Liebe Freunde,
Seit dem 13. Mai müsst ihr auf einen Hifo-Beitrag von mir warten. In der Zwischenzeit war ich in Neresheim [
www.drehscheibe-online.de] , in Ochsenhausen [
www.drehscheibe-online.de] und in Marxzell [
www.drehscheibe-online.de] , worüber ich jeweils berichtet habe.
Heute nun soll es wieder in die Vergangenheit gehen, und noch einmal zu meiner
Heimatdienststelle Krefeld-Stahlwerk. Und wem all die langweiligen Fuffziger nicht passen, der möge bitte gleich weiterklicken ;-))
Wir beginnen am
13.7.1972, einem Donnerstag. Im schönsten Sonnenschein kam die Osterfelder 052 680 mit ihrem Brammenzug aus Oberhausen West angerollt
(Bild 1):
Während der Zug an mir vorbeirollte, stand ich etwas erhöht auf dem Schaltkasten des Ausfahrsignals
(Bild 2):
Obwohl die Sonne schien, versuchte ich mich wenig später an einer Gegenlichtaufnahme der Lz 76370 von Hohenbudberg nach Neersen in Gestalt der Hohenbudberger 052 274
(Bild 3):
Abends, als die Lok mit ihrem Scheibenradsatz und der Übergabe 18705 von Neersen nach Krefeld Gbf wieder zurückkam, schien die Sonne am Edelstahlwerk immer noch; im Hintergrund das Einfahrsignal von Krefeld-Stahlwerk
(Bild 4):
Am folgenden Freitag, den
14.7.1972 war es 052 610, die wieder vier Thermohaubenwagen mit Glühendem zum Edelstahlwerk brachte
(Bild 5):
Diesmal wurde die Lz 76370 nach Neersen wieder – wie sonst üblich – von der anderen Seite aufgenommen; im Einsatz war die Hohenbudberger 050 343
(Bild 6):
Wenig später – 062 610 hatte bereits im Bw Krefeld Wasser gefasst und war gedreht worden – erschien sie wieder mit vier leeren Haubenwagen und trat den Rückweg an
(Bild 7):
Sogar vom Samstag, den
15.7.1972 gibt es ein Bild einer Brammenzuglok. 051 539 aus Osterfeld kehrte gerade vom Drehen zurück und schob ab ins Edelstahlwerk – auf die später folgende Ausfahrt wollte ich wohl nicht warten
(Bild 8):
Am Mittwoch, den
19.7.1972 war wohl die Krefelder Drehscheibe nicht einsatzfähig, weshalb die Brammenzugloks die Rückleistung Tender voraus absolvierten – hier 052 680 mit ihren vier leeren Thermohaubenwagen
(Bild 9):
Ein ob der Geschwindigkeit leicht unscharfer Nachschuss wurde auch angefertigt
(Bild 10):
Abends begleitete ich noch die Übergabe 18705 aus Neersen, die wieder einmal mit 052 274 bespannt war
(Bild 11):
Für die abendliche Übergabe zum Edelstahlwerk mit der Hohenbudberger 051 329 an der Spitze war es schon ziemlich dunkel und die Belichtungszeit von 1/30 Sekunde reichte nur für dieses Foto
(Bild 12):
Mit 1/15 Sekunde wurde anschließend noch dieses Foto von 052 479 gemacht, die den abendlichen Brammenzug am Haken hatte, der vorne durch weitere Wagen verstärkt worden war. Ohne Halt am Signal wäre diese Aufnahme nicht möglich gewesen
(Bild 13):
Am Freitag, dem
21.7.1972 war es 050 478, die wohl immer noch wegen der ausgefallenen Drehscheibe im Bw Krefeld ihren Leerzug wieder rückwärts befördern musste
(Bilder 14 und 15):
Spätnachmittags rangierte noch die Hohenbudberger 050 739 am Krefelder Eilgutbahnhof – sie wird später noch die Übergabe ins Edelstahlwerk befördern
(Bild 16):
Auch am Samstag, den
22.7.1972 war ein Brammenzug unterwegs. Die Hinleistung hatte ich wohl nicht mitbekommen, aber die Fertigmeldung von 051 709 durch die Dampfpfeife hatte ich wohl zuhause gehört und war umgehend vor Ort eingetroffen, als der Zug auslief
(Bilder 17 und 18):
Für den mittäglichen Brammenzug am Montag, den
24.7.1972 hatte ich mich mit dem Fahrdienstleiter verständigt und war in den Korb des Ausfahrsignals geklettert, von wo ich sowohl die Hinleistung als auch die Ausfahrt von 051 617 zum Drehen im Bw Krefeld fotografisch festhielt – sowas würde ich heute nie wieder machen
(Bilder 19 bis 21):
Die Abendübergabe 18705 von Neersen nach Krefeld Gbf wurde später dann von der 052 493 geführt
(Bild 22):
Das mit dem Signalkorb hatte mir gefallen, und so wurde Selbiges am folgenden Dienstag
(25.7.1972) mit 050 409 wiederholt
(Bilder 23 und 24):
Am Mittwoch, den
26.7.1972 hatte ich nur für die abendliche Übergabe 18705 aus Neersen Zeit gehabt. Da das Wetter nicht so dolle war, musste ich auch wieder auf eine längere Verschlusszeit ausweichen
(Bild 25):
Springen wir nun zum Freitag,
28.7.1972. Ich war zum Krefelder Hbf gefahren, wo überraschenderweise 051 329 mit einem Güterzug durchfuhr. Ob es sich um besagte Übergabe aus Neersen handelte, vermag ich heute nicht mehr zu sagen
(Bild 26):
Am Eilgutbahnhof war die Hohenbudberger 051 708 zum Dienst eingeteilt und rangierte ihre beladenen Wagen zusammen
(Bilder 27 bis 30):
Und wie sieht es heute in Krefeld-Stahlwerk aus? Machen wir einen kleinen Vergleich.
Am 20.5.1973 machte ich dieses Foto meiner "Heimatdienststelle" Krefeld-Stahlwerk
(Bild 31):
Vor sieben Jahren, am
27.8.2018, stand ich erneut an derselben Stelle. Der ehemalige Bahnübergang ist einer vierspurigen Straßenüberführung über die Bahn gewichen, die Bahn hat nur noch ein Gleis ins Edelstahlwerk und das EG Krefeld-Stahlwerk ist abgerissen. Die Bahnsteigkante jedoch hat überlebt
(Bild 32):
Am
10.6.2025 hat sich die Natur weiteres Terrain zurückgeholt, aber ein kurzer Teil der Bahnsteigkante ist noch zu sehen, da unter die Brücke kaum Regen hingeweht wird und dort nichts wachsen kann
(Bild 33):
An diesem Tag hatte ich Glück, denn 294 700 erschien mit dem EZK54484 (Krefeld-Stahlwerk-) Krefeld Hbf – Neuss Gbf in der grünen Hölle
(Bilder 34 und 35):
Praktisch dieselbe Stelle am
15.2.1973. Die Brammenzuglok 050 276 hatte ihre Leistung im Edelstahlwerk abgeliefert und machte sich auf den Weg zum Bw Krefeld
(Bild 36):
Zum Vergleich hier noch der Nachschuss auf die ausrückende 050 276, …
(Bild 37):
… dem hier noch der Nachschuss auf 294 700 folgt
(Bild 38):
Das wars mal wieder mit all den 50ern. Beim nächsten Mal werde ich euch mit ins Bw Duisburg-Wedau nehmen, wenn ihr wollt. Ulrich (S&B) [
www.drehscheibe-online.de] muss aber nicht mitfahren …
Bis später also,
Martin
Edit:
Hier geht es zum Wedau-Beitrag.
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