar 1987 bereits wieder mit zwei normalen Bügeln, links 111 105 vor E 3161 mit dem Wanischbügel am Draht:
http://www.as-showtechnik.de/DSO/upload/111103Ingolstadt.jpg



@ ulrich budde: Übrigens habe ich im Gegensatz zu Deinen Ausführungen:
111 004 am 24.10.80 mit DBS 54a,
111 016 am 27.07.79 mit DBS 54a,
aber wie bei Dir auch 111 064 am 03.02.87 mit SBS 65


Bis neulich - natürlich im HistFor

Rolf Köstner



Eintrag editiert (22.05.04 17:00)

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DBS 54a mit Wanisch-Wippe WBL 15

geschrieben von: Mimara

Datum: 22.05.04 17:57

Ich hoffe, ich kann mit folgendem zur Klärung beitragen:
Nach meiner Erinnerung waren 103 101 bis 215, gebaut 1970-72, mit dem DBS 54a mit Wanischwippe WBL 15 ausgeliefert worden. Die Bauart DBS 54a unterschied sich von der Bauart DBS 54 durch die Oberscherendämpfung, ein optisch recht markantes Bauteil an der Oberschere. Die Wanischwippe WBL 15b war charakterisiert durch einen relative großen Abstand der Schleifleisten und durch ein Windleitblech unterhalb/in der Mitte der Schleifleisten. Der DBS 54a mit WBL 15 machte auf der 103 schon recht bald beliebigen Ärger, so daß er ab 1973 kurzerhand gegen "normale" DBS 54 getauscht wurde. Die DBS 54a wurden auf den Einheitselloks 110, 140, 141 und wahrscheinlich auch 150 weiterverwendet und abgefahren.
103 216 bis 245 wurden mit dem SBS 65/67 geliefert. Da der Wunsch nach einer einheitlichen Ausstattung der 103 bestand und auch der DBS 54 im oberen Geschwindigkeitsbereich nicht problemfrei lief, kamen die SBS 65/67 Stromabnehmer der neugelieferten 111 auf 103 101 bis 215, die ihre DBS 54 an die 111 abgaben.

Wanischpalettenpantograph (1 Bild)

geschrieben von: Pischek Wolfgang

Datum: 22.05.04 21:58

Ein Paar dieser Wanischpalettenstromabnehmer kam 1976 sogar auf eine 117 drauf (die 114).

Das Bild zeigt das Dach dieser Lok am 15.04.1981 auf dem Lokfriedhof im Aw Freimann.

[www.e-lok-woife.de]

Ha det bra!



e-lok-woife

Witzbold! ;-) (owT)

geschrieben von: rolf koestner

Datum: 22.05.04 22:14

Lurchi und seine Freunde?



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111 161 ?

geschrieben von: Roger Dehn

Datum: 23.05.04 00:50

Also ich habe ein Bild aus dem Jahr 1982 (genauers Datum habe ich leider nicht), und da hat sie zweimal SBS 65;
Die nächsten Fotos habe ich dann erst ab 2001, da aber auch mit SBS 65;

Mit welchem Datum hast Du sie mit DBS 54a ?

Gruss
Roger

Re: 111 046 mit zwei verschiedenen Bügel

geschrieben von: eurosprinter

Datum: 23.05.04 04:38

Hallo Ulrich,

als ich deinen Bereicht las, sehr interessant und informativ, ist mir eingefallen, dass ich mal eine 111er mit zwei Bügeln fotografiert habe.
Vielleicht kannst du das Rätsel auflösen.
Es war eine Versuchs- oder Messfahrt, keine Ahnung.

Gruß
hans-jörg

111 046-9 mit Dsts 81363, aufgenommen in Hamm am 1.8.1983.
http://www.as-showtechnik.de/DSO/upload/111046.jpg

Re: 111 046 mit zwei verschiedenen Bügel

geschrieben von: ulrich budde

Datum: 23.05.04 11:24

Hallo Hans-Jörg,
das ist kein Rätsel sondern schlicht eine weitere 111 neben 111 024, die zeitweise mit 2 verschiedenen Stromabnehmern lief.
Es sieht so aus, als ob der im Bild hintere SA, zweifelsfrei ein SBS 65, das Objekt der Untersuchungen wäre, denn ich meine hinten auf der Lok die übliche Stromabnehmer Beobachtungskamera zu erkennen. Und der Meßwagen ist der Fahrleitungsmeßwagen des BZA München.
Genau solche Informationen sind das, was ich mir von meinem Beitrag erhofft hatte.
Vielen Dank und Gruß
Ulrich

Re: 111 161 ?

geschrieben von: ulrich budde

Datum: 23.05.04 13:10

Hallo Roger,
ich habe die 111 161 am 14.06.88 fotografiert, da hatte sie DBS 54a. Interessant, dass sie früher schon einmal einen SBS 65 hatte. Ab ca. 2000 hatte sie dann jedenfalls auch nach meinen Aufzeichnungen wieder einen SBS 65.
Gruß
Ulrich

111 059 mit zwei verschiedenen Bügel

geschrieben von: Roger Dehn

Datum: 23.05.04 22:17

hatte zwei unterschiedliche von ca. 1.98 bis 6.99 auf dem Dach;

Und war vermutlich auch die bei der dieser Zustand am längsten angedauert hat; Bei allem anderen dürfte dies nur ganz kurzfristig der Fall gewesen sein;

111 023 hatte während der Wechselphase 1977 auch mal kurzzeitig beide Varainten auf dem Dach;

Gruss
Roger

Re: Stromabnehmer BR 111 (10 B)

geschrieben von: Roger Dehn

Datum: 23.05.04 22:34

Nach den ganzen Wechselorgien und nach Auslieferung der letzten 111 Ende 1984 ergab sich nach meinen Aufzeichnungen folgende Verteilung:

Ausnahme Einholm unter 111 071:
004, 016, 018, 019, 029, 030, 044, 049, 061, 063, 064;

Ausnahme Schere ab 111 071:
117, 122, 124, 125, 128, 137, 138, 140, 141;

Mindestens 111 121 war auch mit Scheren ausgeliefert worden, die sie aber kurz danach schon wieder gegen Einholm eingetauscht hat;
Vermute aber, dass noch mehr S-Bahn 111er der 3. Bauserie ab Werk zunächst mal den DBS 54a hatten und ihn kurz danach tauschten;

Gruss
Roger

Re: Stromabnehmer BR 111 (10 B)

geschrieben von: Streckenbauer

Datum: 24.05.04 09:18

Wie verhält es sich eigentlich mit den Umbauplänen bei der 111 seit Ende der 90´er? Es gab doch mal um diese Zeit eine Vorgabe der DB AG, alle Triebfahrzeuge auf Einholmabnehmer umzurüsten (siehe einige Tfz 140, 151)! Auch die 110 ist ja seitdem noch nicht (Stromabnehmermäßig) umgebaut worden!
Wird da noch was draus oder stehen 110 und 111 schon so kurz vor der Ausmusterung, das da nicht mehr investiert wird?

Re: Stromabnehmer BR 111 (10 B)

geschrieben von: Mikado

Datum: 24.05.04 09:51

Pläne zur Umrüstung aller (Einheits-) Elloks auf neue Stromabnehmer sind mir nicht bekannt. Das wäre m.E. auch ein unnötiger und deshalb unvertretbarer Aufwand, da die DBS 54a bis 140 km/h in Einzeltraktion voll genügen.
Die Umrüstung der 140.7 und 151 hat einen anderen Grund: Das EBA fordert für alle Loks, die regelmäßig in Mehrfachtraktion verkehren, Stromabnehmer mit Schleifleisten-Überwachung. Das bietet u.a. der DSA 2000, der jetzt nach und nach auf den genannten Baureihen aufgebaut wird. Die Ausrüstung einiger weniger 151 mit SBS 65 kann unter diesem Aspekt nur eine Zwischenphase sein.
Gruß
Ulrich Budde

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