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 04 - Historisches Forum 

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Aus alt mach neu: Die 4-achsigen Umbauwagen der DB. Heute: Die BDyg




Zunächst der Hinweis auf den ersten Teil mit den Fahrzeugen der Bauart AByg:


Aus alt mach neu: Die 4-achsigen Umbauwagen der DB. Heute: Die AByg





1958 begann man mit der Fertigung von Halbgepäckwagen der Bauart BPw4yg-56 (ab 1962 BDyg-56, ab 1966 BDyg 531) im Ausbesserungswerk Neuaubing. Noch im selben Jahr entstanden die ersten BPw4yg-56a (ab 1962 BDyg-56a, ab 1966 BDyg 532) und ab 1959 auch die BPw4yg-56b (ab 1962 BDyg-56b, ab 1966 BDyg 533). Diese Bauarten unterschieden sich durch die Verwendung unterschiedlicher Untergestelle. Bei den BPw4yg-56 verwendete man Längstträgerprofile UNP 26, bei den BPw4yg-56a solche der Bauart IP 22 und bei den BPw4yg-56b solche der Bauart UW 23,5. Als Drehgestelle kamen zunächst ausschließlich preußische Regeldrehgestelle oder aber Schwanenhalsdrehgestelle amerikanischer Bauart zur Anwendung; in späteren Jahren wurden einige Wagen auch mit solchen der Bauart Minden-Deutz leicht (MD 41) ausgestattet, die durch Ausmusterung von Wagen anderer Bauarten frei wurden. Die Ladefläche betrug 17,5 m², die Lastgrenze betrug 6 to. Die Wagen verfügten lediglich über ein WC am Wagenende in der Großraumhälfte, zugänglich vom Mittelgang.


Auf eine Diskrepanz möchte ich noch hinweisen: Hermann Hoyer sieht im EK-Special 82 folgende Verteilung (in Klammern Gesamtstückzahl):

BDyg 531: 50 80 82-12 001 bis 110, 151 bis 153, 160 bis 185 und 187 bis 192 (135)
BDyg 532: 50 80 82-12 111 bis 150, 154 bis 159 und 186 (47)
BDyg 533: 50 80 82-12 193 bis 319 (127); insgesamt 309


Das widerspricht sich mit den DB-Angaben (Wagenverzeichnis vom 31. Mai 1983):

BDyg 531: 50 80 82-12 001 bis 145 (145)
BDyg 532: 50 80 82-12 150 bis 194 (45)
BDyg 533: 50 80 82-12 201 bis 327 (127); insgesamt 317

Zum 31. Mai 1983 waren bereits ausgemustert: 82-12 006, 014, 027, 041, 049, 053, 071, 076, 089, 099, 101, 102, 117 (alle BDyg 531), 207, 215, 236, 254, 256, 264, 267, 283, 316, 318 (alle BDyg 533) = 23. Neben Unfallfahrzeugen ist da vielleicht auch schon die ein oder andere Ausmusterung aufgrund schlechten Allgemeinzustandes bei.


Auffällig ist, dass die bei Hoyer genannten Nummern 146 bis 149 und 195 bis 200 bei der DB nicht vergeben wurden. Die Nummern 82-12 324 und 82-12 327 (BDyg 533) habe ich selbst fotografiert, ebenso die Nummern 82-12 136 und 82-12 143, beide als BDyg 531. Von daher muß H. Hoyer einem Irrtum erlegen sein.



Neben einigen eigener Aufnahmen sind auch hier wieder mehrere Aufnahmen aus meiner Sammlung dabei. Als Fotografen agierten: User „Gary Larson“ (GL), Dirk Klug (DK), Dirk Schröder (†) (DS), Georg Brickwedde (GB), sowie R. Platte (RP).



Bild 01: Mein Bilderreigen beginnt mit dem BDyg 531, 50 80 82-12 028-0 (Heimatbf Osnabrück), den ich am 16. Januar 1989 im dortigen Bww (Bw Osnabrück 2) im Bild festhalten konnte:

https://up.picr.de/48377606uq.jpg


Bild 02:

https://up.picr.de/48377607lb.jpg


Bild 03: Noch im selben Jahr entstand am 08. Dezember 1989 diese Aufnahme des Wagens. Der Park wird von der 360 für den E 3936, Osnabrück – Wilhelmshaven, bereitgestellt:

https://up.picr.de/48377608tt.jpg


Bild 04: Im Bww Osnabrück treffen wir am 10. Oktober 1989 den BDyg 531, 50 80 82-12 039-7 (Heimatbf Osnabrück), an:

https://up.picr.de/48377609ys.jpg


Bild 05: Die folgenden Aufnahmen des Wagens entstanden am 04. Dezember 1990 in Osnabrück Hbf Pu. Der Zug ist erneut der E 3936, Osnabrück – Wilhelmshaven:

https://up.picr.de/48377610rd.jpg


Bild 06: Der Wagen besitzt bereits Drehgestelle der Bauart Minden-Deutz leicht (MD 41 leicht):

https://up.picr.de/48377611do.jpg


Bild 07: Die BDyg besaßen auf der Gepäckraumseite einen Arbeitsplatz für den Zugführer zwecks
Zugbeobachtung während der Fahrt. Deutlich ist die Schreibtischlampe zu erkennen:


https://up.picr.de/48377612rs.jpg


Bild 08: So war auch der Osnabrücker BDyg 531, 50 80 82-12 007-4, ausgerüstet, den wir hier am 06. Mai 1990 in Essen Hbf zu Gesicht bekommen (GL):

https://up.picr.de/48377652it.jpg




Die Aufhängung der MD 41 leicht hätte unter ungünstigen Bedingungen zum Ausschwingen des Wagenkastens in Kurven aus dem Profil führen können, weshalb alle mit diesem Drehgestell ausgerüsteten Wagen in Höhe der Drehgestellmitte an der Unterkante des Wagenkastens angeschweißte Seitenanschläge erhielten, zu denen sich das Gegenstück am Drehgestelllängsträger oberhalb der Stoßdämpfer befand.



Bild 09: Der BDyg 531, 50 80 82-12 045-4 (Heimatbf Osnabrück), besitzt am 14. Februar 1989 noch seine ursprüngliche Gepäck-
raumtür. Da diese sehr rostanfällig war, wurde sie in vielen Fällen durch eine neuere Bauart mit vier Fenstern ersetzt:


https://up.picr.de/48377613zy.jpg


Bild 10: Ich erwischte den Wagen an diesem Tag im Bww Osnabrück:

https://up.picr.de/48377614wp.jpg


Bild 11: Ebenfalls im Bww Osnabrück erwischte ich am 09. Juni 1992 ! den BDyg 531, 50 80 82-12 069-4 (Heimatbf Osnabrück):

https://up.picr.de/48377615qh.jpg


Bild 12: Am 07. Juli 1989 konnte der BDyg 531, 50 80 82-12 110-6 (Heimatbf Ulm) im Bw Hamburg-Langenfelde angetroffen werden (GB):

https://up.picr.de/48377664au.jpg


Bild 13: Zum Bf Essen gehörte dieser BDyg 531, 50 80 82-12 136-1, der am 28. Juli 1991 im dortigen Hauptbahnhof angetroffen werden konnte (RP):

https://up.picr.de/48377673ei.jpg


Bild 14: Den Osnabrücker BDyg 531, 50 80 82-12 143-7, konnte ich am 30. August 1987 in Osnabrück Hbf Pu ablichten:

https://up.picr.de/48377674qw.jpg


Bild 15:

https://up.picr.de/48377675bs.jpg



Für die Züge der Allgäu-Zollern-Bahn wurde ab 1984 u.a. bei einigen BDyg 532/533 die Inneneinrichtung im AW Stuttgart-Bad Cannstatt aufgearbeitet und die Wagen mit einem hellgrünen Zierstreifen versehen.


Bild 16: Der Ulmer BDyg 532, 50 80 82-12 173-4, war ebenfalls am 07. Juli 1989 im bw Hamburg-Langenfelde anzutreffen. Vermutlich handelt es sich um Überführungen zum AW Neumünster (GB):

https://up.picr.de/48377677fe.jpg


Bild 17: Der BDyg 532, 50 80 82-12 190-8 (Heimatbf Osnabrück), besaß ursprünglich keine Minden-Deutz leicht-Drehgestelle.
Am 25. Oktober 1989 steht er im Bww Osnabrück. Gut sind die nachträglich angeschweißten Seitenanschläge zu erkennen:


https://up.picr.de/48377683uo.jpg


Bild 18: Am 13. April 1984 sehen wir den Bielefelder BDyg 533, 50 80 82-12 218-7, im Bf Dissen-Bad Rothenfelde, abgestellt zur Nachtruhe:

https://up.picr.de/48377684od.jpg


Bild 19: Auch der Osnabrücker BDyg 533, 50 80 82-12 223-7, hat zwischenzeitlich Drehgestelle der
Bauart Minden Deutz leicht erhalten, als er am 22. Oktober 1990 im Bww Osnabrück anzutreffen ist:


https://up.picr.de/48377687xv.jpg


Bild 20: Gleiches gilt für den BDyg 533, 50 80 82-12 227-8 (Heimatbf Osnabrück) am Sylvestertag des Jahres 1987 eben dort:

https://up.picr.de/48377689ad.jpg


Bild 21: Und am 16. Oktober 1989:

https://up.picr.de/48377688re.jpg


Bild 22: Der BDyg 533, 50 80 82-12 242-7 (Heimatbf Konstanz, leihw. Basel Bad Bf) besitzt am 22. Juli 1990 im Bf Singen (Htwl.) ebenfalls bereits Minden-Deutz leicht-Drehgestelle:

https://up.picr.de/48377691ht.jpg


Bild 23: Der BDyg 533, 50 80 82-12 260-9 (Heimatbf München Hbf), wurde am 15. April 1987 im AW Limburg (Lahn) angetroffen, wo er noch eine R 2.3 erhielt (DK):

https://up.picr.de/48377694rz.jpg


Bild 24: Im Bw Hamburg-Langenfelde wurde dieser Ulmer BDyg 533, 50 80 82-12 274-0, am 07. Juli 1989 gesichtet. (vgl. Bilder 12 u. 16, alle drei Wagen wurden am 31. Juli 1989 ausgemustert) (GL):

https://up.picr.de/48377696os.jpg


Bild 25: Der Osnabrücker BDyg 533, 50 80 82-12 324-3, besitzt am 16. Oktober 1984 noch seine ursprüngliche Gepäckraum-
tür, als ich ihn in Osnabrück Hbf Po fotografieren konnte, nachdem er gerade durch die Waschanlage gezogen worden war:


https://up.picr.de/48377697ls.jpg


Bild 26: Einer der letzten 4-achser Umbauwagen war der BDyg 533, 50 80 82-12 327-6 (Heimatbf Osnabrück), der
erst am 28. Februar 1994 ausgemustert worden ist. Hier ist er am 16. Oktober 1989 im Bww Osnabrück zu sehen:


https://up.picr.de/48377698tn.jpg


Bild 27: Leider unerkannt blieb dieser BDyg, der am 15. April 1987 im AW Limburg (Lahn) eine Hauptuntersuchung mit Lackausbesserung erhält (DK):

https://up.picr.de/48377699dr.jpg



Soviel für heute. Ich hoffe, es hat wieder gefallen. Als nächstes werde ich dann die Byg behandeln.




Bis neulich - natürlich im HiFo

Rolf Köstner



Dieser Beitrag erscheint auch im "Wagenforum" (Wagen)


Liebe Leser und Bilderangucker, ich denke, dass ich jetzt nahezu 100 % der vor dem 30. Juni 2024 sichtbaren Bilder zu picr holen konnte. Sollte aber dennoch ein Beitrag (ab 2017) ohne Bilder sein, bitte ich um eine PN. Das dürfte dann eigentlich kein Problem sein, dass nicht kurzfristig erledigt werden könnte.



Man hat nicht richtig gelebt, wenn man nie in einem ICE gesessen hat, der in Hamm geteilt worden ist.






2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2024:08:24:14:50:01.
Hallo Rolf,

wieder mal ein toller Beitrag vom Reisezugwagen-Experten. Und ich habe auch wieder dazugelernt: Die Seitenanschläge zur Ausdrehbegrenzung der MD41 war mir nicht bekannt. Außerdem wusste ich nicht, dass BDyg in doch erheblicher Zahl noch auf diesen Drehgestelltyp umgerüstet wurden.

Vielen Dank und beste Grüße aus HH
Helmut U.
Hallo Rolf,

herzlichen Dank für diesen Bericht! Du als Wagenpapst bringst für mich Licht ins Dunkel der Gepäckraumtüren:
Kann man also sagen, diejenigen mit zwei Fenstern waren der Auslieferungszustand, und gegen Ende der Lebensdauer waren die Wagen durch Ausgausch mehrheitlich auf die vierfenstrigen umgestellt?
Ich habe da insbesondere bei den Modellbahnprodukten noch nie eine Systematik erkennen können. Aber das müsste doch mit den sich wandelnden Merkmalen der "Epochen" schlüssig in Verbindung stehen?

Danke und Gruß,

218 369
Moin,

korrekt! Die Falttüren mit nur zwei Fenstern waren der Auslieferungszustand aller BDyg.
Hallo Rolf,

schöner Beitrag! In der Überschrift ist ein Fehler, die ist von der ersten Folge nicht geändert.

Beste Grüße

Burkhard
Moin Rolf,

Danke Dir für diesen wieder hervorragenden Beitrag. Diese Vielfalt, auch bei den Verschmutzungsgraden der Wagen einfach faszinierend. Da sind einige super Beispiele dabei die man als Vorbild für die Alterung in H0 nehmen kann. Bei den Bildern ärgere ich mich immer, dass ich damals nie einen Fokus auf Wagen gelegt habe - lag wohl am fehlenden Fotobudget, umso besser, dass du damals in die vollen gegangen bist.

Torsten

http://up.picr.de/10122137am.jpg
Danke für das interessante Thema und die schönen Fotos und guten Infos.
Die Umbauwagen fand ich ja persönlich wirklich karg und spartanisch seinerzeit. Kein großer Fahrgastkomfort, halt ein schnell machbares Aufbauprogramm, noch als die blanke Not herrschte. Wie komfortabel waren dagegen die Silberlinge?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2024:07:14:19:48:48.
Der 50 80 82-12 218-7, den Rolf auf einem Bild von 1984 zeigt, hat später noch seine Schwanenhals-Drehgestelle verloren. Ich habe ihn am 16.04.1991 in Göttingen auf MD-Drehgestellen fotografiert.

BDyg533--508082-12218-7--19910416-Göttingen.jpg

Grüße vom Frank



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2024:07:14:20:55:45.

Kopffenster

geschrieben von: tuswa

Datum: 14.07.24 22:29

Hallo,

Vielen Dank für diesen Bildbericht.

Erst jetzt fällt mir auf, dass bei vielen Wagen (auch bei den AByg ist das der Fall) die kleinen ovalen Kopffenster über den Schlusslichtern verschlossen wurden, bei anderen sind die noch da.

Wann und warum wurden diese verschlossen?

MfG,
Tuswa.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2024:07:14:22:30:22.
Hallo,

wie immer eine tolle Bilderserie - Danke!

Was mich immer gewundert hat: warum sind die Umbauwagen immer grün geblieben und wurden nie in o/b umlackiert? Theoretisch hätten sie ja von der Zeit her bis zur Ausmusterung auch noch in den Mint-Produktfarben-Topf fallen können (bis fast verkehrsrot werden).

Grüße,
r66



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2024:07:16:22:22:58.
Weil sie zu altgebacken waren. Einige wenige Altbauwagen und Loks bekam zwar das neue Design, aber in allgemein sonst nicht. Die neue farben auf alte Fahrzeuge war weder für die Fahrzeug noch für den farbgebung vom vorteil...

MFG Morten aus Dänemark

Meine eisenbahnfotos: [mortenschmidt.piwigo.com]
http://mortenschmidt.piwigo.com/uploads/7/o/d/7odqzpartj//2017/05/29/20170529221833-f5aca47d.jpg

Deutsche Weinstrasse

geschrieben von: tuswa

Datum: 17.07.24 10:31

Hallo,

Wie das ungefähr aussehen könnte, sieht man bei den Deutschen Weinstrasse Wagen.
Allerdings nur 3yg und 4ye, keine 4yg. Und kein ozeanblau, sondern kobaltblau (?).

Nur wenige Altbauwagen bekamen noch die o/b Farbgebung, als Gesellschaftwagen o.ä.

MfG,
Tuswa.
Moin,

ab etwa 1980 begannen die Ausmusterungen und es gab deshalb keine hochwertigen Ausbesserungen mehr, mit denen ein Neukack verbunden gewesen wäre.
Bei den noch älteren langen Mitteleinstiegwagen hat man noch anders gehandelt, weil sie noch länger unverzichtbar waren und bei schlechtem Zustand nicht einfach ausgemustert werden konnten.

Grüße Frank

Zu meinen Beiträgen:
- Eisenbahnen [www.drehscheibe-foren.de]
- Historisches Forum [www.drehscheibe-foren.de]
- Straßenbahnen [www.drehscheibe-foren.de]

Zweifenstrige und vierfenstrige Gepäckraumtüren...

geschrieben von: Michael O.

Datum: 18.07.24 12:38

Hallo,

die zweifenstrigen Türen waren in der Tat der Auslieferungszustand und bis Mitte der 1980er Jahre nach meinem Eindruck in der überwiegenden Zahl der Wagen eingebaut.
Da Du die Systematik bei den Modellbahnprodukten vermißt - mir geht es genau so - auch diesbezüglich ein kurzer Abriß.
Lange Zeit die besten Umbauwagen in H0 gab es von Roco, Erstauflage in den späten 1970er Jahren, m.W. nur mit zweifenstrigen Gepäckraumtüren.
Bei Märklin bin ich nicht sicher, Fleischmann hatte die vierfenstrigen.
Die jüngsten Wagen stammen von Brawa. Die Ausführung der Wagen ist sehr gut, aber dem späten Herstellungszeitpunkt ist m.M.n. die relativ inkonsequente und zeitlich nicht immer zutreffende Ausrüstung mit den Türvarianten geschuldet.
Die Epochen III und IVa mit herkömmlicher Raucher/NR-Beschriftung hätte man getrost komplett mit den zweifenstrigen Türen herstellen können, die vierfenstrigen Türen passen zu den späten Varianten, die dann ja auch in der Regel auch noch die Piktogramm-Beschriftung erhalten haben. Ausnahmen und Abweichungen hat es sicherlich gegeben, dennoch macht man wenig falsch, wenn man das als "Grundregel" beherzigt.

VG, Michael

218 369 schrieb:
Hallo Rolf,

herzlichen Dank für diesen Bericht! Du als Wagenpapst bringst für mich Licht ins Dunkel der Gepäckraumtüren:
Kann man also sagen, diejenigen mit zwei Fenstern waren der Auslieferungszustand, und gegen Ende der Lebensdauer waren die Wagen durch Ausgausch mehrheitlich auf die vierfenstrigen umgestellt?
Ich habe da insbesondere bei den Modellbahnprodukten noch nie eine Systematik erkennen können. Aber das müsste doch mit den sich wandelnden Merkmalen der "Epochen" schlüssig in Verbindung stehen?

Danke und Gruß,

218 369

... der kleine Zug der Dir gefällt,
fährt nur im Kreis, nicht in die Welt.
So klein fängst Du Dein Leben an,
doch was kommt dann?

Udo Jürgens in "Der große Abschied"

Hallo in die Runde, zunächst vielen Dank für den interessanten Artikel.

Was mich wundert sind die vielen Bildbelege von BDyg-Wagen mit MD-Drehgestellen,
die ja eigentlich nur von Bn-Wagen stammen konnten. Oder gab es auch andere
Spender-Bauarten ? Und lohnte sich der Umrüstungsaufwand überhaupt, dass man
diesen alten BDyg-Wagen noch andere Drehgestelle gab ?

Viele Grüße aus Berlin, Dieter

Historische Modellbahnausstellung Berlin 2026
vsl. Samstag 17.10. und Sonntag 18.10.2026
Saal der Kirchengemeinde Mater Dolorosa in Berlin Lankwitz
Dieter Weißbach schrieb:
Hallo in die Runde, zunächst vielen Dank für den interessanten Artikel.

Was mich wundert sind die vielen Bildbelege von BDyg-Wagen mit MD-Drehgestellen,
die ja eigentlich nur von Bn-Wagen stammen konnten. Oder gab es auch andere
Spender-Bauarten ? Und lohnte sich der Umrüstungsaufwand überhaupt, dass man
diesen alten BDyg-Wagen noch andere Drehgestelle gab ?
Spender war angeblich andere ausgemusterten yg-Wagen.
Gerade die BDyg war lange unverzichtbar.

MFG Morten aus Dänemark

Meine eisenbahnfotos: [mortenschmidt.piwigo.com]
http://mortenschmidt.piwigo.com/uploads/7/o/d/7odqzpartj//2017/05/29/20170529221833-f5aca47d.jpg
... ok, aber woher kamen denn dann die MD-Drehgestelle ?
Wurden denn Bn-Wagen in relevanter Größenordnung vor den 4yg Wagen ausgemustert ?

Viele Grüße aus Berlin, Dieter

Historische Modellbahnausstellung Berlin 2026
vsl. Samstag 17.10. und Sonntag 18.10.2026
Saal der Kirchengemeinde Mater Dolorosa in Berlin Lankwitz
Dieter Weißbach schrieb:
... ok, aber woher kamen denn dann die MD-Drehgestelle ?
Wurden denn Bn-Wagen in relevanter Größenordnung vor den 4yg Wagen ausgemustert ?
Nein, einige Byg und alle AByg wurde mit MD-Drehgestelle gebaut. Wurde ein solcher wegen schlechter zustand ausgemustert lieferte sie Drehgestelle für ein BDyg.

MFG Morten aus Dänemark

Meine eisenbahnfotos: [mortenschmidt.piwigo.com]
http://mortenschmidt.piwigo.com/uploads/7/o/d/7odqzpartj//2017/05/29/20170529221833-f5aca47d.jpg
Auf den Bildern auch wunderbar zu sehen die "stirnseitigen" Fenster zur Zugbeobachtung, die es nur auf der Gepäckraumseite gab.

Du hast ja schon indirekt darauf hingewiesen:

Bild 07: Die BDyg besaßen auf der Gepäckraumseite einen Arbeitsplatz für den Zugführer zwecks
Zugbeobachtung während der Fahrt. Deutlich ist die Schreibtischlampe zu erkennen:

[up.picr.de]

Und da an diesem Arbeitsplatz auch ein (einfaches) Bremsventil vorhanden war, konnte der BD4yg auch als Steilstrecken-Beobachtungswagen dienen, ähnlich denen auf Basis eines Güterzugbegleitwagens.
Man spart sich somit den Steuerwagen.

(Stichwort geschobener Zug statt Wendezug, aber das ist ein anderes Thema ;-) :-) )

Großen Dank auch von mir für den tollen, fundierten Bildbericht!
Beste Grüße . . .
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