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 04 - Historisches Forum 

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Aus alt mach neu: Die 4-achsigen Umbauwagen der DB. Heute: Die AByg




Zu Beginn der 50er-Jahre reiften bei der Deutschen Bundesbahn die Überlegungen, aus den noch reichlich vorhandenen, aber inzwischen 40 bis 60 Jahre alten Länderbahnwagen unter Zuhilfenahme der oft noch brauchbaren Fahrwerke, durch hinzufügen eines neuen Aufbaus für die damalige Zeit moderne Reisezugwagen zu fertigen, litt man doch immer noch unter den Folgen des II. Weltkriegs. Man begann mit der Herrichtung von zwei- und dreiachsigen Fahrgestellen, wozu man ausschließlich Wagen mit einem Längsträgerprofil UW 23,5 heranzog, die auf eine einheitliche Länge von 13.300 mm gebracht wurden, auf die dann ein moderner Aufbau gesetzt wurde, während im Fahrgestellbereich, sowie bei den Bremsvorrichtungen auf altbrauchbare Teile zurückgegriffen wurde. So entstanden über 6500 dreiachsige Wagen, die unter Vorspannung jeweils zu einem Pärchen kurzgekuppelt wurden.



Bild 01: Hier sehen wir mit dem B3yge 761, 90 370, und dem B3ygeb 761, 86 813, eines dieser Pärchen
am 02. August 1983 in einem der BASF-Werkszüge bei der Durchfahrt durch den Bf Schifferstadt:


https://up.picr.de/47493503le.jpg



Bereits bei der Vorstellung der 3-achser Umbauwagen wurde ein Programm für etwa 550 vierachsige Umbauwagen präsentiert, die auf der Basis von vierachsigen Länderbahnwagen, entstehen sollten, wobei aber vieles von der 3-achsern übernommen werden konnte. Allerdings wurden, im Gegensatz zu diesen, je nach Bauserie unterschiedliche Längsträgerbauarten verwendet.

1955 wurde vom Ausbesserungswerk Hannover ein gemischtklassiger Prototyp BC4yg-55 mit Abteilen der damaligen 2. und 3. Klasse und amerikanischen Schwanenhalsdrehgestellen geliefert. Dieser wurde mit der Klassenreform 1956 zum AB4yg und 1966 zum AByg 501. Er unterschied sich in einigen Punkten von der späteren Serienausführung. So besaß er neben den Schwanenhalsdrehgestellen eine Westinghouse-Bremse mit schnellwirkendem Steuerventil für Personenzüge. Auch verfügte er über zwei Aborte jeweils an den Wagenenden, zugänglich von den Einstiegsräumen.

Zwei weitere Probewagen, bereits als AB4yg-57 (ab 1966: AByg 502) im Ausbesserungswerk Karlsruhe entstanden, folgten 1958 und erhielten neuentwickelte Minden-Deutz-Drehgestelle (MD 410). Beide Bauarten besaßen Längsträger der Bauart UNP 26(0)


Für die 1958 entwickelten Serienfahrzeuge der Bauart AB4yg-58 wurden dagegen je zwei Untergestelle drei- und zweiachsiger Abteilwagen (Profil UW 23,5) verwendet. Die Wagen der Gattung AB4yg-58 (ab 1966: AByg 503) wurden ab 1959 in Serie von den Ausbesserungswerken Hannover, Karlsruhe und Neuaubing hergestellt und ausnahmslos mit Drehgestellen "Minden-Deutz leicht" ausgerüstet. Die Wagen verfügten lediglich über ein WC in Wagenmitte, zugänglich vom Mittelgang.

1959 ließ die DB einige Wagen als AB4yg-58a (ab 1966: AByg 504) bauen, die abweichend von den AB4yg-58 über Drehgestelle der Bauart "Minden-Deutz leicht" mit Tiefanlenkung verfügten. Dabei wurde die Schnittstelle Wagenkasten/Drehgestell tiefer gelegt, um das beim Bremsen auftretende Kippmoment, dabei wird der führende Radsatz eines Drehgestells belastet und der hintere entlastet, zu vermindern. Da zum Zeitpunkt der Serienproduktion die preußischen Regel- und amerikanischen Schwanenhalsdrehgestelle bereits aufgebraucht waren, wurden alle AByg mit Ausnahme des Protoypen ausnahmslos mit Neubaudrehgestellen der Bauart Minden-Deutz leicht (MD 41) ausgestattet.


Neben einigen eigener Aufnahmen sind auch hier wieder mehrere Aufnahmen aus meiner Sammlung dabei. Als Fotografen agierten: Robert Brütting (RB), Dirk Klug (DK), Dirk Schröder (†) (DS), Joachim Stender (JS), Christian Völk (ChrV), sowie die User "Gary Larson" (GL) und "malo" (ML)



Bild 02: Mein Bilderreigen beginnt mit dem AByg 503, 50 80 38-11 119-3, am 05. Mai 1985 im Bw Osnabrück 2:

https://up.picr.de/47493508wp.jpg


Bild 03: Der Wagen war dort bereits am 17. April 1985 ausgemustert worden (Fotos: 2 DS):

https://up.picr.de/47493526zm.jpg


Der AByg 501 und die beiden AByg 502 sind mir nicht mehr vor die Kamera gekommen. Ehrlich gesagt, waren die Aufnahmen von yg-Wagen damals nur Beifang.



Bild 04: Ebenfalls im Bw Osnabrück 2 konnte ich den AByg 503, 50 80 38-11 145-8, vom Bf Hamburg am 04. Juli 1990 im Bild festhalten:

https://up.picr.de/47493531xy.jpg


Die Wagen waren damals noch in der Militärreserve zu finden, weshalb der Wagen in Osnabrück weilte.


Bild 05: Aus demselben Grund war der Kieler AByg 503, 50 80 38-11 148-2 am 15.09.1990 am Bf Herford anzutreffen:

https://up.picr.de/47493532dx.jpg


Bild 06: Am 25. Februar 1980 ist der AByg 503, 50 80 38-11 227-4, in Wilhelmshaven zu Gast (DS):

https://up.picr.de/47493533jq.jpg




In den letzten Jahren wurde dem Wagen eine besondere Ehre zuteil. Aufgrund der permanenten 624-Knappheit beim Bw Osnabrück 1, hervorgerufen durch zahlreiche Sonderfahrten und Modernisierungen, wurden die Laufpläne so gestaltet, dass im Notfall auch eine lokbespannte Garnitur dauernd an einem bestimmten Umlauftag einspringen konnte. Diese bestand in der Regel aus einer Lok der Baureihe 211 und drei Nahverkehrswagen. Der AByg 503, 50 80 38-11 227-4, wurde dabei bevorzugt als gemischtklassiger Wagen in diesem Zug eingesetzt.


Bild 07: Am 08. Dezember 1989 wartet er in der Abstellgruppe Sandbach zusammen mit je einem Byl 421 und Bnb 719 auf die nächste Tour:

https://up.picr.de/47493542wi.jpg


Bild 08:

https://up.picr.de/47493543cn.jpg


Bild 09: Im E 3936, Osnabrück – Wilhelmshaven, ist der Wagen am 15. Januar 1990 auf der unteren Ebene des Osnabrücker Hbf anzutreffen:

https://up.picr.de/47493544xs.jpg


Bild 10: Im Bf Dissen-Bad Rothenfelde befindet sich der AByg 503, 50 80 38-11 242-3, am 13. September 1984 in der Übernachtung:

https://up.picr.de/47493545jn.jpg


Bild 11: Am 05. November 1990 ist der AByg 503, 50 80 38-11 370-2, vom Bf Bremen im Bw Osnabrück 2 zu finden:

https://up.picr.de/47493546mq.jpg


Bild 12: Ebenfalls vom Bf Kiel war der AByg 503, 50 80 38-11 410-6, am 22. Oktober 1990 im Bw 2 in der Hasestadt zu Gast:

https://up.picr.de/47493547mg.jpg


Bild 13: Im Jahre 1985 wurde der AByg 503, 50 80 38-11 444-5, in Hof Hbf angetroffen (ML):

https://up.picr.de/47493811dg.jpg


Bild 14: Der am 19. März 1990 im AW München-Freimann angetroffene AByg 503, 50 80 38-11 446-0 war zu diesem Zeitpunkt bereits ausgemustert (ChrV) :

https://up.picr.de/47493812fl.jpg



Für die Allgäu-Zollern-Bahn wurden ab 1984 u.a. bei einigen AByg 503 die Inneneinrichtung im AW Stuttgart-Bad Cannstatt aufgearbeitet und die Wagen mit einem hellgrünen Zierstreifen, sowie einem von den Wappen der berührten Gemeinden flankierten Schriftzug „Allgäu-Zollern-Bahn“ versehen.


Bild 15: Mit den Wappen von Aulendorf präsentiert sich am 03. Oktober 1987 der AByg 503, 50 80 38-11 144-1, in Ulm Hbf (RB):

https://up.picr.de/47493837hn.jpg




Am 09. November 1989 fiel die Mauer, die das Land über Jahrzehnte geteilt hatte. Hof, in Bayern ganz oben, lag direkt an der Grenze und mußte die Massen an neugierigen Sachsen bewältigen. Dazu erhielt es Wagenmaterial aus allen Ecken der Bundesrepublik Deutschland.


Bild 16: Darunter auch der AByg 503, 50 80 38-11 275-1 „Kißlegg“, vom Bf Ulm, den wir hier am 27. Dezember 1989 in Hof Hbf sehen (ML):

https://up.picr.de/47494556fc.jpg


Bild 17: Mit den Wappen von Albstadt ist am 17. Februar 1985 der AByg 503, 50 80 38-11 276-1, im Bf Aulendorf zu Gast (JS):

https://up.picr.de/47494557id.jpg


Bild 18: Am 10. April 1988 sehen wir den AByg 503, 50 80 38-11 343-9, mit den Wappen von Aich-
stetten und Marstetten-Aitrach, im Bf Sigmaringendorf auf der Hohenzollerschen Landesbahn (DK):


https://up.picr.de/47494559py.jpg


Bild 19: Auf dem Tübinger Hbf entstand am 19. April 1985 diese Aufnahme des AByg 503, 50 80 38-11 359-5, mit den Wappen von Balingen (DK):

https://up.picr.de/47494560hs.jpg



Einige Wagen wechselten nach ihrem Ausscheiden aus dem Regeldienst in den Bestand des Verkehrsmuseum Nürnberg, das sie als betriebsfähige Fahrzeuge in ihren Sonderzügen einsetzte.


Bild 20: Hier sehen wir den mit der 41 360 bepannten Zug am 26. November 1988 in der Nähe des Bahnhofs Wuppertal Zoologischer Garten:

https://up.picr.de/47494586jz.jpg


Bild 21: Am 03. Juli 1988 waren einige Wagen in Essen Hbf zusehen. So der AByg 503, 50 80 38-11 314-0 (JS):

https://up.picr.de/47494603vs.jpg


Bild 22: Und auch der AByg 503, 50 80 38-11 482-5 (JS):

https://up.picr.de/47494604kd.jpg


Bild 23: Der AByg 504, 50 80 38-11 484-1, erlebte eine Weiterverwendung als Theaterwagen „Theater im Zug“, wobei er die Bezeichnung AByg 398, 60 80 99-11 083-5,
erhielt. Wir sehen ihn hier noch in seiner alten Farbgebung am 03. Oktober 1990 in Dortmund Hbf. Man gibt „Der Junge im Zug“ (JS):


https://up.picr.de/47498068pm.jpg


Bild 24: Später trägt er einen blauen Anstrich mit Sternenmuster, als wir ihn am 06. Juni 1993 eben dort antreffen. In diesem Jahr steht das Stück „Tagträumer“ auf dem Spielplan (GL):

https://up.picr.de/47498069ey.jpg



Soviel für heute. Als nächstes werde ich dann aller Voraussicht nach zunächst die BDyg behandeln.




Bis neulich - natürlich im HiFo

Rolf Köstner



Dieser Beitrag erscheint auch im "Wagenforum" (Wagen)


Liebe Leser und Bilderangucker, ich denke, dass ich jetzt nahezu 100 % der vor dem 30. Juni 2024 sichtbaren Bilder zu picr holen konnte. Sollte aber dennoch ein Beitrag (ab 2017) ohne Bilder sein, bitte ich um eine PN. Das dürfte dann eigentlich kein Problem sein, dass nicht kurzfristig erledigt werden könnte.



Man hat nicht richtig gelebt, wenn man nie in einem ICE gesessen hat, der in Hamm geteilt worden ist.






1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2024:04:29:14:27:03.
rolf koestner schrieb:
...



Am 11. November 1989 fiel die Mauer, ...
Am 9. November 1989 fiel die Mauer.

.
Gt2x4/4 schrieb:
rolf koestner schrieb:
...



Am 11. November 1989 fiel die Mauer, ...
Am 9. November 1989 fiel die Mauer.

.
Genau genommen fiel überhaupt keine Mauer.
Es wurde ein Grenzübergang geöffnet.
Moin!

Schöne Fotos, danke sehr.

AByg 501 und 502 waren besondere, weil sie hatten nur 3,5 Abteile in höherem Komfortbereich. Sitzanordnung 2+2; also 26 zusammen.

Gruß: Georg
Vielen Dank für die wie immer tolle Bilderserie!

rolf koestner schrieb:
Für die Allgäu-Zollern-Bahn wurden ab 1984 u.a. bei einigen AByg 503 die Inneneinrichtung im AW Stuttgart-Bad Cannstatt aufgearbeitet und die Wagen mit einem hellgrünen Zierstreifen, sowie einem von den Wappen der berührten Gemeinden flankierten Schriftzug „Allgäu-Zollern-Bahn“ versehen.
Ich fand es damals schon ein wenig schräg, dass man eine Aufwertung und bessere Vermarktung einer Strecke ausgerechnet mit Umbauwagen versuchte. Die Fahrzeuge waren ja schon in den 1980ern nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Von außen kennen wir sie wohl alle - aber wie sah denn die Aufarbeitung im Innenraum aus?
Hallo Rolf und alle Leser,

den Theaterwagen haben wir von der LEL(Landeseisenbahn Lippe e.V.) im Jahr 2007 übernommen.

Theaterwagen

https://rama-lemgo.de/albums/userpics/10002/1/Theaterwagen.jpg

Bild 1: Hier bei der Überführung im Lemgoer Bahnhof am 9.7.2007.


https://rama-lemgo.de/albums/userpics/10002/1/Theaterwagen1.jpg

Bild 2: So sah er damals von innen aus.


https://rama-lemgo.de/albums/userpics/10002/1/Theaterwagen2.jpg

Bild 3: Dito.


https://rama-lemgo.de/albums/userpics/10002/1/Theaterwagen4.jpg

Bild 4: So sieht die 1.Klasse Seite heute aus.


https://rama-lemgo.de/albums/userpics/10002/1/Theaterwagen5.jpg

Bild 5: Und so die 2. Klasse.


https://rama-lemgo.de/albums/userpics/10002/1/Theaterwagen3.jpg

Bild 6: Die Beschriftung.

Viele Grüße von Ralf aus

https://rama-lemgo.de/albums/userpics/10002/1/lemgo_2dikuq.jpg
Hallo Andreas,

das Wageminnere wurde so gut es geht wieder in einen ansehnlichen Zustand gebracht, also Sitze teilweise neu bezogen, schadhafte Vertäfelungen erneuert, teilweise neu lackiert. Dazu wurden Werbungen regionaler Firmen angebracht.

Die Wahl der Umbauwagen hatte etwas mit den auf den Einsatzstrecken Hohenzollernbahn und Württembergische Allgäubahn verwendeten Wagenumläufen zu tun. Diese wurden nahezu vollständig vom Bf Tübingen gestellt. Das Ende der Wagenunterhaltung in Tübingen war zu diesem Zeitpunkt schon abzusehen und dort waren fast ausschliesslich Umbauwagen beheimatet. Da die Sache ja mehr oder weniger einen Feldversuch darstellte, das Fahrplanangebot nicht wesentlich verbessert oder umgestaltet wurde, teilweise sogar Abschnitte befahren wurden, wo der Reisezugverkehr auf der Kippe stand (Herbertingen - Aulendorf - Kisslegg), wurde dort hinsichtlich Änderung der Umläufe bzw. Umbeheimatungen kein grosses Fass aufgemacht. Das Konzept auf der Gesamtstrecke wurde ja bereits zum Winterfahrplan 1986 verwässert und die wenigen noch benötigten Wagen für den einzig verbliebenen Umlauf zum Sommer 1987 nach Ulm unbeheimatet.
Das ganze war mehr oder weniger eine Eintagsfliege und von vorneherein nur halbherzig angegangen worden.

Vielen Dank natürlich an Rolf für diesen interessanten Beitrag.

Viele Grüsse von Mark



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2024:04:27:11:05:58.
Hallo,

vielen Dank an Rolf für den Beitrag! Als "Fahrschüler" der späten 1980er war ich froh, wenn im Park mal ein B4yg statt der alltäglichen Silberlinge lief. Das Holzinterieur und das Fahrgefühl waren irgendwie anheimeliger als bei den "modernen" Silberlingen. Ich freue mich sehr auf weitere Beiträge.

Grüße,
Rolf
Vielen Dank, Rolf, fürs Zeigen. Deine Wagen- oder auch Bus-Beiträge sind für mich hier immer eine interessante (und auch lehrreiche) Abwechslung.
Wieviele Wagen gab es denn mit preußischen Drehgestellen?

Gruß Jürgen

Allgäu-Zollern

geschrieben von: Alibizugpaar

Datum: 28.04.24 11:37

Aber es ist doch erstaunlich, wie man solche sonst trist uniformierten Wagen mit nur wenig Farbe optisch deutlich interessanter aufwerten kann.

https://up.picr.de/47494557id.jpg

Gruß, Olaf
(,“)
< />
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19.08.2024, Medien zitieren AR-Mitglied: "Kontrollverlust bei der DB diagnostiziert, Fahrpläne werden nur noch geschätzt"

Vergessen

geschrieben von: malo

Datum: 28.04.24 13:51

Hallo Rolf,

Wieder eine Deiner Beiträge. Passt einfach immer. Danke.

Ja, die Dias mit den Umbauwagen, vergessen, das ich da Mal was gemacht hatte. Heute? Denke ich, warum hab ich nicht jeden Hofer -yg porträtiert?

Gruß
Malo
Wunderbar illustrierter und umfänglicher Beitrag! Wieder einmal ein echter "Köstner"! Hab's genossen....vielen Dank!

Franz
Die 4 Achser und die blauen 3 Achser kenne ich auch noch.Von der Allgäu Zollernbahn hatte ich in Horb am Bahnhof schon welche gesehen.Bespannt mit einer 215.
Hallo Mike,

Mike2009 schrieb:
Die 4 Achser und die blauen 3 Achser kenne ich auch noch.Von der Allgäu Zollernbahn hatte ich in Horb am Bahnhof schon welche gesehen.Bespannt mit einer 215.
ja das ist gut möglich. Die Wagen wurden mach Aufgabe der Beheimatung in Tübingen überwiegend nach Ulm und Heilbronn unbeheimatet. Die Stellung der Umläufe auf der Nagoldbahn ging seinerzeit von Tübingen an Heilbronn über. Also war es wahrscheinlich ein Heilbronner Wagen im Einsatz zwischen Horb und Pforzheim. Dazu passt auch die 215.
Ich meine, Stefan (S.B) hat von einem solchen Zug hier mal ein Bild gezeigt.


Viele Grüsse von Mark
Wunderschöner Beitrag der Erinnerungen weckt. Vor allem die Bilder von den Wagen der Allgäu -Zollern - Bahn haben es mir angetan. So viel nostalgischen Flair der Bahnhof in Bild 18 auch hatte ... die ältere Dame am mittleren Einstieg erweckt Mitleid. Das Aussteigen dürfte dort noch schwieriger gewesen sein.
Grüße jost

Link zu meinen bisherigen Bildsichtungsbeiträgen:
[www.drehscheibe-online.de]

http://666kb.com/i/du72k0q3cxhai5lwz.jpg http://666kb.com/i/du72w5bqf2r9flz5f.jpg
Es grüßt der Zahnradschienenbus!

Re: Fragen zur Farbe der Einstiegsräume

geschrieben von: Viermonatskind

Datum: 30.04.24 09:48

Hallo Umbauwagenfreunde,

leider habe ich die 3yg und 4yg erst in den späten Siebzigerjahren von innen kennengelernt. Die vielen Bilder in diesem Beitrag lassen weißgrün lackierte Einstiegsräume wie bei den n-Wagen erkennen und so erinnere ich mich auch daran. Bei Museumsbahnen habe ich inzwischen hellgrau gestrichene Einstiegsräume und Türeninnenseiten gesehen. Weiß jemand wie die tatsächlich anfänglich lackiert waren?
War das Weißgrün eine "Erfindung" der AWs, welche die Umbauwagen hergestellt haben und das später bei der Herstellung der Silberlinge beibehalten wurde? Oder kam es mit den Silberlingen und wurde dann bei Ausbesserungen nachträglich auf die Umbauwagen angewandt?
Wie waren die Türinnenseiten bei der Auslieferung lackiert? Sicherlich waren die noch nicht orange gestrichen (ab wann wurde das eigentlich üblich?).

Danke und Grüße

Michael

http://leadadventureforum.com/gallery/47/2603-050820102441-4775237.jpeg
Danke für die große Übersicht. Das waren Wagen, die die DB geprägt haben und erstaunlich lange eine wichtige Rolle spielten. Diese Länderbahn-Bodengruppen und Fahrwerke müssen unkaputtbar gewesen sein. Den Komfort an Bord fand ich allerdings immer sehr bescheiden. Da waren die Silberlinge ein richtiger Fortschritt gegen.

Die Dreiachser als fest gekuppelte Pärchen fand ich auch immer eine interessante Lösung. Heimlich habe ich immer bedauert, dass es nicht noch "richtige" Abteilwagen ohne Gang bei uns gab, wie damals noch in Italien und Großbritannien.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2024:04:30:15:13:52.

Re: Aus alt mach neu: Die 4-achsigen Umbauwagen der DB. Heute: AByg (m24B)

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 30.04.24 20:33

Die DB-Umbauwagen dürften die einzigen Reisezugwagen mit für Gummiwulstübergänge bis 150 mm hinter die Pufferebene vorgezogenen Wagenkästen und eingezogenen Wagenenden mit Klapptüren gewesen sein.
Oder gab es das anderswo auch?

Falk
Hallo Zaubermark !

Danke Dir für Deine Ausführungen. Das mit dem Bww Heilbronn war mir beim Lesen Deiner Zeilen irgendwie neu. Mir kommt im Nachhinein vor, daß ich das immer irgendwie übersehen habe bzw. ab Mitte der 80er Jahre nie so richtig aufgepaßt habe. Und als ich dann etwas später in die Heilbronner Ecke durch Ausflüge gekommen bin, gab es das Bww Heilbronn nicht mehr. Nur noch Ulm, Stuttgart und Würzburg bzw. Karlsruhe.

Ich kann mich in Ulm noch gut an die Zeit Januar - März 1986 erinnern, da wurde am Sonntag Abend oft schon die Garnitur für den morgendlichen Eilzug nach Sigmaringen aufgestellt und über Nacht am Bahnsteig geparkt. Da war hin und wieder mal ein Umbauwagen mit dabei. Und sogar einer aus dem Allgäu Zollernbahn Konzept. Es kann ein Byg oder AByg gewesen sein, jedoch war ein AByl ebenfalls mit dabei. Leider alles schon zu lange her.

Welche Züge fuhr der einzige Umlauf mit den Allgäu Zollernbahn Wagen ab Sommerfahrplan 1987 ab Ulm ? Hast Du das in Deinen Unterlagen festgehalten ? Würde mich interessieren. Wann war denn das Ende des Bww Heilbronn ? Die Umbauwagen werden da wahrscheinlich verkauft worden sein oder gar in den Schrott gegangen sein ?

Für nähere Info's wäre ich dankbar.

Viele Grüße
Andreas, der diesel-fan



Zaubermark schrieb:
Hallo Andreas,

das Wageminnere wurde so gut es geht wieder in einen ansehnlichen Zustand gebracht, also Sitze teilweise neu bezogen, schadhafte Vertäfelungen erneuert, teilweise neu lackiert. Dazu wurden Werbungen regionaler Firmen angebracht.

Die Wahl der Umbauwagen hatte etwas mit den auf den Einsatzstrecken Hohenzollernbahn und Württembergische Allgäubahn verwendeten Wagenumläufen zu tun. Diese wurden nahezu vollständig vom Bf Tübingen gestellt. Das Ende der Wagenunterhaltung in Tübingen war zu diesem Zeitpunkt schon abzusehen und dort waren fast ausschliesslich Umbauwagen beheimatet. Da die Sache ja mehr oder weniger einen Feldversuch darstellte, das Fahrplanangebot nicht wesentlich verbessert oder umgestaltet wurde, teilweise sogar Abschnitte befahren wurden, wo der Reisezugverkehr auf der Kippe stand (Herbertingen - Aulendorf - Kisslegg), wurde dort hinsichtlich Änderung der Umläufe bzw. Umbeheimatungen kein grosses Fass aufgemacht. Das Konzept auf der Gesamtstrecke wurde ja bereits zum Winterfahrplan 1986 verwässert und die wenigen noch benötigten Wagen für den einzig verbliebenen Umlauf zum Sommer 1987 nach Ulm unbeheimatet.
Das ganze war mehr oder weniger eine Eintagsfliege und von vorneherein nur halbherzig angegangen worden.

Vielen Dank natürlich an Rolf für diesen interessanten Beitrag.

Viele Grüsse von Mark
Seiten: 1 2 All Angemeldet: -
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