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Am 09.09.2005, vor jetzt schon fast 18 Jahren – puh, wie die Zeit vergeht – hatte ich hier einen Beitrag über die Tunnelbaustelle bei Calberlah eingestellt. In anderem Zusammenhang bin ich jetzt wieder auf das Thema gestoßen und dabei auf eine Frage, die vielleicht durch die Schwarmintelligenz des Forums beantwortet werden kann. Dazu wiederhole ich zunächst ohne jede Änderung meinen damaligen Beitrag:

In diesem Beitrag, den "tunnelmaus" am 25.08.05 ins HiFo stellte, wurde der 1975 neu gebaute Eisenbahntunnel bei Calberlah thematisiert, mit dem die Strecke (Hannover-) Lehrte – Wolfsburg (-Berlin) den Elbe-Seitenkanal unterquert. Ich hatte da auch meinen Senf zu gegeben und berichtet, daß die neue Tunnelstrecke etwas südlich der alten Strecke gebaut worden sei. Daran kamen mir dann aber doch einige Zweifel, als ich die beiden topographischen Karten sah, die tunnelmaus kurz darauf präsentierte. Deshalb habe ich meine damals entstanden Aufnahmen noch einmal herausgesucht, und ich denke, das wird hier auch einige andere interessieren. Alle Bilder entstanden am 15.09.75 von mehr oder weniger dem gleichen Standpunkt aus, oberhalb des östlichen Portals des neuen Tunnels.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Calberlah/b01-220 082.jpg
Bild 1
Den Anfang macht 220 082 mit dem Interzonenzug D 442. Im Hintergrund ist der Bf. Calberlah zu erkennen und rechts die neue Strecke zum neuen Tunnel. Eindeutig fährt der Zug auf einer gewachsenen alten Strecke und nicht etwa auf provisorisch verlegten Umgehungsgleisen. Rätselhaft erscheint mir, warum trotz der kurz bevorstehenden Streckenverlegung noch ein neues Lichtsignal aufgestellt wurde.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Calberlah/b02-613 619.jpg
Bild 2
Aus der anderen Richtung kommt E 3409 mit 613 619 an der Spitze. Die Bauarbeiten haben aus dem vormaligen Weideland vorübergehend eine Sandwüste gemacht. Typisch für die Braunschweiger Eierkopf-Einsätze: Auch dreiteilige Einheiten verkehrten oft mit 2 Motorwagen.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Calberlah/b03-216 061.jpg
Bild 3
Unmittelbar auf den Triebwagen folgt 216 061 mit einem kurzen Dg nach Wolfsburg. Durch das Teleobjektiv kommt auch die Kanalbaustelle im Hintergrund ein wenig besser zur Geltung. Man sieht, dass die Dämme im Bereich der alten Strecke noch nicht geschüttet sind - und ich hatte mich schon gefragt, ob ich vielleicht dämlicherweise den "Durchstich" der alten Strecke durch das Kanalbett nicht fotografiert hätte.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Calberlah/b04-050 173.jpg
Bild 4
Und endlich ließ sich auch ein Dampfer sehen, wenn auch nur Tender voraus. Aus Lehrte bringt 050 173 einen Leerwagenpark Autotransportwagen nach Wolfsburg/VW.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Calberlah/b05-050 173.jpg
Bild 5
In der Seitenansicht kommt nun auch der kleine Bahnübergang ins Bild, an dem die auch heute noch vorhandene Straße am östlichen Tunnelportal die Strecke kreuzt (siehe auch die topographischen Karten im Erstbeitrag).

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Calberlah/b06-050 525.jpg
Bild 6
Die VW-Züge aus Wolfsburg gehörten zu den Stammleistungen der Lehrter 050. Eine volle Ladung brandneuer Golfs hat 050 525 am Haken, als sie sich hier mit mäßiger Kraftanstrengung in die Kurve legt. HP1 in der Gegenrichtung hatte mich schon besorgt gemacht, ob nicht Murphy wieder zuschlägt und ein Gegenzug den Dampfzug zufährt.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Calberlah/b07-050 525.jpg
Bild 7
Aber zu meinem Glück hatte Murphy nicht aufgepasst und so konnte ich sogar noch einen Nachschuss machen.


Auch wenn es sich nicht direkt um Bilder von der Tunnelbaustelle handelt, dürfte die damalige Situation und die Lage der neuen Strecke relativ zu der alten etwas verständlicher geworden sein. Nur muss ich leider feststellen, daß der Beitrag schon wieder 4 Aufnahmen von der BR 50 enthält – das Thema lässt mich irgendwie nicht los. Aber man kann's sich halt nicht immer aussuchen und damals war ich froh, überhaupt noch ein paar Dampfloks auf der Wolfsburger Strecke zu erwischen. Denn die Dieselkonkurrenz war mit einem stetig wachsenden Braunschweiger 216 Bestand schwer auf dem Vormarsch.

Soweit der damalige Beitrag.


Und damit zu meiner Frage, die seinerzeit bereits vom user "tunnelmaus" gestellt wurde, ohne dass es darauf eine befriedigende Antwort gab. Nämlich: Liegt der Tunnel in der alten (ursprünglichen) Streckenachse oder ist die Strecke verschoben worden?

Bisher bin ich davon ausgegangen, dass der Tunnel in neuer Lage südlich der bestehenden Strecke gebaut wurde und meine Bilder vom 15.09.75 (oben) Züge auf der alten, ursprünglichen Trasse zeigen. Dafür sprachen die verwitterten Gleise, die Vegetation seitlich der Gleise, der Kilometerstein, Drahtzüge für Formsignale, Bäume rechts und links der Strecke usw.

Andererseits, wenn man sich die Linienführung der heutigen Strecke anschaut (z.B. auf OpenRailwayMaps), fange ich an zu zweifeln.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Calberlah/b08-Calberlah.jpg
Bild 8
Hier ein Ausschnitt aus OpenRailwayMaps, in den frei Hand die Lage der alten Strecke in blau eingezeichnet wurde (sorry für meine krickelige Zeichnung). Die gleiche Situation ist auch auf der Gurgel Mappe zu finden.

Es ist eindeutig, dass die heutige Strecke exakt die Ideallinie trifft. Warum sollte die alte Streckenführung einen Bogen nach oben gemacht haben?

Ist die "alte" Strecke evtl. eine langfristig vorbereitete Baufeld-Freimachung für einen Kanalbau, der möglicherweise Jahrzehnte auf sich warten ließ? Soviel weise Vorausschau ist angesichts der heutigen, oft kurzsichtigen Verkehrsplanung zwar nur schwer vorstellbar, aber vor 50, 60 Jahren eben vielleicht doch möglich? Ich bin gespannt, ob sich darauf eine Antwort finden lässt.


Abschließend noch ein paar Fotos vom 18.10.77, als der Betrieb bereits durch den neuen Tunnel lief:

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Calberlah/b09-218 265.jpg
Bild 9
Aus dem Tunnel in Calberlah kommt die Braunschweiger 218 265 mit einem Leerwagenzug für Pkw.
Aber nanu? Sie fährt auf dem Gegengleis und muss auf freier Strecke anhalten.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Calberlah/b10-220 062,218 265.jpg
Bild 10
Kaum ist der Güterzug mit 218 265 zum Stehen gekommen, braust 220 062 mit dem D 443 nach Dresden vorbei.
Eine klassische Überholung im Gleiswechselbetrieb.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Calberlah/b11-218 268.jpg
Bild 11
Beladen sahen die Autozüge natürlich sehr viel besser aus. 218 268 hat neue Golfs aus Wolfsburg am Haken. Und quietschbunt sind sie immer noch.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Calberlah/b12-220 083.jpg
Bild 12
Und auch aus Richtung Osten gab's einen Schnellzug. Und zwar D 446 aus Leipzig nach Köln, mit 220 083 als Zuglok.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Calberlah/b13-614 074.jpg
Bild 13
Für 614 074 mit dem 5223 reichte es leider nur für einen Nachschuss.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Calberlah/b14-798 506.jpg
Bild 14
Und last not least auch noch ein Schienenbus auf der "Neubaustrecke", die viele Jahre später zur Schnellfahrstrecke werden sollte:
798 506 am Schluss einer dreiteiligen Einheit, die als 8216 noch eine längere Tour nach Celle vor sich hatte.


Einen schönen Tag noch,
Ulrich B.






2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2023:09:02:11:37:40.

Re: Schön!

geschrieben von: Schienenkopf

Datum: 01.09.23 20:08

Hallo Ulrich.

herrliche Bilder von einer interessanten Bausituation. Bild 1 mit der 220 in der alten Kurve ist ein Traum...
Den Sinn des neuen Lichtsignals kann ich mir auch nicht wirklich erklären. Ist es vielleicht denkbar, dass das Formsignal aus baulichen Gründen vor der Eröffnung der neuen Trasse abgebaut werden musste?

Viele Grüße
Bernd

Bahnbilder aus sechs Jahrzehnten mit den Schwerpunkten Landschaft, Betrieb und Einheitselloks auf meiner Flickr-Eisenbahnseite
Sehr schöne Bilder. Hat man vielleicht eine provisorische Umleitung gebaut und am Ende auf die alte Trasse zurückgewechselt?
Carsten
Guten Abend,

ich glaube, das ist gar nicht so schwierig.

Man sieht in Google-Earth sogar noch die alte Trasse. Man muss die bestehende Trasse im Bahnhof Nord-westlich nur verlängern und sieht ganz deutlich die Verschiebung. Die neue Strecke macht nach em Bahnhof und der folgenden Brücke einen ganz leichten Bogen nach rechts und verläuft dann gerade.

Ein schönes Rätsel !

Im Übrigen schöne und interessante Bilder. Von dem Tunnel wusste ich bis gerade eben noch nichts.
Lieber Ulrich B.,

vielen Dank für das interessante Thema und die schönen Aufnahmen. Ich war dort zuletzt in 2022.

Ich würde für solche Fragen diese Karten nutzen auf Susudata.de
Wenn man dort den Schieberegler zwischen OpenStreetmap heute und Messtischblatt damals bewegt, sieht die Ideallinie meines Erachtens ganz anders aus.

Ich hoffe, ich irre mich nicht mit dieser Feststellung. Hoffentlich klappt auch der Link dorthin.

Freundlichst
Emil
Emil Oldersum schrieb:
Lieber Ulrich B.,

vielen Dank für das interessante Thema und die schönen Aufnahmen. Ich war dort zuletzt in 2022.

Ich würde für solche Fragen diese Karten nutzen auf Susudata.de
Wenn man dort den Schieberegler zwischen OpenStreetmap heute und Messtischblatt damals bewegt, sieht die Ideallinie meines Erachtens ganz anders aus.

Ich hoffe, ich irre mich nicht mit dieser Feststellung. Hoffentlich klappt auch der Link dorthin.

Freundlichst
Emil


Moin Emil,

der Link klappt, man muss nur die Karte über Stendal Richtung Wolfsburg bis Calberlah verschieben. Man kann dann mit Deiner Methode wunderbar die alte Trasse erkennen und in die neue übergehen lassen.

Wenn ich es richtig sehe, hat die alte Trasse nach dem Rechtsbogen eine schnurgerade Strecke bis Isenbüttel. Die neue Trasse hat einen größeren Bogenhalbmesser im Rechtsbogen und schwenkt mit einem leichten Linksbogen kurz vor Isenbüttel in die alte Trasse ein. Zumindest ich meine dort einen leichten Linksbogen zu erkennen.

Danke für Deinen Tipp und auch Dank an Ulrich B. für seinen schönen Beitrag und interessanten Bilder.

Gruß aus Mannheim
Rolf
Hallo Ulrich,

Danke für die bunten Bilder.
Beim Lichtsignal denke ich hatte man, bevor die Strecke endgültig verlegt wurde erst das neue Stellwerk in Betrieb genommen und so das Signal noch an der alten Strecke brauchte?

Gruß aus https://i.ibb.co/0Gcj6V0/Lichtenstein-Kurbelstellwerk-4.jpg
Michael

Neue Strecke ist südlich

geschrieben von: Kiboko

Datum: 02.09.23 01:18

Hallo Ulrich,

vielen Dank für die sensationellen Bilder von meiner Hausstrecke.
Spannend finde ich die "Interzonenzüge" mit den 220.
Interessant ist, dass die neuen 218er die 50er im Güterverekehr abgelöst haben,
während die 220er weiter im D-Zugverkehr waren.
Erst später haben die 218er die 220er verdrängt und die Güterzüge wurden fast ausschließlich mit 216 gefahren.

Die neue Strecke unter dem Elbe-Seitenkanal wurde südlich von der alten Strecke gebaut.
Im Bild 8 ist zwischen den beiden "6107" bei Isenbüttel ein Bogen zu erkennen, der von der alten Line nach Süden wegführt.
In Google Maps sind einige schmale Felder auf der alten Trasse, bzw. dunkle Schattierungen auf den Felder zu sehen,
die auf eine "Anomalie" im Boden hindeuten.
Ich habe Anfang der 80er auf der Brücke in Bild 9 gestanden.
Ich kann mich erinnern, dass es noch Spuren der alten Trasse nördlich zu erkennen waren.
Das deckt sich auch mit den Links auf die älteren Karten von Emil.

Durch die Bauarbeiten konnte der Radius der Kurve bei Calberlah vergrößert werden.
Ich glaube aber nicht, dass man damals an eine Schnellfahrstrecke gedacht hat,
denn der Gleisabstand im Tunnel ist dafür etwas zu knapp bemessen.

Ich vermute, dass während der Bauarbeiten das alte Einfahrsignal von Calberlah im Weg stand.
Es wurde temporär ein neues Einfahrsignal an der alten Strecke aufgestellt,
um den Anschluss der neuen Strecke bestmöglich vorzubereiten.
Dann konnte in einer "Nacht-und-Nebel-Aktion" die neue Strecke angeschlossen werden.

Viele Grüße
Bernd

Heimseite: foto-kiboko.de
Hallo,

interessanter Beitrag.

Ich kann dazu wenig beitragen, nur dass in km 195,6 in der Kilometrierung eine Überlänge existiert.

km 195,6 + 178,00 m = km 195,7 + 67,98 m

Überlänge: 10,02 m

Der Elbeseitenkanal selber liegt zwischen km 193,4 und km 193,5.

Die Überlänge deutet darauf hin, dass die neue Strecke um diese Überlänge länger wurde.

Beste Grüße

Klaus
Hallo

Vielen Dank für die schönen Bilder.
Dazu habe ich zwei Fragen, die mir vielleicht jemand hier beantworten kann.
Zum ersten, war die 220 die Regelbespannung für diese Zugleistungen?
Ich habe kurz etwas auf Fernbahn.de recherchiert und konnte nur Einträge für die BR 216 in diesem Zeitraum finden.

Und zum zweiten würde mich noch interessieren, wie es nach der Grenze in der DDR weiterging.
Damit meine ich jetzt nicht den Laufweg sondern die Bespannung.
Ich vermute mal, dass dafür Loks der Baureihen 130/132 in Frage kamen.
Kann das jemand bestätigen?

Vielen Dank

Mit freundlichen Grüßen
Christian Herzog

Re: Elbe-Seitenkanal Querung bei Calberlah 1975 (14 B und Frage.)

geschrieben von: ehemaliger Nutzer

Datum: 02.09.23 11:02

Schöne Bilderinnerungen, Vielen Dank!

Leider waren die VW Polo's kurzlebig, verrotteten rasch und mussten ersetzt werden, selbst die kleinen Motoren soffen Öl oder warfen es raus.

Schade um die wertvollen Rohstoffe, den Energieaufwand, Arbeitskräfte und weltweite Logistik - die Kisten enden beim Verwerter....

(meinen verzinkten Audi wollte die Markenwerkstatt nicht mehr reparieren mit der Begründung; wir wollen Neuwagen verkaufen und nicht alte dauerhaft am Leben erhalten! Nach Beschwerde in Ingolstadt habe ich beim Händler Hausverbot bekommen!)


R.

Frage beantwortet - danke

geschrieben von: ulrich budde

Datum: 02.09.23 11:07


Moin in die Runde.

Mit dem Link auf Susudata.de ist die Frage zweifelsfrei geklärt. Dafür zunächst vielen Dank an Emil Oldersum. Das ist ein wirklich großartiges Werkzeug für solche Fragestellungen.

Aus dem Vergleich alt : neu geht eindeutig hervor, dass die heutige Tunnelstrecke auf neuer Trasse südlich der alten Strecke liegt.
Bei meiner Handskizze lag ich mit dem Abstand zwischen alt und neu ja doch ziemlich daneben, wenn man es mit der exakten Lage auf der TK25 vergleicht. Und damit ist auch klar: Es gab keine provisorische Umfahrung der Tunnelbaustelle.

Als kleines Dankeschön noch ein Bild von der Westseite der Tunnelstrecke.

http://www.bundesbahnzeit.de/dso/Calberlah/b15-052 561.jpg
Bild 15
Am BÜ Moorstraße in Isenbüttel war es am 21.02.76 noch etwas diesig, als die Lehrter 052 561-8 im sich nur mühsam auflösenden Morgennebel mit einem VW-Autozug aus der Tunnel-Trogstrecke auftauchte. Vom Blockstellenwärter konnte ich als Zugnummer den Dg 56434 in Erfahrung bringen.

Die direkt neben den Gleisen liegende Blockstelle 158 ist gewissermaßen der Fixpunkt, an dem die neue Strecke wieder vollständig auf die Trasse der alten eingeschwenkt ist.


Einen schönen Tag noch,
Ulrich B.






1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2023:09:02:11:38:47.

Frage: Eher Brücke als Tunnel?

geschrieben von: Karl Heinrich

Datum: 02.09.23 19:13

Moin

die Frage ist doch auch ob da eine Brücke gebaut wurde, denn eib Tunnel ist das ja eher nicht, wenn auch der Elbe-Seitenkanal „drüber weg geht“

Verwunderlich ist allerdings warum dieses Bauwerk, die Brücke über die der Kanal läuft, nicjt einfach über die bestehende Strecke gebaut werden konnte? Waren besondere Gründungen rechts und links der Strecke erforderlich?

Denoch eine sehr interessante Baustelle, dieser „Tunnel“!
Einen schönen Sonntag und Grüße, Karl
Hallo Ulrich !

Vielen Dank für diesen hervorragenden Bericht über die damalige Baustelle am Elbe-Seiten-Kanal. Ich selber war wenige Wochen später (Ende Oktober / Anfang November) dort und inzwischen hatte sich doch einiges geändert. Auf jeden Fall war wohl kurz zuvor das Dr-Stellwerk in Betrieb genommen worden und das auch auf Deinen Bildern zu sehende Lichteinfahrsignal zeigte alle möglichen Signalbilder während meines Aufenthaltes an fast der gleichen Stelle. Das wichtigste Signal an dem Tag war das Ersatzsignal. Der eigentliche Grund für das Aufstellen des Signals wurde mir allerdings erst jetzt klar, als ich die Bilder vergrößert habe. Die Neubaustrecke war inzwischen bis in den Bahnhof Calberlah verlängert worden und das Lichtsignal diente der Absicherung für eine neue Weiche, die aus der alten zweigleisigen Strecke innerhalb des Bahnhofs eine eingleisige machte. Ich hänge mal zwei Bilder an auf denen man (mit etwas Mühe) die Anschwenkung des rechten Gleises an das linke mit der Weiche erkennen kann. Wie es auf der anderen Seite des Bahnhofs aussah weiß ich aber nicht. Da bin ich nicht hingefahren:

IMG2720.jpg

Auf dem ersten Bild fährt ein Vt 613 in Richtung Hannover

IMG2721.jpg

Und auf dem zweiten Bild hält ein Vt 627 vor dem neuen Einfahrsignal in Richtung Wolfsburg.

Danach bin ich an der Stelle nie wieder gewesen.

Viele Grüße
Achim

Re: Frage: Eher Brücke als Tunnel?

geschrieben von: Kiboko

Datum: 03.09.23 00:13

Moin Karl,

das Niveau des Elbe-Seiten Kanals entspricht dem vom Mittellandkanal.
Die Einmündung in den Mittellandkanal ist nicht weit entfernt.

Erst weiter nördlich verläuft der Kanal auf einem Damm, der Brücken über Straßen ermöglicht.
An der Stelle, an der der Kanal die Bahnstrecke kreuzt, reicht die Dammhöhe für eine klassische Brücke nicht aus.
Daher muss die Bahn unter dem Kanal abgesenkt werden.
Es ist kein klassischer Tunnel, sondern ein Trog mit Deckel.

Vermutlich wäre eine Eisenbahnbrücke über den Kanal aufwändiger gewesen.
Es hätte Rampen mit einer starken Steigungen erfordert oder viel weitläufigere Umbaumaßnahmen.
Westlich vom Kanal überquert die Bahnstrecke Braunschweig - Uelzen die Strecke Lehrte - Wolfsburg mit einer Brücke.
Die hätte dann auch angepasst werden müssen.

Viele Grüße
Bernd

Heimseite: foto-kiboko.de

so macht HiFo richtig Laune! (o.w.T)

geschrieben von: 012 055-0

Datum: 03.09.23 09:19

(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
...es grüßt im 3/4 Takt
.
https://www.drehscheibe-online.de/foren/file.php?099,file=591810
.
Fototaschenbilder bitte an diesen Beitrag anhängen:[www.drehscheibe-foren.de]


(Dieser Beitrag enthält keinen Text)
Liebe Leser und Bilderangucker, ich denke, dass ich jetzt nahezu 100 % der vor dem 30. Juni 2024 sichtbaren Bilder zu picr holen konnte. Sollte aber dennoch ein Beitrag (ab 2017) ohne Bilder sein, bitte ich um eine PN. Das dürfte dann eigentlich kein Problem sein, dass nicht kurzfristig erledigt werden könnte.



Man hat nicht richtig gelebt, wenn man nie in einem ICE gesessen hat, der in Hamm geteilt worden ist.


Re: Bei susudata den gezielten Link...

geschrieben von: ohneEisen

Datum: 03.09.23 16:22

...den zu setzen ist ziemlich einfach. Man wählt genau den Ausschnitt in der Größe, wie man ihn anderen zeigen will.

Dann rechte Maustaste, dann Strg + C , dann einfügen [susudata.de]

Auch die Überlappung wird so übernommen, wie man es aktuell eingestellt hat.

Interzonenzüge

geschrieben von: Der Zeuge Desiros

Datum: 05.09.23 12:08

Christian Herzog schrieb:
Und zum zweiten würde mich noch interessieren, wie es nach der Grenze in der DDR weiterging. Damit meine ich jetzt nicht den Laufweg sondern die Bespannung.
Ich vermute mal, dass dafür Loks der Baureihen 130/132 in Frage kamen. Kann das jemand bestätigen?

Hallo,

die 130 eher nicht, die hatte ja keine Heizung. Aber es gab sowohl Durchläufe der Bundesbahnloks nach Stendal als auch der Ludmillen (132/232) sowie der Brennboote bis Hannover. Die 228 kam mit Güterzügen bis Seelze. Hier so ein Karpatenschreck, verkleidet als 229, im Bahnhof Wolfsburg.

Heiko

http://www.desiro.net/Hannover-02.jpg

https://www.desiro.net/Signatur-W2026.jpg




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2023:09:05:12:09:03.

Re: Interzonenzüge

geschrieben von: Gruppentaste

Datum: 05.09.23 13:24

Der Zeuge Desiros schrieb:Christian Herzog schrieb:
Christian Herzog schrieb:
Und zum zweiten würde mich noch interessieren, wie es nach der Grenze in der DDR weiterging. Damit meine ich jetzt nicht den Laufweg sondern die Bespannung.
Ich vermute mal, dass dafür Loks der Baureihen 130/132 in Frage kamen. Kann das jemand bestätigen?
Aber es gab sowohl Durchläufe der Bundesbahnloks nach Stendal als auch der Ludmillen (132/232) sowie der Brennboote bis Hannover. Die 228 kam mit Güterzügen bis Seelze. Hier so ein Karpatenschreck, verkleidet als 229, im Bahnhof Wolfsburg.
Hallo Heiko,

vor der Grenzöffnung? Da kamen meines Wissens die DB-Dieselloks/Dampfloks nach Oebisfelde und haben die Züge da abgeholt.

Schöne Grüße

Gruppentaste

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